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Full text of "Funkschau 1961 Heft 21"

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NTTTSSHIET, 















Aus dem Inhalt: 
Die Technik von Diskussionsanlagen 


Neue Möglichkeiten 
der Tonbandtechnik 


Das Regenerieren von Bildröhren 


Bauanleitung für ein 
Transistor-Prüfgerät 


Unsere Fortsetzungs-Reihen: 


Die Schaltungstechnik der neuen 
Transistor-Empfänger — Einführung 
in die Feinmeßtechnik 


mit Praktikerteil und Ingenieurseiten 


1. NOV.- PREIS: 
HEFT 1.40 DM 


1961 









= Q - Kohleschichtwiderstand 7 
unten die Vorderseite des / a 





NV- Elektrolyt- 
Kondensatoren 


“u 


sind jetzt vollstän- 
dig kontaktsicher 





Die Kontaktsicherheit von Niedervolt-Elektrolyt-Konden- 
satoren ist ein wesentliches Merkmal ihrer Betriebszuver- 
lässigkeit. Das Problem der Kontaktsicherheit war lange 
Zeit in der bekannten Herstellungstechnik von NV-Elek- 
trolyt-Kondensatoren nicht befriedigend gelöst. WIMA hat 
einen technischen Weg gewählt, der - wenngleich mit ge- 
ringem Mehraufwand - die Kontaktverbindung zwischen 
Kathodenfolie und Becher sicherstellt: Die Innenschwei- 
Bung am Becherboden. 

Sämtliche Typen von WIMA - Printilyt - Kondensatoren 
werden nunmehr mit Innenschweißung hergestellt. Auch 
unsere Miniaturreihe für Transistoren-Kleingeräte ist jetzt 
durch Innenschweißung kontaktsicher! 


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Zusammenschaltung - Niederführung 


Alles in einer Dose 
bei ELTRONIK Band IV-Antennen 


























wu 
/)_ CE) 0, 


Die wichtigsten Schaltbeispiele: 


1 Band IV-Antenne allein, Niederführung symmetrisch. 
2 Band IV-Antenne allein, mit koaxialer Niederführung durch Einsetzen 
des Symmetriergliedes SY 200/2. 


3 Band IV-Antenne, über ein Einbaufilter EF 307/34 zusammengeschaltet, 
mit einer anderen Fernsehantenne (Band I oder III), Niederführung 
symmetrisch. 


4 Band IV-Antenne, über ein Einbaufilter EF 30/34 zusammengeschaltet 
mit einer anderen Fernsehantenne (Band I oder III), koaxiale Nieder- 
führung durch Einsetzen des Symmetriergliedes SY 200/72. 


Dadurch: Montageerleichterung - Kostenerparnis für Sie! 





DEUTSCHE ELEKTRONIK GMBH 


FUNKSCHAU 1961 / Heft 21 eine Tochtergesellschaft der Robert Bosch GmbH 


1147 


General Electric 

bietet einen neuen 

gesteuerten Siliziumgleichrichter 
= so leicht verdrahthar 

wie ein Widerstand 






Der neue gesteuerte Siliziumgleichrichter ist für Schwachstrom-Schalt- und Steuer- 
aufgaben bestimmt und verträgt Rückwärtsspannungen bis zu 200 V bei Gleichstrom 
bis zu1.1A.M Beidseitige Anschlußdrähte dieses neuen G.E.Typs SCR2N 1929-1933 ° 
gestatten beliebiges Verdrahten und fördern Freizügigkeit bei der Schaltungskon- 
struktion. Selbst bei relativ hoher Strombelastung ist keine Wärmeableitung erforder- 
lich. Wichtige Vorteile: Kurzzeitige Spitzensperrspannun- 
gen bis 300 V; maximaler Zündstrom 15 mA bei 25°C.W „_ 
Vollständige ischnischs Daten erhalten Sie von Mr. R.W. BT 
Browning, International General Electric S. A., 81, Route de = 
l’Aire,Genf, Schweiz oder International General Electric Com- 3 
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Technischer Fortschritt ist unser Haupterzeugnis 


GENERAL & ELECTRIC 


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Heft 21 /FUNKSCHAU 1961 


HEATHKIT BEWÄHRTE UND PREISGÜNSTIGE 
. ELEKTRONISCHE MESS- U. PRÜFGERATE 


EIN ERZEUGNIS DER DAYSTROM-GRUPPE 


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ROHRENVOLTMETER UNIVERSAL-PRUFSENDER FESTFREQUENZ- 
ROHRENVOLTMETER STUFENKONDENSATOR 


V-7AU SG-8-£ PRUFSENDER RS -1 es 


NF-MILLIVOLTMETER MESSENDER LG -1-E 


AV -3-E ENERRNER: 


INTERMODULATIONS- 
TRANSISTOR-PRUFER RC-GENERATOR FS-WOBBELSENDER 


NF-WATTMETER 
AG -9A-E ANALYSATOR 2 


SERVICE-OSZILLOGRAPH 
KLIRRFAKTOR-MESSER UNIVERSAL-PRUFSENDER NETZBATTERIE IMPEDANZ-MESSBRUCKE 


HD - 1-E (I e*r-ıe BE - 5-E ae 19-10E IB - 2A-E 


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OSZILLOGRAPH 


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FUNKSCHAU 1961 / Heft 21 
1149 


DAS NEUESTE AUF DEM GEBIET DER TONWIEDERGABE 


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222 C von H.H. Scott 


Ein preisgünstiger Verstärker mit schweren Ausgangsübertragern für beste 
Baßwiedergabe auch mit Lautsprechern mittleren Wirkungsgrades. Viele 
Sondereigenschaften, wie Mittenkanal, getrennte Klangregler für jede 
Seite, Spezial-Balanceregler, Gleichstromheizung der Vorstufen und 
Rumpelfilter. Besondere Rauschfilter verbessern die Wiedergabe älterer 
Schallplatten. Nur hochwertige Bauteile werden verwendet. Aluminium- 
Chassis sorgt für ausreichende Kühlung und brummfreien Betrieb. Das 
Gerät ist eine ausgezeichnete Ergänzung für alle Scott-Tuner. 





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der Aufnahmen sowie ihre Archivierung. 


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ist nach dem Ferro-Sheen-Verfahren herge- 
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Studio-Tonband Serie 200 - Ferro-Sheen- 
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Generalvertretung für die Schweiz: EGLI, FISCHER & CO. A. G., ZÜRICH 


Heft 21/FUNKSCHAU 1961 


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HT 
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LEADER LAG-65 NF-Meßgenerator mit einge- 
bautem Frequenzmesser 10 Hz bis 100 kHz, Klirr- 
faktor 0,5 %, Frequenz- und Ausgangsspannung 
werden an zwei Instrumenten abgelesen. DM 429.- 





LEADERLAG-55 Sinus-Rechteckgenerator, 20 Hz 
bis200 kHz, Ausgangsspannung 10V sr bzw. 10Vas 
mit zusätzlich eingebautem Hochpaßfilter für I.M.- 
Messungen. DM 219.- 





















LEADER LSG-11 Prüfsender 120 kHz bis130 MHz, 
Mod. AM-400 bzw. 1000 Hz, miteingebauter Quarz- 
kontrollstufe 1-15 MHZ. DM 129.- 








Die aufgeführten LEADER-Geräte zeichnen sich 
durch große Preiswürdigkeit und qualitativ beste 
Ausführung aus. Garantie: 12 Monate. Netzan- 
schluß: 220 Volt. 


Das aufgeführte Programm ist sofort lieferbar. 


LEADER-Geräte sind keine Kit- bzw. Bausatz- 
ausführungen. 


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Tel. 872, Draht: Electronic Vienenburg 


FUNKSCHAU 1961 / Heft 21 














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barn, hören Sie in STEREO oder 
MONO Ihre Platten- und Ton- 
bandaufnahmen 


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Frequenzbereich: 30-20000 Hz 
Impedanz: 

STEREO 2x 400 Ohm, 

MONO 

bei Parallelschaltung 200 Ohm. 
bei Serienschaltung 800 Ohm 
Maximale Betriebswerte 

pro System: 6 V bzw. 90 mW 
Normale Betriebswerte 

pro System: 

ca. 0,25 V bzw.0,15 mW 
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Auch der UHF-Empf birgt keine Schwie- .. 
nn mpfang Dirgt keine SehWie- || GESELLSCHAFT FÜR MESS- UND FUNKTECHNIK 
rigkeiten, wennbewährte Antennen undZu- 
behörteile verwendet werden. KATHREIN München-Baldham, Eichhörncenstr. 26 
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wertiger Antennen-Anlagen benötigt wird. 
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an Mehrfachweichen - Antennensteckdosen 
und Empfänger-Anschlufjkabel für Central- 
Anlagen auchmitÜHF-Direktniederführung. 
LMKUF-Kombinationsverstärker mit höhe- 
rer Verstärkung - Bandleitungs-Steckver- 
bindungen mit „Schnellklemmung”. Auch 
diese neuen Antennen und Zubehörfeile 
sind so leistungsfähig, so robust und stabil, 


€009L07 3 


wie esKATHREIN-Erzeugnisse seitjehersind. 


> 4 
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Alteste Spezialfabrik für Antennen und Blitzschutzapparate 


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Heft 21 /FUNKSCHAU 1961 


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Ausgangsfrequenz konstant, Eingangsspannung umschaltbar 
6 V/12 V. Kurzschlußfest, hoher Wirkungsgrad, unbedingte 


Betriebssicherheit 


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Type TWS: 


Bei + 20 % Eingangsspannungsschwankung ist die Ausgangs- 


frequenzabweichung kleiner als ] Hz. 


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Anfrage 


Eigengesteuerte Geräte Type TW: 


Frequenzabweichung bei konstanter Eingangsspannung +1 Hz. 


Spannungsschwankung bei konstanter Eingangsspannung +10 y 


GUNTER S CHR 6) FF Spezialfabrik für Stromversorgungsgeräte 


Feldrennach/Pforzheim, Industriegelände, Telefon Neuenbürg (07082) 80 58 
Technisches Büro München (für 13a, 13b), München-Pasing, Rubensstraße 11, Telefon 81442 





FUNKSCHAU 1961 / Heft 21 


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NEUHEITEN 


VM-40 
50/40 Watt Mischverstärker in Studioqualität mit 
Prüfzertifikat der Techn.-Phys. Bundesanstalt - 
6 Eingänge - 4-fach Mixer - Elektronisches Ge- 
räuschfilter - Präsenzeffekt-Schalter - Ausgang 
4,8,16 Ohm und 100 V 


VS-70 
60 Watt Stereo-Mono-Verstärker in Studioquali- 
tät mit Prüfzertifikat der Techn.-Phys. Bundes- 
anstalt - Enorme Bandbreite (l00 kHz mit 2x16 
Watt) - Außergewöhnlich verzerrungsfrei (nur 
0,22°/o bei IO kHz und Nennleistung) - mit 
MULTIFILTERvierGrenzfrequenzensschaltbar - 
Gleichstromheizung des Vorverstärkers - Dritter 
Lautsprecherausgang fürSummen-undDifferenz- 
Signale (Phantom-Kanal) - International aner- 
kannte Höchstleistung der High-Fidelity-Technik 


FM-10 
UKW-Vorsatzempfänger für höchste Ansprüche 
an Verzerrungsfreiheit - 8 Röhren + Gleichrich- 
ter + Dioden - 4 Mikrovolt Empfindlichkeit für 
20 dB Rauschabstand nach IEC - NF-Ausgang 
regelbar bis 1,6V - Klirrgrad kleiner als O,1°/o - 
NF-Katodenfolger-Ausgangsstufe - Anschluß- 
buchse für Tonbandaufnahmen Magisches 
Band - UKW-Netzantenne eingebaut 


TL-2 

Studiolautsprecher mit 2-Wegsystem und regel- 
barer Höhenabstrahlung in formschönem Ge- 
häuse - Hervorragende Wiedergabequalitätauch 
der Bässe bei minimalen Gehäuseabmessungen - 
Schalldruck 40 Hz bis I6kHz annähernd linear - 
Der ideale Heimlautsprecher für alle TELE- 
WATT Stereo- und Monoverstärker 


Das bekannte Programm wird unverändert weitergeführt 


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VS-70 70/60 W High-Fidelity Stereoverstärker DM 1180.— 





ULTRA 60/40 W High-Fidelity Verstärker DM 690.- 


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VS-44 5/3 W Stereoverstärker DM 290.— 


KLEIN + HUMMEL 
NE 


STUTTGART 1 - POSTFACH 402 





Heft21/FUNKSCHAU 1961 


KURZ UND ULTRAKURZ 


50 Jahre Telefunken-Zeitung. 1911 gründete der damalige Tele- 
funken-Direktor und spätere Staatssekretär Hans Bredow für den 
Zusammenhalt und die Unterrichtung der weit über die Welt ver- 
streuten Telefunken-Angehörigen ein Mitteilungsblatt mit dem 
Namen Telefunken-Zeitung. Später entwickelte sich daraus eine 
wissenschaftlich-technische Fachinformation für Funktechnik und 
Elektronik mit bedeutenden Beiträgen aus dem Hause Telefunken. 
In ihr haben Prominente der drahtlosen Technik geschrieben, u. a. 
Graf Arco, Alexander Meißner, Otto v. Bronk, Otto Böhm und 
Werner Nestel. An der Gestaltung waren zuletzt Erwin Roessler 
und Hans Rukop beteiligt; heute zeichnet W. T. Runge als Heraus- 
geber. 


„Ernst-Becker-Fernsehstudio“. Am 10. Oktober übergab der SWF- 
Intendant Prof. Bischoff in Baden-Baden das „Ernst-Becker-Fern- 
sehstudio“ seiner Bestimmung. Der eigentliche Studiokomplex mit 
vier je 700 qm großen Studios und 69000 cbm umbautem Raum 
wird ergänzt durch den schon früher fertiggewesenen Werkstatt- 
bau mit 9300 cbm. In den Baukosten für den Studiokomplex in 
Höhe von 11,7 Millionen DM sind 4 Millionen DM für technische 
Einrichtungen und Beleuchtungsanlagen enthalten. 


US-Stereo-Norm auch in Kanada. Die kanadischen Behörden ge- 
nehmigten am 1. September Stereo-Rundfunksendungen nach der 
US-Norm über kanadische UKW-Rundfunkstationen. Die Erlaubnis 
schließt auch Doppelprogramm-Aussendungen ein, d. h. es dürfen 
sowohl Stereo-Programme mit Werbung als auch bezahlte Hinter- 
grundmusik gleichzeitig ausgestrahlt werden. 


Zweites Fernsehprogramm in Italien. Am 4. November beginnt 
nach langer Vorbereitung das Zweite italienische Fernsehprogramm 
über 14 UHF-Sender im Bereich IV. Die bisherigen Versuchssen- 
dungen mit Testbildern und Filmen zeigten dank der meist auf 
Bergen installierten UHF-Sender große Reichweiten, aber zugleich 
in vielen Gebieten auch starke Reflexionen als Folge der mit Aus- 
nahme des Nordens durchweg gebirgigen Oberfläche der italieni- 
schen Halbinsel. 


UKW wird wichtiger. Radio Bremen benutzte bisher (und wird 
es weiterhin tun) die Mittelwelle 220,9 m = 1358 kHz, wobei in 
Richtung Tirana/Albanien, dem eigentlichen Wellenbesitzer, aus- 
geblendet werden mußte. Seit einiger Zeit liegt auf der gleichen 
Frequenz ein stark störender Ostzonensender. Nunmehr wird 
Radio Bremen einen 200-m-Mast errichten und von diesem aus das 
Erste und Zweite Hörfunkprogramm im UKW-Bereich abstrahlen; 
damit werden die bisherigen schwächeren UKW-Sender und der 
96-m-Mast ersetzt. Es ist zu erwarten, daß die neue Strahler- 
anlage das gleiche Gebiet versorgen kann wie früher der Mittel- 
wellensender. Die Anlage wird in voller Stärke etwa im Sommer 
1962 in Betrieb sein. 


Diamanten als Halbleiter. Die amerikanische General Electric 
Co., Schenectady, N.Y., stellt jetzt als Halbleiter verwendbare 
Diamanten her, gefertigt aus Graphit mit gewissen „Verunreini- 
gungen“ wie Bor, Beryllium oder Aluminium, die dem unter sehr 
hoher Temperatur produzierten Diamanten erst die Eigenschaft 
eines Halbleiters verleihen. 


Fernseh-Berichterstattung aus Tokio 1964. Die Eurovision darf 
von den Olympischen Sommerspielen in Tokio im Jahre 1964 nach 
einer Vereinbarung zwischen der UER und den zuständigen japa- 
nischen Stellen Filmberichte von mindestens 20 Stunden Dauer 
bringen. Sollte bis 1964 eine Fernseh-Direktübertragung mit Hilfe 
aktiver Nachrichtensatelliten möglich sein — was nach dem letzten 
Stand der Dinge als nicht mehr utopisch gelten darf -, so sollen 
neue Verträge über weitaus längere Übertragungszeiten abge- 
schlossen werden. 


Seenotfunkbake im Grenzwellenbereich. In Ausführung der 
Empfehlungen des Londoner Schiffssicherheitsvertrages von 1960 
haben zuständige deutsche Stellen die Entwicklung von volltransi- 
storisierten, ohne Bedienung arbeitenden kleinen Notsendern für 
Schiffbrüchige aufgenommen. Diese Baken sollen auf der Telefonie- 
Seenotfrequenz 2182 kHz arbeiten und mit besonders angeordneten 
Ferritantennen auch im wasserüberspülten Zustand genügend gut 
abstrahlen. 








Das Fotokopieren aus der FUNKSCHAU ist nur mit ausdrücklicher Genehmigung des 
Verlages gestattet. Sie gilt als erteilt, wenn jedes Fotokopierblatt mit einer 10-Pf-Wert- 
marke versehen wird (von der Inkassostelle für Fotokopiegebühren, Frankfurt/Main, 
Gr. Hirschgraben 17/19, zu beziehen). — Mit der Einsendung von Beiträgen übertragen 
die Verfasser dem Verlag auch das Recht, die Genehmigung zum Fotokopieren laut 
Rahmenabkommen vom 14. 6. 1958 zu erteilen. 


FUNKSCHAU 1961 / Heft 21 


1155 





Drucktasten Type 631 ds 








Die Type 631 ist eine Flachdrucktaste und wird mit 2 oder 3 Tasten geliefert. 
Sie ist für Fernsehgeräte gedacht, kann jedoch auch für andere Geräte ver- 
wendet werden. 


Bei dieser Type können alle Tasten als Einzeltasten oder für gegenseitige 
Auslösung montiert werden. 


Pro Tasteneinheit sind 6 Umschaltungen oder 8 Einschaltungen möglich. 


Diese Bauform kann mit einem 2pol. Netzschalter (1,5 A/250 V, VDE u. S) 
ausgerüstet werden, rechts oder links außen. 


Die gewünschte Belegung bitten wir nach dem Belegungsplan anzugeben. 


Ausführungen mit mehr als 3 Tasten auf Anfrage. 


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Nähere Einzelheiten enthalten unsere ausführlichen Katalogblätter. Bitte, 
fragen Sie uns, wir beraten Sie gerne und unverbindlich. 


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dienführer 2/1961. 














KURZ-NACHRICHTEN 


Thorn Electric hat in England eine neue Farbbildröhre mit 
Namen „Zebra“ entwickelt, so daß jetzt aus England zusammen 
mit der „Banana“-Röhre von Mullard zwei neue Vorschläge vor- 
liegen. * Gegenwärtig sind in 59 Ländern der Erde etwa 1 000 000 
Fernschreiber in Betrieb, darunter allein 35 000 im Bundesgebiet. * 
Die Fernsehgesellschaft der Berliner Tageszeitungen hat dem Sen- 
der Freies Berlin eine fahrbare Ampex-Video-Aufzeichnungsanlage 
zur Verfügung gestellt; sie wurde während der Funkausstellung 
zum erstenmal in Betrieb genommen. * Die Teldec-Schallplatten- 
gesellschaft entwickelt ein Aufnahmeverfahren für Stereo-Schall- 
platten, das auch bei Wiedergabe über kleine Stereo-Rundfunk- 
empfänger eine genügend breite Raumbasis gibt. Markenname: 
MD (Magic Dimension), Einführung: noch unbestimmt. * In der 
westafrikanischen Republik Ghana wurde eines der größten Kurz- 
wellenzentren Afrikas mit vier 100-kW-Sendern fertiggestellt; es 
wird im Endausbau 22 Richtstrahler umfassen. * Die englische 
Kurzwellen-Amateur-Organisation RSGB will sich bis zum Jahre 
1963 — dann begeht sie ihr 50jähriges (!) Jubiläum — in London ein 
Haus mit technischer Bibliothek als eigenes Zentrum und als Treff- 
punkt für alle England besuchenden Kurzwellenamateure schaffen. 
* In der Schweiz sind heute 59 UKW-Rundfunksender an 32 Stand- 
orten in Betrieb; ihre Zahl dürfte demnächst auf 80 anwachsen. Bis 
Frühjahr 1962 sollen ferner sechs neue Fernsehsender bzw. 
-umsetzer in Betrieb genommen werden. * Grundig wird am 
1. Januar 1962 seine bisherige schwedische Vertretung Sonopro- 
dukter in Grundig Svenska AB umbenennen und die Montage von 
Rundfunk- und Fernsehgeräten in Schweden aufnehmen. * Auf 
der diesjährigen Wescon-Tagung in San Francisco, deren Schwer- 
punkt bei der Halbleitertechnik lag, führte die RCA einen neu- 
artigen Universal-Transistor vor. Es handelt sich um einen drei- 
fach diffundierten Planar-Silizium-npn-Transistor. Er kann für 40% 
aller Aufgaben verwendet werden, für die man jetzt eine große 
Zahl verschiedener Typen benötigt. 


Die Electric-Werbung 


Die Electric-Werbung W. G. Müller stellt in Zusammenarbeit mit den 
maßgebenden Hersteller-Unternehmen für den Fachhandel eine wertvolle 
Verkaufshilfe her: Es handelt sich um einen Verkaufs-Prospekt von 
16 Seiten DIN A4 mit den neuesten Fernsehgeräten, Rundfunkempfän- 
gern, Truhen, Tonbandgeräten, Plattenspielern sowie Koffersuper- und 
Taschenempfängern. Eine weitere achtseitige Ausgabe enthält die wich- 
tigsten Elektro-Haushaltgeräte wie Kühlschränke, Waschmaschinen, Elek- 
troherde, Geschirrspüler, Küchengeräte, Heizgeräte, Trockenrasierer, 
Bügeleisen, Kaffeemühlen- und Maschinen sowie Staubsauger der nam- 
haftesten Hersteller. Diese zwei Ausgaben erscheinen jeweils im Frühjahr 
und im Herbst des Jahres. Es handelt sich hier um verkaufsfördernde 
Werbemittel des Fachhandels, die sich bereits vielfach bewährt und einen 
guten Anklang gefunden haben (Electric-Werbung W. G. Müller, Stutt- 
gart-Feuerbach, Heimbergstraße 51). 


Kundendienst bei Siemens wie bisher 


Siemens teilt mit, daß, unabhängig von der Verlegung der Fertigung von 
Rundfunk- und Fernsehgeräten auf andere Firmen (dem Vernehmen nach 
zu Loewe-Opta und Nordmende), der Siemens-Kundendienst im bisherigen 
Umfange selbstverständlich weitergeht, zumal die anderswo hergestellten 
Empfänger weiterhin unter dem alten Markennamen von Siemens selbst 
vertrieben werden. In eigenen Zweigniederlassungen unterhält Siemens 
zwanzig Reparaturwerkstätten; das Unternehmen hat Verträge mit 150 
unabhängigen Werkstätten abgeschlossen, desgleichen noch mit weit 
mehr Kundendienst- und Reparaturannahmestellen allein für Rundfunk- 
und Fernsehgeräte. 


Funkschau mit Fernsehtechnik und Schallplatte und Tonband 
Fachzeitschrift für Funktechniker 

vereinigt mit dem jjerausgegeben vom FRANZIS-VERLAG MÜNCHEN 
RADIO-MAGAZIN Verlag der G. Franz’schen Buchdruckerei G. Emil Mayer 


Verlagsleitung: Erich Schwandt - Redaktion: Otto Limann, Karl Tetzner 
Anzeigenleiter u. stellvertretender Verlagsleiter: Paul Walde 

Erscheint zweimal monatlich, und zwar am 5. und 20. jeden Monats. 

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Verlag und durch die Post 

Monats-Bezugspreis 2.80 DM (einschl. Postzeitungsgebühr) zuzügl. 6 Pf 

Zustellgebühr. Preis des Einzelheftes 1.40 DM. Jahresbezugspreis 32 DM 

Redaktion, Vertrieb und Anzeigenverwaltung: Franzis-Verlag, München 37, 

Postfach (Karlstr. 35). — Fernruf 551625/27. Fernschreiber/Telex: 05/22 301. 

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Hamburger Redaktion: Hamburg-Meiendorf, Künnekestr. 20 — Fernr. 638394 


Berliner Geschäftsstelle: Berlin W 35, Postdamer Str. 145. — Fernr. 24 52 44 
26 32 44). — Postscheckkonto: Berlin-West Nr.’ 622 66. 

Verantwortlich für den Textteil: Ing. Otto Limann; für den Anzeigenteil: 
Paul Walde, München. — Anzeigenpreise nach Preisliste Nr. 11. — Ver- 
antwortlich für die Osterreich-Ausgabe: Ing. Ludwig Ratheiser, Wien. 
Auslandsvertretungen: Belgien: De Internationale Pers, Berchem-Ant- 
werpen, Cogels-Osylei 40. — Dänemark: Jul. Gjellerups Boghandel, Kopen- 
hagen K., Solvgade 87. — Niederlande: De Muiderkring, Bussum, Nijver- 
heidswerf 19-21. — Österreich: Verlag Ing. Walter Erb, Wien VI, Maria- 
hilfer Straße 71. — Schweiz: Verlag H. Thali & Cie., Hitzkirch (Luzern). 
Alleiniges Nachdruckrecht, auch auszugsweise, für Holland wurde dem 
Radio Bulletin, Bussum, für Österreih Herrn Ingenieur 

Ludwig Ratheiser, Wien, übertragen. 

Druck: G. Franz’sche Buchdrucerei G. Emil Mayer, 

München 37, Karlstr. 35. Fernsprecher: 55 16 25/26/27. 


Die FUNKSCHAU ist der IVW angeschlossen. 








Heft 21/FUNKSCHAU 1961 


1156 


Beiefe an die FUNKSCHAU-Redaktion 


Nachstehend veröffentlichen wir Briefe unserer Leser, bei denen wir ein 
allgemeines Interesse annehmen. Die einzelnen Zuschriften enthalten die 
Meinung des betreffenden Lesers, die mit der der Redaktion nicht über- 
einzustimmen braucht. 


Nochmals: Plastischer Raumklang bei einkanaligen 
Tonbandaufnahmen 


FUNKSCHAU 1961, Heft 10, Seite 252 und Heft 18, Briefe an die 
FUNKSCHAU-Redaktion 


Man gewinnt manchmal den Eindruck, als seien Interesse und 
Aufwand für pseudostereofonische Verfahren größer als für echte 
Stereofonie. Das beschriebene Verfahren unterscheidet sich nur 
durch Mehraufwand und Inkonstanz der Verzögerungszeit von 
einer einfachen Verhallungseinrichtung. Jedes Tonbandgerät mit 
getrenntem Hörkopf und Wiedergabeverstärker genügt, wenn man 
das Aufnahmesignal während einer Aufnahme auf den einen, das 
Wiedergabesignal auf den anderen „Stereokanal“ gibt. Ein zweiter 
Hörkopf mit eigenem Verstärker gestattet das Verhalten bespiel- 
ter Bänder. 

Versuche dieser Art mit zwei Hörköpfen und einer Stereoanlage, 
bestehend aus zwei gleichen Hi-Fi-Verstärkern und zwei gleichen 
Kombinationen aus je vier Tief- und sechs Hochtönern, führten 
vor einigen Jahren zu folgenden Ergebnissen: 

Vermeidet man übertriebene Verzögerungszeiten und/oder über- 
triebenen Lautsprecherabstand, die zum Zerfall des Klangbildes 
führen, so klingt die Wiedergabe überdimensional, wie in einer 
Fabrikhalle. Nur Musikstücke mit sehr langsamen Ein- und Aus- 
schwingvorgängen sind geeignet; Tanzmusik, Jazz, Klavierkonzerte 
scheiden aus, es sei denn, man dosiert den Effekt so schwach, daß 
man gleich die Lautsprecher parallel schalten kann. Es kann wohl 
kaum von erhöhtem Musikgenuß gesprochen werden, wenn durch 
diese Methode ein zweiter, imaginärer Klavierspieler eingeführt 
wird, der scheinbar unermüdlich, aber vergebens, dem ersten nach- 
jagt. Man darf dieses Verfahren daher in die Liste der Tonband- 
tricks und -spielereien einordnen. 

Von Wert ist meinen Erfahrungen nach nur die zusätzliche, örtlich 
getrennte Höhenabstrahlung durch eine Kugel oder einen Würfel. 
Obgleich es zur Minderung der Intermodulation wünschenswert 
wäre, die Höhen vom Hauptlautsprecher fernzuhalten, tut man gut 
daran, keine derartigen Maßnahmen vorzusehen, um ein schein- 
bares Wandern der Schallquelle, etwa bei Klavierläufen, zu ver- 
meiden. Um diesem Effekt entgegenzuwirken, ordnet man vorteil- 
haft Hochtonkugel und Tieftonbox in einer Linie hintereinander, 
vom Hörer aus gesehen, an. 

Den Ausführungen von Herrn Westphal über die Qualität ge- 
wöhnlicher Lautsprecher und die Sinnlosigkeit, um Promille Ver- 
stärkerklirrfaktor zu kämpfen, schließe ich mich an. Welcher Hi-Fi- 
Fanatiker ist sich, abgesehen von den Lautsprecherverzerrungen, 
über die Klirrfaktoren und Intermodulations-Faktoren von UKW- 
Geräten, Tonbandgeräten und Platten mit Abtastern im klaren? 
Würde man ihm diese Werte, vor allem an den Frequenzband- 
grenzen, nennen, so würde er wahrscheinlich Kommafehler ver- 
muten. Bei Qualitäts-„Verbesserungen“, z. B. von 19-cm/sec- 
Halbspur auf 4,75-cm/sec-Viertelspur bei Tonbandgeräten (,„... von 
einer 38 cm/sec-Studiomaschine nicht zu unterscheiden .. ..*), deren 
Einführung leider von der Tendenz des Publikums begünstigt wird, 
das neuere stets für das bessere zu halten, scheint es nicht mehr 
verwunderlich, wenn sich der Hi-Fi-Freund in vielen Dingen im 
Ausland orientieren muß. In diesem Zusammenhang verdient der 
Lautsprecher U 8029X der schwedischen Firma Sinus wegen 
seiner vorzüglichen Qualität lobende Erwähnung (s. S. 543 dieses 
Heftes). 

Zum Thema sei noch erwähnt, daß eine monophone Wiedergabe 
über eine eingangsseitig parallelgeschaltete Stereoanlage nicht 
immer voll befriedigt; bei einer, in Aufbau, Phasen- und Ampli- 
tudengang völlig symmetrischen Anlage scheint die Wiedergabe 
ziemlich scharf gebündelt aus der Mitte zwischen beiden Laut- 
sprechern zu kommen, wobei die Bündelung für die Höhen beson- 
ders ausgeprägt ist. Andererseits gibt diese Art der Wiedergabe 
einen gewissen Präsenzeffekt. Es stellte sich heraus, daß eine 
solche Anordnung die beste Stereowiedergabe gab; eine Beurtei- 
lung kann selbstverständlich nur mit 19-cm/sec-Halbspurbändern 
erfolgen. Mit einer solchen Anlage widerlegt man schnell jene 
Zweckgerüchte wie: Tiefen seien nicht ortbar, bei Stereowieder- 
gabe fielen Verzerrungen nicht so auf, 20 dB Übersprechdämpfung 
seien ausreichend usw. Bei großflächigen Lautsprecherkombi- 
nationen und nicht übertriebenem Abstand entsteht auch kein 
„Loch in der Mitte“, obgleich die leicht konkave „Bühne“ des 
Zweikanalverfahrens zu erkennen ist. 

Dipl.-Ing. Artur Seibt, Eningen/Reutlingen 


Bemerkungen zur Konstruktion von Tonbandgeräten 
FUNKSCHAU 1961, Heft 15, Seite 383 bis 385 


Mit großem Interesse habe ich Ihren Artikel „Bemerkungen zur 
Konstruktion von Tonbandgeräten“ gelesen. Ich bemerke hierzu, 
daß die Aussage im ersten Absatz nur mit Einschränkungen gilt. 
Bekanntlich hat die Erhöhung des Rauschpegels eines gelöschten 
Bandes gegenüber dem jungfräulichen Band fast nichts mehr mit 
der Form des Löschstromes zu tun, solange nur die gradzahligen 
Harmonischen des Löschstromes genügend klein sind. Die Er- 


FUNKSCHAU 1961 / Heft 21 
1157 








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der Band-I- oder Band-Ill-Antenne in das witterungs- 
geschützte Anschlußgehäuse eingesetzt. 


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Technik: das sind die wesentlichen Vorzüge der neu 
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WERNERWERK FÜR WEITVERKEHRS- UND KABELTECHNIK 





höhung des Rauschpegels rührt im Wesentlichen von dem Einfluß 
des magnetischen Feldes der Erde her. 

Nach den Untersuchungen von Dr. Krones (beschrieben in 
„Technik der Magnetspeicher*, Seite 506) wird der Rauschpegel 
eines gelöschten Bandes gegenüber dem jungfräulichen Band nicht 
erhöht, wenn die Löschung in einem gegen das Magnetfeld der 
Erde abgeschirmten Raum erfolgt. Deshalb kann man mit Sicher- 
heit sagen, daß die so geringe Erhöhung des Rauschpegels, wie 
sie sich nach den Angaben in Bild 1 Ihres Artikels für ka = 27 % 
ergibt, nur daher rührt, daß erst jetzt der Einfluß des unsymme- 
trischen Hochfrequenzstromes auf das Rauschen in die Größen- 
ordnung des Einflusses des magnetischen Feldes der Erde kommt. 
Wenn also Sprech- und Löschkopf gegen das Magnetfeld der Erde 
geschirmt werden, wird man überhaupt keine Erhöhung des 
Rauschpegels beim gelöschten Band gegenüber dem jungfräulichen 
Band feststellen, solange der Hochfrequenzstrom arm an phasen- 
verschobenen gradzahligen Harmonischen ist. Diese letzte Bedin- 
gung kann man betriebssicher nur durch den Gegentaktoszillator 
erfüllen. Dabei ist immer vorausgesetzt, daß Sprech- und Lösch- 
kopf remanenzfrei sind; das ist weitgehend bei großen hinteren 
Scherungsspalten erfüllt. 

Zu den Angaben in Bild 1 möchte ich außerdem sagen, daß die 
Beurteilung des Einflusses des Hochfrequenzstromes auf das 
Rauschen nach der Größe des Klirrfaktors ka ziemlich unsinnig 
ist, weil die Erhöhung des Rauschpegels nur durch phasenver- 
schobene grädzahlige Harmonische verursacht wird. Der Klirr- 
faktor ka kann 100 % betragen, ohne daß sich das Rauschen er- 
höht, solange nur die Nulldurchgänge von Grundwelle und Ober- 
welle zusammenfallen. 

Zu dem Absatz über Vierspurtechnik in Ihrem Artikel möchte 
ich ebenfalls noch einiges sagen. Tonköpfe können sicherlich 
genauer hergestellt werden, je schmaler die Tonspuren sind. 
Ebenso wird bei gleicher geometrischer Schiefstellung des Spaltes 
der Einfluß der Schiefstellung auf die Höhenwiedergabe bei schma- 
leren Spuren kleiner. Bei der Verringerung der Spurbreite darf 
man aber nicht den entscheidenden Nachteil der Erhöhung des 
Modulationsrauschens außer acht lassen, wie es leider auch in 
Ihrem Artikel geschehen ist. Bekanntlich verringert sich mit der 
Verkleinerung der Spurbreite auch die Dynamik, weil die Rausch- 
spannung als inkohärentes Signal, bei dem also die Leistungen 
addiert werden, nur mit der Wurzel aus der Verringerung der 
Spurbreite abnimmt, dagegen das Nutzsignal als kohärentes Signal 
linear mit der Verringerung der Spurbreite abnimmt. Dasselbe gilt 
auch für das Modulationsrauschen, das ja auch ein inkohärentes 
Signal ist. 

Wenn also die Spurbreite um den Faktor 2 verringert wird, 
nimmt also auch der Modulations/Rausch-Abstand um 3dB ab. 
Da sich das Modulationsrauschen so äußert, daß das Spektrum 
des Nutztones verbreitert wird, wird sich das Modulationsrauschen 
bei der menschlichen Stimme und bei solchen Instrumenten, bei 
denen auf Grund des Anblasgeräusches oder der Streichgeräusche 
(bei Streichinstrumenten) bereits eine Verbreiterung des Spektrums 
des Grundtones besteht, kaum bemerkbar machen. Bei Klavier- 
musik aber, bei der der Anschwingvorgang kurz ist und der Ton 
dann nach einer gedämpften Sinus-Schwingung abklingt, das 
Spektrum des Grundtones also nicht verbreitert wird, macht sich 
ein zu starkes Modulationsrauschen sehr unangenehm bemerkbar. 

Wenn etwa ein handelsübliches Doppelspielband verwendet 
wird, das im üblichen Arbeitspunkt (Maximum 160 Hz) und bei 
Halbspur einen Modulationsrauschabstand von nur etwa 29 dB hat, 
dann stört das Modulationsrauschen bereits bei Klaviermusik. Bei 
Vierspurtechnik, bei der der Modulations-Rauschspannungs-Ab- 
stand noch einmal um etwa 4 dB verringert wird, wird das Modu- 
lationsrauschen unerträglich. 

Man kann hier einwenden, daß dieser Nachteil nicht durch die 
Gerätetechnik sondern durch die mangelnde Güte der Tonbänder 
verursacht wird. Aber die Vierspurtechnik ist ja von den Geräte- 
herstellern propagiert worden und nicht von den Bandherstellern, 
die sich durchaus der Grenzen ihrer Bänder bewußt sind. 

Arnold Glaab, Bochum 


Nochmals: Beschriftung von Selbstbaugeräten 


FUNKSCHAU 1960, Heft 18, Seite 473 
FUNKSCHAU 1961, Heft 13, Seite 353 


In Heft 13/1961 berichtet Horst Zielasko über seine Erfahrungen 
bzw. über seinen Ärger mit der Veränderung der Abmessungen, 
die die Papiere in den Bädern erleiden. Diese Schwierigkeiten 
lassen sich leicht vermeiden durch Anwendung von Papieren wie 
Agfa-Correctostat. Dies ist ein absolut maßhaltiges Papier mit 
Aluminiumfolien-Einlage für Reproduktionszwecke. 

Kuhlmann, Braunschweig 


Einbanddecken für die FUNKSCHAU 


werden von uns noch im November in Auftrag gegeben, damit wir sie 
noch Ende dieses Jahres liefern können. Wie bisher fertigen wir breite 
Decken, in die die 24 Hefte des Jahrgangs einschl. Umschläge und Anzei- 
genteil eingebunden werden können, und schmale Decken für die 24 Hefte 
ohne Anzeigen und Umschläge. Ausführung wie bisher (Halbleinen mit 
Goldprägung), Preis unverändert (4.30 DM zuzüglich 70 Pf Versandkosten). 

