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Full text of "Funkschau 1954 Heft 12"

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Preis DM. 1.- 


NY 


a a 5 


WWBostversandort München 


INGENIEUR-AUSGABE 


26. JAHRGANG 


ZEITSCHRIFT FÜR 


FUNKTECHNIKER 








Erscheint am 5. und 20. eines jeden Monats 


a ea 





2. Juni-Heft 
1954 Nr. 


FRANZIS-VERLAG MUNCHEN-BERLIN 


Fernseh-Planung ......... 235 
Ohne Funksprech geht es nicht . . 235 
Aktuelle FUNKSCHAU....... 236 
Professor Dr. A.Esau ........ 236 


Schaltungsfeinheiten 
moderner Rundfunkempfänger 


Niederfrequenzteil .„ ....... 237 
Interessante Antennen- 
konstruktionen ... . 4... 2%...» 238 
Anpaß- u. Verbindungstechnik 
moderner Antennen ....... 239 
Neue Kristalloden ......... 240 
Fernsehton - Einsatz im Rundfunk- 
empfänger «success 24] 


Ein Tonbandlängen-Meßgerät . . 242 
Hf-Oszillator mit automatischer 


Amplitudenregelung ........ 242 
Ein Meßverstärker mit Batterie- 

Belle; wu. en 243 
Schmalfilm mit Magnetton ... . 244 
Neue Tonband-Spulen ....... 244 


Fernsehempfänger-Bauanlei- 
tung, 6. Folge: Amplitudensieb, 


Leistung des Empfängers ..... 245 
Verzerrungsarmer AM-Gleich- 

fichiell nennen. er 246 
FUNKSCHAU-Prüfbericht: 

Grundig WW... ....0.. 247 
Funktechnische Fachliteratur . . . 248 


Vorschläge für die Werkstatt- 
praxis: Kontrasterhöhung beim 
Oszillografenbild: Schadhafte 
Netzsicherungen in Reiseempfän- 
gern; Richten von Drähten; Elek- 
tronenschalier für Dauerversuche ; 
Abgleichen freitragend gewickel- 
ter KW- und UKW-Spulen ; Metall- 
zierleisten als Fehlerquelle . . 249/251 
Werks-Veröffentlichungen....... . 25] 


Röhren-Dokumente: 


DB 13-14 bis DZ 13-14 Blatt ] 
DB 13-54 bis DZ 13-54 Blatt ] 
DF 64 
DL 64 


Die INGENIEUR-AUSGABE 
enthält außerdem: 


FUNKSCHAU - Schaltungssammlung, 

Band 1954, Seiten 25 bis 32, mit den 

Heimempfängerschaltungen Nr. 24 
bis 30 (Nora bis Philips) 


Unser Titelbild: Der Meßdienst des 
Bayerischen Rundfunks kontrolliert 
laufend die in den Studios verwende- 
ten Magnettongeräte. Bei der abge- 
bildeten dreimotorigen Vollmer-Ma- 
schine 007 U wird gerade der Rund- 
lauf der Tonrolle nachgemessen. 
(Foto: Lutz-Wohlfarth) 


II Heft12/ FUNKSCHAU 1954 






x KONDENSATOREN 


kosten erreicht werden. 


und Fernsehgeräte. 





UNNA IN WESTFALEN 


DER TONTRAGER FÜR MAGNETISCHE e 
SCHALLAUFZEICHNUNG )) 


_— 


[e2 22705 Ko) Sn 5 4.2 SP Age Brose WTeTelitziitelletelite Mit: 
niedrige Bandgeschwindigkeiten 19 und 9,5 cm/sec 


is 
GENOTON TYPE EN : Das Magnettonband für 
hohe Bandgeschwindigkeiten 76 und 38 cm/sec 


Wir übersenden Ihnen auf Anforderung gern unseren 
SIet-yäfel.dgerT 1-1 €2) Kir00R, 


Nasa? 
64 


ANORGANA G'M-B: tefANtoto] 147e1:13:1:7S14.18 


H- 
Pi 





werden nach modernsten Ferti- 
gungsverfahren hergestellt, die 
vor allem jene überraschend gu- 
ten elektrischen Eigenschaften zur 
Folge haben, die sonst nur bei Kon- 
densatoren mit höheren Gestehungs- 


WIMA-Tropydur-Kondensatorensind 
ein modernes Bauelement für Radio- 


WILHELM WESTERMANN 


SPEZIALFABRIKFUR KONDENSATOREN 








KAUTSCHUK 
LEISTETEZMEHR 


R 20 R30 R 60 R 80 


trans- 


Farbe parent rot grau weiß 
Dichte 1,21 1,25 1,53 1,5 
Rückprallelastizität 

—40 bis +40° C BE 
er ee Mi met rs 
Zugfestigkeit kgiem®? 7035 7045 8#+5 65#+5 
Dehnbarkeit in % 350 300 110 800 
Durchschlagfestigkeit 

kV/imm —40 bis 0+5 +5 +5 %0#5 

+180" C 
tg d bei I MHz 0,002 _ 0,005 0,003 


Wacker-Silicon-Kautschuk hat seine Erprobungs- 
zeit hinter sich. Er hat sich in der Praxis durchge- 
setzt. Wir haben unsere Anlagen erweitert und 
können daher die Preise senken. Wacker-Silicon- 
Kautschuk erfüllt seine Aufgaben bei arktischer 
Kälte so gut wie bei tropischer Hitze, ja sogar bis 
zum Schmelzpunkt des Zinns. 





MÜNCHEN 22, PRINZREGENTENSTRASSE 22 





MIT FERNSEH-TECHNIK 


26. JAHRGANG 


2. Juni-Heft 1954 Nr. 12 





Fernseh-Planung 


Das Fernsehen in der Bundesrepublik und Westberlin wird planmäßig mit erheblichem 
finanziellen Aufwand ausgebaut. Diese simple Feststellung steht in einem gewissen Gegen- 
satz zur zögernden Entwicklung der Teilnehmerzahl. Zwei hoch anzuerkennende Entschei- 
dungen sind für die raschen Fortschritte auf der Senderseite verantwortlich: die Rundfunk- 
anstalten stellen aus den Gebühren des Hörrundfunks Mittel bereit, die im laufenden Haus- 
haltsjahr für Technik, Programm und Verwaltung die Grenze von 20 Millionen DM über- 
schreiten — und die Deutsche Bundespost erstellt die Richtfunkstrecken ohne Rücksicht auf 
deren augenblickliche Rentabilität. Sie werden bis Ende dieses Jahres zwanzig Millionen DM 
erfordern. Dieser Summe stehen bisher verschwindend geringe Einnahmen aus dem Anteil 
der Bundespost an der Fernsehteilnehmergebühr gegenüber. 

Am 1. Juli gibt esin der Bundesrepublik und Westberlin sieben Fernsehsender mit effek- 
tiven Leistungen zwischen 4 und 100 kW; hinzu kommen neun Kleinsender (Fernseh- 
umsetzer), deren Leistungen 100 Watt nicht überschreiten und die zu einem Teil nach Errich- 
tung der vorgesehenen Großsender wieder abgebaut werden sollen. 

Bedingt durch die frühzeitig einsetzende Aktivität des Nordwestdeutschen Rundfunks ist 
die „Fernsehversorgung“ im Norden und Westen besser als im Süden. Dieser Zustand wird 
noch einige Zeit anhalten. Zwar werden bis Jahresende südlich des Mains mehrere Fernseh- 
sender ihren Dienst aufnehmen, aber nördlich dieser Linie beginnt inzwischen die zweite 
Ausbaustufe, so daß sich für Mitte 1955 folgendes Bild abzeichnet: das Gebiet der ehemaligen 
Britischen Zone wird um diese Zeit zu 80%, bezogen auf die Einwohnerzahl, versorgt sein 
Im Südwesten und Süden dürfte dieser Satz bei rd. 60%. liegen, dies nicht zuletzt eine 
Folge der ungünstigeren Geländebeschaffenheit. 

Der NWDR legte kürzlich die Pläne für diese zweite Ausbaustufe vor. Als erster wird der 
Fernsehsender auf dem Bielstein im Teutoburger Wald um die Jahreswende 1954/55 mit 
100 kW effektiver Leistung des Bildsenders in Kanal 11 seinen Betrieb aufnehmen und das 
östliche Westfalen bis Münster, Osnabrück und Teile des Sauerlandes dem Fernsehen 
erschließen. Im Sommer 1955 soll der 5-kW-Sender Kiel folgen (Kanal 11), dessen neuer 
Mast zugleich für Mittel- und UKW-Sender gedacht ist. Für Ende 1955 ist die Fertigstellung 
der beiden Großsender Bremen/Oldenburg (100 kW.+, Standort Steinkimmen, 25 km 
westlich von Bremen) und Harz/West (100 kW.+, Kanal 11) vorgesehen. Der erst- 
genannte Sender soll Bremen, Reg.-Bezirk Oldenburg und Teile des Emslandes in Kanal 2 
versorgen. Es wird der erste deutsche Fernsehsender in Band I sein, er wird die großen 
etwas sperrigen Antennen auf die Dächer dieser windgesegneten Küstengebiete locken... 
Als letzter Sender wird Flensburg (50 kWar, Kanal 4) etwa Anfang 1956 bereit sein; 
er versorgt dann Schleswig-Holstein von Heide im Süden bis zur dänischen Grenze und 
reicht darüber hinaus ein gutes Stück in das Land unseres nördlichen Nachbars. 

Die sich dann noch ergebenden Lücken im NWDR-Bereich sollen, einer Erklärung der 
Technischen Direktion zufolge, nicht durch Umsetzer in Band I und III, sondern zu einem 
späteren Zeitpunkt durch Stationen im Dezimeterbereich ausgefüllt werden. Wir berichteten 
darüber in FUNKSCHAU 1954, Heft 9, Seite 172. 

Blicken wir nach dem Süden, so dürfen wir die Genehmigung des wohl interessantesten 
Projekts melden. Der „Hohe Turm von Stuttgart“ mit einem 100-kW-Fernsehsender, 
UKW-Sender usw. wird gebaut und kann vielleicht noch in diesem Jahre weite Gebiete um 
Stuttgart versorgen. Noch vorher kommen Teile von Bayern in den Genuß des Fernsehens: 
der Bayerische Rundfunk wird den Wendelsteinsender (100 kW) im Herbst in 
Betrieb nehmen, während das Studio in Freimann in diesen Tagen offiziell eingeweiht 
wurde. Ob der vom Hessischen Rundfunk geplante Fernsehsender auf dem Meißner im 
Raum Kassel noch in diesem Jahre fertig wird, ist zweifelhaft; er würde jedoch sehr glück- 
lich die Lücke zwischen den Versorgungsgebieten der Sender Bielstein, Harz/West und Feld- 
berg/Ts. schließen. Zwei weitere Projekte laufen an: Hornisgrinde (50 kW) und Raich- 
berg (100 kW). 

Soweit die Senderplanung — ihr Umfang wird uns deutlich, wenn wir hören, daß ein 
100-kW-Fernsehsender im Durchschnitt eine Million DM kostet. Ein Studio mit technischer 
Ausrüstung ist doppelt so teuer, ein Fernseh-U-Wagen muß mit 500 000 DM bezahlt werden 
— und selbst ein bescheidener Filmtrupp benötigt für 25 000 DM technisches Gerät. 

Die Bundespost hat den Ausbau der Richtfunkstrecke über Stuttgart hinaus bis München 
für Jahresende zugesagt; außerdem befindet sich das Koaxialkabel Frankfurt-Nürnberg in 
Bau, so daß in absehbarer Zeit auch die Errichtung des Fernsehsenders Nürnberg sinn- 
voll ist. Bremen/Oldenburg wird über das große Koaxialkabel Hamburg-Düsseldorf an die 
Studios Köln und Hamburg angeschlossen werden. 

Die Programmarbeit in der Bundesrepublik stützt sich auf die große „Richtfunk-Sammel- 
schiene“ zwischen Hamburg und (später) München mit ihren zahlreichen Abzweigungen. 
Die angeschlossenen Studios können ihre Programmbeiträge beliebig einspeisen. Diese 
Möglichkeit ist bei der gewählten Form der Fernsehorganisation mit regionalen Studios und 
den in Prozenten aufgeteilten Programmbeiträgen von entscheidender Wichtigkeit. In eini- 
ger Zeit wird die bisher nur in einer Richtung „befahrbare“ Richtfunkstrecke gleichzeitig in 
beiden Richtungen benutzbar sein, und die meisten Fernsehtürme werden Empfänger zum 
Einspeisen aktueller Sendungen aus einem Umkreis von 25 bis 30 km bekommen. 

Im Zuge des am 6. Juni begonnenen internationalen Fernsehprogrammaustausches hat das 
deutsche Richtfunksystem drei Auslandsverbindungen erhalten: über die Hornisgrinde nach 
der Schweiz und Italien, über Wuppertal nach Holland und weiter durch Belgien nach 
England und schließlich von Hamburg über Fehmarn nach Kopenhagen. Die Strecke Ham- 
burg-Berlin ist auf den Teilstück bis Höhbeck vom Meterwellenbetrieb auf Dezimeter- 
anlagen umgestellt worden; Höhbeck erreicht Hamburg mit einer Zwischenstation nunmehr 
über den Fernmeldeturm Egestorf, südlich von Hamburg. Karl Tetzner 


u 8 


Ohne Fünksneech 
geht es nicht 


Während der Deutschen Indu- 
strie-Messe in Hannover strebten 
täglich zwischen 30000 und 50000 
Kraftwagen von der Stadt zum 
Messegelände und wieder zurück. 
Dabei ergaben sich am Vormittag 
und am Spätnachmittag stärkste Zü- 
sammenballungen, so daß der Messe- 
schnellweg bis zur Grenze seiner 
Fassungskraft belastet war. Rech- 
net man die täglich von auswärts in 
das Weichbild Hannovers hinein- 
strömenden Massen von Kraftwagen, 
die ebenfalls in den Abendstunden 
wieder heimwärts fuhren, so hätte 
sich leicht ein Bild des Chaos’ er- 
geben können, wenn die Verkehrs- 
polizei nicht aus den Pannen frühe- 
rer Jahre gelernt hätte. Sie wartete 
in diesem Jahr mit einem Massen- 
einsatz auf, der vom Meldezentrum 
im Polizeipräsidium straff gesteuert 
wurde. Hier befand sich das Gehirn 
der Verkehrslenkung; über drei 
Funksprechsender gingen die An- 
weisungen hinaus und über zahllose 
Kanäle trafen die Lagemeldungen 
ein. Es war Generalstabsarbeit: 
Fähnchen wurden gesteckt, Lage- 
besprechungen abgehalten und die 
Stadt in „Lenkungsbereiche“ ein- 
geteilt. 


Ein wichtiger Punkt war der 
120 m hohe Mannesmann-Stahlturm 
auf dem Messegelände, dessen 
Spitze zwei Antennen für Fest- 
stationen trug. Dank seiner un- 
gewöhnlichen Höhe konnien von 
diesem Punkt aus Gespräche mit 
Verkehrspolizisten geführt werden, 
die mit ihrem 0,5-Watt-„Teleport“- 
Gerät 30 km entfernt an der Auto- 
bahn bei Bad Nenndorf standen und 
die erste „Sortierung“ der ankom- 
menden Fahrzeuge vornahmen. 
Über die Feststation als Relais spra- 
chen auch „Teleport“-Geräte mit- 
einander, die sich weit außerhalb 
der direkten Reichweite (3 bis 5 km) 
befanden. 


