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Full text of "Funkschau 1964 Heft 12"

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en ee Die Tadınik der neuen Fernseh- 
> 'empfänger / Neues an Stereo-Stevergeräten und 3 
\ Rundfunkempfängern / Die Ela-Technik mit fortschritt- 
lichen Geräten, Bauteilen und Zubehör / Röhren, 


größten Hallen zur Schau gestellt 1 

) - einer von vielen interessanten 
Eindrücken der Messe Hannover 
tos: Telefunken und ©. Limann) Vollkommenheit / Kuren aus ger professionellen 
Technik 3 


Halbleiter, Bauelemente / Die Meßtechnik, "Wege zur : 







Messe-Berichtsheft 


Hannover 1964 





$ 


SIEMENS 


»Billige« Fernsehgeräte 
muß man 
oft teuer bezahlen 


Billig, billiger, am billigsten ... 

Der Preiskampf verschärft sich. Wer 
ist der Gewinner? Der Kunde? Nein, 
denn auf die Dauer macht sich nur 
Qualität bezahlt. Der Fachhändler? 
Nein, denn auf die Dauer sind nur 
zufriedene Kunden ein Gewinn. 
Oder der Hersteller? Auch nicht, 
denn »billige« Geräte ruinieren auf 
die Dauer selbst den besten Ruf. 
Dieser Preis ist uns zu hoch. Ihnen 
wahrscheinlich auch. Sie wollen ver- 
mutlichauchmorgen undübermorgen 
Fernsehgeräte verkaufen (nicht nur 
heute). Deshalb empfehlen wir Ihnen 
die neuen Siemens-»Bildmeister« 
mit gutem Gewissen, weil wir nicht 
(koste es,wases wolle) gespart 
haben. 


Für Kunden, die 
das Besondere schätzen 


Siemens-Fernsehgeräte 
»Bildmeister« 1964/65 


476001 

















»Bildmeister 51« 
mit verschließbarer Jalousie 
aus Edelholz 





834 


Direkt vom Hersteller zum Verbraucher 


HEATHTZIT 
ALoMm. 


77.9 7.777 





EEE EEE EEE EEE TEEN ERSTE TE EEE LEEREN EEE EEE EEE EEE TEE LEETETELETESTEN 
Sie erhalten gegen Einsendung des anhängenden Abschnittes unseren neuen kostenlosen Katalog mit über 100 Meß-, Hifi-, Stereo- und Funk- 
amateurgeräten aus dem größten Programm der Welt. 


Universal-Röhrenvolt- 
meter IM-11/D 


Technische Daten: Gileich- 
spannung: 0...1,5, 5, 15, 50, 
150, 500, 1500 V; Eingangs- 
widerstand: 10 MQ + 1 MB; 
Wechselspannung: 0...1,5, 5, 
15, 50, 150, 500, 1500 V eff.; 
Eingangswiderstand: ca. 320 
k9/30 pF; Widerstand: x 1, 
x 10, x 100, x 1000, x 10k, 
x 10k,x 1MQ. 


Baktapieı DM 168,— Gerät: DM 229,— 


Service-Röhrenvolt- 
meter IM-13 E 


Dieses Röhrenvoltmeter mit 
seiner großen übersicht- 
lichen 130 mm Skala ist 
speziell für die Verwendung 
in der Service-Werkstatt ge- 
dacht. Es ist schwenkbar in 
einem Bügel aufgehängt, der 
sich auf dem Tisch, unter 
Regalen oder an der Wand 
montieren läßt. (Technische 
Daten wie IM-11/D.) 


DM 235,— Gerät: DM 329,75 


NF-Millivoltmeter 
IM-21/D 

Technische Daten: Frequenz- 
gang: + 1 dB von 10 Hz bis 
500 kHz und + 2 dB von 
10 Hz bis 1 MHz in allen 
Bereichen; Meßbereiche: 
0,01, 0,03, 0,1,0,3, 1, 3, 10, 
30, 100, 300 V eff; —40, -30, 
—20, —10, 0, +30, + 40, +50, 
dB Eingangswiderstand: 
10 MQ(12 pF) von 10 bis 300 
Volt; 10 M@2{22 pF) von 0,01 
bis 3 Volt. 








Bausatz: 





Bausatz: DM 225,— 
Gerät: DM 29,— 


Signalverfolger IT-12 E 


Der Signalverfolger ermög- 
licht schnelle Fehlerortung 
in Röhren- bzw. Transistor- 
empfänger-Schaltungen und 
anderen nachrichtentechni- 
schen Geräten. Die Anzeige 
erfolgt durch Lautsprecher 
und Magisches Auge. 
Technische Daten: Netzan- 
schluß: 220 V/50 Hz/25 W; 
Abmessungen: 190x 120x105 
mm/3 kg. 


Widerstandsdekade 
Bereich: 1...999999 (2 in 142- 
Schritten (Widerstände 0,5 % 
AW); Belastbarkeit: 1,5 mA 
...500 mA je nach Wider- 
standswert; Abmessungen: 
185x115x 170 mm/1 kg. 





Bausatz: DM 179,— 
Gerät: DM 225,— 





IN-11 Bausatz: DM 168,— 
% Gerät: DM 199,— 


N Kondensator-Dekade 


Bereich: ‘00 pF...0,111 uF in 
100 pF-Schritten (Kondensa- 
toren + 1%/500V); Abmes- 
sungen: 185 x 95 x 125 mm/ 
0,7 kg. 


Elektronischer Schalter 
ID-22 E 


Mit diesem Gerät ist esmög- 
lich, auf dem Schirm eines 
Einstrahl-Oszillografen zur 
gleichen Zeit zwei vonein- 
ander unabhängige Oszil- 
logramme darzustellen. 

Technische Daten: Frequenz- 
gang: + 1dBvon0...100kKHz; 
Schaltfrequenzen: ca. 150, 
500, 1500, 5000 Hz; Netzan- 


IN-21 Bausatz: DM 139,— 
Gerät: DM 156,— 





Bausatz: DM 185,— schluß: 220 V/50 Hz/30W; 
Gerät: DM 253,— Abmessungen: 240 x 170x 130 


= Breitband-Oszillograf 
nn. 10-30/S 

Technische Daten: Y-Ver- 
stärker: 3 Hz...5 MHz (+1,5 
...—5 dB), 8 Hz...25 MHz 
& 1 Een Empfindlichkeit: 
25 mVss/cm; Anstiegszeit: 
max. 0,08 usec; X-Verstär- 
ker: 1 Hz... 400kHz (+3 dB); 
Empfindlichkeit: 300 mVss/ 
cm; Kippteil: 10 Hz...500 kHz 
grob in 5 Stufen und fein. 
Keiie: (10-12 E, ohne Absch.-Zyl. (45,-)): DM 585,— 
Gerät (einschl. Absch.-Zylinder): DM 728,— 





FUNKSCHAU 1964 / Heft 12 


Paar: DM 499,— 





Handfunksprechgerät 
GW-21/D Prüfnr K-389/62 


. In Technische Daten: Sender: 

3 quarzgesteuert; Frequenzbe- 

reich: 26960...27280 (28 Ka- 

! näle); Modulation: AM; 

Stromaufnahme: max. 30 mA; 

Empfänger: Superhet, mit 

HF-Vorstufe, quarzstabili- 

ul Il siert; Empfindlichkeit: 1 pV 

bei 10 dB SNR; NF-Aus- 

gangsleistung: ; 
Stromaı 


{o. Batterie) Batterie-Satz: DM 10,— 


SSB-Amateur- 
empfänger SB-300 E 
Ein Spitzenklassen-Doppel- 
super mit durchstimmbarer 
erster Zwischenfrequenz. 
L . Technische Daten: Frequenz- 
bereiche: 3,5...4,0/7,0...7,5/ 
14,0...14,5/21,0...21,5/28,0...28,5/29,0...29,5/29,5...30,0 
MHz; 1. ZF: 8, 395...8,895 MHz; 2. ZF: 3,395 MHz; 
Empfindlichkeit: weniger als 1 uV für 15 dB SNR; 
Netzanschluß:: 220 V/50 Hz/50 W; Abmessungen: 380x 
170x360 mm/7,7 kg. 


Bausatz: DM 1537,— Gerät: DM 1995,— 


Allband-Empfänger 
GCc-1 A 


Transistor- KW - Empfänger 
mit durchgehendem Fre- 
quenzbereich von 550 kHz... 
30 MHz. 

Technische Daten : Empfind- 
lichkeit: 10 uV im MW-Be- 
reich, 2 uV in allen KW-Be- 
reichen; Stromversorgung; 
8 Monozellen 1,5 V; Abmes- 
sungen: 305 x 174x255 mm/ 
7,8kg. 


Bausatz: DM 539, — 
Gerät: DM 763,— 





Amateurempfänger 
HR-10 E 


7-Röhren-Standard-Amateur- 
empfänger mit Kristallfilter 
für 80...10 m. Ein Sockel für 
einen 100 KHz-Eichquarz Mo- 
dell HRA-10-1 ist eingebaut. 
Technische Daten: Bereiche: 
80...10m; S-Meter ; BFO; ZF: 
1681 kHz mit Quarzfilter; 
Empfindlichkeit: 1 uV für 10 
dBSN; Netzanschluß: 220V/ 
50 Hz/50W; Abmessungen: 
350x 160x270 mm/4,5 kg. 





Bausatz: DM 472,— 
Gerät: DM 719,— 


Monitor-Scope HO-10 E 


Zur Modulations- und Tast- 

kontrolle, verwendbar für 

Frequenzen von 160...6 m 

(Coax-Eingang 50...7542).. 

Technische Daten: Y-Ver- 

: +3 dB von 10 Hz...500 kHz; X-Verstärker: 

+ 3dBvon3Hz...30 kHz; Kippfrequenz: 15...200 Hz; 

Oszillatoren 1000 Hz und 1700 Hz für SSB-Doppelton- 

test; Neizanschluß: 220 V/50 Hz/35W; Abmessungen: 
188x 120x275 mm/3,7 kg. 


Bausatz: DM 339,— Gerät: DM 475,— 


Stehwellen-Meßgerät 
HM-11 


Das Stehwellen-Meßgerät 
wird in die Coaxleitung 
zwischen Sender und Anten- 
ne eingeschaltet zur Bestim- 
mung des Stehwellen-Ver- 
hältnisses sowie der Ab- 
stimmung des Senders. 
Technische Daten: Bereich: 
1,5...150 MHz; SWR-Anzei- 
ge: 1:1..6:1; Eingangs-/ 
Ausgangsanpassung: wahl- 
weise 50Q oder 759 


Bausatz: DM 87,— 


Gerät: DM 129,— 





Alle Bausätze und Geräte ab DM 100,— 
ab sofort auch auf Teilzahlung. 


DAYSTROM GmbH 


Abt. F 12 


6079 Sprendlingen bei Frankfurt 
Robert-Bosch-Straße Nr. 32-38 


England: Daystrom Lid, Gloucester. Bristol Road 
Schweiz: Daystrom SA, Zürich, Badener Straße 333 
Österreich: Daystrom GmbH, Wien 12, Tivilo-Gasse 74 


Transistor-Orgel 
GD-232 E 


Technische Daten: 2 Manu- 
ale mit je 37 Tasten von 
c...c'"; 13töniges Baßpedal 
von C...c; oberes Manual 
mit 6 Register-Wippen: Po- 
saune, Englisch-Horn, Flöte, 
Oboe, Kornett, Violine; un- 
teres Manual mit 4 Register- 
Wippen: Saxophon, Trom- 
pete, Diapason, Viola. 


ä Bausatz: DM 1590,— (ohne Bank) 





Transistor-Stereo-Tuner 
AJ-33 

Technische Daten: UKW-Be- 
reiche: 88...108 MHz;  Zwi- 
schenfrequenz: 10,7 MHz; 
Ausgangsspannung: 0,5 V: 
Frequenzgang; +1dB bei 
20 Hz...20 kHz; Klirrfaktor: kleiner als 1%, (25 uV, 
100%, Mod. bei 98 MHz); Brummen und Rauschen: 





—48 dB (25 „V, 100% Mod.); AM-Bereich: 550...1600 
kHz; Zwischenfrequenz: 455 kHz: Ausgangsspannung: 
0,45 V; Klirrfaktor: kleiner als 1%. 


Bausatz: DM 579,— 


Gerät: DM 864,— 


2x20 Watt-Stereo- 
Verstärker AA-22 E 


Technische Daten: 40 W (20 
N pro. Kanal); Frequenz- 
gang: + 1 dB bei 15 Haz.... 
30 kHz, + 3 dB bei 10 Hz... 
60 kHz: Klirrfaktor: kleiner 
als 1% bei 20 Hz; 0,3% bei 1 kHz; 1% bei 20 kHz; 
Intermodulation (bei Nennleistung): kleiner als 1% 
bei Mischung von 6 Hz und 6 kHz im Verhältnis 4:1. 


Bausatz: DM 579,— Gerät: DM 864,— 





2x3 W Stereo- 
Verstärker AA-201 E 


Technische Daten: Aus- 
gangsleistung: 3W pro Ka- 
nal; Frequenzgang: + 1 dB 
von 50...20000 Hz bei 3 W; 
Kiirrfaktor: kleiner als 3% 
bei 3W von 60...20000 Hz; Intermodulation: kleiner 
als 3% bei 3W, 60 Hz und 6 kHz im Verhältnis 4:1; 
Netzanschluß: 220 V/50 Hz/75 W; Abmessungen: 317x 
83x 171 mm/4,9 kg. 


Bausatz: DM 199,— 





Gerät: DM 349,— 


2x8 W Stereo- 
Verstärker AA-32 E 


Technische Daten: Aus- 
gangsleistung :16W (8W pro 
Kanal); Frequenzgang: + 1 
dB von 30 Hz...30 kHz bei 
Vollast; Klirrfaktor: 2% bei 
15 kHz, 0,7% bei 1 kHz, 2% bei 30 Hz; Intermodula- 
tlon: 3% bei Vollast, 60 Hz und 6 kHz im Verhältnis 
4:1; Netzanschluß:: 220 V/50 Hz/85W; Abmessungen: 
343x 120x235 mm/5,4 kg. 


Bausatz: DM 235,— 





Gerät: DM 389,— 


Baßreflex-Kombination 
SSU-1/D 


Dieses hochwertige Laut- 
sprechersystem ist vorzüg- 
lich geeignet für HIFI-Ste- 
reo-Anlagen in mittleren und 
kleinen Räumen. 

Technische Daten: Frequenzgang: + 5 dB von/40 Hz 
...16 kHz; Belastbarkeit: 25 W; Anpassung: 169; 
20 cm-Baßlautsprecher; 10 cm-Hochton-Breitstrahler; 
Abmessungen: 583 x 292 x 298/9,5 kg. 


Bausatz: DM 169,— Gerät: DM 246,— 
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Ich bitte um Zusendung Ihres kostenlosen Kataloges [] 


folgender Einzeibeschreibungen: 





Abs.: 


SPRECHFUNK 


Vertrauen Sie den in Deutschland und Europa meistgekauften Geräten 


Erstmalig auf der Hannover Messe 


Tragbares 2-Kanal-Gerät, mit Nickel- 
Cadmium-Batterien, Einschub für Fahr- 
zeugbetrieb, 6 und 12 V, mit automat. 
Ladeeinrichtung. 


Konkurrenzlose Neuentwicklung 
FTZ-Nr. K 477/64 





Famnin 


MODELTC-9i2 


9 TRANSISTOR 





TC 912G, das kleine Gerät mit größter 
Leistung, Empfänger mit HF-Vorstufe, 
Ohrhörer. 

Postprüfnummer: K 427/63 


TC 500 G, techn. wie TC 130 G, jedoch 
erheblich verstärkte Leistung, 2 um- 
schaltbare Kanäle,besondersgeeignet 
für größte Reichweiten und den Betrieb 
in Fahrzeugen. 

Postprüfnummer: K 428/63 


I| SPRECHFUNK || 


Maßstab ca. 1:1 











TC 130 G, das große Gerät für höchste 
Ansprüche. Mit Anschluß für Fahrzeug- 
antenne, 2%0-V-Netzgerät, Empfänger 
mit ‚HF-Vorstufe, Rauschsperre, An- 
schluß für Autobatterie, Ohrhörer und 
Mikrofon. 

Postprüfnummer: K 411/63 


Alle Handfunksprechgeräte 
einschließlich Ledertasche 


Sommerkamp 
Electronic GmbH 

4 Düsseldorf 
Adersstraße 43 
Telefon 02 11/2 37 37 
Telex 08-587 446 


Heft 12/FUNKSCHAU 1964 


En. u me u men - 


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BBC-Antennen für 
alle Wellenlängen 


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MEN DE Dur. 













eten Dipolen besteht. Im vorliegenden Fall sind 
ipole übereinander zur Bündelung der Strahlung 


ehängt, wobei wahlweise der eine als Strahler 
i j r ändere als Reflektor wirken kann. Die Antenne 
rlaußt d n Betrieb auf zwei benachbarten Kurzwellen- 
Runc fun ä dern. Derartige Antennen werden z. Zt. 
"für einen Frequenzbereich von 5 MHz bis 26 MHz 
"und für eine Sendeleistung bis 250 kW gebaut. 
Zum BBC-Programm gehören außerdem die Projek- 
= tierung, Lieferung und Montage von Mittel- und Lang- 
= wellen-, Rundstrahl- und Richtstrahlantennen, sowie 
“ von Antennenträgern für Fernseh- und UKW-Antennen. 


Bee 
a 
er 


BROWN BOVERI 


BROWN, BOVERI & CIE. AG., MANNHEIM 
ABT. LEITUNGSBAU 


RADIO CORPORATION 
OF AMERICA 


Hi-Fi-Transistoren 
25 W 
20 Hz-20 kHz 


Mit den neuen Ge-PNP-Typen OD-7 
und @D-8 können jetzt Leistungs- 
verstärker höchster Klangtreue voll 
transistorisiert werden! 2 QD-7 im 
Gegentakt ohne A-Trafo liefern 
25 W NF bei einem Frequenzgang 
von 20 Hz - 20 kHz = +1 db. 


2N 2147 (OQD-7), 2N 2148 (QD-8): 


12,5 W Verlustleistung bei 80 °C Gehäusetemp.,, 
Je max =5A Grenzfrequenz fß 1: 

2N 2147 (OD-7): 4MHz, 2N 2148 (QD-8): 3MHz 
Gehäuse : TO-3 


Die Transistoren kosten pro Stück bei Abnahme von 


1-9 10-24 


25-99 St. 


OD-7: | DM 12.40 | DM 10.90 | DM 9.90 
OD-8: | DM 8.10 | DM 7.05 | DM 6.25 











NEUE 


Silizium-Leistungstransistoren 
für NF-Verstärker, Stabilisierungs- 


schaltungen und Gleichspannungswandler 


TYPE: 40250 BD| 40251 BD 
max Ucego: 40V 40 V 
Je max: 4A 15A 

B min, /eJemax: 25 15 
Pc, 25°C tgH: 29W 117W 
fr: 1MHz | 0,5 MHz 
Gehäuse: kI.TO-3| TO-3 
DM 6.75 |DM 13.90 





Stückpreis: 





Unsere Hauszeitschrit ENATECHNIK-NOTIZEN 
berichtet laufend über neue Produkte des Vertriebspro- 
grammes. Auf Anforderung senden wir sie Ihnen gern. 





Autorisierter RCA-Vertrieb: 


ENATECHNIK 


Schillerstraße 14 














ALFRED NEYE.ENATECHNIK 
2085 QUICKBORN BEI HAMBURG 


Fernruf (Vorw. 04106) 8222, Telex 02-13590 





... nicht ganz — 

aber es geht nicht mehr ohne Liefertermin. 

Durch die Nachfrage nach unseren Geräten wurde unsere 
Planung weit übertroffen. 

Die Präzision unserer Arbeit werden wir aber durch diese 
Terminnot nicht beeinträchtigen lassen. 

Die Kapazität unseres neuen Werkes wird den derzeitigen 
Engpaß aufheben. 





TECHNISCHER STECKBRIEF: 

Dreimotorenlaufwerk mit polumschaltbarem Synchron - Capstanmotor für 
19,05 und 9,5 cm/sec. Maximaler Spulendurchmesser 26,5 cm. 3 Ringkern- 
köpfe in 2- oder 4-Spur-Technik. Je 2 getrennte Aufnahme- und Wiedergabe- 
verstärker. Kathodenfolgerausgänge. 6 Watt Kontroliverstärker mit Vor-Hinter- 
Band Schalter. Aussteuerungskontrolle mit 2 VU Metern. Trickaufnahmen, wie 
Duoplay, Multiplay und Echo, ohne Zusatzgeräte. 

Das Gerät kann horizontal und vertikal betrieben werden. Empfohlener 
Verkaufspreis: DM 1660.— 





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REVOX G.m.b.H., Abt. G, 7800 Freiburg/Br., Langemarck- 
straße 112. 


Gema-Einwilligung vom Erwerber einzuholen 


Heft 2 /FUNKSCHAU 1964 


aan 





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. Konstanter 
beweisen: 





GOSSEN-Konstanter 
helfen 
rationalisieren 


1964 : Ein neues Programm 

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3 V/6 A bis 33 V/4 A 

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Restwelligkeit 1 mV 

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Spannungsmessung 

Preis: DM 820.— 

Fordern Sie unsere sofe N 
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Ausgabe 1964 an: 

P. GOSSEN & CO. GMBH., 8520 ERLANGEN - RUF 33 41 FS 06-29845 


FUNKSCHAU 1964 / Heft 12 


BHBBBBETY 7 


TYPE SMG 1 STEREO GENERATOR 


RX: iaerri ge af Or La ae m. cn "Tone ron 







EEE 


Fig. 1 zeigt ein rechtes oder linkes Multi- 
plexkanalsignal vom Gesamtsignalausgang 


Fig. 2 zeigt ein entsprechendes Signal, das 
mit dem Pilotsignal synchronisiert ist. 


Der Stereo-Generator ist volltransistorisiert und entspricht den von der FCC genehmigten und den von der EBU empfohlenen Standards für 
stereophonischen Rundfunk. - Das Gesamtsignal kann zur Untersuchung von Stereovorsatzgeräten oder zur Aussteuerung von FM Messendern 
für 75 kHz Frequenzhub verwendet werden (besonders für Labor- und Entwicklungsarbeiten). - Das Gerät ist mit einem 90 MHz-Oszillator, 
dessen Frequenz durch das Gesamtsignal moduliert wird, ausgerüstet, sowie mit einem Stufenattenuator (10 u V bis 100 mV). - Da für die 
Bedienung nur Drucktasten benutzt werden, ist es besonders für Service und laufende Produktionsprüfung von Stereoempfängern geeignet. 


FUNKTIONEN: 

1. Stereophonische Modulation des rechten (R) oder des linken (L) Kanals. 
2. Mono (M) - oder Stereo (S) - Signal. 

3. Stereophonische Modulation von Tonbändern oder Schallplatten. 

4. SCA Modulation mit FM Unterträgerwelle. 


BESONDERE EIGENSCHAFTEN: 

LR und MS Trennung » 40 dB. 

Eigenverzerrung < 0.2%. 

Umschaltbare Modulationsfrequenz von 80 Hz, 1 kHz und 5 kHz. 

Bei Verwendung des RADIOMETER-Messenders MS 26 b Erweiterung des Fre- 
quenzbandes (54 bis 216 MHz)’ 

Schnelle und einfache Druckknopfbedienung. 


Alleinvertreter für Westdeutschland: 





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Technisch MMidend hen Mc Be U ERBEN. 


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Heft 12/FUNKSCHAU 1964 


HF-Steckverbindungen 


HF-Stecker 13mm gerade 
HF-Winkelstecker 
HF-Buchsen 
sämtl. Ausführungen 
Steckverbindungen (amerikanische Typen) 
Coax- Buchse SO 239 Stecker PJ 068 3polig 
Coax-Stecker PL 259/6 Klinke IK 33  3polig 


Coax-Stecker PL 259/9 Stecker PJ 055 2polig 
Coax-Stecker PL 259/A Klinke IK34  2polig 


Weiterhin fertigen wir 
Telefonstöpsel 3- und 4polig sowie Miniatur-Steck- 
verbindungen 3,5 mm & 


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FABRIKATION ELEKTRISCHER MESSGERÄTE 


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AKUSTISCHE- u. KINO-GERÄTE GMBH 


8 MÜNCHEN 15 - SONNENSTR. 16 - TEL. 555545 - TELEX 0523626 





FUNKSCHAU 1964 / Heft 12 


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Frau Otti Becker, 
Geschäftsführerin des Hauses 
BECKER RADIOWERKE 


präsentiert 
der Fachwelt 


den neuen vollautomatischen BECKER MEXICO TR LMKU. Zur 
Beliebtheit des ersten vollautomatischen UKW-Empfängers, 
„Mexico TG", haben Sie seit zehn Jahren wesentlich beigetra- 
gen. Mit dem neuen MEXICO TR bringt BECKER das erste 
volltransistorisierte Automatik-Gerät mit Lang-, Mittel-, Kurz- 
und Ultrakurzwelle und Phonotaste. Die Einbauhöhe wurde 
auf 52 mm verringert. Das garantiert mühelosen Einbau in alle 
Wagentypen, die heute und morgen von den Montagebändern 
laufen. Nutzen Sie die BECKER-Spezialerfahrungen. Zum 
eigenen und zum Vorteil Ihrer Kunden. Die bewährtenBECKER- 
Autoradio-Typen „Monte Carlo TR", „Europa TG” und „Grand 
Prix TG", halten wir mit allen Verkaufshilfen selbstverständlich 
nach wie vor für Sie bereit. 








becker 


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BECKER RADIOWERKE GMBH, 7501 Ittersbach bei Karlsruhe 











Eine Antenne für drei 
Fernseh-Programme 


Mit den neuartigen Hirschmann-Kombinationsantennen läßt sich der Wunsch vieler Fern- 
seher erfüllen, alle deutschen Fernsehprogramme mit einer Antenne zu empfangen. Die 
zusätzliche Weiche zum Verbinden von zwei Antennen entfällt und es werden dadurch 
Anschaffungs- und Montagekosten erspart. Hirschmann liefert verschiedene Typen: 


Fesa 13LL für Kanal 7-11 und 21-60 
Fesa 16 L für Kanal 7-11 und 21-45 
Fesa 18 L für Kanal 7-11 und 31-60 


Besonders preisgünstige Kombina- 
tionsantennen großer Bandbieite für 
den Empfang mehrerer Programme aus 
einer Richtung 


Fesa 4/16 AM 
Fesa 8Sı6 L 
für alle Kanäle der Bereiche Ill, IV u.V 


Vielseitig verwendbare Mehrbereich- 
Kombinationsantennen für den Emp- 
fang mehrerer Programme aus ver- 
schiedenen Richtungen 





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Vielbewährte Zimmerantenne für den 
Empfang aller drei Programme bei gün- 
stigen Empfangsverhältnissen. 


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Richard Hirschmann Radiotechnisches Werk 73 Essilingen/N. Postfach 110 





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Heft 12/FUNKSCHAU 1964 


Die neue Klasse: Der vollautomatische Hi-Fi-Plattenspieler! 


Was Hi-Fi-Kenner sich schon lange wünschen, 
bietet ELAC jetzt mit MIRAPHON 18 H: den voll- 
automatischen Hi-Fi-Plattenspieler mit höchstem 
Bedienungskomfort! 

MIRAPHON 18 H ist ein neues Laufwerk der 
ELAC-Studio-Serie. Mit einem einzigen Tasten- 
druck werden sämtliche Funktionen gesteue:t: Das 
Gerät wird gestartet, der Tonarm setzt genau in 
der Einlaufrille der Platte auf, kehrt nach dem Ab- 
Spielvorgang selbsttätig in die Ausgangsstellung 
zurück, das Gerät schaltet sich ab. Jede der drei 
Starttasten ist gleichzeitig Stoptaste, mit der das 
Spiel unterbrochen werden kann. 


FUNKSCHAU 1964 / Heft 12 


Augenfällig für den hohen Bedienungskomfort ist 
auch der Tonarm-Lift. Er ermöglicht es, den Ton- 
arm ohne „Handarbeit“ an jeder gewünschten 
Stelle der Schallplatte exakt und sanft aufzusetzen. 
Schonender können Schallplatten kaum noch be- 
handelt werden! 

Nicht zu vergessen: Magnettonabnehmer mit Dia- 
mantnadel — Studio-Tonarm mit regulierbarer 
Auflagekraft (1-5 g) — Schwerer, dynamisch aus- 
gewuchteter Plattenteller mit 30 cm & — Spezial- 
Hysterese-Motor. Der Preis: 418,— DM. 
Wir halten ausführliches Schriftmaterial über diese 
interessante Neuentwicklung für Sie bereit. 


ELECTROACUSTIC 
GMBH KIEL 


Gründungsmitglied des DHFI 





Sanwa Vielfach-Meßinstrumente - 


preiswerte Präzision. 


Sanwa Electric ist seit über 25 Jahren führend in der 
Entwicklung und Fertigung von elektrischen Meß- 
geräten. Preiswerte Instrumente verbessern Ihren Kun- 
dendienst. 

Wir stellen vor: 


KAPAZITÄTSARME 
GESCHIRMTE SCHALT- 
und MESSKABEL 

mit hoher 
Spannungsfestigkeit 

für elektronische 
Steuerungen 

und Impulstechnik 


Hochfrequenzkabel 
für UKW- und FS-Empfang N 












Autoantennenkabel 
RG -Typen- 
Sonderkonstruktionen 
HF-Energiekabel 


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Modell SH-63 TR 20 kOhm/V 


S Transistorisiertes Voltmeter 

BY PEM 6 Hochohmiges Taschen-Vielfach- 
x i re } 

RY Dieses transistorisiertte Volt- meßinstrument. 

‚2 meter kann unabhängig vom Technische Daten: 


Netz betrieben werden. Meßbereiche: Gleichspannung: 
Technische Daten: 00.25 V/1ıV125V/10V/ 
Meßbereiche: + Gleichspan- 50 V / 250 V / 1000 V » Wechsel- 
nung: 0-0,3 / 1/3 / 10 / 30 / 100 / spannung: 0-1.5 V/10V /50V/ 
300 / 1000 V » Eingangswider- 250 V / 1000 V - Gleichstrom: 
stand: 500 kQR'V im 0,3-100-V-Be- 0-50 „A / 2.5 mA / 25 mA / 
reich - 33 kQ/V im 300-V-Bereich 250 mA - Widerstand: 3 kQ 
und höher - Wechselspannung: 300 kR /3 MR / 30 MR . Skalen- 
0-3,5 / 10 / 35 / 100 / 500 Veff - mitte: 252 / 25 KR /25 KR / 
0-10 / 30 / 100 / 300 1500 Vss » 250 KR . db. -15 db== +5 db » 
Eingangswiderstand: ca. 500 k@/ (Wechselstrombe. 1.5 V) Odb=- 
25 p.F. (bei 1 KHz) 1,5 MQ im +22 db (Wechselstrombe. 10 V) - 
500-V-Bereich Widerstand: Batterien: 1x15V/1x225V. 
10 kQ, 100 kQ, 1 MQ, 10 MQ, Abmessungen: 155 x 98x 40 mm 
100 MR - Skalenmitte: 80 Q, 

800 2, 8 kQ, 80 kQ, 8 MQ - 

Gleichstrom: 0-2 uA / 200 HA 

(300 mV) - Abmessung: 188 x 132 

x 95 mm 





Modell 320-X 50 kOhm/V 
Dieses hochohmige Mebßinstru- 











Transistorprüfgerät Modell AT-1 

Dieser Universal-Transisto:-Prü- 
fer ist für die direkte Ablesung 
von Transistor-Parametern ß und 
a 'ausgelegt. 

Technische Daten: 

Meßbereiche: 1) Ico. u. Dioden- 
sperrstrom 0-50 „A (1 uA/Teil- 
strich) - Leistungstransistoren 
0-1 mA (20 uA/Teilstrich) - 2) ß 
5--200 (5/Teilstrich) - Basis- 
strom: 1 mA / 5 mA bei Lei- 
stungstransistoren - 3) « 0,9-0,995 


ment entspricht den höchsten 
Anforderungen der Meßtechnik. 
Technische Daten 

Meßbereiche: Gleichspannung: 
5V/25V /100 V / 250 V /500 V 
(50 kQ/V) 1000 V / 5000 V (25 
kQ/V) » Wechselspannung: 5 V / 
25 V / 100 V / 500 V / 1000 V 
(5 kK2/V) - Gleichstrom: 25 uA / 
2,5 mA / 25 mA / 250 mA . Wider- 
stand: 10 kQ / 100 KR / 1 MR / 
100 MQ . Skalenmitte: 70 Q / 
70 2 / 7 KR / 70 KR + db: 











© « Batterien: -6 Vx4 u. 1,3 V » -20 db + 16 db (Wechselspan- 
x Drehspulmeßwerk: 50 uA - Ab- nungsbereich 5 V) - Abmessun- 
= messungen: 178 x 130 x 95 mm gen: 165 x 130 x 65 mm 
S Fragen Sie Ihren Fachgroßhändler 
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Heft 12/FUNKSCHAU 1964 





Kontinenten 
beliebt! 


Dieser Plattenwechsler hat sich in der ganzen Welt 
bewährt. Seine moderne Form - ein Werk Ray- 
mond Loewys - paßt sich allen Möbeln, besonders 
denen unserer’ Zeit, harmonisch an. Er ist sichtbar 
nach funktionellen und ästhetischen Gesichtspunk- 
ten entwickelt, dabei durch Verzicht auf kompli- 
zierte Mechanismen robust und langlebig {Ein- 
knopf-Bedienung). 

Technische Stichworte: 

Für 16,5, 33, 45 und 78 U/min; Monaural- und 
Stereo-Tonkapsel - der Frequenzbereich des 
Kristallsystems gewährleistet gehörgerechte Wie- 
dergabe; Klirrfaktor Wow < 0,2%, Flutter < 0,06% 
(Gaumont-Kalee). Auflagegewicht 7g (variabel). 
Ä. W. Lieferung m. Keramik-Tonkapsel (4g varia- 
bel). Außerdem a. W. auch mit Tonkopfwiege 
lieferbar, die System und Platte gegen Beschädi- 
gungen durch Druck und Stoß schützt. Automatische 
Freistellung des Reibrades in ausgeschaltetem 
Zustand. Für alle Spannungen und Batteriebetrieb 
lieferbar. Extrem flache Bauweise: betriebsbereit 
111mm über und 57 mm unter Einbauniveau. Ge- 
mischtes Spielen von 17-, 25-, 30-cm-Platten, Stapel- 
achse f. 38-mm-Mittelloch. 









Führende Einbaufirmen in der ganzen Welt nutzen 
seit vielen Jahren die äußeren und inneren Vor- 
züge dieses erfolgreichen Modells. 


BSR (Germany) 
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3011 Laatzen/Hann. : West Germany 
Münchener Straße 16 





FUNKSCHAU 1964 / Heft 12 


ThorensTD 224 ist der erste HiFi-Studio-Plattenspieler, 
der bei höchster Tonqualität volle Wechselautomatik 
bietet. 

Jede Platte liegt während des Abspielens einzeln auf 
dem Plattenteller. Der immer gleichbleibende Winkel 
der Nadel zur Platte ‚garantiert optimale vertikale Ab- 
tastung. 

Der Tonarm unterliegt keinem mechanischen Eingriff 
des Wechselmechanismus. 

Auf der Basis des Präzisions-Plattenspielers entstan- 
den in Kombination mit anderen führenden Weltfabri- 
katen die Thorens-HiFi-Ketten, zu denen folgende 
Firmen ihre Spitzengeräte beisteuern: 

















THORENS 


Plattenspieler, Tonarme: Thorens/Schweiz I Tonarme, 

Tonabnehmersysteme: Pickering-Stanton/USA ı Vor- 

verstärker, Verstärker, Tuner: Ouad/England und 
Der Thorens -HiFi- Plattenwechsler TD 224 MceIntosh/USA M Lautsprecher: Tannoy/England, 
Studiomatic wechselt bis zu 8 Schallplatten Cabasse/Frankreich und Bozak/USA 


verschiedenen Durchmessers. Sie werden seit- 
lich gelagert, einzeln durch einen präzise ar- 
beitenden Transportarm auf den Plattenteller 
gelegt und nach dem Abspielen wieder unter 
dem Stapel abgelegt. 


Generalvertretung für Deutschland: 
Paillard-Bolex GmbH., 8 München 23, Postfach 1037 


Thorens-Studios für Beratung und Vorführung: 

8 München 23, Leopoldstraße 19; Tel. 361221 

6 Frankfurt/M., Neue Mainzer Straße 8-12; Tel. 285138 
5 Köln/Rh., Am Hof 16; Tel. 216398 

1 Berlin 15, Fasanenstraße 26; Tel. 917149, 919547 
(Lissner Electronic) 


TECHNISCHER VORTEIL NRr.: 


Über weitere technische Raffinessen unterrich- 
tenSie gernunsereVertreterund unsere Studios. 




















BERE-ZERBEN HF-PRÜFGENERATOR HPG-I3 


Ein vielseitig verwendbarer 
AM-Prüfsender mit guter Skalen- 
genauigkeit, großem Frequenz- 
umfang und eingebautem 
Quarzgenerator 


M Frequenzbereich 
150 kHz...300 MHz in 7 Grobstufen 


EM Frequenzgenauigkeit + 19/0 


EM HF-Ausgangsspannung max.0,1V 
mit Stufen- u. Reglerabschwächer 


m Ausgangsimpedanz ca.50 2 
Frequenzbereich 
m Nf-Ausgangsspannung 0...4 V 


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= ara Sy mit Regler einstellbar 
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Y\ m Eigenmodulation 
AM 1000 Hz/40°%, 
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München 15, Schillerstr. 40 » Düsseldorf 1, Kölner Str. 42 DM 14 . 50 


Heft 12/FUNKSCHAU 1964 


Shure Mikrofone Unidyne Ill 


bevorzugt 

bei professionellen 
Anwendungen 

ın aller Welt 








Dynamische Richtmikrofone mit gleichförmiger 
Nierencharakteristik über alle Frequenzen und 
in allen Ebenen. 


Modell 545 Unidyne Ill 

Ein formschönes, robustes und kompaktes 
Qualitäts-Mikrofon zur Wiedergabe von Sprache 
und Musik über einen breiten Frequenzbereich. 
Für den Einsatz in hochwertigen Ela-Systemen, 
für Bandaufnahmen usw. Beste Ergebnisse unter 
schwierigen akustischen Bedingungen, wie sie 
sich aus Rückkopplung und Hintergrundge- 
räusch ergeben. Die Entfernung zwischen Mikro- 
fon und Redner kann um 75% größer sein.als bei 
Mikrofonen mit Kugelcharakteristik. Übertra- 
gungsbereich: 50-15000 Hz ; Impedanz zwischen 
hoch und niedrig umschaltbar. Rückwärts- 
dämpfung 15-20 dB. Zusätzliche Verwendung als 
Ständer-Mikrofon mit mitgeliefertem AB Ge- 
lenk. Länge 13,8 cm, Durchmesser 3,2 cm. 
Gewicht (ohne Kabel) 340 g. 


Modell 545 S Unidyne Ill 

Wie Modell 545, jedoch mit Ein-Aus-Schalter und 
Gelenk zum Neigen um 180°. Ideal für hoch- 
wertige elektroakustische Anlagen, Theater und 
anspruchsvolle Schallaufzeichnungen. Echte 
Nierencharakteristik löst Rückkopplungs- 
Probleme, vor allem in halliger Umgebung. 


Modell 546 Studio Unidyne III 

Speziell für die Erfordernisse von Rundfunk-, 
Fernseh- und Schallplatten-Studios, sowie für 
erstklassige Übertragungsanlagen beim Theater 
entwickelt und individuell geprüft. Im Frequenz- 
gang besonders eng toleriert. Erleichtert 
Orchester-Placierung, besonders in kleinen 
Studios und sichert die Ausschaltung von uner- 
wünschten Geräuschen. Vibrationsabsorbierende 
Befestigung (elastisches Lager), Spezialgelenk 
zum Schwenken um 180°, Ein-Aus-Schalter. 
Zweifache Impedanz (30-100 und 100-250 Ohm). 


Shure ist bekannt für Gleichmäßigkeit in der 
Produktion, strenge Qualitätskontrolle und 
konservative Katalogangaben. 


Ausführliche Informationen und Bezugsquellen- 
Nachweis durch: 


Deutschland: Braun AG, Frankfurt/M., 
Rüsselsheimer Straße 22 
Österreich: J.K. Sidek, WienV, 
Ziegelofengasse 1 
H.Lurf, Wien I, Reichsratstraße 17 
Schweiz: Telion AG, Zürich, 
Albisrieder Straße 232 
Niederlande: Tempofoon, Tilburg 





FUNKSCHAU 1964 / Heft 12 


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Unentbehrlich für 
Ihre 

Service-Werkstatt 
und Ihre Fertigung 


daskontinuierlich einstellbare und 
durch Transistorschaltung gegen 
Netzspannungsänderungen u. Be- 
lastungsänderungen stabilisierte 
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Netzspannung 190... 240 V/50 Hz 


Ausgangsgleichspannung 
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Max. Belastung im gesamten 
Spannungsbereich 600 mA 


Innenwiderstand < 0,12 


Brummspannung < 10 mV 


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KONDENSATOR-MIKROPHONE 


mit umschaltbaren Richtcharakteristiken 







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Prospekte über unser Fertigungsprogramm senden wir Ihnen gern zu 


GEORG NEUMANN . LABORATORIUM FÜR ELEKTROAKUSTIK GMBH - 1 BERLIN 61 -. TELEFON 614892 
Heft 12/FUNKSCHAU 1964 





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Gebr. Baderle, Hamburg 1, Spitalerstr. 7 
Bremen/Oldenburg:: Dietrich Schuricht, Bremen, Contrescarpe 64 
Raum Berlin und Düsseldorf: ARLT-RADIO ELEKTRONIK 
Berlin-Neukölln : (Westsektor), Karl-Marx-Str. 27 
Düsseldorf: Friedrichstraße 61a 
Dortmund : Hans Hager Ing. K6, Gutenbergstraße 77 
Ruhrgebiet: RADIO-FERN ELEKTRONIK, Essen, Kettwiger Straße 56 
Hessen — Kassel: REFAG GmbH, Göttingen, Papendiek 26 
Raum München: Radio RIM GmbH, München, Bayerstruße 25 
Rhein-Main-Gebiet: WILLI JUNG K6, Mainz, Adam-Karillon-Str. 25/27 
WILLI JUNG KG, Mannheim 1, (2, 23-24 


Benelux: 

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Schweiz: 

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Schweden — Norwegen: 
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Stockholm 3, Holländargatan 9 A 
Dänemark: 

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FUNKSCHAU 1964 / Heft 12 











FuG 600 


Polizei, Streitkräfte, Grenzschutz, Zoll, Verkehrs- 
wacht, Technisches Hilfswerk und Rotes Kreuz 
können ihre schwierigen Aufgaben besser erfüllen, 
wenn sie im Einsatz über tragbare UKW-FM-Sprech- 
funkgeräte FuG 600 der TE-KA-DE verfügen. — Das 
Transistorgerät FuG 600 enthält keine Röhre; die 
schwierige Frage der Stromversorgung wird einfach 
gelöst. Acht international gebräuchliche Trocken- 
batterien (Monozellen) oder gasdichte, aufladbare 
NC-Sammler werden in das Gerät eingesetzt und 
lassen sich sekundenschnell austauschen. Eine 
Batterieladung reicht für 125 Stunden Empfang oder 
25 Stunden bei 10% Sendebetrieb. — Das FuG 600 
kann überall aus jeder 6- oder 12-V-Fahrzeugbatterie 
ohne Hilfsgeräte geladen oder gepuffert werden. 
Anschlußkabel, Puffer- und Ladeeinrichtungen sind 
eingebautund gehören ebenso wie die Ladezustands- 
anzeige zur Grundausstattung des Gerätes FuG 600. 





SÜDDEUTSCHE TELEFON-APPARATE- KABEL-U.DRAHTWERKE AG. TE-KA: DE NÜRNBERG 


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Kontakte TSN 4, 0..15V/10 A TSN 5, 0...30 V/10 A 
TSN 5/20, 0...30 V/20 A TSN 5/40, 0...30 V/40 A 
TSN 6, 0..75V/5A TSN7, 0...100 V/2 A 
hohe Die Spannungseinstellung erfolgt stufenlos mittels 10-Wendel- 
Helipot. Die Abmessungen entsprechen der 19-Norm. 


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Sowie handliche Klein-Netzgeräte der Typen: 

TSN 1, 0,5...15V/4A TSN 2, 0,5...30 V/2 A 


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Heft 2/FUNKSCHAU 1964 


Der Bleistift-Lötkolben 
für 220 Volt Netzanschluß 


für Radiotechnik und Elektronik-220 Volt geerdet — ohne 
Trafo einsetzbar - Aufheizzeit ca. 60 sec. - federleicht mit 
hochflexibler Zuleitung - bleistiftdünne 16-Watt-Heizspitze - 
reichhaltiges Lötspitzensortiment, auch als verstählte 
ERSADUR-Dauerlötspitzen. 


Eine echte Neuheit in der 
ERSA TIP 16 — vöttechnik. 


Ernst Sachs, Erste Spezialfabrik elektrischer Lötkolben und 
Lötbäder K.G., Wertheim am Main, Postfach 66 u. Berlin 45 





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FUNKSCHAU 1964 / Heft 12 


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Windschutz 
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Umhänge- 
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bewährt 


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Richt 
Mikrofon 
TM 70 


TM 70 - das Dynamic Richt-Mikrofon für spezielle An- 
sprüche wird bereits seit Jahren für viele Anwendungs- 
bereiche bevorzugt. Weil das TM 70 als Reportagemikrofon 
für den praktischen Einsatz so begehrt ist, haben wir diese 
beiden Zubehörteile, Windschutz WS 8 und Umhänge- 
halter NB 3 im Interesse unserer Kunden entwickelt. 
Resultat: Auch dort wo Windgeräusche auftreten, werden 
Aufnahmen des TM 70’mit Windschutz WS 8 klangrein 
und störungsfrei. In Verbindung mit Umhängehalter NB 3 
bietet dieses Mikrofon außerordentliche Bewegunggsfrei- 
heit (beide Hände bleiben frei). 

Der Frequenzumfang des TM 7O reicht bis 13000Hz +3 dB, 
Empfindlichkeit ca. 0,22 mV/mikrobar an 200 Ohm. Es läßt 
sich mit Bodenstativ und Schwanenhals kombinieren oder 
mit dem federleichten Klappstativ als Tischmikrofon ein- 
setzen. Lieferbar in verschiedenen Ausführungen. Wir 
geben Ihnen gerne technische Informationen. 


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druck 108 Phon, Verzerrungen einschließlich Lautsprecher kleiner als 10/0. 
Frequenzbereich 40 bis 16000 Hz + 2 dB. 


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Symmetrischer Eingang, Linearität + 0,2 dB von 40 bis 16000 Hz, Eingangs- 
empfindlichkeit 0,7 Volt, Klirrverzerrungen weniger als 0,3 %/o von 40 Hz bis 
16000 Hz bei 30 Watt, weniger als 1 9/o bei 40 Watt. 


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und Tiefenfilter, Bandfilter für den Mittenbereich mit Steilheiten bis zu 24 dB 
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Heft 12/FUNKSCHAU 1964 


Kein Ausweiszwang beim Tonbandgerätekauf 


Der Handel darf Tonbandgeräte auc ohne Vorlage des Personal- 
ausweises verkaufen. So hat jetzt der Bundesgerichtshof im 
sogenannten Tonbandgerätestreit zwischen der Gesellschaft für 
musikalische Aufführungsrechte (Gema) und der Firma Grundig 
entschieden. Der Bundesgerichtshof gab der Revision von Grundig 
statt und hob das Urteil des Berliner Kammergerichtes vom 
2. November 1962 auf (vgl. fee Nr. 22/1962, Seite *1332). Mit diesem 
Urteil war Grundig verpflichtet worden, Groß- und Einzelhändler 
dazu anzuhalten, Tonbandgeräte nur gegen die Vorlage des Per- 
sonalausweises des Käufers abzugeben. Gleichzeitig bejahte aber 
der I-b-Zivilsenat den Anpsruch der Gema, eine bestimmte Lizenz- 
gebühr für die Aufnahme urheberrechtlich geschützter Werke durch 
private Tonbandbenutzer zu verlangen. 


Nach einer Verlautbarung des Bundesgerichtshofes vom 30. 5. 64 
erklärte der Senat in der Entscheidung, die Forderung der Gema, 
die Abgabe eines Tonbandgerätes von der Vorlage eines Personal- 
ausweises abhängig zu machen, gehe weit über die Grenzen des 
Zumutbaren hinaus. Eine solche Gepflogenheit würde das Ver- 
hältnis zwischen Käufer und Verkäufer unerträglich belasten und 
den Rechtsfrieden empfindlich stören. Die Ansprüche der Gema 
auf eine Lizenzgebühr müßten auf andere Weise, wie beispiels- 
weise durch eine Pauschalgebühr, befriedigt werden. 


Über die Art und Weise, wie die Gema diesen Anspruch reali- 
sieren kann, äußerte sich der Bundesgerichtshof, der über diese 
Frage nicht zu befinden hatte, nur ungenau. In der Entscheidung 
heißt es lediglich, der Bundesgerichtshof halte es nicht für aus- 
geschlossen, „das berechtigte Interesse der Gema an einer ange- 
messenen Urhebervergütung für die private Tonbandaufnahme 
durch unmittelbare Inanspruchnahme des Lieferanten des für die 
Musikaufnahme eigens eingerichteten Gerätes zu wahren“. Wer 
„Lieferant“ ist, wird in der Verlautbarung nicht gesagt. 


In einer Parallelverhandlung hat der Urheberrechts-Senat des 
Bundesgerichtshofes ein anderes Urteil des Berliner Kammerge- 
richtes bestätigt, mit dem eine Klage der Gema gegen Grundig auf 
Schadenersatz in Höhe von einer Million DM für entgangene 
Lizenzgebühren abgewiesen worden war (FAZ vom 1. 6. 1964). 


Hierzu schrieb die Süddeutsche Zeitung am 1. 6. 1964 folgenden 
humorvollen Kommentar: 


... Was uns heute auf den alten Salomo bringt, ist das Urteil 
des Bundesgerichtshofes im leidigen Tonbandstreit. Man erinnere 
sich: Die Gesellschaft für musikalische Aufführungsrechte (Gema), 
übrigens eine Einrichtung, die unmittelbar auf die Initiative von 
Richard Strauss zurückgeht, wurmte es seit langem, daß sie nicht 
auch noch die Tonbandgeräte unter ihre ansonsten recht perfekte 
Kontrolle bekommen konnte. Denn es war zwar möglich, Musik- 
Spitzel auf Gartenkonzerte und Vereinsabende anzusetzen, um 
jene Sünder zu ermitteln, die tantiemepflichtige Werke spielten, 
ohne den geforderten Obolus zu entrichten. Aber die Tonband- 
Hausproduktionen, angefangen vom tantiemefreien ersten Schrei 
des Stammbhalters bis zum verbotenen Mitschnitt einer geschützten 
Schnulzenplatte, auszuspitzeln, das ging selbst über Gema-Kraft. 
Also verlangte die Gesellschaft schlankweg, jeder Tonbandgeräte- 
Käufer habe sich in Zukunft im Geschäft zu legitimieren, auf daß 
Nam’ und Art sowie Wohnort festgestellt werden könnten. Die 
Gema gedachte sodann, von dem so ermittelten Tonbandbesitzer 
eine Pauschalgebühr von 10 Mark pro Geräte und Jahr zu kassieren. 


Die Käufer, von denen sich einige an jene Zeit erinnern mochten, 
da man ein Rundfunkgerät nur gegen Legitimation und Ausfüllen 
eines Fragezettels erwerben konnte, fanden, daß ein solches An- 
sinnen entschieden zu weit gehe. In der Tat: Wie käme der 
Kommis dazu, polizeiliche Dokumente im Auftrag einer nichtstaat- 
lichen Gesellschaft zu überprüfen? Die Gema andererseits konnte 
darauf verweisen, daß nun einmal das Abspielen eines geschützten 
Musikwerkes grundsätzlich von einer Gebührenentrichtung ab- 
hängig ist. Guten Mutes war sie deshalb nach Karlsruhe gezogen, 
um den Streit endgültig auszufechten, nachdem ein Berliner Kam- 
mergericht ihr zuvor in der Frage der Legitimationspflicht recht 
gegeben hatte. 

Und vor dem Bundesgerichtshof geriet die Gema an einen 
Salomo. Der Richter hielt die Sache mit dem Personalausweis 
unzumutbar. Er bestätigte ihr jedoch zugleich erneut das grund- 
sätzliche Anrecht auf eine Tonband-Pauschale. Wie die Gesellschaft 
allerdings zu ihrem Geld kommen soll, das zu entscheiden, sei 
nicht seine Sache. Darüber muß sich die Gema nun selber den Kopf 
zerbrechen. 


Normung - Rationalisierung — Fachausbildung 


Auf den neuesten Stand brachte die Beuth-Vertrieb GmbH, 
1 Berlin 15, Uhlandstraße 175, das schon seit fast 40 Jahren laufend 
herausgegebene Literaturverzeichnis. Auf 72 Seiten sind alle 
wesentlichen Veröffentlichungen aus der Normung, der Rationali- 
sierung und der Fachausbildung aufgeführt, soweit diese unter 
der Verantwortung anerkannter Organisationen herausgegeben 
wurden. 





Das Fotokopieren aus der FUNKSCHAU ist nur mit ausdrücklicher Genehmigung des 
Verlages gestattet. Sie gilt als erteilt, wenn jedes Fotokopierblatt mit einer 10-Pf-Wert- 
marke versehen wird (von der Inkassostelle für Fotokopiegebühren, Frankfurt/Main, 
Gr. Hirschgraben 17/19, zu beziehen). — Mit der Einsendung von Beiträgen übertragen 
die Verfasser dem Verlag auch das Recht, die Genehmigung zum Fotokopieren laut 
Rahmenabkommen vom 14. 6. 1958 zu erteilen. 


FUNKSCHAU 1964 / Heft 12 
853 











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schafts-Antennen werden damit noch 
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| die funkschau 


Nachstehend veröffentlichen wir Briefe unserer Leser, bei denen wir ein 
allgemeines Interesse annehmen. Die einzelnen Zuschriften enthalten die 
Meinung des betreffenden Lesers, die mit der der Redaktion nicht über- 
einzustimmen braucht. — Bitte schreiben auch Sie der FUNKSCHAU Ihre 
Meinung! Bei allgemeinem Interesse wird Ihre Zuschrift gern abgedruckt. 





Rundfunkempfänger mit Senderwahltasten 
FUNKSCHAU 1964, Heft 10, Seite *721, Briefe 


Ich glaube kaum, daß die zur Zeit laufenden Leserbriefe über 
die Zweckmäßigkeit von Senderwahltasten im Rundfunk-Heim- 
gerät die westdeutschen Empfängerfabriken anspornen, solche Ge- 
räte zu bauen. Bernhard Köhler würde ich empfehlen, den Spitzen- 
super einer bekannten Schwarzwälder Rundfunkgeräte-Fabrik zu 
kaufen. Dieser Spitzensuper ist z. Z. der einzige auf dem Markt, 
welcher mit automatischer Sendersuche und Feinabstimmung — 
auf Wunsch noch mit Fernbedienung — ausgestattet ist. Er ist 
allerdings fast doppelt so teuer, wie das Gerät „London“ es war. 

Ich habe schon vor sechs Jahren auf die Sendertasten in der 
FUNKSCHAU hingewiesen. Geräte mit Sendertasten sind seit 
1956 nicht mehr gebaut worden. Im Gegenteil: Der früher als Er- 
satz für zwei Sendertasten angebotene Duplex-Schwungrad-An- 
trieb verschwindet immer mehr aus den Mittelklassegeräten und 
macht einem getrennten harten Antrieb Platz. Gerade die Firma, 
die den Super „London“ vor zehn Jahren lieferte, zeichnete sich 
damals durch Geräte mit großem Bedienungskomfort aus. Vor dem 
Krieg brachte diese Firma den Kreiselantrieb heraus, der sich 
damals großer Beliebtheit erfreute. Vor neun Jahren lieferte die 
gleiche Firma für einen Festpreis von 379 DM ein Gerät mit Dop- 
pelschwungrad-Antrieb, drei Zf-Stufen auf UKW, Hf-Vorstufe auf 
AM und N{f-Zweikanal-Vorverstärker. Heute bekommt man von 





Großbritannien zeigt seine Elektronik — Bericht von einer England- 
Reise unserer Redaktion; der Bericht zeigt den Stand der profes- 
sionellen Technik und von Funk und Fernsehen auf 


Erfahrungen mit der Hochfrequenz-Stereofonie — ein Beitrag 
unseres Mitarbeiters aus Chile, der die dortigen, z. T. abweichen- 
den Verhältnisse schildert 


Ein transportabler Regietisch für Stereo-Aufnahmen 


Gerätebericht und Schaltungssammlung: Ein Spezial- und Univer- 
salempfänger für Bord- und Landbetrieb — Braun T 1000 


Nr. 13 erscheint am 5. Juli 1964 - Preis 1.80 DM, 
im Monatsabonnement 3.50 DM 








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un Sc, au mit Fernsehtechnik und Schallplatte und Tonband 


vereinigt mit dem A 
Herausgegeben vom FRANZIS-VERLAG MÜNCHEN 
RADIO - MAGAZIN Verlag der G. Franz’schen Buchdrucerei G. Emil Mayer 


Verlagsleitung: Erich Schwandt - Redaktion: Otto Limann, Karl Tetzner, 
Joachim Conrad 


Anzeigenleiter u. stellvertretender Verlagsleiter: Paul Walde 


Erscheint zweimal monatlich, und zwar am 5. und 20. jeden Monats. 


Zu beziehen durch den Buc- und Zeitschriftenhandel, unmittelbar vom 
Verlag und durch die Post. 


Monats-Bezugspreis: 3.50 DM (einschl. Postzeitungsgebühren). Preis des 
Einzelheftes 1.80 DM. Jahresbezugspreis 40 DM. 


Redaktion, Vertrieb und Anzeigenverwaltung: Franzis-Verlag, 8000 Mün- 
chen 37, Postfach (Karlstr. 35). — Fernruf (08 11) 55 16 25/27. Fernschreiber/ 
Telex 05-22 301. Postscheckkonto München 57 58. 


Hamburger Redaktion: 2000 Hamburg-Meiendorf, Künnekestr. 20 — Fern- 
ruf (04 11) 644 83 99. 


Verantwortlich für den Haupt-Textteil: Ing. Otto Limann, für die Service- 
Beiträge Joachim Conrad, für den Anzeigenteil: Paul Walde, München. — 
Anzeigenpreise nach Preisliste Nr. 12. — Verantwortlich für die Osterreich- 
Ausgabe: Ing. Ludwig Ratheiser, Wien. 


Auslandsvertretungen: Belgien: De Internationale Pers, Berchem-Ant- 
werpen, Cogels-Osylei 40. — Dänemark: Jul. Gjellerups Boghandel, Kopen- 
nagen K., Solvgade 87. — Niederlande: De Muiderkring, Bussum, Nijver- 
heidswerf 19-21. — Österreich: Veriag Ing. Walter Erb, Wien VI, Maria- 
hilfer Straße 71, — Schweiz: Verlag H. Thali & Cie., Hitzkirch (Luzern). 


Alleiniges Nachdruckrecht, auch auszugsweise, für Holland wurde dem 
Radio Bulletin, Bussum, für Österreich Herrn Ingenieur 
Ludwig Ratheiser, Wien, übertragen. 


Druck: G. Franz’sche Buchdruckerei G. Emil Mayer, 
8000 München 37, Karlstr. 35, Fernspr.: (0811) 551625/26/27. 


Die FUNKSCHAU ist der IVW angeschlossen. 
Bei Erwerb und Betrieb von Funkspredhgeräten und anderen Sendeeinrich- 


tungen in der Bundesrepublik sind die geltenden gesetzlichen und 
postalischen Bestimmungen zu beadıten. 


Heft 12/FUNKSCHAU 1964 


854 


briefe an die funkschau 


derselben Firma für einen Verrechnungspreis von 557 DM ein 
Gerät mit Schwungradantrieb für AM und auf UKW einen harten 
Antrieb (obwohl fast überall die Auswahl auf UKW größer ist 
als auf KW, MW oder LW), zwei Zf-Stufen für UKW, dafür aber 
mit Stereoteil, obwohl es noch kaum Stereosendungen gibt und 
die meisten Leute keinen Wert auf diese legen. Stereo wird wohl 
nur den Musikkenner interessieren, der eine Spezialanlage oder 
wenigstens eine große Truhe besitzt. Meiner Ansicht nach sind 
für den Normalhörer Duplex-Schwungrad-Antrieb und größere 
Senderauswahl durch drei Zf-Stufen wichtiger als Stereo. 


Ernst Schmalz, Bad Kissingen 


Elektronik-Ausstellungen und kein Ende 
FUNKSCHAU 1964, Heft 2, funkschau elektronik express, 3. Seite 


Es erscheint uns doch angebracht, Ihnen über die Ziele unserer 
Ausstellung. „Het Instrument“ Näheres mitzuteilen. 


Seit 1956 haben wir als kooperativer Verein schon fünfmal eine 
Ausstellung organisiert, deren Programme sich jeweils auf Instru- 
mente für wissenschaftliche Untersuchungen und für die Regel- 
technik beschränkten. Größtenteils deckt sich unser Ausstel- 
lungsprogramm mit der viel größeren Interkama, vielleicht zeigen 
wir aber mehr Instrumente für Laboratorien und für die wissen- 
schaftliche Forschung. Wir zeigten Instrumente zum Messen, 
Registrieren, Regeln, Analysieren, Verarbeiten und Beobachten, 
soweit sie für die Wissenschaft und für die Technik bestimmt sind. 
Unsere Besucher setzten sich zusammen aus Ingenieuren aller 
Fachrichtungen, Physiker, Chemiker, Elektroniker, Mediziner, 
Biologen, Geodäten u.a. 


Nach unserer Meinung ist unwesentlich, ob Meß-, Regel- und 
Untersuchungsapparaturen nach mechanischen oder pneumatischen 
Prinzipien arbeiten oder ob es sich um angewandte Elektronik 
handelt; vielfach hat man es ja mit einer Kombination von Optik 
oder Mechanik mit Elektronik zu tun. 


Im: Laufe der Jahre haben aber unsere Aussteller auch manchmal 
eine beschränkte Auswahl von professionellen Bauelementen ge- 
zeigt. Obgleich es anfangs nicht sofort ersichtlich war, ob das eine 
wünschenswerte und praktische Entwicklung war, hat es sich doch 
gezeigt, daß die Teilnehmer der Ansicht sind, daß sie auf „Het 
Instrument“ gerade den Spezialisten begegnen, die für hochwertige 
und spezialisierte Bauteile Interesse haben. 


Die in Ihrem Artikel angedeutete Verwirrung hat natürlich auch 
in den Kreisen der Aussteller Unzufriedenheit ausgelöst. Eine 
Gruppe, bestehend aus den Firmen Anru, Heynen, Koning & Hart- 
man, Philips, van Reysen, Rood, Siemens und Venner, hat sich 
beraten und den Wunsch geäußert, daß Instrumente nur noch auf 
„Het Instrument“ gezeigt werden sollen. Eine Ausnahme soll es 
nur geben für Servicegeräte des Rundfunk- und Fernseh-Fach- 
handels. Bezüglich der Bauelemente wird vorgeschlagen, daß auf 
„Het Instrument“ in ungeradzahligen Jahren eine Anzahl typisch 
professioneller Bauelemente gezeigt werden soll, während die 
gleichen Firmen sich entschlossen haben, ein wesentlich vollstän- 
digeres Bauelemente-Programm in den geradzahligen Jahren auf 
der Fiarex zu bringen. Dort können auch Artikel gezeigt werden. 
die in der Anwendung nicht auf wissenscaftliche und technische 
Instrumentation beschränkt sind. 


Es hat den Anschein, als ob mehrere namhafte Firmen einen 
entsprechenden Standpunkt einnehmen werden. Die Angelegen- 
heit ist bei den beiden organisierenden Vereinen Het Instrument 
und Fiar in der Beratung, und es ist nicht unwahrscheinlich, daß die 
Zukunft folgendes Bild zeigen wird: 


1964 Fiarex: professionelle akustische Anlagen, alle Bauelemente 
und Instrumente für den Service. 


1965 Het Instrument: Instrumente und professionelle Bauteile; 
Firato: Radio, Fernsehen usw. für das Publikum, ohne Instru- 
mente; 


Wenn die Fragen definitiv beantwortet sind, werden wir Sie 
weiterhin informieren. 


Dr. P. Felix, Direktor, Het Instrument, Soest/Holland 


Kurzwellen-Portabel gesucht 


Ein langjähriger Leser der FUNKSCHAU,, der seit über 20 Jahren 
durch eine unheilbare Krankheit ans Bett gefesselt ist, wünscht 
sich einen Koffersuper mit leistungsfähigem Kurzwellenbereich. 
Vielleicht hat einer unserer Leser ein geeignetes Gerät zur Ver- 
fügung, das er dem vom Schicksal schwer Geprüften überlassen 
kann. Zuschriften werden an die Redaktion der FUNKSCHAU, 
8 München 37, Postfach, erbeten. 


250 Elektronik-Baukästen zu gewinnen 


Eine sehr begrüßenswerte Aktion führt die Programm-Zeitschrift 
„Hör zu!“ durch: An jugendliche Leser von 8 bis 16 Jahren verteilt 
sie im Rahmen eines Preisausschreibens 250 Philips-Elektronik-Bau- 
kästen. Sicher wird mancher Gewiner der Elektronik treu bleiben 
und sie zu seinem späteren Beruf erwählen. 