Bitte geben Sie Ihre Bestellung umgehend auf! Wir bitten, genau anzu- 
geben, ob schmale oder breite Decken verlangt werden. Auch Einband- 
decken ohne Jahreszahl sind noch lieferbar. 


Franzis-Verlag, 13b/München 37, Postfach. 


Heft 21 /FUNKSCHAU 1961 


1158 


Verstärkergehäuse sind keine Lautsprecher 


Berge von Bildern häuften sich nach der Funkausstellung auf 
unseren Redaktions-Schreibtischen und nur eine Auswahl davon 
konnten wir auf den Kunstdrucseiten und im Textteil des Be- 
richtsheftes Nr. 19 unterbringen. Außerdem drängte die Zeit, denn 
das umfangreiche Heft erforderte mehr Arbeit als sonst und sollte 
doch pünktlich herauskommen. 


Deshalb werden unsere Leser Verständnis dafür haben, daß das 
Bild 11 auf Seite 493, das wir hier nochmals als Bild 1 wieder- 
geben, zu einer falschen Unterschrift kam, oder vielmehr zu der 
richtigen Unterschrift wurde ein falsches Bild montiert. Die dar- 
gestellten Kästen sind nämlich keine Lautsprechergehäuse der 
Firma Heco, sondern Verstärkergehäuse der Firma Zeissler. Um 
die Sache richtigzustellen, zeigen wir hier nun ein echtes belform- 
Lautsprechergehäuse als Bild 2. Man erkennt darauf deutlich das 
im damaligen Text erwähnte Plastikgitter und den Kunstfolien- 
bezug. 


Sicher werden auch Einzelheiten zu den Verstärkergehäusen 
nach Bild 1 interessieren; deshalb seien einige Daten hierzu in der 
Tabelle genannt. 

Den beiden beteiligten Firmen Heco, Hennel & Co., Schmitten/ 
Taunus, und Roland Zeissler, Troisdorf/Rhld., danken wir für ihr 
Verständnis zu dieser Verwechslung. 


Die Redaktion 













Aus- Abmessungen ü N R 
Lack t 
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a 320X 130x180 glatt, blaugrün mit eingebautem 
Frontplatte grau Aluminium-Chassis 
b 320 X 100 X 200 Hammerschlag, Abdeckrahmen ver- 
graubraun nickelt, Aluminium- 
Chassis 
c 320X 125x240 glatt, blaugrün, Rückwand und Vor- 
Füße Kunststoff, derseite aus gezoge- 
grau nem Kunststoff, 
Aluminium-Chassis 











Bild 1. Verstärkergehäuse der Firma Roland Zeissler 


Bild 2. Ein Laut- 

sprecher aus der 

belform-Serie der 
Firma Heco 





Nachrichten 


Transistor-Lehrgang in Elmshorn. Die Handwerkskammer Lü- 
beck führt im Rahmen ihrer Elektronik-Lehrgänge auch einen 
Kursus über Transistortechnik durch. Er umfaßt 24 Unterrichts- 
stunden und kostet 48 DM. Zeit: 2. bis 12. April 1962; Ort: 
Elmshorn/Schleswig-Holstein. 


Weitere Auskünfte über diesen Lehrgang sowie über die übri- 
gen, in Kiel, Neumünster und Elmshorn abgehaltenen Elektronik- 
Kurse gibt die Handrerkskammer Lübeck, Abt. Technik, Lübeck, 
Breite Straße 10-12. 


AEG übernimmt Telefunken-Werk Wedel. Das in Wedel bei 
Hamburg gelegene Werk der Telefunken GmbH wird im Laufe der 
nächsten Monate schrittweise von der AEG für eine notwendig ge- 
wordene Erweiterung ihres Hamburger Betriebes übernommen, 
für die das Werk Wedel wegen seiner günstigen Lage besonders 
geeignet ist. 

Der bisher in dem Werk untergebracte Teil der Rundfunk- 
geräte-Fertigung von Telefunken wird auf das Werk Hannover 
übertragen. Dort hat das Unternehmen im vergangenen Jahr ein 
zweites Werk in Betrieb genommen und wird nun seine gesamte 
Rundfunk- und Fernsehgeräte-Fertigung in Hannover zusammen- 
fassen. 


FUNKSCHAU 1961 / Heft 21 


1159 











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Heft 21 /FUNKSCHAU 1961 
1160 





Aunkschau 


FACHZEITSCHRIFT FÜR FUNKTECHNIKER 


Mehr grundlegende Kenntnisse sind nötig 


Wer in den ersten Nachkriegsjahren die Prüfung als Rundfunkmechaniker- 
meister gemacht und sich seitdem nicht mehr ernstlich mit seinem Fach befaßt 
hat, ist heute weit ins Hintertreffen geraten. Damals stand die AM-Technik auf 
Kurz-, Mittel- und Langwellen im Mittelpunkt des Interesses, und der Elektronen- 
strahl-Oszillograf stellte den Gipfelpunkt der Meßtechnik dar. Seitdem sind der 
UKW-FM-Rundfunk, das Fernsehen und die Transistor-Technik hinzugekommen, 
ferner das Magnettongerät, der einfache und der Stereo-Plattenspieler sowie 
neuerdings das Fernsehen im UHF-Bereich. Diese Aufzählung ließe sich fast 
beliebig vermehren, wenn man alle Schaltfinessen der Fernseh- und UKW-Geräte 
hinzunehmen wollte. 

Kurz und gut: In den Prüfungen werden Meister und Gesellen überfordert. 
Diese Erfahrung hat der Verfasser in den letzten Jahren vielfach gemacht und 
dabei gesehen, daß Prüflinge durchfallen, die es nicht verdient haben, die einfach 
das Pech hatten, aus der Fülle des möglichen Stoffes gerade das gefragt zu 
werden, was nicht im Blickpunkt ihres Interesses gestanden hatte. Dabei muß 
man sich darüber klar sein, daß das Fernsehen die meisten Techniker insofern 
überfordert, als ihre berufliche Tätigkeit sie derart in Anspruch nimmt, daß 
ihnen zum Lernen nicht viel Zeit bleibt. Das Fernsehgeschäft spielt sich nun ein- 
mal zu einem nicht unbedeutenden Teil in den Abendstunden ab, wenn der 
Kunde Zeit hat, sich in der Bedienung des Gerätes unterweisen zu lassen. Wann 
soll der angehende Meister also in die Fülle des Stoffes eindringen, der mög- 
licherweise in der Prüfung gefragt wird? Der Lehrling ist in dieser Hinsicht 
besser gestellt. Er genießt die Vorteile des Jugendschutzgesetzes, sieht aber da- 
gegen allzuoft nicht die Notwendigkeit ein, pauken zu müssen, um mit der Fülle 
des für ihn fremden Stoffes fertig zu werden. Schließlich darf auch nicht ver- 
gessen werden, daß der Bau von Fernsehantennen ihn vielfach von der Werkstatt 
fernhält, er also in dieser Zeit nichts von dem lernt, was er für die Gehilfen- 
prüfung dringend benötigt. 

Daß junge Leute mit all diesen Schwierigkeiten fertig werden können, 
beweisen die zahlreichen Gehilfen- und Meisterprüfungen im Radio- und Fern- 
sehtechniker-Handwerk, die alljährlich abgelegt werden, selbst wenn man die 
Einsicht der Prüfungskommissionen in die bestehenden Schwierigkeiten der 
Prüflinge einkalkuliert. Es stimmt aber bedenklich, wenn man hört, wie viele 
schlaflose Nachtstunden die Vorbereitung gekostet hat, ja sogar, daß Kandidaten 
während der Vorbereitungszeit körperlich und geistig zusammengeklappt sind. 

Besorgt fragt man sich, was werden soll, wenn die Fülle des Stoffes weiter 
anschwillt. Hat es doch nicht den Anschein, als ständen wir am Ende der Ent- 
wicklung. Man denke hier nur an die Transistor-Technik, zu deren grund- 
legendem Verständnis Gebiete beherrscht werden müßten, die heute noch weit 
außerhalb des Bereiches der Betrachtung, des Lehrens und Lernens liegen, was 
den zukünftigen Meister und Gesellen angeht. Gibt es einen Ausweg? 

Als Lösung bietet sich die folgende Möglichkeit an: Anstatt den Lernenden mit 
der fast unübersehbaren Fülle des Stoffes teils weit auseinander liegender 
Gebiete zu befassen, wäre es wahrscheinlich nützlicher, ihm die Grundlagen ein- 
gehend beizubringen, zusammen mit den Methoden, wie man aus ihnen die Viel- 
falt der Praxis entwickelt. Es käme also auf einen gründlichen Unterricht in 
Algebra und Physik hinaus, wobei reine, nicht durch einen Zweck gebundene 
Wissenschaft zu betreiben wäre. Selbstverständlich hätte in der Physik die Lehre 
von der Elektrizität obenan zu stehen, wären die Beispiele und Aufgaben in der 
Algebra nach Möglichkeit dem Gebiet der Radio- und Fernsehtechnik zu 
entnehmen. 

Das Verfahren hätte mehrere Vorteile. Der Lernende bekäme Grundlagen ver- 
mittelt, mit denen er sich selbst weiterhelfen kann und muß. Auf welche Gebiete 
er sie eines Tages anwenden kann, läßt sich heute noch nicht mit Bestimmtheit 
sagen. Auf alle Fälle wäre er gerüstet, möge kommen, was da wolle. Anstatt aus 
zahlreichen Gebieten notwendigerweise zusammenhanglose Brocken zu lernen, 
bekäme er ein scharf umrissenes Wissen gründlich mit, was nicht zuletzt auch 
auf seine gesamte Geisteshaltung abfärben würde. 

Es sei allerdings auch nicht verschwiegen, daß sich durch dieses Verfahren eine 
Kluft in der Ausbildung auftun könnte, nämlich die zwischen Theorie und Praxis. 
Aber wäre das nicht das kleinere Übel angesichts der Tatsache, daß heute die 
Menge des nötigen Wissens weit über das Maß dessen hinausgeht, was man in 
einer Gesellen- und Meisterprüfung billigerweise verlangen kann? 

Dr. A. Renardy 


1161 





33. Jahrg. 1. November-Heft 1961 Nr. 21 
Inhalt: Seite 
Leitartikel 
Mehr grundlegende Kenntnisse 
sind .ndlig - 4: 0nnneenen ng 537 
Das Neueste 
Fernsehempfänger mit oder ohne 
W-Tell: 2... 538 
Amateur-Sender „erfroren“ ..... 538 


Interview-Mikrofon mit Abhörverstärker 538 
Produktionszahlen ........ 22222222200. 538 


Kommerzielle Technik 
Künstliche Erdsatelliten als 


Fernmelde-Relais ........2222222200- 539 
Internationales Fernseh-Festival in 
Montreux au... eat 539 


Aus der Geschichte 


Ein halbes Jahrhundert Phonotechnik .. 540 
Robert Bosch — Mechaniker und 
Unternehmer „u... ws 540 


Elektroakustik 


Die Technik von Diskussionsanlagen .. 541 
Hi-Fi-Lautsprecherchassis aus Schweden 543 
Große Stereo-Anlage mit Tonpult .... 544 


Schallplatte und Tonband 


Neue Möglichkeiten der 
Tonbandtechnik 


Schallplatten-Diamanten billiger ...... 546 
Röhren 

Das Regenerieren von Bildröhren ...... 547 

Nuvistoren aus deutscher Fertigung ... 548 


Ingenieur-Seiten 
Vom Wert der Empfindlichkeitsangabe 


INK, nennen 549 
Für den jungen Funktechniker 
Einführung in die Feinmeßtechnik, 
2. Tell essen ana nee 551 
Meßtechnik 
Bauanleitung: Transistor-Prüfgerät .... 555 
Ein Universal-Fernseh- und 

UKW-Reparaturgerät ....222es220 0.» 556 
Zwei Röhrenvoltmeter für die 

Werkstaltpraxis „u... .:.0.080.«% 557 

Rundfunkempfänger 
Die Schaltungstechnik der neuen 
Transistor-Empfänger, 3. Teil ....... 559 
Stromversorgung 
Frequenzgesteuerte Transistor- 

Zerhäcker «mussen saure 561 
Stabilisierender Netzgleichrichter ..... 562 
Der Ladezustand von Nickel-Kadmium- 

Sammlem. „ua... 4000er 562 
Spannungsversorgung von Transistoren 

in Röhrengeräten .......222222220.- ; 
Klein-Akkumulatoren ...... 2222222...» 562 

Werkstattpraxis 
Hartgewordene Antriebsriemen 

in Tonbandgeräten ...............-- 563 
Keine UKW-Zf-Verstärkung .......... 563 
Das Bespannen von Schallwänden .... 563 
Dumpfe Störtöne bei Transistor- 

empfüngemn zus era ennheaene 563 
Die „dritte Hand” in der 

Reparaturwerkstatt ....222222222 02. 563 

Fernseh-Service 
Prüfung von Tuner und Zf-Teil 

mit einem zweiten Empfänger ...... 564 
Zeile läßt sich nicht fangen ............ 564 
Bildhöhe ändert sich.................. 584 
Bild au und unscharf ...............- 564 

RUBRIKEN: 
Kurz und Ultrakurz, 
Nachrichten ........ *1155, *1156, *1159 


Briefe an die FUNKSCHAU- een *1157 
Rundfunk- und Fernsehwirtschaft .... *1197 
Persönliches: uus.us4.:.04 0200028 *1197 


* bedeutet Anzeigenseite (kleine schräge Zahlen) 


DAS N EUESTE aus Radio- und Fernsehtedhnik 





Fernsehempfänger 
mit oder ohne UKW-Teil 


Während in Deutschland Fernsehempfän- 
ger mit UKW-Teil sich nicht durchsetzen 
konnten — zu Beginn unserer Fernsehent- 
wicklung gab es mehrere solcher Modelle —, 
ist diese Konstruktion in Skandinavien 
offenbar von Interesse. Die dänische Firma 
Larsen & Hoedholt entwickelte für ihr Fern- 
sehgeräte-Exportmodell 6062 (mit UHF-Teil 
und 59-cm-Bonded-Shield-Bildröhre) ein mit 


Bild 1. Einsetzbare 
UKW-Box 
Transmatic FM mit 
drei Transistoren 
und Thermometer- 
skala 





Hilfe von Steckerstiften leicht anzuschlie- 
Bendes Zusatzgerät, die FM-Box 6069 Trans- 
matic (Bild 1). Sie wird seitlich in eine vor- 
bereitete Ausnehmung eingesteckt und er- 
weitert den Fernsehempfänger zum UKW- 
Rundfunkempfänger für den Bereich 86,5 
bis 101 MHz. 


470pF AF 114 
5kV [Vorstufe] 
>34 


AF 115 
[1.Mischstufe] 






24002 






34 10 
470pF ud pF 
{nn P 


3,3pF 


Bild 2 zeigt die Schaltung des transistori-" 


sierten Zusatzes mit Mullard-Alloy-Dif- 
fused-Transistoren. Die Antennenzuleitung 
ist aus Sicherheitsgründen mit 470-pF-Kon- 
densatoren hoher Prüfspannung (5 kV) ab- 
geblockt. Der Transistor AF 114 arbeitet als 
Hf-Verstärker in Basisschaltung, und der 
Transistor AF 115 bildet die erste selbst- 
schwingende Mischstufe. Der Oszillator 
wird von einer Hilfsspannung aus dem 
Foster-Seeley-Detektor des Tonteils mit 
Hilfe der Diode BA 101 automatisch nachge- 
stimmt. 


Die in dieser Mischstufe erzeugte erste 
Zwischenfrequenz wird dem dritten Tran- 
sistor AF116 zugeführt; er arbeitet als 
zweite selbstschwingende Mischstufe (2. 
Überlagerer) und liefert jetzt die zweite 
Zwischenfrequenz von 5,5 MHz. Wenn das 
UKW-Zusatzgerät eingeschaltet ist, dann 
liegt diese Frequenz am Steuergitter der 
ersten Ton-Zf-Stufe UF 80 (in der Gesamt- 
schaltung). In Schalterstellung UKW sind 
überdies alle Röhren des Fernsehempfän- 
gers mit Ausnahme des Tonteils (2 X UF 80, 
UCL 82) abgeschaltet, die drei Tonteil-Röh- 
ren haben einen eigenen Heizkreis. Nach 
Werkangaben beträgt die Eingangsempfind- 
lichkeit des UKW-Teiles 1 uV, bezogen auf 
einen Rauschabstand von 15 dB und 3 kHz 
Hub. K.T. 


Amateur-Sender „erfroren” 


„Fuchsjagd“ mit einem beweglichen Sender 
und mehreren Peilempfängern gehört zu den 
beliebtesten Spielarten des Amateurfunk- 
sports. Allerdings 
BA101 muß der „Fuchs“ wi- 

10OKR derstandsfähig genug 
Nachstimm- sein. Als schweize- 
spannung Tische Kurzwellen- 
amateure am 1. Sep- 

tember mit zwei Wet- 

gErR terballons einen klei- 


22 
pF en 


















5,5MHz [2.Zf] 





Heimempfänger 


Zeitraum 


1. Halbjahr 1961 
1. Halbjahr 1960 


1 096 119 
1 147 372 
144 422 
129 077 
151 656 
157 001 


1 104 993 
1.010 684 
153 096 
164 634 
138 899 


August 1960 163 280 


* Vorläufige Angaben 


538 


zur 1.Ton-Zf-Röhre 


Bild 2. Schaltung der UKW-Box 


Reise- und Auto-| Phonosuper und 
empfänger 


__J + nen Transistor-Sen- 


J6KR der aufsteigen ließen 
und sechs Jägergruppen mit 
Peilern ansetzten, mußten sie 
die Jagd nach einiger Zeit ab- 
InF brechen: der „Fuchs“ in luf- 
I, tiger Höhe verstummte. Man 
Z !004F vermutete, er sei im Zürichsee 
ertrunken. 


2202| 6202 


Bald kam eine telefonische 
Meldung aus dem Rheintal 
bei St. Gallen. Dort war der 


Fernseh- 


Musiktruhen ' empfänger 


211 526 
214 188 
24 002 
28 622 
30 634 
34 253 


992 051 
1013 732 
109 005 
119 067 
167 802 
170 666 





Philips-Fernsehlehrgänge 
in Hamburg 


Von Oktober bis Dezember 1961 hält die 
Deutsche Philips GmbH jeweils viertägige 
Fernsehlehrgänge zur Schulung des Fach- 
handels in Hamburg ab. Die Kurse Nr. 4 
bis 7 finden zu folgenden Zeiten statt: 

Nr. 4 vom 7. bis 10. November 
Nr. 5 vom 14. bis 17. November 
Nr. 6 vom 28. November bis 1. Dezember 
Nr. 7 vom 5. bis 8. Dezember 

Anmeldeformulare sind bei allen Philips- 

Filialbüros zu erhalten. 


Luftfahrer um 19.30 Uhr niedergegangen. 
Aus einigen Anzeichen war zu erkennen, 
daß der Transistorsender etwa 5000 m hoch 
gestiegen und dort oben regelrecht erfroren 
war... Der Temperaturunterschied gegen- 
über dem Boden war zu groß, und der Sen- 
der setzte aus. Nun werden die schweize- 
rischen Amateure demnächst einen neuen 
Versuch machen, aber vorher soll der Tran- 
sistor-Kurzwellensender in der Tiefkühl- 
truhe auf Kältefestigkeit untersucht werden. 


Interview-Mikrofon 
mit Abhörverstärker 


Für Interviews außerhalb des Studios, 
etwa auf Ausstellungen, auf der Straße, in 
Betrieben, hat die Radio Corp. of America 
das im Bild dargestellte Mikrofon entwik- 
kelt. Sein zylindrisches Gehäuse enthält die 
Mikrofonkapsel und einen batteriege- 
speisten Transistorverstärker. Die ver- 
stärkte Mikrofonausgangsspannung wird 
über Kabel direkt dem Studio oder, was die 





Neues Interview-Mikrofon mit Abhörverstärker 


Regel ist, einem Bandaufnahmegerät zuge- 
führt. Der Kleinhörer ermöglicht dem Be- 
nutzer sowohl eine Überprüfung dessen 
vorzunehmen, was das Mikrofon aufnimmt, 
als auch Anweisungen und Mitteilungen aus 
dem Ü-Wagen oder Studio entgegenzuneh- 
men. Das Gewicht des Mikrofons mit allem 


Zubehör beträgt weniger als 450 g. -T 
Berichtigung 
Fernsehempfänger 


Der Einbau von UHF-Teilen 
in ältere Fernsehgeräte 


FUNKSCHAU 1961, Heft 18, Seite 469 


In Bild 3 und 4 muß an drei Stellen der 
Ausdruck „Antenne“ bzw. „Antennenspan- 
nung“ ersetzt werden durch den Ausdruck 
„Anodenspannung“. Ferner ist in der Unter- 
schrift zu Bild 3 in der letzten Zeile der 
Buchstabe C zu ersetzen durch C2. 


Heft 21 /FUNKSCHAU 1961 
1162 


Kommerzielle Technik 


Künstliche Erdsatelliten als Fernmelde-Relais 


Wenige Jahre nach dem Start des ersten 
Satelliten stellt es keine Sensation mehr 
dar, wenn ein neuer künstlicher Erdtrabant 
in eine um die Erde verlaufende Bahn ge- 
schossen wird. Man liest so nebenher, daß 
es sich dabei auch um Versuche zur Nach- 
richtenübermittlung auf weite Entfernungen 
handele, aber bald ist die Meldung ver- 
blaßt, da Wichtigeres die Aufmerksamkeit 
beansprucht. 

Dabei hat sich inzwischen bereits eine 
Art Katalog für Nachrichtensatelliten aus- 
gebildet, wie Professor Dr. W. Nestel auf 
einem Vortrag anläßlich der Funkausstel- 
lung in Berlin ausführte. Die Satelliten, 
über die in den letzten Jahren zumeist be- 
richtet wurde, umkreisen die Erde in höch- 
stens 1000 km Entfernung. Die Erdatmo- 
sphäre reicht in ihrer dünnsten Schicht bis 
etwa 200 km Höhe; erst darüber werden die 
Reibungsverluste infolge immer kleiner 
werdender atmosphärischer Dichte so ge- 
ring, daß der künstliche Trabant die Erde 
oft umkreisen kann. 


So läuft der Nachrichtensatellit Echo I in 
etwa 1000 km Höhe über der Erdoberfläche. 
Dieses Gebilde besteht aus einem Kunst- 
stoffballon mit aluminisierter Oberfläche. 
Sie wirkt für sehr hohe Frequenzen als 
Reflektor, und ein darauf gerichteter Funk- 
strahl erreicht unter einem bestimmten 
Winkel wieder die Erde. Im günstigsten 
Fall beträgt dieser Winkel « vom Mittel- 
punkt der Erde aus gerechnet 45°, das ist, 
wie das Bild zeigt, nur eine relativ kleine 
Zone der Erdoberfläche. Infolge der Streu- 
übertragung (Scattering) wird das Gebiet 
zwar etwas größer, jedoch sieht ein so 
niedrig fliegender Satellit nie gleichzeitig 
Europa und Amerika, er kann also nicht 
einmal für eine drahtlose Nachrichtenver- 
bindung im Dezimeterbereich über den 
Atlantik hinweg dienen. Ebenso fliegen die 
aktiven, mit Fernsehkameras ausgerüsteten 
Satelliten Trios I und II niedrig, um mög- 
lichst gute Bilder von der Erdoberfläche auf- 
zunehmen. 


Um jedoch über einen Satelliten als Re- 
laisstation eine Nachricht von Europa nach 
den USA zu bringen, muß dieser in einer 
Höhe von 6000 bis 10 000 km die Erde um- 
kreisen. Bei 10 000 km Abstand ergibt sich 
der gleichfalls aus dem Bild ersichtliche 
effektive Übertragungswinkel aa von 119°. 
Satelliten in dieser Entfernung haben nach 
den Keplerschen Gesetzen eine Umlaufzeit 
von drei Stunden. Damit bleiben sie etwa 
20 Minuten im Blickfeld von Europa und 
Nordamerika, und während dieser Zeit 
können sie, bei entsprechender Ausrüstung 
mit Geräten, als aktive Zwischenstationen 
für scharf gebündelte Funknachrichten, 
unter Verwendung hochempfindlicher Emp- 
fänger (z. B. Maser), dienen. Um die Ver- 
bindung ständig aufrechtzuerhalten, müs- 
sen etwa 50 solcher Satelliten hochgeschos- 
sen werden, wenn sie unregelmäßig auf der 
Raumbahn verteilt laufen. 


Gelingt es jedoch, sie sauber auf gleich- 
mäßige Abstände zu bringen, dann genügen 
in dieser Höhe zehn Satelliten. Diese Zahl 
ergibt sich aus folgender Überlegung: Die 
Umlaufzeit beträgt drei Stunden, also 180 
Minuten. Bei zehn Satelliten in gleichen 
Abständen kommt also jeweils nach 18 
Minuten ein neuer in das „Blickfeld“ zwi- 
schen Europa und Nordamerika. Er bleibt 


FUNKSCHAU 1961 / Heft 21 
1163 


20 Minuten sichtbar, so daß man noch zwei 
Minuten Übergangszeit hat, um auf den 
nächstfolgenden umzuschalten. Man glaubt, 
das Verfahren bereits zu beherrschen. Ein 
erster 10000 km hoch fliegender Satellit 
soll im Juli 1962 in seine Bahn geschossen 
werden. 

Eine dritte mögliche Kategorie wird durch 
Satelliten in 36 000 km Erdabstand gebildet. 
Bei ihnen beträgt die Bahn-Umlaufzeit 
genau 24 Stunden. Sie würden also schein- 
bar an einem bestimmten Punkt des Him- 
mels stillstehen. Für diese Art hat man 
deshalb die Bezeichnung Synchron-Satelliten 
geprägt. Allerdings muß man sie nach dem 
Hochschießen, wozu drei- oder vierstufige 
Trägerraketen erforderlich sind, erst syn- 
chronisieren. Der Satellit wird dazu mehrere 
Wochen beobachtet, und zur Korrektur wer- 
den dann am Satelliten angebrachte Fein- 
stell-Raketen von der Erde aus ferngezün- 
det, um Kurs und Geschwindigkeit zu be- 
richtigen. Die letzten Korrekturen erfolgen 
mit Hilfe von Preßgas, das man jeweils für 
einige Millisekunden, ebenfalls durch Funk- 
fernsteuerung, aus Gasdüsen in der geeig- 
neten Richtung ausströmen läßt. 

Auf diese Weise kann man das Gebilde 
genau an den richtigen Platz dirigieren. Der 
effektive Übertragungswinkel «ug beträgt bei 
dieser Höhe 148° (Bild). Damit wäre es 
ohne weiteres möglich, die Olympischen 
Spiele in Tokio über Nordasien hinweg nach 





Effektive Übertra- 
gungsmwinkel a für Nach- 
richten-Satelliten in Abhängigkeit von der Flug- 

höhe (a vom Erdmittelpunkt aus gerechnet) 


Europa zu übertragen und unmittelbar mit- 
zuerleben. Die Laufzeitverzögerung beträgt 
dabei nur Bruchteile einer Sekunde. Somit 
wären bei einiger Sprechdisziplin auch 
Ferngespräche auf diesem Umweg über 
einen 36 000 km entfernten künstlichen Tra- 
banten möglich. Nur ein Globus vermag 
eine Vorstellung von diesem Sachverhalt 
zu vermitteln. 

Man sieht vor, einen solchen Satelliten 
nur ein Jahr im Dienst zu halten. Dann soll 
er sich durch eine Sprengladung selbst ver- 
nichten, um etwa einem noch besser durch- 
gebildeten Satelliten Platz zu machen und 
die Frequenz freizugeben. Man hat da 
nämlich schlechte Erfahrungen gemacht: Seit 
etwa 3'/, Jahren gibt es einen nur 7,5 kg 
schweren Satelliten mit einem kleinen 
108-MHz-Sender; er wird mit Sonnenbatte- 
rien betrieben und stört nun ständig die 
Frequenz 108 MHz. 


Noch ein anderer flugtechnischer Grund 
besteht dafür, den Synchron-Satelliten nur 
ein Jahr laufen zu lassen. Für längere Zeit- 
räume müßte nach dem heutigen Stand der 





Prof. Dr.-Ing. Werner Nestel, 
Initiator des UKW-Rundfunks, jetzt Vorstands- 
mitglied für Forschung und Entwicklung bei 
Telefunken, sprach über die Zukunft weltweiter 
Nachrichtenübermittlung 


der tatkräftige 


Technik die Preßgasflasche zur ständigen 
Feinkorrektur größer sein, als sie heute 
vorgesehen werden kann. Der Satellit 
würde schwerer werden und eine viel stär- 
kere und teurere Startrakete benötigen. 


Mit großer Überzeugung sprach Professor 
Nestel über die technische Verwirklichung 
dieser Pläne. Sie muten utopisch an, aber 
war nicht vielleicht die Idee des ersten Tele- 
grafenkabels durch den Atlantik für unsere 
Vorfahren ebenso utopisch, und 
wurde sie nicht doch von nüchter- 
nen, aber kühnen Technikern ver- 
wirklicht? 

Ein anderes Ding ist die wirt- 
schaftlich-kaufmännische Seite bei 
all diesen Projekten. Man kann 
sich nicht vorstellen, daß die Pri- 
vatwirtschaft die Mittel hierfür auf- 
bringt und die staatlihen und 
zwischenstaatlichen Genehmigun- 
gen hierfür erhält. Nachrichten-Satelliten 
werden also stets von einem größeren 
Staatswesen oder international geplant und 
erstellt werden müssen. Wie und wem dann 
die Gebühren für eine Fernsehübertragung 
berechnet werden müssen, oder was ein 
Blitzgespräch auf diesem Weg kostet, das 
wird dagegen eine Angelegenheit der Or- 
ganisatoren und Wirtschaftler werden. 


&3=148° 


Ein weiterer umfassender Aufsatz über dieses 
Thema wird zu Beginn des nächsten Jahres in 
der FUNKSCHAU erscheinen. 


Internationales Fernseh- 
Festival in Montreux 


Der große Erfolg des ersten Fernseh-Festivals 
in Montreux (17. bis 27. Mai) hat die Veranstal- 
ter veranlaßt, auch für das kommende Jahr zu 
einem entsprechenden Festival einzuladen. Es 
wird wiederum drei Gebiete umfassen: 


Fernseh-Wettbewerb vom 23. bis 28. April 1962, 


Fernseh-Konferenz (Symposium) vom 30. April 
bis 4. Mai 1962, 


Fernseh-Ausrüstungs-Messe vom 28. April bis 
5. Mai 1962. 


Auf der ersten Veranstaltung setzten die Aus- 
steller für rund 3 Millionen Dollar Fernseh- 
Ausrüstungsgeräte um, zwei Drittel davon konn- 
ten die amerikanischen Firmen verkaufen. Am 
Symposium von 1961 hatten etwa 400 Spezialisten 
aus 32 Ländern teilgenommen. Auskünfte: 2tes 
Montreux Internationaler Fernseh-Festival, Mon- 
treux/Schweiz, Postfach 97. 


539 





Ein halbes Jahrhundert Phonotechnik 


Die Elektroakustik ist noch kein halbes 
Jahrhundert alt — die Phonotechnik dagegen 
ist viel älter, wenn man Edisons Phonogra- 
phen als den Ausgangspunkt der Entwick- 
lung bestimmt. An dieser langen Zeitspanne 
ist die Schwarzwälder Firma Perpetuum- 
Ebner nunmehr mit 50 Jahren beteiligt. 

Die eigentliche Gründung liegt vielleicht 
noch etwas früher, denn 1906 errichteten 
die Brüder Josef und Christian Steidinger, 
Söhne einer alten Uhrmacherfamilie, eine 
Werkstatt für die Herstellung von Werk- 
zeugen für die Schwarzwälder Uhrenindu- 
strie. Wenige Jahre später trennten sich die 
Brüder; jeder ging seinen eigenen Weg. 
Josef Steidinger gründete 1911 — vor fünfzig 
Jahren also — die Firma Perpetuum. Haupt- 
sächlich wurden Federlaufwerke für Sprech- 
maschinen produziert; die bekannten Dop- 
pelfeder-Schneckenwerke mit Fliehkraft- 
regler wurden noch bis 1937 hergestellt 
(Bild 1), wie auch „Koffergrammophone“ 
von 1930 bis 1940. 

1936 trat Albert Ebner aus Stuttgart in das 
Unternehmen ein. Er gab. ihm neue Impulse, 
hatte er doch schon ein Jahr nach dem 
ersten Weltkrieg in seinem Betrieb in Bad 
Cannstatt elektrische Motoren für Phono- 
laufwerke entwickelt und von 1921 an unter 
dem Markennamen Electromophon serien- 


mäßig hergestellt (Bild 2). Nach 1930, als die 


Schallplatte und der Rundfunkempfänger' 


eine Ehe eingingen und elektrisches Abta- 
sten der 78er-Platte in Mode kam, fertigte 
Perpetuum - Ebner Magnetsystem - Dosen 
(Bild 3) mit dem respektablen Auflagege- 
wicht von 100 g und — selbstverständlich — 
auswechselbaren Stahlnadeln. 

Diese Zeiten sind vergangen. Heute er- 
hebt sich ih St. Georgen an der Stelle, wo 
früher einmal die alte Klostersäge stand, 
der moderne Fabrikbau von Perpetuum- 
Ebner. Er bietet eintausend tüchtigen 
Schwarzwäldern und manchem Flüchtling 
einen Arbeitsplatz — 62 der Mitarbeiter sind 
übrigens 25 und mehr Jahre im Betrieb tätig! 

Im Jubiläumsjahr stellt PE auf der Funk- 
ausstellung in Berlin sein mit Ausnahme der 
Plattenwechsler und der Wechslerkoffer 
neugestaltetes Verkaufsprogramm vor, bei 
dem äußerlich die moderne Formgestaltung 
auffällt, wie etwa beim Verstärkerkoffer 
PE Musical 20 (Bild 4). Man geht im 
Schwarzwald stets mit der Zeit. Das betrifft 
sowohl die Umstellung auf rationelle 
Serienfertigung ohne Aufgabe des Quali- 
tätsstandpunktes (PE fertigt jährlich über 
500 000 Plattenspieler und -wechsler) als 
auch die Preisgestaltung: die Erzeugnisse 
kosten weniger als vor dem Kriege! K.T. 


RobertBosch - Mechaniker und Unternehmer 
Zum 100. Geburtstag 


Am 23. September wäre Robert Bosch 
hundert Jahre alt geworden, und er hätte 
erlebt, daß seine am 15. November 1886 von 
ihm gegründete Werkstätte für Feinmecha- 
nik und Elektrotechnik (Belegschaft: ein 
Geselle, ein Lehrling) sich zum Weltunter- 
‚nehmen mit 73 000 Mitarbeitern ausgeweitet 
hat. 

Der Sohn eines schwäbischen Gastwirts 
und Bauern besuchte in Ulm die Schule und 
ging dann, wie es heißt, zu einem „Optikus 


Robert Bosch in seinem letzten Lebensjahr bei 
einem Werkrundgang 


und Mechanikus“ in die Lehre. Robert Bosch 
war zeit seines Lebens ein unruhiger Geist, 
höchst neugierig, empfindlich gegen Unge- 
rechtigkeit und schwäbisch-dickschädlig 
beim Durchsetzen der als richtig erkannten 
Ziele. Es hielt ihn nicht in Ulm; er ging in 
andere deutsche Städte und 1883 nach Nord- 
amerika. Entscheidende Eindrücke gewann 
er in Nürnberg bei Schuckert und in New 
York bei Bergmann und Edison. Hier 
festigte er seine Kenntnisse der elektrischen 
Maschinen und Apparate. 

Zurückgekehrt nach Deutschland und nach 
Gründung seiner Werkstatt installierte er 
‚Schwachstromanlagen, und er kam früh- 


540 





zeitig in Berührung mit der Technik des 
damals neuen Gasmotors. Für diese baute 
er einen Magnetzünder — aber noch mehr: 
er verbesserte die Konstruktion grund- 
legend. In den nun folgenden fünfzehn Jah- 
ren wurde bei Bosch das entwickelt, was 
das Unternehmen groß machen sollte: die 
Bosch-Zündung in allen ihren Varianten. 
1901, als das Automobil größere Bedeutung 
zu erlangen begann, war aus der Werkstatt 
eine elektrotechnische Fabrik im eigenen 
Haus geworden, wenn auch anfangs mit nur 
45 Beschäftigten. 1921 aber waren es schon 
4500. Das Unternehmen hatte Weltruf er- 
langt, und es folgte in seiner Entwicklung 
den dynamischen Gesetzen der Großindu- 
strie. 1923 zählte man schon 10 000 Mitarbei- 
ter; 1925 wurden die Eisemann-Werke über- 
nommen (heute werden in ihnen Ladegeräte 
für Batterien, elektronische Steuerungen, 
Haarschneidemaschinen und Leuchten her- 
gestellt), 1932 Junkers & Co., heute in Wer- 
nau/Neckar (Gasheiz- und Gasbadeöfen), 
und die Eugen Bauer GmbH (Filmprojekto- 
ren und Schmalfilmgeräte). 


Robert Bosch war kein großer Techniker 
und kein genialer Erfinder — er war, was er 
stets betont hat, ein Mechaniker — aber er 
war ein Unternehmer von Natur aus, er galt 
als klug und kritisch; er wagte viel, und er 
war in sozialer Hinsicht so fortschrittlich, 
daß man ihm vor dem ersten Weltkrieg den 
abschätzigen Namen der rote Bosch an- 
hängte. Er bezahlte seine Arbeiter sehr gut 
und führte schon 1906, zwölf Jahre vor der 
gesetzlichen Verankerung, den Achtstunden- 
Tag ein. Robert Bosch stiftete aus seinem 
rasch wachsenden Vermögen viele Millionen 
Mark, und die Bosch-Hilfe für Invaliden, 
Hinterbliebene und Alte trat rückwirkend 
am 1. Januar 1927 in Kraft. Es war eine der 
ersten betrieblichen Altersversorgungen 
überhaupt. 


Unserer Branche ist Robert Bosch früh be- 
gegnet. Es sprach für sein Gespür für das 





Bild 1. Sechzehn Jahre — bis 1937 — wurde dieses 

Doppelfeder-Schneckenwerk mit Fliehkraftregler 

für Kurbelsprechmaschinen von Perpetuum ge- 
fertigt 





Bild 2. Albert Ebner, von 1936 an Teilhaber von 

Perpetuum, baute diesen ersten serienmäßigen 

elektrischen Plattentellerantrieb im Jahre 1921. 

Davor Beispiele heutiger Technik: links ein An- 

trieb mit vierpoligem Spaltpol-Motor und vorn 
in der Mitte der eigentliche Motor 





a 


Bild 3. Zwei Vorläufer unserer heutigen Leichtton- 
abnehmer. Links: Ebner-Tonarm aus dem Jahre 
1934, rechts Perpetuum-Tonarm aus dem gleichen 
Jahr, beide mit Magnetsystem und einem Auf- 
lagegemwicht von rund 100 g 





Bild 4. Technik von 1961: PE-Phonokoffer Musi- 

cal 20 mit Duplo-Stereo-Kristallsystem für den 

Frequenzumfang 20...16 000 Hz, mit zweistufigem 
Verstärker ([ECL 82) und 4-W-Lautsprecher 


Kommende, daß er sich 1929 an der Grün- 
dung der Fernseh AG beteiligte, die viele 
Jahre hindurch kostspielige Entwicklungen 
von Fernseh-Studiogeräten leistete, ohne 
etwas einzubringen; heute ist die inzwi- 
schen voll von Bosch übernommene Fern- 
seh GmbH in Darmstadt auf ihrem Gebiet 
weltbekannt geworden. 1933, in einem wirt- 
schaftlich kritischen Zeitpunkt, erwarb 
Bosch die Ideal-Werke AG für drahtlose 
Telephonie in Berlin-Hohenschönhausen, 
aus der sich die Blaupunkt-Werke GmbH in 
Hildesheim entwickelten — gegenwärtig der 
bei weitem führende Produzent von Auto- 
empfängern im Bundesgebiet, der auch über 
einen beachtlichen Marktanteil bei Rund- 
funk- und Fernsehgeräten verfügt. 