Telefunken hatte der Polizei für 
die harten Messetage annähernd 
40 Teleportgeräte zur Verfügung 
gestellt; dazu kamen 20 Funkstrei- 
fenwagen. Mit diesem Großaufge- 
bot war der Stoßverkehr einiger- 
maßen zu bewältigen, aber es hatte 
sich im Vorjahr ergeben, daß zahl- 
reiche Polizeiposten in der Um- 
gebung des Messegeländes und auf 
den Anfahrtsstraßen nicht rasch ge- 
nug benachrichtigt werden konn:en, 
sobald sich eine neue Lage ergab. 
Diesmal halfen 40 UKW-Koffer- 
empfänger vom Typ „Bajazzo U“, 
Sie waren im Werk auf die Polizei- 
funkfrequenzen umgetrimmt wor- 
den und dienten den Polizeiposten 
als Befehlsempfänger. Die Emp- 
findlichkeit reichte vollkommen aus, 
so daß sich die Polizei nach Beendi- 
gung der Messe sehr bedankte. 
„Wallenstein“ — das war der Funk- 
name des Kommandeurs der Ver- 
kehrspolizei — konnte zufrieden 
sein. Seine Verkehrsregelung hatte 
funktioniert — wenn die Straßen 
trotzdem manchmal die Kraftwagen 
nicht mehr fassen konnten, so war 
das nicht seine Schuld. K-T; 


236 Her 12 | FUNKSCHAU 1954 





Rundiunk- und Fernsehteilnehmer 
am 1. Mai 1954 


A. Rundfunkteilnehmer 


Bundesrepublik 11 759 368 (+ 28 408) 
Westberlin 727 998 (+ 1080) 
zusammen 12487 366 (+ 29 488) 

B. Fernsehteilnehmer 
Bundesrepublik 24 788 (+ 3152) 


In den folgenden Oberpostdirektionsbezir- 
ken werden noch keine Fernsehteilnehmer- 
gebühren erhoben: München, Nürnberg, Re- 
gensburg und Stuttgart, außerdem in West- 
Berlin. 


Kanalumsiellung im Westen 


Seit dem 1. Juni arbeitet der Fernsehsender 
Langenberg in Kanal 9 (Bild 203,25 MHz, Ton 


208,75 MHz), so daß der bisher benutzte Ka- 
nal 7 dem eigentlichen Besitzer in diesem 
Bereich, Holland, zurückgegeben werden 
kann. Am gleichen Tage stellt Köln von bis- 
her Kanal 9 auf den inzwischen freigegebe- 
nen Kanal 11 (Bild 217,25 MHz, Ton 212,75 MHz) 
um. 


Gesellschaft zur Förderung 
von Rundiunk und Fernsehen 


Der Beirat der Fachabteilung Rundfunk 
und Fernsehen im ZVEI hat in Übereinstim- 
mung mit den Verbänden des Groß- und Ein- 
zelhandels und dem Verband des Rundfunk- 
mechanikerhandwerks beschlossen, die „Ge- 
sellschaft zur Förderung von Rundfunk und 
Fernsehen e. V.“ zu gründen. Zweck der Ge- 
sellschaft, die ihren Sitz in Köln haben wird, 
soll es sein, durch Gemeinschaftswerbung 
Rundfunk und Fernsehen zu fördern. 


Europäische Länder mit regulärem Fernseh-Programmbeirieb 


Anzahl 
der 
Sender 


letzte bek. 
Teilneh- 
merzahl 


Bundesrepublik 
Deutschland Um- 
und Westberlin |setzer) 


D.D.R. 2 500 
Großbritannien 3 173 024 
UdSSR 100 000 
Italien 34 514 
Frankreich 69 971 


7(+9 


Belgien 10 000°) 





Holland 
Schweiz 


10 000°) 
1863 


DDHHHOKG wm © 


Dänemark 1527 


15 000 Li) 
4350 ffr 





Sende- 
stunden 
pro Woche 


Westberliner Teilnehmer 
nicht erfaßt 


_ Teilnehmerzahl geschätzt 
2£ 
_ Teilnehmerzahl geschätzt 


Zahl der Empfänger 
etwa 120 000 





80 s£r?) dazu Versuchssender 


Genf 
50 dkr 


Fernseh-Versuchsbetriebe laufen i.Norwegen,Polen,Spanien,Schwedenu.d.Tschechoslowakei 


!) Gebühr für Empfänger im Heim. Hotels und Gaststätten zahlen 30 000 Lire 
2) Teilnehmerzahl geschätzt, es besteht noch keine Anmelde- und Gebührenpflicht 
?) Gebühr für Empfänger im Heim. Hotels und Gaststätten zahlen 120 sfr 





Professor Dr. A. Esau 


Wie bei vielen Forschern und Wegbereitern 
der Funktechnik wechselte auch das Leben 
von Prof. Dr. A. Esau zwischen Industrie- 
arbeit und Hochschultätigkeit. Diese enge 
Verflechtung trug zum großen Teil zu den 
wirklichkeitsnahen praktischen Ergebnissen 
seiner Arbeiten bei. 


Geboren in Tiegenhagen bei Danzig, stu- 
dierte er Fhysik an der Universität Berlin 
und an der Technischen Hochschule Danzig. 
Dort war er auch Assistent von Max Wien 
und promovierte im Jahre 1908. Nach der Mili- 
tärdienstzeit und nach den Assistentenjahren 
in Halle übernahm er 1912 das Empfänger- 
laboratorium der Firma Telefunken und 
leitete im Auftrag der Firma kurz vor dem 
ersten Weltkrieg den Aufbau der Großfunk- 
station Togo, die dann zu Beginn des Krieges 
zerstört werden mußte. Er selbst wurde inter- 
niert und erst 1918 ausgetauscht. 


Im Jahre 1919 wurde er Chef sämtlicher 
Telefunken-Laboratorien 
sich eingehend mit Rahmerantennen und der 
Berechnung von Selbstinduktivitäten. 1925 
übernahm er als Professor an der Universität 
Jena das dort neu eingerichtete Institut für 
technische Physik, das er bis 1939 leitete. Die 
Arbeit seines Institutes erstreckte sich vor 
allem auf drei Hauptgebiete: Die Erschließung 
der Ultrakurzwellen für die Nachrichtentech- 
nik und für medizinische Zwecke und die 
Entwicklung von Material-Prüfverfahren mit 
mechanischen Schwingungen. Zahlreiche 


Radio- und Fernseh-Fernkurse 


und beschäftigte. 


grundlegende Arbeiten von ihm selbst und 
von seinen Schülern aus der damaligen Zeit 
dokumentieren diese wissenschaftlich beson- 
ders fruchtbare Periode. 1932 übernahm er 
das Rektorat der Universität Jena. In den fol- 
genden polıtisch bewegten Jahren wurde er 
1935 dieses Amtes zunächst enthoben, auf 
Drängen der Professoren und Studenten 1937 
aber wieder eingesetzt. Er siedelte dann 1939 
nach Berlin über und war hier Präsident der 
Physikalisch-Technischen Reichsanstalt und 
zugleich Professor für Fernmeldetechnik an 
der Technischen Hochschule Berlin. Während 
des zweiten Weltkrieges beschäftigte er sich 
vor allem mit der Erschließung des Zenti- 
meterwellenbereiches für Funkmeßzwecke. 
Auch diesmal blieb ihm eine Internierung 
nicht erspart. Von 1945 bis 1948 wurde er von 
den Alliierten in Haft gehalten und dann 
schließlich entlassen, nachdem sich die gegen 
ihn erhobenen Beschuldigungen als haltlos 
erwiesen hatten. 

Seit 1949 ist Esau als Honorar-Professor an 
der Technischen Hochschule Aachen tätig und 
widmet sich wieder seinen alten Lieblings- 
gebieten, der Ultrakurzwellen- und Ultra- 
schalltechnik. Zugleich ist er Leiter des In- 
stitutes für Hochfrequenztechnik in der Deut- 
schen Versuchsanstalt für Luftfahrt in Mül- 
heim/Ruhr. Am 7. Juni 1954 feierte er in vol- 
ler Frische seinen 70. Geburtstag und wir hof- 
fen und wünschen, daß er noch recht lange 
seine Fähigkeiten der Funktechnik zur Ver- 
fügung stellt. 


System FRANZIS-SCHWAN 
für den FUNKSCHAU-Leser herausgegeben 


Prospekte und Muster-Lehrbrief durch die Fernkurs-Abt. des Franzis-Verlages, München 2, Luisenstr. 17 


Siliziumbatterie 


Neben der „Atombatterie“ der RCA haben 
die Bell Laboratorien eine zweite Dauerbat- 
terie in der Entwicklung. Man verwendet 
waffelstarke Scheiben aus Silizium von der 
Größe einer Rasierklinge; als Folge des 
photoelektrischen Effekts kann eine geringe 
elektrische Leistung abgenommen werden. 
Die Oberfläche des Silizium wird nach eineı 
Vorbehandlung mit einer Halbleiterschicht 
von 0,003 mm Stärke versehen. Der Wirkungs- 
grad liegt bei 6% (bezogen auf die einfal- 
lende Lichtmenge). Ein Quadratmeter Fläche 
der neuen Batterie liefert 50 Watt theoretisch 
eine unbegrenzte Zeit — natürlich nur bei 
Sonnenlicht. 


Neues Mitgliederverzeichnis 
des Bundesverbandes des Rundfunk- 
und Fernseh-Großhandels 


Der rührige VRG (Bundesverband d. Rund- 
funk- und Fernseh-Großhandels eV) hat vor 
kurzem ein neues Mitgliederverzeichnis her- 
ausgegeben, das nach dem Stand vom 1. März 
1954 zusammengestellt wurde. Es unterrichtet 
nicht nur die interessierten Fachkreise dar- 
über, welche Großhandelsfirmen im VRG or- 
ganisiert sind, sondern es gibt der Industrie 
und dem Fachhandel außerdem das neueste 
Adressenmaterial in die Hand, das sie für 
ihre Zusammenarbeit mit dem Rundfunk- 
und Fernseh-Großhandel benötigen. Durch 
die Herausgabe des Mitglieder-Verzeichnisses 
will man insbesondere dem Fachhandel zu 
verstehen geben, daß die im VRG zusammen- 
geschlossenen Firmen es ablehnen, ihren 
eigenen Abnehmern Konkurrenz zu machen. 
Das im Auftrag des VRG herausgegebene 
Verzeichnis, das die Mitgliedsfirmen in einem 
namensalphabetischen und in einem orts- 
alphabetischen Teil enthält, ist zum Preise 


von 4.80 DM vom Verlag Ernst Arnold, Dort- 
mund-Mengede, zu beziehen. 






FUNKSCHAU 
127229072718 1773 077,10.77 0.097227 
Herausgegeben vom 


FRANZIS-VERLAG MÜNCHEN 


Verlag der G. Franz’schen Buchdruckerei G. Emil Mayer 
Verlagsleitung: Erich Schwandt 
Redaktion: Otto Limann, Karl Tetzner und Fritz Kühne 
Anzeigenleiter u. stellvertretender Verlagsleiter: Paul Walde 


Erscheint zweimal monatlich, und zwar am 
5. und 20. eines jeden Monats. Zu beziehen 
durch den Buch- und Zeitschriftenhandel, 
unmittelbar vom Verlag und durch die Post. 
Monats-Bezugspreis für die gewöhnliche Aus- 
gabe DM 1.60 (einschl, Postzeitungsgebühr) 
zuzüglich 6 Pfg. Zustellgebühr; für die 
Ingenieur - Ausgabe DM 2.— (einschl. Post- 
zeitungsgebühr) zuzügl. 6 Pfg. Zustellgebühr. 
Preis des Einzelheftes der gewöhnlichen Aus- 
gabe 80 Pfennig, der Ing.-Ausgabe DM 1.—. 
Redaktion, Vertrieb u. Anzeigenverwaltung: 
Franzis-Verlag, München 2, Luisenstraße 17. 
— Fernruf: 516 25/26/27 und 51943. — Post- 
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Hamburger Redaktion: Hamburg - Bramfeld, 
Erbsenkamp 22a — Fernruf 63 79 64. 

Berliner Geschäftsstelle: Berlin - Friedenau, 
Grazer Damm 155. — Fernruf 71 6768 — Post- 
scheckkonto: Berlin-West Nr. 622 66. 
Verantwortlich für den Textteil: Ing. Otto 
Limann; für den Anzeigenteil: Paul Walde, 
München. — Anzeigenpreise n. Preisl. Nr. 7. 
Verantwortlich für die Österreich-Ausgabe: 
Ing. Ludwig Ratheiser, Wien. 
Auslandsvertretungen: Belgien: De Internatio- 
nale Pers, Berchem-Antwerpen, Kortenmark- 
straat 18. — Niederlande: De Muiderkring, 
Bussum, Nijverheidswerf 19-21. — Saar: Lud- 
wig Schubert. Buchhandlung, Neunkirchen 
(Saar), Stummstraße 15, — Schweiz: Verlag 
H. Thali & Cie., Hitzkirch (Luzern). 
Alleiniges Nachdrucksrecht, auch auszugs- 
weise, für Österreich wurde Herrn Ingenieur 
Ludwig Ratheiser, Wien, übertragen. 

Druck: G. Franz’sche Buchdruckerei 

G. Emil Mayer, (13b) München 2, 
Luisenstr. 17. Fernsprecher: 516 25. 

Die FUNKSCHAU ist der IVW an- 
geschlossen. 


Studien-Beginn jederzeit - ohne Berufsbehinderung. Für FUNKSCHAU- 


Leser ermäßigte Kursgebühren. Rund 3 DM 


monatlich und wöchentlich einige 


Stunden fleißige Arbeit bringen 


Sie im Beruf voran 





Schaltungsfeinheiten moderner Rundfunkempfänger 
Niederfrequenzteil 


Wir beschließen heute die Betrachtung 
der Schaltungseinzelheiten neuzeitlicher 
Rundfunkempfänger mit Beispielen von 
Gegenkopplungen in den Endstufen. Die 
vorhergehenden Arbeiten behandelten den 
UKW-Eingang (Heft 10, Seite 194) sowie 
Begrenzung und Rauschunterdrückung 
(Heft 11, Seite 217). 


Gegenkopplung mit geringem Auiwand 


Im Nordmende-Rigoletto galt es, 
mit geringem Aufwand an Bauelementen 
eine wirksame Gegenkopplung zu schaf- 
fen, die den verschiedenen Anforderungen 
des AM- und FM-Rundfunks gerecht wird. 
Bild 13 läßt erkennen, wie die Gegenkopp- 
lungsspannung einer zweiten Sekundär- 
wicklung des Ausgangsübertragers ent- 
nommen und über einen doppelten Pha- 
senschieber Cl, Ri, R2, R6, C3 und R7 
dem Anzapfpunkt des Lautstärkereglers LS 
zugeführt wird. Die Bemessung verbürgt 
eine kräftige Baßanhebung, wie sie für 
das relativ kleine Gehäuse dieses billigen 
Gerätes erforderlich ist. Über C2, R3 und 
R4 wird dem Fußpunkt des Lautstärke- 
reglers eine zweite Gegenkopplungsspan- 
nung zugeführt, die jedoch nur bei UKW 
wirksam ist (Schalter Soffen) und jetzt 
die Bässe nochmals verstärkungsmäßig 
anhebt. Auf diese Weise wird für die aus- 
geweitete Höhenwiedergabe des UKW- 
Rundfunks das nötige Gegengewicht ge- 
schaffen. 

Beim Empfang der Mittel- und Lang- 
wellen dagegen ist Schalter S geschlossen 
und legt Punkt A über C2 und R3 an 
Masse. Wiederum entsprechend der Di- 
mensionierung wandelt sich die zusätz- 
liche Baßanhebung in einekräftige Höhen- 
anhebung zum Ausgleich der zwangsläu- 
figen Bandbreitenbeschneidung beim Emp- 
fang von AM-Sendern. 