FUNKSCHAU 1964 / Heft 12 
855 








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BAUELEMENTE 


Steck- und verriegelbare Kondensatoren 
mit metallisiertem Dielektrikum 


Steckbare Elektrolyt-Kondensatoren 
im Kunststoff-Gehäuse 


Raumsparende Stand-Widerstände 
bis zu 0,5 W 


Keramik-Kleinst-Kondensatoren 
mit & 4 mm bis 1200 pf 


Stehende Tantal-Kondensatoren mit _ 
festem Elektrolyten im Kunststoff-Gehäuse 


Germanium-Schalttransistoren 6A - 60 V 


FIRMENGAUPP 


ROEDERSTEIN 


LANDSHUT 








TRANSISTOR- 
UHF-TUNER typ 122 


Typ 142 ist ein Transistor-UHF-Tuner in ?/,-Technik für den 
Empfangsbereich von 470 MHz bis 860 MHz nach CCIR-Norm 


Technische Daten: 


Ausgangsfrequenzen 
Bild 38,9 MHz, Ton 33,4 MHz 


Oszillatorfrequenz > Empfangs- 
frequenz 


Spiegelfrequenzsicherheit > 40 dB 
ZF-Sicherheit > 50 dB 
Grenzempfindlichkeit: 

Rauschzahl bei 470 MHz < 9dB 


bei 790 MHz < 12 dB 
bei 860 MHz < 13 dB 


Die Verstärkung von Antennen- 
eingang bis ZF-Ausgang ist: 

14 dB, 60/60 Q 

Störspannung am Antenneneingang, 
gemessen an 600 < 1,5 mV (Feld- 
stärke 450 uV/m in 10 m Entfernung) 





Bestückung: 


Der Typ 142 ist mit 2 Transistoren 
AF 139 als Vorstufe und als Misch- und 
Oszillatorstufe bestückt. 


Betriebsspannung: : 12 Volt 


Betriebsstrom: ca. 8,5 mA 


MASS-SKIZZE 














Bitte fragen Sie uns, wir beraten Sie gerne und unverbindlich. 


TELEFUNKEN AKTIENGESELLSCHAFT 


FACHBEREICH BAUTEILE NSF 
85 NÜRNBERG - OBERE KANALSTR. 24-26 - TEL. 66061 - TELEX 06-22551 
r-Haus - Telefon 64344 


Vertrieb am Plärrer im Hamburg-Mannhei 





funkschau-leserdienst 





Der von unserer Redaktion’ betreute Leserdienst steht den Lesern der 
FUNKSCHAU für die Beantwortung technischer Fragen, für die Weiter- 
leitung von Anfragen an die Verfasser der einzelnen Beiträge, für die 
Mitteilung von Anschriften interessierender Herstellerfirmen und für ähn- 
liche Auskünfte zur Verfügung. Er bittet jedoch, sich auf Anfragen, die 
unsere Fachgebiete betreffen, zu beschränken. Juristische und kauf- 
männische Ratschläge können und dürfen nicht erteilt werden; Berech- 
nungen von Schaltungen und Bauelementen sind gleichfalls nicht möglich, 
sie sind das Arbeitsgebiet Beratender Ingenieure, zu denen mwir im 
Bedarfsfall gern vermitteln. 


Verwenden Sie bitte für jede Anfrage ein getrenntes Blatt und behan- 
deln Sie auf dem gleichen Blatt keine Vertriebs- und Bestellfragen! 
Bedenken Sie auch, daß der Bearbeiter sich erst in Ihre Probleme hinein- 
finden muß, wenn Sie eine erschöpfende Auskunft erhalten wollen; des- 
halb formulieren Sie Ihre Fragen nitht im Telegrammstil! Telefonische 
Auskünfte können nicht erteilt werden. 


Bitte fügen Sie der Anfrage doppeltes Briefporto (0.40 DM) bei. Anschrift: 
FUNKSCHAU-Leserdienst, 8 München 37, Postfach. 


Galvanischer Telefonadapter 


Frage: Wegen Störungen durch starke Magnetfelder habe ich mir an- 
stelle des „induktiven“ Telefonadapters einen sogenannten „galvanischen“ 
Adapter besorgt. Leider zeigte es sich nun, daß diese Bezeichnung irre- 
führend ist. Es handelt sich ebenfalls um einen Übertrager, nur wird 
dieser nicht mehr außen am Gehäuse des Telefons befestigt, sondern 
galvanisch mit der Leitung verbunden. Es würde mich interessieren, ob 
diese Baumweise generell vorgeschrieben ist oder ob es auch echte galva- 
nische Adapter gibt. Dr. E. in Wasserburg 


Antwort: Die Bezeichnung „galvanisch“ besagt in diesem Fall, daß das 
Tonbandgerät über eine Drahtleitung mit der Fernmeldeanlage verbunden 
ist. Diese Anschlußart ist jetzt von der Deutschen Bundespost amtlich 
vorgeschrieben. Der Zwischenübertrager läßt'sich leider nicht vermeiden, 
weil anderenfalls die Wählfunktionen des Telefons (Gleichstromschleife) 
gestört würden. 


Amateur-Sender/Empfänger 


Frage: In der FUNKSCHAU 1964, Heft 6, Seite 139, wurde in der Be- 
schreibung des „UKW-Kleinsenders für das 2-m-Band“ der Sender/Emp- 
fänger von DL6SW mit 50 mW für 145 MHz erwähnt. Können Sie mir 
mitteilen, ob nähere Literatur darüber zu bekommen ist? D.K. in Bochum 

Antwort: Die Bauanleitung des Gerätes von DL6SW erschien in den 
UKW-Berichten, Verlag H. J. Dohlus, 852 Erlangen, Gleiwitzer Str. 45. 


Satelliten-Frequenzen 


Frage: Ich bitte um Mitteilung der z. Z. am häufigsten benützten 
Satelliten-Frequenzen. Vor allem hätte ich gern gewußt, auf welchen Fre- 
quenzen die in Zukunft zu startenden bemannten Raumkapseln und 
Mondsonden voraussichtlich arbeiten werden. 

F. W. D., Werth über Bocholt/Westf. 


Antmwort: Die umlaufenden Satelliten der Amerikaner haben fast alle 
Tracking-Frequenzen von 136,05 MHz, 136,17 MHz, 136,92 MHz, 136,95 MHz. 
Die Übertragungsfrequenzen für Telstar II und Relay I liegen viel höher 
(Telstar II: 4170 MHz/4165 MHz, Beacon/Tracing/Command 4080 MHz). 
Im 136...137-MHz-Bereich liegen auch die Sender und Empfänger der 
diversen Tiros-Satelliten (Wetter). Echo II, der Ballon-Satellit, hat zwei 
Beacon- bzw. Telemeter-Sender an Bord, sie arbeiten auf 136,02 bzw. 
136,17 MHz. Die bisher fehlgeschlagenen Mondsonden Ranger hatten für 
die Übertragung der Fernsehbilder zwei 60-W-Sender an Bord; sie 
arbeiteten auf 959,2 MHz bzw. 960,58 MHz. Daneben verfügte Ranger über 
diverse Kommandoempfänger und Telemetersender. Die Frequenzen der 
militärischen Geheimsatelliten der USA sind naturgemäß nicht bekannt. 

Allerdings sind die meisten Sender der Satelliten sehr schwach, so daß 
Spezialempfänger nötig sind, etwa wie die Maser-Geräte in der neuen 
Bodenstation Raisting der Bundespost. FUNKSCHAU 1964, Heft 9, brachte 
auf Seite 214 einen grundlegenden Beitrag zu dieser Frage. 


UKW-Amateurfunk Erde-Mond-Erde 


Funkamateure machten wieder einmal Geschichte in der elek- 
trischen Nachrichtentechnik. Am 11. April gelang der finnischen 
Amateurstation OK1NL und seinem amerikanischen Partner 
W6DNG die erste Wechselverbindung zwischen Europa und 
Amerika auf Ultrakurzwellen im 2-m-Band. Dieses Ereignis ist des- 
halb so bemerkenswert, weil sich die Reichweite von Ultrakurz- 
wellen normalerweise nur bis zum theoretischen Horizont erstreckt 
und weil die beiden Amateurstationen den Mond als Reflektor, 
also gewissermaßen als Relaisfunkstelle im Weltraum, ausnutzten. 


Soweit bis jetzt bekannt ist, wurde in Finnland ein nur 800 Watt 
starker Sender in Verbindung mit einer 21-dB-Richtantenne be- 
nutzt. Der Funkverkehr ist von beiden Seiten auf Tonband aufge- 
zeichnet und der Weltorganisation der Funkamateure zur Aner- 
kennung des Rekordes zugeleitet worden. Der UKW-Referent des 
Deutschen Amateur-Radio-Clubs hat den beiden Amateuren, die in 
aller Heimlichkeit mit unglaublicher Ausdauer dieses Ereignis vor- 
bereiteten, herzliche Glückwünsche übermittelt. 


Heft 12/FUNKSCHAU 1964 


856 


Das vieldiskutierte System der sogenann- 
ten Verrechnungspreise für den Handel, 
oder wie sie richtiger genannt werden müß- 
ten: „Brutto-Verrechnungswerte“ (Preise 
sind es eigentlich nicht mehr), scheint in der 
neuen Saison 1964/65 maßgeblich zu blei- 
ben. Wenn auch wir für die neue Saison 
daran festhalten, sö bedeutet dies, daß wir 
auf eine Preisempfehlung für unsere Ge- 
räte verzichten. Falsch wäre es jedoch, dar- 
aus zu schließen, es sei uns gleichgültig, 
was mit unseren Geräten geschieht, wenn 
sie unsere Läger verlassen haben. 


Einerseits haben wir den guten Ruf zu 
wahren, den Siemens-Erzeugnisse in aller 
Welt genießen. Daher können wir es nicht 
untätig hinnehmen, wenn unsere Geräte auf 
eine Weise vertrieben werden sollten, die 
dem Goodwill unserer Marke abträglich ist. 
Außerdem fühlen wir uns verpflichtet, 
unsere treuen Geschäftsfreunde, die unsere 
Erzeugnisse fachgerecht verkaufen, vor dem 
ruinösen Konkurrenzkampf einzelner bran- 
chenfremder Händler zu schützen. 


Daher haben wir in unseren seit Septem- 
ber vorigen Jahres gültigen Verkaufsbe- 
dingungen zum Ausdruck gebracht, daß wir 
von unseren Wiederverkäufern die Leistung 
eines dem Charakter hochwertiger elektro- 
technischer Konsumgüter angemessenen 
Kundendienstes erwarten. Dazu gehört auf 
jeden Fall auch die fachmännische Beratung 
über unser Angebot sowie eine ausrei- 
chende Unterrichtung über die Bedienung 
und Pflege der Geräte. 


Niedrigpreise, die sich ohne den notwen- 
digen Kundendienst und die Kundenbetreu- 
ung verstehen, sind auch für den Verbrau- 
cher nicht von Vorteil, wenn es sich um 
hochwertige, servicebedürftige Geräte han- 
delt. (Aus Siemens-Radio- und Fernseh- 
Nachrichten, April 1964.) 


Sprechen wir zuerst von der Technik. 
Jeder erwartet von ihr Nutzen, Sicherheit, 
Bequemlichkeit und schimpft über ein Ver- 
sagen. Wenn aber Rücksicht auf die der 
Allgemeinheit dienenden Anlagen und 
Sicherheitsvorschriften zu Beschränkung der 
persönlichen Freiheit führt, so klagt er, daß 
die Technik den Menschen zum Sklaven 
mache; wer den Verlockungen zum unbe- 
dachten Gebrauch unterliegt, wer aus un- 
vernünftiger Verwendung folgende geistige 
und körperliche Schäden erleidet und aus 
Angst vor Mißbrauh Ruhe und Lebens- 
freude verliert, der glaubt sich einem bösen 
Geist, dem Dämon Technik, ausgeliefert. 
Tritt das Unheil ein, so kann er seine Hände 
in Unschuld waschen, die Verantwortung 
abschieben auf den bösen Geist, den Dämon. 


Der Naturwissenschaftler kann gerade noch 
froh sein über dessen Entdeckung, weil 
nicht ihm die ganze Verantwortung zuge- 
schoben wird, daß die Menschheit mit allen 
Erkenntnissen — vom promethischen Feuer, 
das ihre Kultur begründete, bis zur Atom- 
kernenergie, auf der die Hoffnung auf künf- 
tige Kultur beruht — die auf diesen Erkennt- 
nissen beruhenden Werte immer wieder 
vernichtete. 


Wer von dem Dämon bis in seine private 
Sphäre verfolgt wird, der braucht sich nur 
einer großartigen technischen Erfindune zu 
bedienen, beispielhaft am KRadioapparat 
demonstrierbar; jener Taste „Aus“, deren 
leichtes Niederdrücken den ganzen Dämon- 
spuk momentan zum Erliegen bringt. Und 
ist nicht jedem Menschen solch eine Taste 
gegeben — Vernunft, ethische Hemmung, 
moralische Verantwortung oder auch nur 
Selbstschutz —, deren pflegliche Wartung 
und Bedienung zur rechten Zeit ihm zeigt, 
wie unsinnig, verwerflich und unheilvoll es 
ist, das eigene Verschulden einem Dämon 
aufzubürden? (Prof. Dr. Walter Gerlac, 
Elektronik in unserer Welt, April 1964.) 


FUNKSCHAU 1964 / Heft 12 
857 


10-stufige TELEFUNKEN-Photovervielfacher für 
Szintillations-Messungen und Photometrie mit 
planer, blauempfindlicher Photokathode. an der 
Stirnseite, vorzugsweise für Kernstrahlungs- 
messungen (yY-Spektrometrie). 





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Photokathoden-Durchmesser: 

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Photokathode des Typs S 11 (blauempfindlich) 


Wir senden Ihnen gern Druckschriften mit technischen Daten 






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TELEFUNKEN 
AKTIENGESELLSCHAFT 
Fachbereich Röhren 
Vertrieb 7900 Ulm 






HALL-EFFEKT 

Wird ein flacher Streifen aus elektronen- 
leitendem Material (Metall oder Halbleiter) 
in Längsrichtung von a nach b von einem 
elektrischen Strom I, durchflossen, während 
gleichzeitig ein Magnetfeld B die Breitseite 
des Plättchens senkrecht durchsetzt, so ent- 
steht entsprechend dem Bild senkrecht zur 
Stromrichtung und zum magnetischen Feld, 
also zwischen den Schmalkanten in Rich- 
tung von c nach d, eine elektromotorische 
Kraft E,. Sie ist sowohl dem Steuerstrom |, 
als auch dem Steuerfeld B proportional: 


Rn 
E,=- a.” I,-B 
Rı} ist eine Materialkonstante. Die Erklä- 
rung dieser Erscheinung ist sehr einfach. 
Die bewegten Elektronen werden durc die 
senkrecht zur Bewegungsrichtung und senk- 
recht zum Magnetfeld wirkende Kraft zur 
unteren Kante des Plättchens hin abgelenkt. 





Diese lädt sich infolgedessen negativ auf, 
während dementsprechend die an Elektro- 
nen verarmende obere Kante des Plättchens 
positive Ladung zeigt. So entsteht die 
elektromotorische Kraft E, in der einge- 
zeichneten Richtung. Schließlich bildet sich 
ein stationärer Zustand aus, wenn die Kraft 
gerade durch die Wirkung des entstehen- 
den Raumladungsfeldes kompensiert wird. 

Daß dieser schon seit langem bekannte 
Effekt (E. H. Hall, 1879) erst jetzt größerem 


Prinzipdarstellung 
des Hull-Effekts 


Interesse begegnet, erklärt sich folgender- 
maßen: Erst als an Stelle von Metallplätt- 
chen Hall-Leiter aus A'''B‘-Verbindungen, 
z. B. Indium-Arsenid oder Indium-Anti- 
monid (H. Welcher, 1952), verwendet wur- 
den, bekam die Hall-Spannung eine für die 
praktische Anwendung hinreichende Größe. 
Auch dies ist leicht zu verstehen, da die 
Geschwindigkeit der freien Ladungsträger 
im Hall-Leiter wesentlich größer ist als in 
Metallen. 

Durch geeignete technische Maßnahmen 
ist es schließlich gelungen, hohe Hall-Span- 
nungen bei gleichzeitig hoher Hall-Leistung 
zu erzielen. In diesem Fall ist es dann 
üblich, von Hall-Generatoren zu sprechen. 
Hall-Generatoren liefern also, auf einfachste 
Form gebracht, eine Spannung, wenn ein 
Strom und ein Magnetfeld aufeinander ein- 
wirken. Diese Hall-Generatoren haben in 
der Technik interessante Anwendungsge- 
biete gefunden. Man benutzt sie z. B. als 
Hall-Sonden für die Ausmessung schwer 
zugänglicher Magnetfelder, als Leistungs- 
messer oder als Abtaster für Tonbänder. — 
Dieser Hall-Effekt hat also nichts mit dem 
aus der Akustik bekannten Anordnungen 
zum Erzeugen von Nachhall, also mit Hall- 
Platten oder Hall-Spiralen, zu tun. 

Pfetscher 











1 





wie 
andere 


Kein Kunststück, meinen Sie, daß ein Mikrophon wie 
das andere aussieht. - Wir wollten aber nicht auf das 
Aussehen hinweisen, sondern schauen Sie sich bitte 
mal die übereinandergeschriebenen Frequenzkurven 
von fünf Mikrophonen MD 421 an: 









Bei Sennheiser sind alle Mikrophone eines Typs gleich 


Diese Behauptung können Sie bei unseren Studio- 
Mikrophonen selbst nachprüfen, denn die Original- 
Prüfprotokolle liegen immer bei. Mehrfache Kontrollen 
Stück für Stück garantieren Ihnen, daß unsere Prospekt- 
angaben stimmen. Das trifft auch für ganz einfache 


Modelle zu, denn 


Sennheiser prüft jedes Mikrophon auf Herz und Nieren 
z— 


Sennheiser electronic - 3002 Bissendorf 


Viele dachten, wir hätten eine Kurve fünf Mal auf 
einen Streifen gezeichnet. Nein, hier handelt es sich 
um die Frequenzgänge von fünf wahllos herausge- 
griffenen Richtmikrophonen MD 421! 


















Heft 12/FUNKSCHAU 1964 


858 


HINKSCHAU 


FACHZEITSCHRIFT FÜR FUNKTECHNIKER 


Hannover-Rückblende 


Fast jeder Beitrag in diesem Berichtsheft von der Hannover-Messe 1964 beklagt 
die Schwierigkeit, auf dem begrenzten Raum einen vollständigen Überblick über 
das jeweils angesprochene Sachgebiet zu geben; manchmal wird auch das ausge- 
dehnte Messegelände mit dem Zwang, große Strecken in geringer Zeit zurück- 
zulegen, als hemmend dafür angegeben, dem Leser wirklich alles nahezubringen. 
Man darf daraus schließen, daß Hannover auch diesmal das ziemlich vollständige 
Gesamtangebot unserer Branche gezeigt hat, wobei zu erwähnen ist, daß es sich 
dabei vornehmlich um die deutsche Produktion handelte. Die Internationalität 
auf dem Gebiet der Elektronik einschließlich Rundfunk und Fernsehen war be- 
grenzt — bei letzterem sogar ausgesprochen kümmerlich, denn es gab nur zwei 
dänische Bewerber. Meß- und Prüfgeräte und vornehmlich die Datenverarbeitung 
zeigten ein mehr internationales Profil, was im Hinblick auf die Struktur des 
Marktes im Bundesgebiet verständlich ist. Dem Wert nach werden mindestens 
90 % aller elektronischen Datenverarbeitungsanlagen aus dem Ausland impor- 
tiert. Man schätzt, daß auch mehr als 20 % des sonstigen elektronischen Bedarfes 
aus nichtdeutschen Quellen stammt, und man mag daraus den Schluß ziehen, daß 
die Hannover-Messe im kommenden Jahr diesen Umständen Rechnung tragen 
und mehr „elektronische“ Ausstellungsfläche bereithalten muß. Dann werden die 
Kümmernisse der Berichterstatter noch größer werden... 

Wir deuteten schon im funkschau elektronik express Nr. 10, 3. Seite, an, daß 
speziell die Hersteller von Rundfunk- und Fernsehgeräten zufrieden waren. Die 
Messe hat sich zum Neuheiten-Schluß-Termin gewandelt — früher einmal war sie 
für Fernsehgeräte der Neuheitentermin —, so daß der Handel ruhigen Herzens 
disponieren konnte. 

Der Stereo-Pavillon vor den Hallen 11 und 12 war ein Erfolg; die Besucher 
standen manchmal in Schlangen an, um den Einführungsvortrag mit Musikbei- 
spielen zu hören. Sie konnten Stereofonie in einer dem heimischen Wohnzimmer 
angenäherten Atmosphäre und vor allem mit einem niedrigen Geräuschpegel ge- 
nießen. Den vierzehn an dieser Gemeinschaftsaktion beteiligten Firmen ist Dank 
zu sagen. Die anläßlich der Messe über einen der Hannoveraner UKW-Sender 
des Norddeutschen Rundfunks begonnenen regelmäßigen Stereo-Programme 
werden nun auch nach der Messe fortgesetzt, womit ein weiterer „weißer Fleck“ 
auf der Stereo-Karte des Bundesgebietes getilgt ist. 

Beinahe hätte es eine Sensation gegeben: Die französische Elektroindustrie 
äußerte die Absicht, auf ihrem Stand in Halle 13 das Farbfernsehen vorzuführen, 
selbstverständlich nach dem Secam-Verfahren. Das Programm sollte über eine 
eigens von der Bundespost zu mietende Richtfunkstrecke direkt aus Paris über- 
tragen werden. Schließlich verzichteten die Franzosen auf dieses etwas ver- 
wegene Vorhaben, worüber die deutsche Industrie und mit ihr der Handel nicht 
gerade unglücklich waren. Die Farbe also fehlte auf dieser Messe gänzlich, was 
vernünftig war, aber sie bildete ein gern behandeltes Gesprächsthema, das 
meistens mit dem Satz begann „Wenn also im Frühjahr 1965 in Wien die euro- 
päische Farbfernsehnorm bestimmt sein wird, dann...“. 

Vor der Messe waren Gerüchte im Umlauf, daß eine Firma ein billiges Video- 
Magnetbandgerät vorführen würde, wobei der Begriff „billig“ relativ zu werten 
ist: Es sollte angeblich 5000 DM kosten. Jener Produzent hatte es dann aber doch 
unterlassen, seine technisch offenbar fertige, aber noch nicht serienreife Kon- 
struktion zu zeigen. Vielleicht haben auch die Auseinandersetzungen mit der 
Gema diesen Entschluß mitbestimmt. Um so erfreuter kommentieren jetzt die 
Tonbandamateure und die Gerätehersteller die bereits in der Tagespresse publi- 
zierte Bundesgerichtshofentscheidung: Den Personalausweis beim Kauf des Ton- 
bandgerätes zu verlangen, ist unzulässig; auch bekommt die Gema nicht jene 
eingeklagte eine Million DM von einem Tonbandgerätehersteller „für entgangene 
Urhebervergütung“. Man sieht, die Bäume wachsen nicht in den Himmel (vgl. 
Seite *853). 

Etwas verblüfft registrierte der Besucher das Vordringen der Kurzwelle im 
Reisesuper. Es begann mit der Luxemburg-Taste und hat seinen jetzigen Höhe- 
punkt bei einem Koffer für elf KW-Bänder gefunden. Wir hoffen sehr, daß die 
Benutzer die Anstrengungen der Konstrukteure honorieren werden. Vielleicht 
ist die kleine Liebe zur kurzen Welle auch nur eine Mode; in der Industrie ist 
man schnell bei der Hand, anscheinend Erfolgreiches zu übernehmen; erinnert 
sei an 3D und an „Zeilenfrei‘“. Karl Tetzner 


859 


Ne. 12 


36. Jahrg. 2. Juni-Heft 1964 


Inhalt: 


Seite 


Berichtsheft Messe Hannover 


Leitartikel 


Hannover-Rückblende 


Neue Technik 


UHF-Nachrüstung mit Transistor-Tuner 304 
Ferritantenne für das 49-m-Band ...... 304 
Mobot räumt auf ....222ceeeeeeeen 304 
Antiradargeräte in England unzulässig 304 
Transatlantisches Gespräch 


vom ÄltodUs anna sten 304 
Fernsehempfänger 
Die Technik der neuen 
Fernsehempfänger .......22222222. 305 
Rundfunkempfänger 
Neue Stereo-Steuergeräte 
und Rundfunkempfänger ...........- 309 
Ein Rundfunkempfänger mit Wechsel- 
sprechanlage — Graetz Contact ...... 337 
Hoch- und Tieftonblende 
für den nachträglichen Einbau ...... 338 
Elektroakustik 
Neue Ela-Technik in Hannover ........ 311 
Fotowiderstände in Ela-Anlagen ...... 335 
Kopfhörer mit praktischen 
Anschlußsteckern ....22222ecceenen 336 
Antennen 
Antennen und Zubehör .......! A FRE 315 
Röhren und Halbleiter 
Neue Röhren und Halbleiter .......... 317 
Bauelemente 
Bauelemente auf der Messe .......... 320 
Meßtechnik 
Die Meßtechnik in Hannover .......... 322 
Der erste 
Transistor-Breitband-Meßsender .... 326 


Ein Service-Oszillograf in neuer, 
Bauform: Universal-Kleinstoszillograf 


ROGI umaemmnan arena 33] 


Die Berechnung von | 
Stufenspannungsteilern 


Schwingspule als Wobbler ............ 334 
Ungepoltes Gleichspannungs-Voltmeter 334 
Professionelle Technik 


Nachrichtentechnik, Datenverarbeitung, 
professionelles Fernsehen 


Elektronik 


Elektronischer Drehzahlmesser 


für Kraftwagen san ns 338 
Fernseh-Service 
Serienheizung setzt aus ...2222222 2... 339 
Fehlerhafte Vertikalablenkung ........ 339 
Zeilengenerator schwingt nicht ........ 339 
Die Zeile synchronisiert nicht .......... 339 
Helligkeit setzt rhythmisch aus ........ 340 
Bild seitlich verschoben .............- 340 
Service-Schablone 
für Fernsehempfänger .....22222. 2.0. 340 
Für den jungen Funktechniker 
Lehrgang Radiotechnik, 13. Stunde .... 341 


UHF-Nachrüstung 
mit Transistor-Tuner 


Es lag nahe, die moderne Transistortech- 
nik auch dem nachträglich in ältere Fern- 
sehgeräte einzubauenden Universal-UHF- 
Einbauteilen zugute kommen zu lassen. 
Grundig hat daher die Fertigung des röh- 
renbestückten Universal-UHF-Einbausatzes 





Universal-UHF-Einbauteil mit drei Transistoren 
für ältere Fernsehempfänger ohne UHF-Teil. Der 
Einbau ist bedeutend einfacher geworden: Als 
Zf-Ausgang wird eine Aufblaskappe benutzt, zur 
Stromversorgung genügt eine Leitung an die An- 
odenspannung (Grundig) 


aufgegeben und bringt neuerdings den im 
Bild gezeigten Teil heraus. Im Gehäuse sind 
untergebracht: ein abmessungsmäßig klein 
gehaltener UHF-Tuner mit zwei Mesa-Tran- 
sistoren AF 139 und ein Zf-Verstärker mit 
dem Transistor AF 121. Die von letzterem 
verstärkte Zwischenfrequenz (38,9 MHz) 
wird einer „Aufblaskappe“ zugeführt, die 
auf die Mischröhre des VHF-Kanalwählers 
im gleichen Gerät aufgesteckt wird. Die 'zu- 
sätzliche Zf-Stufe gleicht die geringere Ver- 
stärkung des UHF-Tuners gegenüber dem 
VHF-Eingang aus, so daß der Zf-Verstärker 
im Gerät durchweg mit gleicher Eingangs- 
spannung beaufschlagt wird. 

Die neue, transistorisierte Ausführung des 
UHF-Einbauteiles ist leicht einzufügen, denn 
hier entfällt die Heizspannung. Die Strom- 
versorgung wird einfach von einem Span- 
nungspunkt mit 180...220 V im Gerät abge- 
nommen. -T 


Ferritantenne 
für das 49-m-Band 


Der Nordmende-Reisesuper Stradella ist 
mit einer Ferritstabantenne für das 49-m- 
Band ausgerüstet; bisher mußte für Kurz- 
wellenempfang ein Teleskopstab oder eine 


tan 
Ki 



































651 2 5 0 2 
—-- f[MHz] 


Relativer Verlustfaktor des Materials 
Keraperm 602 in Abhängigkeit von der Frequenz. 
Das Material ist gegenüber dem sonst für MW- 
Empfang gebräuchlichen so ausgewählt, daß noch 

ein guter Empfang im 49-m-Band möglich ist 


304 


Wurfantenne benutzt werden. Trotzdem be- 
sitzt der Reisesuper noch eine Stabantenne 
— für UKW wird sie ohnehin benötigt —, sie 
braucht aber bei Empfang im 49-m-Bereich 
nicht ausgezogen zu werden, es sei denn, 
man nutzt die sich nunmehr ergebende 
Peilmöglichkeit aus. Die Ferritstabantenne 
hat eine achterförmige Aufnahmecharakteri- 
stik. Addiert man dazu das Kreisdiagramm 
der Stabantenne, so ergibt sich eine ziem- 
lich exakte Kardioide, d. h. eine herzförmige 
Charakteristik mit einer exakten Nullstelle, 
allerdings nur bei genauer Längenabstim- 
mung der Stabantenne. Bei einigem Ge- 
schick kann der Wellenjäger den Störer in 
die Nullstelle hineinfallen lassen und den 
Nutzsender gut empfangen. 


Der Ferritstab besteht aus dem von 
Dralowid hergestellten weichmagnetischen 
Keraperm 602 (alte Bezeichnung: 02097). 
Seine Permeabilität ist etwas geringer als 
bei dem sonst für Mittelwellenempfang be- 
nutzten Material, aber die höhere Güte 
gleicht den Nachteil wieder aus. Das Bild 
zeigt den relativen Verlustfaktor des Ma- 
terials 602. Man erkennt, daß die Verluste 
beim 49-m-Band noch nicht allzusehr gegen- 
über den Verlusten im MW-Bereich ange- 
stiegen sind. Erst bei Frequenzen über 
10 MHz werden sie so groß, daß sich in die- 
sen Gebieten im allgemeinen keine Ferrit- 
antennen mehr anwenden lassen. K.T. 


Mobot räumt auf 


Für Aufräumungsarbeiten in der Nähe 
von Kernreaktoren und an anderen für den 
Menschen gefahrvollen Stellen hat die 
amerikanische Hughes Aircraft Company 
den Mobot entwickelt. Er läuft auf Raupen- 
ketten. Mobot ist die Abkürzung für Mobile 





Gehorsam reagiert Mobot auf die Fernsteuerbefehle, die vom 
Bedienungspult kommen 


Robots, was etwa „beweglicher Roboter“ 
bedeutet. Der Mobot wird ferngesteuert 
(Bild). Seine zwei Greifarme sind mit 
Gummihüllen überzogen, um die Gelenke zu 
schützen, die dem menschlichen Arm nach- 
gebildet sind, damit sie tatsächlih nach 
allen Seiten „greifen“ können. Jeder Arm 
„stemmt“ etwa 450 kg. Außerdem sind ein 
Gabelstapler und ein Kran vorhanden, die 
je ungefähr eine halbe Tonne zu heben ver- 
mögen. Auf zwei weiteren Armen sind 
Fernsehkameras und Scheinwerfer instal- 
liert. Alle Bewegungen der Maschine kön- 
nen somit auf den Bildschirmen am Bedie- 
nungspult verfolgt werden. Von diesem 
Pult aus wird der Mobot auch ferngesteuert. 

Die Hughes Aircraft will demnächst eine 
ähnliche Maschine fertigstellen, die Unumo 
heißen wird. Das ist die Abkürzung für Uni- 
versal Underwater Mobot und bedeutet 


etwa „überall unter Wasser beweglicher Ro- 
boter“. Mit ihrer Hilfe will die Shell Oil 
Company in Meerestiefen bis zu 300 m 
nach Erdöl bohren. 


Antiradargeräte 
in England unzulässig 


Clevere Autofahrer in Großbritannien 
ließen sich in ihre Wagen Radarwarngeräte 
einbauen, um rechtzeitig vor den im Ge- 
büsch sitzenden Polizeistreifen gewarnt zu 
werden, die mit Radargeräten die Ge- 
schwindigkeit der einzelnen Fahrzeuge kon- 
trollierten. Auch in Deutschland hat be- 
kanntlich die polizeiliche Radarkontrolle 
schon viel juristischen Staub aufgewirbelt. 

In Englahd wird jetzt aber mit Nachdruck 
darauf hingewiesen, daß die Verwendung 
von solchen Radarwarngeräten gesetzlich 
unzulässig ist. Um einen Funkempfänger 
zu betreiben, braucht man auch in England 
die Genehmigung des Generalpostmeisters. 
Jedoch gilt eine solche Empfangserlaubnis 
nicht für den Betrieb von solchen Radar- 
warngeräten, weil nach den internationalen 
Bestimmungen eine Empfangsgenehmigung 
für nicht öffentliche Funkübertragungen gar 
nicht erteilt werden darf. Der Polizeifunk 
und das Polizeiradar sind jedoch keinesfalls 
für den allgemeinen Gebrauch bestimmt. 
Die gleiche Rechtslage dürfte auch für die 
Bundesrepublik zutreffen. 


Transatlantisches Gespräch 
vom Auto aus 


Um die Leistungsfähigkeit der modernen 
Kraftwagen-Funksprechanlagen zu bewei- 
sen, unterhielten sich vor einiger Zeit an 
einem Nachmittag um 
16.10 Uhr (mittel- 
europäische Zeit) tele- 
fonish ein Reporter 
des dänischen Rund- 
funks und ein Vertreter 
der dänischen Bot- 
schaft in Washington; 
beide fuhren während 
des Gesprähes in 
Kraftwagen — der eine 
im Gebiet von Kopen- 
hagen, der andere in 
der Umgebung der 
amerikanischen Haupt- 
stadt. Die Verständi- 
gung war gut und 
unterschied sich nicht 
von der üblichen Quali- 
tät transatlantischer 
Gespräche von festen 
Punkten aus. 

Aktueller Anlaß war 
die Einführung des 
Auto-Fernspreh-Service in Kopenhagen, 
an dem sich jedermann beteiligen kann und 
wie er in vielen Städten der Welt, auch in 
fast allen bundesdeutschen Großstädten, ein 
Bestandteil des Nachrichtennetzes ist. 

Die dänischen Wagen werden mit Storno- 
phone-V-Geräten ausgerüstet. Diese sehr 
kleinen, weitgehend transistorisierten Sen- 
der und Empfänger haben je nach Typ 25 
oder 50 kHz Kanalabstand; der Sender lie- 
fert 10 W Hf-Leistung und wird mit dem 
Band 300...3000 Hz phasenmoduliert. Der 
Empfänger hat eine Röhre und sonst nur 
Transistoren, während im Sender nur der 
Modulationsteil transistorisiert ist. Der 
Stromverbrauch aus einer 12-V-Starterbat- 
terie ist für Empfang allein 1 A, für Emp- 
fang und Sendebereitschaft 1,7 A und für 
Senden 6 A. Im Bereich von 136 bis 174 MHz 
lassen sich acht Kanäle einstellen. -T 


Heft 12/FUNKSCHAU 1964 
860 


NEUE RADIO- UND FERNSEH-TECHNIK 


Berichte von der Messe Hannover 


karı terzner: Die Technik der neuen Fernsehempfänger 


Die Fernsehtechnik ist weiter in Bewe- 
gung. Hannover als der rechte Ort für den 
Gesamtüberblick bewies in diesem Jahr, 
was wir im Leitartikel von Heft 9 aus- 
drückten: Die meisten der neuen Konstruk- 
tionen und die kleinen und großen Fort- 
schritte hatten noch größere Rationalisie- 
rung, Kosteneinsparung also, und bessere 
Servicefreundlichkeit zum Ziel. 

Der zweite Punkt von Bedeutung ist die 
zum Teil rapide „Transistorisierung“ des 
Fernsehgerätes. Beinahe schneller als er- 
wartet setzt sich der Halbleiter im Konsum- 
gut Fernsehgerät durch. Die Konstrukteure 
geben ihren Werbeleuten damit ein unge- 
mein zugkräftiges Argument in die Hand: 
mehr Zuverlässigkeit(!), weniger Wärme, 
niedriger belastete Bauelemente im Tran- 
sistorteil, Wegfall der relativ störanfälligen 
Röhren. Das etwa sind die wesentlichen 
Vorteile, die jedoch nicht mit höheren Prei- 
sen erkauft werden dürfen, denn dafür ist 
am Markt kein Raum. Geschickte Verwen- 
dung von Transistoren bringt häufig auch 
eine Leistungssteigerung, am bekanntesten 
ist sie beim UHF-Tuner mit Mesa-Transi- 
storen. 

Blaupunkt: Das Unternehmen wartete auf 
der Hannover-Messe mit einer Anzahl 
Neuerungen auf. Etwas für das Auge des 
technisch weniger Belasteten war die Tisch- 
truhe Bayreuth (Bild 1), die in geschlos- 
senem Zustand ein nur 72cm hohes und 
143 cm breites Möbel darstellt. Ihm sieht 
man nicht an, daß darin ein Fernsehemp- 
fänger verborgen ruht. Rechts sind Platten- 
spieler und Stereo-Rundfunkteil mit Stereo- 
Decoder sowie zwei 4-W-Endstufen unter- 
gebracht, während unter dem linken Deckel 
eine 59-cm-Bildröhre herausgeklappt wer- 
den kann, deren Kunststoffumhüllung noch 
die Impedanzwandlerstufe enthält. Das Fern- 
sehchassis, das bereits neun Transistoren 
enthält, befindet sich darunter. Das Schau- 
stück diente zugleich der Publikumsbefra- 
gung: Sagt Ihnen diese Kombination zu? 
Scätzpreis: knapp unter 2000 DM. 

Neu war ferner ein Kombi- 
nations-(Allbereichs- oder Ein- 





Bild 1. Tischtruhe 
Bayreuth mit heraus- 
klappbarer Bildröhre; 
im geschlossenen Zu- 
stand ist das Möbel 
flach und niedrig; 
links: Bildröhre auf- 
geklappt (Blaupunkt) 


die Regelbarkeit um 26 dB (= Faktor 20) 
bei gleicher Kreuzmodulationsfestigkeit. 
Der Regelumfang des Verstärkers (Bild 3) 
erreicht maximal 70 dB, so daß bei den mit 
Allbereichs-Tuner ausgestatteten Empfän- 
gern auf die Regelung der Hf-Vorstufe ver- 
zichtet werden konnte. Die Vorteile sind: 


konstanter Eingangswiderstand des Ab- 
stimmteiles und gute Kreuzmodulations- 
festigkeit bei hoher Antennenspannung. 
Von den im Transistor-Zf-Verstärker an- 
wendbaren vier Regelmöglichkeiten 


Abmärtsregelung, bei der der Strom durch 
den Transistor bei zunehmender Eingangs- 


. spannung vermindert wird 


Regelung durch einen besonderen Regel- 
vierpol mit Brückenschaltung 

Regelung durch Gegenkopplung 
Aufmärtsregelung 

wurde die letztere gewählt. Hierbei wird 
der Strom durch den Transistor erhöht, und 
gleichzeitig wird die Spannung zwischen 
Kollektor und Emitter verringert. Der Ar- 
beitspunkt verlagert sich in das Gebiet 
kleinerer Steilheit und kleineren Innenwi- 
derstandes. Im vorliegenden Falle werden 
die beiden Transistoren T1 und T2 (beide 
AF 115) geregelt. Im nichtgeregelten Zu- 
stand liegt an der Basis des Transistors T1 
eine Gleichspannung von + 3,5 V, und das 
Potential am Emitter von T1 ist um die 
Basis-Emitterspannung — rund 0,2 V — posi- 
tiver. Durch den Widerstand R3 und damit 


u a ne 
u er ae ARE 





Bild 2. Kombinations-(Allbereich-)-Abstimmteil 









block-)Tuner (Bild 2), dessen Vom Tüner für alle Kanäle von 2 bis 68 (Blaupunkt) 
Funktionsbeschreibung später Gitter 
folgen soll, sowie der mit vier iR PCL84 
Transistoren bestückte Zf-Ver- LIE 
stärker der meisten neuen Blau- gr 

punkt-Fernsehgeräte. Gegen- 65 


über den bisherigen Röhren-Zf- 

Teilen bleiben Selektion und 
Bandbreite unverändert, da- cı 
gegen steigen die Verstärkung I 
um 8dB (= Faktor 2,5) und 


Bild 3. Vierstufiger Zf-Verstärker 
in den neuen Blaupunkt-Fernseh- 


empfängern mit Transistor- 
bestückung 


FUNKSCHAU 1964 / Heft 12 


861 


c2 |c3 c7|R2 



























Bild 4. Verlauf der Regelkurven der beiden ersten 
Transistoren Tı und T2 im Verstärker nach 
Bild 3 





Bild 5. Zf-Verstärker von Graetz mit vier steck- 

baren Transistoren. Die Fassung vorn links 

nimmt keine Röhre, sondern den Stecker einer 
Leitungsverbindung auf 





Bild 6. 


Schaltplatte mit Zeilenablenkteil von 
Graetz. Die Anschlüsse sind steckbar, die Fas- 
sung der Hochspannungsdiode ist leicht aus- 
mechselbar 


durch den Transistor T1 und den Wider- 
stand R4 fließt ein Strom von 


(24 — 5,5) 
2,4 - 103 


Die Basis des Transistors T2 liegt über 
den Widerstand R6 auf dem Emitterpoten- 
tial des Transistors T1, d. h. auf 5,5 V, und 
das Potential von T 2 ist wiederum um 
0,2 V positiver, so daß durch den Wider- 
stand R7 und den Transistor T 2 ein Strom 
von 


=7,7mA 


(24 — 5,7) 
2,4 - 10% 
fließt. Beide Kollektorströme fließen durch 
den Widerstand R5. Daran entsteht also 
ein Spannungsabfall von 1,53 V. Daraus 


ergibt sich für den Transistor T 2 eine Kol- 
lektor-Emitterspannung von 


- Ucga = 5,7 —1,53 V = 4,17 V. 


=7,5mA 


Der Spannungsabfall am Widerstand R4 
beträgt 
0,205 V, d. h. 


— Uog ı = 5,5 - (1,53 + 0,205) = 3,765 V. 


Im Regelfall wird das Basispotential des 
Transistors T 1 negativer, d. h. die auf 
Masse bezogene Spannung wird kleiner 
und damit auch die Spannungen an den 
Emittern, während andererseits die Ströme 
durch die Widerstände R3 bzw. R7? an- 


306 


steigen und die Kollektorpotentiale posi- 
tiver werden lassen. 

In Bild 4 ist die Kollektor-Emitter-Span- 
nung der beiden ersten Transistoren über 
dem Regelfaktor aufgetragen. Am Anfang 
braucht man in dieser Schaltung für einen 
kleinen Regelungsfaktor eine große Span- 
nungsänderung (Bereich 0 bis 10 dB). Der 
Transistor T 1 regelt um den Faktor 5 bis 10 
stärker als T2. Dies ist wichtig, um über 
den ganzen Regelbereich Signalverzerrun- 
gen zu vermeiden. Die Kollektorkreise bei- 
der Transistoren sind breitbandig genug, 
um ohne Abstimmung auszukommen; über 
eine Koppelwindung wird der jeweils fol- 
gende Transistor angepaßt. 

Die Regelspannung stammt aus der übli- 
chen Taströhre (hier PCL 84). Sie entsteht 
an deren Anode und ist gegenüber der 
24-V-Bezugsspannung negativ. Um eine Re- 
gelleistung bei guter Regelsteilheit zu ge- 
winnen, folgt der Tasttriode noch eine Im- 
pedanzwandler-Triode (hier PCH 200). In 
Blaupunkt-Empfängern mit geregelter Röh- 
ren-Hf-Stufe im Kanalschalter wird die hier- 
für nötige Regelspannung wie üblich über 
die Verzögerungsglieder direkt der Anode 
der Taströhre entnommen. 

Ferner sei erwähnt, daß auch die beiden 
Ton-Zf-Stufen (5,5 MHz) mit Transistoren 
(AF 126 und AF 137) bestückt sind. 

Graetz: Eine wesentliche Weiterentwick- 
lung der Graetz-Fernsehgeräte ist der VHF- 
Variometer-Tuner, dessen Tasten sich mit 
nur wenig Druck betätigen lassen. Einzel- 
heiten dieser interessanten Konstruktion 
sind in FUNKSCHAU 1964, Heft 9, Seite 222, 
nachzulesen. — Im Chassis 711 F, das in den 
Modellen Markgraf AS F 702, Präfekt F 712 
und Mandarin F 713 zu finden ist, werden 
jetzt von den Antennenbuchsen des VHF- 
Teiles bis zur Bildröhre nur noch Spann- 
gitterröhren benutzt (PC 900, PCF 801, 
EF 183, EF 184, PFL 200). Dadurch wurde die 
Gesamtverstärkung trotz relativ geringer 
Stufenzahl im Zf-Teil soweit verbessert, 
daß bereits 50 #»V Eingangsspannung im 
VHF-Bereich die Video-Endstufe voll aus- 
steuern. 

Mit Transistoren geht man in diesem 
Graetz-Chassis sparsam um. Sie sind nur 
im UHF-Tuner, dessen Eingang mit einer 
besonderen Schaltung geregelt wird, und 
als Ton-Zf-Verstärker (AF 126) zu finden. 
Die Demodulation erfolgt jetzt mit zwei 
Dioden — getrennt für Bildsignal und Ton- 
Zwischenfrequenz. Das hat den Vorteil, daß 
bei Schwarzweiß-Sprüngen im Bild bei 
scharfer Abstimmung keine zerrissenen 
Kanten mehr auftreten („Wimmeln“). Über- 
dies hat man in diesen Geräten bereits auf 
das Farbfernsehen Rücksicht genommen, in- 
dem eine besondere Schaltung den Farb- 
hilfsträger 4,43 MHz soweit unterdrückt, 
daß ein störendes Moir&e bei Empfang des 
Farbprogrammes nicht auftritt. 

In Luxusgeräten von Graetz ist dagegen 
der Zf-Verstärker mit vier Transistoren 
ausgerüstet (Bild 5). Die beiden ersten Stu- 
fen, bestückt mit Transistoren AF 181, wer- 
den aufwärts geregelt, während die beiden 
letzten ungeregelten Stufen die Typen 
AF 121 enthalten. Die vier Transistoren sind 
übrigens steckbar angeordnet und lassen 
sich einfach auswechseln. Als Kopplungs- 


Fotos der Messe- 
berichte: Ernst 
Schwahn (18 X), 

Dirk Limann (6 X) 
und Presse-Fotos. 


Bild 7. Platte mit 
gedruckten (geätz- 
ten) Induktivitäten 
für den Zf-Verstär- 
ker im Einheitschas- 
sis aller neuen 
Grundig-Fernseh- 
empfänger 


3. Stufe 
AF 121 


Einzelkreis 
(bifilar) 


L9 = Oberwellendrossel 
L12 = Neutralisationsspule 


L11 = Neutralis.-Schleife L4 = Nachbartonfalle 


elemente dienen Bandfilter und Breitband- 
übertrager, letztere bestehen aus einem 
Ferritröhrchen mit Bifilarwicklung. 

Neu entwickelt wurde ferner die Zeilen- 
ablenk-Endstufe. Sie besitzt jetzt eine steck- 
bare: Zeilenausgangsübertrager-Einheit mit 
gedruckter Schaltplatte (Bild 6), auf der die 
zugehörigen Bauteile, wie Linearisierungs- 
spule und Hochspannungsdiode mit Fas- 
sung, befestigt sind. Letztere kann dank 
eines speziellen Bajonettverschlusses leicht 
ausgewechselt werden, für den Fall, daß 
Staubansammlungen zu Überschlägen ge- 
führt haben. Überdies sitzt die Fassung in 
einem durchsichtigen Becher aus Makrolon; 
Überschläge lassen sich daher ohne Ausbau 
erkennen. 

Grundig: Einige Einzelheiten des von 
Grundig für alle neuen Fernsehempfänger 
benutzten Einheitschassis sind in der FUNK- 
SCHAU 1964, Heft 6, Seite 151, nachzu- 
lesen. Diese Konzentration auf ein einziges 
Chassis sowie die erneut gesteigerte Ratio- 
nalisierung der Fertigung in den Grundig- 
Werken — ein Beispiel ist die in Heft 2/1964 
geschilderte Dauer- und Endprüfung wäh- 
rend der Schlußmontage — sind wichtig ge- 
worden, weil der Markt immer billigere 
Fernsehempfänger verlangt. 

Grundig hat als erste Firma die Zf-Spulen 
einschließlich der Spulen für die Fallen ge- 
druckt und auf einer besonderen Leiter- 
platte angeordnet. Bild 7 zeigt den dieserart 
entstandenen Verstärker, dabei ist zu be- 
achten, daß die Stufenfolge von rechts nach 
links verläuft. Die Regelröhre EF 85 [erste 
Stufe) befindet sich aus wärmetechnischen 
Gründen nicht mit auf der Verstärker- 
platine, sondern auf der großen Haupt- 
chassisplatte, auf die diese Verstärkerpla- 
tine mit den am unteren Rand erkennbaren 
Zapfen gesteckt wird. Beim Tauchlöten der 
Hauptplatine werden die Zapfen mit ange- 
lötet. Die Stufen des Zf-Verstärkers sind 
durch Messingwände von einander getrennt. 
Diese versteifen zugleich die Druckplatte 
mechanisch und liefern gute Erdpunkte. 
Überdies bilden sie die Führungen für die 
aufsteckbaren Abschirmbecher. Die Spulen- 
leiter sind rechteckig oder quadratisch, weil 
man damit den Raum günstig ausnutzt. Die 
Spulengüte hängt von der Leiterbreite ab, 
so daß man besonders hochwertige Spulen 
(Traps) mit Leiterbreiten von 0,8mm aus- 
führt. 

Wie aus Bild 7 zu erkennen ist, sind die 
meisten Spulen mit unterschiedlich großen 
Scheiben versehen. Dies sind die aus Hf- 
Eisen oder aus Messing gefertigten Ab- 
gleichorgane. Nähert man die Scheibe aus 
Hf-Eisen mit Hilfe der in der Mitte ange- 
brachten Gewindeschraube der Spule, so 
ergibt sich eine Vergrößerung der Induk- 
tivität; geschieht das gleiche mit der Mes- 
singscheibe, so wird die Induktivität ver- 
kleinert. Der Abgleich ist hier einfach, denn 
die gedruckten Spulen werden mit einer 
Genauigkeit von +5, hergestellt; die 
Alterung kann vernachlässigt werden. Ab- 
zugleichen sind daher nur noch die wirk- 
samen Transistorkapazitäten und die Tole- 
ranzen (+ 2,5 /,) der verwendeten Konden- 
saforen. Günstig für den Service ist ferner, 
daß diese Anordnung beim Abgleichen nur 
ein Maximum ergibt, denn es kann ja kein 





2. Stufe 
AF 121 


1. Stufe 
EF 85 


Bandfilter II \\ Bandfilter I Einzelkreis 
L8 - Kollektorspule L5 = Basisspule 
L10 = Kollektorspule L7 - Basisspule L3 = Anodenspule 


L1 = Gitterspule 


L6 = Nachbarbildfalle 


L2 = Eigentonfal 





Bild 8. Tischempfänger Ariadne von Loemwe-Opta 

mit symmetrischer Frontaufteilung. Bei Nichtge- 

brauch kann eine abschließbare Jalousie Bildfeld 
und Bedienungsteil abdecken 


Kern mehr durch eine Spule hindurchge- 
dreht werden. 

In Hannover zeigte Grundig neben den 
bereits bekannten Modellen der Rekord- 
Serie und der Modernen Serie sowie der 
Sonderklasse noch die Europaklasse (T 450, 
5450, K450), deren Tischgerät sich durch 
verschließbaren Rolladen vor der Bildfläche 
auszeichnet. Die beiden eingebauten Laut- 
sprecher lassen sich beim Benutzen eines 
Kopfhörers abschalten. Fünf deutlich ge- 
kennzeichnete Drucktasten erleichtern die 
Programmauswahl; der gedrückte Knopf ist 
auch aus weiter Entfernung gut zu erkennen. 

Kuba / Imperial: Chefentwicler Edwin 
Oloff hatte in FUNKSCHAU 1964, Heft 9, 
Seite 219, die richtungweisende Konstruk- 
tion des in den meisten Kuba-Fernsehemp- 
fängern eingebauten Allbereichs-Kanalwäh- 
lers T 18 beschrieben. Hier ist noch nachzu- 
tragen, daß das Unternehmen in seinem 
Lieferprogramm zur Zeit zwei Alltransistor- 
Fernsehempfänger (Astronaut) mit 41- bzw. 
48-cm-Bildröhren hat sowie als Neuheit das 
tragbare Modell Monaco mit Griffschalen an 
den Seiten, mit einer 48-cm-Bildröhre und 
Teleskopantenne. Dieses Gerät ist nur für 
Netzanschluß ausgelegt und dürfte infolge 
der Gesamttiefe von nur 31,5 cm sich gut in 
Regalwände einfügen. 

Loemwe-Opta: Sechs Tischmodelle, vier 
Standgeräte und zwei Kombinationstruhen 
bilden das Programm der Firma aus Kro- 
nach. Neu ist hier die Dekal-Kombinations- 
röhre PCH 200 anstelle der ECH 84 im 
Amplitudensieb. Höhere Leistung des Tri- 
odensystems und höherer Katodenstrom 
(Ik max = 20 mA gegenüber 10 mA bei der 
ECH 84) verbessern die Wirkungsweise der 
Impulsabtrennung. Dank der höheren Tri- 
odenverstärkung darf der Differenzierkreis 
entfallen, so daß die Betriebsbedingungen 
der nachfolgenden Phasenvergleichsschal- 
tung wesentlich günstiger werden. 

Der VHF-Kanalwähler wird im Eingang 
jetzt mit der Spanngittertriode PC 900 be- 
stückt. Sie stellt mit ihrer hohen Steilheit 
von 14,5 mA/V bei 11,5 mA Anodenstrom 
und die durch die besondere Fertigungs- 
technik erreichte Verminderung der Gitter/ 
Anoden-Kapazität auf 0,35 pF sowie durch 
die Regelkennlinie mit günstigen Kreuzmo- 


Dritte Zf-Stufe Impedanzwandler Video-Verstärker 
AF 121 BFY 37 BFY 41 
!4pF 6 a a as 
56k 
- 2 0A90 60H u ER 4pF 
' Ran m H 
2a |] 2 3: a 60uH 
Tor 4 Ri I | 
2 4pf | +uSV 
T MARIN E. R u 
0 2 +5,0V 


HHÄH 
4TnF| 1004F 
CO) 


10K2 





Video - Restspannung 


Bild 9. Netz- 
und VHF/UHF- 
Umschalttasten 
der einfachen 
Metz-Fernseh- 
empfänger 


dulationseigenschaften im Regelgebiet eine 
gute Röhre für die Neutrodenschaltung dar. 
Etwas idealisiert darf gesagt werden, daß 
in den Bereichen I und III ein linearer Zu- 
sammenhang zwischen Rückdämpfung und 
Frequenz besteht, so daß die breitbandige 
Neutralisation recht einfach ist. 

Weitere Verbesserungen des VHF-Kanal- 
wählers ergeben sich durch die neue Spann- 
gitter-Kombinationsröhre PCF 801 als Mi- 
scher und Oszillator. Deren Triode hat eine 
höhere Anschwingsteilheit, so daß Schwan- 
kungen der Speisespannung beträchtlich 
weniger Einfluß haben. Auch kommt der 
Mischteil bereits mit einer Oszillatorspan- 
nung von Uosz = 1,6 V (gegenüber 3,5 V bei 
der Röhre PCF 80) aus. Das wirkt günstig 
auf die Frequenz- und Spannungsstabilität 
des Oszillators, auch sinkt dessen Störstrah- 
lungsneigung. Die Pentode dieser Röhre 
wird durch eine induktive Brückenschaltung 
verstimmungsfrei als zusätzliche (erste) Zf- 
Stufe bei UHF-Empfang eingekoppelt und 
gleicht den Verstärkungsunterschied beider 
Eingangsteile aus. Der Pentodenteil der 
PCF 801 hat eine Regelkennlinie, so daß 
man die Regelung im UHF-Bereic in diese 
Zusatz-Zf-Stufe verlegen kann und damit 
die sehr großen Schwierigkeiten einer Re- 
gelung der Transistor-UHF-Eingangsstufe 
umgeht. Das Verhalten dieser Regelstufe, 
also großer Signal/Rausch-Abstand im Regel- 
gebiet, Übersteuerungssicherheit und Kreuz- 
modulationsfestigkeit, sind voll befriedi- 
gend. 

Der folgende Bild-Zf-Verstärker ist teil- 
transistorisiert (Bestückung: EF 183, AF 121, 
EF 80), und auch der Ton-Zf-Verstärker ent- 
hält einen Transistor. 

Weiter verbessert wurde der Zeilenaus- 
gangsübertrager; der Kopplungsgrad der 
Wickelteile untereinander ist günstiger ge- 
worden, so daß sich ein stärker gedämpfter 
Verlauf der nur noch gering am Anfang des 
Zeilenhinlaufes auftretenden Partialschwin- 
gungen ergibt. Leistungsschluckende Dämp- 
fungsglieder werden damit überflüssig, wo- 
mit größere Reserven für zusätzliche schal- 
tungsbedingte Belastungen bereitstehen. Der 
Zeilenausgangsübertrager ist ja im moder- 
nen Fernsehgerät eine Art „Mädchen für 





Messebericht: Fernsehempfänger 


alles“, ihm werden immer mehr Hilfsim- 
pulse entnommen. U. a. wird bei Loewe- 
Opta an dieser Stelle eine Pulsspitzenspan- 
nung von 500 V,, erzeugt, die dem Gitter 2 
der Bildröhre zur Zeilenaustastung zuge- 
führt wird. Diese :Austastspannung ist glatt 
genug; die sonst übliche Glättung durch 
eine Diode kann entfallen. 

Eine weitere Verbesserung betrifft die 
neue Ablenkeinheit; sie hat vier unter 45° 
zur senkrechten Achse liegende Kunststoff- 
zapfen mit Magneten, die zur nachträglichen 
Korrektur der fertigungsbedingten Streuun- 
gen dienen. Auf diese Weise kann sehr ein- 
fach eine gleichbleibende Geometrie des 
Bildes erreicht werden. 

Bild 8 zeigt das Tischmodell Ariadne mit 
dem Chassis 53 030 mit sechs Stationstasten, 
die durch einfache Umschaltung auf alle 
Kanäle (2...69) eingestellt werden können. 
Ausnahmsweise wurde hier ein linkes Feld 
neben der Bildröhre für den Ovallautspre- 
cher hinzugefügt. Eine abschließbare Ja- 
lousie verdeckt auf Wunsch das Bildfeld mit 
dem rechten Abstimmteil. 

Metz: Bereits die beiden billigsten Mo- 
delle Samoa und Java haben eine Tasten- 
umschaltung zwischen Erstem und Zweitem 
Programm (Bild 9), wobei die Wiederkehr- 
genauigkeit durch die mechanische Speicher- 
Feinabstimmung in allen Kanälen sicher 


EEE 





Bild 10. Metz-Mallorca und der Phonotisch 323 
mit Plattenwechsler und einem Stereo-Verstärker 
2X 10W bilden eine formschöne Kombination 


Helligkeit, grob 











5,5MHz 


Zur getasteten Regelung 


FUNKSCHAU 1964 / Heft 12 


863 


+ 33082 


a []a2e 
I !0004F 


100pF I 


n 1002 
U 








2/7 


ASI-11W/12W 


Brillanz N 
IS, 


IV/6 B; 
um 
3 zog 
4 m 1 Bild 11. Schaltung des nur 
70 2502 mit Transistoren bestückten 
Konfrast Zf- und Video-Verstärkers 


im Nordmende-Universal- 
Chassis 


307 





Bild 12. Mechanisch zusammengefaßter UHF- 
Tuner (links) und VHF-Kanalwähler mit 
Schmwungradabstimmung für die neue Ein- 
knopfabstimmung im Nordmende-Hanseat 





Bild 14. Besonders kleiner UHF-Tuner mit kom- 

binierter Grob-Feinabstimmung, Vierfach-Dreh- 

kondensator und steckbaren Mesa-Transistoren 
von Philips 


gewährleistet ist. Dagegen verfügen die 
Luxus-Modelle Capri, Mallorca, Hawaii und 
Sizilia über eine Programmwahl-Automatik 
mit sieben Tasten. Sechs davon können auf 
beliebige Kanäle im VHF- und UHF-Bereich 
eingestellt werden; die Zuordnung der Ta- 
sten zu bestimmten Bereichen entfällt. 

Das aus drei Leiterplatten bestehende 
Chassis ist nach Abnahme der Rückwand 
herausklappbar und kann bei Bedarf aus 
den Führungsschienen herausgehoben wer- 
den. Nur drei Schrauben sind zu lösen, um 
den Abstimmblock (VHF-Kanalwähler, UHF- 
Tuner und Antrieb) herauszuziehen. & 

Die Kombination Mallorca, Fernsehemp- 
fänger mit Untersetz-Phonotisch 323, Platten- 
wechsler und 2 X 10-W-Verstärker (Bild 10), 
wurde in die Ausstellung „Die Gute Indu- 
strieform“ in Hannover aufgenommen. 

Nordmende: Die Bremer haben die Aus- 
stattung mit Transistoren im netzbetrie- 
benen Heim-Fernsehgerät außerordentlich 
weit getrieben. So sind beispielsweise im 
Modell Favorit und Roland 15 nicht nur 
beide Abstimmteile, sondern auch alle Z#f- 
Stufen einschließlich der Video-Endstufe (!) 
mit Transistoren bestückt; die Röhren ver- 
blieben nur in den Ablenkteilen einschließ- 
lich Impulsabtrennung und in der Ton- 
Niederfrequenz. Zahlenverhältnis: 14 Tran- 
sistoren zu acht Röhren. Im Videoteil sind 
gemäß Bild 11 die Silizium-Planar-Transi- 
storen BFY 37 und BFY 41 enthalten. Beide 
Transistoren sind teurer als eine Röhre, die 
man bislang in dieser Stufe benutzte, aber 
die Konstrukteure glaubten diesen Aufwand 
vertreten zu dürfen, weil sich vier Vorteile 
ergeben: 


1. Die Gesamt-Videoverstärkung liegt um 
80 °/, über der einer einstufigen Röhren- 
schaltung. 

2. Im Kollektorkreis der Impedanzwand- 
lerstufe kann ein Resonanzwiderstand für 
die 5,5-MHz-Frequenz eingefügt werden, 
ohne die Funktion dieser Stufe zu stören; 
im Katodenkreis der Bildröhre entfällt die 
kapazitive Last durch den hier sonst üb- 
lichen Ankopplungskondensator. Die für die 
Bildschärfe wesentliche Frequenzentzerrung 
wird besser. 

3. Das Kontrastpotentiometer liegt hinter 
dem niederohmigen Emitterwiderstand; die 
Entzerrung ist jetzt weitgehend unabhängig 
vom Kontrasteinsteller. 

4. Der Service wird die übersichtliche 
Schaltung begrüßen. 

Eine weitere Neuheit ist die Einknopf- 
bedienung, die zur Drucktastenschnellwahl 


308 





Bild 13. Die neue Tizian-Luxus-Truhe von Philips 





Bild 15. Weltspiegel 5059 $S von Schaub-Lorenz 
mit neun Sendermwahltasten 


und zur neuerdings transistorisierten Tipo- 
matic (Vorjahrsneuheit von Nordmende) 
hinzukommt. Wir werden über diese Ent- 
wicklung in einiger Zeit einen besonderen 
Beitrag bringen und begnügen uns hier mit 
einer Aufnahme des Kombinationsabstimm- 
teiles (Bild 12). Links im Bild ist der X/2- 
UHF-Tuner und rechts der VHF-Kanalwäh- 
ler zu erkennen, darunter die Antriebsachse 
mit Nockenwelle (Umschaltung Bereich V/III) 
und Schwungrad. Auf dem neben dem Bild- 
fenster liegenden schmalen senkrechten Be- 
dienungsfeld ist eine senkrechte Skala mit 
Kanalbezeichnung 2 bis 68 mit zentralem 
Bedienungsknopf angebracht. Verschiebbare 
Marken neben der Skala dienen der An- 
zeige der am Ort empfangswürdigen Fern- 
sehsender, neben die man dann den Skalen- 
zeiger stellt. Der Vorzug dieser Einrichtung 
ist der geringe Aufwand (keine Tasten) und 
Zukunftssicherheit allen nur denkbaren 
Empfangssituationen gegenüber, der Nach- 
teil aber ist, daß jede Einstellung bei Pro- 
grammwechsel gelöscht wird, d. h. jeder 
Sender ist neu abzustimmen, wie man es 
seit alters her vom Radioapparat gewohnt 
ist. 

Philips: Zwei der neun Philips-Fernseh- 
empfänger für 1964/65 sind Durchläufer, vier 
sind in Einzelheiten verbesserte Typen, 
während als Neuheiten der technisch hoch- 
interessante Kofferempfänger Raffael Luxus- 
Alltransistor mit 47-cm-Bildröhre, die Ti- 
zian-Luxus-Truhe (Bild 13) und die Tizian- 
Luxus-Kombi-Vitrine gelten. 

Der Alltransistor-Kofferempfänger mit der 
Typenbezeichnung 19 TX 430 AT wurde in 
Eindhoven entwickelt und wird auch dort 
gebaut; er ist mit nicht weniger als 50 Tran- 
sistoren, 20 Dioden und mit der schutz- 
scheibenlosen Bildröhre A 47-11 W be- 
stückt. Die einzige weitere Röhre ist die 
Hochspannungsdiode DY 87. Dieser Emp- 
fänger ist vornehmlich als Netzgerät aus- 
gelegt, bei dem eine Stabilisierungsschal- 
tung für einwandfreies Arbeiten zwischen 
160 und 250 V Wechselspannung sorgt. Die 
Leistungsaufnahme am Netz beträgt 50 W. 
Ferner kann das Gerät aber auch aus einer 
12-V-Batterie gespeist werden und ent- 
nimmt dieser etwa 3,2 A, so daß der Lei- 


Bild 16. Bildmeister 52 mit abschließbarer Jalousie 
auf Fernsehkonsole FZ 56 von Siemens 





Bild 17. Netz-Portable mit 27-cm-Bildröhre 
von Tonfunk 


stungsverbrauc bei 38 W liegt. Die tatsäch- 
liche Batteriespannung darf 11,5 bis 15 V 
betragen; unter 11,5 V arbeitet das Gerät 
auch noch, aber das Bild beginnt etwas zu 
schrumpfen. Der Leistungsbedarf bei Bat- 
teriebetrieb ist relativ hoch, so daß man 
dieses Gerät kaum als Reiseempfänger be- 
zeichnen darf; hingegen wird es vorzügliche 
Dienste an der Starterbatterie von Kraft- 
wagen oder auf Yachten, bei der Verkehrs- 
überwachung der Polizei usw. — oder eben 
als bewegliches Netzgerät leisten. 