Heft 21/FUNKSCHAU 1961 
1164 


Der Zweck von Diskussionsanlagen ist 
verschieden. Er kann z. B. darin bestehen, 
die Diskussionsreden auf Tonband aufzu- 
nehmen, sei es aus Archivgründen oder als 
Unterlage für das Protokoll. Der Raum kann 
aber auch so groß sein, daß die Lautstärke 
der menschlichen Stimme nicht ausreicht, 
um im ganzen Raum verstanden zu werden. 
Dann benutzt man diese Anlagen, um die 
Reden verstärkt über Lautsprecher wieder- 
zugeben. Werden in internationalen Konfe- 
renzen Simultan-Dolmetscheranlagen be- 
nutzt, dann ist ihre Erweiterung durc Dis- 
kussionseinrichtungen meist unerläßlich. 
Sie ermöglichen dann, daß die Dolmetscher 
auch die Diskussionsreden im Kopfhörer 
hören, um auch diese Reden übersetzen zu 
können. Ob die Übersetzungen zu den 
Kopfhörern der Konferenzteilnehmer draht- 
gebunden (niederfrequent) oder drahtlos 
(hochfrequent) weitergeleitet werden, hat 
auf die Technik der Diskussionsanlage kei- 
nen Einfluß. Es sind auch Kombinationen 
der genannten Anwendungen gebräuchlich: 
Tonbandaufnahmen und Lautsprecherwie- 
dergabe oder Tonbandaufnahme und Dol- 
metscheranlage, seltener Lautsprecherwie- 
dergabe und Kopfhörer der Dolmetscher- 
anlage. 


1. Angelmikrofone 


Nachdem man erkannt hatte, daß Diskus- 
sionsmikrofone zweckmäßig und zeitspa- 
rend sind, sah man bewegliche Mikrofone 
vor, damit ein Diskussionssprecher nicht 
mehr zum Rednermikrofon zu gehen 
brauchte. Man postierte mehrere Personen 
an geeigneten Stellen im Raum (in den 
Gängen zwischen den Sitzreihen) und gab 
diesem Bedienungspersonal Mikrofone, die 
am Ende eines etwa 3m langen Bambus- 
oder Leichtmetallrohres befestigt waren. Am 
anderen Ende des Rohres befand sich eine 
Drucktaste zum Einschalten des Mikrofons. 
Meldete sich ein Teilnehmer zur Diskussion, 
dann wurde nach Worterteilung durch den 
Leiter der Veranstaltung ein Angelmikro- 
fon so nahe wie möglich an den Sprecher 
gebracht. 

Diese Mikrofontechnik hatte Nachteile. 
Das Bedienungspersonal als „Mikrofonhal- 
ter“ verursachte Kosten und die Anwesen- 
heit dieser Leute war bei Veranstaltungen 
mit vertraulichem Charakter unerwünscht. 
Außerdem wurde es als störend empfun- 
den, wenn das Mikrofonpersonal zwischen 
die Sitzreihen der Teilnehmer treten mußte, 
um das Mikrofon in die Nähe des Sprechers 
bringen zu können. Aus diesen Gründen 
wird diese Mikrofontechnik heute kaum 
noch angewendet. 


2. Raummikrofone 


Es war naheliegend, daß man von beweg- 
lichen Mikrofonen zu fest montierten Dis- 
kussions-Mikrofonen überging. In Abhän- 
gigkeit von der Größe der Fläche ordnete 
man eine Anzahl Mikrofone verteilt im 
Raum an. Hat die Konferenz einen round- 
table-Charakter, d. h. sitzen die Teilnehmer 
um einen Tisch, dann werden Mikrofone 
mit Kugelcharakteristik verteilt auf den 
Tisch gestellt. Ist diese Voraussetzung nicht 
gegeben, da die Teilnehmer beispielsweise 
wie im Theater oder Kino in Stuhlreihen 
sitzen, dann ist man in der Regel auf Hänge- 
mikrofone angewiesen. Je nach der Raum- 
höhe werden die Mikrofone entweder an 
der Decke aufgehängt oder an Spanndräh- 
ten befestigt. Die Höhe der Mikrofone über 
dem Fußboden sollte 3m nicht überschrei- 
ten. 

Die Leitungen der einzelnen Mikrofone 
werden zu einem Steuerpult geführt und die 
Bedienungsperson schaltet jeweils das Mi- 


FUNKSCHAU 1961 / Heft 21 
1165 


H. PETZOLDT Telefunken, Hannover 


Elektroakustik 


Die Technik von Diskussionsanlagen 


Für Sitzungen, Konferenzen, Tagungen und Versammlungen werden in den letzten Jahren 

immer häufiger elektroakustische Diskussionsanlagen gefordert. Hiermit sind Anlagen ge- 

meint, die den Zuhörern bzw. Teilnehmern die Möglichkeit geben, von ihren Sitzplätzen 
aus Mikrofone zu besprechen. 


krofon ein, das dem Sprecher am nächsten 
ist. Die Verwendung von Raummikrofonen 
hat verhältnismäßig große Entfernungen vom 
jeweiligen Sprecher zum Mikrofon zur 
Folge. Dabei kann es sich leicht ergeben, 
daß der Mikrofonabstand so groß oder grö- 
Ber ist als der Hallradius. Dies ist die Ent- 
fernung, in der direkter und reflektierter 
Schallanteil gleichgroß sind. Befindet sich 
aber das Mikrofon im diffusen Schallfeld, 
dann ergeben sich Schwierigkeiten, die dazu 
führen, daß die Tonbandaufnahme der Dis- 
kussionsreden schlecht verständlich oder 
gar unbrauchbar wird. Als Ursachen hierfür 
seien genannt: zu großer Nachhall des Rau- 
mes, ungünstige Richtung Sprecher/Mikro- 
fon und zu hoher Störpegel. 

Hauptsächlich die zuletzt genannte Ur- 
sache wird in ihrer Auswirkung oft zu ge- 
ring bewertet. Als Teilnehmer einer Kon- 
ferenz konzentriert man sich auf einen Dis- 
kussionsredner. Man dreht den Kopf in die 
Richtung des Sprechers und schaltet damit 
aus seitlichen Richtungen kommende Stör- 
geräusche weitgehend aus. Man überhört 
oder unterdrückt zumindest unbewußt stö- 
rende Geräusche. Das im diffusen Schallfeld 
befindliche Raummikrofon kann dies jedoch 
nicht. 


Aus diesen Gründen sind Raummikro- 
fone nur empfehlenswert für kleine, stark 
gedämpfte Räume, in denen man mit maxi- 
mal drei Mikrofonen auskommt. 


3. Fernmikrofone 


Um die Störgeräusche im Raum bei größe- 
ren Mikrofonentfernungen auszuschalten 
bzw. zu unterdrücken, kam man auf die 
Idee, Mikrofone mit starker Richtwirkung 
zu verwenden. Es entstanden Anordnungen 
mit keulenförmiger Richtcharakteristik, bei- 
spielsweise Reflektormikrofone, Mikrofon- 
gruppen und Rohrmikrofone. 


Voraussetzung für diese Mikrofontechnik 
ist das Vorhandensein von Bedienungsper- 
sonal, das die Mikrofone immer in Richtung 
des jeweiligen Diskussionssprechers be- 
wegt. Die Praxis ergab, daß dies bei schnell 
wechselnden Diskussionen nicht rechtzeitig 
möglich war, so daß Anfangsworte oder 
Sätze für die Mikrofonaufnahme verloren- 
gingen. Hinzu kam eine weitere Erschwe- 
rung. Eine optimale Aufnahme war keines- 
falls dadurch gewährleistet, daß das Mikro- 
fon mit seiner Hauptaufnahmeachse direkt 
auf den Kopf des Sprechers gerichtet wurde, 
analog dem Anleuchten mit einem Schein- 
werfer. Ursache hierfür waren die Reflexio- 
nen des Schalles. Saß der Sprecher an 
einem Tisch, dann war die Aufnahme oft 
optimaler, wenn das Mikrofon auf die 
Tischplatte vor dem Redner gerichtet wurde. 
Diese Erkenntnis führte dazu, die Bedie- 
nungsperson mit einem Kopfhörer auszu- 
rüsten, um ihr die Möglichkeit zu geben, 
durch akustische Kontrolle die optimale 
Richtung des Fernmikrofons einzustellen. 

Diese umständliche Bedienung der Mikro- 
fone hatte zur Folge, daß sich Fernmikro- 
fone für Diskussionen nicht einführten. 


4. Teilnehmermikrofone 


Wie aus der Überschrift zu diesem Ab- 
schnitt zu erkennen sein dürfte, wird bei 
dieser Mikrofontechnik jedem Sitzungsteil- 
nehmer ein Mikrofon zugeordnet. Diese 
grundsätzliche Anordnung erlaubt Varian- 
ten, ohne gegen den übertragungstechni- 
schen Charakter dieser Technik zu ver- 
stoßen. Die Kennzeichnung Teilnehmer- 
mikrofone ist dann gegeben, wenn garan- 
tiert ist, daß der Abstand Sprecher — Mikro- 
fon auch für alle Diskussionsredner stets 
kleiner als der Hallradius rg ist — nach 
Möglichkeit < 0,5ry — und der Redner in 
Richtung der Hauptaufnahmeachse des 
Mikrofones spricht. 

Unter diesen Voraussetzungen kann es 
beispielsweise möglich sein, nur jeden zwei- 
ten oder dritten Platz innerhalb einer Sitz- 
reihe mit einer Diskussionssprechstelle aus- 
zurüsten. Man kann auch — z. B. in Parla- 
menten — für größere Sitzgruppen nur eini- 
ge Diskussionsmikrofone vorsehen, wenn 
gewährleistet ist, daß diese Mikrofone 
immer aus der Nähe besprochen werden. 
Man kann dies erzwingen, indem der Red- 
ner zur Sprechstelle gehen muß, um sich 
durch Druck auf eine Signaltaste zur Dis- 
kussion zu melden. 

Auch für round-table-Konferenzen ist es 
möglich, ohne bestimmte Mikrofonzuord- 
nungen vom Standpunkt der Übertragungs- 
technik aus den Charakter von Teilnehmer- 
mikrofonen zu erhalten. Hierfür ein Zahlen- 
beispiel: 

Ein Sitzungssaal habe eine Grundfläche 
von 40m X 20m und eine Höhe von 10 m. 
Daraus ergibt sich das Volumen V = 
8000 m®. Die Nachhallzeit T des gutge- 
dämpften Raumes beträgt 1,4 sec. Der Hall- 
radius errechnet sich bei Verwendung eines 
Mikrofones mit Kugelcharakteristik zu 


V 8000 
TH = 0,057 —m- 0,057 a mv 4,3 m 


Wenn man auf dem Sitzungstisch meh- 
rere Mikrofone so anordnet, daß der Mikro- 
fonabstand zu den um den Tisch sitzenden 
Personen <2m (0,5 ry) ist, dann kann man 
von Teilnehmermikrofonen sprechen und 
wird auch zufriedenstellende Tonbandauf- 
nahmen erzielen. 


5. Anlagentechnik 


Ein besonderes Problem in Diskussions- 
anlagen ist das Zusammenschalten der 
Mikrofone. Es bestimmt weitgehend die 
Bedienungstechnik der Anlage. Ganz gleich, 
ob Raum- oder Teilnehmermikrofone ver- 
wendet werden, keinesfalls dürfen alle 
Mikrofone gleichzeitig eingeschaltet sein. 
Dies gilt um so mehr, je größer die Anzahl 
der Mikrofone ist. Wenn man vielleicht 
während einer Rede eine gewisse Ruhe im 
Raum voraussetzen kann, so ist während 
Diskussionen im allgemeinen damit nicht 
zu rechnen. Es wird dabei nicht so sehr an 
laute Zwischenbemerkungen gedacht, als 
vielmehr an Störgeräusche, die durch Pa- 
pierrascheln, Einschenken eines Glas Was- 


541 








Bild 1. Schaltung mit einem 
Sprechkanal 


sers, private Unterhaltungen zwischen be- 
nachbart sitzenden Personen und in größe- 
ren Sitzungen durch das Kommen und 
Gehen von Teilnehmern während der Dis- 
kussion verursacht werden. 

Aus diesen Gegebenheiten läßt sich ab- 
leiten, daß möglichst immer nur ein Mikro- 
fon eingeschaltet sein sollte. So entstand 
eine Vielzahl von Mikrofonschaltungen, 
deren prinzipielle Funktion nachstehend er- 
läutert sei. 

Im Bild 1 bedeutet MP das Mikrofon des 
Präsidenten bzw. des Versammlungs- und 
Diskussionsleiters, MD1...MDn sind die 
Diskussionsmikrofone. Sie werden von 
einer zentralen Bedienungsstelle mit Hilfe 
der Schalter SD1...SDn nach Anweisung 
des Diskussionsleiters eingeschaltet. Er 
kann sich durch Umlegen von SP jederzeit 
einschalten und die Diskussion unterbre- 
chen. Der Übertragungszug ist angedeutet 
durch den Verstärker V und das Einstell- 
glied R. Ob seine Ausgangsleitung auf Laut- 
sprecher, Tonbandgeräte oder Kopfhörer 
von Dolmetschern führt, ist für die Mikro- 
fonschaltung ohne Belang. 


M v1 r1 
o—[>HES- 
Q Bild 5. Schaltung 


Vn Tn mit nTonband- 
Mn geräten 
D 9I0) 


Eine andere Art der Mikrofonschaltung 
zeigt Bild 2. Außer dem Mikrofon des Lei- 
ters MP ist noch ein Rednermikrofon MR 
vorgesehen. Diese Sprechstellen werden 
mit den Schaltern SP und SR wahlweise 
eingeschaltet und auf den Eingang des Ver- 
stärkers VP geführt. Die Diskussionsmikro- 
foneMD sind über die Schalter SD zu einem 
zweiten Kanal mit dem Verstärker VD zu- 
sammengefaßt. Damit ist es möglich, ohne 
Schalterbetätigung eine Diskussion zwi- 
schen dem Redner oder Leiter und einem 
Diskussionssprecher auf Tonband aufzu- 
nehmen. 


Bild 6. Diskussionssprechstellen im Haus der Wissenschaften, Düsseldorf 


542 


Bild 2. Schaltung für zwei 
Sprechkanäle 


Bild 3. Schaltung für drei 
Sprechkanäle 


Ein Zwiegespräch kann sich aber auch 
zwischen Diskussionsteilnehmern abwik- 
keln. Will man dies ohne Schalterbetäti- 
gung während der Diskussion durchführen, 
dann ist eine Schaltung nach Bild 3 geeig- 
net. Jede Diskussionssprechstelle ist mit 
SD 1...SD n wahlweise auf den Diskussions- 
kanal mit VD1 oder VD2 aufzuschalten. 
Natürlich erfordert die gleichzeitige Be- 
triebsbereitschaft von zwei Mikrofonen eine 
gewisse Sprechdisziplin beider Redner. 

In Weiterentwicklung dieser Schaltung 
kommt man zu einer Lösung, wie sie in 
Bild 4 dargestellt ist. Nicht nur der Leiter 
hat einen eigenen Übertragungskanal mit 
dem Verstärker VP, sondern jedes Diskus- 
sionsmikrofon ist mit einem Verstärker VD 
verbunden. Die Verstärkerausgänge sind 
über Einstellglieder RE zu einem Summen- 
kanal mit Regler RS und Verstärker VS zu- 
sammengefaßt. Diese Technik dürfte nur für 
Anlagen mit verhältnismäßig wenig Mikro- 
fonen (etwa 10 bis 15) in Frage kommen 
und zwar nicht nur mit Rücksicht auf den 
Verstärkeraufwand, sondern vor allem 
wegen der Übersichtlichkeit des Regler- 
feldes. 

Wenn es sich bei einer Diskussionsanlage 
nur um Tonbandaufnahmen handelt, dann 
ist eine Technik denkbar, wie sie in Bild 5 
angedeutet ist. Jedes Mikrofon ist über 
einen Verstärker auf ein Tonbandgerät T 
geschaltet. Sämtliche Geräte sind während 
der Dauer der Konferenz in Betrieb. Man 
könnte auch an den Einsatz von Mehrspur- 
Tonbandgeräten denken. Nach Konferenz- 
ende werden die einzelnen Tonspuren ab- 
gehört und diejenigen ausgesucht, auf denen 
die einzelnen Sprecher am besten aufge- 
zeichnet sind. Diese Spuren werden durch 
Cuttern oder Kopieren zu einem Tonband 
zusammengefaßt. Diese Technik erfordert 
einen erheblichen Apparateaufwand und 
dem Verfasser ist nicht bekannt, daß davon 
schon einmal Gebrauch gemacht wurde. 

In den Schaltungen Bild 1 bis 4 werden 
die Diskussionsmikrofone von einer zen- 
tralen Stelle aus eingeschaltet. Die Bedie- 


Bild 4. Schaltung für nSprechkanäle 


nungsperson muß schnell reagieren und die 
betreffende Einschalttaste leicht finden kön- 
nen. Letzteres kann man erreichen, wenn 
die Tasten sinnvoll angeordnet werden. Als 
Beispiel seien die mit Dolmetscheranlagen 
kombinierten Diskussionseinrichtungen im 
Haus der Wissenschaften in Düsseldorf er 
wähnt. Bild 6 zeigt einen Ausschnitt aus 
dem Diskussionssaal mit den Diskussions- 
sprechstellen der von Telefunken errichte- 
ten Anlage. Die Einschalttasten auf dem 
Bedienpult (Bild 7) sind zueinander genau 
so angeordnet, wie die Mikrofone im Saal. 
Dieses Prinzip setzt voraus, daß die 
Sprechstellen im Raum fest montiert sind 
und ihre Anzahl nicht zu groß ist. So be- 
sitzt z. B. die Anlage im großen Saal des 
Europäischen Atomforschungszentrum 
(CERN) in Genf über 300 Diskussionsmikro- 
fone. Es dürfte einleuchtend sein, daß man 
nicht mehr von einer Übersichtlichkeit in 
der Bedienung sprechen könnte, wollte man 
mehr als 300 Tasten auf einem Schaltfeld 
zusammenfassen. Für solche Großanlagen 
gibt es nur die Lösung, einen Teil der Be- 
dienung auf die Sprechstellen umzulegen. 
Hierfür zeigt Bild 8 ein Schaltungsbei- 
spiel. Zu jeder Diskussionssprechstelle ge- 
hört außer dem Mikrofon MD noc eine 
Einschalttaste SD und ein Relais A. Wird 
einem Sprecher das Wort erteilt, so be- 
tätigt er die Taste SD. Die Relais A haben 
eine hochohmige AnzugswicklungH und eine 
niederohmige Haltewicklung N. Die Wick- 
lungen liegen über einen Begrenzungs- 
widerstand R an Spannung. Das Relais 
zieht an und legt sich mit seinem Kontakt 
al in Selbsthaltung. Gleichzeitig schalten 
die zugehörigen Kontakte all das betref- 
fende Mikrofon auf eine Mikrofonsammel- 
leitung. Drückt ein anderer Sprecher seine 
Taste SD, dann kann das zugehörige Relais 
nicht anziehen, da seine hochohmige Wick- 
lung durch die parallel liegende nieder- 
ohmige Relaiswicklung der in Betrieb be- 
findlichen Sprechstelle praktisch kurzge- 
schlossen ist. Diese elektrische Blockie- 
rungsschaltung wirkt zuverlässig und hat 





Bild 7. Bedienungspult der Diskussionsanlage Bild 6 


Heft 21 /FUNKSCHAU 1961 
1166 


Mm sp 
Dt 
U 


MD1 2) 


MDn 


Dr 


Bild 8. Schaltung mit dezen- 
traler Relaissteuerung 


keine Begrenzung in der Anzahl der Sprech- 
stellen. Die Abschaltung einer Diskussions- 
sprechstelle wird durch den Versammlungs- 
leiter vorgenommen. Durch Druck auf die 
Ausschalttaste SA wird die Selbsthaltung 
des angezogenen Relais unterbrochen und 
es kann sich ein anderer Sprecher nach An- 
weisung einschalten. 

Konferenzen und Tagungen werden oft in 
Räumen durchgeführt, in denen keine Dis- 
kussionsanlage fest eingebaut ist. In sol- 
chen Fällen benutzt man transportable Ein- 
richtungen und verlegt die Leitungen zu 
den Diskussionssprechstellen provisorisch. 
Um sich diese Installation ersparen zu kön- 
nen, kann man daran denken, die Übertra- 
gung von der Sprechstelle zur Zentrale 
drahtlos durchzuführen. Jede Sprechstelle 
erhält einen Sender S (Bild 9), der auf einen 
Empfänger E in der Zentrale arbeitet. Die 
Empfänger werden von den Diskussions- 
sprechern eingeschaltet. Bild 10 zeigt eine 
solche drahtlose Sprechstelle. Der Sender 
(UKW) ist im Sockel eingebaut, als Antenne 
wirkt die Mikrofonleitung im Schwanen- 
hals. Diese Anlagentechnik setzt voraus, 
daß man jeder Sprechstelle eine andere 
Frequenz zuteilt, da sonst Überlagerungen 
auftreten. Steht nur eine Sendefrequenz 
zur Verfügung, auf der alle Diskussions- 
sprechstellen arbeiten, dann ist man von 
der Disziplin der Sitzungsteilnehmer ab- 
hängig, die ihren Sender nur dann einschal- 
ten dürfen, wenn ihnen das Wort erteilt 
wird. 


6. Signalschaltungen 


Diskussionsanlagen werden oft durch 
Signaleinrichtungen ergänzt. Die einfachste 
Schaltung besteht aus einer Signallampe, 
die in die Sprechstelle eingebaut ist und 
dann aufleuchtet, wenn das Mikrofon von 
der zentralen Bedienungsstelle aus einge- 
schaltet ist. 

Sehr verbreitet sind Schaltungen, in 
denen sich ein Sprecher durch ein Signal 





Mitte: Bild 9. Schaltung 
mit drahtlosen Mikrofonen 





Bild 10. Drahtlose Diskussionssprechstelle 


zum Wort meldet. An der Diskussions- 
sprechstelle wird kurz eine Taste gedrückt, 
die ein Relais in der Zentrale zum Anzug 
bringt. Das Relais legt sich in Selbsthaltung 
und schaltet eine Anruflampe ein. Wird von 
der Zentrale diese Sprechstelle eingeschal- 
tet, dann verlöscht das Anrufzeichen und 
gleichzeitig leuchtet in der betreffenden 
Sprechstelle ein Sprechsignal auf. Dieses 
verlöscht, sobald das Mikrofon wieder aus- 
geschaltet wird. 

In Anlagen gemäß Schaltung Bild 8 ist es 
üblich, in jede Sprechstelle eine Signal- 
lampe einzubauen, die aufleuchtet, sobald 
das Relais angezogen hat. Damit hat der 
Sprecher die Gewißheit, daß sein Mikrofon 
in Betrieb ist. In diese Signaleinrichtungen 
kann man auch die Sprechstellen beim Dis- 
kussionsleiter, beim Redner usw. einbe- 
ziehen. Sie sind schaltungstechnisch ähnlich 
wie die Signalisation nach den Diskussions- 
stellen, so daß darauf nicht näher einge- 
gangen werden soll. 


Hi-Fi-Lautsprecherchassis aus Schweden 


Während die Verstärkertechnik mühelos 
breite Frequenzbänder von wenigen Hertz 
bis zu mehreren hundert Kilohertz verzer- 
rungsfrei übertragen kann, bildet der 
elektroakustischee Ausgangswandler der 
Lautsprecher stets noch einen gewissen Eng- 
paß, denn es ist nur in einem begrenzten 
Frequenzbereich mög- 
lich, die zugeführte elek- 
trische Leistung verzer- 
rungsfrei in einen pro- 


portionalen Schalldruck umzuwandeln. Die 
vielfältigen Lösungen in Form von Laut- 
sprecherkombinationen aus Hoc-, Mittel- 
und Tieftonlautsprechern sind ein Kenn- 
zeichen hierfür. 

Dabei steht nicht einmal so sehr die ab- 
solute Bandbreite im Vordergrund, sondern 





IILLER 





Bild 1. Schalldruckkurve 
des Sinus-Ultrasuper-Laut- 
sprechers U-8029 X 
(Nach Hersteller-Angaben) 50 100 


FUNKSCHAU 1961 / Heft 21 
1167 





200 400 700Hz 1 2 4 7» 


Elektroakustik 


eine extrem niedrige Resonanzfrequenz für 
das Lautsprechersystem und eine gute 
Linearität bei sehr großen Membranaus- 
schlägen'). Nach diesen Forderungen wurde 
von den Svenska Högtalarefabriken AB, 
Stockholm, ein neuer Lautsprechertyp, der 
Sinus-Ultrasuper, entwickelt. Seine Mem- 
bran ist neuartig in der Weise aufgebaut, 
daß wechselweise harte bzw. stark dämp- 
fende Papierschichten aufeinander gelegt 
werden. Der Membranrand besteht aus einer 
besonders weichen dämpfenden Schicht aus 
synthetischer Faser. Dies ergibt eine nied- 
rige Resonanzfrequenz von etwa 38 Hz. 
Zentriermembran und Rand der Konus- 
membran sind so ausgeführt, daß große 
Baßamplituden ohne Verzerrungen wieder- 
gegeben werden. In einem geeigneten Ge- 
häuse betragen die harmonischen Verzer- 
rungen im Bereich 100...16 000 Hz nicht mehr 
als 1 %, und im Gebiet von 40...100 Hz sind 
sie nicht größer als 5%. Die Intermodu- 
lationsverzerrungen sind praktisch bis auf 
unbedeutende Werte unterdrückt. 

Bild 1 zeigt die Schalldruckkurve eines 
solchen Lautsprechers. Die beste Wieder- 
gabe wird erzielt, wenn der Lautsprecher in 
einem allseitig geschlossenen Gehäuse mit 
starker Dämpfung und mindestens 50 Liter 














Rauminhalt untergebracht wird. Schall- 

wände oder offene Gehäuse neigen zu höhe- 
50 100 200 300 400Hz 

Bild 2. +1 

si all ll 

kleinen So _ 

Gehäuse- E ,T 

volumen Ss H 

ergibt sich 5-10 / 

noch eine 3 

Me 5 stm ||| 

Baß- 


abstrahlung Gehäusegrösse 
7000. 


Bild 3. Der 
Sinus-Ultrasuper- 

Lautsprecher wirkt 
am günstigsten in Ver- 
bindung mit einem ge- 
schlossenen Gehäuse, 

dessen Inneres durch Schich- 
ten von Dämpfungsmaterialien als akustischer 
Sumpf ausgebildet ist. Hier ein Vorschlag für ein 

90-Liter-Gehäuse. Maße in mm 


ren Verzerrungen. Selbst mit kleinen ge- 
schlossenen Gehäusen bis herab zu 20 bis 
30 Liter lassen sich noch sehr gleichmäßige 
Schalldruckkurven erzielen, doch muß man 
nach Bild 2 eine gewisse Begrenzung der 
Tieftonwiedergabe in Kauf nehmen, die 
jedoch durch eine Tiefenanhebung im Ver- 
stärker ausgeglichen werden könnte. Die 


1) Daß eine extreme obere Grenzfrequenz längst 
nicht die Bedeutung hat, die ihr von mancher 
Seite aus zugemessen wird, geht aus folgender 
Überlegung hervor: Ein guter Lautsprecher gebe 
das Spektrum von 62,5 bis 16 000 Hz wieder, das 
entspricht acht Oktaven. Würde für einen ande- 
ren Lautsprecher eine obere Grenzfrequenz von 
20 000 Hz angegeben, dann ist dies nur ein 
Schritt von 16 000 zu 20 000 = 4 : 5. Das bedeutet 
musikalisch eine große Terz mehr, also den Ton- 
höhenunterschied von einer zur übernächsten 
Taste auf dem Klavier. Ein so geringes Intervall 
spielt jedoch gegenüber acht Oktaven keine Rolle 
mehr. Dazu kommt, daß 16 000 Hz erfahrungs- 
gemäß nur noch von sehr wenigen Menschen 
wahrgenommen werden. 


543 











Bild 4. Ein praktisch ausgeführtes Gehäuse nach 
Bild 3 bei geöffneter Rückwand 


Gehäuseform selbst ist nicht sehr kritisch. 
Wichtig dagegen ist eine gute Innendämp- 
fung. Empfohlen wird 5cm starke Stein- 
wolle (Qualität 45...55 kg/m?) oder Glas- 
wolle (Qualität 19 kg/m?). 

Die Dämpfung kann auf zwei verschie- 
dene Arten ausgeführt werden. Entweder 
wird das gesamte Gehäuse unregelmäßig 
mit Würfeln von 5 cm Kantenlänge ausge- 


füllt, oder es werden 5cm starke Platten 
in Abständen von 2cm mit ihren Kanten 
gegen die Schallwand gestellt. Der Laut- 
sprecher wird vorteilhaft unsymmetrisch 


auf der Vorderseite des Gehäuses ange-, 


bracht. Bild 3 gibt einen Vorschlag der 
schwedischen Herstellerfirma wieder. Bild 4 
zeigt, wie die Dämmplatten im Gehäuse an- 
zuordnen sind. 

Dieses Lautsprecherchassis, dessen Daten 
in der Tabelle aufgeführt sind, ist in der 
Bundesrepublik durch die Firma Ultraton, 
Hermann Sieg & Co., Hamburg-Lokstedt, zu 
beziehen. 


Technische Daten 


Korbdurchmesser: 200 mm 

Feldstärke: 13 500 Gauß 

Gesamtfluß: 35 500 Maxwell 

Max. Belastung: 8 W (mit gedämpfter Rückstrah- 
lung) 

Schmwingspulen-Durchmesser: 20 mm 

Impedanz: 16 2 (andere Werte auf Bestellung) 

Frequenzbereich: 30...16 000 Hz 

Eigenresonanz: 38 Hz + 5 Hz 


Große Stereo-Anlage mit Tonpult 


Der folgende Beitrag soll keine Bauanleitung darstellen, sondern es ist der Bericht eines 
Lesers über seine von ihm entworfene Anlage. Wir bringen ihn als wertvolle Anregung 
für eigene selbständige Planungen. 


Eine gute Stereo-Anlage, die alle Mög- 
lichkeiten einer erstklassigen Musikwieder- 
gabe ausnutzt, kann nie ganz billig sein. 
Immerhin wird der geschickte Selbstbauer 
eine solche Anlage nach seinen persönlichen 
Wünschen zusammenstellen, vorhandene 
Teile mit verwenden und preisgünstige 
Teile hinzukaufen können, so daß er am 
Ende doch relativ preiswert zu einer Ein- 
richtung kommt, die er sich sonst kaum 
leisten würde. 


Zunächst das große Tonpult mit Stereo-, 
Misch- und Tonbandteil 


Eigentlich hatten mich schon lange meine 
beiden Tonbandgeräte und die einzelnen 
Verstärker gestört, die von Fall zu Fall mit 
vielem Leitungsgewirr zusammengeschaltet 
werden mußten. Ich sagte mir, daß alle 
diese Geräte irgendwie in einem anspre- 
chenden Pult mit einem einzigen Netzan- 
schluß untergebracht werden könnten und 
für Aufnahme, Mischung, Überspielung und 
Wiedergabe sofort betriebsbereit zu sein 
hätten. In dem in Bild 1 dargestellten 
Selbstbau-Pult aus Spanplatten mit Vier- 
kantstahlrohren als Füße befinden sich zur 
Zeit zwei Bandgeräte Typ Telefunken 85, 
zwei PPP-Verstärker nach FUNKSCHAU- 
Unterlagen mit den jeweiligen Steuerteilen, 
von denen das zweite Exemplar sehr gün- 
stig durch eine Anzeige in der FUNKSCHAU 
erworben werden konnte, und ein Elac- 
Plattenspieler mit magnetischem Abtast- 





544 


system (Bild 2). Platz für ein Stereo-Ton- 
bandgerät und einen Radio-Empfangsteil 
ist noch genügend vorhanden. Wer keine 
Versuche mit Stereo-Überspielungen und 
Mischungen durchführen will, läßt das 
zweite Steuerteil für die PPP-Verstärker 
weg. —Das eingebaute kleine Stereo-Steuer- 
teil 2 neigte zum Brummen; es empfiehlt 
sich, in seine Heizleitung einen Entbrum- 
mer mit geerdetem Schleifer einzubauen. 
Das Innere des Pultes wurde mit Alu- 
minium-Folie ausgeklebt. 


Alle Geräte blieben herausnehmbar und 
die Rückseiten der Tonbandgeräte mit ihren 
Anschlußbuchsen sind frei zugänglich. Für 
reine Stereo-Wiedergabe wurde ein kleines 
Steuergerät (ebenfalls nach Publikationen 
des Franzis-Verlages) fest eingebaut. Das 
Pult enthält ferner in seinem Innern eine 
Reihe von Schuko-Steckdosen, die Strom 
für alle Geräte bereitstellen. Der Druc- 
tastenschalter 1 schaltet neben anderem die 
Stereo-Anlage auf Monobetrieb. Die Pult- 
deckplatte ist dreiteilig nach vorn aufklapp- 
bar. Die seitlichen Löcher dienen einmal 
zur Entlüftung, andererseits kann hier — 
falls es sich als notwendig erweisen sollte 
— ein Kabel mit einem Normstecer zu 
einem Gerät durchgeführt werden. 


Die Eckenlautsprecher 


Für erstklassige Wiedergabe sind diese 
Lautsprechersäulen nach Bild 3 unübertreff- 


Links: Bild 1. Sach- 
lich und doch schön 
wirkt dieses Ton- 
pult; 1 = Stereo/ 
Mono-Umschalter, 

2 = Stereo-Steuerge- 
rät, 3 = aufklapp- 
bares Fach für den 
Plattenspieler, 4 = 
Steuergeräte für zwei 
FUNKSCHAU - PPP- 

Verstärker 


Rechts: Bild 2. Das 
aufgeklappte Platten- 
spielerfach; unterhalb 
der vier Drehknöpfe 
ist das Chassis des 


Stereo - Steuergerä- 
tes 2 aus Bild 1 zu 
sehen 


TTS 7) 


220 


Bild 3. 
Frontseite 
des Ecken- 
laut- 
sprechers; 
meitere An- 
gaben hier- 
zu siehe 
„Hi-Fi- 
Schaltungs- 
und 
Baubuch“, 
Radio-Prak- 
tiker-Büche- 
rei Nr. 85 


100 


100 


100 


810 








© 
600 4 
lich. Im Prinzip wur- 
den sie nach Telefun- 
ken-Unterlagen ge- 
baut und lediglich in 
der Breite etwas ab- 
geändert. Jede Wand 
enthält einen 6-W- 
Spezialtieftöner von 
Hellaton, einen 6-W- 
Mitteltöner und vier 
Spezialhochtöner zu 


je 3W, letztere — 
ebenso wie der Mit- 
teltöner — von Dr. 
Podszus. Ihre Wie- 





dergabequalität ist 
nach meinen Erfah- 
rungen wirklich be- 
sonders gut. Bild 4 
gibt die Schaltung der Lautsprechergruppe 
wieder. Mittel- und Hochtöner wurden zur 
Rückseite hin stabil abgeschirmt. Sehr wich- 
tig ist die fugenlose Einpassung der Kom- 
bination in die Zimmerecke, wozu sich Filz- 
streifen gut eignen. Auch der Deckel muß 
nach oben ganz dicht schließen. Material für 
die Schallwand: Holzspanplatten, minde- 
stens 19mm stark. Die Verkleidung kann 
nach persönlichen Wünschen erfolgen. Ich 
selbst habe vor den Kombinationen von 
der Decke zum Boden einen Vorhang aus 
leichtem Dekorationsstoff gezogen. 

Hanno Florschütz 


Bild 4. Schaltung des 
Eckenlautsprechers 





Heft 21/FUNKSCHAU 1961 


1168 


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X: 0...300 kHz, 1 Vss/cm 5...220 MHz und GM 2892, Fernsehband |, Ill 20 Hz...100MHz für U, I, R tiges Speise- und Meßgerät 
Y: 0...5 MHz, 100 mVss/cm 440...880MHz, Hub25 MHz u.IV/V, 5versch. Bildmuster 22 Meßbereiche für die Reparatur-Praxis 





Heft 21 /FUNKSCHAU 1961 


1. Entwicklungstendenzen in der Halbspur- 
Technik 


Nach der Einführung der internationalen 
Spurlage durch die CCIR-Empfehlung Nr. 
135 vom Jahre 1953 ergab sich die Kopf- 
bestückung der Heimtonband-Geräte gemäß 
Bild 1. In Laufrichtung folgt auf den Lösch- 
kopf LK1 der kombinierte Hör-Sprech- 
Kopf HSK1. Diese Anordnung ist noch 
heute verbindlich. Geräte mit der gezeigten 
Kopf-Bestückung haben einen kombinierten 
Aufnahme - Wiedergabe - Verstärker. Eine 
Ausnahme bilden die Heimstudio-Geräte, 
z. B. Telefunken KL 35, die getrennte Auf- 
nahme- und Wiedergabe-Verstärker besit- 
zen. Die Kopfbestückung ist studio-üblich, 
in Laufrichtung folgen Löschkopf, Sprech- 
kopf, Hörkopf. Bei den beschriebenen Ge- 
räten muß das Band nach Durchlauf der 
Spur 1 (rotes Bandende) gewendet werden, 
so daß die Spur 2 an den Köpfen vorbei 
läuft. 


Dieser Nachteil des Wendens entfällt bei 
den Geräten mit zwei Laufrichtungen. Als 
Typenbeispiele seien die Geräte Grun- 
dig 830 und Sabafon 75 der Jahre 1956...58 
genannt. Bild 2 zeigt die Anordnung der 
Köpfe. Das Band durchläuft Spur 1 in Lauf- 
richtung 1 bis zum roten Vorlaufband, dabei 
sind die Köpfe LK1 und HSK 1 in Funktion. 
Die Schaltfolie am roten Bandende bewirkt 
über Relais das Umschalten der Laufrich- 
tung und der Köpfe. In Laufrichtung 2 ar- 
beiten die Köpfe LK 2 und HSK 2. Durch die 
doppelte Kopfbestückung und ihre symme- 
trische Anordnung zur Tonwelle ergab sich 
damals erstmals die Möglichkeit, Spur 1 
und Spur 2 wahlweise gleichsam als zwei 
Programme benutzen zu können. Bei diesen 
Geräten ist ebenfalls nur ein kombinierter 
Aufnahme-Wiedergabe-Verstärker vorhan- 
den. Mit der Einführung der Viertelspur- 
Technik wurden die Zwei-Laufrichtungs- 
Geräte aus der Produktion genommen, da 
sie für den Massenkonsum unwirtschaftlich 
wurden. 