Hochgezüchiete Endstuile 
eines Spitzengerätes 


Das in Bild 14 dargestellte Niederfre- 
quenzteil eines Spitzensupers (Saba-Frei- 
burg W III) vermittelt einen Eindruck von 
der ausgefeilten Schaltungstechnik moder- 
ner Großempfänger. Die Endstufe wird 
von zwei EL 84 in Gegentakt gebildet, die 
N£-Vorverstärkung übernimmt die mikro- 
fonie- und brummarme, hochverstärkende 
Nf-Pentode EF 40. Die Phasenumkehr be- 
sorgt das Triodensystem der EABC 80 auf 
sehr elegante und doch billige Art. Im 





500 50nF 
kl 








Er 30KR @y------gehörrichtige LS-Regelung 
i ==: Resonanz -Gegenkopplung 
BA 6) ——RC-Basis-Gegenkopplung 
d) -—--zusötzliche Gegenkopplung 


Ausgang sind zwei große Tief- bzw. Mit- 
teltonlautsprecher und ein dynamisches 
Hochtonchassis vorgesehen; Schalter S 
ist mit dem Höhenregler H so gekuppelt, 
daß sich S schließt, sobald der Höhen- 
regler, der außerdem noch mit dem Band- 
breitenregler verbunden ist, in die End- 
stellung geht. Die verschiedenen Klang- 
regelungen der Niederfrequenz verteilen 
sich wie folgt: 


a. Gehörrichtige Lautstärkenregelung: 
das Lautstärkenpotentiometer LS von 
1,4 MQ besitzt bei 0,4 und 0,1 MQ je eine 
Anzapfung. Damit ergeben sich Impedan- 
zen, die auch bei geringsten Lautstärken 


EL41 


Bild 13. 
Einfache 
Gegen- 
kopplung 
(Nord- 
mende- 
Rigoletto) 





R6 HR A RIl3KR 
7582 


noch eine beachtliche Höhen- und Tiefen- 
anhebung sicherstellen. Diese besonders 
weitgehende Angleichung an die Ohremp- 
findlichkeitskurve ist für alle Qualitäts- 
empfänger von größter Wichtigkeit; im- 
mer wieder stellt man fest, daß manche, 
auch größere, Empfänger bei sehr leiser 
Musik — wie man sie etwa in einer Neu- 
bauwohnung in den Nachtstunden ein- 
stellen muß — zu flach klingen. 


b. Resonanz-Gegenkopplung: eine reine 
RC-Gegenkopplung verleiht dem Klang 
manchmal einen „Faßton“ d. h. die wich- 
tigen Frequenzen zwischen 500 und 1000 Hz 
werden im Vergleich zur überstarken Baß- 
anhebung zu schwach wiedergegeben. Hier 
greift die Resonanz-Gegenkopplung mit 
dem Übertrager Tr ein. Ihre gedämpfte 
Resonanz hält die Frequenzkurve über 
einen Bereich von annähernd zwei Okta- 
ven horizontal, während sich bei den Tie- 
fen natürlich ein Anstieg ergibt. Das 
Klangbild gewinnt an Natürlichkeit. 
Das Einspeisen erfolgt in den Fuß- 
punkt des Lautstärkepotentiometers. 

In manchen Fällen wird aber das 
Abschwächen der erwähnten Fre- 
quenzen erwünscht sein. Auch für 
diese Fälle ist vorgesorgt. Beim 


kit 20 


im Saba-Freiburg W III 


Rechts: Bild 15. Niederfrequenz- 
kurven des Freiburg W III (Span- 
nungen an der Schwing- 
spule in Abhängigkeit von 
der Frequenz in Schalter- 
stellung TA bei konstanter 
Eingangsspannung und 
Summen-Ri = 300 kQ 


| Links: Bild 14. Niederfrequenzteil 


FUNKSCHAU 1954 / Hen12 237 


Linksanschlag des Baßreglers T wird näm- 
lich der Umschalter U in Stellung „a“ ge- 
bracht. Jetzt ist die Resonanzgegenkopp- 
lung ausgeschaltet und die Baßflanke nach 
den höheren Frequenzen hin verlagert. 


ec. RC - Basis - Gegenkopplung: Dieser 
Zweig ist aus den meisten anderen Schal- 
tungen her bekannt. Die erforderliche 
Spannung wird wie die unter b) genannte 
Gegenkopplung von der hochohmigen 
Wicklung des Ausgangsübertragers (Aus- 
gang für Magnetbandgerät) abgenommen 
und über 2,5 nF dem Netzwerk an der 
Anode der Vorröhre EF 40 zugeführt. Hier 
dürfte die Methode der Baßregelung inter- 
essieren. Über das gleiche 16-MQ-Poten- 
tiometer T wird bei Beschneiden der Bässe 
das Tiefen-C der Gegenkopplung kurzge- 
schlossen und der Tiefendurchlaß zum 
Gitter der Endröhren gesperrt. 


d. Zusätzliche Gegenkopplungen: Zwi- 
schen Gitter und Anode der EL 84] liegt 
eine kleine Kapazität zur Höhenbegren- 
zung, während auf das Gitter der EL 847} 
«ine stabilisierende Grundgegenkopplung 
vom hochohmigen Ausgang über 10 MQ 
gelangt. 


Über die Wirkung der verschiedenen 
Gegenkopplungen bei bestimmten Ein- 
stellungen der Regler geben die Nf-Kur- 
ven in Bild 15 Aufschluß. Die Kurven be- 
deuten im einzelnen: 


la-2a-3a: jeweils Tiefenregler ca. 10 Grad 
vor linkem Anschlag mit allen Höhen 


lb-2b-3b: jeweils alle Tiefen und alle 
Höhen 


la-1b: Lautstärkenregler in Endstellung 


2a -2b: Lautstärkenregler in Stellung 
„oberer Abgriff“ = 0,4 MQ 


3a -3b: Lautstärkenregler in Stellung 
„unterer Abgriff“ = 0,1 MQ 


4: Lautstärkenregler auf unterem Abgriff, 
keine Tiefen und Höhen 


5: Lautstärkenregler auf unterem Abgriff, 
keine Tiefen, alle Höhen 


Höhen- und Tiefienregelung 
im Grundig 5040 W 


Die Gegenkopplungszweige im Grundig 
5040 W sind besonders übersichtlich 
(Bild 16). Die Niederfrequenz gelangt über 
C1 und Ri auf den Lautstärkenregler LS 
und von hier über C3 auf das Gitter der 
Triode (EABC 80), deren Gittervorspan- 
nung an R7 durch den Gitteranlaufstrom 
entsteht. Von ihrer Anode läuft die Nie- 
derfrequenz über C8 und R9 zum Gitter 
der Endröhre EL 12. 

























































































5 0 6 


120 250 00H 1 2 4 8 


15 30kHz 


238 Her 12/ FUNKSCHAU 1954 






EABC 80 u 


[Ail 








nF 55mH 


Bild 16. Höhen- und Tiefenreglung 
im Grundig 5040 W 


Die erste der beiden Gegenkopplungen 
beginnt an der niederohmigen Wicklung 
des Ausgangsübertragers und nimmt ihren 
Weg über R15 zum großen Kondensator 
C 4, der vom Tiefenregler T (100 kQ) über- 
brückt ist, und weiter über R6 und C3 
zum Gitter der Vorröhre. Diese Kette ist 
so ausgelegt, daß die hohen Tonfrequenzen 
gegengekoppelt werden, so daß sich eine 
Baßanhebung ergibt. Zur Unterstützung 
dient der Spannungsteiler R15 C5L, des- 
sen Grenzfrequenz bei 2000 Hz liegt. Dem- 
nach werden die Frequenzen oberhalb von 
2000 Hz praktisch nicht über den Regler T 
gegengekoppelt, solange dieses Glied in 
Aktion ist. Das ist nur bei FM der Fall, 
bei AM und TA ist es mit dem Schalter 3 
außer Betrieb. 


Beim Zudrehen des Lautstärkenreglers 
LS ändert sich das Teilungsverhältnis der 


Kin RT2T500K8 


35nF Hochton 


Frequenzen in der Baßschaltung im 
Sinne der gehörrichtigen Lautstär- 
kenregelung. 


Ist der Baßregler T zugedreht 
(sein Widerstand ist dann gleich 
Null) so ist der Gegenkopplungs- 
grad für alle Frequenzen bis 2000 Hz 
annähernd gleich stark d.h. die 
Wiedergabe ist ohne verstärkte 
Bässe. Dreht man dagegen T auf 
(= 100 kQ), dann werden die ge- 
nannten Frequenzen durch T mit 
Parallel-C 4 sowie R4 und R 3 fre- 
quenzabhängig geteilt. Der Gegen- 
kopplungsgrad für die Tiefen ist 
dann sehr gering, und die Bässe 
sind angehoben. 


Für die Höhenregelung ist das Potentio- 
meter H zuständig. Die Gegenkopplungs- 
spannung wird einer besonderen Sekun- 
därwicklung des Ausgangsübertragers über 
R14 entnommen, passiert C6, Regler H 
und gelangt über das Glied C7 R8 auf das 
Gitter der EL 12. Wenn das Potentiometer 
H mit 100 kQ voll wirksam ist, dann stellt 
sich für H und C6 die Grenzfrequenz fgr 
= 1600 Hz ein. Damit ist der Gegenkopp- 
lungsfaktor für alle Frequenzen oberhalb 
dieses Wertes groß, d. h. die Höhen wer- 
den geschwächt; umgekehrt wird der Ge- 
genkopplungsfaktor beim Zudrehen von H 
geringer, und die Höhen werden kräftiger. 
R8C7 mit fgr = 127 Hz stellt sicher, daß 
der Gegenkopplungsfaktor für die Tiefen 
stets klein gehalten wird. 


Wie Bild 16 zeigt, ist der statische Hoch- 
tonlautsprecher nur bei FM angeschaltet, 
dagegen nicht in Schalterstellung AM und 
Tonabnehmer, jedoch wird ihm über R12 
stets seine Polarisationsspannung zuge- 
führt. In Wellenschalterstellung „UKW“ 
(FM) wird dem Hochtonsystem die Ton- 
frequenzspannung über C 10, Ril, Cil 
und C12 zugeleitet, wobei diese Glieder 
nicht nur die tiefen Frequenzen abhalten, 
sondern auch bestimmte Frequenzkorrek- 
turen ermöglichen, Karl Tetzner 








Interessante Antennenkonstruktionen 


Die bereits in Heft 8/1954 der FUNKSCHAU 
(Seite 155 und 156) besprochenen Antennen- 
Neuheiten stellten erwartungsgemäß nicht die 
einzigen Fortschritte auf diesem Gebiet dar. 
Vielmehr zeigte das Messeangebot neben eini- 
gen grundsätzlich neuen Konstruktionen in 
großer Zahl kleinere konstruktive Verbesse- 
rungen, deren Bedeutung für dıe Empfangs- 
leistung und besonders für die Lebensdauer 
der Antennen nicht unterschätzt werden darf. 


Die Tendenz, alle Verbindungs- und Kon- 
taktstellen wetterbeständig und korrosions- 
fest zu machen, hat zu verschiedenen Lösun- 
gen geführt. Neben der vollständigen Ein- 
kapselung der Anschlußstellen (beidem neuen 
Fuba-Programm, beiEngels- Antennen 
und anderen) findet man Kunststoffüberzüge 
(Roka u. a.), besondere Oberflächenbehand- 
lungen (z. B. Engels) und Schutzkappen 
mit Gummidichtungen. 

Entscheidend für die Korrosionsabwehr ist 
auch die Werkstoffwahl. Hirschmann, 
Kathrein und andere Hersteller bevor- 
zugen daher korrosionsfeste Leichtmetalle. 
Wisi- Antennen werden aus einer korrun- 
dierten, Klimafesten Aluminiumlegierung her- 





Bild 1. Faltdipolrahmen 
mit Rundempfangs- 
eigenschaften bei unge- 
störtem Nahfeld 
(Förderer) 


gestellt und erhalten zugentlastete Kabelan- 
schlußstellen aus Kupal (kupferplattiertes 
Aluminium), während andere Firmen (z. B. 
Hirsehmann) an den Anschlußstellen 
von Leichtmetall auf Messing übergehen. Auf 






Bild 2. 
Fuba-Fern- 
seh-Yagi mit 
acht Direktoren 
(Hans Kolbe &Co, 
Hildesheim) 


diese Übergangsstellen kann erfahrungsgemäß 
größere Sorgfalt (luftdichte Verpressung, 
Ultraschallötung) verwendet werden, als 
dies beim Anschluß von Kupferlitzen an 
Leichtmetallflächen bei der Montage möglich 
ist. Da aber immer noch zahlreiche Anten- 
nenformen aus preislichen Gründen ohne 
vollen Korrosionsschutz bleiben, hat die 
Firma Hirschmann unter der Bezeich- 
nung Antenol ein Korrosionsschutzmittel her- 
ausgebracht, das in 25-g-Tuben erhältlich ist 
und vor und nach der Montage auf alle Kon- 
taktstellen gestrichen wird. 


Antennen für Band II und III 

Die erwähnten konstruktiven Verbesserun- 
gen kamen in erster Linie den bereits be- 
währten Antennenformen für die Bänder II 


und III (UKW-FM-Rundfunk und Fernsehen) 
zugute. Auch einige Neukonstruktionen sind 
für diesen Bereich geschaffen worden. Dar- 
unter zwei Fernseh-Fensterantennen mit Re- 
flektor, die in der Horizontalen drehbar 
(Roka) bzw. auf Kugelgelenk allseitig 
schwenkbar (Engels) sind. Eine „Ring- 
Allwellen - Antenne“ für Fenstermontage 
(Engels) besteht aus einer kurzen Stab- 
antenne und einem offenen Ringdipol mit 
Gewindemuffe zur Impedanzanpassung, deren 
Halterung zusammen mit dem Blitzschutz- 
automat eine Einheit bildet. Ein völlig ande- 







Bild 3.Fuba-Breit- 
banddipolin Ecken- 

reflektor für den Dezi- 
meterbereich (Band IV) 


res Bild bietet dagegen der Faltdipol-Rahmen 
von Förderer (Bild 1), der in ungestörter 
Umgebung und bei symmetrischem Empfän- 
gereingang annähernd Rundcharakteristik be- 
sitzt. Nach Versuchen des Referenten ist er 
spannungsmäßig ähnlichen Gebilden ° für 
Rundempfang überlegen. Das scheint mit der 
(durch die quadratische Form gegebenen) 
Spannungsverteilung längs des Dipols zusam- 
menzuhängen; denn hei gestörtem Nahfeld 
zeigt diese Antenne eine ausgeprägte Richt- 
wirkung mit meßbarem Vor/Rück-Verhältnis. 

Im Wisi-Programm fallen 4-Element- 
Fernseh-Yagis auf, die durch ungewöhnliche 
Dimensionierung (0,3 X Direktorabstand) vier 
Kanäle (5 bis 8 bzw. 7 bis 11) breit wurden 
und dabei 7...9 db Spannungsgewinn ermög- 
lichen (Z = 240 2; m = 1,6). Einen interessan- 
ten Einkanal-Yagi mit zehn Elementen, d. h. 
mit einem, Reflektor und acht Direktoren, 
sahen wir bei Fuba(HansKolbe&Co.,, 
Hildesheim). Er wird mit einer Ebene 
(FSA 391; Bild 2) oder als Zweiebenenantenne 
(FSA 691) geliefert. 

Im übrigen scheinen die Schmalband-Fern- 
sehantennen (Kathrein u. a.) etwas an 
Boden zu gewinnen, Sie eignen sich zwar nur 
für jeweils einen Kanal, zeichnen sich aber 
durch hohes Vor-/Rück-Verhältnis und großen 
Spannungsgewinn aus — Eigenschaften, die 
besonders in schlecht versorgten Empfangs- 
lagen von entscheidender Bedeutung für die 
erreichbare Bildqualität sein können. Außer- 
dem sind sie einfacher und preisgünstiger 
herzustellen. Andere Firmen (Hirsch- 
mannu.a.) bevorzugen dagegen Breitband- 
antennen, die angesichts des bei weitem noch 
nicht endgültigen Sendernetzes den Vorteil 
der Unabhängigkeit vom Wellenwechsel bie- 
ten. Zudem kommen sie den allgemein fühl- 
baren Bestrebungen nach Typenbeschränkung 
entgegen. 