Für die Abstimmung wurde ein besonders 
kleiner VHF-Kanalwähler mit gedructen 
Spulen benutzt, auch der UHF-Tuner ist 
dank der X/4-Technik sehr klein (Bild 14). 
Der erste der beiden Mesa-Transistoren 
AF 139 wird geregelt, der Eingangskreis ist 
abstimmbar durch das erste Paket des Vier- 
fach-Drehkondensators. Dadurch verbessern 
sich Spiegelselektion und Kreuzmodula- 
tionsfestigkeit um mindestens 6 dB. Die 
Aufwärtsregelung geht von einem beson- 
deren Transistor AC 127 im Gerät aus, der 
die getastete Regelspannung in eine von der 
Betriebsspannung unabhängige Aufwärts- 
regelung (+ 5...12 V) umformt. Die gesamte 
Leistungsverstärkung des UHF-Tuners ist 
größer als 13 dB bei einer Bandbreite von 
16 MHz. Die Grenzempfindlichkeit wird bei 
470 MHz mit mindestens 8 kTg gemessen. 

Eine ausführliche Beschreibung dieses 
interessanten Empfängers würde beträcht- 
lichen Raum einnehmen, zumal das Gesamt- 
schaltbild zu veröffentlichen wäre. Hier nur 
noch einige Angaben. Videostufe: Bild- und 
Tonsignal werden getrennt demoduliert; die 
Videoverstärkung ist dreistufig mit zwei 
Emitterfolgern AF 121 und einer Endstufe, 
die aus zwei in Serie liegenden Transisto- 
ren AF 118 besteht. Letztere liefert der Bild- 
röhre ein BAS-Signal von 100 V,,, die Tran- 
sistorspannung von etwa 120 V für diese 
Endstufe wird dem Zeilenausgangsübertra- 
ger mit Hilfe einer besonderen Gleichrich- 
terschaltung entnommen. 

Zeilenkippteil: Diese Stufe mit Transisto- 
ren zu bestücken ist etwas kritisch, vor 
allem wenn eine normale 47-cm-Bildröhre 


Heft 12/FUNKSCHAU 1964 


864 


Schluß des Fernsehempfänger-Berichtes 


mit 16 kV Hochspannung benutzt wird. Der 
Transistor-Aufwand ist daher hoch; drei 
Transistoren arbeiten im Phasenvergleich 
und der Synchronisierung, dazu zwei Dioden, 
weitere drei Transistoren dienen als Trei- 
ber für die Endstufe, zwei als Begrenzer- 
Dioden und schließlich die Type OC 45 als 
Reaktanzröhre für den Horizontaloszillator. 
Der Fangbereich der Horizontalablenkung 
beträgt + 600 Hz. 


Die eigentliche Endstufe wird von zwei 
in Serie liegenden Leistungstransistoren 
AU 101 gebildet; später sollen an dieser 
Stelle die Typen AU 103 benutzt werden. 
Als Booster dienen zwei Dioden BYY 21. 


Saba: In einem späteren Heft der FUNK- 
SCHAU wird das Modell Schauinsland 
Automatic T154 in der Rubrik Gerätebe- 
richt mit Schaltungsbeschreibung und Er- 
fahrungsbericht abgehandelt werden. Hier 
sei nur erwähnt, daß alle Saba-Tischemp- 
fänger mit Hilfe von anschraubbaren Beinen 
zu Standempfängern werden, sogar zu rol- 
lenden, weil man jedem Bein auf Wunsch 
eine Schwenkrolle aufstecken kann. 


Schaub-Lorenz: Die Chassis entsprechen 
in wesentlichen Merkmalen den Graetz- 
Konstruktionen, auch hinsichtlich der Tran- 
sistorisierung und des VHF-Abstimmteils. 
Es gibt vier Grundchassis und daraus ent- 
wickelt zehn Ausführungsformen, sämtliche 
mit der 59-cm-Bildröhre ohne Schutzscheibe. 
Aus der eigenen Entwicklung wird das Mo- 
dell Weltspiegel 4059 Luxus und das Modell 
Illustraphon 4059 Luxus mit der bekannten 
en - Suchlaufautomatik weiterge- 
ührt. 


Bild 15 zeigt das Modell Weltspiegel 
5059S mit hohem Bedienungskomfort, wie 
zwei Tasten für Sender im Bereich I, drei 
im Bereich III und vier im Bereich IV/V, 
Schalter für Zeilenfrei (!), automatische Os- 
zillatorfeinabstimmung mit der Kapazitäts- 
diode BA 101, Zeilenfang-Automatik mit 
einem Fangbereich von # 1,5 kHz. 


Siemens: Die neue Bildmeister-Serie um- 
faßt vier Geräte, drei davon sind mit vier 
bzw. sechs Drucktasten ausgestattet, alle 
haben elektronisch gespeicherte Feinabstim- 
mung und UHF-Tuner mit Mesa-Transi- 
storen. Das Modell Bildmeister 52 ist trotz 
der asymmetrischen Form nur 70cm breit 
(Bild 16) bemerkenswert ist die Jalousie, 
die man bei Nichtgebrauch vorschiebt. 


Tonfunk: Fast alle neuen Fernsehgeräte 
einschließlich der 69-cm-Modelle haben das 
Einplattenchassis mit Steckerverbindung, das 
alle Baugruppen übersichtlich aufnimmt. 


Eine technisch, reizvolle Neuheit ist das 
Modell Tonfunk'11 (Bild 17) mit der 27-cm- 
Lorenz-Bildröhre. Beim Entwurf standen 
die Forderungen klein, leicht und billig im 
Vordergrund, die sich allerdings bei voll- 
ständiger Transistorbestückung schwerlich 
erfüllen lassen (zumindest nicht hinsichtlich 
des Preises). Daher wurden hauptsächlich 
Röhren (12 + Bildröhre) und nur vier Tran- 
sistoren benutzt. Das Gerät ist also nur für 
Netzanschluß brauchbar und nimmt dann 
160 W auf. Die Forderung nach klein und 
leicht konnte voll erfüllt werden: 34 cm X 
25 cm X 25 cm und 5,5 kg Gewicht. Dank der 
Zweistab-Teleskopantenne ist der Empfän- 
ger bedingt antennenunabhängig. Konstruk- 
tiv ist das Gerät aus drei Teilen zusammen- 
gefügt: Frontrahmen mit Bildröhre, Chassis 
aus Modulbausteinen, u. a. mit gedruckten 
Spulen (!), Rückwand mit abnehmbaren 
Dipol. Schließlich konnte die Forderung nach 
niedrigem Preis erfüllt werden: Das An- 
fang bis Mitte August lieferbare Gerät 
dürfte im Handel für weniger als 700DM zu 
haben sein. 


Wega: Das inzwischen sehr bekannt ge- 
wordene Modell Wegavision 2000 mit auf- 
gesetzter 'freistehender Bildröhre wurde 
vom Rat für Formgebung, Darmstadt, als 
offizieller deutscher Beitrag zur 13. Trien- 
nale in Mailand ausgewählt, desgleichen 
steht es auf dem deutschen Informations- 
stand auf der Internationalen Pariser Messe 
1964. 


FUNKSCHAU 1964 / Heft 12 
865 


Messebericht 


Neue Stereo-Steuergeräte 
und Rundfunkempfänger 


Beim Rundfunkempfänger, in dem nach 
landläufiger Meinung technisch „nichts mehr 
drin“ ist, regt sich munter die Umstellung 
auf Stereo-Steuergeräte, Transistoren und 
Kurzwellenempfang. Manches davon ist 
technisch höchst sinnvoll, weil notwendig, 
anderes ist etwas modebeeinflußt und daher 
zumindest absatzfördernd. 


Stereo-Steuergeräte 


Einiges Aufsehen erregte in Hannover der 
neue Klangmeister 50 von Siemens vor- 
nehmlich wegen der schon weit getriebenen 
Bestückung mit Transistoren (Bild 1). Dieser 
mit acht AM- und zwölf FM-Kreisen ver- 
sehene Vierwellenbereich - Empfänger mit 
Stereo-Decoder hat nur noch fünf Röhren, 
die sämtlich in den Eingangs- und Zf-Stufen 
stecken; der Niederfrequenzteil ist aus- 
schließlich mit den im Gerät vorzufindenden 
17 Transistoren bestückt. Dieser Stereo-Nf- 
Teil leistet 2 X 18W bei einem Klirpfaktor 
von k = 1°/,, bezogen auf Vollaussteuerung. 
Weitere interessante Einzelheiten sind UKW- 
Scharfabstimmung, UKW - Übersteuerungs- 
schutz und AM-Bandbreiteneinstellung. Zu 
dem Gerät mit den Abmessungen 62 cm X 
24,7 cm X 21,8cm gehören zwei geschlos- 
sene Lautsprecherboxen, Modell RZ 56, aus- 
gestattet mit je zwei permanentdynamischen 
Lautsprecherchassis. Man hörte, daß die fort- 
schrittliche Transistorisierung dieses Mo- 
dells nicht zuletzt mit Rücksicht auf den 
USA-Markt erfolgte. 

Bei Loemwe-Opta erfuhr man, daß dort die 
Niederfrequenzteile aller Musiktruhen ab 
Juni nur noch mit Transistoren bestückt 
sein werden, und zwar bei Ausführungen 
bis zu 10 W pro Kanal mit „weichem“ und 
bei Verstärkern mit maximal 20 W pro Ka- 
nal mit „hartem“ Netzteil!). 

Das neue Stereo-Steuergerät 3004 von 
Nordmende ist dagegen noch mit 13 Röhren 
bestückt und liefert 2 X 8,5 W (Bild 2). Auch 
hier sind vier Wellenbereiche und AM-Band- 


1) „Weicher“ Netzteil: abgegebene Speisespan- 
nung für die Nf-Stufen sinkt bei Vollast ein 
wenig ab; „harter“ Netzteil: Speisespannung 
bleibt durch geeignete Stabilisierungsmaßnahmen 
stets konstant. 


Para ur} 
gilı! 
si 


unsusret 


gregıo sewait 


breitenumschaltung vorgesehen; die Daten 
enthält die Tabelle. 


Schaltstellung breit schmal 
Bandbreite by, = 8 kHz bg 7 = 3kHz 
Selektivität Sg =1:25 Sg =1:1200 


Bei FM-Empfang beträgt die Bandbreite 130 kHz 
und die Selektivität 1 : 1000. 


Die Klangfarbe kann durch zwei Fäcer- 
entzerrer bei den Höhen und Tiefen stetig 
verändert werden. Die Empfindlichkeit ist, 
bezogen auf 26dB Signal/Rausch-Abstand 
sowie 22,5 kHz Hub bei FM: 

UKW = 15uV, MW = 3uV, LW = 5uV, 
KW = 10uV (Durchschnittswerte). 

Für den Einbau in Truhen und Regal- 
wände entwickelte Grundig aus dem be- 
kannten Stereomeister 15 das Rundfunk- 
empfangsteil HF 35. Dabei handelt es sich 
um das Chassis eines kompletten Empfangs- 
gerätes mit zwei Stereo-Endstufen zu je 
8W Sprechleistung, aufgebracht durch den 
Nf-Teil mit den Röhren 2 X ECC 808 und 
2 X ECLL 800. 

Ebenfalls vornehmlich röhrenbestüct ist 
das für den Truheneinbau bestimmte Chas- 
sis 664 Stereo von Imperial (Bild 3), dessen 
Zf-Teil speziell für Stereo-Rundfunkempfang 
bemessen ist. Es ist dreistufig, wobei eine 
Stufe durch den Transistor AF 137 gebildet 
wird (zweite Stufe: H-System der Röhre 
ECH 81, dritte Stufe: F-System der Röhre 
EAF 801). Die Bandbreite im Zf-Teil wurde 
entsprechend den Forderungen des Stereo- 
Empfanges vergrößert, ohne aber die FM- 
Trennschärfe zu benachteiligen. Weiter hat 
das Chassis, das auf einer großen Druck- 
platine aufgebaut ist, eine besonders gute 
Kanaltrennung und eine große Ferrit- 
antenne. 


Tisch-Rundfunkempfänger 


Die Tendenz der neuen Geräte läßt sich 
in acht Punkten zusammenfassen: 

1. Wellenbereiche: im UKW-Bereich aus- 
nahmslos 87,5...104 MHz, nur für USA-Ex- 
port bestimmte Geräte müssen bis 108 MHz 
empfangsbereit sein. — Der Hang zum 
Luxemburg-Wellenbereich wird weiter ge- 
pflegt, nun gibt es — etwa bei Grundig — 
auch Tisch-Rundfunkgeräte mit dem 49-m- 
Bereich (Modelle 2447, 3040, 3040M und 





Bild 1. Klangmeister 50, ein neues Stereo-Steuergerät mit Transistor-Nf-Verstärkern. 
und 2 X 18 W Endleistung (Siemens) 


309 





Bild 2. Stereo-Steuergerät 3004 von Nordmende. 
Im Bild ist eine der beiden allseitig geschlos- 
senen Lautsprechergehäuse LB 30 zu sehen, die 
nach Versetzen der schmalen Fußleisten auch 
senkrecht aufgestellt werden können 








Bild 4. Luna-Stereo 52070 von Loeme-Opta. Oben: 

der linke Lautsprecher kann vom Gerät entfernt 

aufgestellt werden; unten: hier ist der linke 
Lautsprecher an das Gehäuse herangerückt 


3040 Ph) und Punkteichung für Radio 
Luxemburg. Die Begrenzung auf diesen 
schmalen Ausschnitt aus dem KW-Spek- 
trum ermöglicht natürlich eine optimale Be- 
messung von L und C, d. h. die Kreisgüte 
wird beträchtlich besser, so daß — nad 
Werkangaben — die KW-Empfindlichkeit um 
den Faktor 3 ansteigt. 

2. Einige neue Phonosuper tragen jetzt 
das Laufwerk nicht mehr versenkt im Ober- 
teil des Gerätes, sondern frei und sichtbar — 
durch eine Kunststoffhaube geschützt — auf 
der Oberseite (Grundig 3040 Ph, Nordmende 
2004). Das verleiht dem Gerät einen moder- 
nen, etwas kühlen Stil. 

3. Auch das Tischgerät der mittleren Preis- 
klasse soll für Stereo-Rundfunkempfang an- 














Bild 3. Truhen-Einbauchassis 664 von Imperial mit 
Stereo-Nf-Teil und einsetzbarem Stereo-Decoder 
(Teilansicht) 


gepaßt werden. Ein Beispiel ist das Modell 
Luna Stereo 52070 von Loemwe-Opta, dessen 
„linker“ Lautsprecher abnehmbar ist und 
beliebig weit vom Empfänger entfernt als 
zweiter Stereo-Lautsprecher aufgestellt wer- 
den kann (Bild 4). Hiermit läßt sich eine 
optimale Anpassung an die örtlichen Raum- 
verhältnisse erreichen. Bei diesem Gerät 
wird bei Abstimmung auf einen mit Stereo- 
Programm modulierten UKW-Sender auch 
bei nicht-gedrückter Stereotaste das Vor- 
handensein des Pilottones angezeigt. Für 
den Empfänger Luna-Stereo dürfte sich ein 
Marktpreis von ungefähr 380 DM ausbilden. 

4. Bei der Gehäuseform haben sich unbe- 
stritten zwei Stilarten durchgesetzt: die ge- 
mäßigt moderne Art in konservativer An- 
ordnung, d. h. die breite Skala unten, die 
Lautsprecheröffnung oben, und die soge- 
nannte nordische Form mit Teakholz an- 
stelle der Bespannung. Als Beispiel dient 
das Modell Lindau 15 von Saba, langgestreckt 
und geeignet, in ein Regal oder auf eine 
Vitrine gestellt zu werden (Bild 5). 

5. Die preisgünstige Auslegung der Nf- 
Stereo-Kanäle mit der Verbundröhre ECLL 
800, die zugleich eine Phasenumkehr-Triode 
enthält, hat sich in den Mittelklassegeräten 
und in Stereo-Steuergeräten weitgehend 
durchgesetzt (die ausführliche Beschreibung 
der Röhre mit Schaltungsbeispielen erschien 
bereits in FUNKSCHAU 1963, Heft 5, 
Seite 114). Pro Kanal lassen sich wirtschaft- 
lich 7,5 W Sprechleistung bei einem Klirr- 
faktor k = 1,4°/, erzeugen, was für die 
üblichen Wohnraumverhältnisse voll aus- 
reicht. 

6. Ebenfalls im Kommen ist die Anzeige 
von Abstimmung und Pilotton mit der 
Lorenz-Doppelanzeigeröhre EMM 803, deren 
Vorteile und offensichtliche Überlegenheit 
in FUNKSCHAU 1964, Heft 9, Seite 237, 
erläutert wurden. Hier sei besonders auf die 
Berechnung der Wirtschaftlichkeit der unter- 
schiedlichen Anzeigeverfahren und -metho- 
den auf Seite 238 des genannten Heftes hin- 
gewiesen. 

7. Der Transistor im netzbetriebenen 
Heimgerät hat sich noch nicht eingeführt, 
zumindest nicht im Bundesgebiet. Erwäh- 
nenswert ist hier das von Bang & Olufsen, 
Struer/Dänemark, offerierte besonders breite 
und flache Tischmodell Master 601 K (Bild 6) 
mit 22 Transistoren, fünf Dioden und einem 
Brückengleichrichter zum Anschluß an 220 V 
Wechselstrom. Das Gerät hat einigen Reiz, 
etwa wegen der beiden Lautsprecher, Mo- 
dell 04654 Y Sinus, in zwei allseitig geschlos- 
senen, innen stark bedämpften Kammern, 


Links: Bild 5. 
Lindau 15 (Saba) 
als Beispiel für 
die heute beliebte 
nordische Linie 

bei kleineren 

Empfängern 


m 
Sm} 
= 
————— 
——— 
——— 
———— 
BB ———— 
- ae r 


die eine befriedigende Baßwiedergabe trotz 
der geringen Abmessungen liefern. Es las- 
sen sich auch größere Außenlautsprecher 
anschalten; dann arbeitet der Empfänger als 
Steuergerät. Jeder Stereo-Nf-Kanal liefert 
6W; die Kanaltrennung wird mit 2 40 dB, 
der Rauschabstand mit 250dB und der 
Frequenzgang mit 30...15 000 Hz genannt. 
Die Wellenbereiche sind interessant bemes- 
sen: LW = 940...2040 m, MW = 188...578 m, 
GW = 75..194m, UKW = 88..108 MHz; 
Kurzwellen fehlen. 

8. In der Regel ist das nachträgliche Aus- 
rüsten eines älteren Rundfunkempfängers 
mit einem Stereo-Decoder nicht möglich. 
Eine Ausnahme bildet offensichtlich die 
Konstruktion von Nogoton, Delmenhorst. 
Der dort entwickelte Stereo-Decoder D-5 
mit fünf Silizium-Planar-Transistoren 
BFY 39 und elf Dioden AA 119, der mit einer 
Zeitmultiplex-Decodierschaltung arbeitet, 
erweitert die bekannten hochwertigen UKW- 
Super dieser Firma zu Hf-Stereo-Empfän- 
gern. Das ist möglich, weil diese Super 
von Hause aus im Zf-Teil entsprechend 
breitbandig ausgelegt sind und die nöti- 
gen Begrenzungseigenschaften sowie einen 
breitbandigen Ratiodetektor haben. Das 
Decoder-Kästchen läßt sich nötigenfalls auch 
an der Rückwand des Empfängergehäuses 
anbringen. Der Anschluß erfolgt je nach 
Typ mit 11- oder 9poligem Stecker. Die bei- 
den Nf-Signale werden über ein gesonder- 
tes Kabel herausgeführt. Beide Geräte 
haben ferner Anschlüsse für den Stereo- 
Indikator S-2, der eine elektronische Mono/ 
Stereo-Umschaltung und eine Funktionsan- 
zeige .bewirkt. Er ist mit je einem Transi- 
stor BFY 39 und BFY 40 bestüct. Der Ein- 
bau des Indikators ist nicht zwingend, ohne 
ihn wird von Hand umgeschaltet. Ein wei- 
terer Anschluß führt die Steuerspannung 
für eine Anzeigeröhre, etwa einer EMM 803, 
zu. Die Speisung von Stereo-Decoder und 
Indikator erfolgt aus der 6,3-V-Heizspan- 
nung des Empfängers. 

Nogoton hat ferner zwei UKW-Stereo- 
Empfangsteile (ohne Nf-Verstärker) ent- 
wickelt, zusammengesetzt aus je einem der 
bekannten UKW-Super des Hauses zuzüg- 
lich Stereo-Decoder D5 und Indikator S2. 
Das hochwertigere der beiden Geräte ist mit 
neun Röhren, fünf Transistoren und zwölf 
Dioden bestückt, wobei die Halbleiter aus- 
schließlich im Decoder und im Indikator zu 
finden sind. Die Abstimmanzeige übernimmt 
hier eine EMM 801, während die Eingangs- 
spannung von einer EM 84 angezeigt wird. 
Das Gerät ist sehr empfindlich (0,5 #»V bei 
26 dB Rauschabstand und 40kHz Hub); 
60 dB Fremdspannungsabstand wird bereits 
bei einer Spannung von 2 10uV erreicht. 
Nogoton empfiehlt als N£-Teil beispiels- 
weise den bekannten Revox-Stereo-Verstär- 
ker; beide Gehäuse passen gut zueinander. 


Reise- und Autosuper 


Fast alle Neuerscheinungen in diesem 
Sektor sind bereits vor der Hannover-Messe 
bekannt gewesen und wurden z. T. schon 
besprochen; die Zusammenfassung aller 
technischen Daten soll einer Tabelle in 
einem der nächsten Hefte vorbehalten sein. 
Hier bleibt nur eine Nachlese übrig. 

Imperial bringt neu den Auto-Reisesuper 
Capri 65 (Typenbezeichnung bei Kuba: 
Venezia 65) mit zehn Transistoren und acht 
Dioden heraus, der dank seiner Eigenschaf- 
ten, wie automatische Scharfabstimmung im 
UKW-Bereich mit genau bemessenem Halte- 
bereich und hoher UKW-Empfindlichkeit, 
zur oberen Mittelklasse gehört. 





Bild 6. Alltransistor-Tischgerät für Netzanschluß Master 610 K (Bang & Olufsen) 


Heft 12/FUNKSCHAU 1964 
866 


Schluß des Rundfunkempfänger-Berichtes 


Grundig ersetzte den Automatic-Boy durch 
eine de-Luxe-Ausführung; es ist dies der 
sechste neue Grundig-Reiseempfänger mit 
dem 49-m-Europaband. Bemerkenswerter- 
weise sind zwei Lautsprecher eingebaut, 
d. h. es handelt sich um einen 4-W-Doppel- 
lautsprecher mit abschaltbarem Hochtonteil. 
Die Endstufe liefert 4 W Sprechleistung. Das 
neu gestaltete Gehäuse ist mit Kunstleder 
bezogen; eine zweite Ausführung in Teak- 
holz ist ebenfalls lieferbar. Neu ist ferner 
die Autohalterung mit einem zusätzlichen 
Transistor-Adapter. 

Blaupunkt entwickelte das Modell Riviera 
als neues Spitzengerät im plastiküberzoge- 
nen, wetterfesten Holzgehäuse. Der Griff 
kann, wie üblich, auch heruntergeklappt als 
Stütze für den Betrieb des Gerätes in 
Schräglage benutzt werden. Technische Be- 
sonderheiten: UKW-Scharfabstimmung, vier 
Wellenbereiche, darunter das Band 40 bis 
51m, elf Transistoren, neun Dioden, An- 
schluß für Kleinhörer, TA und TB, 9-V-Be- 
trieb aus sechs Monozellen, 1,8-W-Endstufe, 
Drei-Wege-Gegenkopplung. 

Saba führt als Neuheit das Mittelklassen- 
Reisegerät Transamerika 15L mit zwei 
Mesa-Transistoren im UKW-Teil und ab- 
schaltbarer UKW-Scharfabstimmung. Das 
Gerät hat zehn Transistoren und fünf 
Dioden. Bemerkenswert ist die doppelt vor- 
gesehene Eingangskreis-Abstimmung auf 
Mittelwellen. Führt man das Gerät in die 
neue Autohalterung ein, so wird nicht nur 
die Ferritantenne abgeschaltet, sondern auch 
noch der Drehkondensator des Vorkreises; 
es tritt dann die beim Kraftwagenbetrieb 
mit Autoantenne günstigere Variometerab- 
stimmung in Tätigkeit. 

Becker liefert den ersten Automatik-Auto- 
super mit vier Wellenbereichen. Das neue 
Modell Mexico TR ist nur noch mit Halb- 
leitern bestückt (17 _ Transistoren, acht 
Dioden, zwei Gleichrichter). Die Ansprec- 
empfindlichkeit der automatischen Sender- 
suchschaltung ist auf empfindlich = Fern- 
empfang und unempfindlich = Ortsempfang 
umschaltbar. Die Schaltung ist in dem nur 
52 mm hohen Gehäuse auf einzelnen Platten 
untergebracht und leicht auswechselbar in 
das stabile Spritzgußgehäuse eingefügt. Das 
Gerät ist in zwei Gehäuse unterteilt; der 
Empfangsteil hat die Abmessungen 180 mm 
x 52 mm X 150 mm, während der Nf-Teil 
in einem Gehäuse mit den Abmessungen 
180 mm X 52 mm X 83 mm Platz findet. An- 
geschlossen werden können der Kurzwellen- 
Adapter Reims U 8, eine Automatikantenne 
sowie Auto-Plattenspieler oder -Tonband- 
gerät, letzteres auch für Aufnahme. 

Philips hat seine Autoempfänger weiter- 
entwickelt. Das Modell Sport N3X44T ist 
eine preiswerte Grundkonstruktion: nur 
Mittel- und Langwellen, sechs Transistoren, 
drei Dioden, rund 30 #»V Eingangsspannungs- 
bedarf für 500 mW Ausgangsleistung, zwei 
Drucktasten auf einer Wippe für die Wel- 
lenbereichsumschaltung, hohe Frequenzkon- 
stanz durch separaten, temperaturkompen- 
sierten Oszillator mit dem Transistor 
AF 127, Übersteuerungsschutz bei Groß- 
signal in Sendernähe. Der Umschalter für 
Spannung (6 bzw. 12 V) und Polarität der 
Batterie ist jetzt auch bei geschlossenem 
Gehäuse zugänglich. — Ein anderes interes- 
santes Modell ist Spyder NADA41T, ein 
preiswerter UKW-Autosuper mit zehn Tran- 
sistoren und acht Dioden, bei dem die auto- 
matische Frequenznachhstimmung im UKW- 
Bereich neu ist. Natürlich ist diese Vor- 
richtung, die mit einer Diode BA 102 im 
Oszillatorkreis arbeitet, abschaltbar, um 
einen schwachen Sender neben einer star- 
ken Station empfangen zu können. Die End- 
stufe mit 2X AD 139 im Gegentakt liefert 
jetzt 4W Sprechleistung. 

Ferner sei erwähnt, daß das Modell 
Cabrio NAX34T/22 — das größte AM- 
Modell — einen Kurzwellenbereich von 5,95 
bis 6,2 MHz = 49-m-Band aufweist. Bei 
diesem Gerät ist übrigens die Tastenmecha- 
nik neu konstruiert worden; obwohl sie 
jetzt aus Blechstanzteilen anstelle von Stahl 
gefertigt wird, ist die Wiederkehrgenauig- 
keit mit 600...700 Hz besser als bisher. 


FUNKSCHAU 1964 / Heft 12 
867 


FRITZ KÜHNE 


Messebericht 


Neue Ela-Technik in Hannover 


Dem Berichter für Elektroakustik erging 
es nach Rückkehr von der Messe kaum an- 
ders als in früheren Jahren: Er sitzt vor 
einem Berg von Notizen und Druckschriften, 
die bequem ausreichten, um ein ganzes 
FUNKSCHAU-Heft mit Neuheiten-Beschrei- 
bungen zu füllen. Weil das schon aus Ver- 
nunftsgründen nicht möglich ist, müssen wir 
uns auf das beschränken, was uns beson- 
ders auffiel und manches — darunter recht 
interessante Dinge — für getrennte Berichte 
zurückstellen. 

Unser Gesamteindruck? In diesem Jahr 
lieferten in erster Linie die Techniker Ver- 
kaufsargumente, die Werbefachleute hielten 
sich taktvoll zurück — wenigstens auf dem 
Ela-Gebiet. Man „transistorisierte“ dort, wo 
es technisch Sinn hat, und genauso verfuhr 
man auch beim „Miniaturisieren“. Vielfach 
wurden Tücken ganz offen am Stand er- 
wähnt, die gewissen Transistorschaltungen 
oder Kleinbauweisen noch anhaften, und 
überall spielte man bewußt oder unbewußt 
auf den nicht ganz leicht definierbaren Be- 
griff des „Gebrauchswertes“ an. Das er- 
zeugte eine solide Vertrauensatmosphäre, 
der sich keiner entziehen konnte und die 
sich sicherlich bezahlt machen wird. 

Dennoch beobachteten wir zwei’ Ansätze 
zu neuen Entwicklungen, die wahrscheinlich 
richtungweisend für die Zukunft sind. Da- 
bei berührte es außerordentlich sympa- 
thisch, daß man sie sachlich und nüchtern 
vorstellte, ohne daraus eine Sensation zu 
machen. Im folgenden wollen wir in be- 
währter Weise nach Sachgruppen geordnet 
berichten, wobei wir uns um der Neutralität 
willen im wesentlihen an das Firmen- 
alphabet halten. 


Mikrofone 


Es ist reiner Zufall, daß die erste auf- 
fällige Besonderheit hier an erster Stelle 
Erwähnung findet, denn das dynamische 
Echo-Mikrofon DX 11 wird von der AKG, 
Akustische- und Kino-Geräte GmbH, herge- 
stellt, und das „A“ steht 
nun einmal am Anfang 
des Alphabetes. Äußer- 
lich (Bild 1) erinnert die- 
ses Nierenmikrofon (50 
bis 15000 Hz) an die 
Handmodelle für Dik- 
tiergeräte, obwohl es 
auch mit einer Klemm- 
vorrichtung an einem 
Stativ befestigt werden 
kann. Das Besondere ist 
eine im vermeintlichen 
Griff untergebrachte Hall- 
spirale in Verbindung 


Rechts: Bild 1. 
AKG-Echo-Mikrofon 


Unten: Bild 2. Schaltung 
des Transistor-Hand- 
mikrofones Beyer M 57 V 


es Schirm(Masse) 











mit einem Treib- und einem Wiedergabe- 
Transistorverstärker, die sogar zusammen 
mit einer Batterie dort Platz fanden. Je nach 
Stellung des Rändelrades läßt sich in die 
laufende Darbietung immer mehr Hall ein- 
mischen, so daß z. B. die Stimme eines 
Sprechers, der in einem „schalltrockenen“ 
Raum spricht, schließlich so klingt, als 
stünde er in einer Bahnhofshalle. Sänger in 
Barkapellen, Hörspielsprecher und Tonband- 
amateure können so individuelle Effekte 
einstellen, ohne daß sie einen Tontechniker 
bemühen müssen. Bei Gemeinschaftsver- 
stärkern von Musikkapellen sind die Künst- 
ler jetzt unabhängig vom vielleicht vorhan- 
denen Hallgerät im Summenkanal, so daß 
beispielsweise eine Gesangsstimme mit 
Hall, die rhythmische Begleitung dagegen 
unverhallt übertragen werden können. 

Daß man auch mit kleinen Äußerlich- 
keiten — sofern sie gut überlegt sind — den 
Gebrauchswert eines technischen Erzeug- 
nisses verbessern kann, bewies die AKG 
mit der Lackierung des dynamischen Lava- 
lier-(Umhänge-)Mikrofones D 110. Die eine 
Seite des zylindrischen Gehäuses ist weiß, 
die andere dunkel gehalten. Je nachdem, 
wie herum man sich diesen elektroaku- 
stischen „Halsbandorden*“ umhängt, fällt er 
weder auf dem weißen Oberhemd noc auf 
dem dunklen Anzug sonderlich auf. 

Gleich zwei Firmen nehmen sich der Spe- 
zialbelange unserer Funkamateure an. Beyer 
liefert das dynamische Handmikrofon M 57 
jetzt mit eingebautem Transistorvorverstär- 
ker (Bild 2) unter der Typenbezeichnung 
M 57/V. Das für Nahbesprechung bestimmte 
Modell eignet sich besonders für Mobil- 
sender (Sprechfunk im Auto). Die Vorver- 
stärkung ist so bemessen, daß man es ohne 
Änderung am Funkgerät überall dort ver- 
wenden kann, wo 
man sich bisher 
mit einer einfa- 
chen Kohle-Post- 
kapsel begnügte. 

Braun vertreibt 
inDeutschlanddas 

amerikanische 

Funkamateur- 
Modell Shure 444 


Bild 3. „QRM- 
Bohrer“-Mikrofon 
für Funkamateure, 

Typ Shure 444 


RE 





(Bild 3). In Amateurkreisen trägt es den 
Spitznamen „QRM-Bohrer“, und weil „QRM“ 
die internationale Codebezeichnung für 
Fremdsenderstörungen ist, errät man die 
Besonderheit dieses Mikrofons: Seine Fre- 
quenzkennlinie ist absichtlih nicht auf 
höchste Klangtreue, sondern auf beste Sil- 
benverständlichkeit unter erschwerten Über- 
tragungsbedingungen gezüchtet, Das einge- 
baute magnetische System ist mittelohmig 
ausgebildet. Eine einrastbare Sprechtaste 
dient als Sende/Empfangs-Umschalter, sie 
läßt sich bei Sendern mit automatischer 
Sprachsteuerung durch einen am Sockel be- 
findlichen Schalter außer Betrieb setzen. 
Ein weiteres Spezialmodell zeigte in 
ihrem umfangreichen Programm die Firma 
Sennheiser electronic, für das es unserer 
Ansicht nach noch keine recht treffende Gat- 
tungsbezeichnung gibt. Wir möchten dieses 
Transistor-Kondensatormikrofon am lieb- 
sten „Punkt-Richtmikrofon“ taufen, denn 
dieses rund 0,5 m lange stabförmige Gebilde 
zeichnet sich durch eine ungewöhnlich scharf 


311 





Bild 4. Innen- und Außenansicht der Siemens- 
Transistor-Fernsprechkapsel 





Bild 5. Uher-Reportage-Mikrofon M 811 
mit auswechselbarem Mikrofonkopf 


gebündelte Richtkeule aus. Selbst beim Be- 
sprechen aus 5 oder gar 10 m Entfernung 
entsteht ein Klangeindruck wie bei Nah- 
besprechung eines herkömmlichen Typs. Der 
Anwendungszwe&k? Hier handelt es sich 
keinesfalls um das berüchtigte Lauschmi- 
krofon aus billigen Kriminalromanen! Da- 
gegen wird man es bald im Fernsehstudio 
nicht mehr missen können, weil es sich be- 
quemer handhaben läßt als das bisherige 
„Galgenmikrofon“ und weil es mit Sicherheit 
nicht mehr unerwünscht ins Bild kommt. 

Bei Siemens & Halske fanden wir ver- 
steckt auf dem Stand endlich einen Mikro- 
fontyp, der seit Jahren frei verkauft wird, 
von dem aber kaum jemand weiß und nach 
dem uns schon viele Leser vergeblich frag- 
ten, die Transistor-Postkapsel Fg mph 9. 
Diese dynamische Kapsel (Bild 4) gleicht 
äußerlich vollkommen einem üblichen Kohle- 
mikrofon und dank des eingebauten zwei- 
stufigen Verstärkers erreicht sie auch dessen 
Pegel. Der Vorzug dieses Mikrofons ist 
seine ungewohnt gute Silbenverständlich- 
keit, was sich nicht nur beim normalen Tele- 
fonieren erweist, sondern auch beim Funk- 
sprechverkehr. Besonders hervorzuheben 
ist, daß diese Kapsel im Handumdrehen an 
Stelle einer Kohlekapsel in den Handhörer 
eingesetzt werden kann. 

Ein höchst praktisches Reportagemikrofon 
M 811 zeigte Uher (Bild 5). Die eigentliche 
Sprechkapsel ist wie die Wechseloptik einer 
Kamera austauschbar, wodurch man wahl- 








Bild 6. Frequenzkurve einer 





modernen keramischen Ton- 





abnehmer-Kapsel. Meßschall- 








platte DGG 99009, Auflagekraft 
3 p, Rückstellkraft 50 «/0,8 p, 





Spannung 560 mV, Intermodu- 








lation bei 8 cm/sec 1,5...2 % 





Bild 8. 
Elektro- 
nische 
Rahmen- 
gitarre 
Cora 
von 
Dynacord 








Bild 9. Elektronisches Notizbuch EN 3 
von Grundig 


312 


DD R 1 Ikhz 


weise mit Kugel- oder Nierenkennlinie ar- 
beiten kann. Ein seitlicher Einsteller erlaubt 
eine stufenlose Baßdämpfung zum Unter- 
drücken unerwünschten Nachhalls oder zum 
Erhöhen der Silbenverständlichkeit. Als Zu- 
behör stehen eine aufsteckbare Windschutz- 
kappe, eine Reportage-Umhängevorrichtung, 
ein zerlegbares Tischstativ sowie ein Tele- 
skoparm zur Verfügung, mit dem man das 
Mikrofon in schwierigen Situationen dicht 
an den Gesprächspartner heranhalten kann. 
Als wichtiges Zubehör für die kommer- 
zielle Praxis entwickelte Georg Neumann 
zwei Neuheiten. Der Dämpfungsring Z 29/56 
läßt sich zwischen die Kapsel und das 
Gehäuse des Kondensator-Kleinmikrofons 
KM53 einfügen. Er ist auf die Schaltstel- 
lungen 0 dB, -—7dB und —14 dB einstellbar 
und wirkt als Vordämpfung. Der Ring wird 
dort gebraucht, wo übergroße Lautstärken 
verzerrungsfrei verarbeitet werden müssen 
(Beispiel: Trompete bei Nahbeschallung). 
Neu ist ferner der Transistor-Trennverteiler 
MV 8. Man braucht ihn, wenn ein Ereignis 
von mehreren Gesellschaften übertragen 
oder aufgezeichnet werden soll und wenn 
es die Platzverhältnisse nicht zulassen, daß 
mehrere Mikrofone aufgestellt werden. Der 
handliche Verteiler erlaubt den rückwir- 
kungsfreien Anschluß von maximal acht ab- 
gehenden Leitungen an ein einziges dyna- 
misches oder Kondensator-Mikrofon. 


Phonogeräte 


Praktisch alle Phonogeräte-Hersteller füh- 
ren jetzt Präzisions-Spieler oder -Wechsler 
für Hi-Fi-Wiedergabe. Das hat auch auf die 
Güte der Konsumgeräte abgefärbt, in die 
manche Erfahrung hineingebaut werden 
konnte, die man bei der Entwicklung der 
teuren Typen sammelte. 

Drei neue dynamische Tonabnehmersy- 
steme der Spitzenklasse (Fabrikat Shure, 
USA) werden von Braun auf den deutschen 
Markt gebracht. Einheitlich arbeiten sie mit 
einem vertikalen Abtastwinkel von 15°, mit 
dem auch nahezu überall heute Schallplatten 
geschnitten werden. Dadurch werden Inter- 


modulations- und harmonische Verzerrungen 
erheblich vermindert. Ein eingebauter Ny- 
londämpfer schützt den kostbaren Diamant- 
stiift vor Stoßbeanspruchung. Zwei der 
neuen Systeme enthalten elliptisch geschlif- 
fene’Abtaststifte, die im Gegensatz zu den 
üblichen konischen ein besseres Abbild der 
Schneidstichel ergeben. Auch diese Maß- 
nahme paßt den Abtast- an den Schneidvor- 
gang an und verbessert die Wiedergabe 
merklich. Leider kostet der Spezialschliff 
mehr als der bisherige konische Schliff, aber 
das nehmen viele Hi-Fi-Freunde gern in 
Kauf. 

Als neue Modelle stellte die BSR Ger- 
many GmbH (Monarch) den preisgünstigen 
Wechsler UA 25 sowie den Typ UA 15 vor. 
Beide zeichnen sich durch besonders flache 
Bauweise aus, die dem Einbau in Truhen 
sehr entgegen kommt. 

Bei Dual hat der Hi-Fi-Wechsler 1009 auf 
alle übrigen Konstruktionen abgefärbt. Alle 
Geräte besitzen jetzt einen besonders leich- 
ten und verwindungssteifen Metallrohr- 
Tonarm, der ein Absenken der Auflagekraft 
bis auf zwei Pond erlaubt. Sämtliche Wechs- 
ler haben den gleichen Werkbrettausschnitt 


- wie die Hi-Fi-Ausführung 1009. Das neue 


Modell Dual 1010 verwendet beispielsweise 
eine Wechselmechanik, die sich weitgehend 
an die des 1009 anlehnt. 

Miraphon 18H lautet die Typenbezeich- 
nung des vollautomatischen Hi-Fi-Spielers 
der Elac. Mit einem einzigen Tastendruck 





Bild 7. Stereomaster, ein halbprofessionelles 
Tonbandgerät von Bang & Olufsen 


lassen sich sämtliche Funktionen steuern, 
nämlich Start, durchmesserabhängiges Auf- 
setzen, Spiel, Armrücksetzen und Halt. Mit 
jeder der drei Starttasten (für 17 — 25 — 
30cm ®) kann auc das Spiel unterbrochen 
werden. Kennzeichnend für den hohen Be- 
dienungskomfort ist ferner ein fetthydrau- 
lischer Tonarm-Lift, mit dem an jeder Stelle 
der Platte sanft und präzis aufgesetzt und 
abgehoben werden kann. Die Hi-Fi-Freunde 
dürften es sicherlich begrüßen, daß dieser 
Lift auch einzeln verkauft wird und daß 
man ihn in jedes Elac-Studiomodell noch 
nachträglich einbauen kann. 

Ein umfangreiches Programm an Phono- 
geräten aller Art, das durch seine eigen- 
willige Formgebung auffiel, zeigte die Lesa 
GmbH. Recht interessant erschien uns die 
Stereo-Kofferanlage Vertical LP 632, deren 
beide Lautsprecherkombinationen vom Ge- 
häuse gelöst und in größerem Abstand auf- 
gestellt werden können. 

Unter der Bezeichnung PE 34 HiFi stellt 
Perpetuum-Ebner einen neuen hochwertigen 
Plattenspieler vor, der recht preisgünstig 
ist. Die Konstrukteure haben im Vergleich 
zum Spitzenmodell PE 33 Studio alles das 
weggelassen, „was keine Musik macht“, aber 
das beibehalten, was qualitätsbestimmend 
ist. Dazu gehören beispielsweise ein extrem 
weich aufgehängter Vierpolmotor, der ver- 
windungssteife leichte Rohrtonarm, rumpel- 
armer Riemenantrieb, schwerer Gußplatten- 
teller mit Präzisionslagern, Drehzahlfeinein- 
stellung sowie eine Aufsetzmechanik. Der 
Rumpelgeräuschabstand wird nach DIN 45539 
mit besser als 50 dB angegeben, und die 
Gleichlaufschwankungen liegen bei + 0,1 %.. 

Bei.der Schumann GmbH vermittelte uns 
ein interessantes Standgespräc Einblick in 
die Entwicklung keramischer Tonabnehmer- 
kapseln. Bild 6 zeigt die exakte Nachzeich- 
nung einer mit dem Brüel & Kjaer-Schreiber 
aufgenommenen Frequenzkurve. Die Mes- 
sung beginnt bei 20 Hz, sie verläuft prak- 
tisch linealglatt bis zur Streifenmitte bei 
1 kHz. Die tiefen Einbrüche entsprechen den 


Heft 12/FUNKSCHAU 1964 


868 





Bild 10. Der Philips-Taschenrecorder in der Auto-Halterung 


Pausen auf der Meßschallplatte und dienen 
als Frequenzmarken. Die zweite Kurve, die 
sich daran anschließt, beginnt bei 1 kHz und 
reicht bis 16 kHz. Sie verläuft niedriger, 
weil dieser Teil der Meßplatte mit gerin- 
gerer Lichtbandbreite aufgezeichnet ist. 
Praktisch wurde also zwischen 20 und 
16 000 Hz keine Kurve, sondern eine Gerade 
ermittelt. 

Auf eine weitere Besonderheit machte 
man uns aufmerksam: Bei manchen Musik- 
boxen werden Abtastsysteme benutzt, die 
oben und unten einen Saphir besitzen. Das 
ist erforderlich, um Platten wahlweise von 
oben oder von unten abspielen zu können. 
Bei Stereowiedergabe erklingen dadurch die 
von unten abgetasteten Aufnahmen seiten- 
verkehrt. Das stört zwar musikalisch kaum, 
aber es kommt darauf an, daß die Empfind- 
lichkeit beider Systemkanäle genau gleich 
hoch ist, weil anderenfalls kein richtiger 
Mitteneindruck entsteht. Bei Keramikkap- 
seln beherrscht man diese Schwierigkeit 
jetzt vollkommen, und diese Kapselart wird 
in Musikboxen wegen ihrer Klimafestigkeit 
hoch geschätzt. Musikboxen arbeiten selbst 
in unseren Breiten unter sehr harten Klima- 
bedingungen, weil sie in Gaststätten extre- 
men Temperaturschwankungen ausgesetzt 
sind. 


Magnettontechnik 


Auf dem Magnettongebiet ging es ausge- 
sprochen interessant zu, denn nahezu jeder 
Hersteller zeigte neben konventionellen 
Heimgeräten auch irgend etwas Ausgefal- 
lenes. Bang & Olufsen, Dänemark, hatten 
sich für ihre Pressekonferenz eine hübsche 
Überraschung ausgedacht. Man führte ein 
Exemplar des allerersten Magnettongerätes 
der Welt im Betrieb vor, nämlich ein „Tele- 
graphon“ des Dänen Valdemar Poulsen, das 
1893 gebaut wurde und auf das im Jahre 1900 
der Kaiser Franz Josef einige Sätze ge- 
sprochen hatte. Noch heute sind sie ganz 
überraschend klar zu hören. 

Als zweiter Gag erklärte sich das halb- 
professionelle Stereo-Tonbandgerät Stereo- 
master selbst, nämlich in Form eines Dia- 
vortrages, bei dem der Bildwechsel vom 
Tonträger gesteuert wurde. Der Stereo- 
master (Bild 7) enthält ausschließlich Tran- 
sistoren. Er ist mit einem vierteiligen Flach- 
bahn-Mischpult ausgerüstet, die Geschwin- 
digkeitskonstanz entspricht ebenso Studio- 
anforderungen wie der Frequenzbereich. 
Getrennte Sprech- und Hörköpfe ermög- 
lichen nicht nur Hinterbandkontrolle sowie 
Multiplay, sondern auch Echoeffekte. Selbst- 
verständlich ist das Gerät mit drei Band- 
geschwindigkeiten ausgerüstet (4,75 — 9,5 — 
19 cm/sec). Es arbeitet mit 18-cm-Spulen 
und ist in Zwei- oder Vierspurtechnik liefer- 
bar. 

Am Stand von Dynacord erfuhren wir 
manches Interessante aus dem Gebiet der 
sogenannten Orchester-Elektronik. Immer 
mehr gehen die Spieler von Zupfinstru- 
menten dazu über, bei Solostellen mit Echo- 
effekten (an Stelle von Hall) zu arbeiten. 


FUNKSCHAU 1964 / Heft 12 
869 


Bei der Anwendung der üblichen Magnet- 
band-Echomaschinen ergeben sich manchmal 
dadurch Schwierigkeiten, daß der Echo- 
Rhythmus vom Kopfabstand bestimmt wird, 
während es wirkungsvoller wäre, wenn man 
umgekehrt den Kopfabstand dem Rhythmus 
des gerade gespielten Musikstückes anpas- 
sen könnte. Das führte zur Konstruktion 
des neuen Echo-Hallgerätes HG 64, dessen 
Echo-Kopf über eine Hebelvorrichtung ver- 
schoben werden kann. Das HG 64 ist aus- 
schließlich mit Transistoren bestückt, es 
verfügt über zwei Mischeingänge, die an 
hoch- und niederpegelige Quellen passen, 
und es zeichnet sich durch überaschend 
kleine Abmessungen (26 cm X 11 cm X 
22 cm) aus. 

Als Messeschlager erwies sich die elek- 
tronische Rahmengitarre Cora (Bild 8). Weil 
sie ausschließlich auf das Spiel mit einem 
Verstärker zugeschnitten ist, verzichtet sie 
auf einen Resonanzkörper und begnügt sich 
mit einem stabilen Rohrrahmen. Dafür ver- 
fügt sie aber gleich über drei Tonabnehmer 
mit unterschiedlichen Klangfarben, enthält 
verschiedene Tonwähler und Klangeinstel- 
ler und ist außerdem mit einer Hebelmecha- 
nik für Frequenzvibrato versehen. 

Eine neue Sprachlehranlage auf Magnet- 
tonbasis führte Elektron vor. An dieser 
Stelle würde es zu weit führen, die Beson- 
derheiten ausführlich zu beschreiben, weil 
diese weitgehend von pädagogischen Grün- 
den bestimmt sind. Dem Spezialisten ver- 
mitteln sicher folgende Stichworte einen 
ungefähren Überblick: Automatische Laut- 
stärkepegelung der Aufsprache bei Lehrer 
und Schüler, Repetiertaste, die bei kürzeren 
Übungsstücken die Bedienung erleichtert 
(Wegfall der Funktionen Stop, Rücklauf, 
Wiedergabe), Sukzessivübungen und Simul- 
tanübungen, Arbeitskopierverfahren. 


Bei Rundfunk- oder Fernsehübertragungen 
(z. B. Neujahrs-Skispringen in Garmisch- 
Partenkirchen) müssen rechtzeitig zahl- 
reiche Übertragungsleitungen für auslän- 
dische Sendegesellschaften bereitgestellt 
werden. Damit die fernen Tonmeister wis- 
sen, daß ihre Zubringerleitungen betriebs- 
bereit sind, kann man z. B. einen Pegelton 
übertragen. Viel eleganter arbeitet der End- 


‚los-Tonband-Kennungsgeber der Firma EMT, 


Wilhelm Franz KG. Er enthält sechs Kas- 
setten mit Tonbandschleifen, die über eben- 
soviele Wiedergabeverstärker gesprochene 
Ansagen auf maximal sechs verschiedene 
Leitungen geben. Das Gerät, das gleichzeitig 
zum Besprechen der Bänder eingerichtet ist, 
läßt sich fernsteuern und fernabfragen. 

Das vollständige Chassis für ein Batterie- 
Tonbandgerät wird von Garrard, England, 
auf den Markt gebracht. Es ist für jene 
Interessenten bestimmt, die sich den Ver- 
stärkerteil nach eigenen Wünschen selbst 
bauen wollen. Angenehm empfunden wird, 
daß jedoch der Hf-Oszillator bereits einge- 
baut ist. Das Gerät ist auf 4,75 und 9,5 cm/sec 
einstellbar, und es arbeitet im Halbspur- 
betrieb. Die Betriebsspannung beträgt 7 
bis 9V. 


Messebericht: Elektroakustik 





Bild 11. Der Discorder von Stuzzi, ein kombinierter Tonband-Phono- 


Reisesuper 





Bild 12. Hi-Fi-Minibox von Heco 


Sehr beachtet wurde bei Grundig dessen 
erstes Muster eines elektronischen Notiz- 
buches EN3 (Bild 9). Dieses Tonband-Auf- 
nahme-Wiedergabegerät ist rund 13 cm X 
6,4cm X 4cm groß und paßt mit Leichtig- 
keit in die Jackentasche. In der Hand ge- 
halten nimmt es sich kaum anders als eine 
normale Flachtaschenlampe aus. Wo bei 
jener die Linse sitzt, zeigt das EN 3 einen 
kombinierten Mikrofon-Leisesprecher, und 
den Schieber der Taschenlampe vertritt der 
Betriebsarten - Umschalter für Aufnahme, 
Halt, Wiedergabe und Rücklauf. Als Be- 
nutzer kommt man mit dem Tonband selbst 
praktisch gar nicht in Berührung, denn es 
läuft in einer seitlich herausnehmbaren Kas- 
sette mit rund’ 45 Minuten Spielzeit. Als 
nachteilig bei dem Muster stellte sich her- 
aus, daß infolge der mechanischen Kopplung 
des Mikrofons mit dem Gehäuse die Sprach- 
aufnahme mit dem Motorgeräusch moduliert 
war. Man kann das Mikrofon aber auch ab- 
nehmen und über ein Kabel anschließen. 
Der Batteriesatz, bestehend aus drei han- 
delsüblichen Mignonzellen, reicht für 15 Be- 
triebsstunden aus. Zahlreiches Zubehör, 
z. B. Knopflochmikrofon, Ohrhörer und ein 
Verbindungskabel für Aufnahme und Wie- 
dergabe über ein Rundfunkgerät erschließen 
eine Fülle von Anwendungsmöglichkeiten. 

Nordmendea stellte mit dem Netz-Tran- 
sistor-Tonbandgerät Titanette eine 9,5-cm- 
Halbspur-Ausführung vor, die besonders 
auf Robustheit gezüchtet ist. Die dank der 
Transistorbestückung niedrige Leistungsauf- 
nahme von nur 20 W ermöglicht auch Auto- 
betrieb über einen Transistorwandler oder 
einen Zerhacker. Einige Kurzdaten sprechen 
für sich selbst: Gleichlauf s + 0,25 °/,, Fre- 
quenzbereich von 60 bis 14 000 Hz, Störab- 
stand 2 46 dB, Ausgangsleistung = 2 W. 

Das neue Heimtonbandgerät RK 34 von 
Philips arbeitet mit vier Spuren und zwei 
Bandgeschwindigkeiten (4,75 oder 9,5 cm/ 
sec). Sein eingebautes Mischpult erfüllt 
viele Wünsche des fortgeschrittenen Ton- 
bandamateurs beim Vertonen von Dia- 
Serien, Filmen und bei der Aufnahme von 
Hörspielen. Das Parallelschalten von zwei 
Spuren schafft bereits manche Effektmög- 


313 


lichkeiten, während die Hinzunahme eines 
Zusatzverstärkers sogar Duo- und Multi- 
playaufnahmen sowie die Wiedergabe von 
Stereobändern erlaubt. Dieses aparte preis- 
werte Gerät ist gemischt mit Röhren und 
Transistoren bestückt, sein Frequenzbereich 
erstreckt sich bei 9,5 cm/sec von 60 bis 
15 0000 Hz, bei 4,75 cm/sec bis 10 000 Hz. 

Als Ergänzung zum Philips-Taschen-recor- 
der, über den wir ausführlich in FUNK- 
SCHAU 1964, Heft 4, Seite 97, berichteten, 
erschien jetzt eine raffiniert gestaltete Auto- 
halterung in Schubladenform (Bild 10). In 
Verbindung mit dem Autoradio ist nicht nur 
eine klangvolle und lautstarke Wiedergabe 
zuvor bespielter Bänder möglich, man kann 
auch wahlweise unterwegs Mikrofonaufnah- 
men und Aufnahmen aus dem Autoempfän- 
ger machen. 

Ein ganz ungewöhnliches Gerät ist der 
Discorder von Stuzzi, Wien (Bild 11). Dieses 
Batterie-Transistor-Koffergerät ermöglicht 
nicht nur Tonbandaufnahme und -wieder- 
gabe (4,75er Halbspur), es enthält außerdem 
noch einen Mittelwellen-Empfangsteil und 
einen Plattenspieler. Als Zubehör gibt es 
ein Netzteil mit eingebautem großen Zu- 
satzlautsprecher, ein Netzteil ohne Laut- 
sprecher und ein Autoanschlußkabel mit 
Umschaltvorrichtung von 6 auf 12V. Die 
eisenlose npn/pnp-Endstufe im Koffer be- 
wirkt mit 400 mW bereits eine beachtliche 
Lautstärke und Klangfülle, weil man in 
den Lautsprechermaßen nicht unvernünftig 
„geizte“. 

Sehr gut durchdacht ist das Koffergerät 
Stuzzi-Sprachlektor, das nach einer erstaun- 
lich einfachen Methode arbeitet. Das Band 
kann in Form einer Haarnadelscleife über 
drei verschieden weit vom Kopf entfernte 
Umlenkrollen geführt werden, so daß es 
mit zwei, vier oder sechs Sekunden Ver- 
zögerung am Hörkopf vorbeigleitet. Der 
Schüler hört mit Hilfe eines Stereokopfes 
die Lehrerspur und unmittelbar anschließend 
das, was er selbst nachsprach. 

Bei Uher findet man oft Gerätetypen, die 
es auf dem übrigen Markt nicht gibt. Des- 
halb interessierten sich auch heuer viele 
Hi-Fi-Freunde besonders stark für das neue 
Modell 22 Hi-Fi-Spezial. Dies ist ein Ton- 
bandgerät in Tischausführung mit Holzzarge 
und durchsichtigem Kunststoffdeckel, das 
ähnlich wie ein Studio-Plattenspieler als 
Baustein für Hi-Fi-Anlagen bestimmt ist. 
Endstufe und Lautsprecher fehlen demzu- 
folge, weil die Wiedergabe über die vor- 
handene Anlage erfolgt. Dafür findet man 
aber getrennte Aufnahme- und Wiedergabe- 
verstärker für Mono und Stereo und die 
Möglichkeit für Multi-Playback. Das ge- 
samte Gerät ist mit Transistoren bestückt, 
es arbeitet mit 9,5 oder 19 cm/sec, und man 
kann es wahlweise für Halb- oder Viertel- 
spur erwerben. 


Verstärker 


In Leistungsverstärkern über 20 W liegen 
Röhren und Transistoren noch in edlem 
Wettstreit, und es ist noch gar nicht so 
sicher, daß hier die Röhre in absehbarer 
Zeit restlos verdrängt wird. Starke Lei- 
stungstransistoren verlangen so große Kühl- 
flächen, daß man gegenüber einem Röhren- 
gerät moderner Bauweise kaum Platz spart, 
und wo ohnehin Netzbetrieb erforderlich 
ist, macht die billigere Röhrenausführung 
das Rennen. Aber die Experten nennen 
einen noch viel triftigeren Grund, aus dem 
sie in Verstärkeranlagen mit Lautsprecher- 
Leitungsnetzen Röhren-Endverstärker be- 
vorzugen: Passiert durch einen Zufall ein 
Kurzschluß in der Lautsprecherleitung — ein 
Monteur braucht nur beim Um- oder An- 
klemmen mit dem Schraubenzieher auszu- 
rutschen — dann können mikrosekunden- 
schnell die teuren Endtransistoren infolge 
Überlastung durchbrennen. Keine Schmelz- 
sicherung spricht in solchen Fällen rasch ge- 
nug an, und noch sucht man eine elektro- 
nische Schaltung, die billig und zuverlässig 
Überlastungsschutz sichert. 

Das soll aber in gar keiner Weise jene 
Hi-Fi-Freunde in Angst versetzen, die einen 
der großartigen Transistor-Stereo-Hi-Fi-Ver- 
stärker etwa von Klein & Hummel (Tele- 


314 


watt) oder Metz betreiben wollen. Sie wer- 
den ja auch keine langen Leitungsnetze an- 
schließen und ebenso wenig werden sie 
während des Betriebes an den Anschluß- 
klemmen herumbasteln. Immerhin, eines 
fiel uns bei den Standvorführungen auf: Bei 
Vergleichsversuchen mit Lautsprecherboxen, 
die über einen Umschaltersatz an dem glei- 
chen Transistorverstärker lagen, drehte die 
Standbesatzung vor jedem Umschalten erst 
sorgfältig den Lautstärkeeinsteller zurück. 
Man muß also bei solchen Tests doch an- 
scheinend aufpassen! 

Asco, Dual und Philips bewiesen mit 
ihren röhrenbestückten Stereo-Hi-Fi-Verstär- 
kern, daß man auch mit „führerscheinfreien“ 
Geräten atemberaubend gut klingende Musik 
machen kann. Was wir damit meinen? Wir 
spielen auf den Trend an, Präzisionsverstär- 
ker mit einer solchen Vielzahl von Bedie- 
nungsknöpfen für alle möglichen Filter, Ent- 
zerrer, _Klangeinsteller, Basisbreiten-Deh- 
nern und Seiteneindrucks-Umschaltern zu 
versehen, daß der arme Normalverbraucher 
schließlich nur noch ans Umschalten denkt, 
aber nicht mehr zum Musikgenuß kommt. 

Das soll beleibe keine bösartige Kritik 
sein, sondern es soll vielmehr den Verbrau- 
cher zum Nachdenken anregen. Wir unter- 
hielten uns über das gleiche Thema mit 
Konstrukteuren und wiesen darauf hin, dab 
eine automatische Leerrillen-Rauschsperre 
eine wundervolle Sache sei, daß es doch 
aber überflüssig ist, diese abschaltbar zu 
machen. Die Fachleute bestätigten das und 
nannten noch mehr Beispiele für mögliche 
Knopfeinsparungen, sie betonten aber auch, 
daß der „Spieltrieb“ der Hi-Fi-Fans die 
Knopf-Vielzahl zur Zeit geradezu fordert. 
Technisch sinnvoll ist das allerdings nicht. 

Eine solche Rauschautomatik enthalten 
drei untereinander weitgehend übereinstim- 
mende Röhrenverstärker mit 2 X 50W Im- 
pulsspitzenleistung, die die Firmen Senn- 
heiser electronic, Perpetuum-Ebner und 
Telefunken auf den Markt bringen. Wir 
werden auf diese bemerkenswerte Kon- 
struktion noch im Laufe des Jahres geson- 
dert und ausführlich eingehen. 

Für Übertragungszwecke bei Massenver- 
anstaltungen u. ä. baute Siemens eine 
100-W-Transistor-Verstärkerbox. Auf ihrem 
Rohrrahmengestell läßt sie sich bequem 
wie ein Schlitten im Gelände bewegen. Bei 
einer Frequenzbandbreite von 100 bis 
10 000 Hz überträgt der zugehörige Groß- 
lautsprecher z. B. Sprache mit genügender 
Verständlichkeit über eine Geländeausdeh- 
nung von 500 bis 1000 m. Zur Stromversor- 
gung dient eine 24-V-Fahrzeugbatterie, der 
je nach Aussteuerung 2,5 bis 6 A entnom- 
men werden. Man beachte den außer- 
ordentlich günstigen Wirkungsgrad! Sie- 
mens betont ausdrücklich, daß ein Dynamik- 
begrenzer und eine elektronische Schutz- 
schaltung unbeabsichtigtes Zerstören der 
Endtransistoren vermeiden. 


Lautsprecher 


Wäre die FUNKSCHAU eine Boulevard- 
Zeitung, dann müßte die vorstehende Zwi- 
schenüberschrift lauten: „Zigarrenkiste be- 
siegt Stereobremse!“ Dann wüßte der ge- 
neigte Leser nämlich auch, daß böse Zungen 
jene ordnungsliebenden Hausfrauen so nen- 
nen, die sich mit Erfolg gegen das Aufstel- 
len von zwei großen Lautsprecherboxen im 
Wohnzimmer sträuben. Aber im Ernst, diese 
hausfrauliche Abneigung rief die Konstruk- 
teure auf den Plan. Sie bauten Miniboxen 
mit nur rund sechs Liter Rauminhalt. Das 
entspricht etwa zwei aufeinandergelegten 
Zigarrenkisten. Beim Anlegen vernünftiger 
Beurteilungsmaßstäbe vermitteln diese ver- 
gleichsweise winzigen Kästchen (Bild 12) 
eine so unerwartet hohe Musikaualität bei 
erforderlichenfalls beträchtlicher Lautstärke, 
daß jeder Unbefangene zunächst an einen 
Trick oder einen dummen Scherz glaubt. So 
etwas hat man nämlich noch nie zuvor ge- 
hört. Der Berichterstatter bedauert heute 
noch schmunzelnd die Standbesatzungen der 
Firmen Bang & Olufsen sowie Heco, die 
solche Lautsprecher bauen und in Hannover 
vorführten. Noch nie wurden brave Messe- 
aussteller so offen der Gaukelei verdächtigt, 


obwohl sie nichts weiter taten, als eine 
echte kleine technische Sensation vorzufüh- 
ren. Was ist also an diesen neuartigen 
„Wunderkästchen“ dran, die allem Anschein 
nach physikalischen Gesetzen Hohn spre- 
chen? 

Die bisherige These „Je größer das Laut- 
sprechergehäuse, um so besser ist die Baß- 
wiedergabe“ gilt zwar im Prinzip nach wie 
vor, jedoch mit folgender Einschränkung: 
Schließt man die Box nach hinten luftdicht 
ab, so verhält sie sich zwar wie eine un- 
endlich große Schallwand, aber das einge- 
sperrte Luftkissen verschiebt die untere 
Frequenzgrenze nach oben, um so mehr, je 
kleiner es ist. Daher baute man in den letz- 
ten Jahren Spezial-Tieftöner mit einer 
Eigenresonanz bei vielleicht 20 Hz, setzte 
sie in eine 40-Liter-Box und erhielt dadurch 
eine ungeschwächte Abstrahlung bis herab 
zu etwa 40 Hz. Die starke Luftkissendämp- 
fung ebnet unerwünschte Resonanzstellen 
ein, aber sie fordert auch höhere Sprech- 
leistungen. Über alles gesehen gelangte man 
aber zu einer ganz vorzüglichen Wieder- 
gabe, wie sie früher nur mit kleiderschrank- 
großen Boxen möglich war. 

Reihenversuche zeigten bald, daß sich die 
Maße für ein geschlossenes Gehäuse nur bis 
zu einem bestimmten Mindestvolumen ver- 
kleinern lassen, ohne daß eine unvernünf- 
tige Verschiebung der unteren Frequenz- 
grenze nach oben erfolgt. Dabei ergab es 
sich, daß dieses Mindestvolumen, also die 
Größe des Luftkissens, vom Membran- 
Durchmesser abhängt. Ein 10-cm-Lautspre- 
cher mit der bisher nicht üblichen Eigen- 
resonanz von 15 bis 20 Hz (Normalausfüh- 
rung: fu = 200Hz) reicht im eingebauten 
Zustand ohne jede Baßbedämpfung bis min- 
destens 100 Hz im 6-Liter-Kasten herunter 
(Bild 13). Dann ist er aber in Richtung tiefe- 




















0 
0 65 


20 20 50h 7 2 4 8 TökHz30 


Bild 13. Schalldruckkurve der Minibox von Heco 


rer Töne durchaus noch nicht stumm, son- 
dern die Frequenzkurve fällt gleichmäßig 
mit 6 dB je Oktave ab, was sich durch elek- 
trischee Baßanhebung weitgehend aus- 
gleichen läßt. 