Die Stereo-Technik brachte auch für den 
Tonband-Sektor neue Impulse. Die ersten 
dieser Geräte, z. B. Grundig TK60, Jahr- 
gang 1958, wurden gemäß Bild 3 bestückt. 
In Laufrichtung folgen der 2X !/,-Spur- 
Löschkopf LK1 und der 2 X !/,-Spur-Hör- 
Spreh-Kopf HSK1 aufeinander. Die Köpfe 
tragen zwei Systeme, die auf zwei kom- 
binierte Aufnahme-Wiedergabe-Verstärker 
geschaltet sind. Die Spur 1 entspricht dem 
linken Stereo-Kanal, die Spur 2 dem rec- 
ten. Eine Monotechnik ist gemäß der Be- 
schreibung zu Bild 1 möglich; dabei wird 
dann ein Verstärker nicht ausgenutzt. 


Eine Erweiterung der Möglichkeiten 
bringt die Kopfbestückung nach Bild 4. Als 
Gerätetyp sind nur Viertelspur-Geräte, z. B. 
Körting MT 118, MT 158, dem Verfasser be- 
kannt. Bei der gezeigten Kopfanordnung 
folgen in Laufrichtung aufeinander: Lösch- 
kopf LK1, Sprechkopf SK 1, Hörkopf HK 1. 


Die Köpfe haben zwei Systeme und es 
sind zwei Verstärker vorhanden. Bei Ste- 
reo-Aufnahme werden diese Verstärker ge- 
trennt auf die Systeme der Köpfe LK1 und 
SK1 geschaltet, bei Wiedergabe auf HK. 
Die Mono-Technik mit diesen Geräten er- 
laubt eine Über-Band-Kontrolle. Die ersten 
Systeme der Köpfe LK1 und SK1 liegen 
in Aufnahme am ersten Verstärker, das 
erste System des Kopfes HK1 in Wieder- 
gabe am zweiten Verstärker. Auch ist auf 
diesem Wege eine Verhallung der Auf- 
nahme möglich. Ist die Spur 1 durchlaufen, 
so muß auch hier das Band gewendet wer- 
den, es sei denn, man verzichtet auf die 
Ausnutzung der zweiten Spur. 


FUNKSCHAU 1961 / Heft 21 
1171 


GEORG SUHR 


Schallplatte und Tonband 


Neue Möglichkeiten der Tonbandtechnik 


durch zwei Stereo-Tonköpfe in Geräten mit zwei Laufrichtungen 


Die Diskussion um die Halbspur-Stereotechnik ist seit dem Erscheinen des Leitartikels 

„Tonbandgeräte für den Hi-Fi-Fanatiker“ in der FUNKSCHAU 1960, Heft 23, Seite 569, neu 

belebt worden. Die vorliegende Arbeit soll zeigen, wie sich aus der Verbindung von 

Geräten mit zwei Laufrichtungen und Stereo-Halbspur-Tonköpfen neue Möglichkeiten 
ergeben. 


2. Die neue Technik 


Der Verfasser schlägt eine Kopfbestük- 
kung nachBild5 für ein Zwei-Laufrichtungs- 
Gerät vor. Es ergibt sich die folgende An- 
ordnung: Löschkopf LK 1, Hör-Sprech-Kopf 
HSK 1, Tonwelle, Hör-Sprech-Kopf HSK2, 
Löschkopf LK 2. Jeder Kopf hat zwei Sy- 


LK HSKI 


Laufrichtung —e 






Bild 1. Kopfschema eines Halbspur-Gerätes 


LKT HSKT Laufrichtung 1 —e 


Tonwelle 
Bild 2. Kopfschema eines Zwei-Laufrichtungs- 
Gerätes 
LK] HSK1 
System! System] ” Laufrichtung —e 





System2 System2 
Bild 3. Kopfschema eines Halbspur-Stereo-Gerätes 


IKT SK1 HK1 


System! System — 7 in ee 


[IH 11 IT Tr 
UL imarE L_L az run 


Tonwelle 







Sch Si System2 
Bild 4. Kopfschema eines Halbspur-Stereo-Ge- 
rätes mit getrennten Aufnahme- und Wieder- 

gabe-Köpfen 


steme. Das Gerät besitzt zwei kombinierte 
Aufnahme-Wiedergabe-Verstärker. 

Eine mögliche Anschaltung der Kopf- 
systeme an die beiden Verstärker zeigt 
Bild 6. Die Systeme sind hierbei über Kreuz 
auf die Verstärker geschaltet. So liegen die 
Systeme LK1, System 1; HSK1, System 1 


und LK 2, System 2; HSK 2, System 2 über 
Wechselkontakte am Verstärker I. Analo- 
ges gilt für die anderen Systeme und Ver- 
stärker II. In Bild 5 sind demnach die 
schwarz-gezeichneten Systeme dem Verstär- 
ker I, die schraffiert-gezeichneten dem Ver- 
stärker II zugeordnet. Es ist ersichtlich, daß 
die Schaltung unkompliziert aufgebaut ist. 


LK1 HSK1 HSK2 LK2 Lauf - 
System! System] "5 Ben! System 1 richtung 1 
—e 






(11 11 THIrT mail ICE 
Ip [IL [IL UT] sr 1 


Ben 2 aystom 2 
*— Laufrichtung 2 









System2 System2 
Tonwelle 


Bild 5. Das vom Verfasser vorgeschlagene neue 
Kopfschema 


Verstärker I Verstärker I 











Syst.1 LKT 
Syst.2 LK2 
Syst 1 HSKT 
Syst. 2 HSK2 
Syst.2 LK] 
NNNN 
Spst.T LK2 
KSSI 
Syst.2 HSK1 
SSIY 


MasseI 
Bild 6. Die 


Massell 


Kopfsystem-Anschaltung an die 
Verstärker 


Eine Erweiterung zu anderen Schaltkombi- 
nationen ist durchaus denkbar. 


3. Die Schaltvarianten 


In Verfolgung dieses Gedankens ergeben 
sich vielfache Möglichkeiten. 

Mono-Technik: Aufnahme mit Über-Band- 
Kontrolle beider Spuren ohne Umlegen des 
Bandes. Verhallungs-Effekte in beiden 
Spuren. Wiedergabe beider Spuren ohne 
Umlegen des Bandes. Verhallungs-Effekte 
bei der Wiedergabe. Ein Play-Back- und 
Überspiel-Verfahren läßt sich durchführen, 
wenn die Grundsätze im Aufsatz von O. 
Limann: Uher-Stereocord II — Zweispur- 
Stereogerät für den anspruchsvollen Ton- 


Tabelle einiger Möglichkeiten der vorgeschlagenen Anordnung 


Lauf- Verstärker 


Kopfsyst 
richtung I OPESYELSME 


LKı System 1 
HSK1 System 1 


Verstärker 
u 


Kopfsysteme Funktion 


Über-Band-Kontrolle 
bzw. Verhallung 
Spur 1 


Wieder- 
gabe 


HSK2 System1 





LK 2 System 2 
HSK 2 System 2 


LK1 System 1 


Aufnahme HSKı1 System 1 


LK1 System 1 


le | ad, Systanıd 





Wieder- 
gabe 


Aufnahme 


Über-Band-Kontrolle 
bzw. Verhallung 
Spur 2 
ohne Bandumlegen 


HSK1 System 2 


Stereo-Aufnahme 
bzw. Parallelbetrieb 
in 2 X 1% Spur 


LK 1 System 2 
HSK1 System 2 


Play-Back-Technik 
HSKı System 2 |bzw. Überspielen nur 
bedingt möglich 





545 














Bild 7. Vorderansicht eines umkonstruierten 


Gerätes 


J- 


Rechts: Bild 8. Draufsicht mit Kennzeichnung der 
Bedienungselemente 


bandamateur, FUNKSCHAU 1961, Heft 7, 
Seite 173, beachtet werden. 

Stereo-Technik: Hier lassen sich die 
üblichen Stereo-Aufnahmen und -Wieder- 
gaben durchführen. Eine Trick-Nachbehand- 
lung der Stereo-Spuren ist in Mono-Tec- 
nik möglich. 

Die Tabelle gibt einen Überblick über 
eine kleine Auswahl der Schaltvarianten. 
Nr. 1 entspricht der gezeichneten Tasten- 
stellung in Bild 6. Der Verstärker I ist in 
Aufnahme geschaltet. Dadurch sind die 
Systeme LK1, System 1, und HSK 1, Sy- 
stem 1, in Funktion. Der Verstärker II ar- 
beitet in Wiedergabe. LK 2, System 1, ist 
dadurch außer Betrieb; HSK 2, System 1, 
hört über Verstärker II die von HSK 1 auf- 
gesprochene Modulation als Über-Band- 
Kontrolle ab. 

Die Schwierigkeiten beim Überspielen 
bzw. Play-Back werden nach Nr. 4 wesent- 
lich geringer, wenn die Anschaltung der 
Kopfsysteme etwas geändert wird. Um 
Verkopplungen zu vermeiden, werden LK 1, 
System 1, HSK 1, System 1, an Verstärker I 
in Aufnahme gelegt und HSK 2, System 2, 
an Verstärker II in Wiedergabe. Als Nach- 
teil müssen die räumlich auseinander liegen- 
den Köpfe in Kauf genommen werden. Die 
Schaltung in Bild 6 ist um zusätzliche Kon- 
taktstellen zu ergänzen. 

Im Zusammenhang mit der gezeigten 
Kopfanordnung muß auf Gleichlaufprobleme 
hingewiesen werden. Bekanntlich werden 
bei allen Geräten die Tonbänder von den 
Tonwellen an den Köpfen vorbeigezogen, 
d. h. es kommen in Laufrichtung erst die 
Köpfe und dann die Tonwelle. Durch diese 
Anordnung wird der Gleichlauf fast nur 
von der Präzision der Tonwelle bestimmt. 
Wird das Band nun an den Köpfen vorbei- 
geschoben, so gehen die Präzision der An- 


EEE oe 
[21-1573 
mr 











druckrolle und der Lauf des Aufwickeltel- 
lers viel stärker in den Gleichlauf mit ein 
(siehe Literatur-Hinweise). Dieser Umstand 
braucht bei Präzisions-Geräten keinen hör- 
baren Einfluß zu haben, doch empfiehlt es 
sich, zur Aufnahme immer die Kopfsysteme 
zu benutzen, die in Laufrichtung vor der 
Tonwelle liegen. Für Trick- und Über-Band- 
Kontrolle genügen die Köpfe, die in Lauf- 
richtung hinter der Tonwelle liegen. In 
Laufrichtung 1 sollen die Systeme LK1, 
System 1, und HSK1, System 1, in Auf- 
nahme verwendet werden, HSK 2, System 1, 
in Über-Band-Kontrolle. Zur reinen Wieder- 
gabe wird nach der Aufnahme ebenfalls 
HSK 1, System 1, in Laufrichtung 1 verwen- 
det. Analoges gilt für die Laufrichtung 2. 


4. Konstruktionshinweise 


Die Marktgängigkeit des beschriebenen 
Gerätes wird vermutlich von den Herstel- 
lern ungünstig beurteilt werden. Der Ver- 
fasser ist zum Selbstbau geschritten. Da die 
Arbeiten noch nicht abgeschlossen sind, 
können nur Hinweise gegeben werden. Die 
Bilder 7, 8 und 9 zeigen eine Möglichkeit 
des Umbaus. Da es sich gleichsam um ein 
Muster handelt, mußte der Aufbau leicht 
zugänglich und auswechselbar gehalten 
werden. Als tragendes Element dient ein 
geschweißter Rahmen aus L-Stahl 20 X 
20 x 3. Darauf wurden ein geändertes 
Sabafon 75 und die zusätzlichen Baugrup- 
pen montiert. Selbst das Gehäuse besteht 
aus leicht entfernbaren Einzelteilen. Alle 
Baueinheiten sind zugänglich, die Kontakte 
lassen sich leicht warten. Die Platzeintei- 
lung mußte großzügig geplant werden, um 
Änderungen unterbringen zu können. 

Die Bedienungs- und Steuerungs-Ele- 
mente sind aus Bild 8 zu ersehen. Es be- 
deuten: 

A = Kippscalter zum 
Abschalten eines 
Automatik-Vor- 
ganges 

B = Eingangs-Wahl- 
schalter für Ver- 
stärker II— Radio 
— Mikrofon — 
Schallplatte 

C = Ausgangspegel- 
Einsteller I 

D = Kellog-Umschal- 
ter Eingang 
Radio I, II, III 


Bild 9. Einblick in die 
Anordnung der Bau- 
gruppen 


E = Kellog-Umschalter Ausgang Radio I, II, 
I:+UD 

Mit D und E können die Ein- und Ausgänge 

beliebig auf die Verstärker I und II geschaltet 

werden. Ein Zusammenschalten ist bei III 


“ möglich. 
F = Ausgangspegel-Einsteller II 
G = Tonblende der Endstufe 
H = Signal für zusätzlichen Netztransformator 
I = Aussteuerung für Verstärker II, daneben 


für Verstärker I 

Lautstärke-Einsteller der Endstufe, da- 
neben Eingangs-Wahlschalter I 

= Kopfumschalter 

= Kopfumschalter 

= Aufnahmeschalter für Verstärker II 
Signallampe für Aufnahme II 

= Entzerrungsumschaltung 9,5/19 cm 

= Umschalter für Magisches Band EM 84 

= Umschalter für Endstufe I oder II 


r 
ll 


ou»rtomr 
Il 


Auf weitere Einzelheiten kann im Rah- 
men dieses Artikels nicht eingegangen wer- 
den. — Trotz vieler Vorteile der beschrie- 
benen Schaltung wird der Umbau eines vor- 
handenen Gerätes nur dann zu empfehlen 
sein, wenn Schaltmaßnahmen und Arbeits- 
gänge klar durchdacht werden können. 

Die vorliegende Arbeit ist ein überarbeiteter 
Auszug aus einer umfangreichen Betrachtung, 
die der Verfasser im Mai/Juni 1960 zusammen- 
gestellt hat. Das Manuskript ging am 24. 4. 1961 
beim Franzis-Verlag ein, ehe noch bekannt war, 
daß die Tonbandgeräte-Industrie neuerdings 
wieder mehrere Köpfe für besondere Effekte 
vorsieht. 

Literatur 

Knobloch, H.: Der Tonband-Amateur. FRANZIS- 
VERLAG, München 

Diciol, O.: Niederfrequenzverstärker-Praktikum 
FRANZIS-VERLAG, München 

Snel, D. A.: Magnetische Tonaufzeichnung. Phi- 
lips Technische Bibliothek 

Service-Schriften und Sonderdrucke über: Saba- 
fon 75, Grundig 830, Grundig TK 60, Tele- 
funken/AEG M 77, Philips RK80, Körting 
MT 118, 157, 158. 

Datenblätter der Tonköpfe: SKN4, Technisch- 
Physikalisches Laboratorium Dipl.-Ing Bruno 
Woelke, München 2, und 

UK 200, UK 201, Wolfgang Bogen GmbH, Berlin- 
Zehlendorf 


Schallplatten-Diamanten 
billiger 

Schallplatten-Liebhaber wissen die Vor- 
züge von Diamantnadeln zu schätzen: Weil 
ihre Spitzenverrundung lange Zeit im zu- 
geschliffenen Zustand bleibt (kein nennens- 
werter Abschliff), kann man mit einer fünf- 
bis zehnmal längeren Lebensdauer als bei 
Saphiren rechnen; die wertvollen Platten 
werden mehr geschont. Den „Luxus“ eines 
Diamanten leisteten sich bisher in der 
Hauptsache die Hi-Fi-Anhänger, während 
die „Normalverbraucher“ abseits standen. 
Das hat sich seit dem 1. Juli 1961 geändert, 
denn Telefunken setzte die Preise für 
Nadelträger, die man leicht selbst auswech- 
seln kann, erheblich herab. Während ein 
Träger mit je einem Mikrorillen- und einem 
Normalrillen-Saphir 4.90 DM kostet (Richt- 
preis), bekommt man jetzt einen Nadel- 
träger mit Mikrorillen-Diamant und Normal- 
rillen-Saphir für 25.90 DM. Die Kombination 
Saphir/Diamant dürfte mit Bedacht gewählt 
sein, weil wohl in jeder Plattensammlung 
N-Aufnahmen in der Minderheit vertreten 
sind und es sich nicht mehr lohnt, auch hier- 
für eine Diamantnadel vorzusehen. 

Die Telefunken-Tonabnehmerkapseln las- 
sen sich mit einem Handgriff aus der 
Schnappfassung des Tonarmes entfernen. 
Man kann sie bequem zu seinem Fachhänd- 
ler zur Überprüfung bringen, der auch auf 
Wunsch den Nadelträger austauscht. 


Heft 21 /FUNKSCHAU 1961 
1172 


In den sogenannten alten Fernsehländern, 
an der Spitze die USA und England, ge- 
winnt die Regenerierung von verbrauchten 
Bildröhren an Bedeutung. Rebuilt picture 
tubes ist speziell in den USA ein geläufiger 
Begriff und bezeichnet Bildröhren, deren 
System (gun) herausgenommen und durch 
ein neues ersetzt wurde. Ermöglicht wird 
dieses Verfahren durch die Erkenntnis, daß 
die Bildröhre — nach amerikanischen und 
englischen Angaben — zu 90% durch Er- 
schöpfung der Katode stirbt, dagegen wird 
das Bildschirmmaterial selbst während der 
Lebensdauer der Katode nur selten in 


seiner Leistungsfähigkeit vermindert. In 
den Vereinigten Staaten hat das Rebuilt- 
Geschäft einen solchen Umfang angenom- 































































































men, daß die meisten Bildröhren-Fabrikan- 
ten es in eigener Regie betreiben. Außer- 
dem beschäftigen sich einige hundert mehr 
oder weniger große Werkstätten damit 
(Bild 1). In der Regel kostet eine vom aner- 
kannten Fachmann wieder hergestellte 
53-cm-Bildröhre 43 Dollar und damit 11 Dol- 
lar weniger als eine fabrikneue Daß 
andererseits viel Mißbrauch getrieben wird, 
liegt auf der Hand — etwa indem unseriöse 
Elemente dem Kunden eine regenerierte 
Bildröhre als neu verkaufen. 

In England liegen die Verhältnisse ähn- 
lich. Hier gibt es etwa einhundert Rege- 
nerierungs-Werkstätten. Einige Firmen 
haben sich der Herstellung von Regenerie- 
rungsanlagen zugewandt und versuchen 
diese auch im übrigen Europa zu verkaufen. 
In Holland und Belgien sind solche Anla- 
gen bereits in Betrieb, und im Bundesgebiet 
besteht u. W. eine derartige Werkstatt; 
weitere sollen geplant sein. Die Qualität 
der deutschen Bildröhren, die sich in einer 
langen (wie man in kommerziell inter- 
essierten Kreisen hört „zu langen...“) Le- 
bensdauer äußert, hat aber hierzulande 
trotz der Tatsache, daß wir Fernsehen im 
großen Stil seit acht Jahren betreiben, offen- 
sichtlich noch keine rechte Basis für „rebuil- 
ding“ geschaffen. 5000 bis 6000 Stunden Be- 
triebszeit für eine Röhre sind nicht selten, 
und überdies hat der rasche technische Fort- 
schritt mit schnellem Übergang zu immer 
größeren Bildröhren die Tendenz zum Aus- 
tauschen alter Fernsehgeräte gegen neue 
Modelle gefördert; die Störstrahlungsbe- 
dingungen der Deutschen Bundespost taten 
ein übriges, um alte Geräte abzuwerten, die 
sonst eines Tages eine neue Bildröhre 
brauchen würden. 


Wie man es macht 


Abseits dieser Vorbemerkung und der 
später folgenden knappen Wirtschaftlich- 


FUNKSCHAU 1961 / Heft 21 
1173 





Bild 1. Blick in eine mittelgroße amerikanische Regenerierwerk- 
statt mit vier Pumpständen (Windsor) 


Röhren 


Das Regenerieren von Bildröhren 


keitsberechnung soll in aller Kürze darge- 
stellt werden, wie der technische Vorgang 
der Bildröhren-Regenerierung abläuft. 

Im ersten Arbeitsgang wird die angelie- 
ferte alte Bildröhre aus der Transportver- 
packung genommen und unter fließendem 
Wasser gesäubert, damit sie auf Glasschä- 
den, vor allem Kratzer auf der Bildfläche, 
untersucht werden kann. Nach dem 
Trocknen wird der Bildschirm unter ultra- 
violettem Licht geprüft. Schlechte Stellen 
und sonstige Fehler machen 
sich hier durch dunkle Flek- 
ken bemerkbar; in der nor- 
mal ausgestatteten Werk- 
statt können neue Bild- 
schirme nicht aufgebracht 
werden, so daß diese Kol- 
ben wertlos sind. 

Der dritte Arbeitsgang ist 
sehr diffizil. Hier wird näm- 
lich der Bildröhrenhals ent- 
fernt, um das defekte Sy- 
stem herausnehmen zu kön- 
nen. Die Schwierigkeit ist 
folgende: das Röhreninnere 
ist auf etwa 10°° mm Queck- 
silbersäule evakuiert, so 
daß die Luft nur ganz lang- 
sam eindringen darf; ein 
plötzlicher Lufteinbruch 
würde Teile des Bildschirm- 
materials wegblasen. Man 
hat daher eine Methode 
gefunden, die die Luft wäh- 
rend etwa drei Stunden ganz langsam 
einströmen läßt. Zuerst wird der Bildröh- 
renhals mit einem Glasschneider ring- 
förmig leicht eingeritzt. Dann wird diese 
Schnittstelle, nachdem sie teilweise mit 
Isolierband umwickelt wurde, mit einer 
glühenden Drahtschleife so lange erhitzt, 
bis an der Schnittstelle ein haarfeiner Riß 
entsteht. Nunmehr zieht die Röhre Luft, 
und es dauert rund drei Stunden, bis ihr 
Vakuum _ beseitigt 
ist. Man entnimmt 
dann den abge- 
sprengten Hals mit 
System und Sockel. 

















Bild 2. Halbautoma- 
tischer Arbeitstisch 
für das Anschweißen 
des neuen Röhren- 
halses mit eingesetz- 
tem neuem System 
(Modell AWS 400 der 
NEV) 





Ganz rechts: Bild 3. 
Halbautomatischer 
Pumpstand mit Heiz- 
ofen (Modell MP 400 
der NEV) 





Ein neuer Hals, bestehend aus einem 
entsprechenden Stück Bleiglasrohr von der 
richtigen Länge, wird nun angeschmolzen. 
Das geschieht auf einer Glasbearbeitungs- 
maschine entsprechend Bild 2. Die Halte- 
rung dieser Maschine ist für Röhren aller 
Typen einstellbar; die Bildröhre dreht sich 
auf dem Tisch mit 30 U/min, so daß die 
Flamme den Hals vorschriftsmäßig vorheizt, 
schließlich anschmilzt und dann nachwärmt. 
Dann muß ein neuer Grafitbelag im Röhren- 
inneren aufgebracht werden — dies geschieht 
mit einem kleinen Pinsel ohne jeden son- 
stigen Aufwand. Später wird das neue 
System eingesetzt und eingeschmolzen. 
Diese Glasarbeiten dauern auf dem halb- 
automatischen Gerät nach Bild 2 (Typ AWS 
400 der Nottingham Electronic Valve Co. 
— NEV -) ungefähr 15 Minuten. Die Arbeits- 
kraft muß nur das eigentliche Einschmelzen 
von Hand vornehmen, während Vor- und 
Nachwärmen automatisch erfolgen und 
durch Klingelzeichen signalisiert werden. 
Die Anschlußdrähte des Systems hängen 
unten heraus, denn die Sockelung ist fast 
der letzte Arbeitsgang. 


Noch ist die Röhre offen, d. h. ungepumpt 
und nicht abgeschmolzen. Sie muß daher in 
einen Pumpofen wandern (Bild 3). Hier 
wird das Vakuum durch eine einfache 
Pumpe auf rund 3 X 10mm Hg gebracht 
und später durch die Diffusionspumpe auf 
wenigstens 5 X 10° mm Hg. Das Innere des 
Ofens wird, nachdem das in Bild 3 erkenn- 
bare obere, mit Glaswolle isolierte Gehäuse 
heruntergelassen wurde, elektrisch geheizt, 
so daß ein Minimum an Spannung im ge- 
samten Glasgefüge auftritt — nicht anders 
als beim Pumpvorgang in der Bildröhren- 
fabrik. Die Temperatur wird mit dem Ther- 
mostaten konstant gehalten und ist ab- 
lesbar. 


Die Röhrenhalterung des Pumpofens läßt 
sich ebenfalls für alle Röhrentypen verstel- 





547 








Bild 4. Bildröhren-Prüfgerät für größere Werkstätten (Modell 


STT 500 der NEV) 


len. Sie trägt zugleich die Hf-Spule zum 
Entgasen des Systems; die Hf-Leistung von 
600 W liefert ein besonderer Generator im 
6-MHz-Bereich mit Wasserkühlung. Er läßt 
auch die neue, mit dem System eingebrachte 
Getterpille explodieren. Der Pumpstand ist 
ferner für das Formieren der Katode und 
für den Alterungsvorgang eingerichtet. Je 
nach Ausführung dieses Gerätes laufen die 
diversen Arbeitsgänge voll- oder halbauto- 
matisch ab; insgesamt beträgt der Zeitauf- 
wand etwa zwei Stunden für eine Röhre. 
Dieser Prozeß darf als der eigentliche Eng- 
paß bezeichnet werden; die Kapazität einer 
Regenerierungswerkstatt wird tatsächlich 
von diesem Pumpstand bestimmt. Jede 
Röhre blockiert ihn während der angege- 
benen Zeit. Bei einer wöchentlichen Arbeits- 
zeit von 5 X 8 Stunden = 40 Stunden kön- 
nen also 20 Röhren pro Woche hergestellt 
werden, wozu allerdings nur eine ange- 
lernte Arbeitskraft benötigt wird. 

Nach dem Abkühlen der Röhre wird der 
Sockel aufgekittet, und die Anschlußdrähte 
erhalten ihre Lötverbindung mit den Stif- 
ten. Zuletzt muß die Röhre geprüft werden. 
Das geschieht primitiv in einem passenden 
Fernsehgeräte-Chassis oder mit mehr Auf- 
wand und höherer Genauigkeit mit dem 
Röhren-Testgerät (Bild 4), das freilich nur 
für größere Werkstätten lohnend ist. Für 
geringere Ansprüche gibt es auch wesent- 
lich einfachere Röhrentester von der Größe 
eines Handköfferchens. Das Modell APUS 
510 von NEV stellt Elektrodenschlüsse fest, 
mißt den Elektronenstrahlstrom und den 
Heizstrom sowie den restlichen Gasgehalt 
(hier reicht die Skala von 4X 10° bis 
10° mm Hg). Eine andere Ausführung, spe- 
ziell für den Zusammenbau mit dem Pump- 
stand, mißt das Vakuum vor und nach dem 
Abschmelzen. 

Als Hilfsgerät beim Röhrenregenerieren 
hat sich eine Ausbrenn-Anlage für innere 
Kurzschlüsse bewährt. Man beobachtet näm- 
lich nach Ende der Arbeit gelegentlich 
innere Kurzschlüsse des Systems, ver- 
ursacht durch Übergänge an den Glas-Iso- 
lationsstäben. Hier läßt sich mit Hochspan- 
nungsimpulsen im 45-kV-Bereich Abhilfe 
schaffen. Das Gerät enthält zwei Impuls- 
Transformatoren, deren Primärwicklungen 
von einem getriggerten Röhren-Oszillator 
gesteuert werden, so daß pro Sekunde ein 
Hochspannungsimpuls erzeugt wird. Dieser 
liegt zwischen einem Röhrensockel-Stift 


548 


und dem äußeren Anodenan- 
schluß und brennt den Kurz- 
schluß aus. 


(noch) nicht regeneriert 
werden 


Im Pumpstand wird die 
Röhre auf hohe Temperaturen 
aufgeheizt. Das ist bei allen 
Normalröhren gefahrlos, nicht 
aber bei sogenannten bonded- 
shield-Röhren (twin pannel), 
deren Schutzscheibe mit 
einem Epoxyd-Harz direkt auf 
das Bildfenster aufgeklebt ist. 
Dieses Harz ist empfindlich 
gegen höhere Hitzegrade und 
würde sich verfärben. Daher 
muß die Schutzsceibe vor 
dem Regenerierungsprozeß 
abgelöst und später wieder 
aufgebraht werden, was 
offenbar zur Zeit in einer klei- 
nen Werkstatt noch nicht 
möglich ist. Solche Röhren 
lassen sich also mit normalen 
Anlagen nicht regenerieren, 
und es heißt, daß dies einer 
der Gründe für die Einführung der twin 
pannel-Röhre in den USA gewesen sei. 


Jene 10 % alter Bildröhren, die nach An- 
gaben der Hersteller der Regenerierungs- 
anlagen einen defekten Bildschirmbelag auf- 
weisen, lassen sich in den kleinen Werk- 
stätten ebenfalls nicht erneuern, denn für 
das Auswaschen und Wiederaufbringen des 
Bildschirmmaterials sowie für das dann fol- 
gende Aluminisieren müssen umfangreiche 


Twin pannel-Röhren können : 


Installationen errichtet und Fachkräfte ein- 
gestellt werden. 

Unsere Informationen zu diesem Beitrag 
haben wir zu einem Teil beim Vertreter der 
NEV für Benelux und das Bundesgebiet, der 
Firma Ineta, Brüssel, erhalten, die uns auch 
über die Wirtschaftlichkeit einer solchen 
Werkstatt Aufschlüsse gab. Dieses Kapitel 
ist jedoch schwierig darzustellen, viele Fak- 
toren sind maßgebend, etwa der Rückkauf- 
preis der alten Röhren, die Preise für 
Systeme (die natürlich nicht von den Röh- 
renfabriken erhältlich sind) usw. Hier nur 
noch eine Angabe: 

Die Geräte für eine normale Werkstatt 
mit einem Pumpofen = 20 Röhren pro 
Woche kostet je nach Ausführung und Um- 
fang der Prüfgeräte zwischen 19000 und 
23500 DM ohne örtliche Installation von 
Wasseranschluß sowie Wasserstoff- und 
Sauerstoffzuführung (aus Flaschen). Der 
Aufwand pro Woche (für 20 Bildröhren- 
Regenerierungen) beträgt rund 50 kWh elek- 
trische Leistung, 1 Flasche Wasserstoff, 
1/, Flasche Sauerstoff und 500 Liter Wasser. 
An Materialaufwand (System, Glasrohr, 
Socel, Ol, Grafit usw.) müssen je nach 
System — magnetisch oder statisch — zwi- 
schen 15 und 20 DM angesetzt werden. 

Die in den USA beheimateten Hersteller 
von Bildröhren-Regenerierungsgeräten wie 
etwa Windsor nennen als sichere Grundlage 
für die Einrichtung einer solchen Werkstatt 
eine wöchentliche Bearbeitung von 50 Bild- 
röhren, wozu zwei Pumpanlagen nötig sind. 
Entscheidend dürfte die Organisation für 
die Beschaffung entsprechender Mengen von 
Alt-Röhren — und für den gesicherten Ab- 
satz der regenerierten Bildröhren sein. 

Karl Tetzner 


Nuvistoren aus deutscher Fertigung 


Für professionelle Anwendung, versuchs- 
weise aber auch für die sogenannte Unter- 
haltungselektronik, hatte die Radio ‘Corp. 
of America vor zwei Jahren den Nuvistor 
entwickelt — eine Metall-Keramik-Röhre mit 
geringen Abmessungen, hoher Festigkeit 
gegen Stoß und Vibration, weitgehender 
Unabhängigkeit von der Umgebungstempe- 
ratur, geringen Exemplarstreuungen und 
Kapazitäten, niedrigem Rauschen, guten Hf- 
Eigenschaften, niedriger Heizleistung (6,3 V/ 
0,14 A) und hoher Stabilität der elektrischen 
Daten bei Unterheizung. Wir hatten darüber 
in der FUNKSCHAU 1959, Heft 16, Seite 378 
bis 380 ausführlich berichtet. 

Nunmehr haben auch deutsche Röhren- 
hersteller die Produktion dieser für viele 
kommerzielle Zwecke wichtigen Röhre auf- 
genommen (Siemens & Halske, Röhrenfa- 
brik und Valvo). Die Nuvistor-Röhre hat 
ein konzentrisch angeordnetes System zy- 
lindrischer Elektroden (Bild 1), und jede 
Elektrode bildet mit ihrem Träger — Metall- 
scheibe oder Kegel — eine starre Einheit, die 
mit drei Halterungsstiften im Boden der 
Röhre, gebildet von der Keramik-Sockel- 
platte, befestigt ist. Ohne Verwendung von 
Glimmer wird hier ein sehr vibrations- und 


Bild 1. Konzen- 
trisches System 
der Nuvistor- 
Triode Valvo 
7586 (Stahl- 
blechkolben 
oberhalb der 
Trägerplatte 
entfernt) 





stoßfestes System aufgebaut. Die Verbin- 
dungen im System erfolgen durch Hart- 


Bild 2. 
So klein 
ist der 
Nuvistor 





lötung in einer Wasserstoffatmosphäre bei 
1000° C. Mit annähernd der gleichen Tempe- 
ratur wird der Nuvistor evakuiert und 
vakuumdicht mit dem Stahlblechgehäuse 
verbunden; das Entgasen ist bei diesen 
Herstellungsverfahren besonders kräftig, so 
daß es später nicht mehr zu Gasausbrüchen 
kommen kann. Das aber ist wichtig für eine 
hohe Lebensdauer. Dank der hohen Wärme- 
leitfähigkeit der Lötverbindungen und der 
großen Abstrahlfläche der Elektrodenträger 
ist es möglich, die Nuvistoren bei sehr 
hohen Umgebungstemperaturen zu betrei- 
ben. 

Valvo hat jetzt drei Nuvistor-Typen in 
der Roten Reihe der Farbserie (Spezialröh- 
ren) herausgebracht: 

7386 Triode, 7587 Tetrode, 7895 Triode. 
Sie stimmen mit den entsprechenden ameri- 
kanischen Nuvistor-Röhren datenmäßig 
überein. 


Heft 21 /FUNKSCHAU 1961 
1174 





Kennzeichen fortschrittlicher 






































Entwicklung: 


e Batteriesparender Antrieb durch leistungsfähige, 
selbstregelnde Batteriemotore. 

e Hohe Ausgangsleistung durch sorgfältige aufgebaute 
Transistorenverstärker mit Gegentakt-Endstufe. 

e Zuverlässiger, stabiler Aufbau mit hervorragenden 
Betriebseigenschaften. 

e Moderne, zweckmäßige Gehäusegestaltung unter 
Verwendung schlagfesten Polystyrols. 





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vom Rundfunkgerät — mit diesen beiden Geräten bietet 
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Gehäuse aus schlagfestem Polystyrol - Farbausführungen rot/grau 
und hell/dunkelgrau. DM 174,—* 


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FUNKSCHAU 1961 / Heft 21 
1175 


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Heft 21/FUNKSCHAU 196] 
1176 


Ingenieur-Seiten 


Vom Wert der Empfindlichkeitsangabe in KT, 


Von DR.G.PUSCH 


In nachstehendem Beitrag wird begründet, daß es nicht sinnvoll ist, absolute Rauschzahlen zur Beurteilung der Rauschqualität 
von Fernsehempfängern heranzuziehen. Eine klare Beurteilung ergibt sich erst in dem von den Amerikanern vorgeschlagenen 
Rauschmaß ar, das in dB ausgedrückt wird. Streubereiche von + 2 dB sind durchaus zulässig. 


Die bei den Rundfunkempfängern hörbaren Rauschstörun- 
gen gewinnen mit wachsender Übertragungsfrequenz inso- 
fern an Bedeutung, als sie die Empfangsmöglichkeiten mehr 
und mehr einschränken. 

Bei den im VHF- und UHF-Gebiet arbeitenden Fernseh- 
empfängern wird das Rauschen als Schneegestöber oder auf- 
gemwirbelter Grieß auf dem Bildschirm sichtbar. Die Ursache 
des Rauschens liegt in der Hochfrequenzenergie, die von den 
durch Raumwärme und Katodentemperatur bewegten Elektro- 
nen in der Eingangsschaltung erzeugt wird. Dieses Störsignal 
wird gleichzeitig mit dem von der Antenne gelieferten Nutz- 
signal verstärkt. Das Rauschen bestimmt mithin die Grenze 
der Empfangsmöglichkeiten. Im Interesse einer störungs- 
freien Wiedergabe muß man daher einen möglichst großen 
Störabstand (Verhältnis zwischen Störsignal und Nutzsignal) 
anstreben. 

Wären in der Eingangsschaltung außer der Raumwärme 
keine weiteren Wärmequellen und auch keine Kreisverluste 
vorhanden, so könnte man von einem idealen Empfänger 
sprechen. Dieser hätte dann theoretisch die Rauschleistung 
von 1kT, je Hz der Bandbreite. In dem Ausdruck KT, be- 
deutet k die aus der Thermodynamik bekannte Boltzmann- 
sche Konstante. T, stellt die Temperatur des Raumes über 
dem absoluten Nullpunkt dar, sie beträgt etwa 300° bei Zim- 
mertemperatur. 1 kT, hat die Größe von 4 : 10°” W/Hz und ist 
daher unvorstellbar klein. Bei einem Fernsehempfänger mit 
einer Bandbreite von 5 MHz (= 5 :10°Hz) würde die gesamte 
Rauschleistung 5 -10°-4-10°" =2-10":W betragen. Da in 
der Praxis aber zusätzliche Rauschquellen auftreten, wie das 
erwähnte Wärmerauschen der Röhrenkatoden und das Rau- 
schen der aus anderen Gründen notwendigen Schaltelemente, 
z. B. der Widerstände, so ist hier die vorhandene Rauschlei- 
stung wesentlich größer. 

Das Verhältnis der Rauschleistung eines „praktischen Emp- 
fängers“ mit zusätzlichen Rauschquellen zu der eines 
„idealen“ Empfängers wird nach Fränz die Rauschzahl F 
genannt. Mit ihrer Hilfe kann man die Rauscheigenschaften 
der Empfänger unabhängig von der Bandbreite beurteilen. In 
diesem Zusammenhang sei noch bemerkt, daß oft gesagt 
wird, ein Empfänger habe eine bestimmte Empfindlichkeit in 
kTo. Diese Angabe ist aber nicht exakt, weil KT, keine physi- 
kalische Einheit (wie z. B. Watt oder Hertz) darstellt. 

In der Praxis haben Fernsehempfänger Rauschzahlen F =5 
im VHF-Gebiet und F = 20 im UHF-Gebiet. Das bedeutet, daß 
in diesen Empfängern eine fünfmal bzw. zwanzigmal größere 
Rauschleistung auftritt als im idealen Empfänger, der nur ein 
Eingangskreisrauschen aufweist. 

Da es nun verhältnismäßig einfache Meßgeräte (Rausch- 
dioden) gibt, die die Rauschzahlen praktischer Empfänger 
relativ genau zu messen gestatten, ist es üblich geworden, sie 
als technische Daten zu veröffentlichen. Die so einfach gemes- 
senen Rauschzahlen unbesehen als Qualitätsmaßstab zu be- 
nutzen, ist aber sicherlich falsch, denn beim Vergleich ver- 
schiedener Empfänger kommt es nur auf das Verhältnis der 
Rauschzahlen, nicht aber auf deren absolute Differenz an. Es 
hat also gar keinen Sinn zu sagen, „ein Empfänger ist 5kT, 
besser als ein anderer“, wenn man nicht hinzusetzt, auf wel- 
chen Ursprungswert sich diese Aussage bezieht. Weist das 
Vergleichsgerät eine Rauschzahl von F = 10 auf, so ist bei 
einer Verbesserung um AF=5 das Verhältnis der Rausch- 
zahlen 5 :10 bzw. 1:2, also die prozentuale Abweichung mit 
50 % erheblich. Hat aber das Vergleichsgerät die Rauschzahl 
F = 20, so beträgt mit derselben Verbesserung die Abwei- 
chung nur 25 % und ist damit praktisch nicht mehr bemerkbar. 