Antennen für Band I und IV 


Die bevorstehende Ausweitung des Fernseh- 
betriebes auf Band I veranlaßte alle maß- 
gebenden Antennenhersteller zur Konstruk- 
tion von Fernsehantennen für die Kanäle 3 
und 4 und z. T. auch für die Kanäle 1 und 2. 
Soweit es sich hierbei um Normalausführun- 
gen mit entsprechend großen Abmessungen 
handelt, wird meist ein Faltdipol mit oder 
ohne parasitäre Elemente verwendet. Der 
Wunsch, trotz der relativ langen Wellenlän- 


gen mit kleineren Antennenmaßen auszukom- 
men, läßt sich mit gutem Erfolg durch die 
Verwendung von Stabdipolen mit Delta-An- 
passung (vgl. FUNKSCHAU 1953, Heft 14, 










Bild 4. Hirschmann-Einkanalan- 
tenne fürBand I. Die Faltung des 

mittleren Antennenteils zum 
„Verkürzungsbügel“ ermög- 
licht bei Delta-Anpassung, 
die Antennenabmessun- 
gen zu verkleinern 


Seite 249) erfüllen. Man braucht nämlich ‚nur‘ 
das Stück zwischen den Leitungsabgriffen 
nach hinten wegzufalten (Hirschmann 
Fesa 1100, Bild 4) oder es durch eine Induk- 
tivität zur elektrischen Verlängerung zu er- 
setzen. (Fuba FSA 301), um die gewünschte 
geometrische Verkürzung vornehmen zu kön- 


nen. Diese Möglichkeit besteht natürlich auch 
bei Antenren für den UKW-Rundfunkbereich, 
also für Band II (Fuba UKA 021 u. a.). Auch 
für den Dezimeterbereich (Band IV) gab es in 
Hannover schon Fernsehantennen zu sehen, 
darunter einen Breitbanddipol mit Ecken- 
reflektor (Fuba FSA 401), der bei einem 
Vor-/Rück-Verhältnis von 100 :1 einen Span- 
nungsgewinn von 10 db aufweist (Bild 3). 


Über die weitgehend verbesserte und ver- 
feinerte Anpaß- und Verbindungstechnik der 
Mehrfachantennen und Allwellenanlagen be- 
richten wir gesondert im Anschluß hieran. 
Hier wäre noch nachzutragen, daß im Roka- 
Programm auch eine Fahrrad-Antenne ent- 
halten ist, die aus einem fünfteiligen Tele- 
skop aus vernickeltem Messing besteht und 
von 17 em auf 75 cm Länge ausziehbar ist. 

Herbert G. Mende 


Anpaß- und Verbindungstechnik moderner Antennen 


Fernsehen und UKW-Rundfunk erfordern gesonderte Antennen. Lästig wäre jedoch, 
wenn man auch getrennte Ableitkabel verwenden müßte. Die Möglichkeiten, beide 
Antennen über elektrische Weichen an ein gemeinsames Kabel anzuschließen, sowie 
das wichtige Gebiet der Kabelanpassung behandelt die folgende Arbeit. 


Seit einiger Zeit wird die konstruktive 
Ausführung moderner Antennen von zwei 
Faktoren stark beeinflußt: 


1.von der Notwendigkeit, die richtige An- 
passung auch bei vielelementigen Antennen 
und beim Übergang von symmetrischen auf 


unsymmetrische Baugruppen aufrechtzu- 
erhalten und 
2. von dem Wunsch, mehrere, verschieden 


abgestimmte Antennen zu kombinieren 
und auf eine gemeinsame Empfängerzu- 
leitung arbeiten zu lassen. 


Zu 1l.: 87% aller auf dem Markt befind- 
lichen UKW- und Fernseh-Antennen sind für 
Anpassungswiderstände von 240 bis 30 ® 
bemessen. Sie werden also mit dem Emp- 
fänger durch eine übliche UKW-Bandleitung 
verbunden. In vielen Fällen legt man jedoch 
Wert auf eine abgeschirmte Empfängerzu- 
leitung. Aus wirtschaftlichen Gründen wird 
dann meist ein koaxiales Kabel mit 60 9 
Wellenwiderstand bevorzugt. Andererseits 
sind auch Antennen mit 60 oder 120 2 Fuß- 
punktwiderstand im Handel, an die normale 
240 R-Bandleitungen angeschlossen werden 
sollen. ä 

Für beide Anwendungsgruppen benötigt 
man Bauteile aus Spulen oder Leitungs- 
stücken, die die Wellenwiderstandstrans- 
formation und gleichzeitig den reflexions- 


240.2 


602 


Oben! 

Bild 2. 

Engels- 
Symme- 
trierglied 





\\ Bild 1. Antennen - Breitbandübertra- 
ger F 609 (Kathrein). 1= regendichte 
Schutzkappe; 2 = Bandleitungsklemme; 3 = 
Bandleitung zur Antenne; 4 = Rückseite der 
Anschlußplatte; 5 = Anschluß der koaxialen 
Empfängerzuleitung; 6 = Klemmschelle; 7 = 
koaxiales Kabel; 8 = Rohrschelle zur Mast- 
befestigung 


freien Übergang von symmetrischer auf un- 
symmetrische Leitung übernehmen können. 
Sie werden wegen der zuletzt genannten 
Eigenschaft meist Symmetrierglieder ge- 
nannt, im Gegensatz zu den rein symmetri- 
schen Transformatoren in Mehrebenen-An- 
tennen, die als Anpaß- oder Transformations- 
leitungen bezeichnet werden. Solche Leitun- 
gen müssen bekanntlich eine Länge von 
einem Viertel der Betriebswellenlänge haben 
(vgl. FUNKSCHAU 1954, Heft 8, Seite 156). Als 
Anpaßglieder zwischen Antenne und Lei- 
tung sind sie daher oft zu lang. Unter ge- 
schickter Ausnutzung leitungs-theoretischer 
Erkenntnisse läßt sich jedoch eine solche Lei- 
tung spulenförmig aufwickeln, wie es in dem 
neuen Breitbandübertrager F 609 der Firma 
Kathrein geschehen ist (Bild 1). Dieser 
Übertrager ermöglicht den Übergang von 
240-R-Antennen auf 60-2-Kabel im Frequenz- 
bereich von 42 bis 225 MHz, so daß die Ka- 
threin-Fernsehantennen nur noch für 240 Q 
gebaut zu werden brauchen, auch wenn man 
sie über koaxiale Kabel von niedrigerem 
Wellenwiderstand mit dem Empfänger ver- 
binden will. 


Ein anderes Symmetrierglied mit Wellen- 
widerstandstransformation benutzt einen 
Kleinen Sparübertrager und geeignet be- 
messene Kapazitäten, wie in Bild2 (Engels- 
Symmetrierglied Nr. 6022 und Symmetrier- 
stecker Nr. 6023) zu erkennen ist. 


Spulenlose Ausführungen in Gestalt von 
Symmetriertöpfen sind bereits längere Zeit 
bekannt und oft beschrieben worden. 


Zu 2.: Die Erkenntnis, daß gute Antennen 
beim UKW-Rundfunk erwünscht und beim 
Fernsehempfang unumgänglich notwendig 
sind, hat der Außenantenne neuen Auftrieb 
gegeben. Wenn man aber schon den Aufwand 
für eine Außenantenne in Kauf nimmt, so 
möchte man bei dieser Gelegenheit auch 
etwas für die Empfangsverbesserung im 
UKW-Rundfunkband und in den klassischen 
Wellenbereichen tun, ohne zusätzlich ge- 
trennte Antennen aufstellen zu müssen. 
Neben reinen Mehrwellenantennen (z. B. 
Hirschmann Fes 60 und Roka 
Doppel-V-Antenne) findet man daher in 
zunehmendem Maße — und nicht nur bei 
Gemeinschaftsanlagen — Kombinationen ver- 
schiedener Antennen auf gemeinsamem Trä- 
ger. Um trotzdem mit einer einzigen An- 
tennenzuleitung auszukommen, hat sich eine 
besondere Verbindungstechnik unter Anwen- 
dung von Frequenzweichen herausgebildet, 
die je nach Antennenart und Fabrikat recht 
unterschiedliche Ausführungsformen hervor- 
gebracht hat. 


Günstige elektrische Verhältnisse erhält 
man bei hochohmigen (240...300 2) Antennen 
und Bandleitung, d. h. bei symmetrischem 
Betrieb. Man trennt dann die höherfre- 
quente Antenne von der mit der niedrigeren 


FUNKSCHAU 1954 | Her 12 239 


Frequenz durch symmetrische, eingangs- wie 
ausgangsseitig sorgfältig angepaßte Hoch- 
und Tiefpaßfilter (Kettenleiter), beispiels- 
weise nach Bild 3. Filter gleicher Schaltung 
verteilen am empfängerseitigen Ende der 
ebenfalls symmetrischen Zuleitung die Fre- 
quenzen auf Rundfunk- und Fernsehgerät. 
Eine ähnliche Prinzipschaltung weisen die 
Filter der Blaupunkt-Antenne AT 52 
auf, nur daß hier die Tiefpässe ein Glied 
mehr haben. Auch die Antennenweiche von 
Hirschmann Awe 10% ist aus je einem 
symmetrischen Hoch- und Tiefpaß zur Tren- 
nung der Bänder I bzw. II und III aufgebaut 





fernseh- Rundfunk-und KMLU- Fi ‚hontenne 
antenne UKW-Antenne Antenne Bondin) 
ER 608 
1602 
[2277 | s0R 
Rundfunk-und Fernseh- Rundfunk- Fernseh- 
UKW-Geröt empfönger dose dose 


Links: Bild 3. Prinzipschaltbild des Fuba-An- 
tennenkombinationsfilters AKF 


Rechts: Bild 4. Schaltung der Kathrein-Anten- 
nenweichen F 618/III 


KMLU BandT 


F618/I1 
(Bild4) 


[7224 









Fernsehantenne 


Bild 5. BondI 


Erweiterung 
derAnordnung 
von Bild 4 
durch eine 
Fernseh- 
antenne 
für BandıI 
mit beson- 
derer Anten- 
nenweiche 
(Kathrein 
F 618/]) 


Kanal Kanal 
6 70 


602 
Zum Empfänger 


UKW Fernsehen RUE 


2408 240R 


ur 
rn 


Empfönger 





Bild 6. 
Schaltbild 
eines Anten- 
nenverbin- 
dungsfilters 
(Kathrein 
F 630), hier zur 
Trennung der 
Kanäle 8 u. 10 





Bild 7. 
Engels- 
Antennenkopf Nr. 2058 
für Allwellen-Gemein- 
schaftsantennen 


Empfänger 


240 Her 12 / FUNKSCHAU 1954 


Auch für unsymmetrische Antennenverbin- 
dungen benutzt man Frequenzweichen in 
Kettenleiterform, so zum Beispiel bei der 
Kathrein-Antennenweiche F 618/III, die 
ebenfalls für antennen- wie geräteseitigen 
Abschluß des Zuleitungskabels geeignet ist 
(Bild 4). Soll die Antennenkombinätion von 
Bild 4 noch um eine Antenne für Band I 
erweitert werden, so empfiehlt es sich, hier- 
für gemäß Bild 5 eine zusätzliche Weiche von 
besonderer Schaltungsart vorzuschalten. Auch 
für den Fall, daß zwei Schmalbandantennen 
im Band III an eine gemeinsame Empfänger- 
zuleitung angeschlossen werden sollen, be- 
nötigt man ein Filter, das selektiver ist 
als eine Weiche aus Kettenleitern. Das 
Kathrein-Antennenverbindunssfilter F 630 
(Bild 6) bietet ein Beispiel für diese Möglich- 
keit. 


Zum Schluß sei noch das Prinzipschaltbild 
eines Antennenkopfes (Engels Nr. 2058) wie- 
dergegeben (Bild 7), wie es in einer Gemein- 
schaftsantennenanlage verwendet wird. In- 
terssant ist, daß hier die UKW-Antenne 
(Band II) über einen Breitbandübertrager, 
die Fernsehantenne (Band III) über ein Sym- 
metrierglied und die AM-Antenne über eine 
UKW-Drossel an die gemeinsame unsym- 
metrische Empfängerzuleitung geführt wer- 
den. Der Sparübertrager am Fuß der Stab- 
antenne ist nur im Lang- und Mittelwellen- 
bereich wirksam, während er für Kurzwellen 
durch eine kleine Kapazität überbrückt wird. 
Als Blitzschutz dient u. a. eine Funken- 
strecke, die zwischen der Stabantenne und 
dem geerdeten Trägerrohr liegt. Bei der 
Wisi- Gemeinschaftsantenne 188 enthält 
der Antennenkopf neben dem Lang- und 
Mittelwellenübertrager einen besonderen 
Kurzwellenübertrager und außerdem die 
Phasendrehleitung — es wird ein Kreuzdipol 
benutzt — und ein Symmetrierglied für die 
UKW-Antenne, an das sich die Weiche zur 
Trennung der Bänder II und III (UKW und 
Fernsehen) anschließt. 


Schon diese wenigen Beispiele lassen ver- 
muten, daß die Anpaß- und Verbindungs- 
technik den Antennen - Entwicklern und 
-Konstrukteuren manches Kopfzerbrechen 
verursacht, bevor der Händler eine bei aller 
äußeren Schlichtheit wirklich zuverlässige 
Allwellen-Antenne erhält, die mit einem 
Minimum an Montageaufwand installiert 
werden kann. 

Herbert G. Mende 


Neue Kristalloden 


Dioden 


Größtes Interesse fanden die Germanium- 
Netzgleichrichter der SAF, über die bereits 
berichtet wurde (FUNKSCHAU 1954, Heft 8, 
Seite 154). Auf dem Messestand der SAF 
wurde ein 0,3-PS-Gleichstrommotor (250 V/ 
0,2 A) im Dauerbetrieb vorgeführt, der über 
eine Graetzschaltung von vier Germanium- 
dioden DF 454 direkt aus dem Wechselstrom- 
netz betrieben wurde. Das Hf-Diodenpro- 
gramm der gleichen Firma wurde durch die 





Moderne Valvo-Kristalloden in Allglastechnik. 

Die Glaskölbchen der beiden Flächentrans- 

istoren sind mit einem lichtundurchlässigen 
Schutzüberzug versehen 


trägheitsarme Impulsdiode DS 159 ergänzt, die 
als Hf-Diode für Frequenzen bis über 300 MHz 
verwendbar ist. 


Fotodioden mit 30 mA/Lm Empfind- 
lichkeit zeigten Dr. Rost und Siemens 
& Halske. Die Fotodiode GP2 von Dr. 
Rost ist mit 4 mA belastbar und hat das 
Maximum ihrer spektralen Empfindlichkeit 
bei 1,2 u, während der entsprechende Wert 
bei der Siemens-Fotodiode TP50 15 u 
erreicht. Die TP 50 kann als Widerstandszeile 
(max. 100 V) oder als Fotoelement betrieben 
werden und ist mit 10 mW belastbar. Beide 
Fotodioden arbeiten frequenzunabhängig bis 
zu Lichtwechselfrequenzen von 100 kHz. Im 
übrigen ist- das Angebot an Kristalldioden 
innerhälb des letzten Jahres (vgl. FUNK- 
SCHAU 1953, Heft 3, Seite 43) so reichhaltig 
geworden, daß jetzt für die überwiegende 
Mehrzahl aller Anwendungsfälle geeignete 
Typen zur Verfügung stehen. Dies läßt auch 
Tabelle II (Seite 241) erkennen, in die einige 
ältere Typen mit aufgenommen wurden. 

Die Allglastechnik erfreut sich nicht nur 
bei den Dioden steigender Beliebtheit, son- 
dern setzt sich auch in der Transistortechnik 
durch (Bild), wo sie bislang die einzige zu- 


verlässige Methode zum feuchtigkeits- und 
halogendichten Abschluß des Halbleiter- 
systems zu sein scheint. 