Der echte Hi-Fi-Eindruck entsteht durch 
die resonanzstellenfreie Übertragung und 
zusätzlich durch die hohe Belastbarkeit von 
rund 10 W einer 6-Liter-Box. Wir haben hier 
einen echten Fortschritt erzielt, der sich z. B. 
auch auf die Klanggüte normaler Stereo- 
Heimempfänger mit kleinen Abmessungen 
auswirken wird. Ein Transistorempfänger 
entwickelt kaum Wärme, so daß man ihn 
hinten luftdicht abschließen darf. Das er- 
möglicht bei der Flachbauform den unmittel- 
baren Zusammenbau mit zwei Kleinboxen. 
Ein so konstruiertes Gerät führte Bang & 
Olufsen vor und erzielte damit höchste An- 
erkennung (vgl. Seite 310, Bild 6). 

Größere Kompaktboxen zwischen 20 und 
100 Liter sind deshalb aber noch längst nicht 
außer Kurs, vom Akustischen her gesehen 
werden sie voraussichtlich genauso ihre An- 
hänger behalten wie etwa die übergroßen 
Studio-Abhörschränke der Sendegesellschaf- 
ten. Ihr Wirkungsgrad ist besser, und die 
tiefsten Tiefen „kommen“ eben doch mit 
höherem Schalldruck heraus. Grundig baut 
z. B. eine neue 40-Liter-Box mit drei Laut- 
sprechern und einer Impedanz von 50 Q, die 
un zum Grundig-Vollverstärker SV 50 
paßt. 

Bei Klein & Hummel wurde immer wieder 
die prächtige Telewatt-Box TX-4 bewun- 
dert. Sie ist 65cm X 39cm X 31cm groß 
(rund 78 Liter), reicht von 25 bis 20 000 Hz, 
verträgt 35 W und enthält einen Spezial- 
Membran-Tieftöner mit f, = 16Hz sowie 
zwei Hornlautsprecher für Mittellagen und 
Höhen von Electro-Voice, USA. Entschei- 
dend trägt zum kastentonfreien Klang die 
ungewöhnlich massive Gehäusebauweise bei. 


Heft 12/FUNKSCHAU 1964 


870 


JOACHIM CONRAD 


Antennen und Zubehör 


Wer eine Renommier-Antenne für sein 
Haus sucht, der konnte in Hannover einige 
schöne Exemplare finden: lange Gebilde mit 
37 oder 44 Elementen oder die verschieden- 
sten Corner-Ausführungen oder andere 
Reflektorwände. Damit wollen wir nicht die 
Bemühungen der Industrie lächerlich machen, 
sondern andeuten, daß man heute auch für 
die schwierigsten Empfangsverhältnisse ge- 
eignete Antennen findet, die man zudem 
noch mit sehr rauscharmen Transistor-An- 
tennenverstärkern kombinieren kann. Das 
Antennenprogramm der Firmen ist bereits 
auf das zu erwartende Dritte Fernsehpro- 
gramm abgestimmt. Da in den meisten Fäl- 
len die Sender des Zweiten und Dritten 
Programms den gleichen Standort haben 
werden, entwickelten die Firmen breitban- 
dige UHF-Antennen, die die Kanäle 21 bis 
60 erfassen. Mitunter sind sie noch mit einer 
Bereich-III-Antenne kombiniert. Wie in 
jedem Jahr gab die Gemeinschaftsschau zwi- 
schen den Hallen 11 und 13 einen ersten 
Überblick über das Angebot der Firmen 
(Bild 1). Zu den folgenden Einzelberichten 
sei ergänzend auf die Vorschau in Heft 9, 
Seite *597, hingewiesen. 

Astro, Adolf Strobel: Die vielleicht inter- 
essanteste Neuheit auf dem Antennensektor 
fanden wir bei Astro: UHF-Antennen, die 
den gesamten Bereich IV/V von Kanal 21 
bis 60 erfassen in einer neuartigen Bauform. 
Die Dipole bestehen aus zwei V-förmigen 
Rohren, und dahinter ist eine gitterähnliche 
Reflektorwand angeordnet (Bild 2). Der 
Spannungsgewinn über die Bereiche IV/V 
hinweg betrachtet zeigt nicht nur keinen 
nennenswerten Abfall, sondern er steigt 
sogar zu den hohen Frequenzen hin an 
(Bild 3). Dies ist infolge der größeren Dämp- 
fung der hohen Frequenzen durchaus er- 
wünscht. Zur Zeit werden drei Ausführungen 
dieser Gitterantennen mit einem, zwei und 
vier Ganzwellenstrahlern gefertigt. Als Bei- 
spiel seien die Daten der Type UHF 201 
(zwei Dipole) genannt. Der Gewinn steigt 
von 9,5 dB für Kanal 21 auf 12 dB bei Ka- 
nal 60 an. Das Vor/Rück-Verhältnis beträgt 
im Mittel etwa 22 dB und der horizontale 
Offnungswinkel 48°. 















2BBIM 333 3739 4 


Eau: 





Bild 4. Corner-Reflektor (Förderer) 


Links: Bild 2. Gitterantenne 
UHF 401 (Astro) 


Messebericht 


Astro zeigte ferner ein voll- 
ständiges Programm an Tran- 
sistor - Antennenverstärkern 
für die drei Fernsehbereiche 
sowie ebenfalls einen Transi- 
storverstärker für den UKW- 
Rundfunkbereich. Diese Ver- 
stärkereinsätze lassen sich 
nach Baukastenart zusammen 
mit einem Netzteileinsatz für 
maximal vier Verstärker nach 
Belieben kombinieren. 

Robert Bosch Elektronik: 
Die Elektronik-Einbauverstär- 
ker für die Dipoldose, die es 
bisher in zwei Ausführungen 
für die Bereiche IV/V gab, wur- 
den durch die Type Trev 1/3 
für den Bereich III ergänzt. 
Eine Demonstrationsanlage 
auf dem Messestand zeigte 
die Auswirkungen auf ein 
Fernsehbild mit und ohne 
Verstärker. 

Ferner kündigt Eltronik Spe- 
zialantennen für den Fernsehempfang aus 
Nachbarländern an. Zwei Ausführungen 
dienen für den Empfang der französischen 
Sender, und eine andere Antenne ist für die 
Sender Salzburg und Wendelstein ausgelegt. 
Hierfür abgestimmt gibt es auch Sonderaus- 
führungen des Transistor-Einbauverstär- 
kers. — Für Einzelantennenanlagen ist die 
Zentralweiche ZW 334 vorgesehen. Die Ein- 
bauweichen hierzu sind am Montageort je- 
derzeit nachrüstbar, und man kann mit 
ihnen bis zu fünf Antennen aller Fernseh- 
bereiche zusammenschalten. 

Defra, R. E. Deutschländer: In das Anten- 
'nenprogramm von Defra wurde ebenfalls 
eine Mehrbereichantenne für den Empfang 
verschiedener Sender aus einer Richtung 
aufgenommen. Die Type B 2/15 weist 15 Ele- 
mente auf und empfängt die Kanäle 5 bis 11 
und 21 bis 60 mit einem mittleren Gewinn 
von 7 dB. Das mittlere Vor/Rück-Verhältnis 
beträgt 20 dB. 

Neu bei Defra sind zwei Autoradio-An- 
tennen. Die Regenrinnenantenne AT1 läßt 
sich vor- oder rückwärts schwenken und 


Ben 
UHF-Kanäle 
Bild 3. Gewinn der Git- 


terantenne 401 (Astro) 


Rechts: Bild 5. Eine 
UKW-Antenne, die Sen- 
der aus zwei entgegen- 

gesetzten Richtungen 

aufnehmen kann, 
UKA Stereo 33 (Fuba) 


Bild 6. AKW 800, universelle Weiche zum 
Zusammenschalten zweier UHF-Antennen 
(Fuba) 





Bild 1. Die Gemeinschaftsschau der Antennenhersteller 


bleibt in einem beliebigen Winkel fest 
stehen. Die Mehrzweck-Antenne AT2 er- 
laubt ein gutes Anpassen an die Karosserie- 
form durch eine elastische Abschlußkappe. 

Dipola, Wolfgang Ernst: Über die Verbes- 
serungen der Dipola-Antennen wurde be- 
reits im Vorbericht in Heft 9, Seite *597, be- 
richtet. 

Engels: Die Kombinationsantenne mit 
12 Elementen für den Empfang von UHF- 
und VHF-Sendern aus einer Richtung ist in 
zwei Ausführungen lieferbar. Die Type 
Taunus 834 S ist für die Kanäle 8 und 34 
bestimmt, die Type Nord-Süd 826 S emp- 
fängt die Kanäle 8 bis 11 und 24 bis 30. Die 
Bereich-I-Antennen sind sowohl horizontal 
als auch vertikal montierbar. Ihre Elemente 
sind durch eine Holzeinlage schwingungs- 
frei und bruchsicher. 

Förderer: Außer den Kanalgruppenanten- 
nen für UHF bringt Förderer jetzt zwei 
Superbreitband-UHF-Antennen mit 15 bzw. 
28 Elementen heraus, die für die Kanäle 21 
bis 60 geeignet sind. Die Daten waren noch 
nicht bekannt. — Ferner fiel ein Corner- 








Bild 7. Kleinverstärker für 
Bereich V mit Subminiatur- 
Röhre (Kathrein) 


315 





Bild 8. Kombinationsantenne SAA 160 für den 
Empfang von Sendern der Bereiche III und IV/V 
aus einer Richtung (Siemens) 


Reflektor auf, der sich nicht nur in der Verti- 
kalen verstellen läßt, sondern man kann 
auch den Winkel des Reflektors verändern 
(Bild 4). Der Spannungsgewinn für die Ka- 
näle 21 bis 60 beträgt 10 bis 13 dB und das 
Vor/Rüc-Verhältnis ist 26 bis 28:1. — Als 
Ergänzung zum Zimmerisolator für Band- 
kabel wird jetzt die Type 330 R für Schlauch- 
und Koaxialkabel mit einem Durchmesser 
von 5 bis 7,5 mm geliefert. 

Fuba: Ein sehr reichhaltiges Programm an 
UKW-Antennen, die für die Hf-Stereofonie 
jetzt von Interesse sind, stellte Fuba vor. 
Die drei Typen mit zwei, fünf bzw. acht 
Elementen werden allen Anforderungen ge- 
recht werden; die Type UKA Stereo 8 weist 
z. B. einen Gewinn von 8...10 dB auf. Die 
Spezialantenne UKA Stereo 33 dürfte für 
manche Empfangsanlage von Bedeutung 
sein. Sie wird in Technikerkreisen „Janus- 
Antenne“ genannt, da sie nach zwei Seiten 
sieht (Bild 5). Die Antenne hat beiderseits 
des Dipols zwei Direktoren und keinen 
Reflektor. Man kann also Sender, die aus 
nahezu entgegengesetzten Richtungen ein- 
fallen, damit empfangen. Dies trifft z..B. 
für München zu, wo man im UKW-Bereich 
Stuttgart und Salzburg empfangen kann. 
Findige Antennenbauer haben hier von sich 
aus bereits solche Antennen gebaut, indem 
sie den Reflektor gegen einen Direktor 
austauschten. 

Das Verstärkerprogramm wurde durch 
zwei vierstufige UHF-Verstärker erweitert, 
die kombiniert bestückt sind. Die Transi- 
stor-Eingangsstufe ergibt z. B. bei dem 
Bereich-IV-Verstärker eine Rauschzahl von 
7 gegenüber 12 bei einem Röhreneingang. — 
Ferner ist noch eine universelle Weiche 
AKW 800 zu erwähnen, die in einfacher 
Weise das Nachrüsten von bestehenden An- 
tennenanlagen gestattet. Man kann außer 
den vorhandenen Bereich-I- bis -III-Anten- 
nen noc zwei beliebige Antennen des Be- 
reiches IV/V an eine Niederführung schalten 
(Bild 6). 

Hirschmann: Über die Neuheiten berich- 
teten wir bereits in Heft 9 der FUNK- 
SCHAU. Nachzutragen wären die Daten der 





316 





Bild 9. Demonstration einer Fernseh-Ortsnetzanlage nach kommerziellen Bauprinzipien (Telefunken) 


Hochleistungs-Kanalgruppen-Antenne Fesa 
37 Pa. Der Gewinn ist für den Bereich V 
sehr beachtlich, er beträgt 16 bis 16,5 dB. 
Das Vor/Rück-Verhältnis liegt bei 28 dB, und 
die Offnungswinkel sind im Mittel 22° (hori- 
zontal) bzw. 32° (vertikal). 

Für die neuen Kabelanschlußdosen der 
Bereich - IV / V- Antennen wurden entspre- 
chende Einbauweichen entwickelt. An deren 
Eingang, der über einen Tiefpaß mit der 
Ableitung verbunden ist, können wahl- 
weise VHF- oder Rundfunk-Antennen an- 
geschlossen werden. Damit erspart man ein 
besonderes Weichengehäuse und die Mast- 
halterung. 

Für Einzelanlagen und für kleinere Ge- 
meinschaftsanlagen stehen jetzt sieben ver- 
schiedene Transistor-Antennenverstärker 
zur Verfügung. Sie sind entweder für den 
direkten Anschluß an das 220-V-Netz oder 
aber für Fernspeisung in Freiluftgehäusen 
vorgesehen. Als neue Ausführung ist die 
Type Tv 624 hinzugekommen, die für einen 
Kanal im Bereich IV/V eine Verstärkung 
von 18 dB ergibt; die Rauschzahl ist 8. Die 
Type Tv 611 für den Fernsehbereich I weist 
bei einer Rauschzahl von 3 eine Verstär- 
kung von 21 dB auf. Der Eingang aller 
Transistorverstärker ist neuerdings mit 
einem Symmetrierübertrager ausgestattet, 
so daß wahlweise ein 300-Q- oder ein 60-Q- 
Kabel angeschlossen werden kann; die Aus- 
gänge sind nur für 60-Q-Koaxialkabel vor- 
gesehen. 

Kathrein: Die Mehrbereichantenne Com- 
bina für den Empfang von Sendern in den 
Bereichen III und IV/V wurde konstruktiv 
so verbessert, daß sich ein höherer Gewinn 
in den UHF-Bereichen ergibt. Während er 
bisher zwischen 4 und 8,5 dB lag, konnte er 
für die neue Ausführung auf 6 bis 10 dB 
erhöht werden. 

Für die Kompakt-Verstärker wird jetzt 
ein Kleinnetzteil hergestellt, das einen ein- 
stufigen Verstärker beliebigen Typs bzw. 
einen zweistufigen UHF-Verstärker speisen 
kann. Der Kleinnetzteil wird direkt in die 
Schutzhaube des Kompaktverstärkers ein- 
gesetzt, so daß man einen solchen einzelnen 
Verstärker als Leitungsver- 
stärker preisgünstig verwen- 
den kann. 

In Kleinverstärkern für 
den Bereich IV verwendet 
Kathrein Nuvistoren. Bei den 
Ausführungen für den Be- 
reich V geht man aber davon 
ab, weil preiswerte Nuvi- 
storen für diese Frequenzen 
nicht zur Verfügung stehen. 
Deshalb wurden für die Be- 
reich-V-Kleinverstärker neu- 


Bild 10. UHF-Kanalgruppen- 
antenne AU 04 mit 37 Elementen 
(Zehnder) 


entwickelte Subminiaturröhren vom Typ 
EC 1030 gewählt (Bild 7). Damit wird eine 
Verstärkung von >10dB bei einer Rausch- 
zahl von <13KT, erzielt. Auch diese neuen 
Verstärker sind für Fernspeisung ausge- 
legt, die Betriebsspannung wird über die 
Hf-Leitung zugeführt. 

Für Einzelantennen mit geringen Anten- 
nenspannungen werden mitunter anstelle 
der Weichen Antennen-Umschalter verwen- 
det. Diese Umschalter wurden durch klei- 
nere und formschöne Typen ersetzt, die mit 
Drucktastenschaltern versehen sind. 

Kleinhuis: Die Firma hat ihr bekanntes 
Antennenprogramm aus fertigungsbedingten 
Gründen zur Baureihe 64 umgestellt. Alle 
Antennenelemente sind vormontiert und 
mit Rasteinrichtungen versehen. An den An- 
schlußklemmen fallen praktische Einfüh- 
rungstüllen aus Neoprene auf, die sowohl 
flache als auch runde Kabel gut abdichten. 
Die Anschlußklemmen mit griffigen Rändel- 
schrauben federn, so daß man die Kabel- 
enden leicht einlegen kann. 

Schniewindt: Merkmal der neuentwickel- 
ten UHF-Hocdhleistungsantennen mit 22 
und 24 Elementen ist die sogenannte Vor- 
Mastbauweise. Alle Elemente einschließlich 
Reflektor sind vor dem Mast angeordnet. 
Dadurch können die Empfangseigenschaften 
nicht durch den Mast oder eine Stütztra- 
verse beeinflußt werden. Zudem ist die 
Montage einfacher, und der Preis konnte 
gesenkt werden. 

Eine Erleichterung für den Antennenbau 
stellt der vorinstallierte Antennensteckmast 
dar. Das Oberteil des Standrohres ist be- 
reits mit den Bohrungen versehen, und es 
sind vier entsprechend lange Koaxialkabel 
eingezogen. Die Durchführungsmuffen 
haben einen Knickschutz für das Kabel. Bei 
der Aufstellung brauchen die Kabel nur an 
die Antennen und die Weichen angeschlos- 
sen zu werden. Das zeitraubende Kabelein- 
ziehen auf oft engem Dachboden entfällt. 

Siemens: Die bereits im Vorbericht er- 
wähnte Kombinationsantenne SAA 160 ist 
eine Mehrbereichantenne {III und IV/V) für 
den Empfang aus einer Richtung, z. B. im 
Versorgungsgebiet des Senders Gr. Feld- 
berg/Taunus. Die Konstruktion fällt durch 
einen ungewöhnlichen Direktorstab auf 
(Bild 8). Er weist an jeder Seite zwei ver- 
schieden große als Induktivität wirkende 
Schleifen auf, die bei UHF-Empfang die 
niedrigeren Frequenzen sperren. Der Ge- 
winn dieser Antenne beträgt im Bereich III 
5...6,5 dB, im Bereich IV 7...9,5 dB und im 
Bereich V 9,5...11 dB. Die Richtcharakteristik 
ist ebenfalls stark frequenzabhängig, der 
horizontale Öffnungswinkel ist im Be- 
reich III 60...70°, im Bereich IV 50° und im 
Bereich V nur 30°. 

Siemens stellte ferner sein neues Anten- 
nenprüfgerät mit Transistoren SAM 316 d 
für die Rundfunkbereichke LMKU aus. Es 
enthält einen AM-FM-Überlagerungsemp- 
fänger und ein Diodenvoltmeter. Es ist zur 
breitbandigen und selektiven Messung von 
Hf-Spannungen geeignet. Der Ton des ein- 
gestellten Senders kann über Lautsprecher 


Heft 12/ FUNKSCHAU 1964 
872 


OTTO LIMANN 


Messebericht 


Neue Röhren und Halbleiter 


Röhren 


Röhrenneuheiten für Empfänger und Ver- 
stärker darf man auf der Hannover-Messe 
nicht erwarten. Sie wurden bereits am An- 
fang des Jahres mit den Typen PCF 200, 
PCH 200 und PFL 200 vorweggenommen 
(vgl. FUNKSCHAU 1964, Heft 1). Auf der 
Messe erscheinen daher bereits die neuen 
Fernsehempfängertypen mit diesen Röhren 
bestückt. Eine Sonderstellung nimmt Lorenz 
mit der in Heft 9, Seite 237, beschriebenen 
neuen Abstimmanzeigeröhre EMM 803 ein. 
Diese Röhre besitzt bekanntlich ein zweites, 
kleineres Leuchtfeld zum Anzeigen einer 
Stereo-Rundfunksendung. Nicht alle Emp- 
fängerkonstrukteure haben sich mit diesem 
Typ angefreundet. Sie verwenden für ihre 
Decoder weiterhin Glimmröhren oder Si- 
gnallämpchen, die von der 19- oder 38-kHz- 
Hilfsfrequenz beim Stereoempfang einge- 
schaltet werden. Aber die Lorenz-Gruppe 
mit Schaub und Graetz ist in sich bereits 
stark genug, um eine lohnende Stückzahl 
für die Fertigung der Anzeigeröhre EMM 803 
zu ermöglichen. 


Bemerkenswert ist, daß die langjährig be- 
währte Triode/Heptode ECH 81 nicht nur 


Fortsetzung des Antennen-Berichtes 


abgehört werden. Die Batteriespannung ist 
in Grenzen nachzustellen, womit Fehlmes- 
sungen ausgeschlossen werden. 

Telefunken: Mit Originalgeräten und 
Schaubildern wurde in Halle 13 eine Fern- 
seh-Ortsnetzanlage demonstriert. Im Prinzip 
ist es eine hochgezüchtete Groß-Gemein- 
schaftsanlage, die mehr als 2000 Teilnehmer 
versorgen kann (Bild 9). Die Bausteine, wie 
Umsetzer, Verteilerverstärker und Abzweig- 
verstärker, entsprechen aber dem „Vorläufi- 
gen Pflichtenheft“, das die Deutsche Bundes- 
Boat für solche Anlagen zusammengestellt 

at. 

Diese Anlage wurde für den Ort Spiegel- 
berg bei Backnang von der Post in Auftrag 
gegeben und gilt als Versuchsobjekt. Über 
derartige Ortsnetz-Anlagen wird seit länge- 
rer Zeit gesprochen, da sie in schwierigen 
Empfangslagen die einzige Möglichkeit sein 
dürften, eine einwandfreie Fernsehversor- 
gung zu erzielen. Ebenso wird sie für man- 
chen Ort sinnvoll sein, dessen historische 
Bauten durch einen Antennenwald verun- 
ziert würden. 

Die Empfangsstation mit der Antennen- 
anlage, drei Frequenzumsetzern und Sum- 
mierverstärkern kann bis zu zwei Kilometer 
von der zentralen Verteilerstelle entfernt 
sein. Die drei Fernsehprogramme werden 
auf die Kanäle 2, 3 und 4 des Bereiches I 
umgesetzt und mit gleichem Pegel auf das 
Leitungsnetz gegeben. Trennschärfeschwie- 
rigkeiten bestehen nicht, wenn die Fernseh- 
empfänger die normalen Selektionsbedin- 
gungen (Unterdrückung des Nachbar-Ton- 
trägers 2 50dB) erfüllen. Das Verteilernetz 
besteht aus drei bis zu zwei Kilometer lan- 
gen Verteilerstrecken, in die alle 250m ein 
Leitungsverstärker und alle 50m bis zu 
sieben Grundstücks-Anschlußverstärker ein- 
geschaltet sind. 

Telo: Alle Antennenweichen und Sperr- 
kreise wurden überarbeitet mit dem Erfolg 
einer Typenvereinfachung und einer Ver- 
besserung der elektrischen Werte. Als Bei- 
spiel sei die UHF-Weiche erwähnt. Sie kann 
sowohl als Bereichsweiche mit einer beliebi- 
gen Trennstelle im UHF-Bereich bei einem 
Kanalabstand von drei bis vier Kanälen, 
aber auch als Kanalweiche mit zwei Kanälen 


FUNKSCHAU 1964 / Heft 12 
873 


weiterhin im Programm bleibt, sondern daß 
sogar, nach einer Mitteilung von Valvo, ihre 
zulässige Belastbarkeit erhöht wurde. Für 
den Heptodenteil wurde die maximale An- 
odenverlustleistung auf N, = 2W bzw. der 
Anodenstrom auf I, = 11 mA heraufgesetzt. 
Dadurch erhöht sich die Geradeaussteilheit 
auf S=45mA/V. Dies ergibt eine gün- 
stigere Einstellung, wenn das Heptoden- 
system als Zf-Verstärkerstufe benutzt wird. 
Bei Verwendung als Mischstufe erhält man 
nunmehr eine Mischsteilheit von 1100 »A/V. 

An Spezialröhren, die auch für die Unter- 
haltungselektronik in Frage kommen, mel- 
det Telefunken den Typ EL 8000 (Bild 1). 
Dies ist eine 12-W-Endpentode mit einer 
Steilheit von 60 mA/V. Sie dient für Anten- 
nenverstärker, Breitbandverstärker, Verti- 
kalverstärker in Oszillografen, für Klein- 
sender im gitterlosen Betrieb sowie für die 
Impulstechnik. Um den Schirmgitterstrom 
niedrig zu halten, ist die Röhre in Schatten- 
gittertechnik gebaut. Die Schirmgitterwin- 
dungen liegen genau im Elektronenschatten 
der Steuergitterdrähte. Sie nehmen daher 
nur relativ wenig Strom auf. 

Eine weitere Leistungsröhre für Spezial- 
zwecke ist die Triode ED 8000 von Tele- 


Abstand verwendet werden. — Im Verstär- 
kerprogramm ist ein Transistorverstärker 
hinzugekommen, der in die vorhandenen 
Netzteile paßt und sich durch eine günstigere 
Rauschzahl gegenüber den Röhrenverstär- 
kern auszeichnet. Ferner wurde ein Groß- 
verstärker für UHF-Anlagen entwickelt, der 
eine Verstärkung von 38...42 dB aufweist 
und mit vier Röhren E 86 C bestückt ist. 

Wisi: Unter der Typenbezeichnung EE 12 
wurde eine neue UHF-Antenne mit Winkel- 
reflektor gezeigt, die beide Bereiche erfaßt. 
Der Gewinn weicht von dem Mittelwert 
12 dB an keiner Stelle um mehr als 2 dB ab. 
Die Antenne ist vormontiert, und die Re- 
flektorwände werden bei der Montage nur 
auseinander geklappt. 

Die Kombinationsantenne PE 21 ist für 
den Empfang von Sendern in den Bereichen 
III und IV/V geeignet, die aus einer Rich- 
tung einfallen. Sie besteht aus einer Kombi- 
nation der abstimmbaren sogenannten Po- 
saune mit einer UHF-Breitbandantenne. 
Beide Antennen sind mit einer Weiche zu- 
sammengeschaltet. 

Die neue Antennenweiche D] 18 dient zum 
Zusammenschalten von Antennen der Be- 
reiche LMKU, I, III und zweimal IV/V. Das 
Besondere an dieser Weiche ist der Richt- 
koppler in gedruckter Schaltung, wodurch 
sich zwei Eingänge im Bereich IV/V ergeben. 
Sie können mit beliebigen Kanälen mit 
einem Abstand von nur einem Kanal belegt 
werden. 

Zehnder: Für die UHF-Bereiche wurden 
neue Mehrbereichantennen in der Abstu- 
fung 14, 19 und 22 Elemente entwickelt. Die 
erste Ausführung besitzt drei Reflektoren, 
die beiden anderen je fünf. Trotz ihrer 
Länge ist die 19-Element-Antenne für ein- 
seitige Mastbefestigung ausgelegt und mit 
einer Stütze versehen. Als Breitband-An- 
tenne mit möglichst gleichmäßigem Gewinn 
über die-Kanäle 21 bis 60 wurde die Corner- 
Reflektorwand-Antenne AS 01 vorgestellt, 
die einen Gewinn von 10,5 bis 12 dB auf- 
weist. 

Für besonders schlechte Empfangsverhält- 
nisse wurde die UHF-Kanalgruppen-An- 
tenne AU 04 geschaffen. Mit ihren 37 Ele- 
menten erreicht sie eine mechanische Länge 
von 5,7m (Bild 10). Der Gewinn beträgt 
16,5 dB, und beide Öffnungswinkel ergeben 
sich zu 18°. 


Bild 1. 
EL 8000, 
eine 12-W- 
Leistungs- 
pentode 





funken (Bild 2). Sie wurde als Längsröhre 
für stabilisierte Netzgeräte entwickelt und 
verträgt 17 W Verlustleistung bzw. 180 mA 
Katodenstrom. 

Einige Neuerungen sind bei den Bild- 
röhren zu verzeichnen. Lorenz hat den bis- 
herigen Typ AW 59-90 durch die Ausfüh- 
rung AW 59-91 ersetzt. Bei der neuen 
Röhre ist der Bildhals 20 mm kürzer. Das 
Strahlerzeugungssystem ist das gleiche wie 
in der Stahlmantelröhre A 59-12 W. Es 
zeichnet sich durch sehr gute Bildschärfe 
aus. Die neue Röhre kann ohne Änderun- 
gen gegen die bisherige AW 59-90 ausge- 
tauscht werden. Das vorhandene Ablenk- 
system läßt sich weiter verwenden. 

Für kleine Heimempfänger und netzbe- 
triebene tragbare Fernsehempfänger bringt 
Lorenz den Typ A47-17W in der soge- 
nannten implosionssicheren Ausführung her- 
aus. Sie besitzt gegenüber der seitherigen 
Bildröhre AW 47-91 einen einteiligen, fest 
mit dem Glaskolben verbundenen Metall- 
mantel. Die Röhre kann ohne Schutzscheibe 
betrieben werden. Vier Haltewinkel am 
Metallrahmen ermöglichen eine einfache 
Montage dicht an der Frontseite des Ge- 
häuses. 

Für tragbare Batteriegeräte stellt Lorenz 
die Bildröhre A 28-11 W mit 110° diago- 
nalem Ablenkwinkel zur Verfügung. Sie er- 
gibt einen handlichen Fernsehempfänger, 
bei dem man trotzdem nicht bis auf „Post- 
kartengröße“ mit dem Bild herunterzugehen 
braucht. Eine andere Firma kündigt für 





Bild 2. Leistungstriode ED 8000 


317 


tragbare Transistor-Fernsehempfänger eben- 
falls eine 28-cm-Röhre in 90°-Technik an. 
Hierbei lassen sich die Ablenkleistungen 
günstig mit den üblichen Transistoren er- 
zeugen. 

Für die Meßtechnik bemüht man sich, die 
Eigenschaften von Oszillografenröhren zu 
verbessern. Punktshärfe und Geometrie 
werden günstiger gestaltet, ein Innenraster 
befreit von Parallaxfehlern. Die Ablenk- 
koeffizienten sowie die zum Betrieb not- 
wendigen Ströme werden herabgesetzt, um 
Transistor-Oszillografen bauen zu können. 
So liefert Telefunken zwei bisherige Typen 
nunmehr unter der Bezeichnung D7-17 GH/1 
und DN 13-58/1 mit Innenraster. Eine Be- 
sonderheit unter den neuentwickelten Tele- 
funken-Oszillografenröhren ist die Ausfüh- 
rung D 13-25 GH. Auch sie kann unter der 
Bezeichnung D 13-25 GH/1 mit Innenraster 
geliefert werden. Diese Röhre stellt bei 
etwas geänderten Betriebsdaten einie wesent- 
lich verbesserte Nachfolgetype der DG 13-38 
dar. Sie weist eine günstigere Linienbreite 
auf, die bis zum Schirmrand geht. Die Hel- 
ligkeit bleibt bei Vollauslenkung inner- 
halb der garantierten 6cm nahezu unver- 
ändert. Für Kleinstoszillografen, insbeson- 
dere für batteriegespeiste Geräte, ist der 
Typ D3-10G]J mit einer Heizleistung von 
nur 0,5 W in das Fertigungsprogramm auf- 
genommen worden. Eine Ansicht dieser 
Röhre zeigt Bild 3. 

Valvo empfiehlt für Transistor-Oszillogra- 
fen die Einstrahlröhren DH 7-11, D13-26 GH 
und D 13-27 GH sowie die Zweistrahlröhren 
E 10-10 GH und E 10-12 GH. Mit dem Typ 
DH 7-11 lassen sich Oszillografen aufbauen, 
die weniger als 10 W Leistung aufnehmen. 
Die Heizleistung beträgt nur 0,6 W ge- 
genüber 2 W bei der Normalausführung 
DH 7-78. 

Die Typen E10-10GH und E 10-12 GH 
sind Zweistrahlröhren mit Austastelektro- 
den zum Austasten des Rücklaufes. Die 
Austastspannung lenkt den Strahl inner- 
halb des Elektrodensystems so ab, daß er 
bereits von der Austastelektrode aufgefan- 
gen wird und nicht mehr auf den Schirm 
gelangt. Durch diese Anordnung wird ein 
Auswandern des Leuchtfleckes während des 
Rücklaufes verhindert. . 

Der Typ D 13-27 GH, ebenfalls mit Aus- 
tastelektrode, besitzt bei einer Gesamtlänge 
von 350 mm einschließlich Fassung einen 
vertikalen Ablenkkoeffizienten von weniger 
als 13 V/cm. Trotz der geringen Baulänge 
und des damit großen Ablenkwinkels sind 
die Linearitätsfehler kleiner als 2 %/,. Diese 
Röhre ermöglicht den Aufbau sehr preis- 
werter Service-Oszillografen. 

Um die parallaxfreie Ablesung des Schirm- 
bildes bei Oszillografenröhren zu ermög- 
lichen, verwendet Valvo ein Innenraster, 
das man durch Flutlichtbeleuchtung hervor- 
heben kann. Ohne Flutlicht tritt es dage- 
gen nur schwach hervor. Der Röhrentyp 
D 13-21 GH wird z. B. auf Wunsch gegen 
Aufpreis mit einem Standard-Innenraster 
geliefert. Es besteht aus einem Liniennetz 
mit Zentimeterteilung, die X- und die Y- 





Bild 3. Oszillografenröhre D 3-10 G] 
für Transistor-Kleinstoszillografen 


318 


Achse haben zusätzlich Teilstriche in 2mm 
Abstand. 

Zum Schluß sei noch die interessante neue 
Relaisröhre ESR von Elesta erwähnt. Sie 
enthält ein Relaisröhrensystem und im glei- 
chen Kolben zwei Glimmstabilisatorstrecken. 
Dadurch läßt sich bei vereinfachtem Aufbau 


‘Platz einsparen (ein Kolben statt drei), und 


es lassen sich stabile elektronische Zeit- 
relais zum Betätigen robuster industrieller 
Relais aufbauen. 


Transistoren 


Bei Transistoren für die Unterhaltungs- 
elektronik und für professionelle Zwecke 
geht man immer stärker zu Silizium als 
Grundstoff über. Es bietet hauptsächlich 
den Vorteil, daß man damit Transistoren 
in Planartechnik rationeller fertigen kann. 
Ferner haben Siliziumtransistoren extrem 
kleine Restströme, hohe Verstärkung auch 
bei kleinen Kollektorströmen, und sie sind 
sehr zuverlässig. 

Die Firma Intermetall stellte, ohne spe- 
ziell auf einzelne neue Typen hinzuweisen, 
ihr äußerst umfangreiches Programm an 
Halbleiterbauelementen in einer neuen 26- 
seitigen Liste vor. Sie umfaßt Transistoren, 
Dioden, Gleichrichter und Referenzelemente. 
Wie bei früheren Messen und Ausstellungen 
zeigte Intermetall auch diesmal wieder 





Bild 4. Wie Baumstämme mwirken die Streich- 
hölzer im Vergleich zu dem Siemens-Germanium- 
Mesa-Transistor AFY 34 mit koaxialem Metall- 
gehäuse. Der Transistor schwingt bis etwa 3,5 GHz 


einige hübsche Demonstrationsbeispiele für 
die Anwendung von Halbleitern. Eines da- 
von war die elektronische Morsezeichen- 
Schreibmaschine. Bei einer Tastenreihe wa- 
ren die einzelnen Tasten mit Buchstaben 
bezeichnet. Tippte man eine Taste, dann er- 
klang sofort das zugehörige Morsezeichen. 
Ein Kurzwellenamateur könnte mit einer 
solchen Einrichtung auf ein sagenhaft schnel- 
les Tempo beim Geben kommen. Wer mehr 
darüber wissen will, der sei auf die ELEK- 
TRONIK, Heft 5, verwiesen!). 

Fünf Silizium-Planartransistoren für kom- 
merzielle Anwendungen gibt Lorenz be- 
kannt. Ihre wichtigsten Eigenschaften sind 
in der Tabelle zusammengestellt. Bei den 
dort aufgeführten Typen ist der Kollektor 
mit dem Gehäuse verbunden, vier Parallel- 
typen sind mit isoliertem Kollektor liefer- 
bar. 


!) Der Keymaster, eine Morsezeichen-Schreib- 
maschine. ELEKTRONIK 1964, Heft 5, Seite 142. 
Das Heft ist zu beziehen von der Vertriebsab- 
teilung des Franzis-Verlages. 


Über einige neue Typen von Siemens- 
Halbleitern berichteten wir bereits in der 
FUNKSCHAU 1964, Heft 9, Seite *601. Er- 
wähnt sei hier noch der in Bild 4 darge- 
stellte Germanium-Mesatransistor AFY 34. 
Er schwingt bis zu Frequenzen von 3,5 GHz 
(3500 MHz). Deshalb wurde das Gehäuse 
koaxial ausgeführt, um ihn in Leitungs- 
kreise einbauen zu können. 

Wie in jedem Jahr so gab auch diesmal 
Siemens wieder eine Reihe von Schaltbei- 
spielen für Halbleiter heraus. Wir geben 
daraus die Schaltung eines übertragerlosen 
Nf-Verstärkers hoher Klangqualität für 3 W 
Sprechleistung wieder (Bild 8). In der Trei- 
berstufe werden die beiden gegenphasigen 
Spannungen für die Gegentakt-Endstufe ge- 
wonnen. Sie enthält je einen Arbeitswider- 
stand im Emitter- und im Kollektorkreis. 
Wenn der Kollektorstrom ansteigt, so ver- 
ändert sich das Potential am Emitter gegen 
negative Werte, das Potential am Kollektor 
gegen positive Werte. Die Endstufentran- 
sistoren sind, bezogen auf die Batteriespan- 
nung, hintereinandergescaltet. Für den 
Lautsprecher liegen sie jedoch wechsel- 
strommäßig parallel. Notwendig ist aller- 
dings ein Lautsprecher mit einer Impedanz 
von 40 0). Der Frequenzbereich ist von 30 Hz 
bis 30 kHz praktisch linear, Für den Klirr- 
faktor bei 1 W Ausgangsleistung werden 
folgende Werte angegeben: 


f 40 Hz 1 kHz 
k 15%, 1% 


10 kHz 
12%, 


Auch bei Telefunken werden vorzugsweise 
neue Silizium-Transistoren angeboten. Dar- 
unter ist besonders für die Verwendung in 
Video-Endstufen von Fernsehempfängern 
der npn - Silizium - Planartransistor BF 114 
hervorzuheben. Für Nf-Vorstufen wurde ein 
neuer rauscharmer npn-Silizium-Planartran- 
sistor BC 107 herausgebracht. Auch das Pro- 
gramm der Rundfunktransistoren bei Tele- 
funken wurde um einige wichtige Typen er- 
weitert. Es handelt sich hierbei um die VHF- 
Transistoren AF 106 und AF 178 für UKW- 
Vorstufen sowie um den UHF-Transistor 
AF 139 für Fernsehtuner. 

Für Nf-Verstärker wurde die bisher be- 
stehende Lücke zwischen dem 30-W-End- 
stufentransistor AD 138 und dem 0,9-W- 
Transistor AC 117 durch zwei 6-W-Transi- 
stortypen AD152 und AD155 ausgefüllt. 
Sie unterscheiden sich lediglich durch die 
maximal zulässige Kollektorspannung. Die 
beiden Transistortypen eignen sich vorwie- 
gend für den Aufbau von Gegentakt-B-Ver- 
stärkern bis maximal 10 W Sprechleistung. 
Sie lassen sich aber auch vorteilhaft in Ein- 
takt-A-Schaltungen verwenden. 

Für Valvo sei zuerst eine sehr praktische 
Neuerung für den Servicetechniker, die 
Allroundbox 10 + 3, besprochen. Man ging 
dabei von folgender Überlegung aus: Die 
vielen Typen der in Transistorgeräten ver- 
wendeten Halbleiter führen in den Werk- 
stätten des Fachhandels vielfach zu Schwie- 
rigkeiten. Es ist unmöglich, sämtliche Tran- 
sistoren und Dioden der verschiedenen 
Hersteller am Lager zu halten. Dies gilt be- 
sonders für Bauteile in Geräten auslän- 
discher Herkunft. Deshalb wurden in der 
Allroundbox zehn Transistoren, nämlich 
AF 124, AF 125, 3 X AF 126, 3 X AC 125 und 
2X AC128 sowie drei Dioden vom Typ 


Silizium-Planar-Transistoren der SEL 











Gleich- Erenz Max. Ver- 
Typ Gehäuse stromver- traguenzf lustlei- Verwendung 
stärkung B 4 T stungmW 
BCY 50 TO-18 60...300 - 300 Eingangsstufen von 
Batteriegeräten 
BCY 51 TO-18 60...300 - 300 Eingangsstufen von 
Gleichstrom- und 
Nf-Verstärkern 
BFY 37 TO-18 >35 270 > 200 300 Hf-Verstärker 
BFY 39 TO-18 >35 150 300 Verstärker 
BFY 40 TO-5 > 40 60 800 Verstärker 





Heft 12/FUNKSCHAU 1964 


874 


AC128P 
5108 





AC 127 


AA119 zu einem Reparatursortiment zu- 
sammengefaßt. Die Verpackung (Bild 6) zeigt 
auf der oberen Seite einen AM/FM-Empfän- 
ger im Blockschaltbild. Durch Verschieben 
der Verpackungseinlage wird der der jewei- 
ligen Gerätestufe zugeordnete Halbleitertyp 
in einer Aussparung angezeigt. Außerdem 
enthält die Umhüllung eine umfangreiche 
Vergleichstabelle für die meisten (mehr als 
350) auf dem deutschen Markt vertretenen 
Transistoren und Dioden. Diese Bauele- 
mente lassen sich zwar untereinander in- 
folge der technologischen Fertigungsunter- 
schiede und Exemplarstreuungen nur mit 
Vorbehalt austauschen, jedoch ist der ge- 
übte Techniker fast stets in der Lage, durch 
einfache Schaltmaßnahmen bei der Repara- 
tur den erforderlichen Arbeitspunkt für 
einen Valvo-Austauschtransistor aus der 
Allroundbox einzustellen. Man denke zum 
Beispiel daran, daß es in den ersten Nac- 
kriegsjahren durchaus möglich und üblich 
war, jede beliebige Röhre durch eine 
RV 12 P 2000 zu ersetzen. 

Durch 'ihre überlegte Zusammenstellung 
vielseitig verwendbarer Halbleitertypen hilft 
die Allroundbox, den Servicetechniker bei 
seiner Arbeit. Sie spart Reparaturzeit, ra- 
tionalisiert die Lagerhaltung und verringert 
das Risiko, daß alte Transistortypen liegen 
bleiben. 

In verschiedenen neuen Typen kündigt 
sich der Übergang von der Röhre zum Tran- 
sistor beim Fernsehempfänger an. Bekannt- 
lich sind hierbei nicht etwa die Verstärker- 
stufen für Bild- und Tonsignal schwierig, 
sondern die Ablenk-Endstufen für Bild und 
Zeile. Sie müssen hohe Impulsleistungen 
aufbringen. Bei der Röhrentechnik bedeutete 
dies keinerlei Schwierigkeiten, in der Tran- 
sistortechnik dagegen sind die Forderungen 
viel schwerer zu erfüllen. 

Valvo brachte für Horizontal-Endstufen 
den Germanium - pnp - Leistungstransistor 
AU 103 heraus. Er besitzt sehr gute Schalt- 
eigenschaften. So beträgt die Abfallzeit 
beim Abschalten eines Kollektorstromes 
von 10 A auf den Sperrzustand, bei dem die 
Basis mit 4V gegenüber dem Emitter posi- 
tiv vorgespannt ist, maximal nur 1,6»s. 
Diese kurze Schaltzeit sowie 155 V Span- 
nungsfestigkeit der Kollektorbasisstrecka 


AC 163 AC153 


AC128 AC127P 


AD 148 


Links: Bild 5. 

Schaltung eines 
1-W-Verstärkers 
mit dem Tran- 
sistorsatz 40309 


Rechts: Bild 6. Die 
Valvo-„allround- 
box“ 10+3 
enthält zehn 
Transistoren 
und drei Dioden 
für Reparatur- 
zmwecke 





Bild 7. Neue Valvo-Transistoren für Fernseh- 

und Rundfunkempfänger; rechts ein Transistor 

AG 128 im Kühlklotz, links oben der Leistungs- 
transistor AD 149 


und ein maximal zulässiger Kollektorstrom 
von 10A machen es erst möglich, diesen 
Transistor in Horizontal-Ablenkendstufen 
zu verwenden. Dabei lassen sich Schaltun- 
gen mit einem Transistor dieses Typs zur 
Ablenkung an 90°-Bildröhren in Batteriege- 
räten, aber auch Anordnungen mit zwei in 
Serie geschalteten Typen AU 103 für 110°- 
Ablenkung in Netzgeräten aufbauen. 

Ist die Endstufe für die Horizontal-Ab- 
lenkung mit Transistoren bestückt, dann 
wird auch die Booster-Spannung mit einer 
Halbleiterdiode erzeugt. Hierfür wurde von 
Valvo die diffundierte Siliziumdiode BY 118 
entwickelt. Sie wird im Normgehäuse SOT-9 
geliefert. Die Katode ist mit dem Gehäuse- 
boden leitend verbunden. Dadurch wird ein 
besonders niedriger Wärmewiderstand er- 
reicht. Die zulässige Spitzensperrspannung 
beträgt 300 V, der zulässige Spitzenstrom 
14 A. Die Abfallzeit der Diode liegt bei 
maximal 1us, wenn von einem Durchlaß- 
strom von 2A auf 30 V 
in Sperrichtung umge- 
schaltet wird. 

FürNf-Endstufen und 
zur Vertikalablenkung 
stellt Valvo den Lei- 
stungstransistor AD149 
zur Verfügung (Bild 7). 
Die Kollektorspannun- 
gen des neuen Typs 
liegen bei 50 V, die zu- 
lässige Kristalltempe- 
ratur darf bis zu 100 °C 
betragen.Die Stromver- 
stärkung beträgt rund 
50. Wird ein Kühlblech 
mit den vorgeschrie- 
benen Abmessungen 
verwendet, dann sind 
im A-Betrieb 4 W Aus- 








Bild 8. Nf-Verstärker mit eisenloser Endstufe für 3 W Sprechleistung 
(Siemens) 


FUNKSCHAU 1964 / Heft 12 
875 





gangsleistung möglich. 
In Endstufen für die 
Vertikal-Ablenkung 
kann er bei 12 V 
Betriebsspannung auf 





Messebericht: Halbleiter 


De 


VALVE 


Bildröhren mit 110°-Ablenkung und 18 kV 
Hochspannung arbeiten. 

Neben der Allroundbox bringt Valvo noch 
einen weiteren interessanten Transistorsatz 
heraus. Er enthält vier in ihren Daten auf- 
einander abgestimmte Transistoren für den 
Aufbau eines 1-W-Verstärkers mit der in 
Bild 5 gezeigten Schaltung. Die Transistoren 
sind so zusammengestellt, daß sich ein mög- 
lichst kleiner Kollektorstrom der Treiber- 
stufe ergibt. Er beträgt bei einer Umge- 
bungstemperatur von 25°C nur 7,7mA. 
Beim Verwenden nicht aufeinander abge- 
stimmter Transistoren würde ein Treiber- 
ruhestrom von 15 bis18 mA notwendig sein. 

Der Ruhestrom der Gegentakt-B-Endstufe 
liegt bei 5 mA. Der Verstärker nimmt ohne 
Aussteuerung nur einen Strom von 13,5 mA 
auf. Er wächst bei Vollaussteuerung auf 
190 mA an. Mit frequenzabhängiger Ge- 
genkopplung liegen die Grenzfrequenzen 
des Übertragungsbereiches bei 70Hz und 
8000 Hz. Die Aussteuerungsgrenze für einen 
Gesamtklirrfaktor von 10%, beträgt 1,2 W 
für 1000 Hz. Bei der Nennleistung von 1 W 
ergeben sich folgende Gesamtklirrfaktoren: 


f 100 Hz 1000 Hz 8000 Hz 
k 6,5%, 49%, 4,6%, 
Um die Nennleistung zu erzielen, ist eine 
Eingangsspannung von 25 mV erforderlich. 


200-W-Transistor- 
Leistungsverstärker 


Der Transistor-Leistungsverstärker LVT 
200 B 24 liefert eine Sprechleistung von 
200 W bei einer Betriebsspannung von 24V. 
Er ist zugeschnitten für die hohen An- 
forderungen, die an einen Verstärker für 
die Beschallung von Reisezugwagen mit 
Lautsprecheranlagen gestellt werden. Die 
pultartig geneigte Vorderseite trägt ein Meß- 
instrument für die Anzeige der Batterie- 
spannung bzw. des Aussteuerungspegels, 
eine Kontrolle für Betriebsbereitschaft, eine 
Kontrollampe für Störungsanzeige sowie 
Sicherungen. Die beiden Tragegriffe ermög- 
lichen einen leichten und einfachen Trans- 
port. Sie dienen außerdem zum Aufwiceln 
der Kabel. Infolge der guten Wärmeablei- 
tung konnte auf mechanisch bewegte Lüfter 
verzichtet werden. 

Für solche Beschallungsanlagen wurde 
ferner ein Ansage-Speicher-Gerät entwickelt. 
Es dient dazu, in Verkehrs- und Industrie- 
betrieben häufig wiederkehrende Texte und 
Ansagen (Bitte zurücktreten, der Zug fährt 
ab!) durchzugeben. Bei diesem Gerät wird 
das Magnettonverfahren zur Speicherung 
angewandt. Dazu werden auf einer Magnet- 
bandschleife parallellaufende Spuren auf- 
gezeichnet. Dieses Verfahren ist weitgehend 
unabhängig von äußeren Einflüssen bei 
gleichbleibender Qualität und Sprachver- 
ständlichkeit. Außerdem bietet es eine hohe 
Textkapazität, und zwar 12 oder 24 Ansagen 
mit einer Länge von 10 bis 35 sec je Lauf- 
werk. Jeder Tonträger ist in eine Schnell- 
wechselkassette eingebaut, die sich inner- 
halb weniger Sekunden austauschen läßt. 
Hersteller: Neumann Elektronik GmbH, 
Mülheim-Ruhr-Broich. 


319 


JOACHIM CONRAD 


Die Hersteller von Bauelementen haben 
in Hannover ihre Stände in den Hallen 10, 
11 und 13 und in diesem Jahr erstmals auch 
im Zwischengeschoß des Messehauses 12. 
Der Berichterstatter hatte also eine beträcht- 
liche Anzahl von Kilometern zurückzulegen, 
im Gegensatz dazu war das Ergebnis — den 
Leser über Neuheiten zu informieren — recht 
mager. Dies ist für unsere Branche, der 
„Unterhaltungs-Elektronik*, jedoch ver- 
ständlich, denn wir haben in den letzten 
Jahren einen beachtlichen Fortschritt der 
Miniaturisierung erlebt, der vielfach an das 
wirtschaftlich vertretbare Maß herankommt 
(siehe auch Leitartikel in der FUNKSCHAU 
1964, Heft 10). 

In dem folgenden Bericht werden manche 
Firmen nur kurz oder auch gar nicht er- 
wähnt. Der Leser möge daraus keinen Wert- 
maßstab ableiten, denn wir hörten an vie- 
len Ständen: Unser Programm läuft unver- 
ändert weiter. Mitunter wurden wir auch 
gebeten, noch nichts zu veröffentlichen, da 
manche Bauelemente nur als Muster für 
Interessenten aus der Industrie vorlagen 
und die Produktion noch nicht angelaufen 
ist. Ferner sei noch auf die Messe-Vorbe- 
richte hingewiesen, die in Heft 9, Seite *599, 
erschienen sind. 








Bild 1. Links: Mikrostat 24, eine Kombination aus Tandem- 
und Einfachpotentiometer. Die Schleiferfahne liegt außen neben 
Trimmmiderstand mit 


der Anfangs-Lötfahne. Mitte: 


meter mit Kunststoffachse (Preh) 


Widerstände und Potentiometer 


In Zukunft wird der Servicetechniker in 
gedruckten Schaltungen Widerstände vor- 
finden, die er auf den ersten Blick mit kera- 
mischen Kondensatoren verwechseln kann. 
Die Kohleschichtwiderstände vom Typ S6 
der Resista sind in stehender Ausführung 
für ein Rastermaß von 5mm entwickelt 
worden. Sie werden in den Werten von 100 
bis 470kQ gefertigt und sind für 0,5 W 
Belastbarkeit ausgelegt. — Bei den Metall- 
schichtwiderständen der Reihe Rml wurde 
die Umhüllung von Lack auf Kunstharz um- 
gestellt, wodurch sich das Feuchteverhalten 
wesentlich verbessert. 

Die neuen Metalloxydschicht-Widerstände 
von Resista zeichnen sich durch ihre hohe 
Wärmebeständigkeit aus. Da ihre Oberfläche 
mit Temperaturen bis zu 200 °C belastet 
werden kann, vermag diese Widerstandsart 
wesentlich größere Leistungen aufzunehmen 
als vergleichbare Kohleschicht- oder Metall- 
schicht-Widerstände. Außerdem weisen sie 
eine relativ hohe Impulsfestigkeit auf. 

Die Firma Electronic fertigt jetzt Metall- 
schichtwiderstände .nach MIL-R-10509 E. 
Über diese Forderungen hinaus können sie 
sogar bis zu Umgebungstemperaturen von 
75°C mit der doppelten Nennlast belastet 
werden. Gegen mechanische und klimatische 
Einflüsse ist der Körper mit einer dichten 
Hülle umpreßt. Diese Widerstände werden 
in drei Bauformen für '/, '/, und Y,W 
Nennlast hergestellt. 

Für besondere Sicherheitsbedingungen 
entwickelte die Rosenthal-Isolatoren GmbH 
nicht entflammbare Kohle-Schichtwider- 


320 


Bauelemente 


stände. Die verschiedenen Typenreihen rei- 
chen von 0,25 bis 2W Belastbarkeit. Eine 
zusätzliche Sicherheit im Störungsfall bieten 
die nicht entflammbaren Widerstände mit 
Sicherungswirkung: Beim Anliegen einer 
Spannung von 220 V werden die Wider- 
standsschichten unterbrochen. 

Für die verschiedenen Einstell- und 
Justierorgane im Fernsehempfänger wurden 
einige neue Bauelemente gezeigt. Die Firma 
Preh liefert Trimmwiderstände mit Schrau- 
benziehersclitz mit keramischer Grund- 
platte für 1 W Belastbarkeit. Die bekannten 
Ausführungen mit Hartpapier sind etwa mit 
0,1 bis 0,2 W belastbar. Die neuen kerami- 
schen Trimmwiderstände werden in drei 
Ausführungen für gedruckte Schaltungen 
und für Drahtanschluß hergestellt. — Aus 
Gründen des Berührungsschutzes werden 
Potentiometer mit isolierter Achse gefor- 
dert. Bei der Type Mikrostat 21 von Preh 
sind die Isolierstoffachse und der Träger für 
den Schleifer mit zwei stabilen Anschlag- 
nasen in einem Stück gespritzt. Diese Aus- 
führung mit Zentralbefestigung wirkt trotz 
ihrer Kleinheit sehr robust (Bild 1, rechts). 

Unter besonderen Platzbedingungen ist es 
mitunter zweckmäßiger, einen Trimmwider- 
stand als Schiebewiderstand auszubilden. 


kera- 


Dies ist vorzugsweise bei der statischen 
Fokussierung von Bildröhren zu finden. 
Eine Sonderausführung mit keramischem 
Träger, der unbrennbar ist, zeigte Rumido. 
Sie wird überwiegend für Exportgeräte ver- 
wendet werden. 

Ein Beispiel dafür, daß sich die Potentio- 
meter zur Lautstärkeeinstellung noch ver- 
bessern lassen, gibt Preh mit seinem Typ 
Mikrostat 24. Bei dieser Ausführung für ge- 
druckte Schaltungen liegen die Anschlüsse 
dicht nebeneinander. Durch Verlegen der 
Schleiferlötfahne neben die Anfangslötfahne 
— Reihenfolge also Schleifer, Anfang, Ende — 
ergibt sich eine geringere Kopplung zwi- 
schen Endlötfahne und Schleiferlötfahne 
(Bild 1). Dadurch vermeidet man eine Ver- 
fälschung des Klangbildes durch ein unge- 
wolltes Anheben der hohen Frequenzen im 
Bereich geringerer Lautstärken. 

Die Schichtschiebewiderstände, mitunter 
auch „Studioregler“ genannt, von der glei- 
chen Firma werden jetzt auch mit Anzap- 
fungen bei der Hälfte bzw. einem Drittel 
des Schiebeweges geliefert, und zwar so- 
wohl bei der einfachen als auch bei der Tan- 
demausführung für Stereozwecke. 

Einen vielseitig verwendbaren Dreh- 
widerstand zeigte Ruwido. Die durchgehende 
Achse, je nach Typ mit 4mm oder 6mm 
Durchmesser, ist auf beiden Seiten mit 
Schraubenzieherschlitzen versehen. Die aus 
durchsichtigem Kunststoff gefertigte Staub- 
schutzkappe trägt ferner eine Zahlenskala 
für Einstellzwece (Bild 2). — In Vorberei- 
tung ist eine Typenreihe sehr kleiner Po- 
tentiometer, Ruwido 16 (Bild 3). Die Ab- 


Bild 2. Trimmpotentiometer mit durch- 
gehender Achse, die im eingebauten 
Zustand von beiden Seiten einstellbar 
mischer Grundplatte. Rechts: Mikrostat 21, ein Kleinpotentio- ist. Rechts daneben die Staubschutz- 
kappe mit Zahlenskala (Rumwido) 


messungen einschließlich Lötfahnen betra- 
gen nur 16mm X 20mm, die Einbautiefe 
bei einem Tandempotentiometer mit zwei- 
poligem Drehschalter nur 28,5 mm. Vorge- 
sehen sind in dieser Reihe die üblichen 
Kombinationen als Einfach-, Doppel- oder 
Tandem-Ausführung mit oder ohne Schalter. 

Trimmwiderstände mit eingeengtem Dreh- 
bereich stellte Ruwido vor. Sie sind z. B. 
für die Einstellung des Arbeitspunktes von 
Transistoren *geeignet. Durch die Begren- 
zung des Drehbereiches auf 70°/, des Ge- 
samtwiderstandes kann ein Vorwiderstand 
eingespart werden. 


Kondensatoren 


Die Verkleinerung von Wickelkonden- 
satoren hängt im wesentlichen von der Her- 
stellung entsprechend dünner geeigneter 
Folien ab. Die Firma Wilhelm Westermann 
verwendet für ihre metallisierten Kunst- 
folien-Kondensatoren vom Typ MKS in der 
100-V-Reihe jetzt eine nur 3,5 um starke 
Folie aus Polyterephthalsäureester. Die 
wesentlich kleineren Abmessungen gegen- 
über dem entsprechenden Kondensator aus 
der 250-V-Reihe sind in Bild 4 rechts zu 
erkennen. In Vorbereitung ist ferner eine 





er # 





eragr 
vr 


Bild 3. Ein Tandempotentiometer der 
Typenreihe 16 im Größenvergleich zu 
einer „normalen“ Ausführung 
(Rumwido) 


60-V-Reihe; die hierfür verwendete Folie 
ist sogar nur 2 um stark. In Bild 4 links ist 
ein solcher Kondensator im Größenvergleich 
zu einem 2-Pf-Stück gezeigt. 

In der gleichen äußerlichen rechteckigen 
Bauform für stehende Montage auf der Lei- 
terplatte werden die Wima-Kondensatoren 
vom Typ FKS hergestellt. Sie werden aus 
Aluminiumfolie mit einem Dielektrikum aus 
Polycarbonatfolie gewickelt. Dadurch er- 
gibt sich ein günstiger Verlustwinkel und 
geringer Temperaturbeiwert. Diese Kon- 
densatoren sind besonders für Hf-Zwece 
geeignet, zum Abblocken und für Stoßbe- 
lastungen. . 

Aus dem umfangreichen Kondensatoren- 
programm der Firmengruppe Roederstein 
seien einige Beispiele erwähnt. Der beson- 
ders als Boosterkondensator geeignete 
Papiertyp Sf von Ero wird jetzt auch in 
Flachbauform mit radialen Anschlußdrähten 
für gedruckte Schaltungen geliefert. — 
Resista stellte keramische Berührungsschutz- 
Kondensatoren als Trennkondensatoren vor, 
deren Bauform eine günstige Montage an 
der Antennenbuchse erlaubt. Die scheiben- 
förmigen Berührungsschutz-Kondensatoren 
werden für Exportzwecke mit einer Prüf- 
spannung von 2,5 kV» hergestellt. — Die 
Ero-Tantal zeigte mit der Typenreihe ETP 
preisgünstige Tantal-Kondensatoren in fla- 
cher Bauform mit einseitigen Anschlußdräh- 
ten im Rastermaß. Die bekannten Tantal- 
Kondensatoren mit flüssigen Elektrolyten, 


Heft 12/FUNKSCHAU 1964 


876 





Bild 4. Metallisierte Kunstfolien-Kondensatoren 
vom Typ MKS. Die jetzt verwendeten dünneren 
Folien ergeben mesentlich kleinere Wickel. Im 
Bild nicht zu erkennen ist, daß der 2-«F-Konden- 
sator der 60-V-Reihe (unten links) noch flacher 
ist als die 1-«F-Ausführung der 100-V-Reihe 
oben rechts (Wima) 


Typ ETA, liegen für zahlreiche Kapazitäts- 
werte bis zu 450 uF in kleineren Bauformen 
vor. 

Die Kondensatoren mit metallisierter 
Polycarbonatfolie von Vulvo bestehen aus 
einem flachen Wickel mit radialen Anschluß- 
drähten. Durch Verwenden sehr dünner 
Folie werden geringe Wickelabmessungen 
erreicht. Es sind drei Spannungsreihen 
250 V, 400 V und 630 V in Kapazitätswerten 
von 10 nF bis 2,2 »F vorgesehen. 

Die Firma Jahre, Spezialfabrik für Glim- 
merkondensatoren, nahm vier neue Baufor- 
men in ihr Vertriebsprogramm auf. Die 
Typenreihen 51 und 52 sind umpreßte Aus- 
führungen. Bei der 52er Reihe konnte eine 
günstige Preisgestaltung ohne Qualitätsein- 
buße erreicht werden. Neu sind ferner ge- 
tauchte Kondensatoren der Bauformen 48 
und 58. Alle Ausführungen entsprechen den 
MIL-Forderungen. 

Die Reihe der Miniatur-Drehkondensato- 
ren von Valvo wurde durch den Typ AV 1038 
ergänzt. Er ist für AM/FM-Transistoremp- 
fänger vorgesehen und hat die Abmessun- 
gen 25mm X 25mm X 26,8 mm, die maxi- 
mal einstellbaren Kapazitäten betragen 
280 + 280 + 2 X 14 pF. 

Die Firma Karl Hopt stellte einen neuen 
Dreifach-UKW-Drehkondensator vor. Der 
Stator ist aus Massiv-Messing gefräst und 
daher unempfindlich gegen Mikrofonie. Der 
Rotor ist beidseitig in Kugeln gelagert und 
mit einem Innentrieb 3:1 versehen. Der 
Drehkondensator ist mit Kapazitätsvaria- 
tionen von 3 X 14 pF oder 3 X 10,5 pF liefer- 
bar. 


Spulen und Relais 


Für Induktivitäten mit kleinem Volumen 
entwickelte Valvo Ferroxcube-H-Kerne. Sie 
ermöglichen bei wenigen Einzelteilen eine 
wirtschaftliche Herstellung der Wicklung 
und eine einfache Montage. Der H-förmige 
Kern ist mit dem Spulenkörper aus löt- 
festem Material umspritzt, in das die An- 
schlußstifte eingebettet sind (Bild 5). Der 
magnetische Rückschluß wird durch einen 
Rahmen oder eine Platte hergestellt. Die 
H-Kerne sind aus der neuen Ferroxcube- 
sorte 3E 2 hergestellt. Valvo garantiert für 
dieses Material eine Anfangspermeabilität 
von mindestens 5000. 

Als Abstimmelement für den UKW-Be- 
reich in tragbaren Transistorempfängern ist 
das Dreifach-Variometer 1825 (Bild 5a) von 
Vogt & Co. vorgesehen. Der Aufbau gleicht 
dem der zweikreisigen Ausführung. Die 
Variometerkerne befinden sich in einem 
Kernschieber, der über ein Ritzel und eine 
Zahnstange angetrieben wird. Für spiel- 
freien Antrieb sorgt eine Vorspannung des 
die Zahnstange tragenden Kernschiebers. 
Um auch den mittleren Kern zum Absglei- 
chen leicht verstellen zu können, wurden 
die Gewindekerne mit Sechskantdurchbruch 
versehen. Das Abgleichwerkzeug mit einem 
hinterdrehten Sechskantkopf läßt sich durch 
den äußeren Kern hindurchschieben. Die 
beiden Spulen neben der Antriebsachse 


FUNKSCHAU 1964 / Heft 12 
877 


sind für die Empfangsfrequenz vorgesehen. 
Sollen sie als Vor- und Zwischenkreis ge- 
schaltet werden, so kann die Entkopplung 
durch zusätzliche Ferrocarit-Stäbchen außer- 
halb der Spulen noch verbessert werden. 

Fernsteuer-Relais für den Modellbau 
zeigte die Firma Kaco, Der Typ RA 1931/9 
für Flugmodelle benötigt einen Anzugs- 
strom von S13mA bei 4,3...17,3 V Gleich- 
spannung. Zwei weitere Typen für Schiffs- 
modelle oder Modelleisenbahnen sprechen 
bei Strömen von S 15 mA bzw. S 25 mA bei 
Spannungen von 5..17,3V bzw. 3,5 bis 
11,2 V an. 

Das Kleinrelais R 64 für Wechselstrombe- 
trieb der Firma Wisi erzielt durch eine gün- 
stige Ankerübersetzung einen ruhigen, flat- 
terfreien Anzug bei Wechselstromerregung. 
Es kann mit zwölf Kontaktfedern in drei 
Reihen bestückt werden. Die Kontakte 
haben eine Schaltleistung von 130 VA, der 
maximale Strom beträgt 2,5 A bei 220 V 
Wechselspannung. Das Relais kann fest 
montiert oder in eine Fassung gesteckt wer- 
den, und es wird mit einer durchsichtigen 
Schutzhaube abgedeckt (Bild 6). 