FUNKSCHAU 1961 / Heft 21 


1177 


Wenn es wie hier auf das Verhältnis zweier Größen oder 
deren prozentuale Abweichung ankommt, verwendet man in 
der Technik gern ein logarithmisches Maßsystem. In der Hf- 
und Nachrichtentechnik rechnet man heute in solchen Fällen 
allgemein in dem logarithmischen dB-Maß. So ist es üblich 
geworden, die Rauschzahl oder den Rauschfaktor F nicht 
mehr absolut, sondern das Rauschmaß ar in dB anzugeben. 
Bild 1 zeigt die Umrechnung des Rauschfaktors F in das loga- 
rithmische Rauschmaß ar. 

Umfangreiche Testversuche mit verschiedenen Betrachtern, 
die die Qualität von verrauschten Fernsehbildern beurteilen 
sollten, ergaben, daß kleine Unterschiede in der Rauschzahl 
(beispielsweise von 10 auf 15) gar nicht bemerkt wurden. Ja, 
es wurden sogar Empfänger mit höheren Rauschzahlen von 
einzelnen Personen hinsichtlich des Rauschens für besser 
gehalten. Erst eine Verdoppelung der Rauschzahl konnte von 
etwa 90 % der Versuchspersonen als bemerkbare Qualitäts- 
verschlechterung erkannt werden. 

Analoge Versuche hat man auch in den USA — und zwar. 
u. a. mit Radarbildbetrachtern — durchgeführt. Sie brachten 
ein ähnliches Ergebnis. 

Es ergibt sich nun, daß Qualitätsunterschiede erst bei ver- 
doppelter oder halbierter Rauschzahl, d. h. bei 3 dB Differenz 
des Rauschmaßes, vom Betrachter wahrgenommen werden. 
Eine Abweichung vom Mittelwert des Rauschmaßes ar, die 
kleiner als +2 dB, also um +1.dB niedriger ist, als der von 
einem Betrachter noch bemerkbare Unterschied, hat keine 
praktische Bedeutung. Dies bestätigte sich in Versuchsreihen 
auch bei den verschiedensten Empfängertypen und den unter- 
schiedlichsten Kontrasteinstellungen. 

Ein mittleres Rauschmaß von 7dB (F = 5), das im VHF- 
Bereich heute üblich ist, kann daher auf 5 dB (F = 3) absinken 
oder auf 9dB (F = 8) ansteigen, ohne daß jemals ein Quali- 
tätsunterschied bemerkt werden kann (siehe schattierten Be- 
reich I in Bild 1). 


Rausch- 


faktor F Streubereich I [UHF) 


| Sreubsteicn LIVHF] 




















Rauschmaß E an- — 


Bild 1. Umrechnung des Rauschfaktors F in KT, in das Rauschmaß ap/dB 


549 


Im UHF-Gebiet bei einem mittleren Rauschmaß von 13 dB 
(F = 20) beträgt der Streubereich (Bereich II in Bild 1) 11 bis 
15 dB, was den Rauschzahlen F = 12...32 entspricht. Der 
starke Unterschied, der in der Toleranz gegenüber diesem 
Mittelwert von 13 dB liegt, wird also von einem Betrachter in 
keinem Falle wahrgenommen werden können. 

Die heute noch technisch bedingte Differenz der mittleren 
Werte von ar = 7 dB im VHF- und von ar = 13 dB im UHF- 
Gebiet beträgt nur 6 dB. Aus den oben angeführten Ergeb- 
nissen der Reihenversuche kann man schließen, daß dieser 
Unterschied für einen unbefangenen Betrachter gerade noch 
feststellbar ist, wenn VHF- und UHF-Sender mit annähernd 
gleichem Pegel einfallen. Da aber die UHF-Sender wesentlich 
höhere Strahlungsleistungen aufweisen als die VHF-Sender, 
kann praktisch keine Qualitätsverminderung bei annähernd 
gleichen Entfernungen zu den Sendern bemerkt werden, so- 
fern sie nicht extrem groß werden. 

Das in dB gemessene Rauschmaß führte — wie vorher ge- 
zeigt — zu einer objektiven Beurteilung des Rauschverhaltens 
beim Vergleich verschiedener Empfänger. Es wurde nun ver- 
sucht, auch die Qualität brauchbarer oder guter Fernsehbilder 
in einem dB-Maßstab auszudrücken. 

Aus umfangreichen Untersuchungen ergab sich, daß Bilder, 
deren Empfangspegel 60 dB über dem absoluten Rauschpegel 


Er 





550 


f 





des Empfängers lagen, also mit einem Rauschabstand azr = 
60 dB, (Bild 2 und 2a), übereinstimmend als rauschfrei und 
sehr gut bezeichnet wurden (60 dB bedeutet ein Verhältnis 
der Signal- zur Rauschspannung von 1000 :1). 

Bilder, deren Empfangspegel 40 dB über dem Rauschpegel 
lagen (Spannungsverhältnis 100 :1), wurden durchweg als 
gut bewertet (Bild 3 und 3a). 

Bilder, deren Empfangspegel 20 dB über dem Rauschpegel 
lagen (Spannungsverhältnis 10:1), wurden als noch brauch- 
bar (Bild 4 und 4a) und solche mit 10 dB Rauschabstand 
(Spannungsverhältnis 3:1) als unbrauchbar bezeichnet 
(Bild 5 und 5a). 

Die Bilder 2 und 5 zeigen einen Ausschnitt aus dem RMA- 
Testbild und die Bilder 2a bis 5a die zugehörigen Zeilen- 
oszillogramme. 

Bis zu etwa 50 km Entfernung vom Sender ist je nach An- 
tennenlage und örtlichen Bedingungen ein Empfang möglich, 
der den Bildern 2 oder 3 entspricht. In Entfernungen von 
mehr als 50..80 km werden die als brauchbar bezeichneten 
Bilder 4 oder 5 empfangen. 

Aus der Tatsache, daß man wirklich brauchbare Bilder erst 
bei Signal/Rauschabständen von mehr als 20 dB erhält, kann 
man ebenfalls schließen, daß Unterschiede in dem Rauschmaß 
von nur 2 dB von keiner Bedeutung sind. 


Ausschnitte aus dem RMA-Testbild und zugehö- 
rige Zeilenoszillogramme bei verschiedenen 
Signal/Rauschabständen app 


Bild 2 und 2a. Signal/Rauschabstand ayp=60 dB 
Beurteilungsstufe „sehr gut“ 


Bild 3 und 3a. Signal/Rauschabstand ayp=40 dB 
Beurteilungsstufe „gut“ 


Bild 4 und 4a. Signal/Rauschabstand ayp=20 dB 
Beurteilungsstufe „noch brauchbar“ 


Bild 5 und 5a. Signal/Rauschabstand ayp=10 dB 
Beurteilungsstufe „unbrauchbar“ 


Heft 21 /FUNKSCHAU 1961 


1178 


4. Nullindikator 


Da man mit einem Nullindikator allein 
bereits etwas anfangen kann, ein Kompen- 
sator ohne Nullindikator jedoch völlig wert- 
los ist, soll mit dieser Baubeschreibung be- 
gonnen werden, und zwar mit der Beschrei- 
bung eines Spiegelgalvanometers. Dabei sei 
nochmals daran erinnert, daß dieses Instru- 
ment später einen Teil des Kompensators 
darstellen wird und also auf seine Herstel- 
lung größte Sorgfalt verwendet werden 
muß. 


4.1 Spiegelgalvanometer 


Zu Anfang der Baubeschreibung soll das 
Prinzip des Spiegelgalvanometers anhand 
von Bild 16 erläutert werden. In einem Ma- 
gnetfeld, das im einfachsten Falle durch 
einen Hufeisenmagneten M erzeugt wird, 
befindet sich eine Spule S, die an einem 
dünnen Torsionsfaden T aufgehängt ist. 
Dicht oberhalb der Spule ist ein kleiner 
Spiegel Sp starr mit der Spule verbunden. 
Von einer Lichtquelle L fällt ein Lichtstrahl 
auf den Spiegel, wird dort abgelenkt und 
auf einen Schirm F geworfen. 

Schickt man nun einen Strom durch die 
Spule, dann entsteht ein Magnetfeld, dessen 
Richtung im allgemeinen von der Richtung 
des durch den Hufeisenmagneten gegebenen 
Feldes verschieden ist. Die Spule versucht 
nun, sich so zu drehen, daß die Richtungen 
der beiden Felder ineinanderfallen. Der 
Spiegel dreht sich mit, und als Folge davon 
wird der vom Spiegel auf den Schirm fal- 
lende Lichtstrahl abgelenkt. Die Lichtmarke 
auf dem Schirm nimmt eine neue Stellung 
ein, und der Abstand zwischen der alten 
und der neuen Lage der Lichtmarke ist ein 
Maß für den durch die Spule fließenden 
Strom. 

Der Vorteil solcher Instrumente ist die 
hohe Empfindlichkeit, die sich infolge der 
sehr geringen Rückstellkraft des Torsions- 
fadens ergibt, sowie die gute Auflösung, 
da der „Lichtzeiger“ trägheitslos ist und 
man ihn beliebig lang machen kann, so daß 
sehr kleine Ausschläge noch wahrnehmbar 
sind. 

Es ist noch interessant nachzuprüfen, wie 
die Spule im Magnetfeld stehen muß, damit 
das auf den Torsionsfaden wirkende Dreh- 
moment möglichst groß wird. Dieses Dreh- 
moment ist proportional ® X © (® = Fluß 
des Hufeisenmagneten und © = Durc- 
flutung der Spule, sind Vektorgrößen). Die 
Auflösung dieses Produktes lautet M = 
|®|-|®|-sino, wobei «a den von den 
beiden Vektoren eingeschlossenen Winkel 
bedeutet. Nun ist aber sina am größten, 
wenn «= 90° ist, d. h. man erhält das 
größte Drehmoment, also die höchste Emp- 
findlichkeit, wenn das Feld des Permanent- 
magneten und die vom Strom herrührende 
Durchflutung der Spule senkrecht aufein- 
anderstehen. 

Die Baubeschreibung dieses Spiegelgal- 
vanometers enthält keine Zeichnungen. Das 
hat seinen Grund darin, daß das Galvano- 
meter aus einem vorhandenen Drehspul- 
meßwerk hergestellt wird und so natürlich 
keine definierten Maßangaben gemacht wer- 
den können. Trotzdem wird sicherlich eine 
ausführliche Beschreibung, verbunden mit 
der Erfahrung des Praktikers, den Bau eines 
brauchbaren Instrumentes ermöglichen. Das 
Mustergerät wurde aus einem Schalttafel- 
instrument quadratischer Form von Siemens 
& Halske hergestellt, das bei genügender 
Empfindlichkeit den Vorteil besitzt, verhält- 
nismäßig groß zu sein, so daß die fein- 
mechanischen Arbeiten erleichtert werden. 

Nachdem das Meßwerk aus dem Gehäuse 
genommen worden ist, wird zunächst die 


FUNKSCHAU 1961 / Heft 21 


1179 


HELMUT WEIDNER 


Für den {ungen Funktechniker 


Einführung in die Feinmeßtechnik 
Selbstbau feinmeßtechnischer Geräte 
2. Teil 


Im Anschluß an die theoretischen Betrachtungen über feinmeßtechnische Verfahren soll nun 
die Beschreibung einiger Geräte gegeben werden, wie sie für die Durchführung von Prä- 
zisionsmessungen erforderlich sind. Es soll gleich vorweg gesagt werden — und das gilt für 
alle beschriebenen Geräte —, daß diese Arbeiten nur von jemandem in Angriff genommen 
merden sollten, der über sehr viel Geduld, Zeit und gutes Werkzeug verfügt. Es geht hier- 
bei immerhin um eine Genauigkeit von einem Zehntel Promille, und wenn man nicht bis 
zur Beendigung der Arbeiten peinlichste Sauberkeit und Sorgfalt einhält, ist es schade um 
das verbrauchte Material. Andererseits wird man sich, wenn man die hinreichende Aus- 
dauer aufbringt, einen Gerätesatz schaffen, der einen beachtlichen Wert darstellt und der 
auf dem Gebiet der Gleichstrommessungen universell vermwendet werden kann. 


Skala entfernt, die meist mit zwei kleinen 
Schrauben befestigt ist. Man hält nun den 
Magneten in der Hand, an dem wiederum 
mit zwei Schrauben ein Messing- oder Alu- 
miniumgerüst befestigt ist, das die Lager 
mit Drehspule, Rückstellfedern und Zeiger 
sowie den Eisenkern trägt. Diese Schrauben 
werden ebenfalls gelöst, um auch das eigent- 
liche Meßwerk zu entfernen. Dabei wird der 
Eisenkern natürlich vom Magneten ange- 
zogen und die Drehspule eingeklemmt. Am 
besten ist es, wenn man den Magneten 
irgendwie einspannt, damit man beide 


Hände frei hat, und das Meßwerk so aus 









Bild 16. Prinzip des 
Spiegelgulvanometers 


L 


der zylindrischen Bohrung zwischen den 
Polen herausnimmt, daß die Drehspule über- 
all etwas Luft hat. Die Drehspule muß auf 
jeden Fall unversehrt bleiben, denn eine 
verbogene Spule ist wertlos, und das In- 
strument könnte weggeworfen werden. 


Die Drehspule 


muß nun aus dem Lagergerüst entfernt wer- 
den. Zu diesem Zweck schneidet man die 
beiden Rückstellfedern mit einer Schere 
durch, und das eine Lager wird, wenn es 
einstellbar ist, etwas zurückgedreht, bis man 
die Drehspule leicht herausnehmen kann. 
Bei einer andersartigen Lagerung muß man 
sich vorher genau überlegen, wie man die 
Drehspule entnehmen kann, ehe man an die 
Arbeit geht. Hier muß gesagt werden, daß 
solche Instrumente, bei denen die Lager am 
Eisenkern sitzen, unbrauchbar sind. Die 
stählernen Lagerspitzen der Spule weisen 
dann nach innen und sind nicht zu entfer- 
nen. Das ist aber unbedingt erforderlich, 
denn die Drehspule des fertigen Gerätes 
muß vollkommen eisenfrei sein, da sie 
später frei aufgehängt wird. Selbst eine so 
kleine Eisenmenge wie die Lagerspitze 
würde vom Magneten angezogen werden, 
und die Spule könnte sich nie frei drehen. 

Nun, bei größeren Instrumenten liegen die 
Lager stets außerhalb der Drehspule; die 
Spitzen können dann vorsichtig herausge- 
zogen werden. Doch soweit sind wir noch 
nicht; zunächst haben wir also den Magne- 
ten und das Meßwerkgerüst vor uns. Die 


nächste Arbeit besteht darin, die Lager zu 
entfernen, und zwar so weit, daß oberhalb 
und unterhalb der Drehspule der Raum 
völlig frei wird. Zweckmäßigerweise trennt 
man mit einer feinen Laubsäge die Alu- 
minium- bzw. Messingstege, die die Lager 
tragen, heraus, jedoch so, daß der zylindri- 
sche Eisenkern an seinem Platz bleibt und 
nicht beschädigt wird. 


Montage des Magneten 


Drehspule und Eisenkern werden nun bei- 
seite gelegt, denn nun erfolgt die Montage 
des Magneten auf einer geeigneten Grund- 


Bild 17. Verstellbarer 
Fuß 











VER 


Gewinde- 


platte. Bei dem Mustergerät erübrigte sich 
diese Arbeit, denn es war — wie bereits er- 
wähnt — ein Schalttafelinstrument, bei dem 
der Magnet auf eine Blechplatte von passen- 
der Form aufgeschraubt war. 

Verwendet man ein anderes Ausgangs- 
instrument, dann ist eine solche Platte an- 
zufertigen. Sie muß stabil sein und deshalb 
aus 2 mm dickem Eisenblech, 5mm dickem 
Hartpapier oder einem anderen Werkstoff 
von ausreichender Steifigkeit hergestellt 
werden. 

Wie man den Magneten darauf befestigt, 
hängt ganz von dessen Beschaffenheit ab. 
Man kann Gewindebolzen und Abstands- 
röllchen vorsehen oder auch eine Art 
Klemmvorrichtung bauen. In jedem Fall muß 
zwischen Magnet und Grundplatte ein freier 
Raum belassen werden, der groß genug ist, 
um Eisenkern und Drehspule leicht ein- 
setzen zu können. 

Als nächstes müssen die Füße angebracht 
werden, und zwar drei Stück, um eine 
statisch eindeutige Auflage und gute Stand- 
festigkeit zu erzielen. Von diesen drei 
Füßen müssen mindestens zwei in ihrer 
Höhe verstellbar sein, damit das Galvano- 
meter später genau ausgerichtet werden 
kann. Die einfachste Anordnung ist in 
Bild 17 angedeutet; ein Gewindebolzen ist 
an einem Ende mit einem geriffelten Knopf 
versehen (kleine Skalenknöpfe können 
ebenfalls verwendet werden) und dreht sich 
in einem Gewinde, das in die Grundplatte 
geschnitten wird. Besteht die Grundplatte 
aus Metall, dann kann über einer entspre- 
chenden Bohrung auch eine Mutter aufge- 
lötet werden, die dann den Bolzen auf- 


551 











nimmt. Gewindedurchmesser von 4 bis 6 mm 
sind am geeignetsten. 

Die drei Füße werden an den drei Eck- 
punkten eines gleichseitigen Dreiecks ange- 
ordnet, wobei die verstellbaren Füße am 
besten vorn angebracht werden. Weiterhin 
muß die Grundplatte mit Einrichtungen ver- 
sehen werden, um das Gehäuse befestigen 
zu können, das zum Schluß über das Gerät 
kommt. Man sieht, daß man diese ganzen 
Arbeiten vorher eingehend überdenken 
muß, sonst wird man manchen Handgriff 
umsonst verrichten. 

Jetzt ist der Haltestab für den Torsions- 
draht anzubringen. Er soll aus einem isolie- 
renden Werkstoff bestehen und etwa 10 mm 
Durchmesser bzw. Kantenlänge haben, und 






Torsionsdraht- 

halter 

Bild 18a. An- 
ordnung des 


Torsions- 


30---40mm drahthalters 


4 


seine Achse soll ungefähr 30 bis 40 mm von 
der Achse der Drehspule, zu der sie parallel 
verläuft, entfernt sein. Diese Angaben kön- 
nen wiederum nur Richtwerte sein, da sie 
der Größe des Ausgangsinstrumentes an- 
geglichen werden müssen, Die Länge — oder 
besser — Höhe des Isolierstabes bestimmt 
die Länge des Torsionsdrahtes. Je länger 
dieser ist, um so empfindlicher wird auch 
das Galvanometer, jedoch um so schwieri- 
ger ist es zu justieren. 

Mit einer Länge von 250 mm dürfte der 
Torsionsdraht jedoch den sich widerspre- 
chenden Forderungen einigermaßen gerecht 
werden. Man macht dementsprechend den 
Haltestab etwa 300 mm hoch. Mit seinem 
einen Ende wird er auf der Grundplatte 
senkrechtstehend befestigt, und zwar so, 
wie in Bild 18a skizziert, d. h. auf der Sym- 
metrieachse des Meßwerkes. Das Ende, das 
nun als oberes bezeichnet werden kann, 
trägt die Torsionsdrahtanschlüsse. Diese 
sollen anhand von Bild 18b näher beschrie- 
ben werden. Es wird zwischen einem Haupt- 
anschluß, der sich genau senkrecht über der 
Drehspule befindet, und einem Neben- 
anschluß, der zu dem erstgenannten um 90° 
versetzt ist, unterschieden. Diese Unter- 
scheidung wird später einleuchten, wenn 
die Aufhängung der Drehspule beschrieben 
wird. Wie Bild 18b zeigt, ist der Haupt- 
anschluß in der Höhe und auch in seiner 
waagerechten Ebene verstellbar; diese An- 
ordnung erleichtert die spätere Einstellung 
der aufgehängten Drehspule sehr. Hierzu 
sei bemerkt, daß die gezeichnete Konstruk- 
tion für die Anbringung an einem runden 
Isolierstab gedacht ist, doch läßt sie sich für 
einen Stab mit quadratischem oder recht- 
eckigem Querschnitt leicht abwandeln. 


Die Aufhängung der Drehspule 


Die Arbeiten sind nun soweit fortge- 
schritten, daß man sich dem letzten heiklen 
Kapitel zuwenden kann, nämlich der Auf- 
hängung der Drehspule. Da dieselbe zwei 
Anschlüsse hat, sind auch zwei Torsions- 
drähte erforderlich. Die eleganteste Methode 
wäre nun, diese zwei Drähte parallel in 
kleinem Abstand zueinander von der Dreh- 
spule nach oben zu führen. Für ein einwand- 
freies Arbeiten des Gerätes sind dann je- 
doch zwei Dinge Voraussetzung, die der 
Praktiker kaum verwirklichen kann: Erstens 
müssen diese beiden Drähte genau symme- 
trisch zur Drehspulachse liegen, und zweitens 


552 


müssen beide genau unter der gleichen Zug- 
spannung stehen. Werden diese Vorausset- 
zungen nicht erfüllt, dann verschiebt sich bei 
einer Drehbewegung der Drehspule ihre 
Achse, und schon nach einem kleinen Dreh- 
winkel würde die Spule am Magneten oder 
Eisenkern schleifen. Aus den beschriebenen 
Gründen wurde deshalb von dieser Methode 
Abstand genommen und eine andere ange- 
wendet, die nun eingehend beschrieben wer- 
den soll. 

Die Drehspule wird vorsichtig von allem 
störenden Beiwerk, nämlich Rückstellfedern, 
Zeiger, Ausgleichsgewichten und Lagerspit- 
zen, befreit. Die Rückstellfedern schneidet 
man am besten mit einer Schere ab, wobei 
die Spulenanschlüsse natürlich an den zu- 





-.--- ------- 


- 





Haltestab 


Bild 18b. Tor- Bild 19. Vor- 
sionsdrahtan- bereitete Dreh- 
schluß spule 


gehörigen Stützpunkten angelötet bleiben 
müssen, Ebenso verfährt man bei dem Zei- 
ger und den Ausgleichsgewichten. Bei größe- 
ren Instrumenten, wie z. B. bei dem Muster- 
gerät, bilden Zeiger und Ausgleichsgewichte 
eine Baueinheit und sind durch eine kleine 
Mutter an dem einen Lagerzapfen befestigt; 
das Entfernen dieser Teile ist dann einfach. 
Es bleiben noch die Lagerspitzen, von denen 
sich je eine oben und unten an der Dreh- 
spule befindet. Die untere Spitze sollte samt 
Halterung und Anschlußfähnchen entfernt 
werden, da dieser Spulenanschluß ja auch 
nach oben geführt werden muß. 

Meist ist diese ganze Einheit, nämlich 
Lagerspitze, Halterung und Fähnchen, ein- 
fach auf der Wicklung aufgeklebt, und wenn 
man Glück hat, löst sie sich bei behutsamem 
Daran-Wackeln ab. Es ist dabei darauf zu 
achten, daß man diese Versuche an dem 
Halter mit dem Lötanschluß vornimmt, zu 
dem die obere Lage der Spule führt, denn 
der entsprechende Anschluß muß vorher ab- 
gelötet und eine halbe Windung abgewickelt 
werden, so daß sich das Spulenende jetzt in 
der Nähe des anderen Anschlusses befindet. 
Wenn man Pech hat, ist die Wicklung so gut 
gelackt, daß der Draht eher reißt, als daß er 
sich abwickeln läßt; in diesem Falle muß der 
Anschluß mit einem zusätzlich angelöteten 
dünnen Drahtstückchen um die Spule herum 
in die Nähe des anderen Anschlusses ge- 
führt werden, wo er mit einem Tröpfchen 
Klebemittel festgelegt wird. 

Läßt sich der Spitzenhalter als Ganzes 
nicht ablösen, dann muß die Spitze entfernt 
werden; der Halter wird dann sehr vorsich- 
tig so lange abgefeilt, bis eine genügend 
große Fläche entstanden ist, an die, wie 
später noch beschrieben wird, das Gewicht 
angeklebt wird. Die Lagerspitzen versucht 
man auf folgende Art zu entfernen: Mit 
einer kleinen, präzisen Flachzange ergreift 
man die Spitze und drückt fest zu, so daß 
man sicher sein kann, daß sich die Spitze 
in der Zange nicht drehen kann. Mit der 
freien Hand versucht man nun die Dreh- 
spule zu drehen, jedoch ohne große Kräfte 


aufzuwenden, Gelingt dies, dann hat man 
schon gewonnen; durch Hin- und Herdrehen 
und gleichzeitiges Ziehen bekommt man 
dann die Spitze aus der Halterung heraus. 


‚ Der Durchmesser der Spitze wird mit der 


Mikrometerschraube gemessen und notiert. 

Es muß durchaus nicht alles so glatt 
gehen, wie es niedergeschrieben werden 
kann. Es kann leicht passieren, daß der 
Spulenanschluß beim Abwickeln der halben 
Windung so abreißt, daß man beim besten 
Willen kein noch so kurzes Ende zum An- 
stückeln mehr freibekommt. Man kann auch 
das Spulenrähmchen infolge zu großer Kraft- 
aufwendung rettungslos verbiegen, oder die 
Lagerspitzen bleiben trotz hartnäckigster 
Bemühungen in ihren Halterungen sitzen. 
Das soll erwähnt werden, weil der Verfas- 
ser nicht für eventuell zerstörte Meßwerke 
haftbar gemacht werden will. Andererseits 
kann man solche Möglichkeiten doch weit- 
gehend ausschalten, wenn man vorsichtig 
und mit Überlegung an die Arbeit geht. 

Nach Durchführung aller dieser Maßnah- 
men sieht die Drehspule etwa so aus, wie 
sie Bild 19 wiedergibt. Die untere waage- 
rechte Rahmenfläche ist frei bzw. der Spit- 
zenhalter abgefeilt; der zugehörige Anschluß 
ist nach oben geführt und dort festgelegt; 
er bleibt zunächst frei. Der obere Lager- 
zapfen fehlt ebenfalls. Es folgt nun die An- 
bringung des Gewichtes. Dieses ist erfor- 
derlih, um den Torsionsdraht straff zu 
halten, was durch das Drehspulgewicht 
allein nicht in ausreichendem Maße sicher- 
gestellt werden würde; außerdem verlängert 
es in erwünschter Weise die Schwingungs- 
dauer der Drehspule. Im Mustergerät be- 
stand dieses Gewicht aus einem Messing- 
stück mit den Maßen 12 X 3 X 2,5 mm. Es 
muß dem vorhandenen Instrument natürlich 
angepaßt werden und darf über den Grund- 
riß der Drehspule nirgends hinausragen. 
Dieses Gewicht wird unter Beifügung einer 
Isolierschicht (stärkeres Papier genügt) unten 
an die Drehspule angeklebt. 


Der Torsionsdraht 


Wenden wir uns nun dem Torsionsdraht 
zu, von dem man sagen kann: Je dünner, 
desto besser. Es gibt Kupferlackdraht mit 
0,03 mm Kupferdurchmesser, der zwar gut 
geeignet, aber nicht immer erhältlich ist. 
Man kann sich aber helfen, indem man Hf- 
Litze aufspleißt, bei der der Durchmesser 
der einzelnen Ader jedoch nicht mehr als 
0,06 mm betragen soll. Dieses Aufspleißen 
ist auch ein Kapitel für sich, denn viele der 
Innenadern reißen beim Entfernen der 
äußeren Isolation, zumal eine Länge von 
250 mm benötigt wird. Wenn man zum 
Schluß zwei oder drei Adern von Original- 
länge übrigbehält, dann kann man sich 
glücklich preisen. 

Doch ist die Sache insofern nicht sehr kri- 
tisch, als man sicher genügend Rohmaterial 
zur Verfügung haben wird und den Versuch 
der Gewinnung von Torsionsdraht mehr- 
mals wiederholen kann. Nachdem man so 
mindestens zwei Drähte der erforderlichen 
Länge erhalten hat, werden diese so auf- 
bewahrt, daß man sie auch sicher wieder- 
findet. 

Anschließend wird an der Drehspule wei- 
tergearbeitet, indem man den Spiegel an- 
bringt. Dazu beschafft man sich einen Kup- 
fer- oder Messingdraht, dessen Durchmesser 
dem am Lagerzapfen gemessenen entspricht. 
Ein hinreichend gerades Stück erhält man, 
indem man ein Ende eines solchen Draht- 
stückes in den Schraubstock einspannt und 
an dem anderen Ende unter Zuhilfenahme 
einer Zange mit einer solchen Kraft zieht, 
daß der Draht gerade kurz über die Fließ- 
grenze hinaus belastet wird, d, h. daß man 


Heft 21 /FUNKSCHAU 1961 
1180 


FUNKSCHAU 1961 / Heft 21 
1181 


sasal /isıon 


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Heft21/FUNKSCHAU 1961 


ihn etwas reckt. Aus diesem nun gut ge- 
raden Draht wird ein Stück von etwa 20 mm 
Länge herausgekniffen, das man an den 
Enden mit einer feinen Feile vorsichtig nach- 
arbeitet, um den beim Kneifen entstandenen 
Quetschgrat zu entfernen. Dieses Drahtstück 
soll sich nun leicht, jedoch ohne Spiel in den 
Lagtrzapfenhalter einführen lassen. Durch 
einen leichten Druck mit einer kleinen Flach- 
zange wird der Halter etwas zusammenge- 
preßt, so daß das Drahtstück sicher in ihm 
hält. Außerdem kann man noch einen Trop- 
fen Alleskleber zur Sicherheit anbringen, 
jedoch muß auf jeden Fall ein guter Kon- 
takt zwischen Drahtstück und Halter sicher- 
gestellt sein. 

Der Spiegel selbst muß ein Oberflächen- 
spiegel sein, wie man sie z. B. im Sucher 
von alten Platten- oder Box-Kameras findet. 
Ein Stück von passender Größe (beim Mu- 
stergerät 5 X 5 mm) wird sauber mit einem 
sehr feinen Laubsägeblatt ausgeschnitten 
und in der Mitte des an der Drehspule ange- 
brachten Drahtstückes so befestigt, daß es 
parallel zur Spulenebene gerichtet ist. Die 
Befestigung kann mit etwas Alleskleber 
oder aber auch durch Anlöten erfolgen. 


Die Endmontage 


Nun kann mit der Endmontage begonnen 
werden. Die Grundplatte mit dem montier- 
ten Magneten und dem Torsionsdrahthalter 
steht bereit. Man schiebt die Drehspule auf 
den Eisenkern und beides zusammen in die 
zylindrische Bohrung des Magneten, und 
zwar wiederum mit größter Vorsicht, so daß 
die Drehspule nicht beschädigt wird. Das 
den Eisenkern tragende Gerüst schraubt 
man so an den Magneten an, daß der Eisen- 
kern seine vorgeschriebene Lage einnimmt 
und der Abstand zwischen ihm und dem 
Magneten überall gleich ist. Der vorbereitete 
Torsionsdraht wird auf passende Länge ge- 
bracht, an beiden Enden vorsichtig abiso- 
liert und einerseits oben an das Drahtstück, 
das den Spiegel trägt, und andererseits an 
den Torsionsdraht-Hauptanschluß angelötet. 
Die Drehspule liegt dabei auf dem Eisen- 
kern auf, und der in vertikaler Richtung 
verstellbare Torsionsdrahtanschluß befin- 
det sich in seiner unteren Stellung. Die 
Länge des Torsionsdrahtes muß so bemes- 
sen sein, daß durch Verschieben des An- 
schlusses an dem Torsionsdrahthalter ein 
freies Hängen der Drehspule erreicht wer- 
den kann, d. h. daß sie sowohl oben als 
auch unten einen kleinen Abstand vom 
Eisenkern hat. Seitlich darf sie am Eisen- 
kern oder Magneten anliegen; hier wird 
eine freie Bewegung durch Verstellen der 
Füße erreicht. Bild 20a zeigt den Gesamt- 
aufbau. 

Der zweite Drehspulanschluß wird herge- 
stellt, indem das zweite Drahtstück zwischen 
dem noch freien Spulenende und dem Tor- 
sionsdraht-Nebenanschluß eingelötet wird. 
Diese Arbeit muß so erfolgen, daß der 
Draht möglichst keine Kraft auf die Dreh- 
spule ausübt und sie in ihrer Bewegung so 
wenig wie möglich hemmt. Dazu läßt man 
diesen Draht verhältnismäßig schlaff durch- 
hängen; er hat nur die Aufgabe, den einen 
Anschluß zur Drehspule herzustellen, wäh- 
rend die Drehbewegung der Spule um den 
Hauptdraht erfolgt. 

In Bild 20b ist die Anordnung der Drähte 
zu erkennen. 

Hätten wir nun eine Beleuchtungseinrich- 
tung und eine Skala zur Verfügung, dann 
könnten wir unser Spiegelgalvanometer be- 
reits ausprobieren. Bevor wir aber an den 
Bau dieser Zusatzgeräte gehen, wollen wir 
unser Instrument mit einem Gehäuse ver- 
sehen, um es vor Staub und mechanischen 
Beschädigungen zu schützen, Leider lassen 


FUNKSCHAU 1961 / Heft 21 


1183 





Bild 20a. Beispiel eines fertigen Instrumentes 


sich auch hierfür keine Angaben machen, da 
auch das Gehäuse sich ganz nach der Kon- 
struktion, die wiederum vom Ausgangs- 
instrument abhängt, richten muß. Als Mate- 
rial kommt Blech (gelötet, geschraubt, ge- 
nietet oder auch geklebt) oder auch Hart- 
papier bester Qualität (geschraubt oder ge- 
klebt) in Frage. Als Kleber ist in beiden 
Fällen sehr gut UHU-plus zu verwenden; 
dies ist ein in den einschlägigen Geschäften 
erhältlicher Zweikomponentenkleber, des- 
sen Festigkeit bei Beachtung der Gebrauchs- 
anweisung diejenige einer Lötung durchaus 
übertreffen kann. 

Was man natürlich nicht vergessen darf, 
ist ein Fenster in Höhe des Spiegels, um 
den Lichtstrahl ein- und austreten zu lassen. 
Die durchsichtige Abdeckung dieses Fensters 
sollte zylindrisch gewölbt sein, da sonst bei 
schrägem Einfall des Lichtstrahles ein zu 
großer Lichtverlust infolge von Reflexion 
eintreten würde. Zelluloid oder dergleichen 
würde sich zwar gut verarbeiten, wird aber 
im Laufe der Zeit unweigerlich blind. Man 
kann dieser Schwierigkeit jedoch begegnen, 
indem man die Abdeckung so anbringt, daß 
sie verhältnismäßig leicht auswechselbar ist. 

Bild 20a zeigt das Mustergerät in geöffne- 
tem Zustand; in Bild 21 ist das fertige Spie- 
gelgalvanometer mit Gehäuse wiederge- 
geben. 


Die Skala 


ist ohne Schwierigkeiten herzustellen. Auf 
ein Stück Pauspapier, dessen Abmessungen 
Bild 22 zeigt, wird mit schwarzer Tusche 
sauber die eigentliche Skala gezeichnet, wo- 
bei die Abstände zwischen zwei Haupt- 
strichen zweckmäßigerweise 1 cm betragen. 
Dieses Skalenblatt wird auf einen Holz- 
rahmen nach Bild 23 so aufgeklebt, daß die 
unteren Enden aller Skalenstriche mit der 
Kante des Rahmenausschnittes abschneiden. 
Das Ganze wird nun in einem Sichtschacht 
montiert, dessen Querschnitt dem Holz- 
rahmen entspricht. Länge des Schachtes und 
Sitz des Rahmens sind in Bild 24 angegeben. 
Als Material für den Schacht kann im ein- 
fachsten Fall Pappe gewählt werden; eine 


er Fi 
N 





Für den jungen Funktechniker 


Bild 20b. Spulensystem mit Spiegel, Torsions- 
draht und zweitem Draht zur Strom-Rückleitung 





Bild 21. Das Instrument im Gehäuse 


Blechausführung ist natürlich stabiler. Auf 
keinen Fall darf vergessen werden, alle 
Innenflächen mattschwarz einzufärben, um 
störende Reflexionen zu vermeiden. 


Die Skala sollte an einem geeigneten 


Stativ so angebracht werden, daß eine Aus- 
richtung um die zum Skalenblatt parallele 
horizontale Achse möglich ist. 


Die Beleuchtungseinrichtung 


Nun fehlt nur noch die Beleuchtungsein- 


richtung. Dazu sind folgende grundsätzliche 








Bild 22. Skalenblatt 












Ih 
90 10 
110 


Bild 23. Holzrahmen zur Skala 





180 








300 
Bild 24. Abmessungen des Sichtschachtes 


553 








Überlegungen anzustellen: Auf der Skala 
wünscht man eine deutliche, scharfe Marke 
zu sehen. Eine solche wäre ein schmaler 
Lichtstreifen oder aber auch ein dunkler 
Strich in einem hellen Feld. Man erzeugt 
diese Marken durch Projektion eines Spaltes 
(im ersten Falle) oder eines dünnen Drahtes, 
der vor einem Fenster gespannt ist (im 
zweiten Falle). Die zu beschreibende Ein- 
richtung sieht beide Möglichkeiten vor. 

Nun soll jedoch das optische System nicht 
zu groß werden, andererseits aber wird man 
einen großen Abstand zwischen Galvano- 
meter und Skala wählen, um eine deutliche 
Anzeige zu erhalten. Setzt man die Brenn- 
weite der Projektionslinse mit 5 cm an, 
dann ergibt sich aus den einfachen Grund- 
formeln der Optik, daß bei einer Spaltbreite 
von 0,1 mm und bei einem Abstand Linse — 
Skala von 2m das Bild des Spaltes bereits 
4 mm breit erscheinen würde, ein Wert, der 
für unsere Zwecke überhaupt nicht tragbar 
ist. Um auf 1mm herunterzukommen, muß 
man also einerseits den Spalt verengen und 
andererseits die Brennweite der Optik grö- 
ßer wählen; eine Lichtzeigerlänge von 2m 
soll beibehalten werden. 


FLDE 1Kı2kK3G AB 
\\II// | 


T pP 





In diesem Rohr B ist nun der Objektiv- 
träger C verschiebbar angeordnet; die Ob- 
jektivlinse O wird wieder von zwei Ringen 4 
und 5 gehalten. Diese Ringe werden ebenso 
wie diejenigen für den Kondensor 
einem Rohrstück geeigneten Durchmessers 
abgeschnitten. 