Transistoren 


Schneller, als es viele zu hoffen wagten, 
sind jetzt die ersten Flächentransistoren 
deutscher Fertigung erschienen. Siemens, 
Telefunken und Valvo- Transistoren 
sind bereits in serienmäßiger Ausführung zu 
haben, während zwei andere. durch ihre 
Spitzentransistoren bereits bekannte Firmen 
(SAF, Tekade) in Hannover nur Ver- 
suchsmuster auf Flächenbasis vorführten. So 
zeigte die SAF auf ihrem Messestand einen 
vierstufigen RC-gekoppelten Leistungsver- 
stärker mit Tandem-Endstufe, der mit pnp- 
Versuchstransistoren bestückt war und bei 
70 db Gesamtverstärkung 120 mW Sprechlei- 
stung abgab. Viel Freude hatten wir an einem 
Tonfrequenzgenerator für 350 Hz und 1 mV 
Ausgangsspannung, dessen SA F - Transistor 
über eine Kupfer- und eine Zinkelektrode aus 
einer Apfelsine, d. h. mit etwa 150 mV Span- 
nung. gespeist wurde. 


Als Anwendungsbeispiel für Tekade- 
Flächentransistoren sahen wir einen mit 
zwei Meßbereichen (3 und 10%) und symme- 
trischem Eingang (600 2) ausgestatteten Klirr- 
faktormesser für 800 Hz. Das Gerätchen (Ab- 
messungen: 14X14X8 cm) ermöglicht die Mes- 
sung von Klirrfaktoren ab 0,15% bei Ein- 
gangsspannungen zwischen 2 und 20 Volt und 
die Ermittlung der 2. und 3. Harmonischen. 
Eine besondere Taste dient der kurzzeitigen 
Verzehnfachung der Empfindlichkeit. Da die 
Batteriealterung (ebenso wie Datenstreuungen 
der Transistoren) ohne Einfluß auf die Meß- 
genauigkeit bleibt, reichen zwei 1,5-V-Zellen 
für 600 Betriebsstunden aus. 


Die wichtigsten Daten der in serienmäßiger 
Ausführung vorliegenden neuen Flächentrans- 
istoren sind in Tabelle I zusammengestellt. 
Sie sind, wie man sofort erkennt, bis auf die 
Größenordnung ihrer Leistungsverstärkung 
(30 db) recht verschieden. Daher können diese 
Typen auch nicht untereinander ausgetauscht 
werden, zumal der Siemens-Transistor ein 
npn-Typ ist, während die Telefunken- und 
Valvo-Typen pnp-Systeme sind. Hieraus er- 
gibt sich die erfreuliche Tatsache, daß be- 
reits mit den ersten fünf deutschen Flächen- 
transistoren zahlreiche Anwendungswünsche 
erfüllt werden können. Herbert G. Mende 


Tabelle I. Mittlere Daten der neuen Flächenitransistoren 


Hersteller 
Typ 


Aufbau 
Abmessungen 


Grenzdaten: 
Collectorspannung 
Collectorstrom 
Collectorverlustleistung 
Emitterstrom 

Spannung Collector-Emitter 
Grenzfrequenz 
Umgebungstemperatur 


Kenndaten bei: 
Bezugselektrode 

Eingangswiderstand 
Ausgangswiderstand 


Spannungsabschwächung h12 
Ausgangsleitwert h22 
Stromverstärkung (h21) 
Leistungsverstärkung 
Rauschfaktor 

Arbeitspunkt fürKenndaten: 
Collectorspannung 
Collectorstrom 
Emitterstrom 
Generatorwiderstand 
Außenwiderstand 


Elektro Spezial (Valvo) Siemens 
oc 70 oc TF 7 
pnp pnp 
59x15 4X8xX 8,5 
+50 
—10 +10 
6*) . 150 
+10 —10 
—4,5 
+45 +50 
+25 +20 
Emitter Basis Emitter Basis Emitter 
2200 17 800 50 700 
800 50 
6,5 6,8 
1,6 80 
—0,979 47 0,96 25 
(30) (30) 30 37 
10 25 25 
—2 —2 +5 +5 
+1 +1 
+3 +3 —ı —ı 


5,95xX15 








Telefunken 
OC 601 OC 602 Dim. 
pnp pnp _ 
7x10xXx18 7Xx10xX18 mm 
50 —20 v 
—20 —20 mA 
50 50 mW 
+20 +20 mA 
v 
0,25 bis 0,6 0,5 bis 1,5 MHz 
+45 +40 °c 
+25 +25 u 
Basis Emitter Basis Emitter | — 
50 400 60 800 Q 
500... 500... kQ2 
2000 2000 
- 10 
-10S 
0,92 0,965 = 
25 35 25 35 db 
5...40 5...40 db 
—4,5 —4,5 —4,5 —4,5 Vv 
mA 
+1 +1 +1 +1 mA 
100 600 100 600 2 
50 30 50 30 kQ 





Fernsehton -Einsatz im Rundfunkempfänger 


Zum Empfang des Fernseh-Tonsenders 
liefert Grundig für seine Rundfunk-Emp- 
fänger 4040 W, 5040 W und 5050 W einen 
Fernsehtonzusatz, der mit drei Schrauben 
seitlich am Chassis befestigt wird. Der ent- 
sprechende Raum dafür ist vorgesehen. 
Die Abstimmung des Zusatzes erfolgt über 
eine Mitnahmefeder, die in eine Nase des 
Antriebsrades am Empfängerchassis einge- 
hakt wird. Die UKW-Skala trägt rechts 
ein besonderes Feld „Fernseh-Ton“; sobald 
man den UKW-Skalenzeiger in dieses Feld 
einwandern läßt, wird der Schalter (S) 

1} 
760... 230MHz 


EF80, E692, RL 131 


87...100 MHz 









107MHz 








EC 92, E06 81 


2.2 1.2 3.2f 


Bild 2. Blockschaltung des Grundig 5040 bis zum Ratiodetektor 


Detektor 


(Bild 3) von Stellung „UKW“ auf Stellung 
„FS“ umgelegt. Das geschieht vollauto- 
matisch. 


In Stellung „FS“ erhält der Zweiröhren- 
Tonzusatz über Dri Anodenspannung zu- 
geführt. Sie gelangt aus dem Netzteil des 
Empfängers über den ersten Zf-Übertrager 
für 10,7 MHz auf Stift 3 des fünfpoligen 
Anschlußsteckers. In Stellung „UKW“ hin- 
gegen sind die Stifte 4 und 3 verbunden, 
so daß die vom UKW-Eingang erzeugte 
Zwischenfrequenz (10,7 MHz) diesem ersten 
Zf-Übertrager zugeleitet wird und der 
Tonzusatz außer Betrieb ist, obwohl seine 
Heizung durchläuft. 


Die Schaltung zeigt den normalen Ein- 
gang mit EF80. Als Antenne kann eine 
Fernseh-Hochantenne oder aber die auf 

der Innenseite der Empfän- 

ger-Rückwand aufgebrachte 
np Breitbandantenne für 160 bis 
230 MHz benutzt werden. Als 
Oszillator dient eine EC 92 
und ein Richtleiter RL 131 
als Mischdiode. Die entstan- 
dene Zwischenfrequenz von 
10,7 MHz passiert L 4 und ein 


Rotio- 


FUNKSCHAU1954 / Her 12 241 





Bild 1. Tonteil im Grundig 5050 W 


Siebglied, ehe sie über den Übertrager zum 
Schalter S gelangt. 

Besonders interessant ist die Kanalab- 
stimmung. Die in Bild 1 sichtbare Kanal- 
wählscheibe ist durch einen Ausschnitt der 
Rückwand zugänglich. Sie erlaubt mit Hilfe 
zweier in ihrer Länge genau gleichen 


Tabelle II. Kristalldioden deuischer Fertigung, geordnet nach Vorstrom und Sperrspannung 
(USA-Typen sind nur angegeben, wenn keine entsprechenden deutschen Ausführungen erhältlich sind) 


Sperr- 
span- 
nung 
(volt) 





...10 


min, Durchlaßstrom in mA bei +1 Volt: 


|.‘ 


5 | 7,5 





12 





15 


| 2Gwı0 











20 


OA 160 





25 OA 60 
DS 606 
DS 1606 
M 60 








(CK 706) 


| 
| 
| 
| M 820 
| 


GSD 50/2 











DS 60a 
DS 160a 


GSD 15/4 
M 56 














Ga N 3) 




















DS 621 
DS 1621 
OA 161 


| | M 2150 


GSD 1,5,20| (CK 712) 








') Detektoren und Bild-Demodulatoren für kleinste Vorströme 


BH 8 
DS 61 
DS 161 
RL 115 


GW 60 
RL 120 











(N 75) 








DF 452 
454 





2) abgegebener Gleichstrom: 300 mA 


242 Hett12/ FUNKSCHAU 1954 


Bild 3. 
Schaltung des Ton- 
teils mit Anschluß- 

stecker 


Schubstangen eine Verschiebung der Kerne 
von L3 und L.5. Zu diesem Zweck trägt 
die Kanalwählerscheibe für jeden der ein- 
stellbaren Fernsehkanäle 5 bis 11 zwei 
Stäbchen, die diesoeben erwähnten, federnä 
angeordneten Spulenkerne mehr oder min- 
der stark in die Windungen (versilberter 
Kupferdraht auf Kunststoffrohr) drücken. 
Das ist die Grobabstimmung für jeden 
Kanal. Die Feinabstimmung erfolgt durch 
den kleinen Drehkondensator mit maxi- 
mal 1 pF im Oszillator. 






63V. Frager(107Mhz) 


Die Kanalauswahl, die 
bei der Aufstellung des 
Empfängers naturgemäß 
nur einmal vorzunehmen 
ist, bereitet keine Schwie- 

rigkeiten. Mit einem 
Schraubenzieher oder einer 
kleinen Münze wird die 
Befestigungsschraube der 
Kanalwählerscheibe ge- 
löst, worauf diese — unter 
Federdruck stehend —her- 
ausfällt. Man steckt sie 
wieder hinein und achtet 
darauf, daß die ge- 
wünschte Kanalzahl direkt 
über der Befestigungs- 
schraube steht (Bild1: Ka- 
nal 8 eingestellt). Nun- 
mehr drücken die beiden 
„richtigen“ Stäbchen die 
vom UKW Kerne der Spulen L3 und 
Eingang (igFMtz) |,5 vorschriftsmäßig.- in 
zum 1. 2f-Über- die Windungen hinein. Wir 
erwähnten, das der Fein- 
einstellkondensator im Os- 
zillator des Tonteils me- 
chanisch mit der UKW-Abstimmung ver- 
bunden ist. Das heißt: der hierfür vorge- 
sehene Knopf bedient auch die Tonteilab- 
stimmung; diese kann leicht nach dem 
Ausschlag des Magischen Auges vorge- 
nommen werden. 

Wir prüften die Anordnung mit einem 
Grundig 5040 W in Hamburg, etwa 10 km 
vom Fernsehsender entfernt, und erhielten 
ausgezeichneten, völlig rauschfreien und 
überlauten Empfang des Tonsenders in 
Kanal 9 lediglich mit dem Rückwanddipol. 
-T 


Ein Tonbandlängen-Meßgerät 


Das Tonbandlängen - Meßgerät ist vor 
allem zur Verwendung in den Cutter- 
räumen der Sendegesellschaften bestimmt; 
es dient zur genauen und schnellen Lauf- 
zeitbestimmung von Tonbändern. Es wurde 
in Zusammenarbeit mit dem Bayerischen 
Rundfunk entwickelt und arbeitet als 
Zwei-Motoren-Gerät nach dem elektroni- 
schen Prinzip. Die Bedienung beschränkt 
sich lediglich auf das Auflegen des Ban- 
des und Drücken einer Ein - Taste. Nach 
dem Meßvorgang erfolgt sofort anschlie- 
ßend selbsttätig die Bandrückspulung und 
die Geräte-Abschaltung. 


Die Laufzeit wird dabei nach der Länge 
des Bandes bestimmt und direkt in Minu- 
ten und Sekunden an einem Spezialzähler 
angegeben. Dieses Verfahren hat gegen- 
über den anderen Methoden den Vorteil, 
daß Meßfehler, hervorgerufen durch 
Schwankungen der Netzfrequenz, Lauf- 
zeitunterschiede, Schlupf usw. ausgeschlos- 
sen sind. Da der Bandablauf außerdem mit 
größerer Geschwindigkeit als bei den Ton- 
maschinen erfolgt, beträgt die Meßzeit nur 
etwa 1/ıo der normalen Abspieldauer. Die 
hochwertigen Tonbandmaschinen werden 
nicht mehr durch den Meßvorgang belegt 
und sind für ihren normalen Verwen- 


dungszweck frei. Dabei ist die zu erzielende 
Meßgenauigkeit sehr groß, sie kann bis zu 
1%/oo gesteigert werden. 


PL1267 





Bild 1. 
Prinzipschaltung 
von Fotozelle und 

Thyratron beim 
Tonbandlängen- 
Meßgerät 


2 Relars 


In der Schaltung des Gerätes TM 53 wer- 
den die neuen Valvo - Spezialröhren ver- 
wendet, und zwar als Fotozelle die gas- 
gefüllte Type 58 CG und als Thyratron die 
PL 1267 mit kalter Katode. Da das Gerät 
ständig betriebsbereit sein muß, können 
Röhren, die eine- Anheizzeit erfordern, 
nicht zur Anwendung kommen. Die Foto- 
zelle wird durch die verschiedene Hellig- 
keit der Bänder beeinflußt — am Anfang 





Bild 2. Aufbau des Tonbandlängen-Meßgerätes. 

Man erkennt die beiden Motoren und die ver- 

schiedenen Schaltrelais. In dem kleinen vier- 

eckigen Gehäuse auf der Frontplatte befinden 
sich die Glühlampe und die Fotozelle 


Bild 3. Außenansicht des Tonbandlängen-Meß- 

gerätes. Unterhalb des rechten Bandtellers ist 

das unmittelbar in Laufzeiten geeichte Zähl- 
werk zu erkennen 


und Ende jeder Tonrolle befindet sich 
immer ein Stück Weißband —, und sie 
steuert über das Thyratron fünf entspre- 
chend geschaltete Relais, welche die auto- 
matische Umschaltung von Vor- und Rück- 
lauf, die Beeinflussung der Bremslüft- 
magnete, die Betätigung der Magnetkupp- 
lung, die Rückstellung des Zählwerkes und 
die Abschaltung bewirken. In Bild 1 ist 
lediglich der elektronische Teil ange- 
geben, woraus der einfache Aufbau, der 
eine große Betriebssicherheit bedingt, er- 
sichtlich ist. Bei Bild 2 sieht man die bei- 
den Motoren, die Relais, das Thyratron 
und den Stromversorgungsteil. Bild 3 zeigt 
das Gerät im Betriebszustand. Vorn in der 
Mitte läuft das Tonband in einem Füh- 
rungsschlitz, auf dessen einer Seite sich 
die Beleuchtung, auf der anderen die 
Fotozelle befindet. Ing. Walter Huber 


Hf-Oszillator mit automatischer 
Amplitudenregelung 


Eine von Philips angegebene und durch- 
gerechnete Oszillatorschaltung hält die 
Amplitude der Hf-Spannung durch eine 
automatische Regelung konstant. Die Röhre 
schwingt dabei stets als A-Verstärker. Dies 
hat den Vorteil, daß die erzeugte Span- 
nung genau sinusförmig ist, also nur we- 





Oszillator mit konstanter Ausgangsamplitude 


nig Oberwellen enthält und größere Fre- 
quenzkonstanz besitzt. Die Schaltung ver- 
hindert außerdem sämtliche Frequenz- 
und Amplitudenänderungen durch Röhren- 
alterung, Raumladungs- und Speisespan- 
nungs-Schwankungen. 

Das Schaltbild zeigt eine grundsätzliche 
Ausführung. Das Pentodensystem einer 
EBF 80 ist als Oszillator mit induktiver 
Rückkopplung geschaltet. Die Schirmgit- 
terspannung wird stabilisiert. Die Rege- 
lung erfolgt, indem zwei Ströme mitein- 
ander verglichen werden. Der eine wird in 
dem Widerstand Ri durch Gleichrichten 
der Anodenwechselspannung an der rech- 
ten Diodenstrecke erhalten. Der Ver- 
gleichsstrom wird über R2 aus dem Sta- 
bilisator entnommen. Aus der Differenz 
dieser Ströme wird die Regelspannung ab- 
geleitet, die als Gittervorspannung der 
schwingenden Röhre wirksam ist. 