Steckverbindungen 


In der IEC-Publikation 130-2 wurden 
neue Buchsen und Stecker für Ton-Rund- 
funkempfänger festgelegt. Man kann damit 
rechnen, daß die Steckverbindungen in ab- 
sehbarer Zeit auch für die deutschen Geräte 





Bild 5. Einzelteile der Ferroxcube-H-Kerne 
(Valvo) 








Bild 5a. Das neue Dreifach-Variometer für Tran- 
sistorempfänger im zerlegten Zustand (Vogt & Co.) 





Re 
REKEN 


Bild 6. Kleinrelais für Wechselstrombetrieb (Wisi) 


Messeberichte: Bauelemente 


übernommen werden — sicherlich nicht zur 
Freude der Servicetechniker! Hirschmann 
liefert drei Einbaubuchsen und zwei dazu 
passende Stecker nach dieser Norm. Die 
Steckerstifte haben Rechteckprofil und bei 
UKW einen Stiftabstand von 10,16 mm; für 
LMK-Antenne und Erde ist der Abstand 
12,7 mm (Bild 7). 

Für den Anschluß von Zusatzlautspre- 
chern oder für Stereo-Anlagen stellt Hirsch- 
mann Wandbuchsen für Lautsprecherstecker 
nach DIN 41 529 her. Sie sind als Unterputz- 
Einsatz für die übliche 55er-Dose oder als 
Aufputz-Ausführung erhältlich. 

Aus dem vielfältigen Angebot an mehr- 
poligen Steckverbindungen, die vorwiegend 
für die kommerzielle Technik entwickelt 
wurden, sei als Beispiel die 18- bzw. 
22polige Federleiste für gedruckte Schal- 
tungen von Tuchel erwähnt (Bild 8). Die 
Kontakte dieser Federleiste nach den MIL- 
Spezifikationen C 21097 A sind so ausgebil- 
det, daß der Kontaktdruck am Ende des 
Steckvorgangs, also in der Arbeitsstellung, 
am größten ist. Dadurch ergeben auch große 
Toleranzen der Plattenstärken noch kon- 
taktsichere Verbindungen, und die Steck- 
häufigkeit wird überdurchscnittlich groß. 
Dies ist z. B. für häufige Änderungen von 
elektronischen Rechen- oder Steuerfunktio- 
nen von Bedeutung. 


(Fortsetzung auf Seite 322 unten) 





Bild 7. Stecker und Buchsen für den Antennen- 
anschluß von Rundfunkempfängern nach der 
neuen IEC-Norm (Hirschmann) 





Bild 8. 22polige Federleiste für gedruckte Schalt- 
platten (Tuchel) 


schalter 
mit 
Moment- 
schaltung 
(Preh) 





OTTO LIMANN 


Die Meßtechnik 


Bei dem großen Umfang und der Vielfalt 
der elektronischen Meßtechnik muß man auf 
der Hannover-Messe viele Hallen und sehr 
viele Stände besuchen, und man würde 
trotzdem kaum einen umfassenden und 
lückenlosen Bericht zusammenstellen kön- 
nen, das Gebiet ist zu groß geworden. Der 
folgende Aufsatz versucht, daraus die be- 
merkenswertesten Richtlinien für die Ten- 
denzen der Meßtechnik unserer Branche 
herauszuarbeiten. Wenn selbst bei diesem 
Ausschnitt nicht alles erwähnt werden 
konnte, so ist einmal der begrenzte Umfang 
selbst eines Messe-Berichtsheftes der FUNK- 
SCHAU die Ursache. Zum andern aber 
könnten die Gründe auch in den schwie- 
rigen Bedingungen solcher Messebesuche 
liegen. Maßgebende Experten sind vielleicht 
zufällig nicht am Stand oder in einem wich- 
tigen Verkaufsgespräch. Der Besucher wird 
gebeten, später nochmals vorzusprechen. 
Hat man dann einige Dutzend solcher Vor- 
merkungen, noch dazu in verschiedenen 
Hallen, in seinem Notizbuch, dann muß man 
stundenlang in dem Riesengelände zickzack 
laufen, um die Lücken aufzufüllen. Dabei 
kann es dann auch vorkommen, daß eben 
Lücken bleiben. 


Zeigerinstrumente und Vielfachmesser 


Im Messe-Vorbericht (FUNKSCHAU 19864, 
Heft 9, Seite *601) wurde auf die Tat- 
sache hingewiesen, daß die Meßgerätefirmen 
neue Serien von Präzisionsinstrumenten 
der Klasse 0,2 herausbringen. Eine andere 
Entwicklungsrichtung geht dahin, die üb- 
lichen Schalttafel- und Einbauinstrumente 
neuzeitlicher und schöner zu gestalten. Der 
Meßgerätekonstrukteur braucht heute nicht 
mehr die altmodischen runden Schalttafet- 
instrumente mit ihren monotonen schwar- 
zen Einfassungen zu verwenden. 

Als ein Beispiel hierfür seien die Einbau- 
instrumente der Panoform-Serie von Mül- 
ler & Weigert erwähnt. Sie besitzen einen 
glasklaren und bruchsicheren Gehäusedek- 
kel aus Kunststoff. Das Licht kann dadurch 
von vier Seiten durch die gewölbte Pano- 
ramaform auf die Skala einfallen. Damit er- 


gibt sich eine gute Ablesemöglichkeit selbst 
bei geringer Beleuchtung. Der schmale Kunst- 
stoffrahmen läßt ein größeres Skalenge- 
samtbild als bei den bisher üblichen Geräten 
gleicher Abmessungen zu. Panoform-Einbau- 
meßgeräte gibt es in fünf verschiedenen 
Größen von 48 mm X 48 mm bis 180 mm X 
144 mm Frontplattengröße. Sie werden ge- 
liefert als Dreheisen- und Drehspulmeß- 
werke sowie als Drehspulmeßwerke mit 
Diodengleichrichter und mit Thermoumfor- 
mer. Mit den in vier Farben (weiß, rot, 
schwarz, grau) erhältlichen Kunststoffrah- 
men lassen sich freundliche, geschmackvolle 
Schalttafeln und Meßplätze einrichten. 

In einer schlichten und klaren Form prä- 
sentieren sich auch die rechteckigen Einbau- 
Meßinstrumente, Form Rk, der Firma Neu- 
berger, München. Sie sind in den verschie- 
densten Strom- und Spannungsmeßbereichen 
als Dreheisen- und Drehspulmeßwerke zu 
erhalten. Außerdem werden sie als Zeiger- 
galvanometer, als Temperaturmeßgeräte so- 
wie als Effektivwertmesser mit Drehspul- 
meßwerk und Thermoumformer, ferner als 
Zungenfrequenzmesser für 50 Hz herge- 
stellt. Gehäuse und Rahmen sind in freund- 
lichem Grau gehalten, das Äußere wurde 
von der Hochschule für Formgestaltung in 
Ulm geschaffen. Die Serie wurde als „gute 
Industrieform“ ausgezeichnet. 

Normale Vielfach-Meßinstrumente bilden 
immer noch die Grundausrüstung im Labor 
und im Service. Allerdings sind sie stets 
etwas durch gelegentlich starke Überlastung 
gefährdet. Zu den bereits in der FUNK- 
SCHAU 1964, Heft 9, Seite *602, erwähnten 
Vielfach-Meßgeräten der Typen Unigor bei 
Metramwatt ist nun folgendes nachzutragen: 
Bei der Ausführung Unigor 3 s liegt im Ge- 
samtstromkreis (zusätzlich zu dem Schutz- 
schalter‘) ) eine Glasrohrschmelzsicherung. 
Damit wird jetzt eine doppelte Sicherheit 
gegen Überlastungsschäden erzielt. — Zum 
Gleichrichten in den Wechselstrombereichen 
werden Germaniumdioden verwendet. Das 
Anzeigeinstrument erhielt eine größere Ska- 
lenlänge und eine Flutlichtskala. 





1) FUNKSCHAU 1961, Heft 8, Seite 203, und 
1962, Heft 23, Seite 606. 


Eine praktische Gerätekombination zur 
Großprojektion von Meßwerten bei Ver- 
suchsschaltungen in Hörsälen und Schulen, 
an Prüfständen und auf Ausstellungen schuf 
Hartmann & Braun mit dem Vielfachmesser 
Multavi 5L und dem Multavi-Projektions- 
meßwerk. Letzteres ist ein flaches spann- 
bandgelagertes Kernmagnetsystem mit 
transparenter projizierfähiger Skala. Diese 
Skala läßt sich mit einem Einschieberahmen 
in die Bildbühne eines Leitz-Projektors 
Prado 150, 250 oder 500 einschieben. Skala 
und Zeiger werden dann je nach dem Pro- 
jektionsmaßstab bis zur Größe von etwa 
4X4m an eine Wand projiziert. Dieses 
Multavi-P-Meßwerk hat bei 200Q Eigen- 
widerstand einen Gleichspannungsmeß- 
bereich von 0...60 mV. In Verbindung mit 
dem zuvor erwähnten Vielfach-Meßinstru- 
ment Multavi5_L, das dabei als Meßbereich- 
wähler dient, lassen sich 32 Meßbereiche für 
Gleich- und Wechselstrom erzielen und mit 
dem P-Meßwerk projizieren. 

Das kleine Vielfach-Meßgerät Modell 785 
der Firma Normatest, Wien, besitzt ein 
Drehspul-Spannbandmeßwerk und 40 Meß- 
bereiche. Außer den Bereichen für Gleich- 
und Wechselstrom, Gleich- und Wechsel- 
spannung sowie Widerstand und Aussteue- 
rung (Dezibel-Skala) ist eine Temperatur- 
skala von 20 °C bis 240 °C zum Anschließen 
eines getrennten Thermoelementes vorhan- 
den. Damit lassen sich also nicht nur alle im 
Service vorkommenden elektrischen Werte, 
sondern auch Temperaturen von Netztrans- 
formatoren und Motoren messen. Das Gerät 
besitzt eine ansprechende neuartige breite 
Form. Sie ermöglichte eine 90 mm lange 
Skala bei geringsten Gesamtabmessungen. 

Ein umfangreiches Programm an preis- 
günstigen Exportinstrumenten zeigte die 
Firma Werco (Werner Conrad, Hirschau). 
So gibt es den Multiprüfer 4/8, ein Taschen- 
prüfinstrument für Gleich- und Wechsel- 
strom zum Messen von Widerstand, Span- 
nung und Stromstärke mit sieben umsteck- 
baren Meßbereichen, bereits für 46 DM. Der 
Unitester UL 36 ist ein handliches kleines 
Meßgerät mit einem Eingangswiderstand 
von 2kQ/V und eingebauter Batterie für 
Widerstandsmessungen. Er mißt Gleich- 
bzw. Wechselspannungen in fünf Bereichen 
mit 5, 50, 250, 500 und 750 V Skalen-Endwert 
sowie Gleichströme mit 500 »A und 50 mA 
Skalenendwert. Widerstandsmessungen 
sind von 0 bis 5kQ möglich. Dieses Taschen- 
instrument im Lederetui wird für 58 DM 
angeboten. Ein vielseitiges Röhrenvoltmeter 
für höchste Ansprüche mit einem Innen- 
widerstand von 26 MQ/V ist das Hansen- 
Röhrenvoltmeter HRV 200. 





Fortsetzung des Bauelemente-Berichtes 


Für die neuen Fernsehempfängerröhren der 200er-Reihe z. B. 
PCH 200, wurden die dafür nötigen zehnpoligen Miniaturfassungen, 
die sogenannten Dekal-Fassungen, in der Ausführung für gedruckte 
Schaltungen von den Firmen Lumberg und Preh angeboten. 

Fassungen für Transistoren im Gehäuse TO5 und TO18 zum 
Einlöten in gedruckte Schaltungen stellt Lumberg her. Diese Fas- 
sungen werden auch ohne Kontaktbestückung als Abstandshalte- 
rung verwendet. Bei den Steckfassungen für Transistoren im 
TO-3-Gehäuse stellen zwei zusätzlihe Gewindeschrauben den 
Gehäusekontakt her. 

Aus dem umfangreichen Programm an Stecker und Bucsen 
von Zehnder sind ein neuer Koaxialstecker und -kupplung zu 
nennen. Sie sind für 60/75-Q-Koaxialkabel mit Außenleitergeflecht 
und 4 bis 6 mm Durchmesser geeignet. — Für den Fachhandel lie- 
fert Zehnder zwölf verschieden konfektionierte Verbindungskabel 
bzw. Zwischenstücke zum Anschließen von Phono- und Tonband- 
geräten. 

Für Anwendungen, bei denen es auf kurzzeitige Schaltvorgänge 
ankommt, ist der Zwerg-Stufenschalter mit Momentschaltung von 
Preh vorgesehen. Diese Schalter sind mit einer oder zwei Schalt- 
ebenen lieferbar. Bild 9 zeigt eine Ein-Ebenen-Ausführung mit 
elf Schaltstellungen. 

Dünnfilm-Baugruppen werden auch bald in die Geräte der Unter- 
haltungs-Elektronik eindringen, wenn man sie in genügender 
Stückzahl fertigen kann. Als Anwendungsbeispiel hatte Standard 
Elektrik Lorenz auf seinem Bauelementestand einen Reiseemp- 
fänger ausgestellt. In diesem Muster hatte man vier gleichartige 
flache Baugruppen als RC-Netzwerk der einzelnen Zf-Stufen und 
eine fünfte Baugruppe für den Demodulator verwendet. Die Platz- 
ersparnis ist recht beträchtlich, wie im Bild 10 zu erkennen ist. 
Bild 10. Ein Reiseempfänger diente als Demonstrationsobjekt für Dünn- 
filmbaugruppen. Fünf solcher flachen Baugruppen ergeben eine erhebliche 

Raumersparnis (SEL) 


Heft 12/FUNKSCHAU 1964 





878 


Die aktuelle Mitte 


Zahlen 


1,4 Millionen Plattenspieler und -wechsler ein- 
schließlich der Kofferabspielgeräte sowie 
630000 Tonbandgeräte wurden 1963 von der 
deutschen Industrie gefertigt. Bei den zuletzt 
genannten Geräten konnte eine leichte Er- 
höhung des Inlandsabsatzes den 15prozenti- 
gen Exportrückgang ausgleichen. Insgesamt 
gesehen stagniert dieser Markt. 


1300 000 Farbbildröhren wird die Radio Cor- 
poration of America in diesem Jahr herstellen. 
Es handelt sich weiterhin um die runde 70°- 
Lochmaskenröhre. Sylvania gibt jetzt den Fer- 
tigungsbeginn der 90°-Rechteck-Lochmasken- 
bildröhre bekannt; jedoch wird die volle 
Serienfertigung erst 1965 mit 200 000 Stück pro 
Jahr anlaufen. 


400 000 Telegramme und mehr als 83 000 Funk- 
gespräche vermittelte die Küstenfunkstelle 
Norddeich Radio der Deutschen Bundespost 
im Jahre 1963. 


Mit 186 Fernsehempfängern auf 1000 Einwoh- 
ner ist der Markt in Dänemark offensichtlich 
fast gesättigt. In Großbritannien werden 238 
und in den USA 332 Fernsehempfänger auf 
1000 Einwohner gezählt. Im Bundesgebiet sind 
es 160. 


Etwa 3 Milliarden DM (umgerechnet) erreichte 
1963 der Umsatz des IBM-Weltkonzerns. Da- 
von wurden über 850 Millionen DM vom deut- 
schen Zweigunternehmen der IBM in Sindel- 
fingen, der größten Tochterfirma der IBM, bei- 
gesteuert. Das Unternehmen beschäftigt im 
Bundesgebiet und Westberlin 10 500 Mitarbei- 
ter. Deutschland ist nach den USA der aus- 
sichtsreichste Markt für elektronische Daten- 
verarbeitungsanlagen. In West-Deutschland 
sind 1750 Anlagen in Betrieb bzw. fest bestellt 
(USA: 16 500). 


16 Millionen DM kostete die Großrechenan- 
lage im Rheinisch-Westfälischen Institut für 
instrumentelle Mathematik an der Universität 
Bonn. Der Elektronenrechner vom Typ IBM 
7090 wurde je zur Hälfte vom Land Nordrhein- 
Westfalen und von der Deutschen Forschungs- 
gemeinschaft finanziert. 


Fakten 


Das erste sprachgesteuerte Tonbandgerät der 
Welt nennt die japanische Firma Matsushita 
(National) ihr transistorisiertes und batteriege- 
speistes Modell RQ-150. Sobald in das Mikro- 
fon gesprochen wird, läuft das Gerät an, und 
es stoppt unmittelbar, wenn der Redefluß ab- 
bricht. Daten: Bandgeschwindigkeiten 9,5 und 
4,75 cm/sec, 3 Stunden Aufnahmezeit bei der 
niedrigeren Geschwindigkeit, 13-cm-Spulen, 
Gewicht 2,8 kg, Betrieb mit 6 Monozellen (Ver- 
tretung im Bundesgebiet: Transonic GmbH, 
Hamburg 1). 


Den 131. Fernseh-Kleinumsetzer hat der West- 
deutsche Rundfunk in Langenei, Gemeinde 
Kirchhundem/Sauerland, in Betrieb genom- 
men. Er überträgt das Erste Programm in Ka- 
nal 10 mit vertikaler Polarisation. — Seinen 38. 
Fernsehumsetzer schaltete der Norddeutsche 
Rundfunk in Herzberg/Harz für die Übertra- 
gung des Ersten Programms und des Regio- 
nalprogramms ein (Kanal 9, horizontale Polari- 
sation, Vorzugsrichtung Stadt Herzberg). 


Der neue Fernsehsender Pfaffenberg bei 
Aschaffenburg des Bayerischen Rundfunks 
wurde am 13. Mai in Kanal 59 (Offset —10,4 
kHz) in Betrieb genommen. Er strahlt mit je 
1,5 kW effektiver Leistung bevorzugt in Rich- 
tung Aschaffenburg und Obernburg. 


5400 km lang ist die neue transkanadische 
Richtfunkstrecke, die am 11. Mai ihrer Bestim- 


FUNKSCHAU 1964 / Heft 12 
879 


mung übergeben wurde. Sie verbindet Neu- 
fundland im Osten mit der Pazifikküste im 
Westen und führt weiter nach Alaska. Die 
Richtfunkgeräte sind auf 127 unbemannten 
Türmen aufgestellt; zur Zeit ist die Strecke mit 
600 Sprachkanälen beschaltet. Vorgesehen ist 
der Ausbau auf 3600 Kanäle. Dann können 
auch Schwarzweiß- und Farbfernseh-Pro- 
gramme übertragen werden. Die Strecke bildet 
zugleich ein wichtiges Teilstück des Common- 
wealth-Fernmeldesystems, das von England 
aus rund um die Erde reichen wird. 


Radio Caroline, der schwimmende Werberund- 
funksender, neuerdings auf 1519 kHz = 197 m, 
begann im März außerhalb der englischen 
Hoheitsgewässer mit seinem täglich von 6 bis 
22 Uhr durchlaufenden Programm, das in Süd- 
england, dem südlichen Skandinavien, Holland 
und auch im Ruhrgebiet zumindest tagsüber 
gut hörbar ist. Der Standort ist vor Harwich. 
Bald wird auch Radio Atlanta im gleichen See- 
gebiet mit dem Werbefunk beginnen. Schiff 
und Sender sind alte Bekannte: es handelt 
sich um Radio Nord, das bis vor kurzem vor 
Stockholm ankerte. Außer den beiden genann- 
ten Stationen gibt es noch Radio Veronica vor 
der holländischen Küste (1562 kHz) und Radio 
Syd im Oeresund vor Kopenhagen (89,62 MHz). 


Drei getrennte Einzelröhren mit einem zusam- 
menfassenden Projektionssystem verwendet 
der Farbfernsehempfänger Modell 6-CT-333 
von Mitsubishi. Das Gerät verzichtet also auf 
die teure und mit einigen Komplikationen be- 
haftete Lochmaskenröhre; das Bildfeld ist 
streng rechteckig. Abmessungen des Ge- 
häuses: 33 cm X 50 cm X 74 cm, Gewicht: 
29 kg. Nach Herstellerangaben ist die Bild- 
helligkeit um 50 v. H. höher als bei der Loch- 
maskenröhre. 


Gestern und Heute 


Über die westdeutschen Hi-Fi-Geräte und Bau- 
teile und deren Leistungsstand wollte sich C. 
G. McProud, der Inhaber und Herausgeber 
des Audio Magazines, New York, einen ge- 
nauen Überblick verschaffen. Auf einer Infor- 
mationsreise durch die Bundesrepublik be- 
suchte er am 12. und 13. Mai die Uher-Werke 
in München. 


Die katholische Rundfunkorganisation KRO hat 
als erste holländische Rundfunkgesellschaft 
ihren Studiokomplex mit einem zentralen 
„stereofonen Herz“ ausgerüstet, wofür über 
110000 DM aufgewendet wurden. Der Stereo- 
Anteil am KRO-Hörfunkprogramm wird rasch 
steigen. Vorgesehen sind einige Opern von 
Richard Strauss und „Hamlet“ als Stereo- 
Hörspiel (!). 


Morgen 


Das Fernsehen wird in der Republik Süd- 
afrika nach den Worten des Postministers Dr. 
Albert Hertzog noch lange auf sich warten 
lassen. Im Gegensatz zu seinen offiziellen 
Äußerungen stehen Gerüchte, die von der Ein- 
führung im nächsten Jahr wissen wollen. Der 
Aufbau eines wenigstens die Bevölkerungs- 
zentren dieses großen Landes versorgenden 
Fernsehsendernetzes wird wegen der großen 
Entfernungen sehr teuer werden. 


Eine 185 qm große Miniatureisenbahnanlage 
„Transistorland“ wird einer der Anziehungs- 
punkte der Radio and Television Show in Lon- 
don vom 24. 8. bis 5. 9. sein, die wiederum nur 
im nationalen Rahmen abgehalten wird. Für 
ausländische Interessenten, insbesondere für 
Einkäufer, steht das Export Information Centre 
zur Verfügung. Die beiden ersten Ausstel- 
lungstage (Montag, 24. August, und Dienstag, 
25. August) sind ausschließlich für auslän- 


kr ra 
elektı 


express 








Nr. 12 vom 20. Juni 1964 


Anschrift für Redaktion und Verlag: Franzis- 
Verlag, 8 München 37, Karlstraße 35, Postfach. 
Fernruf (08 11) 55 16 25 (Sammelnummer) 


Fernschreiber/Telex 05-22 301 


dische Besucher reserviert. Während der 
ersten 90 Minuten der meisten übrigen Aus- 
stellungstage haben nur Ausländer und eng- 
lische Fachhändler Zutritt. Das Farbfernsehen 
wird, wie bereits mitgeteilt, nicht gezeigt. 


Die Preisbindung für Schallplatten ist in Vor- 
bereitung. Sie soll nach dem Muster der Elec- 
trola aber nur Langspielplatten betreffen; 
Single bleiben preisfrei. Entsprechende Vor- 
bereitungen haben die Deutsche Grammophon 
GmbH und Ariola-Eurodisc getroffen; dabei 
muß die Deutsche Grammophon noch das Pro- 
blem des zweigleisigen Vertriebs lösen: 
DGG-Platten werden sowohl über den Einzel- 
handel als auch über den Bertelsmann-Schall- 
plattenring zu unterschiedlichen Preisen ver- 
kauft. 


Männer 


Dr. Karl H. Müller, Leiter der Verbindungs- 
stelle Frankfurt (Main) der Telefunken AG, 
feierte am 4. Mai sein 25jähriges Dienstjubi- 
läum. Von 1939 an war er in verschiedenen 
Planungs- und Entwicklungsstellen des Hauses 
tätig, ehe er 1951 auf seinen jetzigen Posten 
berufen wurde. Im Frankfurter Raum hält er 
den Kontakt zu den Behörden. 


Dipl.-Kaufmann Dr. h. c. G. Böhme (Körting) 
wurde zum neuen Leiter der Exportkommis- 
sion der Fachabteilung Rundfunk und Fern- 
sehen gewählt. Die Werbekommission leitet 
Dipl.-Ing. Kurt Hertenstein (Philips), die Tech- 
nische Kommission untersteht Paul Metz, wäh- 
rend Direktor Kurt Nowack (Telefunken) der 
Vertriebs- und Importkommission vorsteht. Die 
Pressekommission wurde Direktor Max Rieger 
(Schaub-Lorenz) übertragen. 


Werner Bürk, Prokurist und Verkaufsleiter der 
Firma Dual Gebr. Steidinger, St. Georgen, 
feierte am 15. Mai seinen 50. Geburtstag. Nach 
einer Ausbildung im Export in der Gummiindu- 
strie und nach der Kriegsteilnahme übernahm 
er am 1. Juni 1949 bei Dual den Verkauf und 
den Export. Die Branche berief ihn zum Vor- 
sitzenden der Fachabteilung Plattenspieler- 
Plattenwechsler im Fachverband Phonotechnik 
des ZVEI. 


Erich Wilkens, Leiter der Administration der 
Deutschen Philips GmbH, Hamburg, war am 
1. Juni 25 Jahre im Dienste des Unternehmens. 
Er absolvierte seine kaufmännische Grundaus- 
bildung in der kommunalen Versorgungswirt- 
schaft und ging 1939 zu Valvo in Hamburg-Lok- 
stedt. Beim Wiederaufbau im Jahre 1945 wurde 
er in die Administration der Deutschen Philips 
GmbH berufen, deren Leitung er als Prokurist 
im Jahre 1953 übernahm. 


Kurz-Nachrichten 


Die ägyptische Industrie will in diesem Jahr 
70 000 Fernsehempfänger herstellen, während 
der Libanon im kommenden Jahr sogar 
100 000 Geräte bauen will. * Grundig senkte 
den Preis für die leeren Tonband-Archivkas- 
setten von 4.50 DM auf 3.50 DM (15-cm-Spule) 
bzw. von 5 DM auf 3.90 DM (18-cm-Spule). * 
Wenn es gelingt, einem richtig programmier- 
ten Elektronenrechner alle grundsätzlichen 
meteorologischen Daten wie Luftdruck, -dichte, 
-bewegung, Temperatur usw. einzugeben, 
müßte es möglich sein, mit 10 Millionen Re- 
chenoperationen (= "2 Stunde) eine befrie- 
digend genaue Wettervorhersage für 24 oder 
auch 48 Stunden zu erhalten, erklärte Dr. R. C. 
Sutcliffe vom britischen meteorologischen 
Amt. * In Belgien verbietet seit dem 1. Fe- 
bruar ein Gesetz die Rabattgewährung im Ein- 
zelhandel. Davon betroffen sind auch Rund- 
funk- und Fernsehgeräte, deren Preise „echt“ 
wurden, d. h. um 15 bis 30 Prozent nachga- 
ben. * Seit dem 1. Juni arbeiten im Bereich 
des Hessischen Rundfunks zwei neue UKW- 
Sender; sie übertragen vorerst nur das er- 
weiterte Programm für die Gastarbeiter. Es 
sind die Sender Feldberg auf 94,4 MHz und 
Meißner auf 99,0 MHz. * Für den gleichen 
Zweck hat der Saarländische Rundfunk einen 
UKW-Reservesender (Sender IV) auf dem 


Persönliches 


Otto Kappelmayer 70 Jahre 

Wir haben an dieser Stelle schon viele ver- 
diente Männer aus Industrie und Handel er- 
wähnt, wenn ein Jubiläum oder eine runde 
Geburtstagszahl den Anlaß bot. Daher scheint 
es uns nur recht und billig zu sein, wenn wir 
diesmal unseren ältesten Kollegen würdigen — 
Otto Kappelmayer aus Berlin. 
Oka, wie er sich selbst abkür- 
zend nennt, hat nicht nur mehr 
als zwanzig Bücher und mehrere 
tausend Fachaufsätze geschrie- 
ben, er ist nicht nur Heraus- 
geber und Hauptautor der Zeit- 
schrift Radio-Fernseh-Händler, 
ihm kommt vielmehr das Ver- 
dienst zu, an der Einführung 
des Rundfunks in Deutschland 
entscheidend mitgewirkt zu ha- 
haben. Im Winter 1919/20 — er 
leitete damals die Tele-Autogra- 
phenstation bei Scherl in Berlin 
— hat er zum ersten Male ameri- 
kanische Sender in Berlin aufgenommen, was 
eine nicht geringe Sensation darstellte. Mit Dr. 
Nesper, Dr.S.Loewe, Prof.Leithäuser und vielen 
anderen gründete er den Deutschen Radio-Club, 
und es wäre dieser Gruppe fast gelungen, 
einen Rundfunk amerikanischer Prägung durch- 
zusetzen. Staatssekretär Bredow erkannte da- 
mals die Zeichen der Zeit und nahm die nicht 
aufzuhaltende Entwicklung des Rundfunks flugs 





Schwarzenberg bei Saarbrücken vorgesehen. * 
Die Vereinigte Arabische Republik (VAR) wird 
nicht in Kürze mit dem Farbfernsehen be- 
ginnen, wie es etwas voreilig angekündigt 
wurde. Nach einer Mitteilung der VAR-Bot- 
schaft in Bonn sind lediglich Untersuchungen 
dieses Problems vorgesehen. Geplant ist 
weiterhin eine Fernseh-Richtfunkstrecke zwi- 
schen Kairo und Assuan. * Alle Rundfunk- 
anstalten im Bundesgebiet bereiten die Auf- 
nahme von ausgedehnten Fremdsprachen- 
sendungen für Gastarbeiter vor; angestrebt 
werden täglich 45 Minuten für jede Sprachen- 
gruppe (Italienisch, Spanisch, Griechisch, Tür- 
kisch). Beim Norddeutschen und beim West- 
deutschen Rundfunk werden dafür die Sender 
des 3. Hörfunkprogrammes verwendet, andere 
Rundfunkanstalten müssen vorerst vorhandene 
Reservesender einsetzen, wofür die Frequenz- 
zuteilungen von der Bundespost einzuholen 
sind. * Beim Bayerischen Rundfunk kostete 
1963/64 eine Hörfunkminute mit allen Neben- 
aufwendungen 53.50 DM, während eine Fern- 
sehminute im Durchschnitt 1468.90 DM erfor- 
derte. Tendenz: weiter steigend! * Im Januar 
1964 waren in der ganzen Welt 1875 Videoauf- 
zeichnungsgeräte aus amerikanischer Produk- 
tion in Fernsehstudios in Betrieb. 609 standen 
außerhalb der USA. 


unter postalische Fittiche. Der temperament- 
volle Otto Kappelmayer, noch heute ein Redner 
von beträchtlichen Graden, hatteseinerzeitviele 
Vorträge gehalten und unermüdlich für den 
Rundfunk geworben. Er schrieb in den Publi- 
kationen von Scherl und anderswo, er führte 
die Rundfunkkritik in der Zeitung ein, und er 
war einer der ersten Fachschrift- 
steller dieser faszinierenden 
Technik. Schon bald erkannte 
er, daß Technik und Wirtschaft 
in dieser Branche siamesische 
Zwillinge sind; er wandte daher 
seine Aufmerksamkeit immer 
stärker auch der Radio- und 
später der Fernsehwirtschaft zu, 
so daß er konsequenterweise 
zu einer Händler-Fachzeitschrift 
kommen mußte. Immer wieder 
brachte er dietechnischen Neue- 
rungen der Industrie einem 
breiten Publikum nahe. Seine 
Formulierungskunst wurde zu- 
zeiten auch von manchem Werbeleiter ge- 
schätzt. Daß Oka ein Musiker von Rang ist, 
wissen seine Kollegen; sobald die Sprache auf 
musikalische Probleme kommt, etwa auf einer 
der vielen Pressekonferenzen, die ein Redak- 
teur besuchen muß, gilt Otto Kappelmayers 
Wort als das einer Autorität. Noch nachträglich 
unseren kollegialen Glückwunsch zum 27. Mai 
1964! KT. 


Die Industrie berichtet 


Graetz: Am 1. April bezog der Graetz Kunden- 
dienst in Dortmund-Lindenhorst neue Räume. 
Auf 3000 qm Fläche sind Werkstätten, Ersatz- 
teillager und Schulungsräume für die Service- 
techniker des Handels eingerichtet worden. 
Ersatzteilebestellungen werden während der 
Geschäftszeit unter (0231) 8031 entgegenge- 
nommen, nach Geschäftsschluß bzw. an Sonn- 
und Feiertagen steht der Telefon-Anrufbeant- 
worter mit der Nummer (0231) 80 33 33 zur Ver- 
fügung. Die Postanschrift lautet: Graetz-Kun- 
dendienst, 46 Dortmund 1, Postfach (bzw. Lin- 
denhorster Straße 38—40). 


Nordmende: Auch in diesem Jahre bringt 
Nordmende unter dem Stichwort Wer sendet 
wo? wieder das Verzeichnis aller Fernsehsen- 
der (Großsender, Umsetzer, Umlenkantennen 
in beiden Bereichen und die wichtigsten Aus- 
landssender) heraus. Die Liste ist durch eine 
Übersichtskarte ergänzt. Um das Auffinden 
der Sender zu erleichtern, sind neuerdings 
lediglich die Großsender für das Erste und 
Zweite Programm markiert. Die 18 cm X 26 cm 
große Karte ist in Planquadrate aufgeteilt. Da 
die Senderverzeichnisse nicht mehr alphabe- 
tisch nach Namen, sondern geografisch nach 


Planquadraten geordnet sind, kann jetzt jeder 
die für ihn in Betracht kommenden Sender, 
Umsetzer und Umlenkantennen bequem auf- 
finden. Die Sendertabelle, die jedem neu her- 
gestellten Fernsehempfänger beigelegt wird, 
soll dem Fachhändler zeitraubende Instruk- 
tionsgespräche ersparen und überdies ein stil- 
ler Verkaufshelfer sein, dessen Wirksamkeit 
nicht unterschätzt werden sollte. 


Philips: Der Philips-Weltkonzern berichtet von 
einem sehr guten ersten Vierteljahr 1964. Der 
Umsatz übertraf mit 1,558 Milliarden Gulden 
(17/0 Steigerung) die Erwartungen; der Rein- 
gewinn stieg nach Steuerabzug auf 95 Millionen 
Gulden. Das sind 6,1°/o vom Umsatz (gleicher 
Vorjahrszeitraum: 83 Millionen Gulden = 6,2°/o) 
oder 9,8 %0 vom Kapital. Die Gesamtbelegschaft 
in der Welt erhöhte sich im ersten Quartal 1964 
um 3400, in den Niederlanden wuchs die Mit- 
arbeiterzahl nur noch um 200 und erreichte 
80 000. Die Vorräte betrugen am Stichtag 34 %/o 
des auf Jahresbasis errechneten Umsatzes 
(38/0 Ende März des Vorjahres), und die flüs- 
sigen Mittel stiegen um 8 auf 816 Millionen 
Gulden (1 Gulden = 1.10 DM). 


Schaub-Lorenz: Alle beim Ersatzteildienst des 
Unternehmens in Pforzheim bis 19 Uhr ein- 
gehenden telefonischen Aufträge (Pforzheim 
07231/5338 werden noch am gleichen Abend 
zur Post gegeben. Eine noch spätere Aufliefe- 
rung der Sendungen lohnt sich nicht, weil die 
Post sie am gleichen Abend doch nicht mehr 
befördert. Dagegen können Aufträge auf Er- 
satzteile auch nach 19 Uhr durchgegeben wer- 
den, der Telefon-Anrufbeantworter nimmt sie 
auf und hält sie zur sofortigen Bearbeitung am 
nächsten Morgen bereit. Schriftliche Bestellun- 
gen sollen an das besonders eingerichtete 
Postfach geleitet werden: Schaub-Lorenz- 
Kundendienst, 753 Pforzheim, Postfach 1526. 


Telefunken AG: Der Rekordabschluß für das 
Rumpfgeschäftsjahr 1963 (vom 1. 4. bis 31. 12.) 
ist in der Tagespresse hinlänglich behandelt 
worden, so daß wir uns auf einige wenige Zah- 
len beschränken können. Der Umsatz stieg in 
der Berichtszeit um 33%. auf 760 Millionen DM 
oder, bezogen auf ein Kalenderjahr, auf über 
1 Milliarde DM. 53/0 der Fertigung entfiel auf 
Anlagen, der kleinere Rest auf Kosumgüter 
und sonstige Erzeugnisse. Die Belegschaft 
vergrößerte sich nur um 6°/o, woraus hervor- 
geht, daß beträchtliche Aufträge an fremde 
Firmen ganz oder teilweise weitergegeben 
werden mußten, was naturgemäß die Ver- 
dienstspanne drückt. Bei Telefunken arbeitet 
jeder neunte Betriebsangehörige für For- 
schung und Entwicklung, jeder vierte ist 
Ingenieur. — Am Jahresende 1964 wird der 
jetzige Vorsitzer des Vorstandes, Dr.-Ing. Hans 
Heyne, der die gleiche Position bei der AEG 
inne hat, beide Ämter niederlegen und in den 
Aufsichtsrat überwechseln. AEG-Chef wird 
Dipl.-Kaufmann Gamer, während der neue 
erste Mann bei Telefunken noch nicht bekannt 
ist. 


Uher-Werke KG: 17 Millionen DM Umsatz und 
36 000 produzierte Tonbandgeräte sind das 
Jahresergebnis 1963. 48°/0 (!) davon wurden 
exportiert, wobei der Verkauf nach den USA 
über die Firma Martel Electronics besonders 
hoch ist — im Vorjahr hatte Uher einen Anteil 
von 21,5% an der deutschen Tonbandgeräte- 
ausfuhr nach den USA. Die Ausweitung der 
Produktion wird entscheidend vom Arbeits- 
kräftemangel eingeengt, bej einigen gängigen 
Modellen gibt es mehrmonatige Lieferfristen. 
Uher beschäftigt heute 800 Mitarbeiter, davon 
die eine Hälfte in München und die andere in 
drei neuen Fertigungsstätten in Buchbach, 
Marktoberdorf und Kaufbeuren. 


Heft 12/FUNKSCHAU 1964 
880 





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FUNKSCHAU 1964 / Heft 12 
881 





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Heft 2/FUNKSCHAU 1964 


mit Metallrohr-Tonarm! 


Ein neues Programm und eine neue Linie bei Dual. Die 
Dual-Phonogeräte sind jetzt noch schöner, noch klarer, 
noch zweckvoller. Repräsentiert wird die neue, einheitliche 
Linie aller Dual-Geräte durch das Spitzengerät Dual 1009. 





Dual 1009 


Die technischen Merkmale dieses automatischen Platten- 
spielers waren noch in keinem Hi-Fi-Abspielgerät 
vereint. Der Dual 1009 funktioniert bei Y»p Auflagekraft 
genauso, wie herkömmliche Plattenwechsler bei 5p. 

Der Bedienungskomfort, die technische Präzision und der 
hohe Gebrauchswert dieses Hi-Fi-Abspielgerätes 
begründen die Popularität des Dual 1009. 


Das neue markante Merkmal aller Dual-Phonogeräte: der 
Metallrohr-Tonarm! Er ist extrem verwindungssteif und 
besonders leicht. Deshalb verbessert er die Wiedergabe 
und schont die wertvollen Schallplatten. 





Dual 1011 


Ein neuer vollautomatischer Plattenwechsler. Die Grund- 
konzeption der Mechanik beruht auf der bewährten 
Kinematik des Dual 1009. Seine Funktionsmerkmale: 
manuelles Einzelspiel, vollautomatisches Einzelspiel und 
vollautomatischer Plattenwechsel gemischter Größen. 
Der Plattenwechsler Dual 1011 ist auch in der Dual Koffer- 
Stereo-Anlage Dual party 1011 V 26 eingebaut. 





Dual party 400 V 


Ein Plattenspieler-Verstärkerkoffer mit eingebautem 

Dual 400. Auch dieser Plattenspieler hat den modernen, 
verwindungssteifen Metallrohr-Tonarm. Mit dem 

‚Dual party 400 V können alle Schallplattenarten und 
-größen abgespielt werden. Er besitzt einen 

zweistufigen Einkanal-Verstärker, mit 4 Watt-Endpentode, 
einen kräftigen 4 Watt-Spezial-Lautsprecher im 
abnehmbaren Kofferdeckel und einen zweiten Ausgang 
für Stereo-Wiedergabe. 


Dual 
Maßstab für moderne Phonotechnik 


FUNKSCHAU 1964 / Heft 12 


Dual party 1010 V 


Ein Plattenwechsler-Verstärkerkoffer mit eingebautem 
Dual 1010. Seine Abspiel-Variationen: manuelles 
Einzelspiel, automatisches Einzelspiel und automatischer 
Wechsel bis zu 10 Schallplatten gleicher Größe. 

Dieser Plattenwechsler-Verstärkerkoffer hat einen zwei- 
stufigen Einkanal-Verstärker mit 4 Watt-Endpentode, 
einen 5 Watt-Spezial-Lautsprecher im abnehm- 

baren Kofferdeckel und einen zweiten Ausgang für 
Stereo-Wiedergabe. 


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RAKETEN ENTFERNUNGSMESSGERÄTE 
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Das Magnetron-Typenspektrum der Sylvania umfasst 46 Typen im Frequenzbereich von 
9-35 GHz mit Ausgangsleistungen zwischen 40 und 225000 Watt für eine Vielzahl indus- 
trieller und militärischer Anwendungszwecke. 


Sylvania Magnetrons wurden zum Betrieb unter härtesten Umgebungsbedingungen in 
stationären Anlagen wie auch für Fahrzeug- und Flugzeuggeräte entwickelt. Das Programm 
enthält das weltbekannte SYM 4193A/USAF 7008. Auch für Magnetrons gilt: 


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Heft 2/FUNKSCHAU 1964 
884 


Export verlangt Wendigkeit 


Konstantes Exportvolumen — Europa im Vordergrund — die vier Hauptkonkurrenten — 


Erlöse bescheiden, aber „befriedigend“ 


In den letzten Jahren ist der Export deutscher 
Rundfunk-, Fernseh- und Tonbandgeräte un- 
gefähr gleich hoch geblieben, nämlich im 
Durchschnitt 500 Millionen DM oder 24°/o der 
Gesamtfertigung. Davon entfielen ungefähr 
38/0 auf Fernsehgeräte, 20°% auf Kofferemp- 
fänger, 30° auf Truhen, 8°/o auf Tisch-Rund- 
funkgeräte und der Rest auf Tonbandgeräte. 
Man rechnet mit 120 Abnehmerländern, von 
denen aber nur 20 wirklich von Bedeutung 
sind (vgl. unsere Tabellen in fee Nr. 8 vom 
20. April 1964, 3. Seite). Der Anteil Europas ist 
dabei steigend; 1963 wurden bereits 71/0 des 
Gesamtexportes nach europäischen Ländern 
getätigt, wobei die unterschiedliche Zollbe- 
lastung im Efta- und EWG-Raum recht fühlbar 
war. Beispielsweise erhebt die Bundesrepublik 
bei Importen aus Drittländern 12% + 6°, 
während Einfuhren aus dem EWG-Raum nur 
noch mit 6° + 6° belastet sind. Umgekehrt 
befriedigt die Zollsenkung innerhalb der EWG 
auch nicht völlig, denn z. B. in Italien beträgt 
die Gesamtbelastung für ausländische Rund- 
funk- und Fernsehgeräte bei der Einfuhr etwa 
50°/ vom Netto-Rechnungswert; diese Höhe 
wurde beibehalten, als die EWG-Binnenzölle 
heruntergingen — Italien erhob dafür ent- 
sprechende inneritalienische Zusatzsteuern! 
Das Exportgeschäft ist voller Überraschungen. 
Ihnen zu begegnen, verlangt von den Firmen 
Wendigkeit. Die Bedeutung der Länder ver- 
schiebt sich oft sprunghaft; bisher jedenfalls 
sind alle Verluste durch neue Kunden ungefähr 
ausgeglichen worden. Dafür zwei Beispiele: 
Schweden importierte 1960 für 103 Millionen 
DM Geräte aus dem Bundesgebiet und 1963 
nur noch für 28 Millionen DM, während Frank- 
reich seine Bezüge von 8 Millionen DM im 
Jahre 1960 auf 55 Millionen DM im Jahre 1963 
steigerte, nicht zuletzt als Folge der Liberali- 
sierung der Einfuhren. Stark abwärts ging es 
in den USA (von 1960 auf 1963 von 55 Millionen 
auf 37 Millionen DM) und auch in Kanada, wo 
die deutsche Einfuhr auf 6° des Marktes ab- 
sank, hier letztlich auch durch die sehr hohen 
Zoll- und sonstigen Belastungen von fast 53 °/o. 
Einen Ausgleich wird vielleicht Israel schaffen, 
denn dort beginnt, wie wir in fee Nr. 11 vom 
5. Juni auf der 3. Seite berichteten, das Unter- 
haltungsfernsehen. 

Der afrikanische Kontinent ist ein unbedeuten- 
der Kunde. Nur 6,3°/o aller Rundfunkgeräte- 
exporte gingen dorthin; das ist weitaus weni- 
ger, als etwa der deutsche Export nach der 
Schweiz beträgt. 

Im arabischen Raum werden die Umsätze von 
der zunehmenden Eigenproduktion eingeengt, 
die auch in fast allen anderen klassischen Ab- 
nehmerländern immer fühlbarer wird. Der 
Ausgleich durch den Aufbau von Montage- 
werkstätten oder die Beteiligung an einheimi- 
schen Fabriken ist nicht leicht; staatliche Ein- 
griffe und der Zwang zum gleichzeitigen Export 
guter Fachleute für diese Betriebe sind große 
Hindernisse. 

Insgesamt sieht sich der deutsche Fabrikant 
auf dem Weltmarkt vier Hauptkonkurrenten 
gegenüber: der erwähnten Eigenfertigung, den 
Japanern, dem Philips-Weltkonzern, der jedoch 
in der Regel zum erstgenannten Konkurrenten 
hinzuzurechnen ist, weil Philips in sehr vielen 
Ländern der Erde selbst produziert, und der 
störende illegale Export aus dem Bundes- 
gebiet. 

Der japanische Wettbewerb ist sehr hart, denn 
Japan liefert in viele Länder, mit denen keine 


FUNKSCHAU 1964 / Heft 12 
885 


Exportabsprachen über Qualität und Mindest- 
preise bestehen, zu unglaublich niedrigen 
Preisen. So sind z. B. in Afrika und Asien japa- 
nische 5-Röhren-Empfänger für 12 DM fob (ab 
Japan) aufgetaucht, der Röhrensatz für ein 
solches Gerät kostet 3.45 DM. Aber die japa- 
nische Konkurrenz beschränkt sich nicht auf 
diese Niedrigpreise; vielmehr sind die Her- 
steller in Japan ständig ernster zu nehmende 
Wettbewerber auch bei hochwertigen Empfän- 
gern, guten Tonbandgeräten usw. Die japa- 
nische Technik hat nicht nur aufgeholt, sie setzt 
bei einigen Erzeugnissen bereits die Maßstäbe. 
Die DDR ist auf dem Weltmarkt nur in be- 
grenztem Umfange als echter Konkurrent auf- 
getreten. Ihre Lieferungen nach dem Ostblock 
sind nicht störend, weil das Bundesgebiet 
dorthin kaum Fernseh-, Rundfunk- und Ton- 
bandgeräte liefert — letztere höchstens im 
kleinen Umfange nach der CSSR. Dagegen 
konnten größere Verkäufe der DDR nach 
Ägypten, Finnland und auch nach Südamerika 
festgestellt werden; mit Bauelementen haben 
aber Hersteller aus der DDR auch in manchen 
anderen Gebieten recht gute Erfolge erzielt. 
Um den Geschmack der einheimischen Käufer 
besser zu treffen, schaltete die deutsche In- 
dustrie in der letzten Zeit vielfach auf den 


Export von Chassis um; die Gehäuse werden 
im jeweiligen Lande gefertigt und die Geräte 
dann häufig unter Handelsmarken oder ein- 
heimischen Marken verkauft. Das bringt in 
einigen Ländern auch fühlbare Zollerleichte- 
rungen mit sich; mitunter kann man nur auf 
diese Weise Einfuhrverbote überspringen. Bei- 
spielsweise werden deutsche Reisesuper- 
Chassis in den USA abgesetzt. Auch südameri- 
kanische Staaten, vornehmlich Venezuela, kau- 
fen deutsche Empfängerchassis. 

Mehr als zwei Drittel aller exportierten Geräte 
können nicht der Inlandsproduktion entnom- 
men werden, sondern sind mehr oder minder 
abweichende Sonderanfertigungen, was sich 
auf Wellenbereiche, Sicherheitsvorschriften, 
abweichende Normen bei Fernsehgeräten usw. 
bezieht. Dieser Umstand drückt auf den Erlös, 
denn die abgeänderten Geräte werden manch- 
mal in nur geringen Stückzahlen verlangt. 
Dessen ungeachtet dürfte der deutsche Export 
der hier in Rede stehenden Geräte im ganzen 
noch immer einen bescheidenen Nutzen ab- 
werfen; die Exportlieferungen können als Folge 
von Ausfuhrrückvergütungen, Umsatzsteuer- 
wegfall und der Lizenzersparnis in der Regel 
um 15°/o billiger sein als die niedrigsten In- 
landspreise. K: F. 


Wichtiges aus dem Ausland 


Dänemark: Der jahrelang sehr flotte Verkauf 
von Fernsehgeräten scheint jetzt einer gewis- 
sen Stagnation gewichen zu sein, ähnlich wie 
auch die Rundfunk- und Tonbandgeräteumsätze 
nicht mehr steigen. Der Einzelhandel ist über- 
setzt, und der Einfluß der Kettengeschäfte mit 
10 bis 30 Filialen ist groß. Die Produktion im 
Jahre 1963 war: etwa 120000 Fernsehempfän- 
ger, 160 000 Reisesuper, 35 000 Tonbandgeräte 
und 40000 Plattenspieler und -wechsler. Die 
Importe von Fernsehgeräten sind fast unmög- 
lich, weil die Preise der ausländischen Geräte 
zu hoch sind, u. a. wegen der 22/0 betragen- 
den Einfuhrbelastung (Zoll einschl. der übrigen 
Ausgleichsbeträge). Der scharfe Konkurrenz- 
kampf auf der Handelsebene hat jetzt den un- 
abhängigen Einzelhandel zu Zusammenschlüs- 
sen für gemeinsamen Einkauf usw. bewogen; 
diese Zentralstelle wird offiziell nicht von dem 
sehr rührigen Radiofachverband Rateska ge- 
leitet. 


Großbritannien: Im Gebiet von Vauxhall Cross, 
einem Verkehrsengpaß im Südwesten Lon- 
dons, wurden elf von Decca Radar Ltd. gefer- 
tigte Zählgeräte installiert. Sie messen Ver- 
kehrsdichte (Zahl der Fahrzeuge pro Stunde) 
und Verkehrsgeschwindigkeit (km/h) und mel- 
den die Werte einem zentralen Informations- 
raum im Verkehrsministerium, wo Schautafeln 
mit Lichtanzeige die Verkehrssituation im be- 
treffenden Gebiet ausweisen. 


Österreich: Am 7. Oktober beginnt am Radio- 
technischen Institut in Wien wieder ein zwei- 
jähriger Tageslehrgang mit höherer theore- 
tischer und praktischer Sonderausbildung in 
den Fächern Funktechnik und Elektronik. Ne- 
ben den bekannten Gebieten der Übertra- 
gungstechnik, des Rundfunks, des Tonfilms 
und des Fernsehens umfaßt die Ausbildung 
auch die industrielle Fertigung, die Physik, die 
Chemie, die Mechanik, die Meßtechnik und 
die Medizin. Der Sonderlehrgang ist staatlich 
anerkannt. Er ist der staatlichen Versuchsan- 


stalt für Radiotechnik angegliedert und unter- 
steht unmittelbar der Direktion des Technolo- 
gischen Gewerbemuseums. Nach ordnungsge- 
mäßem Abschluß des gesamten Studienganges 
erhalten die Studierenden ein staatliches Ab- 
gangszeugnis. Die Teilnahme am Lehrgang 
kann als ordentlicher, außerordentlicher oder 
als Gasthörer erfolgen. 


Pakistan: Im Herbst wird das Fernsehen auf den 
beiden Stationen Dacca und Lahore eingeführt. 
Alle Kosten während des auf 90 Tage be- 
schränkten ersten Versuchsbetriebes ein- 
schließlich der Ausgaben für Sender und Emp- 
fänger werden von einer japanischen Groß- 
firma übernommen. 200 Empfänger dürfen zoll- 
und verkaufssteuerfrei eingeführt werden. Sie 
sollen an wichtigen öffentlichen Punkten auf- 
gestellt werden und das täglich auf vier Stun- 
den begrenzte, mit Werbehinweisen durch- 
setzte Erziehungsprogramm, übertragen. Der 
endgültige Plan sieht die Errichtung von drei 
Haupt- und drei Nebensendern durch eine pri- 
vatwirtschaftliche Fernsehgesellschaft vor, an 
der sich die japanische Großfirma angemessen 
beteiligen kann. Ähnliche Vereinbarungen mit 
anderen elektronischen Großfirmen für andere 
Städte Pakistans stehen vor dem Abschluß. 


USA: Für die Zenith Radio Corp., Chicago, war 
das Jahr 1963 das erfolgreichste in der Firmen- 
geschichte. Der Gesamtumsatz stieg auf 350 Mil- 
lionen Dollar (+ 12° gegenüber 1962), und 
der Netto-Reingewinn lag nach Abzug der 
Steuern bei 20,8 Millionen Dollar. Das Unter- 
nehmen konnte mehr als eine Million Fernseh- 
empfänger absetzen. Für Investitionen wurden 
20 Millionen Dollar aufgewendet, vornehmlich 
zur Erweiterung der Bildröhrenfabrikation und 
für die Errichtung eines Forschungs- und 
Entwicklungszentrums. Weniger erfolgreich 
scheint das von Zenith unterstützte Phone- 
vision-Experiment (bezahltes Teilnehmer-Fern- 
sehen) in Hartford/Conn. zu arbeiten. Nach 18 
Monaten Betrieb sind erst 4000 Teilnehmer 
registriert worden. 





„Ein Kuß 'ne Mark, mit Umarmung einstuffzig!* 


Signale 
Tradition nicht gefragt...? 


Mit Stolz verweisen die Kurzwellenamateure 
auf die zunehmende Beliebtheit ihrer Tätig- 
keit. Heute gibt es in der Welt 375 000 Sende- 
amateure mit behördlicher Genehmigung, der 
Schwerpunkt liegt natürlich in den USA. Aber 
auch die europäischen Zahlen sind beein- 
druckend: 10500 „hams“ in Großbritannien, 
fast 9000 im Bundesgebiet usw. Doch die 
Sorge lauert hinter der Tür. Es besteht be- 
gründeter Verdacht, daß die den Amateuren 
zugewiesenen Frequenzbereiche, die heute 
ohnehin wegen der sehr hohen Zahl aktiver 
Amateure zu gewissen Zeiten überfüllt sind, 
später drastisch beschnitten werden könnten. 
Gut Informierte rechnen damit möglicherweise 
schon auf der ITU-Funkverwaltungskonferenz; 
man erwartet massive Einflüsse, um die eigent- 
lichen Kurzwellenbänder mit Fernwirkung (zwi- 
schen 10 und 100 m) zugunsten anderer Dienste 
einzuengen. Immer neue Nationalstaaten, vor- 
nehmlich in Afrika, entstehen, und deren Ver- 
treter haben auf einer Funkverwaltungskon- 
ferenz ebenso eine Stimme wie die Vertreter 
der alten Nationen — aber sie haben nicht 
jene manchmal etwas sentimental eingefärbte 
Achtung vor den OM’s, „die ja überhaupt erst 
einmal die Kurzwellen entdeckt hatten... .“. 
Bei den Farbigen in Afrika gibt es keine Kurz- 
wellenamateur-Tradition, dafür viele neue 
Kurzwellen-Großsender mit beachtlichem Fre- 
quenzappetit. 

Mancherlei wird überlegt, um der dräuenden 
Gefahr zu begegnen — sie ist real, wie etwa 
die kalte Okkupierung des 40-m-Amateur- 
bandes durch starke Kurzwellen-Rundfunk- 
sender vornehmlich in Nordafrika, im Mittleren 
und im Fernen Osten beweisen. Die einen 
plädieren für das Anheben des technischen 
Niveaus der Amateure, das, seitdem man 
Kurzwellensender von der Stange und nach 
Maß kaufen kann, nicht mehr überall das Beste 
ist. Die anderen, vornehmlich in den USA, er- 
wägen die Einführung noch stärker differen- 
zierter Klassen von Amateuren und überhaupt 
den Amateurfunk vom privaten Hobby eine 
Stufe höher auf die Ebene einer wichtigen 
öffentlichen Angelegenheit zu hieven — wozu 
vor kurzem dank vorbildlicher Arbeit vieler 
Amateure während der Erdbebenkatastrophe 
in Alaska gute Gelegenheit war. In Europa 
schließen sich die Amateure zwecks besserer 


Vertretung ihrer Interessen zur „Region I Divi- 
sion“ zusammen; 21 Mitglieder-Verbände, dar- 
unter zwei aus Afrika, repräsentieren bereits 
38 000 lizenzierte Amateure. Die letzte Funk- 
verwaltungskonierenz in Genf im Jahre 1959 
sah eine gut informierte Amateur-Beobachter- 
gruppe, nicht unähnlich einer parlamentari- 
schen Lobby. 

Die stärkste Stütze der Amateure ist aber 
nach wie vor die Tatsache, daß viele der 
maßgebenden Männer in der ITU und in den 
Delegationen bei einschlägigen Konferenzen 
selbst Amateure sind oder es waren. Zumin- 
dest noch 1959 konnte die Weltbruderschaft 
der Amateure, die sich quer durch viele Dele- 
gationen zog, Schlimmes verhüten. 


Die Fernsehschulung für den Fachhandel wurde 
Mitte Juni mit zunächst zehn Lehrgängen von 
Philips in Hamburg fortgesetzt. Die Lehrgänge 
dauern jeweils drei Tage. Die Anmeldung 
kann in Hamburg, aber auch wie bisher bei 
den einzelnen Philips-Filialen im Bundesgebiet 
erfolgen. Lehrgangsgebühren werden nicht 
erhoben. 


Faksimile-Druck von Tageszeitungen an einem 
vom eigentlichen Druckort entfernten Punkt 
nach dem von Muirhead entwickelten Verfah- 
ren wird jetzt auch von der schwedischen Zei- 
tung Dagens Nyheter eingerichtet. Nach dem 
gleichen Verfahren arbeiten auch Asahi Shim- 
bun, Japan, und das Wall Street Journal, New 
York/Californien. Dabei werden komplette Zei- 
tungszeilen in jeweils 5 Minuten mit einer Auf- 
lösung von 1000 Zeilen/Zoll übertragen, deren 
Reproduktion jeden Vergleich mit dem Origi- 
nal aushält. 


Eine ständige Verbindung zur New Yorker 
Zentrale hat jetzt die Filiale der amerikani- 
schen Maklerfirma Bache & Co., Frankfurt 
(Main). Durch einfachen Knopfdruck lassen 
sich Angaben über jedes gehandelte Papier 
(Geld- und Briefkurs, Vortageschlußkurs, 
Höchst- und Tiefstkurs usw.) über eine private, 
von der Radio Corporation of America (RCA) 
gemietete Leitung erfragen. Auf beiden Seiten 
des Atlantik sind Datenverarbeitungsgeräte 
vom Typ Ultronic Stockmaster in Betrieb. 


Stereo-Hörerfunkprogramme wird der Hessi- 
sche Rundfunk im Spätherbst über die UKW- 
Sender auf dem Feldberg, dem Rimberg und 
dem Meißner abstrahlen und damit sogleich 
90 °/a seiner Hörer versorgen. Zum Jahresende 
dürfte der Südwestfunk Baden-Baden mit 
Stereofonie beginnen; seine UKW-Sender- 
kette II wird z. Z. entsprechend ausgerüstet. 
Beim Süddeutschen Rundfunk in Stuttgart ist 
die Produktion von Stereo-Programmen auf- 
genommen worden, während der Bayerische 
Rundfunk auf der Hannover-Messe eine stark 
beachtete Meinungsforschung über Stereofonie 
bei der Industrie durchführte. 


Tunneldioden für Empfänger benutzt die japa- 
nische Firma Sony im UHF-Teil des kleinen 
tragbaren Fernsehempfängers. Auf Grund der 
guten Erfahrungen ist damit zu rechnen, daß 
demnächst auch Tunneldioden als aktive Bau- 
elemente im Eingangsteil von Transistor-Rund- 
funkempfängern verwendet werden. Bei der 
gleichen Firma werden übrigens auch Video- 
Magnetbandgeräte gebaut. Vorerst sind sie 
jedoch nur in Studioausführung zu haben. 


Elektronische Datenverarbeitungsanlagen wer- 
den vom 22. bis zum 29. Juni im Amerikani- 
schen Handelszentrum in Frankfurt (Main) aus- 
gestellt. Einige dieser Anlagen werden der 
deutschen Öffentlichkeit zum ersten Male ge- 
zeigt. Man erwähnt in diesem Zusammenhange 
eine kleine Rechenanlage, die pro Sekunde 
1,5 Millionen Rechenoperationen ausführen 
kann. Die Bundesrepublik Deutschland ist nach 
Amerika mit Abstand der bedeutendste Markt 
für Datenverarbeitungsanlagen. Im Jahre 1963 


funkschau 
elektronik 
express 


Nr. 12 vom 20. Juni 1964 


wurden hier 638 Rechenanlagen amerikani- 
scher Herkunft bestellt. 


Die Weltproduktion von Büromaschinen er- 
reichte 1963 einen Wert von annähernd 14,5 
Milliarden DM. Davon entfielen etwa 60° 
auf die USA, 20% auf die EWG und 15° auf 
die EFTA. 

Akustische Meßstellen werden an den Flug- 
schneisen des Rhein-Main-Flughafens im Auf- 
trage der Flughafen-Frankfurt-(Main)-AG von 
der Firma Rohde & Schwarz installiert. Man 
geht dabei davon aus, daß die Lärmbelästigung 
der Bevölkerung durch Flugzeuge, die ohne 
zwingenden Grund vom Kurs abweichen oder 
zu niedrig fliegen, vermeidbar ist. Wenn die 
neue Anlage errichtet ist, wird die Flughafen- 
verwaltung in der Lage sein, die stärksten 
Lärmmacher genau festzustellen. 


Die Electronica wird vom 21. bis 28. Oktober 
in München in neuerrichteten Messehallen statt- 
finden. Wie die Münchener Messe- und Aus- 
stellungsgesellschaft mbH mitteilt, betrugen 
die Investitionen zum Bau dieser Hallen mit 
9000 m? Ausstellungsfläche etwa 4 Millionen 
DM. In dem neuen Gebäudekomplex befindet 
sich auch ein Vortragssaal für 350 Personen. 


Letzte Meldungen 


Buvoha Trade Letter heißt wieder die soeben 
erschienene neueste Ausgabe des vom Bureau 
voor Handelsinlichtingen, Amsterdam, Oude- 
brugsteeg 16, jährlich herausgegebenen Ver- 
zeichnisses derjenigen niederländischen Fir- 
men, die Geschäftsbeziehungen mit ausländi- 
schen Firmen suchen. Interessenten können 
ein kostenloses Exemplar bei dem genannten 
Büro anfordern. 


Der IV. Internationale Kybernetik-Kongreß wird 
vom 21. bis 25. Oktober in Namur/Belgien ab- 
gehalten werden. 


Für den Erweiterungsbau mit einer Fertigungs- 
fläche von 1000 m? feierte die Wolfgang Bogen 
GmbH, Fabrikation hochwertiger Magnetton- 
köpfe, Berlin-Zehlendorf, am 22. Mai das Richt- 
fest. 


Den Deutschen Ingenieurtag vom 3. bis 6. Juni 
in München besuchten fast 3000 Ingenieure. In 
27 Vortragsgruppen mit 108 Vorträgen und 
zahlreichen Besichtigungsmöglichkeiten von 
Industriebetrieben wurde den Teilnehmern ein 
Überblick über den augenblicklichen Stand in 
Wissenschaft und Technik gegeben. 


B.W.A. Lehmann, Geschäftsführer der Daimon 
GmbH, Rodenkirchen, und der Daimon Werke 
GmbH, Berlin, vollendete am 10. Juni 1964 
sein 60. Lebensjahr. 


Teilnehmerzahlen 


einschl. West-Berlin am 1. Mai 1964 
Rundfunk-Teilnehmer: Fernseh-Teilnehmer: 


17 284 138 9 224 359 
Zunahme im Vormonat Zunahme im Vormonat 
24 181 92 329 


Redaktion des funkschau elektronik express: 
Karl Tetzner. — Für den Inhalt verantwortlich: 
Siegfried Pruskil. 

Heft 2/FUNKSCHAU 1964 


886 


09.00 IB 


(R H 5 ie Er 


Bild 4. Siemens-Hochleistungs-Oszillograf 
Typ Oscillar I/G 60; Verstärker und Ablenk- 
geräte sind als Einschübe ausgebildet 


Elektronische Voltmeter 


Neben das altbekannte Röhrenvoltmeter 
tritt immer mehr das Transistorvoltmeter. 
Beide Gruppen werden hier unter der sich 
einbürgernden Bezeichnung elektronische 
Voltmeter besprochen. 