Für die Länge der Rohre B und C gelten 
folgende Überlegungen: Bezeichnet man die 
Brennweite der Linse mit f, den Abstand 
Linse — Spalt mit b (vgl. Bild 25) und den 
Abstand Linse — Skala mit c, dann gilt die 
Formel 


4,4_4 
ae a (20) 
Das ergibt nach b aufgelöst 
f 
ee (0) 
1 —_— — 
c 


Man erkennt, daß für einen unendlichen 
Skalenabstand b = f wird, d. h. der kleinste 
Wert, den b annehmen kann, ist f. Um den 
größten Wert von b zu bestimmen, legt man 


Bild 25. Beleuchtungsein- 
richtung im Schnitt 

















Il > Rasierklingen 
Ir Stückchen 
gi Bild 26. Spaltblende zur Er- 
| zeugung einer Lichtmarke 
Draht 
—\ Bild 27. Blende 
Pmit Klebstoff zur Erzeugung 
festlegen eines dunklen 
\ Striches im hellen Feld 


Um mit der Beleuchtungseinrichtung rein 
volumenmäßig keinen großen Aufwand trei- 
ben zu müssen, andererseits aber eine be- 
friedigende Bildhelligkeit zu erhalten, wird 
man einen Kondensor vorsehen. Eine Ein- 
richtung, die diese Überlegungen berücksich- 
tigt, zeigt Bild 25. Als Material verwendet 
man Aluminium- oder Messingrohr, wobei 
es von besonderem Vorteil ist, wenn Rohre 
mit vier verschiedenen Durchmessern vor- 
handen sind, die sich ineinanderschieben 
lassen; andernfalls wird es sich nicht um- 
gehen lassen, passende Zwischenringe zu 
drehen. Von der für ähnliche Fälle oft be- 
schriebenen Methode, Papprohre aus Papier 
selbst zu wickeln, sei dringend abgeraten, 
da die Rohre teilweise zueinander verscho- 
ben werden, wobei sich Abriebstaub bildet, 
der in das optische System gelangt und so 
eine Quelle ewiger Ärgernisse bildet. 

Die Einrichtung nach Bild 25 besteht aus 
dem Hauptrohr A, in dem die Kondensor- 
linsen Kı und Ka montiert sind. Sie werden 
von den Ringen 1, 2 und 3 an ihrem Platz 
gehalten, wobei der Ring 2 so breit sein 
muß, daß sich die Linsen nirgends berühren. 
In das Rohr A ist von der einen Seite das 
Rohr D eingeschoben, das den Glühlampen- 
halter F mit der Glühlampe L aufnimmt. 
Hierüber kommt als Abdeckung das Rohr- 
stück E, das den gleichen Durchmesser wie 
A hat. Es wird von einer Platte P abge- 
schlossen, durch die unter Beigabe einer 
Gummitülle T die Zuleitung für die Glüh- 
lampe geführt wird. Auf der anderen Seite 
folgt direkt auf den Kondensor der Spalt 
G, der von dem Rohrstück B gehalten wird. 


554 


fest, welches der kleinste Skalenabstand 
sein soll, und errechnet b aus Gleichung (30). 
Ist z. B. f=10cm (ein Wert, der sich beim 
Mustergerät als recht günstig erwiesen hat) 
und soll der kleinste Skalenabstand 50 cm 
betragen, dann wird 


10 


Rohr C muß dann um mindestens 2,5 cm 
verschiebbar sein, und zwar so, daß sich 
als kleinster Wert für b 10 cm und als größ- 
ter Wert 12,5 cm einstellen lassen. 

Das Maß a soll so gewählt werden, daß 
der Kondensor den Glühfaden der Lampe 
im Objektiv abbildet, wobei man im allge- 
meinen den kleinsten Wert von b in Rech- 
nung setzt. Um diese Forderung zu erfüllen, 
wird Gleichung (30) ganz analog angewen- 
det. Für f ist jetzt die Brennweite des Kon- 
densors einzusetzen, c wird durch (b + d) 


Bild 28. Beispiel einer fertigen Beleuchtungsein- 
richtung 


von » 


ersetzt und b durch a. Um jedoc ein ge- 
naues Einstellen zu ermöglichen, ist die 
Fassung F, in die die Lampe am besten ein- 
fach eingelötet wird, auch verschiebbar an- 
geordnet. 

Sollte die Brennweite von etwa vorhan- 
denen Linsen nicht bekannt sein, dann 
kann diese auf sehr einfache Weise dadurch 
ermittelt werden, daß man die Linse als 
Brennglas benutzt, d.h. daß man auf irgend- 
einem Untergrund die Sonne scharf abbildet. 
Der Abstand Linse — Untergrund ist dann 
gleich der Brennweite. Wenn man auf diese 
Art die Brennweite einer Kondensorlinse 
bestimmt, dann ist die Brennweite des 
ganzen Kondensators (bei gleichen Linsen) 
halb so groß wie die gemessene. Allgemein 
gilt für die Gesamtbrennweite eines Linsen- 
systems 


1 1 a 1 r 1 
a un na si 
fges f fo fg en 


Es sei noch angegeben, wie man die Größe 
des projizierten Bildes berechnen kann. 
Hierfür kommt die Formel 


„e 
B=G- b (32) 
zur Anwendung, in der B = Bildgröße und 
G = Gegenstandsgröße (z. B. Spaltbreite) 
bedeuten. b und c haben dieselbe Bedeutung 
wie in Formel (30). 


Die Spaltblende 


Was noch beschrieben werden muß, ist 
die Herstellung der eigentlichen Spaltblende. 
Dazu schneidet man sich aus etwa 0,5 mm 
starkem Blech oder auch aus nicht durch- 
scheinendem Isolierstoff eine kreisrunde 
Scheibe aus, deren Durchmesser so gewählt 
wird, daß sie leicht in das Rohr A (Bild 26) 
hineinpaßt. In die Mitte der Scheibe bohrt 
man ein Loch von etwa 5 mm Durchmesser. 
Nun bricht man sich aus einer Rasierklinge 
zwei Stückchen zurecht, so daß an einer 
Kante die Originalschneide erhalten bleibt. 
Diese beiden Stückchen klebt man nun der- 
art über das Loch in der Scheibe, daß an 
der Stelle des größten Lochdurchmessers 
unser Spalt entsteht. Er soll so schmal wie 
möglich sein, allerdings dürfen sich die 
Schneiden nicht berühren. 

Um sich diese Arbeit zu vereinfachen, 
kann man ein Papierstückchen oder auch das 
dünnste Blatt eines Spions!) dazwischen- 
legen und nach dem Kleben wieder heraus- 
ziehen. Das Ganze sieht dann etwa so aus, 
wie in Bild 26 skizziert. Ein solcher Spalt 
würde dann auf der Skala einen Lichtstrich 
erzeugen. 

Man kann das Loch aber auch etwas 
kleiner bohren und nur ein Stück sehr 
dünnen Drahtes darüberkleben, wie in 
Bild 27 angedeutet. Man erhält dann einen 
dunklen Strich im hellen Feld. Da die Her- 
stellung dieser Blenden nicht aufwendig 
ist, kann man sich beide Arten anfertigen 
und nachher ausprobieren, welche in der 
Anwendung günstiger ist. 

Auch die Beleuchtungseinrichtung sollte 
verstellbar an einem Stativ angebracht wer- 
den. Das Gerät des Verfassers zeigt Bild 28. 
Als Glühlampe kann ein Skalenlämpchen 
oder aber, wenn man größere Helligkeit 
wünscht, eine Glühlampe aus einem Auto- 
rückstrahler verwendet werden. Falls bei 
der Beschaffung der Linsen Schwierigkeiten 
auftreten sollten, ist der Verfasser gern be- 
hilflich. 

Der Schluß dieses Teiles erscheint im 
nächsten Heft. 





1) Spion = fächerförmig zusammengefaßte ge- 
schliffene Stahlstreifen verschiedener genau be- 
messener Stärke zum Prüfen enger Abstände. 


Heft 21/FUNKSCHAU 1961 
1184 


Be “ 


Die ständig zunehmende Verwendung von 
Transistoren wird bei vielen Funktechnikern 
den Wunsch nach einem Transistor-Prüf- 
gerät wachgerufen haben. Das im folgenden 
beschriebene Prüfgerät ist einfach im Auf- 
bau und daher für den Selbstbau gut ge- 
eignet. Es ist trotzdem universell verwend- 
bar und gestattet die Prüfung aller pnp- und 
npn-Transistoren unter verschiedenen Be- 
lastungen. Die zu prüfenden Transistoren 
werden in Emitterschaltung betrieben, dabei 
werden der Kollektor-Reststrom und die 
Stromverstärkung gemessen. Eine Beschä- 
digung des zu prüfenden Transistors durch 
thermische Überlastung ist ausgeschlossen. 

Vor der Beschreibung der Gesamtscal- 
tung soll erst das Meßprinzip anhand von 
Schaltungsauszügen besprochen werden. 


Messung des Kollektor-Reststromes 


Der Kollektor-Reststrom Io in Emitter- 
schaltung wird nach Bild 1 bei offener Basis 
gemessen. Das verwendete Instrument hat 
1 mA Vollausschlag. Damit lassen sich die 
im allgemeinen vorkommenden Restströme 
ohne Bereichsumschaltung erfassen. Der 
Widerstand R, schützt das Instrument vor 
Beschädigung, falls der zu prüfende Tran- 
sistor einen Schluß aufweisen sollte. Ry 
wird je nach Meßbereich umgeschaltet und 
begrenzt den Strom auf maximal etwa 3 mA. 
Diesen Strom verträgt das 1-mA-Instrument 
kurzzeitig ohne Schaden. 


Prinzip der Stromverstärkungs-Messung 


Die Stromverstärkung in Emitterschaltung 
ist definiert als 
Ale 


“= 





Da diese Funktion praktisch geradlinig ver- 
läuft, macht man keinen großen Fehler, 
wenn man 
Ie 
0827 
In 


setzt. Wird der Basisstrom I} konstant ge- 
halten, so ist der Kollektorstrom I. der 
Stromverstärkung proportional. Wird I, auf 
einen bekannten runden Wert, z. B. 0,1 mA 





Bild 1. Messung des Bild 2. 
Kollektor- Eichschaltung 
Reststromes 


eingestellt, so kann man an dem im Kollek- 
torkreis liegenden Instrument direkt die 
Stromverstärkung ablesen. Dieses Meßprin- 
zip wird hier angewendet. 


Die Eichschaltung 


In der Eichschaltung nach Bild 2 wird der 
vorgegebene Basisstrom am veränderlichen 
Basisvorwiderstand Ry eingestellt. Der 
Basisstrom Il, wird an dem 1-mA-Instrument 
abgelesen. Der Kollektorstrom fließt über 
den Schutzwiderstand R,. Durch diese Schal- 
tung wird sichergestellt, daß die Spannungs- 


FUNKSCHAU 1961 / Heft 21 
1185 





ING.H.WUSTNER 


Meßtechnik 


Transistor-Prüfgerät 


quelle U beim Eichen mit dem gleichen 
Strom belastet wird wie bei der anschließen- 
den Messung der Stromverstärkung. Dies 
ist besonders bei der Verwendung von Bat- 
terien zur Stromversorgung des Prüfgerätes 
wichtig. Würde nämlich der Kollektorkreis 
beim Eichen offen sein, so würde beim Mes- 
sen der Stromverstärkung durch den dann 
wesentlich größeren Strom die Batterie- 
spannung absinken. Damit wäre auch I, in 
Stellung Messen kleiner als in Stellung 
Eichen, was einen erheblichen Meßfehler 
zur Folge hätte. 

Zur Vermeidung von Meßfehlern muß 
auch davon abgeraten werden, den Basis- 
strom über einen festen Widerstand zu er- 
zeugen, ohne I, zu messen. Diese Methode 
wird bei sehr einfachen Transistor-Prüfge- 
räten angewandt. Dabei wirkt sich jede 
Änderung von U auf den Basisstrom aus, 
was entsprechende Meßfehler nach sich zieht. 


Messung der Stromverstärkung 


Die Stromverstärkung wird in der Schal- 
tung nach Bild 3-gemessen. Das 1-mA-Instru- 
ment liegt über den Vorwiderstand R, par- 
allel zum Schutzwiderstand R;. Es wird also 
der Spannungsabfall an R, gemessen, der 
dem Kollektorstrom I. proportional ist. Je 
nach der Größe von R, ergeben sich ver- 
schiedene Meßbereiche. 


4 


Bild 3. Mes- 
sung der Strom- 
verstärkung 


Bild 4. Gesamt- 
schaltung des 
Transistor- 
Prüfgeräts 


Wahl der Meßbereiche 


Die Bemessung der Schaltung richtet sich 
nach den geforderten Meßbereichen. Um 
Transistoren verschiedener Belastbarkeit 
während der Messung wenigstens annähernd 
richtig zu belasten, wurden drei Meßbereiche 
mit etwa 20mW, 200 mW und 2000 mW 
Kollektorverlustleistung gewählt. Mit dem 
20-mW-Bereich können ‚praktisch alle Vor- 
stufen-Transistoren geprüft werden, wäh- 
rend die höheren Bereiche für Leistungs- 
Transistoren vorgesehen sind. 

Für die drei Meßbereiche wurden Speise- 
spannungen von 3V, 10V und 30 V sowie 
Kollektorströme von 10mA, 30mA und 
90 mA vorgesehen. Die maximale Kollektor- 
verlustleistung N. max tritt auf, wenn die 
halbe Speisespannung am Transistor abfällt. 
Bei R;, = 100Q ergeben sich unter Berück- 
sichtigung von R, und R; dann maximale 
Kollektorverlustleistungen von 25 mW, 
258 mW und 2280 mW. Bei Vollausschlag des 
Instrumentes betragen die Kollektorverlust- 
leistungen 21 mW, 213 mW bzw. 1900 mW. 

Der Widerstand R, verhindert also eine 
thermische Überlastung des zu prüfenden 
Transistors. Der an R, auftretende Span- 
nungsabfall verkleinert die Kollektorspan- 
nung. Dies wirkt sich auf die Meßgenauig- 
keit nur wenig aus, solange die Kniespan- 
nung des Transistors nicht unterschritten 
wird. Bei Kollektorspannungen über etwa 
0,5 V steigt Ie nur wenig mit U.. an. Die 
erzielte Meßgenauigkeit ist jedoch für ein 





Prüfgerät völlig ausreichend. Sehr hohe An- 
sprüche an die Meßgenauigkeit können 
ohnehin nicht gestellt werden, da sich so- 
wohl der Kollektor-Reststrom als auch die 
Stromverstärkung mit der Temperatur 
ändern. 

Vollausschlag des Instrumentes entspricht 
einer Stromverstärkung von a =100. Im 
20-mW-Meßbereich muß dann bei I. =10mA 
ein Basisstrom von 0,1 mA fließen. Im 200- 
bzw. 2000-mW-Bereich müssen die Basis- 
ströme 0,3 bzw. 0,9mA betragen. In den 
drei Meßbereichen entspricht die Staffelung 
der Basisströme (1:3:9) annähernd der 
Staffelung der Speisespannungen (1:3,3:10). 
Eine Umschaltung des Vorwiderstandes Ry 
erübrigt sich dadurch. 

Ist der Stromverstärkungsfaktor größer 
als 100, so kann man in den beiden unteren 
Bereichen auf den nächstgrößeren Bereich 
umschalten. Die Skalenwerte sind dann mit 
3 zu vervielfachen; Vollausschlag entspricht 
einer 300fachen Stromverstärkung. Die 
Speisespannung muß dabei mindestens 3,5 V 
bzw. 9,5 V betragen, damit trotz des Span- 
nungsabfalles an R, eine Kollektorspannung 
von 0,5 V nicht unterschritten wird. 


Die Gesamtschaltung 


Die Gesamtschaltung Bild 4 dürfte nun- 
mehr leicht verständlich sein. Wird keine 











Batterie 
u 

Fingebaute\, Äußere 
o bzw. „Aus” 





Taste gedrückt, so ist der Basiskreis offen 
und das Instrument zeigt den Kollektor- 
Reststrom an. Wird die Taste Eichen ge- 
drückt, so liegt das Instrument im Basis- 
kreis, während der Kollektorkreis über den 
Schutzwiderstand R, geschlossen ist. Mit Rp 
wird der Basisstrom eingestellt. Ry ist in 
einen Fest- und Dreh-Widerstand so auf- 
geteilt, daß der erforderliche Basisstrom 
auch bei Abweichungen der Speisespannung 
bis zu etwa + 25 % vom Sollwert noch ein- 
gestellt werden kann. Zur Stromverstär- 
kungsmessung wird der Knopf a gedrückt. 
Dann liegt die Basis über den Vorwider- 
stand Rj und der Kollektor liegt über den 
Schutzwiderstand R, an Spannung, wäh- 
rend das Instrument über seinen Vorwider- 
stand R, parallel zu R, liegt. Die Wider- 
stände Ryı bis Ryg sind so abzugleichen, 
daß das Instrument bei 10 bzw. 30 bzw. 
90 mA Vollausschlag zeigt. 


Zur Prüfung von npn-Transistoren wer- 
den Betriebsspannung und Instrument um- 
gepolt. Mit dem Schalter S wird entweder 
die eingebaute 3-V-Stabbatterie oder die 
an die äußeren Klemmen angeschlossene 
Spannungsquelle gewählt. Bei Nichtgebrauch 
des Prüfgeräts dient dieser Schalter zum 
Abschalten der Batterie. 


Das im Mustergerät verwendete 1-mA- 
Drehspulinstrtument hat einen inneren 
Widerstand von 70Q. Dieser Widerstand 


555 


% 








muß klein sein gegenüber dem Basisvor- 
widerstand, damit der Basisstrom I, in 
Stellung Eichen und Messen praktisch gleich 
groß ist. 


Aufbau und Bedienung 


Den Aufbau des Prüfgeräts zeigen die 
Bilder 5 und 6. Das Mustergerät wurde in 
ein Blechgehäuse mit den Abmessungen 
20 X 8X 5cm eingebaut. Da die Anordnung 
der Einzelteile keinen Einschränkungen 
unterliegt, kann jedes geeignete Gehäuse 
verwendet werden. Besonders zweckmäßig 
dürfte ein Preßstoffgehäuse sein, da die 
Prüfklemmen dann nicht besonders isoliert 
zu werden brauchen. Als Prüfklemmen wur- 
den Krokodilklemmen mit flachem Schnabel 
für feine Drähte verwendet, von denen die 
Hülsen zur Aufnahme des Bananensteckers 
entfernt wurden. Diese Klemmen gestatten 
eine schnelle und betriebssichere Anschal- 
tung des zu prüfenden Transistors. Die 
Druckknöpfe für Eichen und Stromverstär- 
kungsmessung federn beim Loslassen in 
ihre Ruhelage zurück. Die Stellung npn des 
Polaritätsumschalters ist rot gekennzeichnet. 
Die seitlich angebrachten Buchsen dienen 
zum Anschluß der äußeren Stromquelle. Die 
Verdrahtung des Prüfgeräts ist unkritisch., 

Sollte während des Niederdrückens der 
Stromverstärkungs-Taste das Instrument 
kurzzeitig sehr weit ausschlagen, so schließt 
der Kontakt auf der Basisseite eher als der 
Kontakt auf der Kollektorseite. Dann fließt 
der gesamte Kollektorstrom — allerdings 
durch den Vorwiderstand R, auf etwa 3mA 
begrenzt — kurzzeitig durch das Instrument. 
In diesem Falle sind die beiden äußeren 
Anschlüsse der Taste zu vertauschen, oder 
die Kontakte sind entsprechend zu justieren. 

Anstelle der Druckknöpfe kann auch ein 
Vielfachschalter mit den Stellungen Aus, 
Reststrommessung, Eichen, Stromverstär- 
kungsmessung treten. Die Verwendung von 
Druckknopfschaltern hat jedoch den Vorteil, 
daß man die Zunahme des Reststromes in- 
folge Erwärmung des Transistors beim Prü- 
fen bequem beobachten kann, 

Die Bedienung des Transistor-Prüfgeräts 
ergibt sich aus den vorhergehenden Ausfüh- 
rungen. Es ist darauf zu achten, daß die 
Anschlüsse des zu prüfenden Transistors 
nicht verwechselt werden. Zweckmäßiger- 
weise zieht man eine zuverlässige Tabelle, 
z. B. die neueste Auflage der im Franzis- 
Verlag erschienenen Kristalldioden- und 
Transistoren-Taschen-Tabelle, zu Rate. Wei- 
terhin überzeuge man sich von der richtigen 
Stellung des Bereichs- und Polaritätsschal- 
ters, bevor man die dem eingestellten 
Meßbereich zugeordnete Speisespannung 
anlegt. Im 20-mW-Meßbereich kann man mit 


556 


Bild 5. Ansicht 
des Transistor- 
Prüfgeräts 


Bild 6. Blick in 
die Verdrah- 
tung 


> 





der eingebauten Batterie arbeiten. Diese 
Möglichkeit ist für die Benutzung des Prüf- 
geräts im Außendienst sehr wertvoll. 

Nach dem Einschalten der Batterie mit 
dem Schalter S bzw. nach Anlegen der 
äußeren Spannung kann man den Kollektor- 
Reststrom ablesen. Dann drücke man die 
Taste Eichen und stelle den Basisstrom mit 
Hilfe des Widerstandes Rp auf 0,1mA, 
0,3 mA bzw. 0,9mA ein!). Sowohl bei der 
Reststrommessung als auch beim Eichen 
beträgt der Vollausschlag des Instruments 
1 mA. 

Nach dem Loslassen der Taste Eichen und 
Drücken der Taste Stromverstärkung kann 
man a am Instrument ablesen. Vollaus- 
schlag entspricht 100facher Stromverstär- 
kung. Hat das Prüfobjekt einen hohen Rest- 
strom, so zieht man diesen unter Berück- 
sichtigung der unterschiedlichen Strommeß- 
bereiche vom Instrumentenausschlag ab. 
Wird der Vollausschlag des Instruments 
überschritten, so kann man nach Umschal- 
tung auf den nächsthöheren Bereich Strom- 
verstärkungsfaktoren bis 300fach messen. 
Dabei ist darauf zu achten, daß die Speise- 
spannung mindestens 3,5 bzw. 9,5 V beträgt. 

Prüft man einen Leistungstransistor nach- 
einander in den drei Meßbereichen des Prüf- 





1) Im Mustergerät ist das Instrument im höch- 
sten Bereih für 100 mA Vollausschlag ge- 
shuntet, so daß 1mA Basisstrom eingestellt 
werden muß. 


Technische Daten 


Nachstehend werden die technischen 
Daten des Transistor-Prüfgeräts zusammen- 
gestellt. Es empfiehlt sich, eine derartige 
Aufstellung an der Seitenwand des Prüf- 
geräts anzubringen. 


Reststrommessung: Vollausshlag 1mA, kein 
Knopf gedrückt. 

Stromverstärkungsmessung: 
Meßbereich 20 200 2000 mW 
Speisespannung 3 10 30 V 
Eichen 0,1 0,3 0,9 mA 


Vollausschlag «a = 100. Bei Umschaltung auf 
den nächsthöheren Bereich Vollausschlag a = 
300, dabei Speisespannung mindestens 3,5 bzw 
9,5 V. 


geräts, so stellt man fest, daß der Reststrom 
und die Stromverstärkung in den oberen 
Meßbereichen etwas zunehmen. Dies ist 
durch die höhere Speisespannung in diesen 
Bereichen bedingt, da die Ie/U.e-Kennlinien 
mit Uee leicht ansteigen. 


Ein Universal-Fernseh- 
und UKW-Reparaturgerät 


Zu einem vollständigen Fernseh-Repara- 
turplatz gehört eine ganze Reihe von Gerä- 
ten und Instrumenten, deren Zusammen- 
schaltung Zeit erfordert und leicht zu Irr- 
tümern Anlaß gibt. Es liegt auf der Hand, 
daß der Zusammenbau dieser Geräte eine 
wesentliche Vereinfachung darstellt, durch 
die außerdem noch Platz und Übersicht auf 
dem Reparaturtisch gewonnen werden. 

Aus den genannten Gründen verdient ein 
Fernseh-Service-Gerät Beachtung, daß die 
Firma Arthur Klemt unter der Bezeichnung 
FSG 200 für UKW und Fernsehen nach der 
CCIR-Norm in den Bändern I, II und II, 
unter der Bezeichnung FSG 800M darüber 
hinaus für den UHF-Bereich herausbringt. 
Es umfaßt einen Hochfrequenzgenerator, 
der neben den Frequenzen der Bänder auch 
10,7 MHz und 5,5 MHz als Festfrequenzen 
hervorbringt, einen Bildmustergenerator, 
einen Wobbelgenerator und einen Breit- 
bandoszillografen; dabei kann der Hoch- 
frequenzgenerator als Markengenerator ver- 
wendet werden und die Zusammenschal- 
tung des Hf-Generators, des Bildmuster- 
generators und des Oszillografen als Si- 
gnalverfolger. Das Gerät FSG 800M (Bild) 
enthält noch einen eingebauten Prüfgene- 
rator für 470...800 MHz, der mit dem Video- 
Signal moduliert werden kann. 

Ohne auf die Eigenschaften der einzelnen 
Geräte einzugehen, die allen Anforderungen 
genügen, welche bei der Reparatur und dem 
Abgleich auftreten können, scheint uns die 
Möglichkeit der Signalverfolgung von be- 
sonderem Interesse. Das modulierte Signal 
des Prüfsenders oder auch das des 1000-Hz- 
Generators wird dem Prüfobjekt am Ein- 
gang zugeführt. Mit Hilfe eines zum Repa- 
raturgerät gehörenden Diodentastkopfes 
kann das Signal nun auf seinem Weg durch 
den Fernseh- oder UKW-Empfänger ver- 
folgt und auf dem Bildschirm dargestellt 
werden. Dabei ergeben sich über die beim 
Rundfunkempfänger gebräuchliche Signal- 
verfolgung hinaus weitere Möglichkeiten. 
Es lassen sich Schlüsse auf den Zustand des 
Gerätes sowohl aus der Größe der Signal- 
amplitude und gegebenenfalls aus ihrer Zu- 
nahme von Stufe zu Stufe als auch aus der 
Form ziehen, die der Hersteller von Fern- 
sehempfängern in seinen Service-Unter- 
lagen angibt. Bei den Ablenkteilen des Emp- 
fängers stehen kaum andere Möglichkeiten 
als Sichtbarmachung auf dem Oszillografen- 
schirm zur Verfügung. 

Es hat also gute Gründe, daß sich der seit 
Jahren durch seine Werkstattgeräte be- 
kannte Hersteller dem Problem der Zusam- 
menfassung zugewandt hat. —dy 








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Heft 21/FUNKSCHAU 1961 


Mit der Reparatur von Fernsehempfän- 
gern ist das Röhrenvoltmeter in der Werk- 
statt heimisch geworden. Bediente man sich 
vorher überwiegend des Drehspulinstru- 
mentes, und zwar in der Ausführung des 
Universalgerätes mit verhältnismäßig klei- 
nem Innenwiderstand, so erfordern Messun- 
gen in Fernsehempfängern einen hohen 
Innenwiderstand, der beim Röhrenvoltmeter 
mit verhältnismäßig kleinem Aufwand zu 
verwirklichen ist. Bei gebräuchlichen Instru- 
menten beträgt der Innenwiderstand bei 
allen Meßbereichen mindestens 10 MQ, doch 
gibt es auch solche mit 30 MQ. 

Von mehreren Schaltungsweisen des Röh- 
renvoltmeters hat sich für Werkstattinstru- 
mente die Brückenschaltung mit Doppel- 
triode weitgehend durchgesetzt. Während 
die einzelnen Meßbereiche durch Span- 
nungsteiler eingestellt werden, dient eine 
Brücke als eigentliche Anzeigeanordnung. 


ECC 82 
Bruv 





Bild 1. Schaltung der 
Anzeigebrücke. Einzel- 
teile sind gleichlautend 
mit denen in Bild 2 
bezeichnet 


A-108V 


Die Schaltung dieser Brücke im Grundig- 
Röhrenvoltmeter RV 11, die Bild 1 zeigt, 
möge als Beispiel dienen. Ein Teil des 
Widerstandes R 23, je ein System der Dop- 
peltriode ECC 82 und die Widerstände R 21 
und R 26 bilden die Brückenzweige. An der 
Diagonalen zwischen A und B liegt die 
Speisespannung, und das Meßwerk bildet 
die zweite Diagonale. Während das Steuer- 
gitter der rechten Triode über einen Wider- 
stand von 10MQ am Chassis liegt, so daß 






Zwei Röhrenvoltmeter für die Werkstattpraxis 


Meßtechnik 


Ein Werkstatt-Röhrenvoltmeter 


dieser Brückenzweig konstante Eigenschaf- 
ten aufweist, wird: dem Steuergitter der 
linken Triode über R13 die am Spannungs- 
teiler abgegriffene Teilspannung der zu mes- 
senden Spannung zugeführt. War die Brücke 
vor der Messung durch Einstellung von R 23 
abgeglichen, so ändert sich durch die MeB- 
spannung der Widerstand der linken 
Triode; die Brücke ist nicht mehr im Gleich- 
gewicht, und das Meßwerk zeigt eine Span- 
nung an, die der angelegten Meßspannung 
proportional ist. 

Der Vorteil der Anordnung liegt darin, 
daß sie unempfindlich ist gegen Schwankun- 
gen der an A und B anliegenden Betriebs- 
spannung, die einem unstabilisierten Netz- 
teil entnommen wird. Da das Meßwerk die 
Spannungsdifferenz der einen Diagonalen 
anzeigt, kommt es auf die absolute Höhe 
der Betriebsspannung nicht so sehr an. 

Das Gesamtschaltbild des Grundig-Röh- 
renvoltmeters RV 11 in Bild 2 läßt erkennen, 
daß die Brückenanordnung in Wirklichkeit 
komplizierter ist, weil sowohl Gleichspan- 
nungen mit verschiedener Polarität an der 
Prüfspitze als auch Wechselspannungen und 
Widerstandswerte gemessen werden. Ob- 
wohl in jedem dieser Fälle eine Gleichspan- 
nung an die Brücke gelangt, bedarf es der 
Umschaltung durch die Schalter S1/II und 
S 1/IO, damit jeweils einer der einstellbaren 
Widerstände R22, R24, R25 in Reihe mit 
dem Meßwerk geschaltet werden kann, denn 
an diesen Widerständen wird jeder Meß- 
bereich geeicht. Ferner muß das Meßwerk 
umgepolt werden, je nachdem ob bei Gleich- 
spannungsmessungen an der Prüfspitze plus 
oder minus liegt. 

Die einzelnen Meßbereiche werden am 
Spannungsteiler Ri bis R3 durch den Schal- 
ter S2/I, an R4 bis R10 durch S 2/II und an 














R14 bis R20 durch S2/III eingestellt. In 
Reihe mit den letztgenannten Widerständen 
liegt eine 1,5-V-Batterie als Spannungs- 
quelle bei Widerstandsmessungen. Bei 
Wechselspannungsmessungen dient die Dop- 
peldiode EAA 91 als Gleichrichter, so daß 
auch in diesem Falle Gleichspannung an die 
Brücke gelangt. 

Auf den ersten Blick ist die Zahl der 
Schalter verwirrend groß, doch werden sie 
durch Antrieb mit zwei Knöpfen bedient, 
einem für die Betriebsart (Aus, +, —, Q, 
-\), einem für den Meßbereich. Mit einem 
dritten Knopf für die Nullpunktkorrektur 
sind alle Bedienungsmöglichkeiten des In- 
strumentes erschöpft. Bild 3 zeigt, wie über- 
sichtlich die Anordnung ist. Im Gegensatz zu 
amerikanischen Röhrenvoltmetern ähnlicher 
Ausführung ist nur ein einziger Eingang 
vorhanden, während dort je einer für 






























ee EcC 82 Bild 3. Die Ansicht des Gerätes gibt 
Wechselspannungs-Vorteiler R12 c Aufschluß über die Bedienung 
BBMN B3 
Rı3 = Netz 
[ m 1 ee. ge ©  T0ızaov 
C6 KR Fk T0KRN 
nr L a lin. lin.” 


Gleichspannungen 







































mit Grundig -Röhren- 

voltmeter bei 220V» 

gegen Masse 

gemessen. 

xıMN R21 
Na av. oo PT+LISMS 
































1V= 10V» | 1m Ohm- J00KR 
teiler 
IOKN 
Gleichspannungs- 100Uy= x RR 
Aeilop 900 gi Co 20 klin. 
Wechselspannungs- in 30-kV- Prüfspitze ca.gV 
i teiler Mitgeliefertes Zubehör 
Bild 2. Vollstän- 7 200KR 
10KR IR Abgeschirmtes Kabel 


diges Schaltbild des Grun- 
dig-Röhrenvoltmeters RV 11 





FUNKSCHAU 1961 / Heft 21 


1189 





15Y- 
Batterie L 


3—— Prüfspitze 
>———— Prüfspitze 
a Kabel 


557 





Gleichspannung und einer für Wechselspan- 
nung sowie für Widerstandsmessungen vor- 
handen zu sein pflegt. Das ist ein nicht zu 
unterschätzender Vorteil bei der Benutzung 
des Instruments, weil man mit zwei statt 
drei Anschlußleitungen auskommt. Nor- 
malerweise wird eine Prüfspitze verwendet, 
die einen Widerstand von 200kQ® enthält. 
Zur Erweiterung des Meßbereiches auf 
30 kV, wie er zur Messung der Bildröhren- 
spannung bei Fernsehempfängern erforder- 
lich ist, dient eine besondere Prüfspitze mit 
einem eingebauten Widerstand von 290 MQ. 


Meßbereiche 


Bei Gleich- und Wechselspannungsmes- 
sungen stehen je sieben Meßbereiche zur 


Verfügung: 0...1/3/10/30/100/300/1000 V Voll- 
ausschlag mit einem Innenwiderstand von 
10MQ bei Gleichspannung und 1,4MQ bei 
Wechselspannung. Beachtenswert sind da- 
bei die kleinen Meßbereiche bei Gleichspan- 
nungen, weil sie bei der Reparatur von 
Transistorgeräten unbedingt notwendig 
sind. Weitere sieben Bereiche stehen für 
Widerstandsmessungen zur Verfügung, und 
zwar 1..500@, 10...5000 &, 100...50 000 Q, 
1...500kQ, 10kQ..5MQ, 100 kQ...50 MQ, 
1 MQ...200 MQ. Bei Wechselspannungsmes- 
sungen beträgt die Eingangskapazität ohne 
Meßkabel etwa 20 pF; ferner ist bei Wech- 
selspannungsmessungen eine Gleichspan- 
nungskomponente von 350 V zulässig. 

Dr. A. Renardy 


Röhrenvoltmeter mit Widerstandsmeßbereich 


Das hier beschriebene Röhrenvoltmeter 
ist in der bekannten Brückenschaltung auf- 
gebaut. Zur Anzeige wird ein Mikroampere- 
meter mit 100uA Vollausschlag benutzt, 
als Röhre dient eine ECC 81 (Bild 1). Die 
Katodenwiderstände betragen je 100 kQ, da- 
durch ergibt sich eine gute Stabilität. Der 
Eingangswiderstand des Gerätes beträgt 
20 MQ, wobei in der Stellung für 0,5 V Voll- 
ausschlag dieser Wert von 20 MQ direkt am 
Gitter der Röhre liegt. Die Nullpunktkon- 
stanz ist so gut, daß beim Umschalten vom 
0,5-V-Bereich auf den 1000-V-Bereich keine 
sichtbaren Nullpunktverschiebungen auf- 
treten, so daß die Empfindlichkeit der Röhre 
voll ausgenutzt werden konnte. 
























x1000 2KR 

xikn__20kR 

R3 xIORn 200KR 

52 2Mn 

N xDRR zog 

ST xIMR zoom 
Tastkopf- Y 

anschluß 


Bild 1. Die Schaltung 
des Röhrenvolt- 
meters. Sämtliche 
Spannungsteiler- 
widerstände ein- 

schließlich Rı1 und 

R2 sollen auf # 1"u genau sein 


30kR 
TOR 
10KR 





1000V 










200-200 MR 


Zum Gitter Je nach Bereich 


der Röhre 


15V 
Monozelle 





Bild 3. Volt- und Ohm-Skala 


1500 


Die gute Nullpunktkonstanz ließ sich 
durch Unterheizen der Röhre mit 5,8 V an- 
stelle von 6,3 V erreichen. Ferner ist die 
Netzspannung magnetisch stabilisiert. Hier- 
zu wird die Primärwicklung des Netztrans- 
formators für 170 V bemessen und in die 
Zuführung ein MP-Kondensator von 1uF 
mit 1200 V Prüfspannung eingeschaltet!). 


Mit Hilfe des Schalters S3 wird der An- 
odenwiderstand von 8kQ des linken 
Triodensystems kurzgeschlossen, so daß 
sich der Nullpunkt des Zeigers in die Mitte 
der Skala verschiebt. 





1) Nach FUNKSCHAU 1960, Heft 1, Seite 22 








S 
Ss 
EB 
> 
+150V 

















Rechts: 
Bild 4. 
Chassis- 
Aufbau des 
Muster- 
gerätes 














































































































Für den Widerstandsmeßbereich wurde 
ein neuer Weg beschritten. Durch die Wider- 
stände Ri, R2 sowie R3 und den zu mes- 
senden Widerstand wird eine Brücke bzw. 


‚ ein Spannungsteiler gebildet. Er hat die 


Aufgabe, die von der Monozelle gelieferte 
Spannung von 1,5 V auf 0,5 V bzw. auf den 
Wert des zu messenden Widerstandes ent- 
sprechend herabzusetzen. In Bild 2 ist die 
Brückenschaltung zur besseren Übersicht 
herausgezeichnet. Dabei ist es gleichgültig, 
welcher Strom in den Widerständen fließt, 
da die Anzeige nur von der Spannung ab- 
hängt. Die Monozelle kann dauernd ange- 
schaltet bleiben, weil sie durch die Wider- 
stände Ri und R2, die insgesamt einen 
Wert von 9MQ aufweisen, kaum belastet 
wird. Im Modell wird diese Schaltung be- 
reits über ein Jahr betrieben, ohne daß die 
Monozelle merklich nachgelassen hat. 

Durch diese Schaltung entsteht für den 
Widerstandsmeßbereich eine fast lineare 
Skala nach Bild 3, so daß sich die Werte 
recht genau ablesen lassen. Lediglich im Be- 
reich „X 1Q@* muß der einstellbare Vor- 
widerstand R5 vor dem Instrument nach- 
gestellt werden, weil durch den Widerstand 
R3 = 200 und den zu messenden Wider- 
stand ein Strom von 50..75 mA fließt, so 
daß die Spannung an der Monozelle etwas 
absinkt. In allen anderen Bereichen braucht 
nichts nachgestellt zu werden. Die Kontrolle 
des Nullpunktes erfolgt wie üblich dadurch, 
daß die Ry-Meßklemmen kurzgeschlossen 
werden, wobei der Zeiger mit R5 auf null 
Ohm zu stellen ist. 

Durch die Verwendung von acht Dekaden 
(X1Q9 - X10Q - x1ORQ - X ıkQ - 
x 10 kQ — X 100 kQ — X 1MQ — X 10 MQ) 
können Widerstände von 0,1 bis 100 MQ mit 
guter Genauigkeit gemessen werden. Die 
Skala für den Widerstandsmeßbereich 
(Bild 3) ist allerdings selbst zu eichen und 
zu zeichnen. Bild 4 zeigt den einfachen Auf- 
bau des Chassis. Franz Schubert 





Die Grundlagen der Röhrenvoltmeter, 


dieser für die Werkstattpraxis immer wichtiger 
werdenden Spannungsmeßgeräte, behandelt der 
bereits in 4. und 5. Auflage erschienene Radio- 
Praktiker-Band Nr. 33 von Ingenieur Otto Limann 


Röhrenvoltmeter 
64 Seiten mit 61 Bildern. Preis 1.90 DM 


Seit der 1. Auflage haben besonders die Universal- 
Röhrenvoltmeter in Laboratorien, Prüffeldern und 
Werkstätten stark an Verbreitung und Bedeutung 
zugenommen. Deshalb wurden in die 5./6. Auflage 
die Schaltungen neu entwickelter Geräte aufge- 
nommen, wobei auch der Selbstbau berücksichtigt 
wurde. Das Schrifttumsverzeichnis ist erheblich er- 
weitert worden und dürfte wie bisher einen wert- 
vollen Überblick über das Gesamtgebiet geben. 