Damit der Oszillator gut anschwingt, 
werden außerdem die linke Diode der 
EBF 80 und der Widerstand R 3 angeschlos- 
sen. Sie verhindern, daß die Hilfsströme 
zum Steuergitter fließen. 

Die Schaltung bietet auch die Möglich- 
keit, die Ausgangswechselspannung auf 
eine gewünschte Größe einzustellen, oder 
sie zu modulieren. — Ein Generator dieser 
Art dient bereits als Eichspannungsquelle 
bei der Fertigung von Röhrenvoltmetern. 
Weiter wird erwogen, die Schaltung serien» 
mäßig in verschiedene Philips-Meßgeräte 
einzubauen. Li 


(Nach Philips Technische Rundschau. 
März 1953, S. 268) 





Die Sammelmappen für die FUNKSCHAU 


mit der unübertroffenen Stäbchen-Mechanik 
sind z. Z. vollständig vergriffen. Eine Neu- 
anfertigung ist in Arbeit. Wir bitten die 
Besteller um Geduld; es lohnt sich, einige 
Zeit auf diese praktischen Mappen zu warten. 
Wir geben Nachricht, sobald die Sammei- 
mappen wieder lieferbar sind. 


Ein Meßverstärker mit Batteriebetrieb 


Mit dem neuen Meßverstärker GM 4574 
lassen sich Spannungen beliebiger Kurven- 
form, also außer Sinusspannungen auch 
Rechteck- und Impulsspannungen verzer- 
rungsfrei verstärken. Der Verstärker ist auch 
vorzüglich als Vorverstärker für Elektronen- 
strahl-Oszillografen, elektronische Schalter 
und Röhrenvoltmeter geeignet. 

Das Gerät ist batteriegespeist. Da die Bat- 
terien innerhalb des Verstärkergehäuses 
untergebracht sind, ist eine gute Abschirmung 
gewährleistet, so daß Brumm- oder Stör- 
spannungen nicht auftreten können. Das 
Äußere des Verstärkers zeigt Bild 15 man er- 
kennt, daß die Ein- und Ausgänge als Kabel- 
anschlüsse mit Steckern ausgeführt sind. 


Bild 4 zeigt die Prinzipschaltung. Der Ver- 
stärker enthält drei Subminiatur - Röhren 
DL 67. Die Kopplung zwischen dem Ver- 
stärker-Eingang und der ersten Röhre sowie 
zwischen dieser und der zweiten erfolgt über 
ein RC-Glied, während die zweite und dritte 
Röhre gleichstromgekoppelt sind. Die Kopp- 
lung zwischen dieser als Katodenverstärker 
geschalteten letzten Röhre und dem Ausgang 
erfolgt wieder über ein RC-Glied. 

Zur Stabilisierung der Verstärkung in Bezug 
auf die Röhreneigenschaften und die Batterie- 
spannung sowie zur Kleinhaltung des Klirr- 
faktors wird eine starke Gegenkopplung an- 
gewendet. Die erste und die dritte Röhre 
haben, um diese Gegenkopplung zu erzielen, 
einen gemeinsamen Katodenwiderstand, mit 
dem die Verstärkung genau auf den Fak- 
tor 100 eingestellt werden kann. Parallel zu 
dem. nur der dritten Röhre zugeordneten Teil 
des Katodenwiderstandes liegen frequenz- 
abhängige Schaltelemente zur Korrektur des 
Frequenzganges bei tiefen und hohen Frequen- 
zen. Die erzielte Frequenzkennlinie verläuft 
daher, wie Bild 3 erkennen läßt, von 1 Hz bis 
150 Hz praktisch linear mit einem Anstieg um 
+1,5 db bei etwa 3 Hz und einem Abfall um 
—3 db bei 150 kHz. 

Zur Verminderung der natürlichen Rausch- 
spannung beim Messen sehr kleiner Wechsel- 
spannungen kann die Bandbreite des Ver- 
stärkerss und damit die Rauschspannung 
herabgesetzt werden. In der Stellung „l kHz“ 
des Bedienungsschalters (Schalter Sin Bild 4) 
liegt dann ein Kondensator C parallel zum 
Steuergitter der zweiten Röhre. Der Frequenz- 
bereich bei herabgesetzter Bandbreite er- 
streckt sich bis 1000 Hz (siehe auch Bild 3). 











5 103 2 


s »022 
Bild 3. Fregquenzkurven des Verstärkers für die Durchlaßbereiche 1kHz 
und 100 kHz 


DL67 


8 5M-2 


DL67 DL67 






Bild 4. Prinzipschaltung des batte- 
riebetriebenen Meßverstärkers 





ee 13 
ws» 2 5 E 3 5 10° Ra 


Bild 7. Ausgangsspannung und Verzerrung in 
Abhängigkeit von der Ausgangsbelastung Ra 
bei 100 kHz Durchlaßbreite 


11778000042 | | | 
rt Free 
rm] | | | I | IN 
Ba 





Bei kurzgeschlossenem Eingang 
und Stellung „100 kHz“ ist die ver- 
stärkte Rauschspannung am Ausgang 
kleiner als 1 mV, bei Stellung „l KHz“ 
kleiner als 0,5 mV. 


Das Verstärkerchassis ist im Ge- 
häuse federnd aufgehängt. Hier- 
durch tritt bei der erzielten hohen 
Verstärkung praktisch kein Mikro- 
fonie-Effekt auf. Die drei 1,5-Volt- 
Heizelemente sowie die 45-V-Anoden- 
batterie, die aus zwei Teiibatterien 
besteht, wie sie in Schwerhörigen- 
geräten verwendet werden, sind in 
kleinen Polystyrenekammern unter- 
gebracht. Die beim Altern der Bat- 
terien frei werdenden chemischen Stoffe kön- 
nen daher nicht in das Gerät eindringen; die 
Polystyrenekammern selbst werden von den 
Chemikalien nicht angegriffen. Das Innere 
des Gerätes zeigt Bild 2. 





Bild 2. Innenansicht mit den Polystyrene-Hau- 
ben für die Batterien (Hauben zum Teil abge- 
nommen) 


Die Kapazität der Batterien wurde so aus- 
gewählt, daß die Heiz- und Anodenbatterien 
ungefähr gleichzeitig erschöpft sind. Die ge- 
samte Heizleistung beträgt etwa 60 mW, wäh- 
rend für die Anoden und Schirmgitter etwa 
10 mW benötigt werden. Infolge der starken 
Gegenkopplung ist die Verstärkung des Ge- 
rätes GM 4574 auch von der Batteriespannung 
sehr wenig abhängig. Bild 5 zeigt, daß die 
Verstärkung nur um 10% sinkt, wenn die 
Batteriespannung auf 50 %% ihres Nennwertes 
abgefallen ist. 

In der Schaltstel- 
lung „100 KHz“ ver- 
stärkt das Gerät 

rechteckförmige 
Spannungen im Fre- 
quenzbereich von 10 
bis 10000 Hz, in der 
Stellung „1 KHz“ von 
10 bis 50 Hz. 


Die Bilder 6, 7 und 
8 zeigen den Verlauf 
der Ausgangsspan- 
nung Ua und ihrer 
Verzerrung in %% bei 








5 w*# 2 5 MHz verschiedenen Au- 
ßenwiderständen Ra. 
% 
(00 
3 
S&0 
EN 
Q 60 
S 
40 
20 
[/) 
700 80 60 40 20% 


Barteriespannung 
Bild 5. Infolge der starken Gegenkopplung 
hängt die Verstärkung nur wenig von der 
Batteriespannung ab 






Tlres =Jökhz 


ern 

| 
; zer 
DE Ar SE 


7 2 


Bild 8. Ausgangsspannung und Verzerrung für 
eine Meßfrequenz von 18 kHz 


Zr \ | 
KT Ne ar 
I I INT 





FUNKSCHAU 1954 /'Het 12 243 





Bild 1. Ansicht des Meßverstärkers GM 4574 


(Elektro-Spezial GmbH, Hamburg) 


Die Prüfbedingungen, die den in Bild 6 
und 7 gezeigten Darstellungen zu Grunde 
lagen, unterschieden sich dadurch, daß der Be- 
dienungsschalter einmal. in Stellung „li KHz“ 
und einmal in Stellung „100 kHz“ lag. Die 
sinusförmige Eingangsspannung hatte einen 
Wert von 20 mV bei 100 Hz und 1 kHz bzw. 
bei 1 kHz und 100 kHz. Der Sollwert der 
Ausgangsspannung beträgt also 2 Volt. Man 
erkennt, daß dieser Wert bei einer Belastung 
von mehr als 50 bis 100 k®2 im allgemeinen 
erreicht wird. In Bild 8 betrug die Meß- 
frequenz 18 kHz in Stellung „100 kHz“ des 
Bedienungsschalters bei Eingangsspannungen 
von 10 und 50 mV entsprechend Ua = 1 bzw. 
5 Volt. 

Wie man aus diesen Darstellungen erkennt, 
ist die erzielbare Ausgangsspannung von der 
angeschlossenen Belastung abhängig. Beil MQ 
und 20 pF beträgt die größte erzielbare Aus- 
gangsspannung 5 V bei 20 kHz und 2 V bei 
100 KHz. Diese Werte reichen in allen prak- 
tischen Fällen aus. 

An den Schirmgittern der ersten beiden 
Röhren des Meßverstärkers GM 4574 liegen 
große Elektrolyt-Kondensatoren. Der Rest- 
strom dieser Kondensatoren soll möglichst 
klein sein. Sie werden daher in der Stellung I 
des Bedienungsschalters über Widerstände 
von der 45-Volt-Anodenbatterie etwa eine 
Minute lang formiert. Da die Spannungen an 
den Schirmgittern, um Überlastungen der 
Röhren zu vermeiden, 10 Volt nicht über- 
steigen sollen, werden die Elektrolytkonden- 
satoren beim Weiterschalten in der nach- 
folgenden Stellung II des Bedienungsschalters 
über ihre Ladewiderstände kurzgeschlossen 
und entladen. 

Mit solchen Anordnungen kann man nach 
Bild 9 bequem und mit sehr großer Genauig- 
keit durch Messung des Spannungsabfalles an 
einem bekannten Widerstand R sehr kleine 
Ströme I bestimmen. Mit der in Bild 10 ge- 
zeigten Anordnung lassen sich bei bekanntem 
Strom I sehr niederohmige Widerstände 
messen, z. B. der Widerstand einer Stark- 
stromleitung oder der Übergangswiderstand 
eines Schalters während des Betriebes. Fließt 
z.B. durch den in Bild 10 angedeuteten Leiter 
ein Strom I=1A und zeigt das Röhrenvolt- 
meter unter Berücksichtigung der empfind- 
lichkeitssteigernden Wirkung des Meßver- 
stärkers einen Wert von 50 uV (50% der 
Skalenlänge) an, so beträgt der zu messende 
Widerstand 50 u®. Dr. Bredner 





705 





Bild 6. Ausgangsspannung und Verzerrung in 
Abhängigkeit von der Ausgangsbelastung Ra 
bei 1kHz Durchlaßbreite und den Meßfrequen- 
zen 100 Hz und 1 kHz 


Bild 10. Messung kleiner Widerstände 


Z2A4 Her12/ FUNKSCHAU 1954 


Schmalfilm mit Magnetton 


Ein Verfahren zur Vertonung von Schmal- 
filmen wurde von der Firma Pathex- 
Schmalfilm GmbH ausgearbeitet und in 
die Praxis eingeführt. Hierbei handelt es sich 
um ein Magnettonverfahren, das für Schmal- 
filmzwecke folgende Vorteile besitzt: 


1. Es paßt sich der geringen Bildgeschwin- 
digkeit (16 Bilder/sec) des Stummfilmes an, 
während Lichtton eine ziemlich ’'hohe Vorführ- 
geschwindigkeit von 24 Bildern/sec benötigt. 


2. Das Vertonen erfolgt unmittelbar beim 
Vorführen des Filmes. Daher lassen sich Bild 
und Ton gut synchronisieren. 


3. Die Tonaufnahmen können gelöscht und 
ganz oder teilweise wiederholt werden, bis 
die beste Qualität erzielt ist. 





Bild 1. Mischpultverstärker zum Betrieb im 
Lautsprecher verpackt 


4. Auch ältere Filme können nachträglich 
mit der Magnettonspur versehen und vertont 
werden. 


Beim Pathex-Pyral-System wird ein schma- 
ler Streifen Magneteisen nachträglich auf den 
Rand des fertig entwickelten Filmes aufge- 
tragen. Aufnahme und Wiedergabe erfolgen 
im gleichen Projektor mit Magnettonteil. Die- 
ser enthält den in der Filmbahn eingebauten 
und mit Mu-Metall abgeschirmten Aufnahme- 
und Wiedergabekopf und den schwenkbaren 
Löschkopf (Bild 3). 


Der Projektor (Bild 2) unterscheidet sich 
äußerlich wenig von einem normalen Schmal- 
filmprojektor. Zur einwandfreien Vertonung 
und Wiedergabe ist jedoch ein Motor mit voll- 
ständig gleichbleibender Drehzahl erforder- 
lich. Diese Bedingung wird hier durch einen 
Asynchronmotor mit Vorgelegeregulierung 
für absolut gleichbleibende Geschwindigkei- 
ten von 16 und 24 Bildern je Sekunde erfüllt. 
Der Projektor kann außer dem Magnettonteil 
noch einen zusätzlichen Lichtonteil mit Ton- 
lampe, Spaltoptik, Umlenkprisma und Foto- 
zelle erhalten. 

Als Verstärker für die Magnetaufnahme 
und -Wiedergabe dient der Mischpultverstär- 
ker JP7T mit niederohmigem Ausgang. Auf 
der Frontplatte des Verstärkers sind über- 
sichtlich die Eingangsanschlüsse, Regler und 
ein Magisches Auge zur Aussteuerungskon- 
trolle angeordnet. Der Mischpultverstärker 
wird im Lautsprecherkoffer transportiert 
(Bild 1). 

Beim 16-mm-Schmalfilm mit 2,5 mm breiter 
Magnetspur ergibt sich bei 24 Bildern/sec ein 
Frequenzbereich von 50 bis 7500 Hz bei nur 
+ 1db Abweichung. Die Dynamik beträgt 
50 db gegenüber 30 db beim Lichttonfilm. Der 
Klirrfaktor ist gleich oder kleiner als 3%. 


Bei der Entwicklung des Verfahrens wur- 
den mehrere Möglichkeiten für die Unter- 
bringung der Magnetspur vorgesehen. Bei 
16-mm-Filmen kann der übliche doppelseitig 
perforierte Film benutzt werden. Der außer- 
halb der Perforation liegende 0,8 mm breite 
Rand nimmt nach dem Entwickeln die Mag- 
nettonspur auf (Bild 4). 

Stellt man höchste Ansprüche an die musi- 
kalische Wiedergabequalität, dann wird als 
Aufnahmematerial der einseitig perforierte 
Film nach Bild 5 empfohlen, dessen freie 
2,5 mm breite Randleiste nach dem Entwik- 
keln mit der Pyral-Magnetspur versehen 
wird. 

Bei 9,5-mm-Filmen kann wegen der Mittel- 
perforation der gleiche Film wie bisher ver- 
wendet werden. Die 1 mm breite Magnetspur 
wird hier nach Bild 6 auf den Rand des Films 
aufgetragen und beeinträchtigt das Bildfeld- 
kaum. 