Ein Transistorvoltmeter in einem form- 
schönen, neuartig gestalteten Fiberglas- 
gehäuse (Bild 1) fand sich am Stand der 
britischen Firma British Physical Labora- 
tories (Deutsche Geschäftsstelle Stutt- 
gart-W). Dieses Transistorvoltmeter TVM 
1063 arbeitet mit Silizium-Planar-Transisto- 
ren. Die elektrischen Eigenschaften sind da- 
her über lange Zeit und in einem weiten 
Temperaturbereich konstant. Der Verstär- 
kungsgrad des eingebauten Verstärkers 
kann jederzeit durch Anschalten einer Nor- 
malspannung kontrolliert werden. Diese 
Spannung wird von einer Zener-Diode ge- 
liefert. Das Gerät wird aus eingebauten 
Batterien betrieben. Der Stromverbrauch ist 
so gering, daß kein Ausschalter vorgesehen 
ist und das Gerät jederzeit betriebsfertig 
bleibt. Die Batterie hält mehrere Monate 
vor. Alle Meßbereiche werden mit einem 
großen Spezialknopf mit mehrfarbiger Skala 
gewählt. Der Frequenzbereich der Wechsel- 
spannungsbereiche erstreckt sich bis zu 
100 kHz. Ein Diodentastkopf erweitert den 
Bereich bis 100 MHz. Die Meßklemmen sind 
erdfrei, das erleichtert viele Messungen und 
vermeidet die Schwierigkeiten mit netzge- 
speisten Geräten. Die empfindlichsten Be- 
reiche haben 1"A und 100 mV Vollaus- 
schlag. Der Eingangswiderstand beträgt 
1MQ/V auf allen Bereichen. Die Wechsel- 
spannungsbereiche beginnen bei 1V Voll- 
ausschlag. Ferner sind drei Widerstands- 
bereiche 0...1MQ, 0...10MQ und 0...100 MQ 
vorgesehen. — Die neuartige Form bei die- 


FUNKSCHAU 1964 / Heft 12 
887 


Bild 2. AEG-Zweikanal-Oszillograf U 270 


Bild 3. Philips-Oszillograf PM 3201, 
die Röhre besitzt ein Innenraster 








Bild 5. Transistor-Oszillograf TO 6/7 
von Grundig 


sem Meßgerät, die zudem durc freundliche 
Farben unterstützt wird, überrascht um so 
mehr, als die Meßgeräte britischer Her- 
steller im allgemeinen recht konservativ ge- 
staltet sind. 

Beim Prüfen von Transistorgeräten sind 
oft sehr kleine Gleichströme und Gleich- 
spannungen in der Größenordnung von 
Mikroampere oder Millivolt zu messen, 
z. B. Basisströme und Restspannungen. Bei 
der Strommessung in niederohmigen Krei- 
sen wird außerdem ein möglichst kleiner, 
bei Spannungsmessungen dagegen ein sehr 
hoher Eingangswiderstand gefordert, um 
Meßfehler zu vermeiden. 

Diese Bedingungen wurden bei dem 
neuen elektronischen Vielfach-Meßinstru- 
ment Elavitron der Firma Elima GmbH, 
Frankfurt am Main, zu Grunde gelegt. Der 
Meßumfang beträgt mehr als sechs Zehner- 
potenzen in den Strommeßbereichen (2 »A 
bis 1 A Vollausschlag) sowie in den Span- 
nungsbereihen (2mV bis 1000 V), Diese 
Empfindlichkeit wird durch einen betriebs- 
sicheren, mit Transistoren bestückten Meß- 
verstärker erzielt. Dazu dient ein Transistor- 
zerhacker in Gegentaktschaltung. Anzeige- 
instrument und Verstärker sind durch 
Sicherungen vor Überlastung geschützt. Zu- 
sätzliche Buchsen für Nebenwiderstände er- 
weitern die Strombereiche, weitere Buchsen 
dienen zum Anschließen eines Registrier- 
instrumentes. 

Um dieses hochwertige elektronische Viel- 
fach-Meßinstrument ohne zusätzliche Hilfs- 
mittel in allen Funktionen und Meßberei- 
chen prüfen zu können, kann dazu ein spe- 
ziell zugeschnittenes Prüfgerät geliefert 
werden. Servicestellen, die einen größeren 
Instrumentenpark zu betreuen haben, kön- 
nen damit das Elavitron einfach und schnell 
prüfen und überwachen, 


Bild 6. Tragbarer Transistor-Oszillograf 
der Firma Ribet-Desjardins 


Die Firma Müller & Weigert oHG, Nürn- 
berg, hat die Generalvertretung der fran- 
zösischen Meßgerätefirma Chauvin Arnoux, 
Paris, übernommen. Aus dem Vertriebspro- 
gramm sei als interessantestes Gerät für 
den Funktechniker das Elektronische Mikro- 
voltmeter erwähnt. Es arbeitet ebenfalls 
nach dem Prinzip des Zerhackerverstärkers. 
Eine sehr starke Gegenkopplung bewirkt 
eine hohe Stabilität der elektrischen Eigen- 
schaften. Das Gerät mißt Gleichspannungen 
in 15 Bereichen von 100uV bis 1000 V 
Skalen-Endwert. Der Eingangswiderstand 
beträgt bis zum 10-mV-Bereich 1MQ. Er 
steigt dann in den höheren Bereichen von 
3MQ bis auf 100MQ an. Überraschend ist 
die große Empfindlichkeit für Gleichströme. 
Der unterste Bereich hat 100pA Vollaus- 
schlag. Das bedeutet einen Wert von 
0,0001 »A. Allerdings beträgt der Eingangs- 
widerstand hierbei 1MQ. Diese Bereiche 
eignen sich also vorzugsweise zum Messen 
von Kriech- und Isolationsströmen. Bis zum 
größten Meßbereich mit 1 mA Vollausschlag 
sinkt dann der Eigenwiderstand bis auf 3Q. 
Mit einem Diodentastkopf lassen sich Wec- 
selspannungen von 3mV bis 15 V bis zu 
Frequenzen von 800 MHz messen. Der Ein- 
gangswiderstand des Diodentastkopfes be- 
trägt 100 kQ parallel zu 2 pF. 

In der Elektroakustik müssen oft von 
Sinusspannungen und auch von zusammen- 
gesetzten Kurvenformen genaue Effektiv- 
werte gemessen werden. Die üblichen elek- 
tronischen Voltmeter messen bekanntlich 
meistens Scheitelwerte, die Skala ist jedoch 
in Effektivwerten geeicht. Dadurch ergeben 
sich bei komplizierten Kurvenformen nicht 
unerhebliche Meßfehler. 

Genaue Effektivwertanzeigen sind z. B. 
notwendig bei Rausch- und Mikrofoniemes- 
sungen, bei Klirrfaktormessungen und beim 


323 


Messen der Sprechleistungen von Nf-Ver- 
stärkern. Für diese und ähnliche Zwecke 
schuf Philips den Effektivwert-Spannungs- 
messer PM 2520. Er arbeitet im Gebiet von 
10 Hz bis 1 MHz und besitzt zwei identische 
Verstärker. Sie arbeiten symmetrisch gegen 
Erde, so daß sowohl einseitig geerdete als 
auch erdfreie Spannungen gemessen werden 
können. Das verstärkte Signal wird in einer 
Graetz-Schaltung gleichgerichtet. Um den 
Effektivwert zu messen, liegt zwischen 
Graetz-Brücke und Anzeigeinstrument ein 
Netzwerk aus Dioden und Widerständen. Es 
bewirkt eine quadratische Kennlinie, die 
bekanntlich genaue Effektivwerte auch bei 
nichtsinusförmigen Spannungen ergibt. Das 
Gerät besitzt außerdem einen normalen 
Verstärkerausgang, an dem die Spannungs- 
form mit einem Oszillografen direkt sicht- 
bar gemacht werden kann. Ferner ist ein 
Anschluß für ein Registriergerät zum Auf- 
zeichnen von Filterkurven vorgesehen. 


Digitalvoltmeter 


Digitalvoltmeter zählen ebenfalls zu den 
elektronischen Voltmetern. Sie sind, trotz 
ihres höheren Anschaffungspreises, auf dem 
Weg, die bisherigen Röhrenvoltmeter zu 
verdrängen. Die größere Ablesesicherheit 
und Ablesegenauigkeit gegenüber einem 
Zeigerinstrument ist nicht nur in der auto- 
matisierten Fertigung, sondern beinahe noch 
mehr im Kundendienst von Vorteil. Dabei 
gibt es keine Irrtümer durch Mehrfach- 
skalen, Parallaxefehler und falsche Polung. 


Das Digitalvoltmeter Modell 910 VR von 
Beckman Instruments hat einen Gesamt- 
meßbereich von 0,001 bis 1099,0 V. Es zeigt 
fünf Stellen an und außerdem die Polarität 
und ‘das Dezimalkomma. Die Stabilität ist 
besser als 0,01 °/, für ein volles Jahr. Die 
Meßgenauigkeit ist sehr groß. Die Eingangs- 
impedanz beträgt 10 MQ in allen Bereichen. 
Über Zusatzgeräte können die Ergebnisse 
ausgedruckt werden. Die hohe Genauigkeit 
und die einfache Bedienung sowie die 
schnelle Anzeige (350 msec) machen das Ge- 
rät für alle Labor- und Prüffelduntersuchun- 
gen geeignet. 


Das Digital-Volt-Ohm-Meter DV42 von 
Hartmann & Braun bzw. Grundig ist ein 
schnell anzeigendes automatisch arbeiten- 
des Gleichspannungs-Meßinstrument. ‘Es 
zeigt den Meßwert, die Polarität und das 
Dezimalkomma an. Das Meßergebnis kann 
über Zählbetragdrucker oder Großsichtan- 
zeiger ausgegeben werden. Gemessen wer- 
den Gleichspannungen in den Bereichen 
1-10—-100-1000 V mit Anzeige auf vier Stel- 
len. Der Eingangswiderstand beträgt 11 MQ 
in allen Bereichen. Widerstände werden in 
den Bereichen 10kQ, 100kQ, 1MQ und 
10 MQ gemessen. Zum Prüfen der Eichwerte 
sind Normale in einem Thermostaten ein- 
gebaut. Die wichtigsten Stufen des Gerätes 
sind temperaturkompensiert. 


Das Digitalvoltmeter 3440 A von Henlett- 
Packard ergibt eine vierstellige Anzeige bei 
0,05 °/, Genauigkeit. Das Gerät ist vollstän- 
dig mit Transistoren bestückt. Verschiedene 
Einschübe bieten die Wahl zwischen auto- 
matischer Bereichsumschaltung oder Fern- 
programmierung oder Bedienung von Hand. 
Weitere Einschübe sind geplant. 


Das Gerät arbeitet auf dem Prinzip der 
Spannungs-auf-Zeit-Umwandlung mit maxi- 
mal fünf Messungen pro Sekunde. Ein be- 
sonderer Ausgang ermöglicht die Aufzeich- 
nung von Meßwerten zusammen mit Infor- 
mationen über Polarität und Bereich mit 
Hilfe eines Digitaldruckers von Hewrlett- 
Packard. Die FEingangsimpedanz beträgt 
10MQ für alle Bereiche. Durch Vermeiden 
beweglicher Teile im Konstruktionsaufbau 
wie Relais und Schrittschalter ergibt sich 
eine hohe Zuverlässigkeit. Das Gerät arbei- 
tet vollständig geräuschlos. Infolge der Ein- 
schubtechnik läßt es sich auch später immer 
auf den neuesten Stand bringen. 


Das Digitalvoltmeter Typ UGZ von Rohde & 
Schwarz arbeitet mit selbstabgleichendem 
Stufenkompensator. Es besitzt drei Meßbe- 
reiche 0...+ 9,999 V, 0...+ 99,99 V und 0 bis 
+ 999,9 V. Die Fehlergrenzen betragen 


324 


+ 0,05 °/, vom Meßwert, + 0,01 ®/, vom End- 
wert in allen Bereichen. Diese Fehlergren- 
zen schließen alle äußeren Einflüsse ein. 
Der Meßvorgang dauert insgesamt 0,8 sec. 
Während dieser Zeit muß die Meßspannung 
als konstant vorausgesetzt werden (Augen- 
blickswertmessung). Das Gerät beginnt 
selbständig mit einer neuen Messung, wenn 
sich die Eingangsgröße um mindestens ein 
bis zwei Einheiten der letzten Dezimale än- 
dert. In der Zwischenzeit hält ein Speicher 
das bisherige Meßergebnis fest. 


Das Ziffernvoltmeter UGZ ist — mit Aus- 
nahme einer Elektrometerröhre — aus- 
schließlich mit Transistoren’ und Halbleiter- 
dioden bestückt. An allen wichtigen Stellen 
sind eng tolerierte Manganinwiderstände 
verwendet. Die eingebauten Relais für den 
Stufenkompensator besitzen Goldkontakte. 
Die Schaltung ist zum größten Teil auf ge- 
druckten auswechselbaren Platten aufge- 
baut. Zur Anzeige dienen ebenfalls aus- 
wechselbare Projektionseinheiten. Sie erge- 
ben helleuchtende feststehende Ziffernbilder. 
Der Eingangswiderstand von 10MQ ver- 
ändert sich weder beim Bereichswechsel 
noch während des Abgleichvorganges. Dieses 
Digitalvoltmeter empfiehlt sich besonders 
für Reihenmessungen in Prüffeldern und 
Laboratorien bei hoher Meßgenauigkeit, Zu- 
verlässigkeit und Präzision. Der Aufwand 
für dieses Gerät geht daraus hervor, daß es 
mit 104 Transistoren und 107 Halbleiter- 
dioden bestückt ist. 


Oszillografen 


Bei der AEG ist der Universal-Oszillograf 
U 211 in einer neuen Ausführung mit der 
Elektronenstrahlröhre D 7-15 GL lieferbar. 
Infolge der größeren Ablenkempfindlichkeit 
dieser Röhre konnten einige technische 
Werte verbessert werden. Der Frequenzbe- 
reich des Y-Verstärkers beträgt 0 bis 6 MHz. 
Die mit 1,8kV Gesamtbeschleunigungsspan- 
nung (stabilisiert) betriebene Elektronen- 
strahlröhre liefert ein helles und scharfes 
Schirmbild. 


Mit dem Elograph U 270 (Bild 2) schuf die 
AEG einen handlichen Zweikanaloszillo- 
grafen mit guten Meßeigenschaften. Die 
beiden Meßeingänge mit getrennt einstell- 
baren Ablenkkoeffizienten von 50 mV/cm 
bis 20 V/cm sind über einen elektronischen 
Schalter mit dem Y-Verstärkerteil verbun- 
den. Die gleichspannungsgekoppelten Si- 
gnalwege sind für 0..10 MHz bemessen. 
Der triggerbare Zeitablenkgenerator ermög- 
licht eine Zeitauflösung von 0,2 usec/cm 
bis 0,5 sec/cm. Sämtliche Gleichspannungen 
einschließlich der Hochspannung für die 
Elektronenstrahlröhre sind elektronisch sta- 
bilisiert. Dadurch ist das Meßergebnis unab- 
hängig von Netzspannungsschwankungen 
bis zu + 10%,. Eng tolerierte Langlebens- 
dauerröhren für alle wichtigen Funktionen 
bewirken, daß alle Daten lange Zeit kon- 
stant bleiben. 


Grundig ergänzte sein Meßgerätepro- 
gramm zur Hannover-Messe durch vier neue 
Oszillografen. Die Ausführung W 4/7 ist ein 
kleines handliches Gerät für den Außen- 
dienst beim Rundfunk-, Fernseh- und Ton- 
bandgeräte-Service. Der Vertikalverstärker 
kann von Breitband- auf Schmalbandbetrieb 
umgeschaltet werden. Auf sechs Meßberei- 
chen mit Ablenkkoeffizienten von 30 mV/cm 
bis 30 V/cm lassen sich Untersuchungen im 
Frequenzbereich zwischen 5Hz und 4 MHz 
vornehmen. Für relativ kleine Nf-Meßspan- 
nungen kann ein Vorsatzverstärker VB1 
vorgeschaltet werden. Mit einem Teilertast- 
kopf lassen sich Meßspannungen bis zu 
etwa 1000 V hochohmig und kapazitätsarm 
abgreifen. Die Wiederholungsfrequenz des 
Zeitablenkgenerators ist zwischen 10 Hz 
und 100 kHz einstellbar. Für die Fernseh- 
technik sind die Stellungen Bild und Zeile 
besonders markiert. 


Der Transistor-Oszillograf TO 6/7 wird 
noch besonders erwähnt. Die beiden weite- 
ren Typen G 3/13 und IO 20/13 sind sehr 
vielseitige Spezialoszillografen. 


Der von Henlett-Packard ausgestellte 
20-MHz-Oszillograf Modell 140 A ist in Ein- 


schubtechnik aufgebaut. Die beiden Ein- 
schübe sind neben der Bildröhre überein- 
ander angeordnet. Sie haben die gleichen 
Abmessungen und arbeiten direkt auf die 
Ablenkplatten der Bildröhre. Zwei identische 
Vertikaleinschübe ergeben einen XY-Oszil- 
lografen. Ein Innenraster auf dem Bildschirm 
vermeidet Parallaxenfehler. Außer den Ver- 
stärkereinschüben sind Zeitablenkeinschübe 
und Horizontalverstärker erhältlich. 


Zwei neue Oszillografen mit 10-cm-Elek- 
tronenstrahlröhre mit Planschirm in äußer- 
lich gleichen Gehäusen stellt Philips vor, 
Das Modell PM 3201 (Bild 3) hat den Fre- 
quenzbereich 0..5 MHz. Der gleichspan- 
nungsgekoppelte Y-Verstärker besteht aus 
Gegentakt-Vorverstärkerstufe und Gegen- 
takt-Endstufe. Sie wird über zwei Katoden- 
folger gesteuert. Endstufe und Ablenkplat- 
ten sind über zwei weitere Katodenfolger 
gekoppelt. Der kompensierte Stufenab- 
schwächer und der Abschwächermeßkopf 
sind geeicht. Durch Umschalten der Anoden- 
widerstände auf einen höheren Wert läßt 
sich die Verstärkung um das Fünffache her- 
aufsetzen. Die Bandbreite verringert sich 
dabei auf 1 MHz. Der Y-Verstärker ist eben- 
falls gleichspannungsgekoppelt. Die Eigen- 
schaften des Gerätes sind besonders auf die 
Anwendung in Laboratorien und Betrieben 
sowie für den Service kommerzieller Geräte 
zugeschnitten. Insbesondere für die Impuls- 
technik sind die spezifischen Eigenschaften 
dieses Oszillografen, wie Breitband-Gleich- 
spannungsverstärkung und stabile Trigge- 
rung, wertvoll. 


Der Philips-Oszillograf PM 3206 ist für 
das Freqauenzgebiet 0...300 kHz bestimmt. 
Seine Eigenschaften sind besonders für Ar- 
beiten in Tonfrequenz- und Trägerfrequenz- 
laboratorien ausgelegt. Er dient beispiels- 
weise zur Entwicklung und Wartung von 
Beschallungsanlagen, Tonbandgeräten, Be- 
triebsrufanlagen und zur Kontrolle von 
Ultraschallgeräten und datenverarbeitenden 
Maschinen, 


Bei dem neuen Hochleistungsoszillografen 
Typ Oscillar VG 60 wurden von Siemens 
durch Umstellen der bisher üblichen Dreh- 
schaltertechnik auf Drucktasten die Bedie- 
nungselemente übersichtlicher angeordnet 
(Bild 4). Weiterhin wurde die Bedienung 
dadurch erleichtert, daß nach dem An- 
schließen des Meßsignales bereits in der 
Ausgangsstellung des Gerätes, d. h. wenn 
noch keine Taste gedrückt ist, sofort ein 
stehendes Oszillogramm gezeichnet wird. 
Man braucht nur noch den gewünschten 
Zeitmaßstab zu wählen. Die Triggerung 
wird durch eine neuartige Schaltungstechnik 
sichergestellt. Nun können mit Hilfe von 
Tastenbetätigungen weitere Funktionen zu 
dieser Ausgangsstellung hinzugenommen 
werden. Auf diese Weise wird erheblich an 
Gedankenarbeit und Zeit gespart, man kann 
sogar komplizierte Meßprogramme schablo- 
nenmäßig festlegen und von ungeschultem 
Personal durchführen lassen. Die Vielseitig- 
keit dieses Breitbandoszillografen wird durch 
mehrere Verstärkereinschübe erhöht. Neben 
dem Y-Breitbandverstärker gibt es Differenz- 
verstärker, Zweikanalverstärker mit elek- 
tronischem Umschalter sowie einem Vier- 
kanal - Verstärkereinschub für Messungen 
mit Dehnungsmeßstreifen in der professio- 
nellen Elektronik. Die beiden Kippteile sind 
ebenfalls als Einschübe ausgeführt. Weitere 
zusätzliche Hilfsgeräte, wie ein Katoden- 
folgertastkopf und ein Vorsteckverstärker, 
erweitern den Anwendungsbereich. 


Transistor-Oszillografen 


Bei dem Transistor-Oszillografen Typ 400 
der britischen Firma Derritron Instruments 
Ltd., London, besitzt der Y-Verstärker eine 
Bandbreite 0..10 MHz, und die Zeitbasis 
reicht von 1 usec/cm bis 0,3 sec/cm. Außer- 
dem kann die Zeitachse noch gedehnt wer- 
den. Dieser Oszillograf wird aus einer einge- 
bauten Batterie (Silberzinkzellen) betrieben. 
Sie kann aus dem Lichtnetz aufgeladen wer- 
den, eine Ladung reicht für acht Betriebs- 
stunden. . 


Großes Interesse bei allen Meßtechnikern 
wird der mit 24 Transistoren bestückte 


Heft 2/FUNKSCHAU 1964 
888 


Grundig-Oszillograf TO 6/7 (Bild 5) finden. 
Außer der Elektronenstrahlröhre ist nur 
noch in der Eingangsstufe des Meßverstär- 
kers eine Röhre vorhanden. Der Frequenz- 
bereich des gleichspannungsgekoppelten Ver- 
tikalverstärkers geht von 0 bis 6 MHz, der 
Horizontalverstärker ist ebenfalls gleich- 
spannungsgekoppelt und hat einen Fre- 
quenzbereich von 0 bis 1 MHz. Die auflad- 
bare 12-V-Batterie befindet sich in einem 
Einschubteil auf der Geräterückseite. Ihre 
Kapazität reicht für einen achtstündigen Be- 
trieb. Ein Anzeigeinstrument auf der Front- 
seite überwacht den Ladezustand. Wird die 
Entladegrenze erreicht, so fängt zusätzlich 
eine Warnlampe zu blinken an. Das Gerät 
läßt sich ferner aus externen Batterien, z. B. 
einer Wagenbatterie, betreiben. Es nimmt 
dabei etwa 0,85 A Strom auf. Anstelle des 
Batterieeinschubes kann auch ein Netzan- 
schlußteil für 120/220 V Wechselstrom ein- 
gesetzt werden. 

Der Transistor-Miniaturoszillograf Modell 
349 A der französischen Firma Ribet-Des- 
jardins kann wahlweise aus Batterien oder 
dem Lichtnetz betrieben werden. Er dient 
als Grundbestandteil von mobilen Repara- 
turausrüstungen. Der Vertikalverstärker ar- 
beitet in Gleichstromkopplung mit einem 
Frequenzbereich von O0 bis 1,5 MHz und 
einem Ablenkkoeffizienten von 50 mV pro 
Teilung. Durch Umschalten auf Wechsel- 
strom von 8 Hz bis 1,5 MHz verbessert sich 
der Ablenkkoeffizient auf 10 mV pro Tei- 
lung. Die Ablenkung erfolgt getriggert mit 
automatischer Synchronisation. Der Zeit- 
maßstab reicht von 10 msec pro Teilung bis 
1usec pro Teilung in zwölf Stufen. Ver- 
wendet wird eine Bildröhre Telefunken 
D3-10G]J mit 27 mm nutzbarem Schirm- 
durchmesser und ebenem Schirm. Der Bild- 
schirm besitzt außerdem sechs vertikale und 
zehn horizontale Teilungslinien (Bild 6). 
Eine vorgeschaltete Lupe vergrößert das 
Bild. Die Batterie mit eingebauter Ladevor- 
richtung gibt eine Betriebsdauer von zwei 
bis drei Stunden. Abmessungen und Ge- 
wicht (3,5 kg) sind so gering, daß sich das 
Gerät leicht in jeder Reparaturausrüstung 
mitführen läßt. 


Transistorprüfgeräte 


Bei Röhrenprüfgeräten gab es wenig 
Neues. Zu erwähnen ist jedoch das Röhren- 
meßgerät 55 A von Grundig mit dem Uni- 
versaladapter 6040. Damit läßt sich ein 
äußerst vielseitiger Röhrenmeßplatz, vor- 
wiegend wohl für die professionelle Elek- 
tronik, zusammenstellen. Umfangreicher war 
jedoch das Angebot an neuen Transistor- 
meß- und -prüfgeräten. 

Ein sehr übersichtliches Transistorprüf- 
gerät für Labor und Fertigung ist der Typ 
PM 6503 von Philips (Bild 7) zum Messen 
der Gleichstromdaten von Halbleitern. Zwei 
stabilisierte Stromversorgungsteile liefern 
stetig einstellbare und an einem Instrument 
abzulesende Spannungen und Ströme für 
den zu prüfenden Transistor. Die zu mes- 
sende Größe [(Reststrom, Kollektorstrom, 
Durchbruchspannung, Stromverstärkung) so- 
wie die Meßbereiche werden mit Druck- 
tasten gewählt. Die Transistoren lassen 
sich bequem mit Hilfe einer praktischen 
Klemmvorrichtung anschließen. Für Lei- 
stungstransistoren wird ein Spezialadapter 
mitgeliefert. Die Frontplatte des Gerätes ist 
übersichtlich gegliedert und beschriftet. Da- 
durch lassen sich sowohl Einzelstücke von 
einem Meßtechniker schnell durchmessen, 
aber man kann auch auf einer Prüfkarte die 
Einstellungen für eine Serienprüfung „pro- 
grammieren“. Für die Fachwerkstatt sei 
hierzu noch die Herausgabe eines kleinen 
Prüfbuches empfohlen, das die Einstellun- 
gen und Prüfdaten für die wichtigsten 
Transistoren enthält. Dies würde für den 
Servicetechniker eine sehr große Erleichte- 
rung bedeuten. 

Mit zwei Meßinstrumenten arbeitet das 
in Bild 8 dargestellte Transistormeßgerät 
675 A der französischen Firma Metrix (Ver- 
trieb Brinkmann, Hannover). Häufig ist not- 
wendig, neben den statischen Werten auch 
das dynamische Verhalten von Transistoren 
zu untersuchen. Während mit einem Röh- 
renmeßgerät nur wenige Daten dieser Art 


FUNKSCHAU 1964 / Heft 12 
889 





Bild 7. Philips-Transistor-Prüfgerät PM 6503 


zu kontrollieren sind, bringt ein Transistor- 
meßgerät bedeutend mehr Schwierigkeiten. 
Aus der Vielzahl der Parameter und Be- 
triebsschaltungen sollen die am meisten 
interessierenden Werte in der gebräuc- 
lichsten Darstellungsweise ausgewählt wer- 
den. Die Meßergebnisse sollen jedoch 
ausreichen und keine weiteren Meßgeräte 
notwendig machen. Das Transistormeßge- 
rät 675 A vereinigt diese Forderungen. Mit 
ihm können folgende Größen bestimmt 
werden: 

Statische Messungen: Kollektor - Basis - 
Reststrom, Basisstrom, Kollektorstrom. Aus 
Basis- und Kollektorstrom läßt sich die sta- 
tische Stromverstärkung berechnen. 

Dynamische Messung: Gemessen wer- 
den Kurzschluß-Eingangswiderstand, Leer- 
lauf-Innenwiderstand, Spannungsrückwir- 
kung und Stromverstärkung. 

Diese Meßwerte werden durch Nullab- 
gleichen einer Brückenschaltung bestimmt, 
sie stellen die tatsächlichen dynamischen 
Parameter unter definierten statischen Be- 
dingungen dar. Die Meßfrequenz beträgt 
etwa 300 Hz. 

Das Transistormeßgerät (Anzeigeverstär- 
ker und Nf-Generator) wird nur aus Trok- 
kenbatterien gespeist. Ihre Spannung wird 
automatisch beim Einschalten des Gerätes 
kontrolliert. Ein Polwechsler polt die Bat- 
terien um, je nachdem, ob man pnp- oder 
npn-Transistoren zu prüfen hat. Das Gerät 
besitzt ein pultförmiges Gehäuse mit Trag- 
griff. Alle Bedienungselemente befinden sich 
auf der geneigten Pultplatte. 

Das neue Transistor-Y-Meßgerät TYM 
von Rohde & Schwarz (Bild 9) ermittelt die 
Y-Parameter von Transistoren kleiner Lei- 
stung im Frequenzbereich zwischen 500 kHz 
und 30 MHz. Ferner lassen sich Scheinwider- 
stände von Dioden in diesem Frequenz- 
bereich ermitteln. Die Y-Parameter sind 
Vierpolgrößen, die das Verhalten eines 
Transistors bei kleiner Aussteuerung um 
einen festen Arbeitspunkt auf zweckmäßige 
Weise beschreiben. Mit dem Gerät lassen 
sich pnp- und npn-Transistoren für Emp- 
fänger, Hf-Verstärker und Kleinsender in 
Emitterschaltung des Prüflings ausmessen. 
Mit Hilfe zusätzlicher Einrichtungen können 
die statischen Betriebswerte und Restströme 
eingestellt und deren Werte abgelesen wer- 
den. Das Gerät selbst ist vollständig mit 
Halbleiterbauelementen bestückt. 


Bild 9. Großes Tran- 
sistor-Meßgerät TYM 
von Rohde & Schwarz. 
Hiermit lassen sich 
die dynamischen 
Werte von Transisto- 
ren (y-Parameter) für 
Frequenzen von 
500 kHz bis 30 MHz 
messen 





Bild 8. Transistor-Meßgerät Typ 675 A von Metrix 


Das neue Halbleiterprüfgerät Semitest II 
(Bild 10) von Rohde & Schwarz eignet sich 
mit seinen kleinen Abmessungen zur Kon- 
trolle der dynamischen Funktion von Tran- 
sistoren und Dioden im Labor, Prüffeld und 
im Service. Damit ergänzt es das Meßgerät 
Semitest I, das zum Messen der statischen 
Eigenschaften von Halbleiterbauelementen 
dient. Das Semitest II mißt auf einfache, 
fast narrensichere Weise die Grenzfrequenz 
und den Oszillatorwirkungsgrad. Der zu 
prüfende Transistor wird in einer Oszil- 
latorschaltung wahlweise mit den Frequen- 
zen 0,5, 10, 40 und 100 MHz betrieben. Das 
Prüfgerät ermittelt auch den Dämpfungs- 
widerstand von Kapazitätsdioden bei ver- 
schiedenen Frequenzen und bei fester Vor- 
spannung. Ein Zusatzgerät mißt ferner die 
dynamische Kapazität bei festem Arbeits- 
punkt. Zur Stromversorgung dienen zwei 
4,5-V-Batterien, das Gerät wiegt nur 0,8 kg. 


Meßgeneratoren und Meßplätze 


Prüfeinrichtungen für Funksprechgeräte 


Die Spezialfirma für Prüf- und Meßsender 
Dipl.-Ing. Heinz-Günther Neumwirth hat in 
ihr vielseitiges Programm für die Rundfunk- 
und Fernsehtechnik nunmehr auch Geräte 
zum Prüfen von Funksprechanlagen aufge- 
nommen. Hierbei ist eine besonders hohe 
Präzision notwendig, damit die zugewie- 
senen Bereiche und Kanalabstände einge- 
halten und exakt geprüft werden können. 

So besteht das Prüfgerät FUP1 für Funk- 
sprechgeräte aus einem Prüfgenerator für 
65 bis 90 MHz und 135 bis 180 MHz (+ 0,5°/,), 
einem zugehörigen Hubmesser für Hübe bis 
5 bzw. 20kHz, einem Hf-Leistungsmesser 
bis zu 20 W, einem Nf-Röhrenvoltmeter mit 
quadratischer Anzeige und einem Tongene- 
rator für 1000 Hz. Ein vollständiger Prüf- 
platz ist also in diesem Gerät von der 
Größe eines kleinen Koffers untergebracdt. 
Die Anlage kann aus Deac-Zellen oder aus 
dem Lichtnetz betrieben werden. Das Ge- 
wicht beträgt etwa 14 kg. 

Ein neuer Mehrkanal-Meßsender MS 3/U 
190 B ist für den gleichen Zweck bestimmt. 
Er wurde für die vielseitigen Anforderun- 
gen im Prüffeld entworfen. Seine Haupt- 
aufgabe liegt in der rationellen Ausrüstung 
von Meß- und Arbeitsplätzen. Er übernimmt 
infolge seiner Mehrfachfunktionen MeBauf- 


325 





gaben, für deren Lösung bisher mehrere 
Geräte erforderlich waren (Empfindlich- 
keits-Meßsender, Leistungs-Meßsender und 
Quarzfrequenzmesser). Das Gerät enthält 
zwei elektrisch getrennt arbeitende Oszilla- 
toren mit eigenen Bereichschaltern, eigenen 
Skalen und Abstimmantrieben. Der Zf/ 
KW-Oszillator liefert Meßfrequenzen von 
200 kHz bis 30 MHz durchgehend, der UKW- 
Oszillator Frequenzen von 65 bis 90 MHz 
und von 130 bis 190 MHz. Die Meßeigen- 
schaften sind den elektrischen Daten der 
behördlichen Funkgerätetechnik angeglichen. 
Dabei wurde überflüssiger Aufwand ver- 
mieden, um den Anschaffungspreis in ange- 
messenen Grenzen zu halten. 


UHF-Wobbler 


Das umfangreiche und vielseitige Meß- 
geräteprogramm der französischen Firma 
Metrix wird von Rolf Brinkmann, Hannover- 
Kleefeld, vertreten. Erwähnt sei hier der 
UHF-Wobbelsender 240 A für BandIVund V 
(Bild 11). Die Sendefrequenz wird darin 
ohne Frequenzumsetzung erzeugt. Der Os- 
zillator schwingt also direkt auf der einge- 
stellten gewobbelten Frequenz. Auf diese 
Weise erhält man einen hohen Ausgangs- 
pegel ohne störende Mischfrequenzen. Die 
Mittenfrequenz wird durch den Kurzschluß- 
schleifer eines Lechersystems im Anoden- 
kreis der Schwingröhre eingestellt. Ein Re- 
gelverstärker hält den Ausgangspegel bei 
allen Frequenzen und über den. gesamten 
Wobbelhub konstant. Gewobbelt wird durch 
einen Schwingkondensator im Lecherkreis. 
. Der Sender enthält ferner einige Leitungs- 
kreisresonatoren. Mit ihrer Hilfe kann man 
über einen Amplitudenbegrenzer . dunkle 
oder helle Marken genau definierter Fre- 
quenz in der gewobbelten Kurve erzeugen. 
Über eine zusätzliche Buchse können außer- 
dem Kennmarken aus einem Fremdsender 
auf die zu beobachtende Kurve gegeben 
werden. Der Wobbelhub ist um + 11,5 MHz 
stetig einstellbar. 

Bei dem neuen UHF-Wobbler Typ 353 von 
Nordmende wurde der Frequenzbereich auf 
450 bis 900 MHz festgelegt. Das Gerät ist 
damit für alle im Stockholmer Rundfunk- 
abkommen vereinbarten UHF-Kanäle ver- 
wendbar, auch für die im Ausland freigege- 
benen Fernsehkanäle 60 bis 68. Mit diesem 
UHF-Wobbler lassen sich sowohl komplette 
UHF-Empfänger als auch einzelne Stufen, 
Tuner, Antennen oder passive Kreise wob- 
beln. Wobbeloszillator und Markengeber 
sind als Leitungskreise aufgebaut. Sie ar- 
beiten zwischen 450 und 880 MHz auf ihrer 
Grundfrequenz. Der Wobbelhub bleibt im 
gesamten Frequenzbereich annähernd kon- 
stant und läßt sich zwischen 0 MHz und 
50 MHz einstellen. Die hohe Ausgangsspan- 
nung (05V an 60Q) wird stufenlos und 
frequenzabhängig um 80 dB abgeschwächt. 

Der Markengeber entzieht als Koaxial- 
kreis hoher Güte im Resonanzfall dem 
Wobbelsignal Energie und verursacht da- 
durch eine schmale Marke. Sie kann auch 
zum Ausmessen von Kurveneinzelheiten in 
der Nähe der Nullinie benutzt werden. 

Zu dem großen Universal-Wobbelmeß- 
platz UWM 346 von Nordmende wird neuer- 
dings ein Festmarkeneinschub geliefert. Er 
dient zum rationellen Abgleichen bzw. zur 
Kontrolle von Fernseh-Zf-Verstärkern. Der 


326 


Bild 10. Transistor- 
Prüfgerät Semitest II 
von Rohde & Schwarz 


Links: Bild 11. 
UHF-Wobbler Typ 240 A 
von Metrix 


Einschub liefert acht Festmarken folgender 
Stufung: 


31,9 MHz — 40,4 MHz (Fallen) 

33,4 MHz — 38,9 MHz (Tonträger—Bildträger) 
34,9 MHz — 37,9 MHz (Höckerfrequenzen) 
34,4 MHz — 36,5 MHz (Tonseite, Kurvenmitte) 


Diese Frequenzen lassen sich sowohl ein- 
zeln als auch in der angegebenen Paarung 
einschalten. Sie stehen also sofort auf Schal- 
terdruck zur Verfügung. Dies erleichtert die 
Abgleich- und Prüfarbeiten sehr. Die Fre- 
quenzunsicherheit ist gleich oder kleiner als 
+ 1,5%, im Temperaturbereich von 20 °C 
bis 50 °C. Damit ist Sicherheit gegeben, daß 
alle Fernsehempfänger stets auf die gleichen 
richtigen Frequenzen abgeglichen werden. 

Die Firma Schomandl KG, München, stellte 
den ersten Normalfrequenzgenerator einer 
neuen, mit Transistoren bestückten Serie 
vor. Diese Frequenzdekade Typ ND 99k er- 
zeugt im Bereich von 0...99,999 kHz eine be- 
liebige Einzelfrequenz mit Quarzgenauig- 





keit. Mit dekadisch gestuften Skalen läßt 
sich die gewünschte Frequenz schnell und 
genau einstellen. Sie wird eindeutig durch 
Ziffern an nebeneinanderliegenden Skalen- 
fenstern angezeigt. Ausgegangen wird da- 
bei von einer 1-MHz-Steuerfrequenz hoher 
Genauigkeit. Das Gerät ist auch als Fre- 
quenzmesser geeignet. Man kann damit un- 
bekannte Frequenzen durch Schwebungs- 
bildung leicht auffinden. 


Fernseh-Meßplatz 


Der Fernseh-Meßplatz FK 2 (Alleinver- 
kauf Werco, Werner Conrad, Hirschau) ist 
in erster Linie für Instandsetzungsarbeiten 
an Fernsehempfängern in der Wohnung des 
Kunden bestimmt. Außerdem dient er zum 
Abgleichen von UKW-Empfängern. In einem 
gemeinsamen Gehäuse sind die wichtigsten 
Prüfgeräte zusammengefaßt. Der eingebaute 
Bildmustergenerator erzeugt ein vereinfach- 
tes Synchronisiergemisch und wahlweise 
zwei Testbilder. In Stellung „Schachbrett- 
muster“ wird ein Bild mit 6'/, senkrechten 
und etwa 5'!/, waagerechten Schachbrett- 
streifen sichtbar. Die Stellung „Treppen“ 
ergibt ein waagerechtes Streifenmuster mit 
sechs stetig abgestuften Helligkeitswerten. 
Ferner ist ein Wobbelgenerator mit großem 
Frequenzhub und Durchstimmbereich vor- 
handen. Die gewobbelten Kurven werden 
auf dem eingebauten Oszillografen abgebil- 
det. Einblendbare Frequenzmarken dienen 
als Abgleichhilfe. Um das Gerät auch an 
stark schwankenden Lichtnetzen betreiben 
zu können, läßt sich die Netzspannung stu- 
fenweise von Hand nachstellen. Das Gerät 
liefert ferner eine einstellbare negative 
Gleichspannung zum Instandsetzen der ge- 
tasteten Regelung von Fernsehempfängern. 
Das Gerät ist mit 20 Röhren und 18 Ger- 
maniumdioden bestückt. 


Der erste Transistor-Breitband-Meßsender 


Obgleich die Mitarbeiter der FUNKSCHAU 
sich seit Jahren um Schaltungen für Transi- 
stor-Meßsender bemühen, mußten sie ge- 
rade bei Standgesprächen auf der Messe in 
Hannover wieder feststellen, daß sich die 
Meßgeräte-Industrie nur äußerst ungern an 
den Bau solcher Meßsender heranwagt. Nun 
endlich erreicht uns die Nachricht, daß die 
Firma Marconi Instruments auf der Ausstel- 
lung für Meßgeräte, Elektronik und Auto- 
mation Ende Mai in London den ersten voll- 
ständig mit Transistoren bestückten Breit- 
band-Meßsender für das Frequenzgebiet 
von 10 kHz bis 72 MHz ausgestellt hat. 

Für dieses Gerät Typ 2002 (Bild) wird 
eine hohe Einstellgenauigkeit angegeben. 
Die effektive Skalenlänge entspricht einer 
Strecke von etwa 4 km. Dies wird durch 
einen Feintrieb erzielt, der eine eichbare 
Skalenteilung besitzt. In Verbindung mit 
Quarzeichpunkten können damit Frequen- 





zen über 100 kHz auf 0,025 °/, genau einge- 
stellt werden. Jeder der acht Frequenzbe- 
reiche arbeitet mit einem eigenen induktiv 
durchstimmbaren Oszillator und eigenem 
Ausgangskreis. Dies ergibt eine optimale 
Leistung in jedem Bereich. Die handgeeichte, 
fast logarithmisch geteilte geradlinige Skala 
ist bereichsweise jeweils von links bzw. von 
rechts geeicht. Dadurch läßt sich schnell und 
lückenlos von einem Bereich zum nächsten 
übergehen. 

Die Quarzeichpunkte mit Abständen von 
1 MHz, 100 kHz und 10 kHz mit Seitenpunk- 
ten von + 1 kHz gestatten ferner sehr ge- 
naue Bandbreitenmessungen. Die Ausgangs- 
amplitude ist über den gesamten Meßbe- 
reich konstant. Ein durchstimmbarer Nf- 
Generator ist eingebaut. Er ermöglicht bis 
zu 100 %/, Amplitudenmodulation, die Stör- 
modulation ist dabei äußerst gering. Außer- 
dem kann der Meßsender von außen fre- 
quenz- oder phasenmodu- 
liert werden. 

Das Gerät ist sehr wirk- 
sam abgeschirmt. Es wiegt 
nur 23kg und ist im Ge- 
häuse oder als Gestellein- 
schub lieferbar. Die Strom- 
versorgung erfolgt durch 
das Lichtnetz oder aus 
einer Batterie — ein Vor- 
teil der Transistorbestük- 
kung. 


Mit Transistoren bestückter 
Meßsender hoher Genauig- 
keit für 10 kHz bis 72 MHz 
(Vertrieb: Marconi Meßtech- 
nik GmbH, München-Solln) 


Heft 12/FUNKSCHAU 1964 


890 


KARLTETZNER 


Messebericht 


Nachrichtentechnik, Datenverarbeitung, 
professionelles Fernsehen 


Die Fülle der in Hannover gebotenen pro- 
fessionellen Elektronik war so groß, daß 
nachfolgender Bericht zwangsläufig unvoll- 
ständig sein muß; er wird sich auf das 
Vorstellen von jeweils einigen wenigen 
charakteristischen Entwicklungen oder Ver- 
besserungen beschränken. Wer gründlicher 
informiert werden will, möge Heft 7/1964 
unserer Schwesterzeitschrift ELEKTRONIK 
lesen; sie ist als Spezialpublikation viel 
besser in der Lage, das Riesengebiet Elek- 
tronik annähernd zu erfassen. 


Neue Empfangsanlagen 


Zu dichte Belegung der Frequenzen und 
absichtliche oder unabsichtliche Störung des 
Empfanges sind bei der Nachrichtenübertra- 
gung im Kurzwellenbereich sozusagen das 
tägliche Brot des Funkers. Telefunken ent- 
wicelte zu seiner Hilfe die Kurzwellen- 
Ausblend - Empfangsanlage EST 1039, mit 
deren Hilfe jeder auf gleicher Frequenz wie 
der Nutzsender empfangene Störsender aus- 
geblendet wird — unter der Bedingung, daß 
der Winkel zwischen Nutzempfangs- und 
Störempfangsrichtung mindestens 30° be- 
trägt. Hierbei wird der Störsender bereits 
am Hf-Eingang durch eine spezielle Anten- 
nenanlage so geschwäct, daß alle Arten 
von Störmodulation, auch das Wobbeln, 
hinreichend unterdrückt werden. Das Peil- 
antennensystem liefert, über den Vollkreis 
von 360° betrachtet, eine cosinusförmige 
Peilspannung. Im Zentrum des Adcock-An- 
tennensystems mit sechs Masten steht eine 
Einzelantenne, sie steuert eine azimutunab- 
hängige Rundspannung bei. Es entsteht die 
bekannte Herzkurve (Kardioide); das An- 
passen von Betrag und Phase der beiden 
Antennenspannungen sichert die einzige 
ausgeprägte Minimumstelle. In diese Null- 
stelle des Runddiagramms läßt man den 
Störsender „hineinfallen“. 

Vorteilhaft gegenüber anderen aufwen- 
digen Richtempfangsanlagen ist hier der ge- 
ringe Platzbedarf der Antennen. Neben bei- 
den Antennen gehören noch zu der Anlage: 
Ein Peilvorsatz PV 897, ein Phasen-Ampli- 
tudeneinstellfeld PAR 1039 (Bild 1) und ein 
Allwellenempfänger E 639 Aw. Alle Geräte 
enthalten als aktive Bauelemente nur Tran- 
sistoren. Die in ortsfester, transportabler 
oder fahrbarer Ausführung lieferbare An- 
lage läßt sich daher auch an einer leistungs- 
fähigen 24-V-Batterie betreiben. 

Ebenfalls ganztransistorisiert ist der neue 
Kurzwellenempfänger KWE 31 der Standard 
Elektrik Lorenz AG. Er ist in Baugruppen- 
technik gehalten, quarzstabilisiert und für 
alle Sendearten einstellbar. Dank der ge- 
ringen Leistungsaufnahme und der kleinen 
Abmessungen ist das Gerät für transpor- 
tablen und ortsfesten Einsatz gleichermaßen 
geeignet. 

In robuster Ausführung präsentiert sich 
der Schnellfernschreibempfänger LO 2000 E 
der SEL. In Bild 2 ist er mit geöffneter 
Haube und ebenfalls geöffnetem elektro- 
nischen Empfangsteil zu sehen. 


Telefunken hat für die Beobachtung der 
Belegung eines Frequenzbandes von 100 kHz 
Breite als Zusatz für alle kommerziellen 
Kurzwellenempfänger das transistorisierte 
Panoramagerät PaG 724 (Bild 3) entwickelt, 
soweit diese Empfänger eine Zwischenfre- 
quenz von 525 kHz bzw. 950 kHz und einen 
Zf-Breitbandausgang haben. Auf dem Schirm 
bilden sich die im genannten Spektrum lie- 
genden Sender amplitudengetreu ab. Der 
Abtastbereih kann von + 50 kHz auf 
+ 20 kHz vermindert werden, wodurch die 
Auflösung verbessert wird. Eine eingeblen- 
dete Festfrequenz von 525 kHz dient als 
Frequenzmarke. Die Stromaufnahme ist ge- 
ring: 0,1A bei 220 V/50Hz oder 0,9A bei 
24 V=. Äußerlich gleicht das Gerät dem im 
Vorjahr neu herausgebrachten UKW-Pano- 
ramazusatz PaG148 für einen Beobachtungs- 
bereich von # 1 MHz. 

An die Tradition der frühen Jahre des Kurz- 
wellenüberseeverkehrs knüpft der Name 
der neuen, transistorbestückten Weitver- 
kehrs-Empfangsanlage Transradio 11 an, 
ausgelegt für den Bereich 1,5...31,5 MHz. Die 
gesamte vierteilige Anlage ist nur 31 cm X 
53 cm X 38cm groß. Die besonders feuch- 
tigkeits- und erschütterungsfeste, auch für 
den Bordbetrieb konstruierte Anlage läuft 
an Wechselstrom von 45 bis 480 Perioden (!), 
d. h. auch an Bordnetzen mit 400 Hz; ihre 
einzelnen Baugruppen sind als Steckkarten 
gefertigt. Hauptsächlich sollen frequenzum- 
getastete binäre Nachrichtensendungen auf- 
genommen werden, z. B. Fernschreibzeichen 
nach F1 oder F6. Diese Umtastverfahren 
sind störungsfreier als die früheren A-1- 
Systeme. Selbstverständlich lassen sich auch 
Telefoniesendungen nach dem Zweiseiten- 


Bild 2. Schnellfern- 
schreibempfänger 
LO 2000 (geöffnet) 
mit elektronischem 

Empfangsgerät 
(Standard Elektrik 
Lorenz) 


Unten: Bild 1. 
Phasen-Ampli- 
tuden-Einstell- 
feld PAR 1039 
der neuen Tele- 
funken-Ausblend- 
Empfangsanlage 








FUNKSCHAU 1964 / Heft 12 


891 


bandverfahren oder in Einseitenbandüber- 
tragung (SSB) aufnehmen. Die Eichung ist 
so genau, daß man die gewünschte Frequenz 
auf 200 Hz genau einstellt, und zwar so- 
gleich mit dem schmalsten Bandbreitenfilter. 
Die optische Sichtanzeige hilft dabei. 

Zu der Anlage gehört ein Antennen-Diver- 
sity-Gerät. Es schaltet elektronisch ohne 
merkliche Zeitverzögerung auf diejenige von 
drei Antennen, die die jeweils im Augen- 
blick größte Nutzspannung abgibt. Die An- 
lage ist universell; sie liefert z. B. den Dop- 
pelstrom zur Weiterleitung der Signale über 
längere Drahtleitungen und hat Anschlüsse 
für Fernschreibmaschinen und Wetterkar- 
tenschreiber. 

Moderne Funkstationen arbeiten durch- 
weg mit stabilen, vorabstimmbaren und 
fernbedienbaren Steuerstufen. Für diese 
Zwecke baut die SEL einen dekadischen 
Steuersender, bestehend aus dem Oszillator 
DKS 4 und dem Modulationsgerät MVS 12. 
Hier lassen sich, etwa bei fernbedientem 
Betrieb, zehn vorabgestimmte und gespei- 
cherte Frequenzen und sechs Sendearten mit 
Knopfdruck auswählen; mit Zusatzgeräten 
sind programmierte Frequenz- und Sende- 
artfolgen einstellbar. 

Unter den diversen Kleinfunksprechgerä- 
ten für Fahrzeuge und Sonderzwecke ist ein 
Notsignalgeber von besonderem Interesse, 
dessen Aufgabe es ist, Feuerwehrmännern 
oder Helfern im Katastropheneinsatz Schutz 
zu geben. Häufig genug kam es vor, daß ein 
Mann Vergiftungen oder Verletzungen erlitt 
und erst zu spät gefunden wurde. Der 
von Telefunken entwickelte Notsignalgeber 
(Bild 4) stößt gellende, durchdringende 


Pfiffe aus, wenn sein Träger ihn nicht alle 





327 





Bild 3. Kurzwellen-Panorama-Zusatz PaG 724 
mit 100 kHz Abtastbereich (Telefunken) 


Bild 4. Im Kreis: Notsignalgeber für Feuerwehr- 
und Rettungsleute. Ein- bis zweimal pro Minute 
muß der Träger den Geber durch einen Ellen- 
bogenstoß „beruhigen“, anderenfalls stößt er 
gellende Hilfesignale aus 


30 bis 60 Sekunden durch Tastendruck (mit 
dem Ellenbogen des linken Armes) „be- 
ruhigt“. Das laute optische Signal kann aber 
auch mit Hilfe des Teleport-VI-Funkgerätes, 
das der Mann dann zusätzlich tragen muß, 
über Funk ausgestrahlt und damit über wei- 
tere Strecken hörbar gemacht werden. 

Aus dem Angebot der Funksprechgeräte 
kleiner Leistung für den 27-MHz-Bereich 
von Sommerkamp Electronic ist das Tokai- 
Sprechfunkgerät TC 502 mit 13 Transistoren 
(FTZ-Prüfnummer K 477/64) von besonderem 
Interesse. Das in Bild 5 gezeigte Gerät hat 
eine Sender-Eingangsleistung von 1...1,5 W; 
hinter dem Filter am Ausgang stehen 
„echte* 0,1 W an der Antenne zur Verfü- 
gung. Zum Betrieb dient die eingebaute 
Teleskopantenne oder die Fahrzeugantenne 
SB 27. Der eingebaute Sender ist zweistufig 
und auf zwei Kanäle im zugelassenen Be- 
reich umschaltbar; der mit Hf-Stufe ver- 
sehene Empfänger mit Störbegrenzer und 
Squelch liefert 0,7 W Sprechleistung. 

Die zweite Neuheit ist ein 300g „leich- 
tes“ Funksprechgerät mit den Abmessungen 
130 mm X 45 mm X 25 mm; es nimmt 0,1 A 
aus der eingebauten Batterie auf und ist 
besonders geeignet als Rufanlage innerhalb 
eines Betriebes. Im Gegensatz zu den mei- 
sten Personenrufanlagen ist hier sofortiges 
Antworten des Gerufenen möglich. — Für 
die bisher schon gelieferten größeren 27- 
MHz-Geräte von Tokai wird jetzt eine ver- 
kürzte Aufsteckantenne (Bild 6) angeboten; 
sie macht das Herausziehen der langen, 
etwas empfindlichen Teleskopantennen in 
vielen Fällen überflüssig. 


Rechner und Datenübertragung 


„Maßgeschneiderte Anlagen“ verspricht 
der mittelgroße Telefunken-Digitalrechner 
TR10 (Bild 7), eine sinnvolle Ergänzung 
des Großrechners TR4. Die neue Anlage 
ist ein speicherprogrammierter dezimaler 
Digitalrechner mit geringem Raumbedarf; 


328 





der Zentralrechner, in einem Schrank von 
180 cm X 60 cm X 40cm Größe, wiegt nur 
200 kg. Simultanes Arbeiten ist möglich. 
Die Anschlußgeräte und die Druckstation 
lassen sich je nach Aufgabe zusammenstel- 
len: Lochstreifengeber, Lochkartengeräte, 
Schnelldrucker oder Plattenspeicher bzw. 
Magnetband - Digitalspeicher zur Erweite- 
rung des internen Kernspeichers. Auch ist 
die Verbindung mit Fernschreibeinrichtun- 
gen möglich. Insofern bietet sich hier ein 
Gerät für einen weitgespannten Bogen — von 
der Lösung wissenschaftlicher / technischer 
Aufgaben bis hin zur immer wichtiger wer- 
denden Steuerung industrieller Prozesse. 

Das Programm der Analogrechner von 
Telefunken wurde aufgefüllt durch das Mo- 
dell RAT 740, das die Lücke zwischen dem 
Analogtischrechner RAT 700 und dem gro- 
Ben Präzisionsrechner RA 800 schließt, so 
daß nunmehr ein vollständiges System von 
Analogrechnern vorhanden ist. Das neue 
Gerät ist ebenso groß wie das Modell 
RAT 700, gewährt aber höheren Bedienungs- 
komfort und hat einen höheren Bestückungs- 
umfang, ganz wesentlich ist aber die Ge- 
nauigkeit, die fast an die Klasse der Prä- 
zisionsrechner (10*-Klasse) heranreicht. Ein- 
gebaut sind maximal 25 Rechenverstärker, 
zwei Diodenfunktionsgeber mit je 20 Strek- 
ken in allen vier Quadranten, vier Multi- 
pliziernetzwerke oder andere nichtlineare 
Funktionen und 20 Rechenpotentiometer. 
Einsteckbare Funktionskarten und Speicher 
für das iterative Rechnen!) sichern eine 
große Flexibilität und erhöhen damit den 
Gebrauchswert. 

Hier sei auch noch auf den neuen Meß- 
wertspeicher mit Magnetband-Analogspei- 
cher MAS 54 für die Aufnahme und Wieder- 
gabe von vier Kanälen mit Frequenzmodu- 
lation und -demodulation (Bild 8) verwie- 
sen. Die kleine Anlage nıit einem Nagra-IIl- 
Magnetbandgerät hat fünf Bandgeschwin- 
digkeiten zwischen 4,76 cm/sec und 76 cm/ 
sec; ein Kanal kann für Sprachaufzeichnung 
umgeschaltet werden. 


Bild 5. Zweikanal-Funksprechgerät Tokai TC 502 G mit 0,1 W 
an der Antenne 


Siemens widmete die diesjährige Sonder- 
schau auf seinem Stand in Halle 13 dem 
Thema „Elektronen lösen Probleme“. Dabei 
wurde deutlich gemacht, daß es der Daten- 
verarbeitung moderner Prägung vorbehal- 
ten ist, die auseinanderstrebende Speziali- 
sierung in der modernen Wissenschaft und 
Technik wieder zu vereinigen. Von außen 
anfallende Daten müssen mehr und mehr 
zentral verarbeitet werden, so daß enge 
Zusammenarbeit mit der Technik der Nach- 
richtenübertragung und -vermittlung zu hal- 
ten ist. Insbesondere der Regelungs- und 
Steuerungstechnik werden durch die digitale 
Datenverarbeitung neue Möglichkeiten er- 
schlossen, und zwar durch Verbindung mit 
starkstromtechnischen Einrichtungen für die 
Automatisierung von Prozessen, Maschinen 
und Anlagen. Zur Bewältigung dieser Auf- 
gaben sind neue Verfahren und Denk- 
richtungen zu entwickeln, weil die alten 
Grenzen zwischen den Spezialgebieten an 
Bedeutung verlieren. 


1) Sich wiederholendes Rechnen, wobei eine 
immer bessere Annäherung an die günstigste 
Lösung erfolgt. 





Das zeigte die Siemens-Sonderscau u. a. 
mit einer Datenverarbeitungsanlage 3003 
(Bild 9). Sie wurde zu einem System er- 
weitert, das Informationen aufnimmt und 
Handlungen veranlaßt. So zeigte man den 
selbsttätigen Ablauf einer Kontokorrent- 
buchhaltung und demonstrierte zugleich 
Simultanbetrieb, indem Betriebsabrechnung 
und Fakturierung gleichzeitig abgewickelt 
wurden. An anderer Stelle war die Anlage 
durch Ein- und Ausgabegeräte zum An- 
schluß an Produktionsanlagen zum Produk- 
tionsleitsystem 3003 P geworden. 

Über die sich aus diesen Entwicklungen 
ergebenden Aufgaben für die Übertragungs- 
technik, insbesondere für die Drahtnachrich- 
tentechnik der Deutschen Bundespost, infor- 
mierte Dipl.-Ing. H. Lange auf einer Presse- 
veranstaltung der Standard Elektrik Lorenz. 
Voraussetzung für die Datenübertragung 
über Fernsprecleitungen im europäischen 
Raum ist die Einigung auf gewisse Stan- 
dards durch die Postverwaltungen der be- 
treffenden Länder. Am weitesten ist Eng- 
land; heute gibt es dort fast 60 Installationen 
für Datenübertragungen auf weite Strecken, 
wovon die Hälfte über die üblichen Wähl- 
verbindungen läuft. In einigen Jahren wird 
es auch im Bundesgebiet geeignete Modula- 
tionsgeräte geben, um die möglichen Über- 
tragungsgeschwindigkeiten im Fernsprech- 
netz ausnutzen zu können. Die SEL hat 
schon wesentliche Vorarbeiten geleistet und 
Daten-Endstellen für den Übergang in Wähl- 
verbindungen oder Mietleitungen entwik- 
kelt. Sie arbeiten mit Modulationsgeschwin- 


Bild 6. Aufsteckbare 
Kurzantenne für 
kleine Handfunk- 
sprechgeräte im 
27-MHz-Bereich 
(Sommerkamp 
Electronic) 





digkeiten von 600 oder 1200 Bd., wobei die 
Nachrichten in Blöcke von 250 oder 560 bit 
aufgeteilt werden, zwischen denen Prüf- 
signale ausgetauscht werden, die die kor- 
rekte Übertragung des Nachrichtenblockes 
quittieren oder bei Fehlern dessen Wieder- 
holung verlangen. Diese Anlage arbeitet mit 
einem hohen Sicherheitsfaktor; von etwa 
4000 falsch übermittelten Blöcken wird in 
der Regel nur einer nicht als falsch erkannt. 


Professionelles Fernsehen 


Für das nichtöffentliche Fernsehen, auch 
professionelles oder industrielles Fern- 
sehen genannt, hat Grundig die neue voll- 
ständig transistorisiertte Kamera FA 41 
(Bild 10) entwickelt. Sie wiegt 4,35 kg und 
ist nur 28,4cm X 14,5 cm X 14,2 cm groß. 
Mit 24 Transistoren werden alle Funktionen 
erfüllt: Das Bildteil selbst mit Ablenkteil, 
Taktgeber, Verstärker und Hf-Ausgangs- 
Oszillator. Am Verstärker-Ausgang steht 
das positive Bildsignal (BAS) nach der euro- 
päischen Norm mit Synchronisier- und Aus- 
tastimpulsen zur Verfügung. Es kann nach 
Modulieren eines kleinen Hf-Oszillators 


Heft 12/FUNKSCHAU 1964 


892 





Bild 8. Magnetband-Analogspeicher MAS 54 mit vier Kanälen 
für Frequenzmodulation und -demodulation mit dem 
kommerziellen Magnetbandgerät Nagra III 


Links: Bild 9. 
Siemens-Elek- 
tronenrechner u 
3003: vorn / NER TNeL 
Lochstreifen- 2 
geräte, links 
hinten Schnell- 
drucker für die 
Ausgabe 


Rechts: Bild 10. 
Grundig-Fern- 
sehkameraFA41 
in Kompakt- 
baumeise mit 
Transistor- 
bestückung 





trägerfrequent/negativ (etwa im Kanal 2 
oder 3) zum direkten Anschluß eines nor- 
malen Fernsehempfängers benutzt werden 
oder videofrequent zum Anschluß von Bild- Bild 11. Siemens-Fernsehkamera in 


monitoren. Lichtempfindlichkeit und elek- 
trische Schärfe des 1-Zoll-Vidikons werden 
automatisch geregelt; als Objektive lassen 
sich alle 16-mm-Schmalfilmobjektive mit der 
internationalen C-Fassung verwenden. An- 
schluß: 110 V, 117 V, 220 V oder 240 V/50 
oder 60 Hz, auf Wunsch auch für 12-V- 
Batteriebetrieb. 

Für den mobilen Einsatz, etwa bei Behör- 
den (Verkehrspolizei), wurde ein 10-W-Bild- 
sender entwickelt, der nur für 24-V-Be- 
trieb gebaut wird. Der Sender arbeitet im 
450-MHz-Bereich und reicht je nach Gelände- 
und Umweltbedingungen bis maximal 40km. 
Eine Anlage dieser Art hatte die Hanno- 
versche Verkehrspolizei in einem Kraftwa- 
gen montiert und schickte die Bilder aus dem 
Stadtgebiet zu den beiden Polizei-Einsatz- 
stellen (Flughafen Langenhagen und Hoc- 
haus Halle 12 auf dem Messegelände). 

Auch andere Firmen gehen bei den ein- 
facheren Kameratypen zur Kompaktausfüh- 
rung über, was heißen soll, daß in einem 
möglichst kleinen Gehäuse alle für die Bild- 
erzeugung und -übertragung nötigen Bau- 
elemente bzw. Baugruppen zusammenge- 
faßt werden; der Ausgang ist stets video- 
frequent oder trägerfrequent. Die Verbin- 
dung zum Empfänger erfolgt dann über ein 
dünnes Koaxialkabel. Eine neue Ausführung 
dieser Art wird von Siemens gebaut, ihren 
servicegünstigen Aufbau macht Bild 11 be- 
sonders augenfällig. Die Kabelbäume sind 
lang genug, um die Teilchassis nach beiden 
Seiten und nach oben voll ausklappen zu 
können. Wie üblich ist auch diese Kamera 
mit einem 1-Zoll-Vidikon ausgestattet. Sie 
wird im Bedarfsfall im wetterfesten Ge- 
häuse geliefert und mit einem Schwenk- 
und Neigekopf für Fernbedienung versehen. 


FUNKSCHAU 1964 / Heft 12 
893 


Kompaktbaumeise, geöffnet. Sie ent- 

hält einen fünfstufigen Verstärker 

mit 1 V BA-Signal am 75-2-Aus- 

gang und 5 MHz Bandbreite. Ein 

Hf-Senderteil für einen Kanal in 

Bereich I oder III kann eingesetzt 
werden 


Unten: Bild 12. Abgesetzte Kom- 
paktkamera KK 2 im metterfesten 
Gehäuse mit Steuergerät (Tekade) 








329 





Bild 13. Distameter für die rasche Entfernungs- 
messung mit Hilfe von Zentimeterwellen. Maxi- 
male Reichweite: 50 km. An die rechte Seitenwand 
mird ein Stielstrahler für die Messung kürzerer 
Entfernungen oder ein 35-cm-Parabolspiegel für 
größere Entfernungen eingesteckt (Grundig) 


Trotz Alltransistor-Bestückung solcher Ka- 
meras — das Bildaufnahmeorgan ist die ein- 
zige Röhre — läßt sich die Größe des Ge- 
häuses nicht unter ein bestimmtes Maß 
drücken, soweit man an den konventionel- 
len Bauelementen festhält und nicht etwa 
Festkörperschaltkreise anwendet, was hier 
aus Preisgründen schwerlich möglich ist. In 
einigen Sonderfällen mag also die übliche 
Kompaktkamera zu groß sein. Tekade hat 
daher die „abgesetzte Kompaktkamera“ Typ 
KK2 entwickelt (Bild 12), die vornehmlich 
für schwierige Umweltbedingungen bestimmt 
ist. Das runde Gehäuse mit dem spritzwas- 
serfesten Kabelanschluß enthält nur noch 
das 1-Zoll-Vidikon mit den Ablenk- und 
Fokussierspulen und einem Vorverstärker. 
Zwischen diesem Teil und dem eigentlichen 
Steuerteil (einer Kompaktkamera KK1, die 
anstelle der Objektive einen mehrpoligen 
Stecker aufnimmt und natürlich kein Vidi- 
kon hat) führt ein mehradriges, maximal 
10m langes Kabel die Betriebsspannungen 
zur abgesetzten KK2 und leitet das Bild- 
signal zurück. Der kleine Bildaufnahmeteil 
steckt im wetterfesten Gehäuse, das vorn 
eines der üblichen 16-mm-Objektive mit C- 
Bajonettfassung aufnimmt. Dieses Objektiv 
und der auf Wunsch eingebaute Fernsteuer- 
teil sind elektrisch beheizt. Hinter der Ka- 
meraröhre und über der Ablenkspule be- 
findet sich der Kameravorverstärker. mit 
einer Nuvistor-Verstärkerröhre im Eingang. 
Die folgenden Transistorstufen korrigieren 
den Frequenzgang und bilden den nieder- 
ohmigen Ausgang. 