FRANZIS-VERLAG - 13b/MÜNCHEN 
POSTFACH 























































































































Heft 21 /FUNKSCHAU 1961 
1190 


OTTO LIMANN 


Rundfunkempfänger 


Die Schaltungstechnik der neuen Transistor-Empfänger 


Die ersten beiden Teile dieser Aufsatz- 
reihe erschienen in Heft 18, Seite 471, und 
Heft 19, Seite 505. 


Einstufige UKW-Bausteine 


Um die Schaltungen der UKW-Bausteine 
zu verstehen, muß man die Wirkungsweise 
der Oszillatorschaltung von UKW-Transi- 
storen kennen. Sie wird ausführlich in dem 
Buch Funktechnik ohne Ballast, 5. und 6. 
Auflage, in den Bildern 9,11 und 9,12 sowie 
in Bild 13,04 behandelt. Deshalb sei hier in 
Bild 12 das Prinzip nur kurz dargestellt. Der 
auf die Frequenz f, abgestimmte Oszillator- 
kreis liegt hochfrequenzmäßig zwischen 
Kollektor und Masse, die Basis ist geerdet. 
Die Rückkopplung erfolgt im UKW-Bereich 






CR 


0C 615 





3, Teil: UKW-Bausteine 


dar. Die Induktivität L1 mit der zugehöri- 
gen Koppelwicklung sowie die zweite 
Schwingkreisspule des ersten Zf-Filters sit- 
zen je in einem Abschirmbecher und sind 
niederohmig induktiv miteinander gekop- 
pelt. Über eine weitere niederohmige Kop- 
pelwicklung geht es dann zum ersten Zf- 
Transistor, 

Die Gleichstromversorgung des Transi- 
stors besteht aus dem Basisspannungsteiler 
(3,3kQ + 22kQ) und dem Emitterwider- 
stand von 470 Q in Reihe mit der Spule L. 
Daraus ergibt sich die bekannte Tempe- 
raturkompensation des Arbeitspunktes. Die 
Abgleichanleitung schreibt vor, daß mit der 
Induktivität L die Schwingspannung zwi- 
schen Emitter und Masse auf größten Aus- 
schlag, das sind etwa 50 mVerr, einzustellen 


Dipol 





1. 2f-Bandfilter 











Links: Bild 12. Prinzip 
der UKW-Oszillator- 

schaltung eines 

Transistors 

Rechts: Bild 13. Einstufiger 
Misch/Oszillator--UKW-Baustein 
im Gerät UKW-Partner 3081 von 
Telefunken 


über den Rückkopplungskondensator Cr. 
Um die richtige Phasenlage zu erhalten, ist 
eine Induktivität L zwischen Emitter und 
Basis notwendig. Sie dient also nicht zum 
Abstimmen, sondern um die maximale 
Oszillatorspannung einzustellen. Die Span- 
nung, die der Rückkopplungsstrom an der 
Induktivität L erzeugt, ist zugleich die Os- 
zillatorspannung für die additive Mischung. 
Die Signalspannung wird ebenfalls dem 
Emitter zugeführt. 

Hiernach ist die Wirkungsweise des ein- 
stufigen UKW-Bausteines (Bild 13) aus dem 
Kleinst-Koffer UKW-Partner 3081 von Tele- 
funken besser zu überblicken. Im Antennen- 
kreis wurde, wie auch bei den folgenden 
Schaltungen, zur Vereinfachung lediglich 
ein Dipol-Anschluß angedeutet. In der 
Praxis arbeiten jedoch die UKW-Taschen- 
super und -Reiseempfänger mit den ver- 
schiedenartigsten Antennen, wie z.B. Einpol- 
Teleskopen, A/4-Litzendrähten, Rückwandan- 
tennen, und außerdem muß in irgendeiner 
Weise die AM-Antenne angekoppelt werden. 

Der UKW-Transistor OC 615 in Bild 13 
arbeitet in Basisgrundschaltung. Die Ein- 
gangsspannung wird von einer Anzapfung 
des Hf-Kreises über einen Kopplungskon- 
densator von 22 pF dem Emitter zugeführt. 
Der Oszillatorkreis ist ebenfalls angezapft 
und wird über eine Kapazität von 68 pF 
an den Kollektor angekoppelt. Die Rück- 
kopplung über den Kondensator CR = 4,7 pF 
und über die Spule L entspricht der Anord- 
nung in Bild 12. Parallel zum Oszillator- 
kreis liegt der erste Zf-Kreis. Er wird durch 
die Spule L1 und den zur Ankopplung des 
Oszillatorkreises dienenden 68-pF-Konden- 
sator dargestellt, der für die Zwischenfre- 
quenz praktisch geerdet ist, denn die weni- 
gen Windungen vom Anzapfpunkt der Os- 
zillatorspule nach Masse stellen für 
10,7 MHz keine nennenswerte Impedanz 


FUNKSCHAU 1961 / Heft 21 


1191 





Oszillatorkreis 
Br 
4IpF BEP 


| 
| 
| 
Rechts: Bild 14. Einstufiger | 
UKW-Baustein im Grundig- L 












| 


Eingangs- 
' Bandfilter 


genden 2-kQ-Trimmwiderstand fallen Si- 
gnal- und Oszillatorspannung ab, werden 
dadurch additiv gemischt und dem Emitter 
zugeführt. Gleichzeitig wird mit diesem 
Trimmwiderstand der richtige Arbeitspunkt 
des Transistors eingestellt. Der Basisspan- 
nungsteiler besteht aus einem 39-kQ-Wider- 
stand und einem Selenventil zwischen Basis 
und Plusleitung. Dieses Ventil bewirkt in- 
folge seines spannungs- und temperaturab- 
hängigen Sperrwiderstandes, daß der Ar- 
beitspunkt des Transistors bei absinkender 
Batteriespannung und bei Temperatur- 
schwankungen konstant bleibt und der Os- 
zillator stets sicher durchschwingt. 

Der übrige Teil der Schaltung mit Oszil- 
latorkreis und erstem Zf-Bandfilter ist aus 
Bild 14 leicht abzulesen. 


1. Zf-Bandfilter 
18pF 






zf 
47pF 
Oszillatorkreis 







3--12pF 
\54--15,4pF 


T5pF | 
4 





Party-Boy-Transistor 201 


0C 615 


ist.DieseHf-Spannungmuß 
mit einem UKW-Röhren- 


1. Zf-Filter 








voltmeter gemessen wer- 
den. Die Batteriespannung 
U) soll dabei nur 5V ge- 
genüber der Nennspan- 
nung von 9 V betragen, 
damit man sicher geht, daß 
der Oszillatorauch noch bei 
Unterspannung schwingt. 


Ebenfalls mit einem 
UKW-Transistor arbeitet 





der Grundig - Party - Boy 
nach Bild 14, jedoch ist die 
Vorselektion durch zwei 
abstimmbare Kreise er- 
höht worden!). Dies hat 
ferner den Vorteil, daß die Oszillatorstör- 
strahlung gut unterdrückt wird. Eine auf 
Bandmitte abgeglichener Eingangsüber- 
trager Ü transformiert von 240 Q symme- 
trisch auf den unsymmetrischen ersten 
Kreis, der über einen Trimmer lose ange- 
koppelt ist. Erster und zweiter Kreis des 
Eingangsbandfilters sind voneinander ab- 
geschirmt und über eine Induktivität ge- 
koppelt. Vom Anzapfpunkt des zweiten 
Kreises wird die Signalspannung über 
470pF dem Basiskreis des UKW-Transi- 
stors OC 171 zugeführt. 


Die Oszillatorschaltung weicht etwas von 
den vorhergehenden ab. Die zur Phasenkor- 
rektur dienende Spule L ist nicht veränder- 
lich; statt dessen liegt ihr ein Trimmer mit 
6...25 pF parallel, mit dem die Rückkopp- 
lung auf den günstigsten Wert eingestellt 
wird. An dem in der Emitterzuführung lie- 





1) Vgl. Bild 8 dieser Aufsatzreihe in FUNK- 
SCHAU 1961, Heft 19, Seite 505 





Bild 15. Zweistufiger UKW-Baustein beim Telefunken-Kavalier K 3291 


UKW-Bausteine mit Vorstufe 


Eine UKW-Vorstufe in Basisschaltung 
braucht nicht neutralisiert zu werden. Der 
Eingangswiderstand einer solchen Stufe ist 
niederohmig, der Ausgangswiderstand 
hochohmig (vgl. Funktechnik ohne Ballast, 
5. und 6. Auflage, Bild 8,13). Das bedeutet, 
daß man im Eingang mit einem Breitband- 
übertrager auskommt, der sich besser als 
ein Resonanzkreis an den niederohmigen 
Eingangswiderstand anpassen läßt, und daß 
man den Kollektorabstimmkreis ohne An- 
zapfung voll ankoppeln kann, weil er nicht 
bedämpft wird. 

Nach diesem Prinzip arbeitet der UKW- 
Baustein des Telefunken-Empfängers Kava- 
lier K 3291 in Bild 15. Der Breitband-Ein- 
gangsübertrager Ü ist mit den Serienkapa- 
zitäten 18 +15 pF auf Bandmitte abgegli- 
chen. Die Teilspannung an 18 pF wird dem 
Emitter des Vorstufentransistors OC 615 
zugeführt. Der Zwischenkreis liegt unmit- 
telbar am Kollektor dieses Transistors; die 


5539 





verstärkte Spannung gelangt über einen 
6-pF-Koppelkondensator an den Emitter 
des Mischtransistors. Die Schaltung der 
Mischstufe entspricht den vorher besproche- 
nen Grundschaltungen; die Phasenkompen- 
sationsspule L ist hier fest eingestellt, die 
Stromversorgung der beiden Transistoren 
erfolgt normal über Basisspannungsteiler 
(5,6kQ + 39kQ) und Emitterwiderstände 
(470 Q bzw. 560 Q). 

Einen ähnlichen Aufbau, jedoch mit 
Valvo-UKW-Transistoren, zeigt der UKW- 
Baustein Bild 16 des Gerätes Philetta-Tran- 
sistor. Im Antenneneingang liegen ein 
Breitbandübertrager Ü und ein fest abge- 
glichener Eingangskreis hintereinander. Als 
Vorstufentransistor dient ein AF114, an 
dessen Kollektor der durchstimmbare Zwi- 
schenkreis voll angekoppelt ist. Parallel zur 
Phasendrehspule L ist hier noch ein Fest- 
kondensator von 15pF angeordnet, der 
ähnlich wie der Trimmer in Bild 14 wirkt. 
Er bildet zusammen mit der Spule L gleich- 
zeitig einen Saugkreis für die Zwischenfre- 
quenz. 

Die Diode D im Oszillatorkreis arbeitet 
als Begrenzerdiode. Bei großen FM-Ein- 
gangssignalen = großen Zf-Signalen wird 
sie leitend und bedämpft dadurch den er- 
sten Zf-Kreis. Außerdem wird dabei verhin- 
dert, daß sich die Kollektorkapazität und 
damit die Oszillatorfrequenz ändert. 

In fast gleicher Weise sind die UKW-Bau- 
steine anderer Transistorempfänger aufge- 
baut, da sich ziemlich zwangsläufig eine 
Standardisierung durch die Eigenschaften 
der Transistoren und die von deren Her- 
stellern empfohlenen Grundschaltungen 
ergibt. Vorwiegend werden die Geräte mit 
Drehkondensatoren abgestimmt, aber auch 
Permeabilitätsabstimmungen kommen vor, 
z. B. beim Gerät UKW-Standard-Boy 201 
von Grundig. 

Eine interessante, auf eigenen Entwick- 
lungen beruhende UKW-Schaltung nach 
Bild 17 zeigt der Körting-Reisesuper Tramp. 
Die Schaltung besitzt zwei Eigenarten: 





1. In der Mischstufe wird eine Zf-Entdämpfung 
angewendet, die ähnlich wie bei Röhrenstufen 
den Innenwiderstand des Transistors für die 
Zwischenfrequenz erhöht und damit die Verstär- 
kung verbessert. Gleichzeitig wird dadurch die 
Schaltung unabhängig von Streuungen der Tran- 
sistordaten. 

2. Die UKW-Vorstufe dient in Reflexschaltung 
zugleich als erste Zf-Verstärkerstufe für die FM- 
Zwischenfrequenz von 10,7 MHz. 

Die Gesamtschaltung Bild 17 arbeitet fol- 
gendermaßen: Das UKW-Eingangssignal ge- 
langt über einen Zf-Sperrkreis und einen 
auf Bandmitte abgeglichenen Eingangskreis 
zum Emitter der in Basisschaltung arbei- 
tenden Vorstufe. Das am Zwischenkreis ent- 
stehende um den Faktor 2,5 verstärkte 
Signal wird dem Emitter des Mischtransi- 
stors zugeführt. Die Mischverstärkung bis 
zum ersten Zf-Kreis ist neunfach. 

Der Oszillatorkreis liegt über einen Kon- 
densator von 100 pF und eine Anzapfung 
am Kollektor. Die Rückkopplung erfolgt 
über Cr =3,3pF. Die Phasenkompen- 
sationsspule hat hier die Bezeichnung L1 
erhalten; auf optimale Schwingbedingung 
wird mit dem Trimmer C4 abgeglichen. 

Die Zwischenfrequenz von 10,7 MHz wird 
vom Sekundärkreis des ersten Zf-Bandfil- 
ters über die UKW-Drossel 1 zurück auf die 
Basis des ersten Transistors geführt. Sie 
wird dort in Reflexschaltung 18fach ver- 
stärkt und liegt dann am zweiten Zf-Filter. 
Da dieser Transistor für die Zwischenfre- 
quenz in Emitterschaltung arbeitet, muß die 
infolge der Rückwirkungskapazität Cpco 
zwischen Basis und Kollektor auftretende 
Schwingneigung neutralisiert werden. 

Die Arbeitsweise der in Ziffer 1 erwähn- 
ten Zf-Entdämpfung der Mischstufe ist in 
Bild 18 vereinfacht herausgezeichnet. Aus 
der Schaltungstechnik der UKW-Mischröh- 
ren ist bekannt, den Innenwiderstand des 
Röhrensystems durch eine aus Kapazitäten 
bestehende Brückenschaltung zu entdämp- 
fen. Bei Transistoren kann diese Schaltung 
nicht optimal ausgenutzt werden, weil die 
Basis-Kollektor-Kapazität Cpc bei den ein- 
zelnen Transistoren stark streut und außer- 
dem bei den unvermeidlichen Änderungen 










































stets genügend weiten Abstand von der 
Selbsterregung zu haben. Das ergibt jedoch 
im Mittel keinen nennenswerten Gewinn 
an Verstärkung und Trennschärfe. 

Bei Körting wurde deshalb die Schaltung 
Bild 18 ausgearbeitet. Sie enthält eine zu- 
sätzliche, für die Zwischenfrequenz wirk- 
same Induktivität L2 in der Basiszuleitung. 
Für die bedeutend höhere Empfangs- und 
Oszillatorfrequenz ist dagegen die Basis 
durch den Kondensator C5 = 100pF ge- 
erdet. Der über die Basis-Kollektor-Kapa- 
zität Cpc zurückfließende Zf-Wechselstrom 
durchfließt die im Basiskreis liegende Spule 
L2, ergibt daran die Rückkopplungsspan- 
nung und bewirkt die Zf-Entdämpfung. Bei 
großer Kollektor-Sperrschichtkapazität und 
demzufolge niedrigem Innenwiderstand des 
Transistors fließt ein größerer Zf-Strom, die 
Rückkopplung wird stärker und umgekehrt, 
bei niedrigem Wert von Cpo sind der Zf- 
Strom und die Rückkopplung niedriger. Im 
ganzen gleichen sich dadurch Transistor- 
streuungen, Oszillatorschwankungen und 
Batteriespannungsänderungen aus, und man 
kann durch richtige Bemessung von L2 
einen günstigen Wert der Zf-Entdämpfung 
einstellen und in der Serienfertigung halten. 

Bei der Reflexschaltung der UKW-Vor- 
stufe arbeitet der Transistor, wie bereits 
erwähnt, für die Zwischenfrequenz in Emit- 
terschaltung und muß deshalb neutralisiert 
werden. Bild 19a zeigt den Transistor in 
dieser Darstellung. Der UKW-Eingangskreis 
in der Emitterzuleitung und der UKW-Zwi- 
schenkreis am Kollektor können für die 
Zwischenfrequenz als Kurzschlüsse betrach- 
tet werden. Andererseits werden die hohen 
Frequenzen des UKW-Eingangssignals 
durch UKW-Drosseln gegen die Zf-Band- 
filter abgeriegelt. Man erhält somit eine 
normale Zf-Verstärkerschaltung mit zwei 
Bandfiltern. Die schädliche Rückwirkungs- 
kapazität Co wird durch eine Brückenschal- 
tung mit den drei Kondensatoren C1 bis 
C3 neutralisiert. Bild 19b gibt nochmals 
vereinfacht diese Neutralisationsbrücke wie- 
der; die Bezeichnungen entsprechen denen 





Emitterbasis- 


Dipol ı von Bild 17 und 19a. Bei abgeglichener 
12pF AF 114 AFN15 der Oszillatoram- Brücke ist die in der einen Diagonalen lie- 
E plitude über denBe- gende Zf-Spannung in der anderen Diago- 
5 Zwischenkreis INA ee reich hinweg eben- nale gleich Null. Zwischen Basis und Emit- 
r [ al 3,3pF falls schwankt. Man ter tritt also keine Zf-Spannung auf, d. h. 
IF 1 e_ die Brücke die Schwingneigung ist beseitigt. 
ne also ür den ungün- Unzweifelhaft erzielt Körting mit den bei- 
p stigsten Fall be- den besprochenen Schaltmaßnahmen — Zf- 
Oszillatorkreis INeSSen; DM. IN der Entdämpfung der Mischstufe und Reflex- 
ya Serienfertigung schaltung der Vorstufe — einen Gewinn an 
p Verstärkung und Trennschärfe. Man spart 
einen Transistor, nimmt allerdings dafür 
. . . eine etwas komplizierte Schaltungstechnik 
ey) ı Links: Bild 16. UKW-Baustein ;n Kauf. Weitere Teile folgen 
De an 1 der Philetta-Transistor Ss 
ri En Oszillatorfrequenz 
06615 00 615 SRRGS m 
2f"Sperrkreis Zwischenkreis u C 1.2f-Filter a N ae fangs- | 
30R 30pF pr BR 15: der zf- frequenz 
+ rm it Mi 60pF Ent- | 
x oopr | \\ Ic dampfung 
= S 30pF Ben 
Ss S 3 p Körting- 
S JopF 30pF Tramp 
| L2 en 
! Links: Bild 19. 
=h3V sa, Die Reflexschal- 
5a ! Lo iung beim Kör- 
1önF = ting-Tramp; a = 


2. Zf-Filter 











-—Nf 


Neutralisierung zum 


Vorstufe 


560 


a Zur 2. Zf-Stufe 
ig J0pF 


Bild 17. UKW-Baustein mit Zf-Ent- 
C2 dämpfung und Reflexschaltung der L 


beim Körting-Tramp 21120 19a 





schaltung für 
die Zmischen- 
frequenz (an 
den durch 
Kreuze markierten Stellen liegen für 
die Zmischenfrequenz unmirksame 
UKW-Kreise); b = Prinzip der Neu- 
tralisationsbrücke 





2,2pF 


Heft 21 /FUNKSCHAU 1961 


1192 


In steigendem Maße werden Leistungs- 
transistoren zur Umwandlung von Gleich- 
spannung in rechteckförmige Wechselspan- 
nungen verwendet, sei es zur Speisung von 
Wechselstromgeräten aus Sammlern, sei es 
zur Gleichspannungswandlung durch Gleich- 
richtung der hochtransformierten Rechteck- 
wechselspannung. Einfache Transistorzer- 
hacker, für die Bild 1 ein Beispiel bietet, 
sind als astabile Multivibratoren geschaltet. 

Bei solchen Zerhackern treten an den 
Transistoren während des Schaltvorganges 
kurzzeitig sehr hohe Verlustleistungen auf. 
Die Werte der Verlustleistungshyperbel 
werden teilweise um mehrere Zehnerpoten- 
zen überschritten. Die in diesen Schaltungen 
fast ausschließlich verwendeten Germanium- 
Leistungstransistoren haben zulässige Kri- 
stalltemperaturen zwischen 75° und 90°. Die 
vom Hersteller angegebene Maximaltempe- 
ratur darf auch kurzzeitig nicht überschritten 
werden, wenn sich die Daten des Transi- 


ws  300V= 








Bild 1. Schaltung eines als Multivibrator geschal- 
teten, selbständig laufenden Transistor-Zerhackers 


stors nicht bleibend verändern sollen. Die 
beim Schalten von großen Leistungen auf- 
tretenden Spitzenleistungen dürfen also nur 
eine solche Größe erreichen, daß die ent- 
stehende Wärme durch die Wärmekapazität 
der die Sperrschicht umgebenden Teile noch 
aufgenommen und durch Wärmeleitung ab- 
geführt werden kann. Für jeden Leistungs- 
transistor können die zulässigen Grenzen 
rechnerisch und empirisch festgestellt wer- 
den. Sie werden in der Form von Kurven 
angegeben, die über die zulässige Impuls- 
belastung im Schalterbetrieb Auskunft 
geben. 

Mit dem in Bild 1 gezeigten Zerhacker 
kann eine Ausgangsleistung von max. 150 W 
erzeugt werden, wobei die Höhe der Aus- 
gangsspannung durch die Windungszahl der 
Wicklung W5 in weiten Grenzen variiert 
werden kann. Bei so großer Schaltleistung 
muß bereits sehr darauf geachtet werden, 
daß während der Umschaltzeit keine un- 
zulässig großen Leistungsspitzen an den 
Transistoren auftreten. Sie werden im vor- 
liegenden Falle durch eine geeignete Kon- 
densatorschaltung vermieden. Zur Verkür- 
zung der Umschaltzeit dient das RC-Glied 
im Basiskreis eines jeden der Transistoren. 

In den Rückkopplungswicklungen W 1 und 
W 4 wird eine höhere Spannung erzeugt, als 
es für die Aufrechterhaltung der Schwingun- 
gen nötig ist. Ein Teil der Spannung fällt 
am Vorwiderstand ab. Wird der Transistor 
gesperrt, so gelangt plötzlich eine hohe 
Sperrspannung an die Basis, weil sich zu der 
an sich schon hohen Rückkopplungsspan- 
nung noch die Spannung des Kondensators 
addiert. Dadurch werden die Ladungsträger 
in der Basis rasch abgebaut, so daß die 
Schaltzeit kürzer ausfällt. 


Technische Daten des selbstschwingenden 
Zerhackers nach Bild 1 


Batteriespannung 24 V 
Batteriestrom max. 8A 
Ausgangsspannung 300 V 
Schwingfrequenz 50 Hz 
Ausgangsleistung 150 W 
Wirkungsgrad 78 ?lo 


Die maximale zulässige Temperatur am Ge- 
häuse der Transistoren beträgt 60°, Der Zer- 


FUNKSCHAU 1961 / Heft 21 
1193 


Stromversorgung 


Frequenzgesteuerte Transistor-Zerhacker 


hacker schwingt nur im Leerlauf selbständig 
an; läuft er einmal, so kann die Last zuge- 
schaltet werden. Der Transformator weist 
folgende Eigenschaften auf: 


Kern M 102/52 Dyn. Bl. IV/0,35 wechsel- 
seitig geschichtet 

Wicklung W1 = W4 = 25 Windungen 
CuL 0,65 mm bifilar gewickelt 

Wicklung W2=W3=58 Windungen 
CuL 1,5 mm bifilar gewickelt 

Wicklung W 5 = 800 Windungen CuL 

0,5 mm 


Die Frequenz der rechteckförmigen Aus- 
gangsspannung ist bei selbstschwingenden 
Multivibratorzerhackern in erheblichem 
Maße von der Belastung abhängig. Sollen 
Geräte betrieben werden, die eine konstante 
Frequenz erfordern, so geht man zu zwei- 
stufigen Schaltanordnungen über, wie sie 
Bild 2 als Beispiel zeigt. Hier ist ein mit dem 
Transistor TF 80/60 bestückter Sinusgene- 
rator über den Transformator Tr 1 mit einer 
Schaltanordnung verbunden, die symme- 
trisch aufgebaut ist und die beiden Transi- 
storen AD 104 enthält; sie werden im Basis- 
kreis durch die Wicklungen W4 und W5 
von dem Sinusgenerator gesteuert, dessen 
Frequenz durch den Parallelresonanzkreis 
aus den Wicklungen W1 und W3 und dem 
Kondensator von 0,5 uF auf 500Hz fest- 
gelegt ist. 


TF 80/60 


Rechts: Bild 2. Schaltung eines Lei- 

stungs-Generators, dessen Frequenz 

durch einen besonderen Sinusgene- 
rator bestimmt wird 


Unten: Bild 3. Schaltung eines Multi- 
vibrator-Zerhackers, der durch einen 
Sinusgenerator synchronisiert wird 


TF 80/60 77 4X TF 80/80 











Transformatordaten: 


Tr1 Kern M 42/15 Dyn. Bl. IV/0,35 gleich- 
sinnig geschichtet 
Wicklung W 1 = 50 Windungen CuL 


0,4 mm 

Wicklung W 3 = 770 Windungen CuL 
0,36 mm 

Wicklung W 2 = 20 Windungen CuL 
0,15 mm 


Wicklung W4 = W5 = 5 Windungen 
CuL 0,6 mm bifilar gewickelt 


Tr2 Kern M 85/35 Dyn. Bl. IV/0,35 gleich- 
sinnig geschichtet 
Wicklung W6 = W7 = 35 Windungen 
CuL 1,75 mm bifilar gewickelt 
Wicklung W 8 = 450 Windungen CuL 
0,6 mm 


Eine dritte Lösung der gestellten Aufgabe 
zeigt Bild 3, eine selbstschwingende Multi- 
vibratorschaltung, deren Frequenz durch die 
eines Sinusgenerators synchronisiert wird. 
Das Gerät ist als Notstromaggregat gedacht, 
gibt aber im Gegensatz zum vorgenannten 
Beispiel eine Rechteckspannung ab. Zur Er- 
höhung der Ausgangsleistung liegen im 
Multivibrator je zwei Transistoren TF 80/80 
parallel. Der frequenzbestimmende Sinus- 
generator ist mit dem Transistor TF 80/60 
bestückt. 


7r1 2XAD104 mz 


ef zn. 


Technische Daten des fre- 
quenzkonstanten 50-Hz-Zer- 
hackers nach Bild 3 


m 





Die Höhe der Ausgangsspannung hängt 
von der Windungszahl der Wicklung W8, 
genauer gesagt vom Übersetzungsverhältnis 
des Transformators Tr2 ab. Da bei wech- 
selnder Belastung der Sinusgenerator nur 
wenig beeinflußt wird, schwankt die Fre- 
quenz zwischen Leerlauf und Vollast nur 
um 1%, während Schwankungen der Bat- 
teriespannung zwischen + 20 und - 30 % 
eine Frequenzänderung von 2% ergeben. 
Eine Änderung der Umgebungstemperatur 
bleibt praktisch ohne Einfluß. Im Gegensatz 
zum selbstschwingenden Multivibrator ist 
die Ausgangsspannung sinusförmig. Die An- 
ordnung stellt gewissermaßen einen Gegen- 
taktverstärker dar. 


Technische Daten des frequenzkonstanten Sinus- 
Oszillators nach Bild 2 


Batteriespannung 24V 
Ausgangsspannung 220 V 
Frequenz 500 Hz £ 1°h 
Ausgangsleistung 25 W 
Wirkungsgrad 65 °/o 


Batteriespannung 24V 

Batteriestrom 6V 
W10 ZZ0V» Ausgangsspannung 220 V 

Leerlaufstrom 1A 

Ausgangsleistung 110 W 

Wirkungsgrad 78 ?o 

Schwingfrequenz 50 Hz 

Transformatordaten: 


Tr1 Kern M 65/27 Dyn. Bl. IV/0,35 0,5 L 
gleichsinnig geschichtet 
Wicklung W 1 = 100 Windungen CuL 


0,5 mm 

Wicklung W 3 = 3250 Windungen CuL 
0,25 mm 

Wicklung W2 = 25 Windungen CuL 
0,2 mm 


Wicklung W4 = W5 = 10 Windungen 
CuL 0,65 mm bifilar gewickelt 


Tr2 Kern 102/35 Dyn. Bl. IV/0,35 wechsel- 
seitig geschichtet 
Wicklung W7 = W8 = 58 Windungen 
CuL 1,5 mm 
CuL 1,5 mm bifilar gewickelt 
Wiclung W6 = W7 = 3 Windungen, 
CuL 0,65 mm bifilar gewickelt 
Wicklung W 10 = 580 Windungen CuL 
0,65 mm 

Dr. A, Renardy 


Nach Angaben von Siemens & Halske AG, 
Wernerwerk für Bauelemente. 


561 








Stabilisierender 
Netzgleichrichter 


Die International Rectifier Company 
macht auf die interessante Kombination von 
Gleichrichtung und Spannungsstabilisierung 
aufmerksam, die sich durch die Verwendung 
von Zenerdioden in einer Gleichrichterbrücke 
ergibt. Die Anordnung nach dem Schaltbild 





Netzgleichrichter mit Zenerdioden 
zur Stabilisierung der Ausgangs- 
spannung 


unterscheidet sich von der gebräuchlichen 
nur durch die Art der Gleichrichter (vier 
Zenerdioden Typ 125,6) und den veränder- 
baren Widerstand zwischen der Sekundär- 
seite des Transformators und den Gleich- 
richtern. Der Stabilisierungseffekt tritt durch 
wechselnden Spannungsabfall an diesem 
Widerstand ein. Wenn nicht allzu große An- 
forderungen an die Stabilität der Ausgangs- 
spannung gestellt werden, genügt die An- 
ordnung in der Praxis. Sie dürfte sich vor 
allen Dingen zur Stabilisierung der Heiz- 
spannung von Röhren eignen, wobei als er- 
wünschte Beigabe geringeres Brummen in- 
folge Gleichstromheizung hinzukommt. 
International Recifier News: Voltage-Limited 
Supply. Radio-Electronics, Oktober 1960 


Der Ladezustand von Nickel- 
Kadmium-Sammilern 


Im Gegensatz zu Bleiakkumulatoren hal- 
ten Nickel-Kadmium-Sammler ihre Span- 
nung bis zur Erschöpfung der Ladung fast 
konstant; im Augenblick der Entladung 
fällt die Spannung rapide ab. Es bereitet 
daher Schwierigkeiten, den Ladezustand 
eines solchen Sammlers richtig zu beurteilen. 
Die folgenden Zahlen lassen erkennen, wie 
gering die Spannungsunterschiede bei ver- 
schiedener Entladung sind: 

Entladg. um Spannung Entladg. um Spannung 

10% 1,28 V 70 %/o 1,19 V 

40 %o 1,24 V 95 9% 1,15 V 
Zwischen 10 und 95 % Entladung ergibt sich 
demnach ein Spannungsunterschied von nur 
0,13 V, der mit den 1,5-V- oder dem 3-V- 
Meßbereich gebräuchlicher Voltmeter nicht 
mit Sicherheit zu ermitteln ist. 

Der Vorschlag zur Erfassung des Ladezu- 
standes von Nickel-Kadmium-Sammlern geht 
nun dahin, nach dem beigegebenen Schalt- 
bild eine Quecksilberzelle von 1,35 V gegen 

R 


Fa au 
| 


Zusammenschaltung einer 
Quecksilberzelle Qu und 
eines Nickel-Kadmium- 
Sammlers Ni-Cd zur Mes- 
sung der Span- 





= 02V nungsdifferenz 
[0---0Q1mA, mit einem Milli- 
20002] amperemeter 


eine Nickel-Kadmium-Zelle zu schalten, so 
daß eine Spannungsdifferenz zu messen ist, 
die mit einem empfindlichen Milliampere- 
meter genau erfaßt werden kann. Im vor- 
liegenden Beispiel wird ein Milliampere- 
meter mit Vollausschlag bei 01 mA und 
einem Innenwiderstand von 2000 & benutzt, 
das bei 0,2 V voll ausschlägt, so daß die er- 
wähnte Spannungsdifferenz von 0,13 V mehr 
als die Hälfte der Skala überdeckt. Mit 
Hilfe des Instrumentes kann also der Lade- 
zustand einer Zelle recht genau bestimmt 
werden. Der parallel zur Nickel-Kadmium- 
Zelle angedeutete Widerstand soll derart 
bemessen sein, daß er die Zelle etwa in der 


562 


gleichen Weise belastet, wie es bei dem 
vorgesehenen Verbraucher der Fall ist. 


Rhita, N.: How Live is Your Nickel-Cadmium- 
Battery? Radio-Electronics, Oktober 1960 


Spannungsversorgung von 
Transistoren in Röhrengeräten 


Beim Bau von Geräten, bei denen Tran- 
sistoren und Röhren zusammengeschaltet 
werden, tritt folgende Schwierigkeit in der 
Spannungsversorgung auf: Der pnp-Tran- 
sistor benötigt eine negative Bezugsspan- 
nung gegen Masse, während die Röhre mit 
einer positiven Bezugsspannung arbeitet. 
Dies führte zu folgenden Überlegungen: 

Den Transistor aus einer Trockenbatterie 
zu versorgen, wäre zu umständlich und auf 
die Dauer zu kostspielig. Da zur Versorgung 
der Röhren ohnehin ein Netzteil erforderlich 
ist, kann dies auch zur Erzeugung der Tran- 
sistorspannung dienen. Dazu wird ent- 
sprechend dem Bild in die negative Gleich- 









220V- + 


Röhren 


Transistoren 


Erzeugen einer Speisespannung für pnp-Transi- 
storen an einem Widerstand in der Minusleitung 
des Röhren-Netzteiles 


richterleitung ein Widerstand R einge- 
schaltet. An diesem Widerstand fällt die ge- 
wünschte Spannung mit der richtigen Pola- 
rität ab. Die Höhe der Spannung ist ab- 
hängig vom Widerstandswert und den durch 
ihn fließenden Strom. 

Beim Berechnen des Widerstandswertes 
geht man so vor, daß man die Transistor- 
Speisespannung durch den Gesamtanoden- 
strom teilt 

UB Trans 

Ia Rö 
Damit die Transistorspannung bei großer 
Aussteuerung der Transistoren nicht zu sehr 
schwankt, ist ein ausreichend großer An- 
odenstrom im Verhältnis zum Transistor- 
strom erforderlich, was wohl in den meisten 
Fällen zutreffen wird. Horst Wieczorek 


R= 


Klein-Akkumulatoren 


Die Transistortechnik brachte der Trok- 
kenbatteriezelle, aber auch dem Klein- 
Akkumulator einen neuen Auftrieb. Die gas- 
dichten Deac-Zellen z. B. haben sich wegen 
ihrer Wartungsfreiheit und ihrer geringen 
Abmessungen gut für transportable Geräte 
aller Art eingeführt, weil sie sich wie jedes 
andere Schaltelement fest einbauen lassen. 
Deac-Zellen haben den gleichen chemischen 
Aufbau wie die bekannten Nickel-Kadmium- 
Akkumulatoren in offener Ausführung. Als 
Elektrolyt dient Kalilauge, die in den Poren 
der Elektroden und des Scheiders (Ab- 
standsmaterial zwischen den Elektroden) 
festgelegt ist. Der sich bildende Sauerstoff 
wird durch elektrochemische Vorgänge in 


der Zelle gebunden, und auch das Entstehen 
von Wasserstoff wird verhindert. Die Nenn- 
spannung einer solchen Zelle beträgt 1,22 V. 

Umpolungen in gewissen Grenzen scha- 


‘ den den gasdichten Deac-Zellen nicht. Das 


Parallelschalten gasdichter Zellen ist zu ver- 
meiden, dagegen werden für verschiedene 
Anwendungsgebiete Deac-Zellen mit der 
gleichen Zahl Trockenzellen parallel geschal- 
tet. Man erreicht so eine lange Betriebszeit 
bei geringsten Spannungsänderungen. 

Eine neue Konstruktion stellen die Rund- 
zellentypen BD 1S, BD 2,5 S und BD5 S mit 
Sinterelektroden dar. Sie besitzen kleinen 
Innenwiderstand, günstigstes Leistungs- 
gewicht und geringes Volumen. Die Zellen 
BD1S und BD2,5S entsprechen in ihren 
Abmessungen denen der bekannten Mono- 
zellen und Babyzellen. Sie können also über- 
all gegen diese Trockenelemente ausge- 
tauscht werden. Die Zelle BD5SS ist bereits 
für tragbare batteriegespeiste Fernsehgeräte 
gedacht. Die Kurve zeigt den Spannungs- 
verlauf einer solchen Zelle, wenn der Strom 
für eine zehnstündige Entladung bemessen 
wird. In 14 Stunden kann die Batterie dann 
wieder neu aufgeladen werden. 

Die Rulag-Trocken-Akkumulatoren sind 
Blei-Schwefelsäurezellen im Polyäthylen- 
gefäß. Um große Betriebssicherheit und 
Lagerfestigkeit zu erzielen, sind sie voll- 
kommen dicht verschlossen, besitzen also 
keine Entgasungsöffnung. Die Klemmen- 
spannung beträgt rund 2,1 V und liegt damit 
über der von anderen Trockenzellen. Infolge 
des kleinen inneren Widerstandes kann eine 
solche Zelle sehr hoch belastet werden, und 
sie liefert Ströme fast konstanter Spannung. 
Die Hersteller-Bezeichnung Trocken-Akku 
läßt vermuten, daß sich diese Zellen wie 
übliche Bleiakkumulatoren wieder aufladen 
lassen. Das ist jedoch nicht der Fall, sondern 
sie sollen wie eine gewöhnliche Trocken- 
batterie nach Erschöpfung fortgeworfen 
werden. Will man die Zellen wieder auf- 
laden, dann ist folgendes zu beachten: 

1. Die Zelle darf nicht zu tief entladen 
sein, sondern höchstens auf 1,6...1,7 V. 

2. Die Ladespannung darf 2,29V nicht 
überschreiten. 

3. Der Ladestrom muß abgeschaltet wer- 
den, sobald sich das Zellengefäß aufbläht. 

Um die dritte Bedingung einzuhalten, 
haben findige Leute bereits Ladeeinrichtun- 
gen konstruiert, die beim Aufblähen der 
Zelle mechanisch einen Kontakt betätigen 
und dadurch das Ladegerät abschalten. 

Die Akkumulatorenfabrik Sonnenschein 
erzeugt aufladbare Klein-Akkumulatoren 
auf Blei-Schwefelsäurebasis mit eingedick- 
tem, gallertartigem Elektrolyten. Anstelle 
der üblichen Schrauböffnung zum Nachfüllen 
von Schwefelsäure bzw. destilliertem Was- 
ser besitzen sie lediglich ein elektrolytdich- 
tes Entgasungsventil, um einen beim Auf- 
laden entstehenden Überdruck zu verhin- 
dern. Eine solche Dryfit-Batterie darf nur mit 
der dafür entwickelten automatischen Lade- 
einrichtung aufgeladen werden. Sie schaltet 
beim Erreichen der Gasspannung den Lade- 
strom automatisch ab; dadurch kann derElek- 
trolyt nicht austrocknen, und man braucht 
kein destilliertes Wasser nachzufüllen. 





u 1# 
Da a BEE EEE 
12 











1 2 3 4 
Spannungsverlauf einer gasdichten Deac-Zelle Typ BD5S beim Entladen —® Stunden 
mit etwa 0,5 A (Nennkapazität 5 Ah, Ladung: 14 h mit 0,5 A). 