Lichttonfilme 16 mm können ebenfalls mit 
einer Magnetspur versehen werden, ohne daß 
man auf den Lichtton verzichten muß. Zum 
Auftragen der Magnetspur wird nach Bild 7 
etwa die Hälfte der Lichttonspur verwendet, 
die andere Hälfte genügt für die Lichtton- 
wiedergabe. Auf diese Weise kann man z. B. 
fremdsprachige Lichttonfilme mit einer Über- 
setzung im Magnettonverfahren versehen. So- 
gar die gleichzeitige Vorführung als Licht- 





Bild 2. Vollständiger Projektor 
mit Magnettonteil 


Bild 3. Führung des Filmes 
im Pathex-Magnetfilmprojektor 





4 5 6 7 


Bild 4. 16-mm-Film mit doppelseitiger Perfora- 
tion und Magnetspur am äußersten Rand 


Bild 5. 16-mm-Film mit einseitiger Perforation 
und 2,5mm breiterMagnetspuram anderenRand 


Bild 6. 9,5-mm-Schmalfilm mit einseitiger 
Magnetspur 


Bild 7. 16-mm-Schmalfilm mit einseitiger Per- 

forierung und Lichttonspur am anderen Rand. 

Die Hälfte der Lichttönspur kann mit der Ma- 
gnetschicht versehen werden 


und Magnetton, in diesem Fall allerdings nur 
mit 24 Bildern je Sekunde, ist möglich. 

Wenn auch das Verfahren für den ein- 
fachen Schmalfilm-Amateur wegen der zur 
Zeit noch sehr hohen Kosten (rund 3000 DM 
für den Projektor mit Lautsprecher und 
Mischpultverstärker) noch nicht in Frage kom- 
men dürfte, so wird es doch für Expeditions- 
filme, Lehrfilme usw, eine ganz wesentliche 
Bereicherung bringen. Die Kosten für das 
Auftragen der Magnetspur betragen auf 
16-mm-Film 0,40 DM pro Meter und auf 
9,5-mm-Film 0,28 DM pro Meter, 


Neue Tonband-Spulen 


Bisher bemühte man sich, die Spieldauer 
von Tonbändern immer mehr herautzusetzen. 
Das geschah durch Vermindern der Lauf- 
geschwindigkeit und durch eine besonders 
dünne Bandsorte, die kürzlich von der BASF 
herausgebracht wurde. Auf einer der üblichen 
1000-m-Spulen, wie sie der Rundfunk für 
seine Studiomaschinen benutzt und die bei 
76 cm/sec ein Programm von 22 Minuten ent- 
halten, könnte man bei 9,5cmjsec und Doppel- 
spurbetrieb fast sechs Stunden Musik unter- 
bringen. Aus diesem Grund stehen für Heim- 
geräte kleinere Spulen 2 X 1 Stunde (= 350 m) 
zur Verfügung. Aber auch diese vergleichs- 
weise „Kurze“ Spielzeit ist für viele Anwen- 
dungszwecke noch zu lang. 

Hier füllt nun das neue Pikkolo-Band Typ 
LGS, das die BASF in den Handel bringt, 
eine fühlbare Lücke. Die Spule besitzt einen 
Durchmesser von 75mm, sie enthält 65m Band, 
das bei 9,5 cm Bandgeschwindigkeit je Se- 
kunde eine Spieldauer von 2 X 11 Minuten er- 
möglicht. Diese kleinen Spulen lassen sich 
bequem in einem Musterbeutel mit der Post 
verschicken. Sie sind also ideal für Sprech- 
briefe geeignet. Aber auch für das „Ton- 
album“ sind die kleinen Spulen sehr gut 
geeignet. Lebensbilder, Kurzreportagen, Mu- 
sikdarbietungen usw. lassen sich viel besser 
auf getrennten kleineren Spulen aufbewahren 
und übersichtlich einordnen, als wenn sie aus 
einem längeren Band durch Vor- und Rück- 
spulen — möglichst noch vor ungeduldigen 
Gästen — herausgesucht werden müssen. 


Spezialband 
für geringe Bandgeschwindigkeiten 


Ein anderes Spezialband ist bei der Agfa 
erschienen. Esträgt die Typenbezeichnung FSP 
und ist vor allem für geringe Bandgeschwin- 
digkeiten bestimmt. Die hohe Schmiegsamkeit 
und Kanten-Zerreißfestigkeit des Kunststoff- 
trägers ermöglichen absolute Betriebssicher- 
heit auch bei robuster Behandlung. Die spie- 
gelglatte Oberfläche schont die Köpfe und 
sichert gleichzeitig einen guten mechanischen 
Kontakt mit denselben. Vor allem sind aber 
die Eigenschaften des neu entwickelten 
Magnetmaterials hervorzuheben: Gegenüber 
der Band-Type FS konnte der Frequenzgang 
fast um den Faktor 2 verbessert werden, so 
daß bei 9,5 cm/sec Frequenzen bis 12 000 Hz 
aufgenommen werden können. Das entspricht 
aber UKW-Qualität! 


Fernsehempfänger-Bauanleitung 
6. Folge 


Wir beenden heute mit der Besprechung 
des Amplitudensiebes und der Ablenk- 
geräte den eigentlichen Schaltungsteil 
und beschäftigen uns anschließend mit 
den Leistungen des Empfängers. 


uU. Ausführung der Schaltung 
des Amplitudensiebs und der Ablenkgeräte 


Im ganzen ist die Schaltung dieses Emp- 
fängerteils (Bild 44) nicht so kritisch wie 
die des Verstärkerteils. Wichtig ist eine 
saubere räumliche und elektrische Tren- 
nung zwischen Horizontal- und Vertikal- 
ablenkgerät, wenn man eine gute Zwi- 
schenzeile erhalten will. 

Die am Gitter des Amplitudensiebs lie- 
genden Schaltelemente C 38, C 39 und R 24 
müssen möglichst kleine Kapazität gegen 
das Chassis haben, da diese den videofre- 
quenten Frequenzgang beeinflußt. Das 
Amplitudensieb ist an der Anode der 
Videoendstufe angeschlossen. Dort fällt die 
Verstärkung mit steigender Frequenz stark 
ab. Die durch die Spule L12 bewirkte Ent- 
zerrung des Frequenzgangs wird nur für 
die Bildröhre wirksam. Dies ist jedoch 
ohne Einfluß auf die Güte der Synchroni- 
sierung. 

In manchen Geräten findet man das 
Amplitudensieb an einer Anzapfung des 
Anodenwiderstandes der Videoendröhre 
angeschlossen. Bei Verwendung einer 
ECC 81 als Amplitudensieb würde man 
auch mit dieser kleineren Spannung aus- 
kommen und die Belastungskapazität an 
der Anode der Videoendröhre verringern. 
Mit Rücksicht auf die Größe der im Ano- 
denkreis des Amplitudensiebs gewonne- 
nen Impulse ist diese Röhre jedoch nicht 
anwendbar. 

Oft findet man auch einen nicht über- 
blockten Widerstand vor das Amplituden- 
sieb geschaltet. Dadurch wird ebenfalls 
der Einfluß der Kapazität des Siebes auf 
die Anode herabgesetzt. In Bild 45 erkennt 
man jedoch, daß zum Anodenwiderstand 
dann die Reihenschaltung von Widerstand 
und Kondensator parallel liegt. Für steile 
Impulskanten ist der Kondensator unwirk- 
sam und damit die wirksame Größe des 
Anodenwiderstandes durch die Parallel- 
schaltung der beiden ohmschen Wider- 
stände gegeben. Im weiteren Ablauf des 
Impulses jedoch wird sich der Konden- 
sator aufladen, so daß schließlich nur noch 
der Anodenwiderstand allein für die Im- 
pulsamplitude maßgebend ist. Dadurch 
tritt also eine Integration des Impulses 
ein, wie sie ebenfalls in Bild 45 angedeutet 
ist. Der entstehende Fehler ist normaler- 
weise klein und dürfte in dem durch die 
Einseitenbandübertragung bedingten Feh- 
ler untergehen. Ganz einwandfrei sind je- 
doch solche Schaltungen nicht. In Fernseh- 
aufnahmegeräten sind sie unzulässig, 


Die in Bild 44 angegebenen Werte der 
Schaltelemente sind möglichst mit den üb- 
lichen Toleranzen einzuhalten. C42 und 
C 46 können auch größer sein, Anstelle der 
Potentiometer P2 und P3 können auch 
solche mit 50 kQ@ Widerstandswert verwen- 
det werden. R45 müßte dann 30 bis 40 kQ 
betragen und R44 wäre entsprechend zu 
vergrößern. Zweckmäßiger ist jedoch stets 
ein größerer Regelbereich. Die größere 
Teilwindungszahl der Spule L18 liegt am 
Kondensator C78. C48 soll ein verlust- 
armer temperaturkonstanter Kondensator 
(z. B. Siemens-Styroflex) sein. Der Wert 
von 9 nF wird durch Parallelschaltung 
mehrerer Kondensatoren gewonnen. Er 
muß einigermaßen genau sein (+ 2%). 
Man kann auch 10 nF und 0,1 uF in Serie 
schalten, wobei letzterer Kondensator ein 
normaler Papierkondensator sein kann. 


In Bild 32 wurde bereits die Schaltung 
der Horizontalablenkendstufe wiederge- 
geben. Die Anordnung der Schaltung geht 
gut aus den Bildern 28, 29 und 30 hervor. 
Zu beachten ist, daß die Leitungen, die 
hohe Impulsspannungen führen, nicht an 


den Metallteilen anliegen. Dies sind vor 
allem die Leitungen zur Regelspule und zu 
den Kolbenanschlüssen der PY83 und 
PL 81. Unnötige Leitungskapazitäten sind 
zu vermeiden. 

Die Werte der zu den Röhren 15 und 16 
gehörenden Schaltelemente in Bild 46 sind 
genau einzuhalten. R 62 bestimmt mit sei- 
nem Wert die Dauer des Rücklaufs des 
Sägezahnspannungsgenerators. C68 soll 
mindestens 50 uF groß sein. C71, R65 und 
C75, R68 sind Siebglieder, sie machen die 
über den Transformator vom Horizontal- 
ablenkgerät kommenden Horizontalim- 
pulse unschädlich. Durch diese Siebglieder 
wird eine gute Zwischenzeile erzieit. Den- 
selben Zweck hat C 74. Durch C 73 und R 67 
werden die hohen Rücklaufspannungsspit- 
zen am Transformator herabgesetzt und 
Eigenschwingungen, die durch den Rück- 
laufimpuls angestoßen werden, gedämpft. 
Die Größe von C 73 geht in die Linearität 
der Vertikalablenkung am oberen Rand 
ein. Die Anschlüsse des Transformators 
sind aus Bild 33 und 46 zu ersehen. C 72 
kann größer (evtl. Elektrolyt), darf aber 
nicht Kleiner sein. Dieser Kondensator ist 
auf der Röhrenseite angeordnet. 

Die Verdrahtung des Vertikalablenk- 
geräts ist nicht kritisch. Schaltkapazitäten 


E(C)C82 EC(C) 82 
R6T2 RER 
Anode 
Rö® 
E 
CB 





Katode RÖTF? 





+7V 


Bild 44. Vollständiges Schaltbild des 
Amplitudensiebs mit Trenn- und Ab- 
schneidstufen und Regelspannungs- 
erzeuger sowie dem Horizontalsäge- 
zahn-Spannungsgenerator 


E(C)L 80 


PCtL) 81 
Rö 15 REIE 


+3V 


Bild 46. Schaltung 
des Vertikalsäge- 
zahn -Spannungs- 
generators mit 
Vertikalendstufe 










R\ 
Bremsgitter Rö15 S 









FUNKSCHAU 1954 / Het 12 245 


spielen eine untergeordnete Rolle. Die 
Schaltelemente C73, C74, C75, R67 und 
R 68 sind oben auf der freien Lötleiste des 
Ausgangstransformators angelötet. R 63 
dient wieder zur Vermeidung von UKW- 
Schwingungen in der Röhre 17. 


12. Fernsteuerung 


Bei längerem praktischen Betrieb hat 
sich gezeigt, daß eine Fernsteuerung des 
Geräts recht zweckmäßig ist. Man sitzt ja 
normalerweise in etwa zwei Meter Abstand 
vom Empfänger. Die Ferneinstellung kann 
sich dabei auf die Einstellung des Kon- 
trastes und der Grundhelligkeit beschrän- 
ken. Die beiden entsprechenden Potentio- 
meter werden in ein kleines Kästchen aus 
Hartpappe oder Holz eingebaut. Dieses ist 
in Bild 21 zu sehen. Als Kabel verwendet 
man zweckmäßig ein sechsadrigesTelephon- 
kabel oder eine ähnliche Leitung, die nicht 
abgeschirmt zu sein braucht. 6 m Länge 
sind ausreichend. Alle anderen Einstellun- 
gen sind praktisch während des Empfangs 
nicht zu bedienen. Den Ton stellt man am 
Beginn der Sendung auf die gewünschte 
Lautstärke ein. 

Der einzustellende Bildkontrast hängt 
vom Bildcharakter ab. Leider ist auch der 
vom Sender kommende Bildschwarzwert 
heute noch nicht genügend konstant. Er 
muß bei der Bildaufnahme jeweils von 
Hand eingeregelt werden und dies erfordert 
große Aufmerksamkeit des bedienenden 
Personals. Schwarzwertschwankungen, die 
durch Schwankungen der Größe des Syn- 


E(C)C 82 
R6 18 


EC(C) 82 
RE 19 





C50 50pF C51 2nF 





Ppı 


3 50 4 R51 
Videoausgang Grundhelligkeitsregler 


Ar 
1 st 


+ Bild 45. Integration durch nichtüberblock- 
ten Vorwiderstand vor dem Amplitudensieb 





Ra 


POL 81 Ablenkspulen- 
RöTF Sotz 


o0@ Bild39 


Zum Anschluß 1 Bild 32 


Zum Wehnelt 
der Bildröhre 


246 Hen 12 / FUNKSCHAU 1954 


chronpegels verursacht werden, kommen 
auch noch bei Fernsehsendern vor. Sie wer- 
den aber in absehbarer Zeit durch den Ein- 
bau einer automatischen Pegelhaltung. 
wie sie im Feldbergsender im Taunus an- 
gewendet wird, behoben werden. Jedenfalls 
berechtigen derzeit noch vorhandene kleine 
Unvollkommenheiten im Senderbetrieb 
nicht dazu, im Empfänger auf eine Schwarz- 
steuerung bzw. auf eine echte Übertragung 
des Bildschwarzwertes durch galvanische 
Kopplung bis zur Bildröhre zu verzichten. 
Das würde auf die Dauer zu großen Schwie- 
rigkeiten in der Bildwiedergabe führen. 


E. Die Leistung des Empfängers 


In der ersten Folge dieser Bauanleitung 
wurde im AbschnittB erörtert, welche For- 
derungen man an den Empfänger stellen 
muß. Vor der ausführlichen Abgleichan- 
leitung sollen einige der dort aufgeführten 
Punkte hier an Hand der durchgeführten 
Messungen kurz betrachtet werden. 


1. Die Empfindlichkeit des NSF-Kanal- 
schalters wird mit 5bis8kTo für Kanal5 
bis 11 angegeben. Dieser Wert wurde bei 
dem eingebauten Kanalschalter nicht nach- 
geprüft. 


2. Die Verstärkung wurde zwischen dem 
Gitter der ersten Zf-Stufe und der Bild- 
röhre zu ca. 10000 bei 37 MHz gemessen, 
d.h. 2,4mV.r am Gitter der ersten Zf-Stufe 
ergeben eine Steuerspannung (Gleichspan- 
nungsänderung) an der Katode der Bild- 
röhre von 25V. Die Verstärkung des Kanal- 
schalters ist von NSF in Band 2 mit etwa 40 
angegeben. Bei 37 MHz Zwischenfrequenz 
bedeutet das eine Eingangsspannung von 
62,5 uV am Kanalschalter und für den Bild- 
träger, für den die Verstärkung nur halb 
so groß ist, eine Spannung von 125 uV. 
Dieser Wert soll ein Anhaltspunkt für die 
am Kanalschalter notwendige Eingangs- 
spannung bei voll aufgeregeltem Verstärker 
bei voller Aussteuerung der Bildendröhre 
sein. 