Distameter und Exatest 


Grundig zeigte aus seiner wachsenden 
Elektronik-Abteilung, deren Jahresumsatz 
sprunghaft ansteigt, zwei bemerkenswerte 
Neuentwicklungen. Die erste heißt Dista- 
meter (Bild 13) und ermöglicht die sehr ge- 
naue Entfernungsmessung auf Distanzen 
von 50 m bis rund 50 km mit Hilfe der Grup- 
penlaufzeit der elektromagnetischen Welle 
im Bereich 10,25...10,45 GHz (2,93...2,87 cm), 


MeBkopf 







Elektronik 


Kontrast-Lichtquelle 


330 


mm | 





Bild 14. Schema der Exatest- 
Anlage USD für die Draht- 
dickenmessung (Exatest- 
Meßtechnik/Grundig) 


der für solche Zwecke von der Bundespost 
freigegeben wurde. Das Prinzip ist vom 
Radar her bekannt, wo man die Laufzeit 
eines Impulses bzw. seiner Reflexion elek- 
tronisch ermittelt und in Entfernungsan- 
gaben umformt. Hier entfällt aber die Echo- 
messung, hier wird vielmehr die Laufzeit 
der von Station 1 ausgeschickten Zenti- 
meter-Welle von Station 2 gemessen und 
digital angezeigt. Beide Stationen sind 
identisch; über die ausgeschickte Frequenz 
besteht überdies Sprechverbindung. Die 
Meßreichweite der Anlage hängt, wie man 
einsehen wird, von der Reichweite der be- 
nutzten Frequenz ab; wenn die Empfangs- 
station diese nicht mehr aufnehmen kann, 
ist keine Messung möglich. Optische oder 
quasi-optische Sicht ist somit Vorausset- 
zung. Für 5km Meßentfernung genügt der 
rechts am Gerät einsteckbare Stielstrahler; 
für größere Entfernung wird ein 35-cm- 
Parabolreflektor benutzt. In diesem Fall 
muß die Brechzahl der Atmosphäre mit 
einem Psychro- und einem Barometer ermit- 
telt werden, soweit auf höchste Genauigkeit 
Wert gelegt wird. Jede Messung dauert 
ohne Montage der aus einer 12-V-Batterie 
betriebenen Anlage etwa 10 Minuten. 

Das Distameter ist keine neue Erfindung; 
ursprünglich wurde das Prinzip unter dem 
Namen Tellurometer in Südafrika vom Na- 
tional Institute for Telecommunications Re- 
search entwickelt und von der Tellurometer 
(Pty.) Ltd., Kapstadt, gebaut. Weitere Ent- 


wicklungen nach dem gleichen Prinzip für 
See- und Luftfahrt-Messungen heißen Aero- 
dist und Hydrodist; eine für Schnellmes- 
sungen bestimmte Abart des Tellurometers 
ist das Terrafix zur raschen Positionsbe- 
stimmung im Gelände. 

Die Exatest-Meßtechnik GmbH, Lever- 
kusen, hat mit Grundig zusammen die Exa- 
test-Anlage USD für die berührungslose 
Messung des Duchmessers bzw. der Breite 
von Rundprofil-Material wie Walzdraht, 
Flußstahl, Rohre, Stabstahl-Flachprofile usw. 
zwischen 5 und 15 mm Durchmesser in der 
Eisen- und Stahlindustrie entwickelt. Wie 
die Skizze Bild 14 zeigt, wird das Meßob- 
jekt, hier Walzdraht, über eine Kontrast- 
lichtquelle geführt; ein darüber im Abstand 
von 15m bis 3m angebrachter Meßkopf 
tastet das von der Gegenlichtquelle beleuch- 
tete Meßobjekt fotoelektrisch ab; das Signal 
wird in einem Sekundär-Elektronenverviel- 
facher verstärkt und getriggert dem Aus- 
werteschrank zugeführt (in Bild 14 mit 
„Elektronik“ bezeichnet). Das Ergebnis der 
kontinuierlichen Messung ist direkt am Di- 
gital-Volt-Ohm-Meter DV 42 ablesbar, eben- 
so können analog anzeigende Instrumente 
benutzt werden, oder man registriert mit 
Streifenlocher oder schreibendem Gerät. Die 
Durchlaufgeschwindigkeit des Meßobjektes 
hängt wegen der festen Meßfolgefrequenz 
von 200 Hz nur von der gewünschten An- 
zahl der Messungen pro durchlaufenden 
Meter ab. 


Stromversorgung 


Stabilisiertes Netzgerät für die Werkstatt 


Bei der Reparatur von Transistorgeräten 
wird zweckmäßig nicht die eigentliche Strom- 
quelle des Gerätes, eine Batterie, benutzt, 
sondern ein Netzteil oder eine Akkumula- 
torenbatterie, die zur Werkstattausrüstung 
gehören. Es ist nämlich nötig, Empfänger 
und Verstärker mit Transistoren auch bei 
Spannungen in Betrieb zu nehmen, die 
wesentlich unter der Nennspannung der 
Schaltung liegen. In der Regel wird man 
dann nach beendeter Reparatur und nach 
einem Probebetrieb das Gerät mit einer 
frischen Batterie dem Kunden zurückgeben. 

An ein Netzgerät zum Speisen von Emp- 
fängern sind mehrere Forderungen zu stel- 


0C75 0C26 






220V» 


Rechts: 
Schaltung 
des Philips- 
Transistor- 
Speise- 
gerätes 
800 bex 














2,2 4 Ditl- 


anzeige len. Die Spannung muß in 


weiten Grenzen einstellbar 
sein. Daneben muß der In- 
nenwiderstand niedrig sein. 
Schwankende Stroment- 
nahme durch Gegentakt-B- 
Endstufen würde sonst zu 
Spannungsschwankungen 
führen. Sie beeinflussen die 
übrigen Stufen und hindern 
am ordentlichen Arbeiten. 
Dagegen ist es nicht erfor- 
derlich, Schwankungen der 
Netzspannung allzu weit- 
gehend auszuregeln. 


Instrument 


Registrierung 


Den genannten Forderungen entspricht 
das Philips-Transistor-Speisegerät 800 bex'). 
Seine Schaltung zeigt das Bild. Sie enthält 
zwei Gleichrichter. Der Doppelweggleichrich- 
ter mit den Dioden D2 und D3 liefert die 
Ausgangsleistung. Der Einweggleichrichter 
mit der Diode D1 erzeugt den Kollektor- 
strom für den Transistor T3, den Basis- 
strom des Transistors T2 und den Strom 
für die Zenerdiode ZG 3,9. Ihre konstante 
Spannung dient als Vergleichsspannung. 

Die Stellgröße, die an der Basis des Tran- 
sistors T 3 wirkt, wird vom Transistor T 2 
verstärkt. Transistor T1 dient als steuer- 
barer Serienwiderstand. Die Ausgangsspan- 
nung kann am Potentiometer R2 zwischen 
4 V und 15 V eingestellt werden. Ihre Höhe 
zeigt das Voltmeter an. Im Dauerbetrieb 
können Ströme bis zu 200 mA entnommen 
werden, vorübergehend auch 300 mA. Dabei 
werden Schwankungen der Netzspannung 
von + 20 % ausgeregelt, so daß 
bei Belastungsschwankungen die 
Ausgangsspannung auf 1% sta- 
bilisiert ist. Die Welligkeit ist 
kleiner als 6 mV. Das Gerät hat 
ur die Abmessungen 232 mm X 
j 106 mm X 155 mm. —dy 





1) Vgl. FUNKSCHAU 1963, Heft 12, 
Seite 341, Bild 21. 








Der FUNKSCHAU-Leserdienst bittet 


sich auf Anfragen, die unsere Fachgebiete be- 
treffen, zu beschränken. Juristische und kauf- 
männische Ratschläge können und dürfen wir 
nicht erteilen. 


Verwenden Sie bitte für jede Anfrage ein ge- 
trenntes Blatt und formulieren Sie nicht im Tele- 
grammstil. Bedenken Sie, daß der Bearbeiter 
sich erst in Ihre Probleme hineinfinden muß, 
wenn Sie eine erschöpfende Antwort erhalten 
wollen. 


Bitte fügen Sie der Anfrage doppeltes Brief- 
porto (0.40 DM) bei. Anschrift: FUNKSCHAU- 
Leserdienst, 8 München 37, Postfach. 


Heft 12/FUNKSCHAU 1964 
894 


Meßtechnik 


Ein Service-Oszillograf in neuer Bauform 
Universal-Kleinstoszillograf ROG 3 


Der Kleinstoszillograf ROG 3 wurde zum 
Prüfen, Überwachen und Darstellen elek- 
trischer Vorgänge im Frequenzbereich von 
5Hz bis 3MHz geschaffen. Er kann daher 
für Wartungs- und Reparaturarbeiten so- 
wohl an niederfrequenztechnischen Geräten 
wie auch für die Rundfunk- und Fernseh- 
technik verwendet werden. Auf Grund 
seiner besonders kleinen Abmessungen und 
der Ausführung in Flachbautechnik kann er 
in jeder Aktentasche zum Kundendienst 
mitgenommen werden [Bild 1). 

Trotz seiner geringen Abmessungen be- 
sitzt der Kleinstoszillograf einen umfang- 
reichen schaltungstechnischen Aufbau, der 
in vier gedruckte Leiterplatten aufgeteilt 
ist: Y-Meßverstärker, X-Meßverstärker mit 
Zeitablenkgenerator, Kondensatorplatte für 
die Zeitablenkung und Bildröhrenteil. 


Vertikalverstärker 


Die Schaltung des Vertikalverstärkers (Y- 
Verstärker) ist in Bild 2 oben links zu sehen. 
Der Frequenzbereich reicht von 5Hz bis 
3MHz (-6.dB). Die Röhren, wie auch die 
des X-Verstärkers, arbeiten. mit „hochlie- 
gender Katode“, so daß die Steuergitter der 
























Kleinstoszillografen mit 3-cm-Bildröhre sind sehr handlich und trotz der kleinen Schirm- 

fläche recht vielseitig zu verwenden. Dies beweisen auch die Anfragen nach einer früheren 

FUNKSCHAU-Bauanleitung!). Der hier beschriebene Kleinstoszillograf ist sehr flach ge- 

halten, so daß er sich gut für den Kundendienst eignet. Er ist als Bausatz oder auch als 
betriebsfertiges Gerät lieferbar?). 


Wirkungsgrade und stabile Arbeitspunkte. 
Röhrenstreuungen können dadurch weit- 
gehend ausgeschaltet werden. 

Mit Hilfe des frequenzkompensierten Ein- 
gangsteilers kann die Eingangsspannung im 
Verhältnis 20:1, 5:1 bzw. 1:1 stufenweise 
abgeschwächt werden (Schalter S1 in Bild 2). 
Die Verstärkung ist im Verhältnis 5:1 
stetig . einstellbar. Dazu dient der mit Y- 













Bild 1. Der Kleinst- 
oszillograf ROG 3 
(Radio-RIM) 

im Flachgehäuse. 
Die Abmessungen 
betragen nur 
25,5 cm X 9,5 cm X 


Amplitude bezeichnete 1-kQ-Drehwiderstand 
im Katodenzweig der Röhre Rö1l. Beson- 
dere Vorzüge dieser Schaltung bestehen 
darin, daß sie frequenzunabhängig arbeitet 
und stabilbleibende Arbeitspunkte gewähr- 
leistet. Bildschwankungen werden dadurch 
vermieden. Bei Herabsetzen der Verstärkung 
steigt der Gegenkopplungsgrad an. Dadurch 
wird die Verstärkerstufe gegen Über- 


85 


























































































Röhren gegenüber Masse positive Span- ARCHE (9) - 
nungen erhalten. Auf diese Weise ergeben N 1 
sich bei den Katodenfolgeschaltungen hohe r——— 
1) FUNKSCHAU 1962, Heft 1, Seite 9, 
und 1964, Heft 6, Seite 152. UF 1331 4IKR 
?) Vertrieb: Radio-RIM, He = 
München 15. Röt 
ESSCC 
voma []8208 ||rema [|] 1548 
0,22uF 
0.22uF Nr 472 
öpF HH _ 
SIA S1B 
5; A N 4 10081 . 
2. A StB on \ 
Eingang S ur 
478 
No 2a 022uF 
_ = nn 2,5k2 
Ye Amplitude EFI84 ©), 
-C[I 10 Y-Verstärker 
250uF E02 iin. 
Synchron. ext li RöB 
£ — 4 | D6 3-12A 
ECF 80 142V 
4 EL 
-320v Heizung 
+ 063 12A 











Synchronisier-  Kipp- 
Verstärker generator 
—+ 
500KR. 54 
lin. ke/s 
Frequenz Y N 
® 
LTOKR 1 [ L 
T 
wlu 





FUNKSCHAU 1964 / Heft 12 
895 






















0.22uF 
H— et. x-Eingang 
S3B ] x-off 
_ XAmplitude 










GL1 
" B250 075 


208V 230V 
/ Y 


a ar 
sous 1 


Heizung 
Y-Verst. 











Heizung 
X-Verst. 


BE u u" 


Bild 2. Die Gesamtschaltung des Oszillografen ROG 3 


33] 





Das zweite 
System der Röhre E88 CC (Rö 1) liefert die 
für die Gegentakt-Endstufe (2 X EF 184) er- 
forderlichen amplitudengleichen und gegen- 
phasigen Steuerspannungen. Die Y-Ablenk- 
platten werden daher symmetrisch gespeist. 


steuerungen unempfindlicher. 


Horizontalverstärker 
und Zeitablenkgenerator 


Der Horizontalverstärker in Bild 2 unten 
links ist ebenfalls mit den Doppeltrioden 
E 88 CC bestückt. Die erste Verstärkerstufe 
(R6 6) arbeitet als Impedanzwandler für 
den Sägezahngenerator, um eine frequenz- 
unabhängige, stetig veränderliche Span- 
nungseinstellung zu erzielen. Darauf folgen 
Phasenumkehrstufe und Gegentakt-Endstufe 
(R6 7) für die symmetrische Strahlablen- 
kung. 

Als Synchronisierverstärker wird das 
Triodensystem der Röhre ECF 80 (Rö 4) ver- 
wendet. Der Frequenzbereich des X-Ver- 
stärkers entspricht dem des Y-Verstärkers, 
so daß Frequenzmessungen mit Hilfe von 
Lissajous-Figuren weit über die Frequenz- 
grenzen hinaus möglich sind. Eine merk- 
bare Beeinflussung durch Phasenverschie- 
bungen tritt nicht ein. 

Das Kippgerät besteht aus dem Multivi- 
brator (Pentode Rö4 und erstes Trioden- 
system der Röhre Rö5) und erzeugt ein 
lineare Sägezahnschwingung. Die Zeitab- 
lenkung ist in elf sich überlappende Bereiche 
unterteilt, und das Variationsverhältnis be- 
trägt 2,75. Die ablenkfrequenzbestimmen- 
den Kondensatoren sind auf einer separaten 
gedruckten Leiterplatte zusammengefaßt. 
Diese besonders feine Unterteilung der Zeit- 
ablenkung gewährleistet eine vorzügliche 
Stabilität der Bildbreite. 

Der Multivibrator ist intern und extern 
synchronisierbar, wobei die kontinuierlich 
einstellbare interne Synchronisation positiv 
und negativ wählbar ist. Das erweist sich 
besonders bei der Darstellung von unsym- 
metrischen Kurvenzügen als vorteilhaft. Die 
Synchronisierungsmöglichkeit setzt bereits 
bei kleinen auf dem Schirm sichtbaren Kur- 
ven ein und ist weitgehend frequenzunab- 
hängig. Die Synchronisierungsspannungen 
(1 bis 3 V,,) werden ebenso wie beim Y-Ein- 
gang über Koaxialbuchsen zugeführt. Die 
Zeitablenkung ist durch Unterbrechung der 
Anodenspannung abschaltbar. Ferner be- 
sitzt der Oszillograf eine Strahldunkelsteue- 
rung. Die Rücklauf-Austastung erfolgt mit 
Hilfe des zweiten Systems der Röhre 
E88 CC (Rö5). 


Bildröhrenteil 


Die zum Einstellen des horizontalen und 
vertikalen Bildstandes, der Schärfe und der 
Helligkeit erforderlichen Spannungsteiler 


332 


Links: Bild 3. Der 
Blick auf die Ober- 
seite des Chassis 
läßt den gedrängten 
Aufbau im Flach- 
gehäuse erkennen. 
An der Rückseite 
sind die beiden 
Einsteller für den 
horizontalen und 
vertikalen Bildstand 
zugänglich. An der 
Frontplatte links ist 
die Printplatte mit 
den Schaltelementen 
für den elfstufigen 
Schalter der Zeitab- 
lenkung angeordnet 


Rechts: Bild 4. Die 
geätzten Leiter- 
platten ergeben 

eine fehlerfreie und 

störungsfreie Ver- 
drahtung 


wurden in einer unmittelbar am Röhren- 
sockel der Oszillografenröhre angebrachten 
Ätzplatte zusammengefaßt. Die Röhre 
DG 3-12a besitzt einen Planschirm mit grü- 
nem Bild mittlerer Nachleuchtdauer. Die 
Oszillografenröhre ist zum Schutz gegen 
magnetische Streufelder mit einer Mu-Me- 
tallabschirmung umgeben. 


Netzteil 


Zum Erreichen eines günstigen Wirkungs- 
grades und zur optimalen Ausnutzung des 
Wickelraumes des Netztransformators wird 
die Anodenspannung für die Verstärker- 
röhren mit Hilfe eines Selen-Brückengleich- 
richters Gl1 gewonnen. Gleichfalls wurde 
die Gleichrichterwicklung durch eine Zusatz- 
wicklung erweitert. Hiermit kann bei gering- 
sten Abmessungen des Transformators 
eine negative Spannung von 345 V erzeugt 
werden. Der positive Anteil der Wechsel- 
spannung gegen Masse wird durch den 
Gleichrichter Gl3 zunächst aufgehoben. An 
der Siliziumdiode Gl 2 kommt also nur eine 
negative pulsierende 50-Hz-Spannung zur 
Wirkung. Die Sperrspannung der Diode 
braucht daher nicht höher als die ausgangs- 
seitige Spannung zu sein. Die Primärwick- 
lung des Netztransformators besitzt die 
üblichen Netzanschlußmöglichkeiten. 


Mechanischer Aufbau 


Die gesamte elektrische Schaltung konnte 
dank sorgfältiger Auswahl der Bauelemente 
und sinnvoller Anordnung der gedruckten 
Leiterplatten in einem platzsparenden 
Flachgehäuse aus verstärkten Tiefzieh- 
blechen mit dem passivierten und verzink- 
ten Chassis untergebracht werden (Bild 3). 
Die erforderliche Lüftung wird durch eine 
Perforation der Chassishaube und der 
Bodenplatte erreicht. Eine klar und über- 
sichtlich gestaltete Beschriftungsplatte. er- 
leichtert die Bedienung des Gerätes. Die 
Oszillografenröhre DG 3-12a ragt auf der 
Frontseite leicht heraus und besitzt eine aus- 
ziehbare Abschirmblende. Auf Grund gün- 
stiger Anordnung der Bauteile konnte auf 
abgeschirmte Leitungen beim Aufbau des 
Kleinstoszillografen verzichtet werden. Zur 
Erleichterung der Verdrahtung der einzelnen 
Leiterplatten sind diese noch mit den Bau- 
teilewerten beschriftet. Die Anschlüsse der 
Leiterplatten liegen an Lötstiften. 

Der Kleinstoszillograf kann in Bausatz- 
ausführung mit einer zusätzlich erhältlichen 
und sorgfältig ausgeführten Baumappe mit 
Schalt- und Verdrahtungsplänen sowie auch 
betriebsfertig geliefert werden fRadio-RIM, 
München). Als weiteres Zubehör sind ein 
Abschirmtubus mit eingebautem Millimeter- 
raster sowie Demodulatorkopf, Teilerkopf, 





eine Halterung, die als Tragegriff und zur 
individuell günstigsten Aufstellung des 
Oszillografen verwendet werden kann, und 
eine Tragetasche lieferbar. 


Technische Daten 
Y-Verstärkung 


Frequenzbereich: 7 Hz...1 MHz (bei 1 dB Abfall) 
7 Hz...2 MHz (bei 4 dB Abfall) 
5 Hz...3 MHz (bei 6 dB Abfall) 
Empfindlichkeit: 100 mV,,/cm 
Interne Vorteilung: in Stufen 1:1, 5:1, 20:1; 
stetig einstellbar 5 :ı (dreistufiger 
Abschwächer) 
Eingangswiderstand: 
nach Vorteilung) 
max. zulässige Gleichspannung: bei Vorteilung 
1:1 = 600V, 5:1 und 20:1 = 300 V 
Zeitablenkung: 30 Hz...160 kHz in 11 Stufen, Fein- 
einstellung je Stufe min. 20 %% Überlappung 
Eigensynchronisierung: kontinuierlich, positiv 
und negativ 
Bildstand: horizontal und vertikal einstellbar 


0,9...1,0 M9/10...20 pF (je 


X-Verstärkung 


Frequenzbereich: 7 Hz...2 MHz (bei 4 dB Abfall) 

Empfindlichkeit: 2 V, /cm, kontinuierlich einstell- 
bar 5:1 

Eingangswiderstand: 1 M® || 30 pF 

max. zulässige Gleichspannung: 400 V 

Röhrenbestückung: DG 3-12 A, 4 X E88 CC, 1X 
ECF 80, 2 X EF 184 

Netzspannung: 220/110 V 

Leistungsaufnahme: 42 VA 

Gewicht: 4,5 kg 

Maße in cm: 25,5 X 18 X 9,5 


Funktechnische 
Denksportaufgabe 


Die Widerstände R1 bis R6 sind nach 
dem Bild geschaltet. Die Frage lautet, um 
welche Schaltungsart es sich hier handelt 
(z. B. Stern-, Dreieck-Schaltung oder... .?). 
Ferner ist der resultierende Gesamtwider- 
stand zwischen den Punkten A und B zu 
bestimmen, wenn jeder Widerstand 900 
beträgt. 

W 63 


RI R4 


Ag © 


Zur Erleichterung der Lösung sei be- 
merkt, daß es sich nur um eine Denksport- 
aufgabe handelt, die ohne langwieriges 
Rechnen gelöst werden kann. Bei genauer 
Betrachtung der Schaltung läßt sich das Er- 
gebnis leicht im Kopf ermitteln. Ko/Mü 


Heft 12/FUNKSCHAU 1964 


896 


HELMUT WEIDNER 


Meßtechnik 


Die Berechnung von Stufenspannungsteilern 


Stufenspannungsteiler, auch Abschwächer 
genannt, haben in der elektronischen Meß- 
technik große Bedeutung. Sie finden sich in 
Tonfrequenz- und Hf-Generatoren zur Ein- 
stellung genau definierter Ausgangsspan- 
nungen und am Eingang von Röhrenvolt- 
metern, Oszillografen und ähnlichen Ge- 
räten zur Herabsetzung der Empfindlichkeit. 

Das theoretische Durchrechnen solcher 
Spannungsteiler führt zu sehr einfachen 
Formeln, die im folgenden mitgeteilt wer- 
den sollen. Dabei wird zwischen Ausgangs- 
und Eingangsspannungsteilern unterschie- 
den, da für beide Arten andere Vorausset- 
zungen gelten. 


Ausgangsspannungsteiler 


In Bild 1 ist die Schaltung eines vierstu- 
figen Teilers gezeigt. Im allgemeinen ist die 
am Teiler stehende Gesamtspannung Uj 
bekannt, und man wünscht die Teilspan- 
nungen Ua bis Uy4 abzugreifen. Ferner ist 
meist der Gesamtwiderstand R, = Rı + 
Ra + Rz3 + Ry gegeben; diese Teiler arbei- 
ten ja häufig als Außenwiderstand eines 
Katodenverstärkers, und damit liegt der Ge- 
samtwiderstand größenordnungsmäßig fest. 

Durch den Spannungsteiler fließt der 
Strom I = Uy/R,. Bei der Berechnung fängt 
man nun zweckmäßig mit dem letzten Teil- 
widerstand an; offensichtlich ist U = I-Ry 
= UjRy/R, oder 


Re 
ie 


Für den vorletzten Teilwiderstand gilt 
U 
U; =I(R3 + Ry) mr 


Setzt man hier den oben gefundenen Aus- 
druck für R; ein, dann bekommt man nach 
einigen elementaren Umstellungen 


R 
Ra, (Us-UN 


Analog ergibt sich für die beiden übrigen 
Widerstände 


Ganz allgemein gilt also für einen belie- 
bigen Widerstand R, im Spannungsteiler 


Re 
Rn = 7, (Un Uns) 


Eingangsspannungsteiler 


Hier ist ebenfalls der Gesamtwiderstand 
gegeben. Es sind jetzt jedoch nicht die ein- 
zelnen Teilspannungen von Interesse; viel- 
mehr ändert sich die Eingangsspannung. 
Entspricht diese in ihrer Höhe dem gewähl- 
ten Bereich, dann ist die Teilspannung 
immer die gleiche, und zwar ist sie gleich 
der maximalen Eingangsspannung des auf 
den Teiler folgenden Gerätes, z. B. des Meß- 
verstärkers. In Bild 2 ist ein solcher Teiler 
wiedergegeben. Man achte darauf, daß die 
Werte U} bis Uy jetzt nicht Spannungen, 
sondern Spannungsmeßbereiche bedeuten. 


FUNKSCHAU 1964 / Heft 12 
897 


Wir fangen wieder mit dem letzten Teil- 
widerstand an. Bezeichnet man die maxi- 
male Eingangsspannung des folgenden Ge- 
rätes mit U,, dann gilt 


I= UyR, und I-Rı = U, oder 
1 
R4 = UgRg > 
Für den vorletzten Bereich ergibt sich 
I = Uy/R, und I(R3 + R)) = U, 
Daraus erhält man durch Einsetzen 
Rz = U.Rg (1/U3 — V/U4) 
Die übrigen Widerstände berechnen sich 
wieder ganz analog; für einen beliebigen 
Teilwiderstand gilt der Ausdruck 


Rn = UeRg (1/Un - 1V/Un +1) 


U] 

Rı RI 
U2 

R2 R2 
U U3 

R3 U2 R3 
U3 Up 

Ry ul Ry 


Bild 1. Ausgangs- Bild 2. Eingangs- 


spannungsteiler spannungsteiler 
Kompensation 
Hochohmige Eingangsspannungsteiler 


müssen kompensiert werden, das ist eine 
bekannte Tatsache; die Gründe sollen hier 
nicht näher ausgeführt werden. Die Schal- 
tung eines solchen Teilers zeigt Bild 3. Es 
liegt auf der Hand, daß sich die Wechsel- 
stromwiderstände der Kondensatoren, die 
mit X; bis X4 bezeichnet sind, in ihren Wer- 
ten genauso zueinander verhalten müssen 
wie die ohmschen Widerstände. 

Wie später noch deutlich werden wird, 
fängt man hier am besten mit der obersten 
Kapazität C; an. Es ist natürlich Vorausset- 
zung, daß die ohmschen Widerstände bereits 
berechnet wurden. Für die erste Abschwä- 
cherstellung gilt dann 


Rı x 
Re-Rı Xg-Xı 


für die zweite Abschwächerstellung 


Rı + Ra _ Xı + X 
Rg—(Rı +R2) Xg-(Xı + Xp) 


und so weiter. Nach einigen Umformungen 
vereinfachen sich diese Ausdrücke zu 


Rı + Ra Xı +Xa 
ee 
Rz Xg Re Xg 

Nehmen wir nun einmal an, wir wollten 
die Kompensation für eine bestimmte Fre- 
quenz durchführen. Die Berechnung des 
ohmschen Teils des Abschwäcers wird 
immer ergeben, daß R; der größte Wider- 
stand ist; entsprechend ist Xj der größte 
Blindwiderstand oder C; die kleinste Kapa- 
zität. Man macht diesen Kondensator so 


klein wie möglich, damit die letzten Kon- 
densatoren der Kette nicht allzu groß wer- 
den. Man beginnt also, wie oben bereits 
angedeutet, mit C; als der gegebenen Kapa- 
zität; meist wird er als Trimmer vorgesehen. 
Dann ist auch X; bekannt, und aus einer der 
oben bereits angegebenen Gleichungen ge- 
winnt man die Größe 


Xg = XıRg/Ri 
Setzt man diesen Ausdruck ein und stellt 
man ein wenig um, dann ergeben sich die 


einfachen Beziehungen 


Xg = XıRa/Rı, X3 = XıRa/R; usw. 


Nun ist bekanntih X = 1/wC oder 
C = 1iwX. Damit bekommt man 
1 1 R 1 1 .R 








0% oG R'oaß ac Re 

Wie es sich gehört, fällt » heraus, denn 
tatsächlich gilt ja die Kompensation für alle 
Frequenzen. Nochmaliges Umstellen führt 
schließlich zu den Beziehungen 


Ca = CıR;/Ra, Cy = C;Ry/Rg usw. 


Ganz allgemein gilt also für einen beliebigen 
Kondensator 





Cn = CıRy/Rn 
R 
u 
R7 Z 
BG Bild 4. Zur 


Bestimmung des 
Wertes von R7 


T 


Bild 3. Kompensierter Eingangsspannungsteiler 


Zwei Beispiele 


Als erstes wollen wir den Ausgangsspan- 
nungsteiler eines RC-Generators berechnen. 
Der Spannungsteiler liege in der Katoden- 
zuleitung eines Katodenverstärkers; der 
Gesamtwiderstand R, soll 30 kQ betragen, 
die als konstant anzusehende maximale 
Ausgangsspannung Uj betrage 10V. Jede 
Teilerstufe soll einer Abschwächung von 
10 dB entsprechen, deshalb müssen sich die 
Spannungen zweier aufeinanderfolgender 
Teilerstellungen wie Y 10:1 = 3,162 :1 ver- 
halten. Vorgesehen seien die Ausgangs- 
spannungen 10 mV, 31,6 mV, 100 mV usw. 
bis 10 V; es ergeben sich sieben Stufen. 


Man bekommt mit diesen Angaben 


Rz = 30 : 0,0110 =003 kQ=- 0 Q 
Re = 30 - 0,0216/10 = 0,0648 kQ = 64,8 Q 
Rz = 30 - 0,0684/10 = 0,205 kQ = 205 Q 
Ry = 30 - 0,216/10 = 0,648 kQ=648 Q 
USW. 


Wegen der gleichartigen Stufung erüb- 
rigen sich weitere Rechnungen; man braucht 
Ry nur mit Y10 zu multiplizieren, um auf 
Ra zu kommen und so fort. 

Besonders in diesem Fall ergeben sich 
recht krumme Widerstandswerte. Man macht 
noch keinen großen Fehler, wenn man die 


333 


64,8 Q auf 65 Q) aufrundet (entsprechend bei 
den höheren Werten), es bleiben aber 
immer noch die Widerstände mit 205 Q usw. 
zu beschaffen. Eine Aufrundung auf 210 Q 
bedeutete bereits einen Fehler von 2,2 %/,, 
bezogen auf das Teilerverhältnis. 

In diesem und in ähnlichen Fällen kann 
es vorkommen, daß man lieber von runden 
Widerstandswerten ausgeht, selbst wenn 
sich dann der Gesamtwiderstand des Ab- 
schwächers ändert. Bei Katodenverstärkern 
haben solche Änderungen kaum Einfluß; in 
anderen Fällen bleibt zu überlegen, ob eine 
Schaltungsänderung zugunsten glatter Wi- 
derstandswerte im Ausgangsteiler vorge- 
nommen wird. 

In unserem Fall wäre für aufeinander fol- 
gende Widerstände das Verhältnis 60:19 = 
3,157 günstig; der Fehler beträgt nur 1,6 %/,., 
und der Gesamtwiderstand wird nur wenig 
kleiner. Das Verhältnis 79/25 ergibt zwar ge- 
nau 3,16, andererseits aber auch einen we- 
sentlich größeren Gesamtwiderstand. Hier- 
bei ist vorausgesetzt, daß die Widerstände 
selbst genügend eng toleriert sind, sonst sind 
alle diese Betrachtungen sowieso müßig. 

Es bleibt anzugeben, wie in einem solchen 
Fall R7 bestimmt wird. In Bild 4 sind die 
Verhältnisse skizziert. R stellt die Summe 
der Widerstände Rı bis Rg dar, die ja be- 
kannt ist. Offensichtlih ist nun U7/R7 = 
Uy/{R + Rr) oder 


__R-U 
“m-% 
Bei einer anderen Stufenzahl gilt diese For- 
mel analog. 

Wählen wir also das Verhältnis 60/19, 
dann ergibt sich für R, wie man leicht nach- 
rechnen kann, der Wert 27,75 kQ. Damit er- 
gibt sich sofort 


pn — 27759, 001 
A oa 750 


Das ist jetzt der einzige krumme Wert im 
Abschwächer. 

Das zweite Beispiel soll zeigen, wie 
ein kompensierter Eingangsabschwächer für 


einen Oszillografen dimensioniert wird. Um 
mit dem Oszillografen auch quantitativ mes- 
sen zu können, soll der Amplituden-Fein- 
steller möglichst immer voll aufgedreht sein; 
für die günstigste Einstellung der Bildhöhe 
ist dann ein ziemlich feinstufiger Abschwä- 
cher erforderlich. Wir wählen deshalb die 
Meßbereiche 
0,1-0,2—-0,55—-1-2-5-10—-20-50 V/cm. 

Diese Werte entsprechen also den Angaben 
U}, Ua usw. in Bild 2, wobei Uj dem Wert 
0,1 V/cm entspricht. 

U., die maximale Empfindlichkeit des 
Meßverstärkers, ist hier gleich dem klein- 
sten Bereich, nämlich 0,1 V/cm. Der Gesamt- 
widerstand R, soll mit 1MQ gegeben sein. 

Die folgende Rechnung ist einfach. Man 
bekommt 


R9 = 0,1: 1000/50 = 2 kQ 


R 1 1 

8 = 0,1:1000 | 50 
= 0,1:1000 - 30/1 000 = 3kQ 

1 

R7 = 0,11:1000 a) 


= 01-1000:1/720 =5kQ 
Rg = 0,1: 1 000 (1/5 — 1/10) 

= 0,11-1000-01 =10kQ 
Rz = 0,1: 1000 (1/2 — 1/5) 

= 0,1:1000 - 3/10 = 30 kQ 

Auch hier erübrigt sich die weitere Rech- 
nung, da sich die gleichen Teilerstufen, um 
eine Zehnerpotenz höher, wiederholen; ent- 
sprechend verhalten sich die Widerstände. 
Es wird R4=50kQ, R3=100kQ, Ra = 
300 kQ und Rı = 500KQ. 

Die Kapazität Cj setzt sich aus der Trim- 
merkapazität und der Schaltkapazität zu- 
sammen, ist also etwas größer, als der 
Trimmereinstellung entspricht. Wird die 
Summe zu 10pF angenommen (es wäre 
dann ein Trimmer von 3...15 pF vorzusehen), 
dann wird entsprechend der angegebenen 
Formel Ca = 16,7 pF. Dieser Wert ist noch 
so klein, daß auch hier ein Trimmer von 
5...30 pF vorgesehen wird. Weiter ist C3 = 
50 pf, C4 = 100 pF, Cz; = 167 pF, G = 
500pF, C; =1nF, Cg =1,67nF und Gy = 
2,5 nF. 


Schwingspule als Wobbler 


Eine bemerkenswerte Kombination eines 
Abstimm-Aggregates mit einem Lautspre- 
cher-Antriebssystem ist der UHF-Wobbel- 
baustein Bild 1 des ne 
wobblers. Er dient dazu, den Meßsender im 
Bereich IV/V bei beliebigen Kanalfrequen- 
zen zu wobbeln und damit die Durchlaß- 
kurve am Oszillografen zu schreiben. 








Der Oszillator des Bausteines arbeitet 
nach Bild 2 in kapazitiver Dreipunktschal- 
tung mit einer EC 86 als Oszillatorröhre. 
Eine halbkreisförmig aufgebaute Lecher- 
leitung stellt den Anodenkreis dar. Mit dem 
drehbar angeordneten Kurzschlußschieber 
wird auf die Mittenfrequenz abgestimmt. 
Am anodenseitigen Ende des Oszillator- 
kreises befindet sich ein 
Schwingkondensator Sch. 
Sein beweglicher Teil ist 
mit der Schwingspule des 
dynamischen Lautsprecher- 
systems in Bild 1 links ver- 
bunden. Anstelle der Mem- 
bran, die sonst die Tauch- 


Bild 1. Ansicht des UHF-Wob- 
belbausteines für den Nord- 
mende-Fernsehmwobbler. In der 
Mitte die Ringleitung mit dem 
Abstimmschieber, links das 
Schwingspulensystem mit dem 
Schmwingkondensator zum Wob- 
beln der eingestellten Haupt- 
frequenz 


EC 86 


K LE 
: 
Hub 


Bild 2. Prinzipschaltung der UHF-Wobbeleinheit 


ı +Uq 


spule zentriert und hält, ist dort ein Blatt- 
federsatz (im Bild unterhalb der Tauc- 
spule) vorgesehen. 

Dieses magnetische Schwingsystem führt 
den erforderlichen Frequenzhub aus. In Ab- 
hängigkeit von der Schwingamplitude in 
der Spule läßt sich damit der Wobbelhub 
bis zu Frequenzbreiten von 50 MHz stufen- 
los einstellen. 


Die Tauchspule mit dem Tauchkonden- 
sator wird von einer vom Netz abgeleiteten 
sinusförmigen Spannung bewegt. Oberwel- 
len und Schaltstöße, die der Netzspannung 
überlagert sind, bleiben ohne störenden 
Einfluß auf die Auslenkung des Schwing- 
kondensators, weil die mechanische Eigen- 
resonanz in die Nähe von 50Hz gelegt 
wurde, 


Durch besonderen Aufbau des Wobbel- 
systems wurde erreicht, daß der Hub über 
den gesamten Frequenzbereich konstant 
bleibt. Bei konstanter Bandbreite eines Fil- 
ters beispielsweise erscheint die Kurve auf 
dem Oszillografenschirm somit in gleicher 
Breite, gleichgültig ob die Meßfrequenz 500 
oder 750 MHz beträgt. Die weitere Schal- 
tung der Wobbeleinheit enthält eine Regel- 
automatik, die die UHF-Ausgangsspannung 
konstant hält. 


Ungepoltes 
Gleichspannungs-Voltmeter 


Bei manchen Messungen kommt es weni- 
ger darauf an, wie hoch die Gleichspannung 
ist, als vielmehr darauf, ob Spannung vor- 
handen ist oder nicht. Beim Messen wird 
dann als lästig empfunden, daß man auf 
die Polarität des Voltmeters achten muß. 
Diese Schwierigkeit kann man umgehen, 
wenn man das Instrument mit einer Graetz- 
brücke nach dem Schaltbild versieht, wozu 
Halbleiterdioden verwendet werden können. 
Wenn es erforderlich ist, kann man das In- 
strument mit der Brüce für Gleichspannung 
eichen. Jedenfalls schlägt das Meßwerk 
immer richtig aus, gleichviel mit welchen 
Polen man es an die Stromquelle legt. 


Durch eine Graetz- 
brücke ergänzt, schlägt 
das Voltmeter immer 
nach der gleichen Seite 
aus 


Die Anordnung ist übrigens in vielen Uni- 
versalinstrumenten zu finden. Die Graetz- 
brücke tritt bei Wechselspannungsmessun- 
gen in Aktion. Es genügt also, daß man 
einen Wechselspannungsmeßbereich wählt, 
wenn man Gleichspannung ohne Rücksicht 
auf die Polarität feststellen will. Selbstver- 
ständlich gilt die Wechselspannungseichung 
nicht auch für Gleichspannung. —dy 

Math, I.: Automatic Meter Reversal. Electro- 
nics-World, Februar 1964. 


Heft 12/FUNKSCHAU 1964 
898 


FRITZ KÜHNE 


Elektroakustik 


Fotowiderstände in Ela-Anlagen 


Der Leser von Fachzeitschriften erfährt 
gewöhnlich sofort davon, wenn neuartige 
Bauelemente auf den Markt kommen, aber 
es dauert dann immer eine ganze Zeit, bis 
er etwas von ihrer Anwendung in der 
rauhen Alltagspraxis hört. Uns erging es 
jedenfalls so, als wir die von Philips in der 
Meistersingerhalle in Nürnberg errichtete 
Ton-Übertragungsanlage besichtigten. 

Dieses Objekt hat einen respekteinflößen- 
den Umfang. Es enthält zwölf Mikrofone, 
127 Lautsprecher, sechs End- und 48 Kasset- 
tenverstärker, die Sprechleistung beträgt 
insgesamt fast 0,5 Kilowatt! Dazu gehören 
eine Akustikanlage für den großen Saal, 
eine Diskussionsanlage für Groß-Kongresse, 
eine Schwerhörigenanlage und Anlagen für 
Simultan-Dolmetschen, für die Künstler- 
garderoben, für den Inspizienten und den 
Kleinen Saal. Eine Stimmtoneinrichtung, 
drahtlose Mikrofone und ein Funk-Perso- 
nenruf vervollständigen das Ganze. Eine 
Vorstellung von der vielseitigen Verwend- 
barkeit vermittelt der Regietisch in Bild 1. 

Als Ganzes läßt sich über solche Groß- 
anlagen nur schwer berichten, denn selbst 
zur Wiedergabe der Blockschaltung reichen 
zwei nebeneinanderliegende FUNKSCHAU- 
Seiten nicht mehr aus. Wir suchten deshalb 
nach einer interessanten und weniger be- 
kannten Besonderheit und fanden diese 
auch bald in Gestalt von fotoelektrischen 
Fernsteuerungen mit Valvo-Fotowiderstän- 
den. 

Häufig erweist es sich als praktisch oder 
sogar als erforderlich, die Lautstärke einer 
Übertragung nicht am Verstärkerpotentio- 
meter, sondern weit abseits einzustellen. In 
Kinos gibt es schon seit eh und je die so- 
genannten Saalregler, mit denen die Platz- 
anweiserinnen die Lautstärke einstellen 
können. Der Vorführer in der Kabine sitzt 
zu weit „ab vom Schuß“, um die Lautstärke 
richtig zu .beurteilen. Genau das gleiche 
Problem ergibt sich bei Anlagen zur Aku- 
stik-Verbesserung in großen Sälen. 

Nun weiß jeder Praktiker aus eigener Er- 
fahrung, daß Zuleitungen zu Lautstärke- 
Potentiometern bereits einige Schwierig- 
keiten bereiten können, wenn man sie statt 
10 cm vielleicht 75 cm lang macht. Höhenver- 
luste (infolge der Kabelkapazität) und 
Brummeinstreuungen sind oft die Folge. 
Früher behalf man sich so, daß man die 
Einstell-Leitung durch zusätzliche Stufen 
niederohmig und weniger störanfällig machte 
oder daß man im Verstärker eine Regel- 
röhre benutzte und daß die Fernbedie- 
nungsleitung nur die Steuer-Gleichspannung 
führte. Benutzt man dagegen moderne Foto- 
widerstände, dann lassen sich alle Probleme 
sehr viel eleganter lösen. Der Lautstärke- 











70032. 10M$2 RF 
700%... 10MR2 
—— — - 
er I 
U 
2 T0KR Pi 
Ra 7 
ie: - - 
a b D- Be 


Bild 2. Prinzip eines Foto- 
miderstandes zur Laut- FB 
stärkeeinstellung 


FUNKSCHAU 1964 / Heft 12 
899 


einsteller verbleibt in Gestalt eines Span- 
nungsteilers im Gerät, eine Impedanzwand- 
lung mit zusätzlichen Röhren oder Schalt- 
elementen wird überflüssig, und die „Fern“- 
Leitung führt nur noch Strom für ein 
Beleuchtungslämpchen, sie ist also völlig 
unempfindlich gegen Störeinstreuungen. 


Ein Fotowiderstand ist ein unscheinbares 
Bauelement mit zwei Anschlußdrähten zum 
direkten Einlöten in die Schaltung. Der Typ 
LDR 03 ist halb so groß wie ein Fingerhut, 
er besitzt einen Durch- 
messer von 14mm bei 
9 mm Länge. Das elek- 
trische Verhalten sei 
kurz ins Gedächtnis 
zurückgerufen: Bei völ- 
liger Dunkelheit be- 
trägt der Innenwider- 
stand 10MQ, bei Be- 
leuchtung mit 1000 Lux 
(unmittelbar davor an- 

geordnetes Skalen- 
lämpchen) sinkt er auf 
etwa 1000, und zwar 
abhängig von der Be- 
leuchtungsstärke.Dreht 
man also einem im 
Lämpchen - Stromkreis 
liegenden Vorwider- 
stand langsam auf, so 
wird der Fotowider- 
stand immer besser 
leitend (etwa im Verhältnis 1 :100 000 ent- 
sprechend 100 dB). Als Längswiderstand in 
einen Spannungsteiler geschaltet verhält 
sich demnach der Fotowiderstand wie die 
jeweils „obere“ Hälfte eines gewöhnlichen 
Potentiometers, wozu noch der Vorteil 
kommt, daß die Lautstärkeeinstellung nie 
„mit Knall“ erfolgen kann, weil sowohl der 
Leuchtfaden des Lämpchens eine leichte 
Trägheit aufweist als auch die Kennlinie 
des Fotowiderstandes. 


Bild 2 zeigt das Prinzip. Der bei Bild 2a 
gezeigte Lautstärkeeinsteller P läßt sich mit 
gleichem Erfolg durch einen Drehwider- 
stand Ry in Reihe mit dem Querwider- 
stand Rg ersetzen (Bild 2b). Die Anordnung 
bewirkt (wenn man den Anspringwert von 
100Q bei Ry überhaupt berücksichtigen 
will) die oben genannte Einstellmöglichkeit 
der Lautstärke im Verhältnis 1: 100 000. 
Ebenso verhält sich die Schaltung nach 
Bild 2c, in der Ry durch den Fotowider- 
stand Rp ersetzt wurde. An die Stelle des 
Widerstandsschleifers tritt aber jetzt die 
Ferneinstellung, beste- 
hend aus dem Lämp- 
chen L, der Drahtlei- 
lung D, der Batterie B 
und der Fernbedienung 
FB. 


In der ausgeführ- 
ten Anlage lassen sich r--——— 
die Ferneinsteller am 
Verteilerfeld auf ver- 
schiedene Kanäle auf- 
schalten, ganz nacı 
den gerade gewünsch- 
ten Betriebsbedingun- 
gen. Man hat dort 
sogar weitere Schal- 
tungskniffe nach Bild 3 
angewandt. Der Lämp- 


ELBSTO 2.7340 










I 
Flachbahn- | 
‚potentiometer 


Fernbedienung 


chenstromkreis wird nicht unmittelbar, 
sondern über einen Transistor gesteuert. 
Weil in der Drahtleitung D nur noch der 
verschwindend kleine Steuerstrom für den 
Transistor fließt, genügen geringste Draht- 
querschnitte. Die erzielte Ersparnis kann in 
solchen Großanlagen von entscheidender 
Bedeutung sein, insbesondere, wenn man 
Reserveadern in ohnehin verlegten Signal- 
kabeln mit ausnutzt. Eine weitere Besonder- 
heit bilden die Vorwiderstände vor dem 





Bild 1. Regietisch der Übertragungsanlage in der Meistersingerhalle 
Nürnberg 


Flachbahnpotentiometer (2,5 kQ), die den 
Einstellbereich absichtlich einengen. 

Noch eindrucksvoller erweisen sich die 
Vorteile von Fotowiderständen in der Dis- 
kussionsanlage. Hierbei befindet sich eine 
geringe Anzahl von Mikrofonen (z. B. drei) 
am Vorstandstisch auf der Bühne und zahl- 
reiche weitere stehen verteilt im Saal. Der 
Diskussionsleiter schaltet bei der herkömm- 
lichen Technik die einzelnen Sprechstellen M 
(Bild 4) je nach Bedarf auf die Saal-Verstär- 
keranlage V, und zwar durch Betätigen einer 
der Tasten T. An seinem Bedienungspult 
läuft ein dickes Bündel getrennter Mikrofon- 
leitungen S zusammen, die sehr sorgfältig 
abgeschirmt sein müssen. Hinzu kommen 
mindestens drei Signaladern je Sprechstelle, 
weil jeder Redner durch eine Wortmelde- 
taste das Freischalten seines Mikrofones 
anmelden muß und weil ihm der Leiter 
durch ein weiteres Leuchtzeichen die Sprech- 
bereitschaft erst bestätigt. 

Mit Fotowiderständen vereinfacht sich 
dies ganz erheblich. Nach Bild 5 liegen sämt- 


Nf- Pegel 7 200mV 





=) 


Nf 


25482 log. 
Flachbahnpofentiometer 





— 
-24/ 


AC 128 





+24 
> 





Bild 3. Anordnung einer Ferneinstellung mit Foto- 


mwiderstand 


335 














Bild 4. Blockschaltung des 
Mikrofonnetzes einer 
Diskussionsanlage in herkömmlicher Technik 


liche Mikrofone M parallel geschaltet an 
einer einzigen Ringleitung R, die unmittel- 
bar zum Verstärker V führt. Das erhöht 
die Betriebssicherheit ebenso beträchtlich, 
wie es die Anlagekosten senkt. Ein Mikro- 
fon ist nur dann eingeschaltet, wenn sein 
Fotowiderstand von der Signallampe (Spre- 
chen), die ohnehin erforderlich ist, beleuch- 
tet wird. Der Diskussionsleiter schaltet also 





--fA 
+- 
r-> 


























Ir Im 


| 
| 
H 
| 
| 
A| 
x 


| —| Y 


_ 


Bild 7. Innenschaltung für „vorzugsberechtigte“ 
Sprechermikrofone 


mit seinen Tasten T nur noch reine Gleich- 
stromleitungen, und wenn er wirklich ge- 
legentlich einen überlaut Sprechenden etwas 
dämpfen will, vermindert er am Einsteller L 
die Lichtstärke und damit auch die Laut- 
stärke. Bild 6 gibt die Innenschaltung eines 
Diskussions-Mikrofones wieder. Über die 
Wortmeldetaste W erbittet der Sprecher die 
Freischaltung, die der Versammlungsleiter 
über die Lampe L1 bewirkt. Mit dem par- 
allel geschalteten Signallämpchen L 2 hat es 
eine besondere Bewandtnis: Man könnte 
zwar das Lämpchen L1 so am Mikrofonfuß 
anbringen, daß es sowohl den Fotowider- 
stand „auftastet“ als auch nach außen das 
Einschaltesignal gibt. Die Praxis zeigte aber, 
daß dieses Verfahren nicht recht betriebs- 
sicher arbeitet, weil Fremdlicht (z. B. Schein- 
werfer) ein leichtes Aufsteuern des Foto- 
widerstandes bewirken ‚kann. Das ver- 
meidet man lieber durch lichtdichten Einbau 
der Lampe L1. 


Eine besondere Schaltungsvariante läßt 
Bild? erkennen. Die hier gezeigte Mikrofon- 
Innenschaltung ist den „vorzugsberechtig- 
ten“ Sprechern am Vorstandstisch vorbehal- 
ten. Ein Druck auf die Sprechtaste S legt 
die Lämpchen L1 und L2 unmittelbar an 
die Lampenspannung, weshalb man sich 
sofort und ohne. Vermittlung des Diskus- 
sionsleiters einschalten kann. 


Für die Praktiker unter unseren Lesern 
sei abschließend bemerkt, daß sich eigene 
Versuche mit Fotowiderständen lohnen und 
daß sie ein verhältnismäßig billiges Ver- 
gnügen sind. Die erforderliche Lämpchen- 
spannung läßt sich bei Röhrengeräten aus 
der Heizwicklung entnehmen, und die not- 
wendige Siebung (nach Gleichrichtung) er- 
weist sich als recht anspruchslos. 


336 











1 


N 
_ Io: 








Bild 5. Diskussions-Mikrofonnetz mit Foto- 
mwiderständen 























Eee 





Bild 6. Innenschaltung eines Sprechermikrofons 


Kopfhörer mit praktischen Anschlußsteckern 


Der Kopfhörer feiert zur Zeit eine über- 
raschende Wiedergeburt beim Musikhören. 
Neue dynamische Kopfhörer vermitteln eine 
Wiedergabequalität, die mancher Lautspre- 
cheranlage weit überlegen ist und dabei 
bedeutend weniger Aufwand erfordert. Fer- 
ner bietet der Kopfhörer den Vorteil, daß 
die Umweltgeräusche weitgehend ausge- 
schaltet werden. Das vertieft zusätzlich 
den Musikgenuß. Andererseits entfällt bei 
Kopfhörerwiedergabe jeder Lautsprecher- 
lärm. Im gleichen Zimmer können die ein- 
zelnen Familienmitglieder unabhängig von- 
einander den Fernsehton, den Rundfunk, 
Schallplatten oder ein Tonband abhören. 

Eine recht praktische Neuheit weist zudem 
der Kopfhörer Typ K 50/3 der Firma AKG 
auf. Er wird nämlich mit den beiden in 
Bild 1 ersichtlichen Kombisteckern geliefert. 
Jeder Stecker führt zu einer Kopfhörerkap- 








ee N ern Tr 
Bild 1. Dynamischer Kopfhörer Typ K 50/3 
von AKG 


Doppel-Kopfhörer Fa S 
EN j ! 
[ü L: 
Links Rechts 


Links: Bild 2. Parallelschaltung der beiden An- 
schlußstecker des Doppelkopfhörers für Mono- 
betrieb 


Rechts: Bild 3. Stereo-Betrieb des Kopfhörers. 
Die Stecker sind getrennt für den Rechts- und 
Linkskanal zu verwenden 





Bild 5. Parallelschaltung für Stereobetrieb 


sel. Die Anschlüsse sind für Lautsprecher- 
buchsen nach DIN 41 529, also mit zentralem 
Flachstift und kleinerem exzentrischen Stift 
ausgebildet. Man kann also die Stecker 
unmittelbar in die Buchsen für den zweiten 
Lautsprecher einstecken. Dabei wird, wie 
üblich, bei geeigneter Polung der eingebaute 
Lautsprecher abgeschaltet. 

Der besondere Pfiff besteht jedoch darin, 
daß an der Gegenseite des Isolierkörpers 
eine Buchse nach DIN 41 529 angeordnet ist. 
Damit sind folgende Schaltungen auf ein- 
fache Weise möglich. 

Bild 2: Beide Stecker werden überein- 
ander gesteckt, die Kapseln sind für nor- 
malen Gebrauch parallel geschaltet. 

Bild 3: Jeder Stecker wird einzeln in die 
Buchsen eines Stereo-Verstärkers oder 
Stereo-Empfängers eingesteckt. Man erhält 
eine ausgezeichnete Stereo-Wiedergabe. 

Bild 4: Eine beliebige Zahl von Kopf- 
hörern läßt sich an ein Monogerät anschal- 
ten. Damit kommt man wieder zu dem 
uralten Kopfhörerverteiler aus der Detek- 
torzeit. 

Die sinngemäße Erweiterung von Bild 3 
bildet der Stereoanschluß für mehrere Kopf- 
hörer nach Bild 5. 

Der Hörer K 50/3 mit diesen Spezialstek- 
kern eignet sich ferner ausgezeichnet für 
Tonbandarbeiten nach dem Playback-Ver- 
fahren. Der Tonmeister kann hierbei mit 
einer Kapsel die Spur 1 und mit der anderen 
die Spur 2 abhören. Bleibt noch zu erwäh- 
nen, daß die Stecker selbst sehr griffig und 
kontaktsicher ausgeführt sind. 


f ” ER Fa 

l I j l l I 
L | —) | -)- | —) | —) | _ 
> -) > > -) % 


—> zum Öerät 








Bild 4. Parallelschaltung von drei Kopfhörern 
für Monobetrieb 


Technische Daten 


Übertragungsbereich: 20...25 000 Hz 

Normaler Leistungsbedarf: 0,156 mW (= 250 mV) 
pro System, entsprechend einer Lautstärke von 
95 Phon 

Max. unverzerrter akustischer Dauerpegel: 
127 Phon (entsprechend 90 mW bei 6V) pro 
System bei einem Klirrfaktor kleiner als 3 % 
im Bereich 20...25 000 Hz 

Wirkungsgrad: 1 mW (= 630 mV) pro System er- 
gibt 106 Phon akustischen Ausgangspegel 

Klirrfaktor: 1% oder besser bei 1 mW (= 630 mV) 

Impedanz: 400 2 pro System, + 15 im Bereich 
20...25 000 Hz 

Gemicht: 150 g 

Schaltung: Stereo oder Mono. Bei Mono: Systeme 
in Serie 800 2, parallel 200 2 


Heft 12/FUNKSCHAU 1964 
900 


FRITZKÜHNE 


Rundfunkempfänger 


Ein Rundfunkempfänger mit Wechselsprechanlage 


Dieser interessante Empfänger in Flach- 
bauweise (sogenannte Nordische Linie) 
zeichnet sich durch zwei bemerkenswerte 
Sondereigenschaften aus: Er ist ausschließ- 
lich mit Transistoren bestückt, nimmt des- 
halb aus dem Netz nur 15 W auf und er- 
wärmt sich auch bei Dauerbetrieb nicht, und 
er bildet den Grundstock für eine sehr viel- 
seitig verwendbare Wechselsprech- und 
Lauschanlage. 

Sofort nach dem Einschalten ist das Ge- 
rät spielbereit, weil die Anheizzeit für Röh- 
ren entfällt. Vier Wellenbereihe (UKW, 
K, M,L) erlauben eine reiche Programmaus- 
wahl, notfalls sogar ganz ohne äußeren An- 
tennenanschluß. Für UKW ist eine Netz- 
antenne eingebaut, Kurzwellenempfang er- 
möglicht eine Gehäuse-Rahmenantenne, und 
für die Bereiche Mittel und Lang steht der 
übliche Ferritstab zur Verfügung. Im UKW- 
Eingangsteil arbeiten die Transistoren 
AF121 und AF125. Parallel zum Zf-Aus- 
gang der Mischstufe liegt eine Dämpfer- 
diode. Bei einem bestimmten Maximalwert 
der Eingangsspannung wird sie leitend, 
dämpft den zugehörigen Zf-Kreis und ver- 
meidet damit Übersteuerungen mit all ihren 
üblen Folgen. Bei UKW-Empfang arbeitet 
der Zf-Teil mit drei Stufen, in den AM- 
Bereichen schaltet sich die erste Stufe als 
selbstschwingender AM-Mischer um. 


Graetz-Contact 


Normalerweise wird der Empfänger ohne 
Außenlautsprecher und ohne Adapter ge- 
liefert. In der Adapterfassung auf dem 
Chassis befindet sich ein Blindstecker mit 
Kurzschlußbrücken für die Kontakte 5-6 und 
7-8. Über 5-6 gelangt die dem Lautstärke- 
einsteller L vom Demodulator zugeführte 
und über den Klangeinsteller K geleitete 
Empfangs-Tonspannung zur Basis des er- 
sten Transistors. Die Kontakte 7-8 legen 
den eingebauten Gerätelautsprecher an den 
Verstärkerausgang. 

Vertauscht man den Blindstecker mit dem 
Einsteckadapter (links unten umrahmt dar- 
gestellt), so ändert sich zunächst nichts, weil 
die drei Kontakte des Relais Rel401 die 
gleichen Verbindungen (5-6 und 7-8) her- 
stellen. Beim Anstecken des Außenlautspre- 
chers (rechts unten im Schaltbild umrahmt 
dargestellt) bleibt dieser stumm, sofern 
keine der daran befindlichen Tasten ge- 
drückt ist, also die gezeichnete Schalterstel- 
lung beibehalten wird. 

Um das sinnvoll verkettete Zusammen- 
wirken der verschiedenen Kontaktsätze zu 
erläutern, sei folgendes vorausgeschickt: 
Die Kontaktbezeichnungen a bis k fehlen 
im Fabrikschaltbild für den Außenlautspre- 
cher, wir haben sie selbst eingefügt. Als 
Bezifferungsschlüssel für die Steckvorrich- 
tung des Außenlautsprechers wählten wir 








die Version aus den Graetz-Nachrichten. 
Und schließlich sei kurz die Bedeutung der 
Tasten am Außenlautsprecher erwähnt: 
Beim Drücken auf Lspr hört die Außenstelle 
das am Empfänger eingestellte Programm 
mit, Spre läßt den Zweitlautsprecher als 
Mikrofon arbeiten und gestattet einen An- 
ruf zum Empfangsgerät, während die Taste 
Baby eingestellten Empfang löscht und die 
Außenstelle als Lauschmikrofon, etwa zum 
Überwachen des Kinderzimmers oder eines 
Lagers umschaltet. Im Hauptgerät kann mit- 
gehört werden. 

In der gezeichneten Schalterstellung ist 
das Hauptgerät auf Rundfunkempfang ge- 
schaltet. Drückt man am Zweitlautsprecher 
auf die Taste Lspr, so legt sich dieser Laut- 
sprecher über die Kontakte i-k und den 
eigenen Lautstärkeeinsteller L2 an die 
Kabeladern 4 und 5. Ader 5 steht unmittel- 
bar mit dem unteren Anschluß des Geräte- 
lautsprechers in Verbindung, Ader 4 stellt 
über den Kontakt 25-26 der Gerätetaste 
Spre1 und die Adapterkontakte 7-8 über 
Spre 22-23 den Anschluß zur oberen Laut- 
sprecherklemme her. Haupt- und Außen- 
lautsprecher liegen also parallel, man hört 
in der Küche das eingestellte Programm mit 
und kann dessen Lautstärke außerdem mit 
Hilfe des Potentiometers L2 auf das ge- 


Demodulator 


























2 Ya AC 126 AC 125 AC126 AD139 
BD 
SS ER 
1 RZ 
307 6305 R308 MR309 IR312 | R314 R319 R324 
0,22uF R305 our rom km Dre Mrs 22 | 6808 (Sie 
4 5OKkR 70V 5 
> AH +11 309 R320 
2 6307 Zur 10a Al 
„aä Be ee 
| (N (5 au \n (X) 
H (N 
“ & R315 R317 
TR 












Der Nf-Teil ist- mit den drei Vorstufen- 
Transistoren AC 126, AC125 und AC 126 
bestückt. Hierauf folgt die Eintakt-Endstufe 
mit einem Transistor AD 139, der rund 2W 
Sprechleistung liefert. In Verbindung mit 
dem reichlich bemessenen Ovallautsprecher 
(9 cm X 15 cm) erhält man eine bemerkens- 
werte Lautstärke und Klangfülle. 

Dieser Niederfrequenzteil des Gerätes — 
er ist im Schaltbild nicht umrandet - soll 
hier näher besprochen werden, weil man 
ihn, ergänzt durch einen Außenlautsprecher 
und einen in das Chassis einsteckbaren 
Adapter, zu einer Lausch- und Wechsel- 
sprechanlage ausbauen kann. Beim Erklären 
der Schaltung benutzen wir ausnahmsweise 
die Positionszahlen aus dem Original- 
Fabrikschaltbild, um Vergleiche mit Firmen- 
drucschriften zu erleichtern. 


FUNKSCHAU 1964 / Heft 12 
901 























1 


Rel 401 zul 3 
+708 | 9 








Schaltungsauszug des Nf-Teils des Empfängers 
Graetz-Contact. Links unten der Adapter, rechts 
unten die Schaltung des Zweitlautsprechers 


337 


wünschte Maß (z. B. Hintergrundmusik) her- 
absetzen. 

Ganz gleich, ob jetzt an der Außenstelle 
i-k durchgeschaltet ist oder nicht und auch, 
ob man dort zufällig mit L 2 auf niedrigste 
Lautstärke einstellte, kann eine von beiden 
Stellen durch Drücken ihrer Sprechtaste 
(Spre 1 am Hauptgerät, Spre 2 am Zweit- 
lautsprecher) die jeweilige Gegenstelle an- 
rufen. Wird nämlich Spre 1 gedrückt, dann 
erhält das Relais Rel 401 im Adapter Span- 
nung über Kontakt 14-15. Die drei Relais- 
kontakte gehen nach oben, die Kontakte 7-8 
schalten den Geräte(Haupt)-Lautsprecher 
als Mikrofon auf den Sparübertrager Tr 401. 
Gleichzeitig trennt Kontakt 6 den von 5 
kommenden Rundfunkton und verbindet 
sich mit dem Mikrofonkreis. Dabei werden 
Lautstärke- und Klangeinsteller umgangen, 
denn Kontakt 6 führt unmittelbar zum Ba- 
siseingang des ersten Transistors. Über 
Kontakt 4 gelangt gleichzeitig eine Gegen- 
kopplungsspannung an die Basis, die sich 
über den Einsteller R 305 (Schraubenzieher- 
Betätigung) bemessen läßt. Diese Gegen- 
kopplung dient zum einmaligen Festlegen 
der Lautstärke in der Sprechanlage, und 
zwar völlig unabhängig von dem, was man 
am Hauptgerät oder an der Außenstelle für 
Rundfunkwiedergabe gerade eingestellt hat. 

Weil beim Druck auf Spre 1 jetzt auch die 
Kontakte 21-22 sowie 24-25 durchverbunden 
sind, läuft nämlich die Durchsage über die 
Kabeladern 3 und 5 unmittelbar zum Außen- 
lautsprecher, also unter Umgehung von L 2. 

Nach Schluß der Durchsage läßt man 
Spre 1 wieder los, aber eine etwa vorher 
übertragene Rundfunkmusik erklingt jetzt 
nicht schlagartig wieder, sondern sie blen- 
det sich automatisch verzögert sanft ein. 
Das bewirkt der Kondensator C401 im 
Adapter, der über Kontakt 2 mit dem Zf- 
Teil in Verbindung steht. Beim Ansprechen 
des Relais wurde er über den obersten 
Relaiskontakt entladen, und er muß sich 
nun erst langsam wieder aufladen. Diese 
Rundfunk-Aufblend-Verzögerung macht sich 


vor allem dann angenehm bemerkbar, wenn 
beide Sprechstellen in Rede und Antwort 
einen Wechselsprechverkehr abwickeln, weil 
dann in dem kurzen Zeitraum, den der 
Partner zum Drücken seiner Sprechtaste 
braucht, beide Lautsprecher stumm bleiben. 