5 6 ? 8 9 10 


Heft 21/FUNKSCHAU 1961 
1194 


Vorschläge für die WERKSTATTPRAXIS 





Hartgewordene Antriebsriemen inTonbandgeräten 


Bei schlecht arbeitenden Tonbandgeräten trifft man häufig hart- 
gewordene Gummiriemen für den Antrieb und das Bandlängen- 
zählwerk an. Nach längerer Lagerung, vor allem in kalten Räumen, 
findet man hartgewordene und mit Eindrücken der Laufrollen be- 
haftete Antriebsriemen bereits bei noch unbenützten Geräten. Die 
Folge sind Schlagen, Rutschen und teilweise vollständiges Aus- 
setzen des Antriebs. 

Ist kein Ersatz vorhanden, so lassen sich solche Riemen durch 
Eintauchen in heißes Wasser wieder gebrauchsfähig machen. Dazu 
ist aber ein Ausbau notwendig, der leider bei vielen Gerätetypen 
nur umständlich und vor allem sehr zeitraubend vorgenommen 
werden kann. Mit dem Warmluftstrom aus einer Luftdusche (Fön) 
lassen sich alle Gummiriemen auch eingebaut im Gerät leicht er- 
wärmen. In Sekundenschnelle verschwinden alle Verformungen, 
und der Riemen erhält seine ursprüngliche Länge und Elastizität 
zurück. 

Mit dieser Methode wird viel kostbare Zeit gespart, die das 
Auseinandernehmen des Gerätes erfordern würde. Alle ähnlichen 
Antriebsriemen können so behandelt werden, nicht nur die von 
Tonbandgeräten. 

Ein Gerät allerdings, dessen Antriebsriemen durch jahrelangen 
Gebrauch bereits ganz brüchig geworden sind, läßt sich nicht mehr 
auf diese Weise instand setzen. Hier wird nur das Auswechseln 
des gesamten Riemensatzes zuverlässig helfen. 

Theo Ochsenwadel 


Keine UKW-Zf-Verstärkung 


Ein Rundfunkempfänger-Chassis aus einer Truhe neuerer Ferti- 
gung kam in die Werkstatt, weil kein UKW-Empfang mehr möglich 
war. Der UKW-Baustein (ECC 85) wurde überprüft und für ein- 
wandfrei befunden, ebenso der Ratiodetektor. 

Schließlich wurde die Fehlerursace in 
der letzten Zf-Stufe mit der Röhre EF 89 
entdeckt. Diese Röhre arbeitete beim FM 
mit einem Schirmgittervorwiderstand von 
470kQ als Begrenzer; in den AM-Berei- 
chen wurde diesem großen Vorwiderstand 


EF 89 


Der gekennzeichnete Widerstand war unter- 
brochen, so daß die Zf-Röhre in Stellung FM Ä 
keine Schirmgitterspannung mehr erhielt AVR +A 





ein 120-kQ-Widerstand parallel geschaltet (Schaltbild). Der 470-kQ- 
Widerstand war nun unterbrochen bzw. auf einen Wert von meh- 
reren Megohm angewachsen, so daß die Zf-Röhre bei FM-UKW 
praktisch keine Schirmgitterspannung mehr erhielt. Auf AM sorgte 
jedoch der parallel. geschaltete 120-kQ-Widerstand weiterhin für 
ausreichende Verstärkung. C. Jürgen Urban 


Das Bespannen von Schallwänden 


Die Schallwände selbstgebauter Rundfunkgeräte, Musiktruhen 
und Lautsprecherboxen mit Stoff zu bespannen erfordert viel 
Geschick und Geduld. Eine wertvolle Hilfe beim Spannen der 
Abdeckung sind vier Zugfedern, eine Rolle Zwirn oder starker 
Bindfaden und eine Anzahl S-förmig zurechtgebogener Haken von 
etwa 10 mm Länge. 

Zunächst ist es zweckmäßig, die Schallwand mit Stramin!) zu 
überziehen, wie man es beim Sticken verwendet und in fast 
jedem Textilgeschäft erhält. Damit wird vermieden, daß der 
Bespannstoff vor der Lautsprecheröffnung im Laufe der Zeit aus- 
gebeult wird und im Takt der Lautstärke flattert. Das Stramin 
schneidet man auf eine solche Größe zurecht, daß über die Schall- 
wand ringsum noch ein Rand von rund 40 mm übersteht, der dann 


So sieht die Rückseite 
der Schallwand mit 
den verspannten 
Zwirnfäden aus; A = 
Zugfeder, B = S-Ha- 
ken, C = Schallöff- 


A B C 
N 


nungen, D = umge- 
legter Rand (15 bis 
20mm), E = Zmwirn- 


fäden, F = Zugfeder 





IH 1) Stramin ist zähes 
Leinengewebe mit 
großen Abständen der 


Webfäden 


/\[TXo 
N IH Ä 





FUNKSCHAU 1961 / Heft 21 


1195 


auf die Rückseite umgefaltet wird, wie es das beigefügte Bild ver- 
anschaulicht. In diesen Rand werden die aus 1-mm-Bindedraht 
zurechtgebogenen S-Haken alle 30 bis 40 mm eingehängt. Der erste 
Haken hält nun eine Zugfeder, an die am anderen Ende der 
Anfang des Zwirnfadens angebunden wird. Nun zieht man den 
Zwirn im Zickzack zwischen den Haken der einen Schallwandseite 
und denen der gegenüberliegenden Seite hin und her. Am Ende 
wird der Faden über eine zweite Feder in den letzten Haken ein- 
gehängt. In der gleichen Weise wird ein Faden zwischen den 
beiden Querseiten gespannt. Die Federn werden nun gespannt 
und der Zwirn immer wieder nachgezogen, bis das Stramin 
schließlich auf der Vorderseite stramm wie ein Trommelfell ge- 
spannt ist. 

Auf der Rückseite wird nun der umgelegte Rand durch das 
Gewebe hindurch mit Uhu festgeklebt. Auch kann man auf der 
Vorderseite einige Stellen um die Lautsprecheröffnung herum mit 
Klebstoff festlegen. Erst wenn der Klebstoff vollständig getrocknet 
ist, dürfen der Zwirn und die S-Haken wieder abgenommen 
werden. 

Auf die gleiche Art wird dann der eigentliche Bespannstoff auf- 
gebracht. — Bei größeren Schallwänden ist es ratsam, mehrere 
Zugfedern auf die ganze Rückfläche zu verteilen. Die Federn 
dürfen nicht zu hart sein, sonst reißt das Bespannmaterial aus. 

Hans Fahrländer 


Dumpfe Störtöne bei Transistorempfängern 


Bei einigen Typen von Transistor-Reiseempfängern zeigt sich 
nach längerer Betriebszeit eine sehr unliebsame Störung: Vor- 
nehmlich bei tiefen Tönen und bei normal eingestellter Lautstärke 
entsteht ein dumpfer Störton. Bei leiser Wiedergabe ist die Stö- 
rung nicht zu beobachten. 

Diese Erscheinung hat ihre Ursache in einem zu hohen Innen- 
widerstand der Batterie, ein sicheres Zeichen für eine stark fort- 
geschrittene Zersetzung und Austrocknung der einzelnen Zellen. 
Mißt man die Spannung einer solchen Batterie im Betrieb mit 
einem hochohmigen Instrument oder einem Röhrenvoltmeter, so 
ist vielfach nur ein geringer Abfall gegenüber der Sollspannung 
bemerkbar. Die Gesamtbelastung durch die Transistoren beträgt 
eben nur einige Milliampere. Bekanntlich arbeiten Transistoren 
auch mit einer geringen Betriebsspannung noch einwandfrei auf 
allen Wellenbereichen. Diese Tatsache kann leicht irreführen und 
zu einer unnötigen Fehlersuche in der Schaltung verleiten. Bei 
einer frischen Batterie ist der Störton verschwunden. 

Wenn die Batterie noch einige Zeit weiter benützt werden soll, 
überbrückt man ihre Anschlüsse hinter dem Ein/Ausschalter mit 
einem Elektrolytkondensator von etwa 50 uF. Besteht die Batterie 
aus mehreren Einzelzellen, so sollte man nicht nur die Zelle er- 
neuern, deren Spannung am weitesten abgesunken ist, sondern 
auch die anderen, weil die verbliebenen Zellen mit Sicherheit nach 
einiger Zeit denselben Fehler verursachen würden. Ernst Nieder 


Die „dritte Hand” in der Reparaturwerkstatt 


Bei manchen kniffligen Reparaturen könnte der Praktiker recht 
gut eine dritte Hand gebrauchen, und deshalb sieht man oft, daß 
der Lehrling ein Hilfswerkzeug halten oder eine Mutter an eine 
schwer zugängliche Stelle dirigieren muß, während der Techniker 
die eigentliche Arbeit ausführt. Dieses bewährte Verfahren ver- 
sagt, wenn man in einem in Subminiaturtechnik aufgebauten 
Taschenempfänger herumlötet und von seiner Hilfskraft erwartet, 
daß sie gleichzeitig die unentbehrliche Lupe im richtigen Objekt- 
und Augenabstand (noch dazu ruhig) festhält und mit der Lampe 
in das Reparaturgerät hineinleuchtet. Leider dauert es manchmal 
eine ganze Weile, bis der Reparateur einsieht, daß der Lehrling ja 
gar nicht wissen kann, welches die günstigsten optischen Ein- 
stellungen von Lupe und Lampe sind. 

Diesen Mißstand beseitigt die praktische Sigma-Tageslicht-Ring- 
leuchtlampe VSP!). Sie ist nach allen Seiten schwenkbar so an 
einem Stativ befestigt (Bild), daß man sie mühelos in die seh- 
günstigste Lage bringen kann. Ihr Hauptmerkmal ist eine ver- 
deckt eingebaute Ringleuchte, die 
Kaltlicht ausstrahlt und es blen- 
dungsfrei genau auf das Repara- 
turobjekt richtet. Im Sockel ist der 
Transformator für die Leuchte 
untergebracht und die im Bild er- 
kenntlichen Querrillen können 
zweckmäßig zur Ablage von Schrau- 
benziehern oder sonstigen Klein- 
teilen dienen. —ne 


Arbeiten an Miniaturgeräten werden 

durch diese Stativ-Lupe erleichtert, die 

außerdem ihr Gesichtsfeld schatten- 
und blendfrei ausleuchtet 


1) Sigma Meßtechnik, Frankfurt/M. 








Fernseh-Service 


Prüfung von Tuner und Zf-Teil 
mit einem zweiten Empfänger 


Wenn bei einem Fernsehempfänger nicht klar zu entscheiden 
ist, ob der beanstandete Fehler seine Ursache im Tuner oder im 
Zf-Verstärker hat und die erforderlichen Meßmittel nicht zur Hand 
sind, kann man zur Prüfung einen zweiten einwandfreien Emp- 
fänger heranziehen. Die folgende Prüfmethode hat sich schon oft- 
mals bewährt. 

Prüfung des Tuners: Der Tuner-Ausgang des fehlerhaften Ge- 
rätes wird mit dem Zf-Eingang des in Ordnung befundenen Ge- 
rätes verbunden, wie es Bild 1 zeigt. Auf dem Schirm des zweiten 





fehlerhaftes fehlerhaftes. 
Gerät Gerät 
Bild 1. Die Prüfung des Tuners Bild 2. Die Prüfung des 
eines fehlerhaften Empfängers Zf-Teils 


Empfängers muß ein fast einwandfreies Bild erscheinen, wenn 
der Tuner des zu prüfenden ersten Gerätes fehlerfrei arbeitet. 
Andernfalls liegt der Fehler im Zf-Verstärker begründet. — Die 
beiden Empfänger werden mit den Rückseiten aneinander gerückt; 
die Verbindung erfolgt über ein kurzes Stück abgeschirmtes Kabel. 
Die Antenne ist mit dem Tunereingang des schadhaften Gerätes 
verbunden. Netzseitig muß dafür gesorgt werden, daß die Chassis 
der beiden Geräte keine Spannungen gegeneinander führen. 
Prüfung des Zf-Teils: Hier verfährt man gerade umgekehrt. Der 
Tuner-Ausgang des fehlerfreien Empfängers wird nach Bild 2 mit 
dem Zf-Eingang des zu reparierenden Gerätes verbunden. Ist das 
Bild auf dessen Schirm nicht einigermaßen einwandfrei, so ist der 
Fehler in den Zf-Stufen dieses fehlerbehafteten Gerätes zu suchen. 
Bei dieser Prüfmethode ist das erscheinende Schirmbild freilich 
nie völlig einwandfrei, weil immer Verstimmungen und Fehlanpas- 
sungen am Tuner-Ausgang/Zf-Eingang auftreten. Für grobe Fehler- 
bestimmungen liefert das Verfahren jedoch zufriedenstellende 
Ergebnisse. H.H.O 


Zeile läßt sich nicht fangen, 
Bildsynchronisation einwandfrei 


An einem Fernsehgerät lautete die Fehlerangabe: Bei normal 
eingestelltem Kontrast kann die Zeile nicht gefangen werden; die 
Bildsynchronisation arbeitet einwandfrei. Auf Grund dieser Fehler- 
erscheinung wurde eine Störung des Zeilenoszillators vermutet. 
Sämtliche Oszillogramme und Spannungen waren hier jedoch in 
Ordnung. Im Amplitudensieb und der Störaustastung mit den 
Röhren EH 90 und EF 80 (nach dem beigefügten Schaltbild) ließ 
sich ebenfalls zunächst kein Anhaltspunkt finden. 

Daraufhin wurde das Video-Signal überprüft, und es zeigte sich 
ein verbrummtes Ausgangssignal an der Anode der Video-End- 
röhre PCL 81. Trennte man die Leitung von hier zum Gitter g3 der 
Röhre EH 90 im Amplitudensieb auf, wurde das Signal sauber. 
Also mußte die Ursache doch im Amplitudensieb zu suchen sein! 

Tatsächlich zeigte auch der im-Bild gekennzeichnete 25-nF-Kon- 
densator vor dem Gitter e» der EH 90 einen Feinschluß, wie sich 

EH9O EF 80 bei einer nochmaligen 

Prüfung herausstellte. 

sorn |] []50xr« Dadurch gelangte eine 
Spannung von etwa 1V 
auf das Gitter und ver- 
schob den Arbeitspunkt. 

Nach Auswechseln des 








sora[] []30«R 


>} 
20KQ  Z00pF 
> P 


schadhaften Kondensa- 
sators arbeitete die Zei- 
B 

Ein Feinschluß des gekennzeichneten Kon- 
& H densators ließ eine positive Vorspannung auf 
= das Gitter g3 der Röhre EH 90 gelangen. 
M = Anode der Video-Endröhre, H = Git- 
M ter g,; der Video-Endröhre, P = Phasenver- 

gleichsstufe, B = Bildkipp 


lensynchronisation wieder einwandfrei. — Dieser Fehler zeigt 
deutlich, daß man bei Synchronisationsstörungen die niedrigen 
Gitterspannungen sehr genau messen muß. Peter Uhlig 


Bildhöhe ändert sich 


Bei einem Fernsehgerät zeigte sich folgender Fehler: In unregel- 
mäßigen Zeitabständen verringerte sich plötzlich die Bildhöhe 
oben und unten um etwa fünf Zentimeter; sie war mit dem Bild- 
amplituden-Einsteller nicht mehr auf normale Höhe zu bringen. 
Gleichzeitig änderte sich die Bildablenkfrequenz. Das Auswechseln 
der Vertikalablenkröhre (PCL 82) brachte keinen Erfolg. 

Bei der folgenden Messung der Anodenspannungen ergab sich, 
daß die Anodenspannung des Triodensystems, das als Sperr- 
schwinger arbeitet (Bild), 
bei Auftreten des Feh- 
lers niedriger wurde. 
Dieselbe Erscheinung 
zeigte sich hinter dem 
Widerstand R 2. Die hier 
anliegende Boosterspan- 
nung von 550 V verrin- 
gerte sich zeitweise um 
100 V. Es bestand nun 
die Möglichkeit, daß die 
Spannung durch einen 
zu geringen resultieren- 
den Widerstand nach 
Masse herabgesetzt oder 
daß die Boosterspan- 
nung unregelmäßig er- 
zeugt wurde. Als Feh- 
lerursache wurde schließ- 
lich der Widerstand R3 
ermittelt. Sein Wert 
schwankte zwischen 200 und 400 kQ, doch konnte diese Schwan- 
kung weder durch Beklopfen noch durch Erwärmen hervorgerufen 
werden. Der Widerstand änderte seinen Wert sozusagen nach 
„eigenem Belieben“. Hans Labudda 


PCL82 


PCL82 
Ton-Zf m 


Amplitu- 
densieb 









Bildschärfe 
Zeilen- 
Endstufe 


+200V 


Der Widerstand R 3 änderte seinen Wert 
in unregelmäßiger Folge und verursachte 
dadurch die Bildhöhenschwankungen 


Bild au und unscharf 


Ein Fernsehgerät brachte eine völlig flaues Bild mit unscharfen 
Konturen, obwohl Helligkeit und Kontrast voll aufgedreht waren. 
Das Gerät besaß eine Abstimmanzeige (Bildpeiler); schaltete man 
die dazugehörige Röhre ein, so war das Bild für einige Augen- 
blicke etwas heller. 

Auf Grund dieses Befundes wurden die einzelnen Spannungen 
an den Elektroden der Bildröhre gemessen. Die Werte waren bis 
auf die Spannung am Gitter ga einwandfrei. An Gitter ga konnten 
jedoch nur etwa 2 V gemessen werden. Die Bildpeilerröhre war 
über eine Kapazität von 0,1uF an dieses Gitter angeschaltet 
(Schaltbild). Zunächst wurden die Spannungen und die Schal- 
tungsteile in dieser Stufe geprüft, doch ohne Befund. Wenn der 
Bildpeiler eingeschaltet wurde, kam der Koppelkondensator an 
die Anodenspannung zu liegen, so daß über den Widerstand vor 
dem Gitter jedesmal ein entsprechender Ladestrom floß. Die 
Spannung am Gitter wurde etwas positiver, und das Bild hellte 
sich kurz auf. 

Als nun die Leitung zum Bildpeiler am Gitter ga der Bildröhre 
abgelötet wurde, blieb die Spannung immer noch zu niedrig. Am 
Gitter gg, dessen Betriebsspannung aus demselben Zweig vor 
dem gekennzeichneten 7-MQ-Widerstand entnommen wurde, lag 
jedoch die richtige Spannung. Folglich konnte nur der 7-MQ- 
Widerstand schadhaft geworden sein. Tatsächlich wies er einen 
Wert von einigen 100 MQ auf. Hans Hermann Osten 


ECH 81 


AW53-80 













Zeilen-und Bild- 
ausgangs-Trans- 


Der gekennzeichnete formafor 


7-M2-Widerstand hatte 
seinen Wert auf einige 
100 MQ vergrößert und 
dadurch zu wenig posi- 
tive Spannung an das 
Gitter 2 der Bildröhre 
gelangen lassen 






0A 167 





>» 
Bildausgangs- 

Transformator 

[Sekundärseite) 


Heft 21 /FUNKSCHAU 1961 
1196 


Die Rundfunk- und Fernsehwirtschaft des Monats 


Aus Handel und Industrie hört man unterschiedliche Lage-Beur- 
teilungen. Während der Einzelhandel durchweg zufrieden ist und 
gute Umsätze insbesondere mit den sog. „alten“, meist preisfreien 
59-cm-Fernsehempfängern tätigt, klagen Großhandel und Industrie 
über nicht ganz alle Erwartungen erfüllende Verkäufe. Die Lager- 
bestände im Rundfunk/Fernseh-Großhandel scheinen geringer zu 
sein als sie es der Jahreszeit entsprechend sein müßten, denn der 
noch immer zu niedrigen Nachfrage aus dem Einzelhandel entspre- 
chend hat man sich mit „neuen“ Fernsehgeräten nur zögernd ein- 
gedeckt. Optisch wird das Bild für den Großhandel noch etwas un- 
günstiger, weil die Monate Juli und August des Vorjahres Spitzen- 
umsätze wegen der Olympischen Spiele in Rom brachten, als sich 
viele Menschen schnell noch zum Kauf von Fernsehgeräten ent- 
schlossen, so daß der Einzelhandel seine Bezüge erheblich stei- 
gerte. Nun muß man allerdings die Klagen aus dem Großhandel 
auf das rechte Maß zurückführen, denn im Zeitraum Januar bis 
einschl. August dieses Jahres lag der Großhandels-Umsatz in unse- 
rer Branche noch immer um 13 % über dem des Vergleichszeit- 
raumes 1960! 

Gegenüber dem Vorjahr, als das Rabattkartell noch in Kraft war, 
haben sich die Rabatte beider Handelsstufen kräftig erhöht, so 
daß die Rentabilität im Handel gewachsen ist. Die Industrie ver- 
zeichnet diese Bewegung nicht ohne Bedenken, denn zusammen mit 
der nunmehr stärker reduzierten Produktion von Fernsehgeräten — 
sie erreichte im laufenden Jahr bisher 130 000 Geräte und wird bis 
Jahresende bei rund 340 000 liegen — ergibt sich eine angespannte 
Kostensituation bei den Herstellern. 

Im Oktober haben einige Schallplattenhersteller ihre zum Teil 
etwas unübersichtlichen Preisklassensysteme rationalisiert. Sieht 
man von den unverändert gebliebenen Preisen für die 45er-Single- 
Platten ab (4 DM für Schlager, 5 DM für klassische Musik), so gibt 
es nunmehr nur noch sieben Preiskategorien. Insgesamt dürfte sich 
trotz der Angleichung der Preise für monofon und für stereofon 
aufgenommene Platten eine gewisse Preiserhöhung ergeben, über 
deren Umfang die Meinungen auseinander gehen. Sie betrifft vor- 
wiegend die Langspielplatte, die ihren Anteil in der letzten Zeit 
an der Gesamtpressung erheblich steigern konnte. Als Erklärung 
für die Preierhöhung werden die ständig steigenden Löhne und 
Gehälter sowie die teilweise exorbitanten Forderungen der Spit- 
zeninterpreten genannt. Noch vor dem Inkrafttreten der neuen 
Preise hatte sich der Schallplattenhandel mit Langspielplatten gut 
eingedeckt; die Herbstaufstockung der Lager ist ungewöhnlich 
kräftig ausgefallen. 


Von hier und dort 


Die Grundig Works (Northern Ireland) Ltd. in Dunmurry bei Bel- 
fast fertigten kürzlich das 50 000 Tonbandgerät vom Typ TK1. Es 
werden jetzt 400 Mitarbeiter beschäftigt. 

Die Standard Elektrik Lorenz AG wird ihr Grundkapital von 90 
Millionen DM auf 115 Millionen DM erhöhen, um es dem gestiege- 
nen Geschäftsvolumen anzupassen. 

Die Körting Radio-Werke in Grassau/Obb. konnten 1960 für rund 
70 Millionen DM umsetzen. Während im Inland alle Lieferungen 
ausschließlich an die Neckermann KG laufen, ist Körting im Aus- 
land freizügig; 1960 wurden etwa 38% der Gesamtproduktion 
exportiert. 

Die Einführung des „Jedermann-Radios“ (Citizien Radio) in Ka- 
nada ab 1. April 1962 wird von der kanadischen Industrie mit 
Interesse erwartet. Freigegeben werden 19 je 10 kHz breite Kanäle 
im 27-MHz-Bereich für Kleinfunksprechanlagen mit maximal 5 W 
Leistung. Lizenzen erhält jedermann, soweit er über 18 Jahre alt 
ist. In den USA werden monatlich 10 000 solcher Kleingeräte ver- 
kauft, wofür sich allerdings bereits 60 Fabrikanten interessieren. 
Die 200 000. Genehmigung für Citizien Radio wurden in den USA 
im Mai ausgegeben. 

Vor gewissen Schwierigkeiten sieht sich das irische Fernsehen. 
Die neueste Entwicklung veranlaßt die Regierung in Dublin, den 
Fernsehdienst sogleich mit 625 Zeilen anstelle der ursprünglich 
geplant gewesenen englischen Norm von 405 Zeilen aufzunehmen. 
Nun können aber im Norden der Republik Irland die Fernseh- 
sender aus dem zu Großbritannien gehörenden Nordirland emp- 
fangen werden, die natürlich mit 405 Zeilen arbeiten. In diesem 
Gebiet müssen für beide Normen umschaltbare und daher auf- 
wendige Empfänger benutzt werden, wie auch das künftige irische 
Fernsehprogramm in diesen Gegenden wegen der zahlreichen dort 
bereits vorhandenen 405-Zeilen-Empfänger doppelt — mit 405 und 
mit 625 Zeilen — gesendet werden muß. kt 








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FUNKSCHAU 1961 / Heft 21 


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Persönliches 


Ing. Paul Kümmel, Leiter des Fernsehgeräte-Vertriebs der Tele- 
funken GmbH, ist am 15. Oktober 25 Jahre im Dienste des Unter- 
nehmens tätig gewesen. Sein Werdegang ist ein Beispiel dafür, 
was ein tüchtiger und strebsamer Ingenieur auch außerhalb seiner 
ursprünglichen Berufssphäre erreichen kann. Bis 1945 war Paul 
Kümmel Prüffeldingenieur in einem der Berliner Telefunken- 
Werke und übernahm dann die Werkstatt der Geschäftsstelle Han- 
nover/Köln. 1947: Meisterprüfung für das Rundfunkmechaniker- 
Handwerk; 1949: technischer Leiter der Geschäftsstelle Düsseldorf; 
1958: Verantwortlich für den Service im Bereich Rundfunk, Fern- 
sehen, Tonbandgeräte und Plattenspieler; 1960: Vertriebsleiter des 
Fachgebietes Fernsehen. Seine umfassenden Marktkenntnisse und 
die fundierte technische Ausbildung kommen ihm (und seiner 
Firma) sehr zustatten. 


Am 27. Oktober feierte Alois Nöbauer, DL1 AZ, einer der Old- 
timer der deutschen Kurzwellenamateure, in Hohenschäftlarn sei- 
nen 65. Geburtstag — und etwa zur gleichen Zeit blickt er auf fünf- 
zig Jahre Beschäftigung mit der Funktechnik zurück. OM Nöbauer 
hat noch mit dem Tikker gearbeitet, er hat Knall- und Löschfunken- 
sender getastet und Lichtbogensender benutzt. 1938 stellte er zu- 
sammen mit OM Dirnagel (D4 TKP) dank der Unterstützung von 
Dr. Fuchs im Deutschen Museum in München einen Kurzwellensen- 
der auf, der während der Hauptbesuchsstunden auch arbeitete. Von 
dem Ur-Bayern Nöbauer geht die Sage, daß er in der Steinzeit des 
Kurzwellenfunks einstmals eine zu heiß gewordene Senderöhre 
in einer Maß Bier kühlte... 


Dipl.-Ing. Lotsch und Ing. Maurer, beide bei Telefunken, erhielten 
auf der 9. Jahrestagung der Fernsehtechnischen Gesellschaft in 
Aachen den Rudolf-Urtel-Preis 1961 für förderungswürdige Arbei- 
ten auf dem Gebiet des Fernsehens. Der Preis ist nach Dr. Rudolf 
Urtel, dem 1954 tödlich verunglückten Fernsehspezialisten, genannt, 
der sich vom Volksschüler zum Dr.-Ing. und anerkannten Experten 
hocharbeitete. 


Dipl.-Ing. K. H. Gleitsmann, Hannover, dessen Ernennung zum 
Abteilungsleiter und Handlungsbevollmäctigten der Hannover- 
Messe wir in Heft 20 an dieser Stelle würdigten, war am 5. Okto- 
ber 50 Jahre alt geworden. 


Mit 500 DM und viel Optimismus — 
10 Jahre Fuba-Antennenwerke 


Am 1. Oktober waren zehn Jahre seit dem Entstehen der Fuba- 
Antennenwerke Hans Kolbe & Co., Bad Salzdetfurth, vergangen. 
Vier junge, optimistische Leute aus der Radioindustrie legten im 
Jahre 1951 500 DM zusammen und wollten ein „Unternehmen“ für 
die Fertigung von FUnk-BAuteilen gründen. Sie glaubten, es 
würde gelingen, eine Produktion von Bauelementen für die Rund- 
funkgeräteindustrie zu schaffen. Man begann u.. a. mit 9-kHz- 
Sperren und ähnlichem — aber man konnte 
nicht durchhalten, wohl auch aus Kapital- 
mangel. Bei Besuchen des Großhandels 
hörte Hans Kolbe, daß UKW-Antennen 
knapp waren — und hiermit hatten die 
vier tatkräftigen Optimisten den richtigen 
Faden in der Hand. 1953, als man auch die 
ersten Fernsehantennen baute, zählte man 
stolz 24 Mitarbeiter, und im Oktober 1955, 
als die Fuba-Antennenverstärker sich 
schon einen gewissen Ruf erworben hat- 
ten, wurde unter Inkaufnahme eines be- 
trächtlichen finanziellen Wagnisses ein 
. r Neubau im benachbarten Bad Salzdetfurth 
Gründer und Geschäfts- mit 192 Mitarbeitern bezogen. 

führer Hans Kolbe Ein Jahr später entwickelte man die 
ersten Gemeinschaftsantennen und Fernseh-Frequenzumsetzer, 
1957 kam die erste UHF-Antenne heraus. 1958: Errichten des Zweig- 
werkes Günzburg/Donau für eine bessere Versorgung der süddeut- 
schen Kunden, 1959: Zweigwerke Lamspringe und Gittelde, 1960: 
Zweigbetriebe in Hohenfels und Wehmingen — sozusagen erzwun- 
gen unter dem Druck der Arbeitsmarktlage. Am 1. Oktober dieses 
Jahres folge als vorläufig letzte Neugründung die GETA, Gesell- 
schaft für Entwicklung und Anwendung mbH, die vorerst, so wird 
betont, den Vertrieb von Spielwaren übernimmt, deren Fertigung 
im Stammwerk erfolgt. 

Die Ausweitung der Produktion auf gedruckte Schaltungen, 
UHF-Konverter, Umsetzer aller Art, kommerzielle Antennen, 
steckbare Baugruppen und Bauelemente hatte einen Hauptgrund: 
die Antennenproduktion ist außerordentlich saisonabhängig — 
zwischen dem umsatzschwächsten und dem umsatzstärksten Monat 
eines Jahres besteht manchmal ein Verhältnis von 7 :1. Den Aus- 
gleich zu schaffen, ist daher die Pflicht der Geschäftsleitung. Er ist, 
wie Hans Kolbe in seiner Begrüßungsansprace zur Feier des 
zehnjährigen Bestehens sagte, noch immer nicht ganz gelungen. 

Die Bilanz am Ende der ersten zehn Jahre ist ermutigend: 2600 
Beschäftigte in sechs Werken und ein (für 1961 erwarteter) Jahres- 
umsatz von 50 Millionen DM. Die Geschäftsleitung liegt heute in 
den Händen der beiden Geschäftsführer und Komplementäre Hans 
Kolbe und Hans Köhler (letzterer leitet das Werk Gittelde) sowie 
bei den Kommanditisten Hugo Gröger (Direktor der Zweigwerke 
Lamspringe und Wehmingen), Hans-Georg Aue (Entwicklungs- 
Direktor) und Hans Pröve (Technischer Direktor in Bad Salzdet- 
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Frequenzbereich 86-100 MHz 

Für hochwertige Hi-Fi-Musikanlagen, Stereo- 
bzw. Phonoverstärker ist diese Gerätetype beson- 
ders gut geeignet. 

Die außergewöhnliche, hohe Eingangsempfind- 
lichkeit dieses UKW-Gerätes bei gleichzeitig gro- 
Ber Trennschärfe und guter Wiedergabequalität 
ermöglicht es, neben den Ortssendern auch ent- 
fernte UKW-Stationen störungsfrei zu empfangen. 


Technische Daten: 
1. 12 Kreise: 3 Vorkreise, Oszillatorkreis, 
8 ZF-Kreise 
2. Abstimmung durch Zweifachdrehko 
3. Röhren: E88 CC 1. u. 2. HF-Vorverstärker 
(Kaskodestufe) 


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. Antenneneingang: 240 Q symmetrisch 
. Empfindlichkeit: 0,7 uV (26 dB) 
. Rauschzahl: besser als 3 kTo 
. Begrenzung: 8 uV (1,5 dB) 
. Bandbreite: + 90 kHz 
9. Trennschärfe: bei 300 kHz 1 : 5000 
10. Höhenentzerrung: 50 usec 
Abmessungen: 225 X 48 X 95 mm Preis DM 120.— 


UKW/FM-Baustein Type 12642/60,Z-Baustein“ 


Frequenzbereich 86-100 MHz 

Dieser UKW/FM-Baustein ist zusammengestellt 
aus der Gerätetype UK 12 642/60 „Z-spezial“ und 
dem Skalasatz Type „SK-D*“. 

Zusätzlich ist dieser Baustein mit einem kom- 
pletten Antrieb, einschließlich Abstimmachse, so- 
wie mit einer Abstimmanzeige (Röhrentype EM 84) 
ausgerüstet. 


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Verwendungszweck: 


Besonders geeignet zur Bestückung von Hi-Fi- 
Verstärkern und Musikanlagen, die nicht über den 
erforderlichen Seiltrieb und eine entsprechende 
Abstimmanzeige verfügen. 


Technische Daten: 


wie Gerätetype UK 12 642/60 „Z-spezial“ 
Preis DM 160.— 


UKW-AM-Einbausuper Type 12642/60 „Z-II* 


Frequenzbereich 143-147 MHz 

Ein ideales und preisgünstiges Empfangsgerät, 
das dem Funkamafeur einwandfreie DX-Verbin- 
dungen über große Entfernungen im 2-m-Band 
gewährleistet. 

Diese Gerätetype ist ein komplettes Empfangs- 
gerät mit HF-ZF-Verstärker, Demodulator und 
nachgeschalteten NF-Vorverstärker. Zur Inbetrieb- 
nahme ist lediglich ein Stromversorgungsteil so- 
wie ein Endverstärker mit Lautsprecher nötig. Ein 
Kopfhöreranschluß kann direkt am NF-Ausgang 
des UKW-Gerätes erfolgen. 


Technische Daten: 
1. 12 Kreise: 3 Vorkreise, Oszillatorkreis, 
8 ZF-Kreise 
2. Abstimmung durch Zweifachdrehkondensator 
3. Röhrenbestückung: 
E88 CC 1. und 2. HF-Vorverstärker 
(Kaskodenstufe) 


EC 92 Selbstschwingende Mischer 
EF 80 1. ZF-Verstärker 
EF 89 2. ZF-Verstärker 


EBC 81 Demodulator + NF-Vorverstärker 

4. Antenneneingang: 240 Q symmetrisch 

5. Empfindlichkeit: 0,3 uV (3 X R ohne Träger) 

6. Rauschzahl: besser als 2,5 kTo 

7. Bandbreite: ca. 15-20 kHz 

8. Frequenzbereich: 143-147 MHz 

9. ZF-Ausgang: f = 11,2 MHz 

0. Anschlußmöglichkeit für Magisches Auge 

1. Stromversorgung: Heizung 6,3 V 1 Amp,, 
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Heft 21 /FUNKSCHAU 1961 
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FUNKSCHAU 1961 / Heft 21 


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Heft 21/FUNKSCHAU 1961 


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fassende Ausbildung die Grundlage für eine in- 
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Gelegenheit, ihre Kenntnisse in verschiedenen 
Arbeitsbereichen systematisch zu erweitern und 
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Wir bitten um möglichst vollständige Unterlagen. 
Zur ersten Kontaktaufnahme genügt aber auch 
ein kurzer Brief. Verheiratete Bewerber bitten 
wir um Angabe, welcher Wohnraum benötigt 
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wenden Sie sich an unsere Personalabteilung, 
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men der Tonband- u. Diktiergeräte-Entwick- 
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Sachbearbeiter mit selbständigem Aufgaben- 
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FUNKSCHAU 1961 / Heft 21 


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Messungen und Meßgerätebau, 
Bau modernster Transistor- 
Tonbandgeräte 


sind die vielseitigen Gebiete. 


Nicht die vorhandenen Kenntnisse allein sind 
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bildung. 


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Personalabteilung derSchwarzwälder Uhrwerke-Fabrik 
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gene konstruktive Ideen mengenfertigungsgerecht durchzu- 
führen, die Befähigung, seine Mitarbeiter zu führen und mit 
anderen Konstruktionsgruppen und Laboratorien guten Kon- 
takt zu halten. 


Die Stellung ist gut dotiert. Bei der Wohnungsbeschaffung 
sind wir behilflich. 


Handschriftliche Bewerbungsschreiben mit kurzem Lebens- 
lauf, Lichtbild und Zeugnisabschriften sind einzureichen bei 


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von FS-, Rundfunk-, Phono- und Ton- 


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Heft 21/FUNKSCHAU 1961 


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Zeugnisabschriften und Gehaltsidee er- 


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Rundfunk-, Fernseh- und Phonogeräte, 
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geräte, Elektronenblitzgeräte, Kleinbild- 
projektoren, Trockenrasierer. 


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Ingenieur oder einen Meister des Rundfunk- 
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handgeschrieben, mit den wichtigsten Angaben 
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FUNKSCHAU 1961 / Heft 21 


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Heft 21 /FUNKSCHAU 1961 


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Haben Sie das Zeug, 
unser Pressemann zu werden ? 


Wirwollen die Pressestelleim Rahmen unse- 
rer Abteilung Verkaufsförderung aus- 
bauen und suchen zu diesem Zweck einen 
qualifizierten Sachbearbeiter für alle auf 
dem Gebiet des Pressewesens anfallenden 
Aufgaben. In erster Linie handelt es sich um 
die Redaktion eines regelmäßig erschei- 
nenden Händler-Informationsblattes; hin- 
zu kommt die Betreuung des internen so- 
wie des externen Informationsdienstes für 
die Fach- und Wirtschaftspresse. Darüber 
hinaus sollte der neue Mitarbeiter befähigt 
sein, an der Lösung von Aufgaben im Be- 
reich der Werbung mitzuwirken. 


Das Arbeitsgebiet, das unseren künftigen 
Pressemann erwartet, setzt geistige Beweg- 
lichkeit und sicheres Sprachgefühl voraus, 
das sich auch im Umgang mit spröden The- 
men technischer Natur bewähren soll. Ge- 
nau so viel liegt uns an der Beherrschung 
der handwerklichen Seite mit der dazuge- 
hörigen Kleinarbeit, was Layout, Bildbe- 
schaffung, Klischierung, Satzgestaltung, 
Korrekturlesen, Umbruch und Druck anbe- 
langt; ein- bis zweijährige Praxisauf diesem 
Gebiet betrachten wir als Mindestvoraus- 
setzung. Fleiß, Gewissenhaftigkeit und die 
Bereitschaft zu harmonischer Teamarbeit 
sind weitere Punkte unserer Wunschliste. 


Wir bieten bei angenehmen Arbeitsbedin- 
gungen eine entwicklungsfähige Dauerstel- 
lung, die einem tüchtigen Mann, den eine 
sehr verantwortungsvolle Tätigkeit reizt, 
volle berufliche Befriedigung verspricht. 
Leistungsgerechte Bezahlung ist*selbsver- 
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Wenn Sie eine entsprechende bzw. artver- 
wandte Praxis in der Rundfunk-Fernseh- 
Branche nachweisen können und sich ange- 
sprochen fühlen, dann schicken Siebittelhre 
Bewerbung - streng vertrauliche Behand- 
lung sichern wir zu-mit handgeschriebe- 
nem Lebenslauf, Lichtbild, Zeugnisabschrif- 
ten und Angabe Ihres Gehaltswunsches so- 
wie des frühesten Eintrittstermines an die 
Personalabteilung des Schaub-Werkes 
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