Will die Außenstelle antworten (oder an- 
rufen), so bringt sie durch Drücken von 
Spre 2 über die Kontakte g-h und die zu- 
gehörigen Kabeladern 1-5 ebenfalls das 
Adapterrelais zum Anziehen, denn g-h lie- 
gen parallel zu den Kontakten 14-15 an 
Spre 1. Der untere Anschluß des Außenlaut- 
sprechers liegt ohnehin über Kabelader 5 
an der Verstärker-Grundleitung (Adapter- 
anschluß 1), der obere schaltet sich über e-f 
an Ader 4. Über das Kontaktpaar 25-26 der 
Taste Spre 1 gelangt die Mikrofonspannung 
der Außenstelle in bereits bekannter Weise 
über den Adapter(Relais)-Kontakt8 zum 
Eingangsübertrager und damit zum Nf-Ver- 
stärker sowie in den Gerätelautsprecher. 

Unterschiedlich zu manchen Büro-Sprech- 
anlagen muß also jeder, der sprechen will, 
seine Sprechtaste drücken. Damit wird auto- 
matisch verhindert, daß eine Stelle die an- 
dere unbemerkt belauschen kann. Deshalb 
befindet sich auch die eigentliche Lausch- 
taste (Baby) am Zweitlautsprecher. Beim 
Drücken schließen die Kontakte c-d den Re- 
laisstromkreis, sie tun also das Gleiche wie 
die Kontakte g-h beim normalen Wechsel- 
sprechen, aber weil die Taste einrastet, ist 
die Außenstelle auf Dauersprechen geschal- 
tet. Das zweite Kontaktpaar a-b, parallel zu 
e-f liegend, stellt die Mikrofonverbindung 
über Ader 4 her, die vom Relais in bekann- 
ter Weise weitergeleitet wird. 

Das 25 m lange Kabel am Zweitlautspre- 
cher ist mit farbigen Adern versehen, so 
daß man es bequem auf die erforderliche 
Länge kürzen kann. Getrennt erhältliche Be- 
festigungswinkel erlauben auch eine hän- 
gende Montage von Haupt- und Neben- 
stelle. Im praktischen Betrieb erwies sich 
die besprochene Anlage als äußerst zweck- 
dienlich. 


Elektronischer Drehzahlmesser für Kraftwagen 


Zu dieser Veröffentlichung in der FUNK- 
SCHAU 1964, Heft 5, Seite 120, gibt die Her- 
stellerfirma noch folgende Hinweise zur 
Eichung des Gerätes. 

Die Angabe, daß eine Frequenz von 50 Hz 
einem Wert von 3000 U/min entspricht, trifft 
nur für einen Einzylinder-Zweitaktmotor 
oder einen Zweizylinder-Viertaktmotor zu. 
Als Ausnahme trifft es ebenfalls zu, wenn 
bei einem mehrzylindrigen Zweitaktmotor 
für jeden Zylinder ein eigener Unterbrecher 
verwendet wird, z. B. bei den DKW-Typen. 
Dagegen erfolgen bei einem Vierzylinder- 
Viertaktmotor zwei Zündungen pro Kurbel- 
wellenumdrehung, so daß eine Zündimpuls- 
folgefrequenz von 3000 pro Minute einer 
Motordrehzahl von 1500 Umdrehungen ent- 
spricht. Bei einem Sechszylinder-Viertakt- 
Motor entspricht die Drehzahl von 1000 U/min 
einer Zündfolge von 3000 Impulsen pro Mi- 
nute entsprechend 50 Hz. 

Die Tabelle gibt die Werte für die gän- 
gigen Motorentypen an. Die Zahlen für 
Zweitaktmotoren gelten nur für Konstruk- 
tionen mit einem Unterbrecherkontakt. 


Schaltbild 
für den 
Eichzusatz 





Formelmäßig läßt sich der Zusammen- 
hang so ausdrücken: 


Eichwert = 
50 (Hz) - 60 (sec) - 2 (bei Viertaktern) 


n (Zylinderzahl) U/min 


Zur Eichung werden über einen zum Ge- 
rät mitgelieferten Eichzusatz 50-Hz-Impulse 
aus dem Lichtnetz an den Eingang des Dreh- 
zahlmessers gelegt. Die Schaltung dieses 
Eichzusatzes ist im Bild dargestellt. Die 
Glimmröhre läßt entsprechend ihrer Zünd- 
spannung nur jeweils während der Kuppen 
der Sinushalbwellen einen Strom durch und 
erzeugt daher aus der Sinusspannung eine 
zum Eichen geeignete Impulsfolge. 

Bei angelegter Eichfrequenz wird der Zei- 
ger des Drehzahlmessers mit Hilfe des ver- 
stellbaren Nebenschlusses „Eichung“ auf die 
dem Motortyp entsprechende Drehzahl ein- 
gestellt. Eine Anpassung an die in dem 





Zahl Zweitakter Viertakter 
der Eichwert Eichwert 
Zylinder U/min U/min 
1 3000 6000 
3 1500 3000 
4 750 1500 
6 500 1000 
8 = 750 


jeweiligen Zündsystem herrschende Ampli- 
tude erfolgt mit dem Potentiometer für die 
Trigger-Kontrolle. Dieses wird auf die An- 
sprechschwelle des Multivibrators einge- 
stellt. 


Hoch- und Tieftonblende 
für den nachträglichen Einbau 


Rundfunkempfänger niedriger Preisklasse 
haben oft nur eine einfache Tonblende, mit 
der man lediglich die Höhen beschneiden, 
den Ton also dumpfer einstellen kann. In 
diesem Fall erscheint es wünschenswert, je 
eine Tonblende für die Höhen und Tiefen 
nachträglich in das Gerät einzubauen, um 
die Wiedergabe nach dem eigenen Ge- 
schmack regulieren zu können. Wenn ge- 
nügend Reserve an Lautstärke vorhanden 
ist, kann man dabei wie folgt vorgehen: 

Der Trennkondensator zwischen der Nf- 
Vorverstärkerröhre (z. B. EABC 80) und 
der Endpentode (z. B. EL 84) wird ent- 


Anode aaa, 


Vorröhre 






N Steuergitter 
Endpentode 


! 


60K2 


Chassis 


Schaltung eines Hoch- und Tiefton-Einstellers, 
der an die Stelle von Trennkondensator und 
Gitterableitwiderstand zwischen Nf-Vor- und 
-Endröhre tritt 


fernt und durch die im Bild angegebene 
Schaltung ersetzt. Diese Anordnung ist all- 
gemein bekannt. Wegen der Kondensatoren 
wird das linke Potentiometer H vornehm- 
lich von den hohen Tonfrequenzen durch- 
flossen, während zwei weitere Konden- 
satoren diese Frequenzen um die Wider- 
standsbahn des Potentiometers T herum- 
leiten, so daß hier die tiefen Tonfrequenzen 
abgegriffen werden können. Beiderseits 
einer Mittelfrequenz können auf diese 
Weise hohe und tiefe Frequenzen abgegrif- 
fen und der Endröhre zugeführt werden. 

Da bei diesen Vorgängen eine erhebliche 
Dämpfung eintritt, ist eine dementspre- 
chende Verstärkungsreserve Voraussetzung 
für den sinnvollen Einbau. Die ganze An- 
ordnung und nötigenfalls auch noch die Zu- 
leitung zum Steuergitter der Endröhre sind 
kapazitätsarm abzuschirmen, um die Brumm- 
neigung auszuschalten. Bei gedruckter Schal- 
tung und auch bei normaler Verdrahtung 
des Empfängers tut man gut daran, Trenn- 
kondensator und Gitterableitwiderstand zu- 
erst nur einseitig abzulöten, um sie wieder 
in Funktion treten lassen zu können, wenn 
sich die zusätzlichen Klangeinsteller nicht 
bewähren sollten. —dy 

Ragone, J. J.: Adding Tone Controls. Radio- 
Electronics, Januar 1964. 


Dringende Bitte 
an unsere Leser 


Bei allen Zuschriften, die sich auf Auf- 
sätze in der FUNKSCHAU beziehen, bitten 
wir, stets anzugeben: 


Vollständige Überschrift, 
Erscheinungsjahr, Heftnummer, Seitenzahl 


Dies erleichtert die Arbeit der Redaktion 
und trägt zu einer schnelleren Erledigung 
der Zuschrift bei. Anschrift: Redaktion der 
FUNKSCHAU, 8 München 37, Postfach. 


Heft 2/FUNKSCHAU 1964 
902 





RASTER () fehlt 
BILD (I fehlt 
TON () fehlt 


Serienheizung setzt aus 


Ein sonderbarer Effekt stellte sich vor kurzem bei einem Fern- 
sehempfänger ein: Beim Einschalten arbeitete das Gerät voll- 
kommen normal, aber nach etwa zehn Minuten Betrieb fielen 
Helligkeit und Ton aus. Manchmal zeigte sich dann ein Nachleucht- 
fleck auf dem Bildschirm. Der Verdacht richtete sich sofort auf das 
Netzteil. Netz- und Anodenspannung waren jedoch vorhanden, und 
die Kontrollglimmlampe brannte. Auch weiteres Suchen blieb zu- 
nächst erfolglos. 

Daraufhin wurden alle 24 Röhren kontrolliert, sie waren jedoch 
in Ordnung. Der Fehler zeigte sich schließlich, als eine Wider- 
standsprüfung des Bildröhrenheizfadens vorgenommen wurde. 
Bei intaktem Gerät ergab die Messung einen normalen Wert, nach 
zehn Minuten Betrieb, nachdem der Empfang ausgesetzt hatte, 
stellte sich dagegen ein unendlich großer Widerstand ein. Ein 
Heizfadenbruch schied aus, da das Gerät zeitweise arbeitete. Der 
Fehler lag vielmehr im Sockel. Die Verbindung zwischen Sockelstift 
und Heizfaden war nur mangelhaft, durch die Wärmeentwiclung 
beim Betrieb löste sich der Heizfaden vom Sockelstift und unter- 
brach infolge der Serienheizung den gesamten Heizkreis. Der Nach- 
leuchtfleck entstand, da eine Leuchtfleckunterdrückung mit dem 
Netzschalter gekoppelt ist, der aber nicht betätigt wurde. Dieser 
Defekt zeigt deutlich einen Nachteil der Serienheizung für den 
Service, denn der Fehler hätte an 24 Röhren auftreten können! 
Da das Gerät noch relativ neu war, wurde die Bildröhre vom 
Hersteller im Rahmen der Garantieleistung ersetzt. 

Hans Joachim Heim 


RASTER ® fehlerhaft 
BILD & in Ordnung 
TON @& in Ordnung 


Ein Fernsehgerät zeigte eine mangelhafte Vertikalablenkung, 
die zudem vollkommen unlinear war. Die obere Hälfte des Bildes 
war stark zusammengeschrumpft, die untere dagegen weit gedehnt. 
Dieser Fehler konnte nur im Bildkippteil liegen. 

Eine erste Messung an der Anode der Sperrschwingerröhre 
PCL 85 (Bild) zeigte, daß hier eine zu niedrige Spannung lag, und 
zwar statt 180 V nur 5 V! Am Steuergitter der Triode ergaben sich 
anstatt —40 V nur —20 V. Die Endstufe war dagegen in Ordnung, 


Fehlerhafte Vertikalablenkung 


PCL85 
+235V 


zur Impuls- 
trennstufe 


Infolge eines Feinschlusses des Kon- 
densators C zog die Sperrschwinger- 
triode einen so hohen Strom, daß ihre 
Anodenspannung auf 5V zusammen- 
brach. Dadurch war nicht nur die Ver- 
tikalablenkung zu gering, sondern auc 
das Bild unlinear, weil die Ablenk- 
spannung verzerrt war 





wie sich leicht durch eine 50-Hz-Einspeisung auf deren Steuergitter 
feststellen ließ. Für den Fehler im Sperrschwinger gab es zwei 
Möglichkeiten: Entweder lag ein Schluß in der Anodenspannungs- 
leitung vor, oder aber die Röhre zog einen zu großen Anodenstrom. 

Um dies zu prüfen, wurde die Röhre aus der Fassung gezogen 
und die Anodenspannung gemessen. Da diese hierbei extrem an- 
stieg, konnte kein Schluß eines Bauteils vorliegen, vielmehr mußte 
der Anodenstrom zu hoch sein. In diesem Fall hätte aber die sich 
durch Induktion im Sperrschwingertransformator am Konden- 
sator C aufbauende Spannung ebenfalls größer sein müssen. Nach 
dieser Überlegung war schnell festgestellt, daß der Kondensator C 
einen Feinschluß aufwies. Hajo Hashagen 


Die gleiche Fehlerursache aber mit einer anderen Auswirkung 
schildert der folgende Beitrag: 


Bei einem Fernsehgerät zitterte das Bild in vertikaler Richtung. 
Der Fehler lag zweifellos in der Bildkippstufe mit der Röhre 
PCL 82. Beim Messen der Betriebsspannungen stellte sich heraus, 
daß die Anodenspannung der Sperrschwingertriode zu gering war, 
ebenso auch die negative Gittervorspannung. Das typische Oszillo- 
gramm am Gitter des Sperrschwingers war auf dem Oszillografen 
zweimal zeitlich versetzt zu erkennen, dies gab auch die Erklä- 
rung für das Zittern des Bildes. Als Ursache des Fehlers stellte 
sich der Ladekondensator im Gitterkreis heraus, der einen Fein- 


FUNKSCHAU 1964 / Heft 12 
903 


schluß aufwies. Vermutlich trat der Feinschluß bei einem Teil der 
Kipperiode, den Impulsspitzen, stärker in Erscheinung, wodurch 
sich das Hin- und Herspringen des Oszillogramms erklären ließe. 
Nach Erneuern des 10-nF-Kondensators war das Bild wieder in 
Ordnung. Stefan Andrä 


RASTER () fehlt 
BILD @& in Ordnung 
TON @& in Ordnung 


Bei einem Fernsehgerät fehlte die Hochspannung. Da auch der 
Impuls am Steuergitter der Zeilen-Endröhre fehlte, und die Röhre 
glühte, wurde die Schirmgitterleitung aufgetrennt, um die Röhre 
während der Reparatur nicht unnötig zu überlasten. 

Da auf das Steuergitter der ersten Triode des katodengekoppel- 
ten Multivibrators (Bild), lediglich die Regelspannung aus der 
Phasenvergleichsschaltung gegeben wird, wurde der Punkt gegen 
Masse kurzgeschlossen. Ein Auswechseln der Multivibratorröhre 


Zeilengenerator schwingt nicht 


/OnF 









10nF 
zur PL 36 
Ein Schluß des lie 
KatodenkondensatorsC T 300pF 


mar die Ursache für 
das Ausfallen des 
Multivibrators 






vom Phasen- 
vergleich 


IK 6 100K2 





war ohne Erfolg, und die Anodenspannungen waren ebenfalls 
in der richtigen Größe vorhanden. Da der Schwungradkreis in 
der Anodenleitung nur der Stabilisation dient, konnte er zu- 
nächst für die Fehlerursache nicht in Betracht kommen. Jetzt half 
nur noch eine Kontrolle aller in dieser Stufe liegenden Konden- 
satoren und Widerstände. Nach Ersetzen des Katodenkonden- 
sators C arbeitete der Multivibrator wieder richtig. Der alte Kon- 
densator hatte einen direkten Kurzschluß. Nach Entfernen des 
Kurzschlusses in der Regelspannungsleitung des Phasenvergleichs 
und Anlöten des Schirmgitterwiderstandes der Röhre PL 36 funk- 
tionierte das Gerät wieder normal. 

Der Kondensator hatte den Spannungsabfall am Katodenwider- 
stand, durch den die erste Stufe rückgekoppelt wird, kurzgeschlos- 
sen. Dieser Fehler zeigte, daß man einen Kurzschluß in einem 
Kondensator nicht nur dort vermuten darf, wo entsprechend hohe 
Spannungen auftreten, denn die maximale Spannung betrug hier 
nur etwa 20 V. In diesem Falle war es anscheinend auf einen Feh- 
ler in der Fabrikation zurückzuführen, wie das Öffnen des Konden- 
sators später zeigte. Manfred Hübner 


RASTER @& in Ordnung 
BILD © fehlerhaft 
TON @& in Ordnung 


Bei einem Fernsehgerät ließ sich die Zeilenfrequenz nicht syn- 
chronisieren. Es wurde vermutet, daß der Fehler in der Phasen- 
vergleichsstufe oder im Zeilengenerator lag. Das Auswechseln der 
Röhren PFL 200 und ECC 82 brachte keinen Erfolg. Daraufhin 
wurden diese Stufen genauer untersucht. 

Die mit dem Röhrenvoltmeter gemessenen Spannungen ließen 
nicht auf einen Fehler schließen. Mit dem Oszillografen wurden 
jetzt die Impulsformen aufgenommen und mit den im Schaltbild 
angegebenen Oszillogrammen, verglichen. Auch hierbei zeigte sich 
zunächst kein Fehler. Beim Messen der Impulsspannungen mit dem 
Oszillografen stelite sich dann heraus, daß die Synchronimpulse 
an der Phasenvergleichsstufe (ECC 82) zu hoch waren. Im Schalt- 
bild waren 20 V,, angegeben und gemessen wurden 150 V,.. Am 
Amplitudensieb standen die Synchronimpulse in angegebener 
Größe. Daraufhin wurde der Widerstand R1 (Bild) verdächtigt, 
und eine Messung ergab, daß er keinen Durchgang hatte. 

Der Kondensator C1 und der Widerstand R1 bilden einen Span- 
nungsteiler, der die Synchronimpulse auf 20 V,, herabsetzt. Die 
Unterbrechung von R1 bewirkte den Ausfall des Spannungsteilers, 
und die Synchronimpulse lagen in voller Größe am Punkt B. 

Die Röhre ECC 82 arbeitet in einer wenig bekannten Schaltung 
als Phasenvergleichsstufe. An der Anode des ersten Systems und 
an der Katode des zweiten Systems dieser Doppeltriode liegen die 
Synchronimpulse (20 V,,). Da beide Trioden ohne Anodengleich- 
spannung arbeiten, wird ihr Anodenstrom ausschließlich von den 
Impulsspannungen bestimmt. Fallen der positive Höchstwert der 
Phasenvergleichsimpulse und der Nulldurchgang der Synchron- 


339 


Die Zeile synchronisiert nicht 


vom Ampli- ‚ 
tudensieb Zeilen- 


Oszillator 


Phasenvergleich 
150Vss A 


Schaltung einer wenig 


c1 gebräuchlichen Phasen- 
1 ECHB4 vergleichsstufe mit 
pF | In \ Rö1 n einer Doppeltriode. 
v7] Eine Unterbrechung des 
Rt si Widerstandes R1ı1 ließ 


den Synchronimpuls- 
pegel so hoch ansteigen, 
daß die Richtspannung 
am Punkt A den Zeilen- 
oszillator völlig ver- 
stimmte 





TI 0,47uF 


vom Zeilentransformator 


impulse zeitlich zusammen, so ist der Strom in den Trioden gleich 
groß, und es steht keine Spannung am Punkt A. Weicht die Fre- 
quenz der Phasenvergleichsimpulse von der Frequenz der Syn- 
chronimpulse ab, so daß der positive Höchstwert der Phasen- 
vergleichsimpulse mit dem positiven Höchstwert der Synchron- 
impulse zeitlich zusammenfällt, dann fließt durch die Triode 1 ein 
größerer Strom und durch die Triode 2 ein kleinerer Strom. Am 
Punkt A stellt sich nun eine negative Spannung ein. Fällt der 
positive Höchstwert der Phasenvergleichsimpulse mit dem nega- 
tiven Höchstwert der Synchronimpulse zeitlich zusammen, dann 
fließt durch die Triode 2 ein größerer Strom und durch die Triode 1 
ein kleinerer Strom. Am Punkt A steht nun eine positive Span- 
nung. Daraus folgt: Die Spannung am Punkt A ist abhängig von 
der Phasenlage der Synchronimpulse zu der Phasenlage der Ver- 
gleichsimpulse. Diese Spannung wird in der Heptode der ECH 84 
verstärkt und steuert dann den Zeilenmultivibrator. 

Durch die überhöhten Synchronimpulse am Punkt B reagierte die 
Phasenvergleichsstufe zu empfindlich, und ein kleines Abweichen 
von der gleichen Phasenlage verursachte eine so hohe Spannung 
am Punkt A, daß der Zeilengenerator weit aus dem Fangbereich 
gesteuert wurde. Nachdem der Widerstand R1 erneuert wurde, 
arbeitete das Gerät einwandfrei. Die Spannung am Punkt A 
konnte man durch Verdrehen des Zeilenfrequenz-Einstellers von 
—3V bis +3V einstellen. Darüber hinaus synchronisierte das 
Gerät nicht mehr. Karl-Heinz Kersten 


RASTER © Iehlerhaft 
BILD @& in Ordnung 
TON @& in Ordnung 


Ein Fernsehgerät wurde mit der Beanstandung keine Helligkeit 
zur Reparatur gebracht. Nach Inbetriebnahme wurde der Bild- 
schirm kurzzeitig hell. Nach etwa drei Sekunden jedoch setzte die 
Helligkeit wieder aus. Das Aussetzen und Wiederkommen wieder- 
holte sich in gleichmäßigen Perioden. Messungen in der Zeilen- 


Helligkeit setzt rhythmisch aus 


!OnF 






vom Ampli- 
tudensieb 


Eine Unterbrechung der Diode D 1 führte zum rhythmischen Aussetzen 
des Zeilenmultivibrators 


Endstufe ergaben, daß die Ansteuerspannung im gleichen Rhyth- 
mus schwankte. Ein Auswecseln der Zeilen-Oszillatorröhre 
brachte keinen Erfolg. 

Daraufhin wurde der Zeilenmultivibrator (Bild) genauer über- 
prüft. Hierbei stellte sich heraus, daß die Spannung an der Anode 
des ersten Systems statt 90 V etwa 200 V betrug. Ein zufälliges 
Berühren des zum gleichen System gehörenden Gitters mit der 
Meßspitze des Röhrenvoltmeters brachte den Multivibrator zum 
konstanten Schwingen. Nach Entfernen des Instrumentes trat der- 
selbe Fehler wieder auf. Nun bestand die Vermutung, daß der 
Gitterableitwiderstand defekt sein könnte. Alle in diesem Zweig 
liegenden Widerstände wurden überprüft, ohne daß einer jedoch 
einen Fehler aufwies. Als einziges ungeprüftes Bauelement in dem 
Gitterableitzweig blieb die Diode D 1 übrig. Diese stellte sich auch 
als Fehlerursache heraus, sie wies eine Unterbrechung auf. Durch 
das Fehlen des Gitterableitwiderstandes wurde das Gitter des 
ersten Multivibratorsystems so stark negativ, daß die Röhre ge- 
sperrt wurde. Beim Berühren des Gitters mit der Meßspitze des 
Röhrenvolimeters war durch den Innenwiderstand des Instrumen- 
tes ein Gitterableitwiderstand hergestellt. Uwe Walter 


340 


RASTER @& in Ordnung 
BILD © fehlerhaft 
TON @& in Ordnung 


Ein Fernsehgerät wurde in die Werkstatt eingeliefert mit dem 
Vermerk: Bild seitlich verschoben, dabei unstabile Zeilensynchroni- 
sation. Der Fehler sollte erst nach längerer Betriebsdauer auftre- 
ten. Beim Probelauf in der Werkstatt zeigte sich, wie meist in 
solchen Fällen, der Fehler auch nach längerer Betriebszeit nicht. 

Deshalb griff man zu einem schon oft bewährten Mittel: Die 
Rückwand des Gerätes wurde mit einer Wolldecke zugehängt, um 
die Betriebswärme im Apparat zu erhöhen. Der Erfolg stellte sich 
auch ein, schon nach wenigen Minuten trat der Fehler auf, das 
Bild verschob sich langsam seitlich, und plötzlich kippte die Zeile 
weg. Sie ließ sich dann mit dem Zeilengrobeinsteller wieder ein- 
fangen, jedoch war das Bild dann wieder seitlich verschoben. 


Bild seitlich verschoben 





Außerdem veränderte 

ine zum Sperr- sich dieser Zustand 
schwinger mit weiter zuneh- 

mender Erwärmung 


des Gerätes. 


100K82 | 100422 


Der Widerstand Rı 
veränderte mit zuneh- 
mender Erwärmung 
seinen Wert etwa auf 
' das Zehnfache, dadurch 
H ergab sich das gekenn- 
H zeichnete fehlerhafte 

H Oszillogramm 





1502 
Zeile grob 


Ein Auswechseln der Zeilensperrschwingerröhre brachte keinen 
Erfolg. Auch die Betriebsspannungen im Zeilensperrschwinger 
stimmten mit den angegebenen Werten überein. Erst eine Messung 
mit dem Oszillografen zeigte, daß das angegebene Oszillogramm 
am Phasenvergleich stark deformiert war (Bild). Als Fehlerursache 
stellte sich schließlich der Widerstand R1 heraus, über den der 
Impuls zum Phasenvergleich aus der Hilfswicklung des Zeilen- 
transformators gelangte. Dieser Widerstand war direkt am Zeilen- 
transformator montiert. Mit zunehmender Erwärmung veränderte 
er seinen Wert bis auf etwa 50kQ. So kam dieser fehlerhafte 
Impuls für den Phasenvergleich, der wiederum den Zeilenoszillator 
außer Tritt brachte, zustande. Harald Mücklich 


Service-Schablone für Fernsehempfänger 


Zur Erleichterung der Servicearbeit in der Werkstatt, insbeson- 
dere der Fehlersuche durch weniger gut eingearbeitetes Personal, 
hat Telefunken (ähnlich wie Graetz für Reisesuper) eine Service- 
Schablone für die neuen Fernsehempfänger mit dem sechsteiligen 
Chassis FE 304 herausgebracht. Das Bild zeigt das senkrecht ste- 
hende Chassis mit aufgesetzter Service-Schablone. Der Aufdruck 
führt den Techniker an die richtigen Meßpunkte, nennt die Lage 
bestimmter wichtiger Teile, der Röhren und der Verbindungs- 
brücken, läßt aber auch Durchbrüche an der richtigen Stelle offen. 
In der ausführlichen Beschreibung des Chassis FE 304 in FUNK- 
SCHAU 1964, Heft 9, Seite 241 bis 243, wurde am Schluß bereits 
auf diese Schablone hingewiesen, jedoch hatte man anfänglich eine 
transparente Ausführung vorgesehen. 





Service-Schablone für Telefunken-Fernsehempfänger 


Heft 12/FUNKSCHAU 1964 
904 


Wenn man die im Rundfunkgebiet vorkommenden Auf- 
gaben betrachtet, so kann man zwei Haupt-Verstärkungs- 
arten unterscheiden, die völlig verschiedene Maßnahmen 
erfordern, nämlich: 1. Verstärkung von modulierter Hoch- 
frequenz, 2. Verstärkung der Niederfrequenz nach der Demo- 
dulation. Beide Arten haben je zwei Unterarten wie folgt: 

1a) Hf-Verstärkung: Verstärkung jeweils einer bestimmten 
Senderfrequenz mit den zum Sender gehörenden Seiten- 
bändern. Aufgabe: Heraussiebung des jeweiligen Frequenz- 
bandes unter möglichst weitgehender Unterdrückung der 
übrigen, dicht benachbarten Frequenzen. Irgendeine ge- 
wünschte Senderfrequenz soll dabei innerhalb eines weiten 
Bereichs wählbar sein, meist zwischen 100 MHz und 150 kHz, 
also in einem Verhältnis von 1:667. Man sieht zu diesem 
Zweck umschaltbare Wellenbereiche, meist mindestens vier, 
vor. 

1b) Zf-Verstärkung: Im Superhet-Empfänger, meist Super 
genannt, wird die ankommende Frequenz samt ihrer Modula- 
tion in eine andere Frequenz umgesetzt, die dann weiter ver- 
stärkt und schließlich dem Demodulator zugeführt wird. 
Diese Hilfs-Hochfrequenz, auf die die Modulation übergeht, 
nennt man Zmischenfrequenz (Zf). Die Aufgabenstellung 
unterscheidet sich von 1a nur insofern, als alle Kreise auf 
eine vorher festgelegte Frequenz fest eingestellt werden. 
Weil man auf diese Art hohe Trennschärfe erzielen kann, 
werden zum großen Teil Bandfilter eingebaut, deren Durch- 
laßbreite z. T. einstellbar gemacht wird. Sie beträgt bei 
Amplitudenmodulation bis 10 kHz, bei Frequenzmodulation 
etwa 150 kHz. 

2a) Nf-Verstärkung: Hinter dem Demodulator muß hier 
das sehr ausgedehnte Tonfrequenzband, nämlich von etwas 
mehr als 20 bis zu annähernd 20 000 Hz, möglichst verzer- 
rungsfrei verstärkt werden. Dabei sollen oft noch die Klang- 
farbe und die Lautstärke beliebig beeinflußbar sein, manch- 
mal auch noch die Dynamik (=> Schwung, Triebkraft). Wir 
verstehen unter Dynamik den Umfang von der größten bis 
zur kleinsten Lautstärke. 

2b) Endverstärkung: Gleiche Verstärkungsaufgabe wie vor- 
her, dabei aber in erster Linie die Erzeugung der nötigen 
Sprechleistung, um den oder die Lautsprecher anzutreiben. 

Betrachten wir nun, in sehr vereinfachter Form, die grund- 
sätzlichen Verhältnisse bei diesen Verstärkungsarten: 


1a) Die Hochfrequenzverstärkung 

Hier ist die Grundforderung, die geringen aufgefangenen 
Hf-Spannungen formgetreu zu verstärken. Die von der 
Antenne gelieferten Wechselspannungen müssen so weit 
verstärkt werden, daß an den Demodulator eine für einwand- 
freie Demodulation ausreichende Hf-Spannung geliefert wird. 
Auszugleichen sind daneben die in den eingeschalteten 
Schwingkreisen und Kopplungen entstehenden Verluste. 
Ferner soll, soweit erwünscht, die für eine automatische 
Verstärkungsregelung notwendige Verstärkungsreserve be- 
reitgestellt werden. 

Nachdem also, z. B. durch den von der Antenne erregten 
Schwingkreis, dem Steuergitter der Röhre Hf-Spannung zu- 
geführt und durch sie in entsprechende Anodenstrom- 
Schwankungen umgewandelt wurde, müssen aus diesen 
Stromschwankungen möglichst große Spannungsschwankun- 
gen zur Steuerung der nächsten Stufe gewonnen werden. 
Das geschieht an dem bei Bild 12.8 besprochenen Außen- 
widerstand R,.. Die erzielten Wechselspannungen werden 
natürlich um so größer, je höher dieser Widerstand ist. Man 
möchte ihn unendlich groß machen; ein hoher ohmscher 
Widerstand setzt aber bei Stromfluß die Anodengleichspan- 
nung herab und vermindert dadurch die Verstärkung. Der 
Wechselstromwiderstand sollte demnach groß, der Gleich- 
stromwiderstand aber möglichst klein sein. Dieser Forderung 
entspricht ein induktiver Widerstand. 

Wir wissen, daß eine Induktivität jeder Änderung von 
Stromstärke und -richtung, also jedem Wechselstrom, einen 
induktiven Widerstand entgegensetzt. Er steigt mit der Größe 
der Selbstinduktion und mit der Frequenz. Man kann daher 
eine Hf-Drossel als Außenwiderstand verwenden. Dabei muß 
ihre Eigenkapazität möglichst klein sein, denn diese würde 


FUNKSCHAU 1964 / Heft 12 
905 





Für den {ungen Funktechniker 
FERDINAND JACOBS 


Lehrgang Radiotechnik 


13. STUNDE 


Hoch- und Zwischenfrequenzverstärkung 


für Wechselstrom einen Nebenschluß bilden und die Hoc- 
frequenz an der Drossel vorbeileiten. Die sich mit einer 
Drossel ergebende Schaltung zeigt Bild 13.1. 

Zur Erzielung der gewünschten Trennschärfe pflegt man 
zwischen zwei Hf-Stufen mindestens einen Schwingkreis 
einzuschalten, der in diesem Falle als Gitterkreis vor der 
folgenden Röhre liegt und gleichzeitig als Zuleitung für die 





Bild 13.1. Sperrkreiskopplung mit 
Anodenspannungszuführung über 
eine Drossel 


Bild 13.2. Sperrkreiskopplung 


Gittervorspannung dient. Zur Trennung von Anoden- und 
Gitterspannung dient der Kopplungskondensator C;. Hf- 
Drossel Dr und Kopplungskondensator GC; wirken hier also 
als elektrische Weiche: Dr setzt die Anodengleichspannung 
kaum herab, versperrt aber der Anodenwechselspannung 
den Abfluß zur Stromquelle. Sie wird vielmehr durch C;. auf 
den folgenden Schwingkreis übertragen (evtl. an eine Anzap- 
fung der Spule zwecks geringerer Bedämpfung), während 
der Weg für die Anoden-Gleichspannung durch C7. gesperrt 
ist. 

Man bezeichnet diese Kopplungsart oft (nicht ganz korrekt) 
als Drosselkopplung. In Wirklichkeit setzt sich der induktive 
Widerstand von Dr mit dem KResonanzwiderstand des 
Schwingkreises zu einem resultierenden (= sich ergebenden) 
Widerstand zusammen. Die Schaltung heißt daher korrekt: 
Sperrkreiskopplung mit Anodenstromzuführung durch eine 
Drossel. Da aber über Dr immer noch ein Teil der Hoc- 
frequenz abfließt und die Schaltung auch sonst Nachteile auf- 
weist, kann man auch gleich den Resonanzkreis als Außen- 
mwiderstand verwenden. Es ergibt sich die Sperrkreiskopplung 
nach Bild 13.2. 

Die bekannten Resonanzkurven von Schwingkreisen zeigen 
ja den Verlauf des Resonanzwiderstandes und damit auch 
der auftretenden Spannungen um die Resonanzfrequenz her- 
um (Bild 3.2). Bei Kreisen entsprechender Güte fließen zwar 
innerhalb des Kreises bei Resonanz recht hohe Ströme und 
treten entsprechend hohe Spannungen auf, durch den Kreis 
hindurch aber können die in Frage kommenden Frequenzen 
nicht abfließen, er wirkt für das eingestellte schmale Fre- 
quenzband als Sperrkreis. Das heißt für die Sperrkreiskopp- 
lung: 1. der Resonanzwiderstand ist bedeutend höher als der 
induktive Widerstand einer 
Drossel, 2. dieser hohe Wi- 
derstand ist nur für das 
schmale Frequenzband ent- 
sprechend der Resonanz- 
kurve vorhanden, alle übri- 


Bild 13.3. Resonanztransfor- 
mator-Kopplung 





341 


gen Frequenzen werden also wenig oder überhaupt nicht ver- 
stärkt, weil für sie nur ein entsprechend kleiner Außenwider- 
stand vorhanden ist. 


Bild 13.3 zeigt eine andere Art der Kopplung zwischen zwei 
Hf-Stufen, die Transformator- oder Resonanztransformator- 
Kopplung (als Resonanztransformator bezeichnet man einen 
Hf-Übertrager, dessen Primär- oder Sekundärseite auf die 
zu übertragende Frequenz abgestimmt wird). 

Fortsetzung folgt im nächsten Heft. 


Nun folgen, wie bereits angekündigt, die Prüfungsfragen 
für die 11. und 12. Stunde: 


Prüfungsfragen zur 11. und 12. Stunde 
11. Stunde: 
11a: Worin liegt bei der Hf-Gleichrichtung der Vorteil der Ger- 
manium-Dioden gegenüber den Röhrendioden, und wie wird 
er erzielt? 
11b: Auf welche Weise entsteht hier die für die Gleichrichtung 
erforderliche Grenzschicht? 


11c: Wieso gibt es in der p- und in der n-Zone, ganz besonders 
aber in der im Prinzip ladungsträgerfreien Grenzschicht, 
überhaupt. Minoritätsträger, die einen Sperrstrom zustande- 
kommen lassen? 


11d: Worin unterscheiden sich lineare und nichtlineare Schalt- 
elemente? 


1le: Was versteht man unter einer Vorspannung und mas unter 
dem Arbeitspunkt? 


11f: Welche Schaltung der Diode ergibt bei der Hf-Gleichrichtung 
eine geringere Bedämpfung des speisenden Kreises und 
marum? 


12. Stunde: 


12a: Wie sieht im Prinzip der Aufbau einer Triode aus? 
12b: Wie wirkt das Steuergitter in einer Verstärkerröhre? 


12c: Erfolgt die Steuerung des Elektronenstroms bei Röhren stets 
leistungslos? 


12d: Kann man nur drahtgewickelte Gitter zum Steuern des Elek- 
tronenstroms verwenden? 


12e: Was versteht man unter Anoden-Ruhestrom? Und in welchen 
Fällen trachtet man ihn manchmal zu vermindern? 


Für die besten Antworten auf die vorstehenden Prüfungsfragen 
zur 11. und 12. Stunde setzen wir wieder eine Reihe von Prämien 
aus, und zwar — da diese Preise bei den Lesern großen Anklang 
fanden — sind es noch einmal die gleichen Preise, wie sie für die 
Lösungen zur 9. und 10. Stunde verfügbar waren. Nachstehend 
folgen die Bedingungen: 


1. Die Antworten auf die Fragen der 11. und 12. Stunde sind auf je 
ein Briefblatt sehr deutlich, am besten mit Schreibmaschine, zu 
schreiben; auf jedem Blatt ist links oben die genaue Anschrift 
anzugeben: Vornamen und Namen, Postleitzahl und Ort, Straße 
und Hausnummer. 

2. Letzter Absendetermin ist der 30. Juni (Datum des Poststempels). 


3. Jeder FUNKSCHAU-Leser kann teilnehmen, sofern er das 
23. Jahr nicht überschritien hat. Da die Fragen schwieriger wur- 
den, können also auch junge ausgelernte Rundfunktechniker teil- 
nehmen. — Machen Sie alle mit, prüfen Sie Ihr Wissen und 
schulen Sie Ihren Geist! 


Als Prämien für die zehn besten Antworten auf beide Fragen- 
Gruppen, also die der 11. und 12. Stunde zusammengenommen, 
setzen wir folgende Preise aus: 

1. Prämie: je ein Exemplar aller am 30. Juni lieferbaren Cellu-Bände 
der Radio-Praktiker-Bücherei (etwa 30 Nummern), 


2. und 3. Prämie: die Bände 1 und 2 des Leitfaden der Elektronik, 

4. und 5. Prämie: das Buch Fernsehtechnik ohne Ballast von Limann 
in soeben erschienener 5. Auflage, 

6. bis 10. Prämie: Telefunken-Laborbuch Band 1. 

Wir wünschen guten Erfolg! 


Heute bringen wir nun auch die Antworten auf die Prüfungs- 
fragen zur 9. und 10. Stunde (erschienen in Heft 7, Seite 184), da- 
mit alle Teilnehmer des „Lehrgang Radiotechnik“, die die Fragen 
beantmworteten, aus den Vergleich ihrer eigenen Antworten mit den 
nebenstehend abgedruckten erkennen können, wie sie den Stoff 
aufgenommen haben. Für manchen mag das Ergebnis ein Anlaß zu 
gründlicherem Studium sein. 


342 


Die Antworten auf die Prüfungsfragen zur 9. und 10. Stunde 


9. Stunde: 

9a: Germanium und Silizium sind vierwertige Elemente, beide 
haben den gleichen Kristallaufbau (Diamanttyp), und die Leit- 
fähigkeit beider ist beim absoluten Nullpunkt (— 273 °C) gleich 
Null, sofern es sich um hochreines Material handelt. Diese 
Leitfähigkeit steigt mit zunehmender Temperatur immer 
stärker an und beträgt bei Zimmertemperatur etwa ein Mil- 
lionstel derjenigen der üblichen Leitermetalle. 


9b: Wenn man Abertausende von Bauelementen mit den gleichen, 
vorher festgelegten Eigenschaften herstellen will, braucht man 
dafür einen stets gleichen Grundstoff. Wie hoch man die Rein- 
heit treiben muß, hängt also von den Anforderungen an die 
Gleichmäßigkeit und Zuverlässigkeit ab. 

9c: Bei Metallen nimmt die Leitfähigkeit mit steigender Tempe- 
ratur ab, bei Halbleitern nimmt sie zu. Metalle weisen beim 
absoluten Nullpunkt der Temperatur „Supraleitfähigkeit“ auf 
(Widerstand null), Halbleiter höchster Reinheit dagegen sind 
bei dieser Temperatur vollkommene Isolatoren. 


9d: Als Paarbildung bezeichnet man beim Halbleiter das gleich- 
zeitige Auftreten eines frei beweglichen Elektrons und eines 
Defektelektrons oder „Loches“, sobald eine Bindung zwischen 
zwei benachbarten Atomen aufreißt. Das geschieht infolge 
Zufuhr von Energie, vorzugsweise in Form von Wärme, aber 
auch von Licht. 

9e: An einem negativen Anschluß werden die Löcher durch die 
dort reichlich zur Verfügung stehenden Leitungselektronen 
aufgefüllt und dadurch ausgelöscht. Der Zustrom von Löchern 
im Halbleiter zum Anschluß verwandelt sich dort also in 
einen entgegengesetzt gerichteten Elektronenstrom in der 
Zuleitung. 


10. Stunde: 

10a: Nicht alle, aber viele Kristalle bei (weißem) Kandiszucker, bei 
Alaun u. a. sind Einkristalle. Außerdem werden fast alle 
Edelsteine aus Einkristallen geschliffen, denn Grenzflächen im 
Innern würden stören. Die künstlich gezogenen Halbleiter- 
Einkristalle sind allerdings runde Stäbe von etwa 15 cm Länge. 


10b: Man dotiert erstens, um die zu geringe Leitfähigkeit der 
reinen Materialien in ganz bestimmtem Maße anzuheben. 
Zweitens braucht man p- und n-leitendes Material, denn erst 
an einer Grenzschicht zwischen beiden tritt der gewünschte 
Gleichrichtereffekt auf. 

10c: Die dotierten Materialien weisen keine elektrische Ladung 
auf, weil den frei beweglichen Elektronen im n-Material 
ebenso viele (feste) positive Kernladungen entsprechen, die 
bei den Donator-Atomen zurückgeblieben sind, von denen die 
Elektronen abmwanderten. Mit den Löchern und den zugehö- 
rigen negativen Kernladungen verhält es sich genauso. 


10d: Majoritätsträger sind die im dotierten Material in der Über- 
zahl vorhandenen Ladungsträger. Das sind im n-Material die 
Elektronen, im p-Material die Löcher. Sie können durch die 
Grenzschicht nur in Durchlaßrichtung fließen, während Mino- 
ritätsträger in Sperrichtung fließen können, wenn eine ent- 
sprechende Spannung anliegt. Minoritätsträger sind aber 
normalerweise nur in geringer Zahl vorhanden, so daß der 
Sperrstrom dann klein bleibt. 

10e: In Durchlaßrichtung ist gepolt, wenn das p-Material (die 
Anode) an Plus, das n-Material (die Katode) an Minus der 
Spannungsquelle liegt. Die umgekehrte Polung entspricht der 
Sperrichtung. 


Berichtigung zur 10. Stunde (FUNKSCHAU 1964, Heft 6, Seite 156) 


Im ersten Satz des letzten Absatzes wird gesagt, die Gesamt- 
zahl der Ladungsträger ändere sich durch die Dotierung nicht. Es 
müßte richtig heißen, daß (wie auch unten in der Formel ange- 
geben) das Produkt n, : n) immer gleich n;? für die gleiche Tempe- 
ratur ist. Die sich bei Dotierung ergebende Gesamt-Ladungsträger- 
zahl wird jedoch um so größer, je höher dotiert wird. Bei Zim- 
mertemperatur z. B. ist n; = 2,5 : 10'%/cm?, die Gesamtzahl der 
Ladungsträger demnach 5 - 10!?’cm? und n;? = 6,25 - 10°°/cm®. Würde 
nun so dotiert, daß sich bei der gleichen Temperatur 10'% bewegliche 
Elektronen ergäben, so müßten wir rechnen: n„ =nj?:n,, in 
Zahlen: ny, = 6,25 - 102°/cm® : 10!%/cm? = 6,25 - 10'%/cm? Defektelek- 
tronen. Die Summe aller Ladungsträger im Kubikzentimeter ist 
dann 10!° + 6,25 : 10'%, und das ist etwa das Zweihundertfache der 
Ladungsträger im undotierten Material. Das Verhältnis der La- 
dungsträger ist im Beispiel n,:n„ = 1:160000. Hätte man so 
dotiert, daß 10!? freie Elektronen bei Zimmertemperatur vorhan- 
den wären, so hätte man gegenüber Intrinsic-Material etwa das 
Zweitausendfache an Ladungsträgern, und das Verhältnis zwischen 
positiven und negativen wäre dann 1:16 000 000. 

Ferdinand Jacobs 


Heft 12/FUNKSCHAU 1964 
906 


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Spaltbreite 20 um 
Induktivität 7 mH 
Aufsprechstrom für DIN-Be- 
zugspegel 45513/2 — I mA 
HF-Strom 7,5 mA 
Wiedergabekopf PW 232: 
Spaltbreite 7 um 
Induktivität 80 mH 
DIN-Bezugswiedergabepegel 
2,5 mV je System 
Übersprechdämpfung 46 dB 
ab I kHz 


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Bei Einführung der Rundfunk - Stereo - 
phonie tauchte die Frage auf, wie man 
den Rauschabstand der Magnetton-Auf- 
zeichnungen verbessern könnte. Wir 
entwickelten und bemusterten kurzfristig 
neuartige Stereo-Magnetköpfe mit Dop- 
pel-V-Anordnung der Kernpakete bei nur 
0,75 mm breiter Trennspur. Die Rundfunk- 
gesellschaften bestellten nach Bekannt- 
werden der Neuerung diese Magneiköpfe - 
für das neue Stereoprogramm, weil die 
Aufzeichnungen damit eine erhebliche 
Verbesserung des Rauschabstandes und 
eine Kompatibilität mit Vollspur-Auf- 
zeichnungen ermöglichen. 

Sie finden weitere Angaben über diesen 
Spezial-Magnetkopf in unserem Prospekt 
BOGEN-Magnetköpfe 1964 auf Seite 22. 


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entwickeln und fertigen wir nach 
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Gewinn etwa 20000.-). Kleine Wohnung vorhanden. Der Interessent wird 
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Reparaturen vertraut ist und eine Werkstatt selb- 
ständig leiten kann. Wohnung kann gestellt wer- 
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Bewerbung erbeten unter Nr. 3520 B an den Verlag. 





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einen Filialleiter für unser Fernsehfachgeschäft. 
Unser Geschäft besteht 35 Jahre. Vorbedingung: 
Rundfunk- und Fernsehmechanikermeister. Woh- 
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Antennenbau 
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Potentiometern,‘Wider- 
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Heft 12/FUNKSCHAU 1964 






FW 


VEREINIGTE FLUGTECHNISCHE WERKE GMBH 

















sucht im Rahmen des weiteren Ausbaues der 
Laboratorien einige qualifizierte 





Für unsere Normenstelle suchen wir einen 


Diplom-Ingenieure und Diplom-Physiker 


Normeningenieur 









Sie können sich bei uns in eine Reihe interessan- 
ter Arbeitsgebiete (Hoch- und Höchstfrequenz- 
technik, Radartechnik, Nachrichtenübertragung 
und -verarbeitung in Analog- und Digitaltechnik, 
elektronische Meßtechnik) einarbeiten. Modern- 
ste Laboreinrichtungen, Digital- und Analog- 
Rechenanlagen stehen zur Verfügung. 


der im Fernseh-Rundfunk-Tonband-Sektor bereits 
in gleicher Position gearbeitet hat oder durch 
mehrjährige Praxis die notwendigen Kenntnisse 
zu dieser verantwortungsvollen Tätigkeit auf 
elektrischem und mechanischem Sektor aufweist. 
Voraussetzungen sind Sinn für sorgfältiges, selb- 
ständiges Arbeiten, Organisationstalent und gutes 
Einfühlungsvermögen in unser angenehmes Be- 
triebsklima. 










Im Rahmen unseres Seminar- und Fortbildungs- 






wesens können Sie Ihre Kenntnisse erweitern 







und vertiefen. 
Wir bieten: Angenehme Arbeitsbedingungen, 
5-Tage-Woche, freien Samstag, moderne 'Kan- 
tine, bequeme Fahrtmöglichkeit. 


Die Bezahlung ist gut; das Wohnungsproblem 





lösen wir. 







Schriftliche Anfragen bitten wir mitkurzem tabel- 
larischen Lebenslauf an die Personalabteilung 
zu richten. Auf mündliche Anfragen wird unsere 
Entwicklungsabteilung (Haus-App.351) gern Aus- 






Bewerber, die den Anforderungen entsprechen, 
bitten wir, die Bewerbungsunterlagen, wie Zeug- 
nisabschriften, handgeschriebenen Lebenslauf, 
Angaben der Gehaltswünsche und des frühesten 
Eintrittstermins, einzureichen an unser Hauptwerk 







kunft geben. 










VEREINIGTE FLUGTECHNISCHE WERKE :“ 


FRÜHER „WESER" FLUGZEUGBAU/FOCKE-WULF 
28 BREMEN 1 - HÜNEFELDSTRASSE 1-5 - TEL. 0421/354381 


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Wir suchen 






KORTING RADIO WERKE GmbH . 8211 Grassau/Chiemgau 





CARL ZEISS Oberkochen/Württ. 


Wir suchen für sofort junge, qualifizierte 


einen Ingenieur 


Fachrichtung: 
Hochfrequenz- und Fernmeldetechnik 


Rundfunk- und 
Fernsehmechaniker 


für Entwicklungsaufgaben auf einem modernen Ge- 
biet der elektr. Nachrichtentechnik. Zur Lösung nume- unserer optisch-elektronischen Meßgeräte im 
rischer Probleme steht eine Rechenanlage zur Verfü- In- und Ausland. Es handelt sich um eine Tätig- 


gung. Gelegenheit zur Einarbeitung in die Program- keit, die gute elektronische Kenntnisse, Inter- 
mierungstechnik wird geboten. 


mit Reparaturpraxis für den Wartungsdienst 


esse an allgemeiner Meßtechnik, Zuverlässig- 
keit und gutes Auftreten zur Voraussetzung hat. 
Die Tätigkeit wird entsprechend bezahlt. Eine 


1 phys.-techn. Assistentenlin) gründliche Ausbildung findet im Stammhaus 


je nach Neigung für rechnerische oder programmie- Oberkochen statt. 





rungstechnische Aufgaben. 
Bewerbungen mit den üblichen Unterlagen und 


Lichtbild bitten wir an unsere Personalabteilung 
Sollten Sie an einer Mitarbeit bei uns interessiert sein, zu richten. 


erbitten wir Ihre Bewerbung mit den üblichen Unter- 
lagen an unsere Personal- und Sozialabteilung. 


FELTEN a GUILLEAUME CARLSWERK 
AKTIENGESELLSCHAFT »- KÖLN-MÜLHEIM 


Das Zeichen weltberühmter Optik 








FUNKSCHAU 1964 / Heft 12 


Wirsuchen zu möglichst baldigem Eintritt 


Ingenieure 


für die elektrische Entwicklung 
transistorisierter Rundfunkempfänger, 


Konstrukteure 


und 


Detail- 
Konstrukteure 


für tragbare Rundfunkgeräte, 


Entwicklungs- 
Ingenieure 


und 


Konstrukteure 


für Tonbandgeräte. 


Modernes Großunternehmen am östli- 
chen Stadtrand Bremens verkehrsgünstig 
gelegen. Vorbildliche Arbeitsbedingun- 
gen in dem nach neuzeitlichen Gesichts- 
punkten gebauten Entwicklungszentrum. 


Bei der Wohnraumbeschaoffung sind wir 
behilflich. 5-Tage-Woche, gute soziale 
Leistungen, Werksküche. 


Bewerbungen erbitten wir mit allen er- 
forderlichen Unterlagen und kurzgefaß- 
tem, handgeschriebenen Lebenslauf. 


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Norddeutsche Mende Rundfunk KG 
28 Bremen 2, Funkschneise 7, Postfach 8360 


Wir sind ein aufstrebendes Unternehmen derElektro- 
industrie (Elektronik) in einer süddeutschen Groß- 
stadt und suchen zum Einsatz in den Räumen Ham- 
burg, Rhein-Main-Gebiet undSüddeutschland aktive 
und kontaktfähige 


Verkaufsingenieure 


möglichst mit Verkaufspraxis auf dem Gebiet der elektronischen Meßgeräte. 
Unsere neuen Mitarbeiter sollten als Diplom-Ingenieure bzw. Diplom- 
Physiker ausgebildet sein. Wir stellen jedoch auch jüngere HTL-Ingenieure 
ein, wenn sie eine gute technische Allgemeinbildung besitzen, ebenso wie 
wir einige jüngere Herren für diese Verkaufsaufgaben suchen, die bisher 
im Labor tätig waren und Interesse an Vertriebsaufgaben haben. 


Wir bieten eine ausbaufähige Position, die große Einsatzbereitschaft ver- 
langt, in der gute Leistungen und einwandfreies Verhalten von uns aber 
auch entsprechend anerkannt werden. 


Wenn Sie Lust haben, bei uns mitzuarbeiten, so senden Sie bitte Ihre Bewer- 
bung mit kurzem Handschreiben unter Beifügung Ihrer Unterlagen nebst 
Lichtbild und Angabe Ihres Gehaltswunsches sowie des frühesten Eintritts- 
termins — mit dem Kennwort „Verkaufsingenieur D 306” auf dem Um- 
schlag — an die 


Werbeagentur Wittemann, München-Solln, Postf. 46 





DESY sucht 


zur Einrichtung eines Prüf- und Wartungslabors für 
elektronische Geräte 


als Leiter einen Diplomingenieur 
oder Fachschulingenieur 


mit einschlägiger Vorbildung 


mehrere Radio- U. Fernsehtechniker 


zur Erweiterung derElektronik-Werkstatt 


mehrere Elektromechaniker 
und Fernmeldemechaniker 


Wir bieten: Dauerstellung, angemessene Vergütung/ 
Lohn in Anlehnung an den BAT/MTL, 
zusätzliche Sozialleistungen, 5-Tage- 
Woche, eigene Kantine. 


Schriftliche Bewerbungen mit Lebenslauf, 
Zeugnisabschriften, Lichtbild u. Gehalts- 
wunsch erbeten an: 


DEUTSCHES ELEKTRONEN-SYNCHROTRON DESY 
2 Hamburg - Gr. Flottbek, Notkestieg 1 


VERTRAGSHÄNDLER 


gesucht 


Transistor - Auto - 
Sprechfunk 


jetzt auch für Industrie, 
Bauunternehmen, 


Nahverkehr, 
techn. Kundendienste usw. 


Die neue drahtlose 


Personen-Rufanlage 


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Taschenempfänger 

für Industrie, Behörden, 
Hospitäler usw. 


Für Verkauf und Kundendienst 


Zuschriften erbeten an: 


TIG, 5 Köln-Lindenthal 2, Herder Straße 66-70 
Telefon 4265222, Fernschreiber 08-881 307 





Heft 12/FUNKSCHAU 1964 


AN 5 E L ... die ganze Nachrichtentechnik 


Im Geschäftsbereich Rundfunk Fernsehen Phono (rund 3500 Betriebsangehörige) 
werden weitere Mitarbeiter gesucht, die auch ihren Teil dazu beitragen, den 
weltweiten guten Ruf unserer 


„SCHAUB-LORENZ-Geräte” stets aufs neue zu festigen. 


Für interessante Aufgaben auf dem Entwicklungssektor suchen wir: 


Konstrukteure 


die über einschlägige Erfahrungen auf dem Gebiet der Konstruktion von Tasten- 
schaltern und Drucktastentunern verfügen. Durch Theorie und Praxis erworbene 
Fachkenntnisse sind ebenso wichtig wie die Bereitschaft, in einem Team mitzu- 
arbeiten und Verantwortung zu übernehmen. Wir wünschen uns Mitarbeiter, 
die neue Impulse zu geben vermögen und die gegebene Entfaltungsmöglichkeit 
auszunutzen verstehen. 


Weiterhin suchen wir 


Technische Zeichner 


mit mehrjähriger Erfahrung in einer Konstruktionsabteilung. 


Bitte, richten Sie Ihre Bewerbung mit den üblichen Unterlagen (Tätigkeitsnach- 
weise, handgeschriebenem Lebenslauf, Lichtbild, Angaben der Gehalts- und 
Wohnungswünsche) an die Personalabteilung des Goscıuiihanaichs Rund- 
funk Fernsehen Phono, 753 Pforzheim, Östliche 132. 


Bei der Wohnungsbeschaffung werden wir Sie so unterstützen, daß Sie inner- 
halb eines übersehbaren Zeitraumes den Umzug vornehmen können. 


STANDARD ELEKTRIK LORENZ AG 


FUNKSCHAU 1964 / Heft 12 





Leiter 





einen qualifizierten Ingenieur als 


der Fernsehfertigung 


Einer dynamischen Persönlichkeit 
wird eine gut dotierte, 

als Lebensstellung gedachte Position 
geboten. Der Bewerber muß ein 
guter Organisator sein, er soll 

die rationelle Gestaltung des 
gesamten Fertigungsablaufs fort- 
setzen und er muß die Befähigung 
zur Menschenführung, insbesondere 
zur Anleitung der Meister und 


Führungskräfte haben. 


Reichen Sie uns mit Ihrer Bewerbung 
alle für die Beurteilung erforder- 
lichen Unterlagen ein (Handschrift- 
probe, Lichtbild, Darstellung des 
beruflichen Werdegangs, Zeugnis- 
Fotokopien, Angaben der bisherigen 


Bezüge und des frühesten Eintritts- 


termins). 








Elektro-Akustiker 


für unser umfangreiches und vielseitiges Musiktruhenpro- 
gramm. Die Aufgabe besteht in der Koordinierung der 
elektro-akustischen Probleme, die durch die Kombinationen 
von Niederfrequenzverstärkern, Phono-Laufwerken, Ton- 


bandgeräten, Lautsprechern und Gehäusen entstehen. 


Bewerber, die auf Grund ihrer Erfahrungen für diese ver- 
antwortliche, reizvolle und selbständige Tätigkeit qualifiziert 


sind, bitten wir, ihre Bewerbung zu richten an 


das Sekretariat der Technischen Direktion 


IMPERIAL 
Rundfunk- und Fernsehwerk GmbH 
3360 Osterode am Harz 


Für unsere Batterie-Tonbandgeräte-Fer- 
tigung im Schwarzwald suchen wir als 


Bandleiter versierten 


Rundfunk-Techniker oder -Meister 


Einem Herrn, der gute Fachkenntnisse 
in NF-Technik - möglichst in der Sparte 
Tonbandgeräte - sowie Erfahrung in 
Menschenführung und Fertigungsorga- 
nisation mitbringt, bieten wir: 
angemessenen Verdienst, weitgehend 
selbständige Tätigkeit, Dauerstellung, 
betriebliche Altersversorgung, 5-Tage- 
Woche und Hilfe bei der Wohnraumbe- 
schaffung. 


Wir bitten Sie, uns Ihre ausführlichen 
Bewerbungsunterlagen zu senden. 


Butoba-Abteilung der 





Schwarzwälder Uhrwerke - Fabrik 
Burger KG, 7745 Schonach/Schwarzwald 










Wega-Radio GmbH 
7012 Fellbach 
Stuttgarter Str.106 





Heft 12/FUNKSCHAU 1964 





ZNEE SE: 








BLAUPUNKT 


mit heute über 8000 Beschäftigten ist eine 
der ältesten und größten Rundfunkfirmen 


Für unsere Abteilung Meßgerätebau suchen wir 


Ingenieure (HTL) 
oder Techniker 


für Entwicklung, Bau undWartung von Prüffeld-Meßgeräten 
unserer Fertigungsbereiche Fernseh-, Rundfunk- und Ma- 
gnetton-Geräte. 


Bewerber sollten praktische Erfahrungen auf diesem Gebiet 


aufweisen können. 


Wir bieten ausbaufähige Dauerstellung, angenehme Ar- 
beitsbedingungen, 5-Tage-Woche und Altersversorgung. 
Wohnung kann gestellt werden. 


Bewerber, die den gestellten Anforderungen gewachsen 
sind, bitten wir, ihre Unterlagen (Lebenslauf, Zeugnis- 
abschriften, Foto) mit Angabe des frühesten Eintrittstermins, 


derWohnungswünsche und Gehaltsansprüche zu richten an: 


KORTING RADIO WERKE GMBH - 8211 Grassau (Chiemgau) 


Wir suchen für die verantwortliche Bearbeitung interessanter 
Entwicklungsaufgaben 


DIPLOM-INGENIEUR 


Fachrichtung Elektronik, mit guten Kenntnissen der Transistor- 
technik sowie der allg. elektr. Meßtechnik oder 


ERFAHRENEN INGENIEUR HTL 


Wir bieten modern eingerichtetes Laboratorium, gute Bezah- 
lung und Hilfe bei der Wohnraumbeschaffung. 
Bewerbungen erbeten unter Nr. 3499 A an den Franzis-Verlag. 


Kleineres Einzelhandelsgeschäft 


sucht tüchtigen, erfahrenen 


Radio-Fernseh-Elektriker 


oder diplomierten 


Radio-Fernseh-Techniker 
als Mitarbeiter des Chefs. 
Stellenantritt sofort oder nach Übereinkunft. Ge- 


boten werden zeitgemäßer Lohn, 5-Tage-Woche, 
weitgehende Selbständigkeit. 


Bewerber wenden sich bitte mit den üblichen Unter- 
lagen unter der Nr. 3501 D an den Franzis-Verlag. 





FUNKSCHAU 1964 / Heft 12 


Deutschlands. 


Bla 


Wie gestern und heute wollen wir auch 
morgen unsere Kunden mit Geräten belie- 
fern, die dem neuesten Stand der Technik 
entsprechen. 


Zur Lösung der hierfür notwendigen viel- 
seitigen Entwicklungsarbeiten benötigen wir 
noch für die „Elektronische Entwicklung” 
einen auf dem Gebiet der Digitaltechnik 
erfahrenen ideenreichen 


Diplom-Ingenieur 


Bei überdurchschnittlichen Leistungen sind 
schnelle Aufstiegsmöglichkeiten gegeben. 


Für die Farbfernsehgeräte-Entwicklung 
einen ideenreichen 


Labor-Ingenieur 


Für die Entwicklung und den Bau von Prüf- 
und Meßeinrichtungen einen befähigten 


HF-Ingenieur 


Außerdem suchen wir für die Kundendienst- 
abteilung einen gewandten und auch für 
Schulungsaufgaben geeigneten 


Rundfunktechniker 


mit Fremdsprachen 
und für verschiedene andere interessante 


Aufgaben im Labor, im Prüffeld und im 
Rahmen des Kundendienstes 


Rundfunk - 
und Fernsehtechniker 


Bewerbungen mit handgeschr. Lebenslauf, 
Lichtbild und Zeugnisabschriften erbitten 
wir an unsere Personalabteilung. 


BLAUPUNKT-WERKE GMBH 
32 Hildesheim - Postfach 
Personalabteilung 





Für neu einzurichtende, große, moderne Radio- 
und Fernsehwerkstatt wird gesucht: 


1 Gruppenleiter Fernsehen 


für Vorprüfung, teilweise Fehlersuche, 


Schlußprüfung. 


Nur qualifizierte Techniker mit lang- 
jähriger Werkstatterfahrung können 
diesen Posten ausfüllen und werden 
entsprechend honoriert. 


Mehrere Radio- und Fernsehtechniker 


für alle Reparaturen bei sehr guter 


Bezahlung. 


5-Tage-Woche, durchgehende Arbeitszeit, inner- 
betriebliche Weiterbildung, Altersversorgung, Mit- 
hilfe bei der Wohnungsbeschaffung. 


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45 Osnabrück, Postfach 271 


Technischer 


Verkäufer 


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465 Gelsenkirchen 
Ebertstraße 1-3 








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Wirsuchen: [ungen Rundfunk- u. Fernsehtechniker 


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eine nach modernsten Gesichtspunkten komplett eingerichtete Rund- 
funk- und Fernsehwerkstatt. 


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Rundfunk-Techniker 


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elektronischer Meßgeräte an einem Institut 














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Berufs- u. Dienstzeitunterbrechung 
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technik, Funktechnik, Bautechnik, Kfz- 
Technik, Holztechnik, Elektrotechnik, 
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Heft 2/FUNKSCHAU 1964 


931 


Das steckbare 
Bauelement mit dem 
großen 


Rationalisierungseffekt 














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Kunstfolien- 
Kondensatoren 


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Bauformen mit 
radialen Draht- 
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auf der Leiterplatte. 

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Abmessungen. 

@® Genaue Einhaltung 
des Rastermaßes. 

@ Kein Vorbiegen der 
Drähte vor dem Ein- 
setzen in Leiterplatten. 

@® Unempfindlich gegen 
kurzzeitige Überlastungen 
durch Selbstheileffekt. 

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und induktionsarm. 

@ Kleine Abmessungen 
bei vergleichbar großen 
Kapazitäten. 


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Telefon: 45221 

FS: 04/62237 






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BAUELEMENTE FÜR DIE GESAMTE ELEKTRONIK 


40 809 


Transistorsatz für 1W-Verstärker 














Der Transistorsatz 40 809 enthält vier in ihren Daten aufeinander abgestimmte Transis 1 
1 W-Verstärkers. Bei einer Umgebungstemperatur von 25°C beträgt der Kollektorstrom der Tr 
Eine willkürliche Transistor-Zusammenstellung (AC 127 P/AC 128 P) würde dagegen in derTreibers 
Ruhestrom von 15 bis 18 mA erfordern. Die Gesamtstromaufnahme des Verstärkers beträgt o 
13,5 mA und steigt bei Vollaussteuerung auf 190 mA. Mit frequenzabhängiger Gegenkopplung (9 
liegen die Grenzfrequenzen(—3dB) des Übertragungsbereiches bei 70 Hz und 8 000 Hz. 


Klirrfaktor kges bei 1,2 W und 1000 Hz = 10% 
Klirrfaktor kges beil W und 100 Hz = 6,5% 
Klirrfaktor kges beil W und 1000 Hz = 4°% 
Klirrfaktor kges beil W und8000 Hz —= 4,6% 


Eingangsstrom bei Nennleistung und 1000 Hz = 2,2 yA 
Eingangsspannung bei Nennleistung und 1000 Hz = 25 mV 











H HAMBURGI 




















T 
(REN AC127P 
on AC128 KK) ® 


[hun [bar 250HF 
er % 


NTC: B8 320 01 P/130E 












00 


69/9990 V 


932