Die in die Antenne induzierte Spannung 
muß bei Anpassung doppelt so groß sein, 
also 250 uV.rr betragen. Daraus ergibt sich 
für einen Spannungshub von 25 V an der 


Richtspannung on R1F [Vers] 
NO RSS N 


So 


1. de Er 1:6 Ah 0 
Eingangsspannung [mV] — 


Bild 47. Richtspannung in Abhängigkeit von der 
Eingangsspannung an der ersten Zj-Stufe 
bei 37 MHz 


Videoendröhre eine notwendige Feldstärke- 
schwankung am Aufstellungsort der An- 
tenne zwischen Null und einem Wert, der 
sich aus folgender Gleichung für einen 
einfachen Faltdipol errechnen läßt. 


& Entf ee 
0,95 610? ar 
Darin bedeutet E die induzierte Spannung 
in uV, f die Frequenz und © die Feldstärke 
in uV/m. Die Rechnung ergibt eine Feld- 
stärke von 275 uV/m. Wenn also die Feld- 
stärke rund 300 uV/m beträgt, bzw. zwischen 
0 und 300 uV schwankt, erhält man eine 
Steuerspannung von rund 25V für die 
Bildröhre. Das Bildsignal hat mit Rücksicht 
darauf, daß der Weißwert des Bildes bei 
10% der maximalen Feldstärke (Synchron- 
lücke) liegt und der Schwarzwert des Bildes 
bei etwa 70%, eine Größe von nur 60% 
der genannten 25 V. Es bleiben also für das 
Bildsignal 15 V übrig, die zur Aussteuerung 


einer Tetrode bei normaler Bildhelligkeit 
ausreichend sind. 


Bei Ausnutzung der vollen Verstärkung 
ist der Schrot so stark, daß er bereits stört. 
Demnach läßt sich auch mit 389 MHz 
Zwischenfrequenz bei nur drei Zwischen- 
frequenzstufen mit der Röhre EF 80 eine 
genügende Verstärkung erreichen. Sie ge- 
stattet die Empfindlichkeit des Kanalschal- 
ters mit der Eingangsröhre PCC 84 voll 
auszunutzen. 


3. Die Selektionskurve entspricht, wie 
noch anhand von Oszillogrammen gezeigt 
wird, annähernd der Sollkurve. Die Dämp- 
fung für den Nachbartonsender wurde am 
fertigen Empfänger ohne Einbeziehung der 


Spannung ander Anode Rö8 [Vert]) > 
Sn PN I 
BE 


SS 
S 


3-.8- IE WIE -F U: 
Eingangsspannung [mV] — 


Bild 48. Steuerspannung an der Katode der 
Bildröhre in Abhängigkeit von der Eingangs- 
spannung an der ersten Zf-Stufe bei 37 MHz 


Vorselektion für die Mitte der Selektions- 
kurve zu 34 db gemessen. Der Sollwert von 
42 db kann erreicht werden, wenn der 
Sperrkreis für den Nachbartonsender noch 
etwas fester gekoppelt wird. Ein zweiter 
gleichartiger Empfänger wurde hinter der 
ersten Zf-Stufe mit einem Bandfilter, also 
mit insgesamt 5 Kreisen ausgerüstet. Dieser 
konnte leicht auf die Soll-Kurve eingestellt 
werden. Die Bildqualität dieses Empfän- 
gers ist die gleiche. 


Die Auflösung des beschriebenen Emp- 
fängers beträgt im Testbild, das der Frank- 
furter Sender abstrahlt, annähernd 400 Zei- 
len. Sie ist damit voll befriedigend. Stö- 
rendes Nachziehen oder Überschwingen ist 
im Bild nicht vorhanden. Die Bildschärfe 
ist beim Empfang direkter Sendungen aus 
dem Frankfurter Studio über den Feldberg- 
sender recht gut. 


Auf den Einbau eines dritten Sperr- 
kreises für den Nachbarbildsender am 
oberen Frequenzbandende wurde verzich- 
tet. Bei Bedarf kann dieser Sperrkreis am 
1. Zf-Kreis hinter der Mischstufe ange- 
bracht werden. 


4. Bei der Beurteilung von Fernseh- 
bildern kann man heute vielfach beob- 
achten, daß die Bedeutung der Bildschärfe 
wesentlich überbewertet wird. Wichtiger 
als die Bildschärfe ist für einen guten 
Bildeindruck die Gradation des Bildes. 
Bild 47 und 48 zeigen zwei gemessene Aus- 
steuerungskurven. Man erkennt, daß so- 
wohl hinter dem Gleichrichter als’ auch an 
der Steuerelektrode die Aussteuerungs- 
kurve nur sehr wenig vom linearen Wert 
abweicht, und zwar über einen weit 
größeren Bereich als er jemals zur Aus- 
steuerung der Bildröhre gebraucht wird. 
Diese Kurven beweisen auch, daß es völlig 
gleichgültig ist, ob man Katoden- oder 
Wehneltsteuerung anwendet, sofern die 
Röhre PL 83 in der Endstufe verwendet 
wird. Mit Rücksicht auf hohe Verstärkung 
wurde der Katodenwiderstand der PL 83 
endgültig zu nur 500 gewählt. Er reicht 
zur genügenden Linearisierung der Kenn- 
linie völlig aus. Der Empfänger wird also 
keinesfalls die vom Sender angebotene 
Gradation irgendwie sichtbar verändern. 
Diese Forderung muß man an einen guten 
Empfänger stellen. 


Praktisch zeigt sich auch insbesondere 
bei direkten Sendungen von Frankfurt über 
den Feldbergsender eine sehr gute Grada- 
tion. Die verfügbare Steuerspannung ist so 
groß, daß die Bildröhre auf große Hellig- 
keit, bei der schon starkes Flimmern auf- 
tritt, gesteuert werden kann, ohne daß 
dabei die Gradation verschlechtert wird. 
Solange alle Verstärkerröhen in Ordnung, 
sind, ist eine Übersteuerung höchstens bei 
der Bildröhre selbst möglich. 


5. Die Störunempfindlichkeit wurde be- 
reits genügend erörtert. Sie entspricht den 
Erwartungen. 


6. Die Stabilität des Empfängers ist aus- 
reichend. Nach mehreren hundert Betriebs- 
stunden konnten keine Veränderungen 
festgestellt werden. Insbesondere ist die 
Selektionskurve unveränderlich, was sehr 
wichtig ist. Ausgefallen ist bisher lediglich 
eine Röhre DY 80 infolge Durchschlagens 
des Glaskolben. Ursache war offenbar ein 
Anliegen des Hochspannungskabels am 
Glaskolben. Dr.-Ing. W. Dillenburger 


(Fortsetzung folgt) 


Verzerrungsarmer AM-Gleichrichter 


Bekanntlich haben höhere Modulations- 
grade auch bei der Diodengleichrichtung 
Verzerrungen zur Folge. Sie beruhen da- 
rauf, daß die gesamte Wechselstrombela- 
stung Rges des Diodenkreises nach Bild 1 


infolge des parallel liegenden Kopplungs- 
kondensators und Lautstärkereglers nie- 
driger ist als der eigentliche Diodenableit- 
widerstand R. Um diese Verzerrungen 
klein zu halten, wählt man den Wider- 
stand von P mehrfach größer als den von 
R. Übliche Werte sind z.B. R = 250 kQ, 
P= 1M®. 

Die bei höheren Modulationsgraden ent- 
stehenden Verzerrungen lassen sich mit 
einer im Radiation - Laboratory der Uni- 
versität Kalifornien entwickelten Schal- 
tung nach Bild 2 ganz bedeutend herab- 
setzen. Der Diodenableitwiderstand ist 
hierbei galvanisch an einen Katodenver- 
stärker gekoppelt. Infolge des sehr hoch- 
ohmigen Eingangs einer solchen Stufe ist 
der Gleichstromwiderstand praktisch gleich 
dem Wechselstromwiderstand. Die Träger- 
frequenzspannung wird daher erst an dem 
15-kQ - Arbeitswiderstand des Katoden- 
Verstärkers kurzgeschlossen. Der nun fol- 
gende kapazitiv gekoppelte Lautstärke- 
regler P beeinflußt die Gleichrichtung 
nicht mehr. 


Mit dieser Schaltung sollen bei 
Modulation nur 0,3 0/o 


100 % 
Klirrfaktor bei 


420 Hz und 0,8% Klirrfaktor bei 4000 Hz 
Modulationsfrequenz auftreten. 


(Nach electronics, 
Seite 214.) 


November 1953, 


Bild 1. Übliche Diodengleich- 
richterschaltung. Der gesam- 
te Wechselstromwiderstand 
beträgt a R.P 
m R+P 
bei vernachlässig- 
baremWiderstand 
des Koppelkon- 
densators 










Bild 2. Verzerrungsarmer Diodengleichrichter. 

Der Wechselstromwiderstand ist infolge der 

angeschlossenen Katodenverstärkerstufe prak- 
tisch gleich dem Gleichstromwiderstand R 


" FUNKSCHAU 1954 / Hen 12 247 


FUNKSCHAU- Deüßbeeicht 
Grundig 2043 W - ein hochgezüchteter Empfänger der Mittelklasse 


Bei der ersten flüchtigen Betrachtung ver- 
mutet man in diesem Gerät der 300-DM-Klasse 
(Preis 299.50 DM) einen gut ausgestatteten 
6/9-Kreis-Standardsuper. Jedenfalls lassen die 
beiden Lautsprecher, die drehbare Ferrit- 
antenne sowie die getrennten Regler für 
Höhen und Tiefen diesen Schluß zu. Sobald 
man sich näher mit der Schaltung befaßt, er- 
kennt man einige Besonderheiten, die man 
bei einem Empfänger dieser Art nicht erwar- 
tet. Durch Hinzunahme einer Zf-Stufe stehen 
bei AM deren zwei, bei UKW drei zur Ver- 
fügung. Dadurch erhält man in allen Berei- 
chen sehr günstige Empfindlichkeits- und 
Trennschärfewerte. Ferner ist eine automa- 
tische Nf-Bandbreitenregelung vorhanden, auf 
deren Arbeitsweise wir noch näher eingehen 


FM-Teil 

Wie die Blockschaltung (Bild 1) erkennen 
läßt, arbeitet im UKW-Eingang eine EC 92 
als additiver Triodenmischer. Die UKW-An- 
tenne kann über die Drossel D und den An- 
tennen-Wahlschalter S1 auch auf den AM- 


Welche Sorgfalt die Konstrukteure aufge- 
wandt haben, geht daraus hervor, daß nicht 
nur der FM-, sondern auch der AM-Oszillator 
für Mittelwelle temperaturkompensiert ist. 
Die Höchstabweichungen betragen nach Mes- 
sungen bei T = 60° etwa 30 kHz im UKW- und 
500 Hz im MW-Bereich. 

Der bei UKW dreistufige Zf-Teil enthält 
das H-System der Verbundröhre ECH 81 so- 
wie zwei Röhren EF 93. Die Zf-Bandbreite 
wurde mit Rücksicht auf ein möglichst gün- 
stiges Signal / Rauschverhältnis auf 110 kHz 
festgelegt. Beim Empfang starker Sender 
wird sie durch die Begrenzerwirkung der 
beiden letzten Zf-Röhren automatisch breiter. 
Die Unterdrückung unerwünschter AM-Stö- 
rungen bewirken der Diskriminator und zum 
überwiegenden Teil die zweite EF 93. Letz- 
tere wird von einer bestimmten Amplitude 
ab übersteuert. Sie kann deshalb, sobald 
diese Eingangsamplitude erreicht ist, keine 
größere Ausgangsspannung abgeben, wenn 
sie auch noch so stark, angesteuert wird. 


In Schalterstellung UKW. wird gleichzeitig 


Antenneneingang durchgeschaltet werden das Steuergitter der ersten Röhre EF 93 auf 
das 10,7 - MHz- 

EC 92 ECH 81 EF 93 EFI3I Bandfilter um- 
geschaltet. Da- 

durch verhin- 





Bild 1. Blockschaltung des Grundig 2043 W 


(Bild 2). S ı hat vor allem die Aufgabe, den 
Dipol vom AM-Teil abzutrennen, wenn mit 
einer abgeschirmten Antennenleitung gear- 
beitet wird. Die Schirmwirkung könnte sonst 
durch den nicht abgeschirmten Dipol gestört 
werden. 


Im Dipol-Eingang bilden L1/C 1/C2 einen 
100-MHz-Bandpaß, der die Abstrahlung von 
solchen Oszillator-Oberwellen unterdrückt, die 
in das Fernsehband fallen. Zusammen mit 
C3/C 4 entsteht gleichzeitig ein auf Band- 
mitte abgeglichener Resonanzkreis für 93 MHz. 
Außerdem wird durch Kurzschluß etwaiger 
Zf-Einstrahlungen von 10,7 MHz über C1/C2 
sowie durch C 3/C 4 eine 10,7-MHz-Sperre ge- 
bildet. Die Mischröhre EC 92 wird in Brücken- 
schaltung betrieben, wobei durch Abgleich 
von C5 der Antennenkreis frei von Oszilla- 
torspannung bleibt. Dabei bewirkt C6 einen 
Phasenabgleich, um den kapazitiven Einfluß 
von C7 auf den Gitterkreis auszuschalten. 
C8 und C9 führen die übliche Zf-Rückkopp- 
lung herbei, die zu einer Entdämpfung der 
Röhre und damit zur Empfindlichkeits-Er- 
höhung dienen. Die Verstärkungsziffer der 
Mischstufe beträgt nach Hersteller-Angaben 60, 
die Rauschzahl 3,6 KTo. 


je 
E 
InF u. 
cr | c2 
co c3 C4 
700 12 1ISpF 354 
pF |52 


En 


AM-Eingong 


Bild 2. UKW-Eingangsschaltung 





dert man, daß 
Oszillator-Ober- 
wellen bei AM- 
Empfang den 
UKW-Zf-Kanal 


passieren und 
Störungen ver- 
ursachen. 


AM-Teil 


Die vom Antennenanschluß kommende 
Spannung gelangt über einen Mittelwellen- 
Sperrkreis L 2/C 10 (Bild 2) zum Signalgitter 
der Mischröhre ECH 81. Der Sperrkreis be- 
streicht mit zwei Schalterstellungen von S 2 
und dem Ferritkern der Spule den gesamten 
Mittelwellenbereich. Ein etwa störender Orts- 
sender läßt sich also nach einmaliger Ein- 
stellung auf das gewünschte Maß unterdrük- 
ken. In einer dritten Schalterstellung ist der 
Sperrkreis außer Betrieb. 


Der weitere Verlauf der Eingangsschaltung 
geht aus dem vereinfachten Teilschaltbild 
(Bild 3) hervor. Bei KW-Empfang sind die 
Kontakte Sk 1 und Sk 2 geschlossen, so daß 
die Antennenspannung über den Spulensatz 
KW an Ca und zum Signalgitter der Misch- 
röhre geführt wird. Bei Mittel- und Lang- 
welle öffnen sich Sk 1 und Sk 2, wobei Sa 
entweder am MW/LW-Spulensatz oder an der 
Ferritantenne liegt. Dieser Schalter wird von 
der Rändelscheibe der „Peilvorrichtung“ so ge- 
steuert, daß in der einen Endstellung auto- 
matisch die angeschlossene Außenantenne in 
Betrieb ist. Wer sich genauer über die Schal- 
tungsfeinheiten unterrichten will, kann hier- 

zu das voliständige Ge- 

räteschaltbild Nr. 12 der 
FUNKSCHAU-Schal- 

tungssammlung 1954 aus 


70,7MHz 


M,FMHz WR 





= 5 Ca 
MW/LW-Vorkreis 5a 


.-———ts 
MW/LW-Ferritantenne 


+4 Bild 3. AM-Eingangsschaltung 


ke IMR 
Ssh2, KW SKI 
Antenne j 7 

[1 

’ 





Grundig 2043 W 


Wechselstrom: 110, 125, 220, 240 V 


Röhrenbestückung: EC 92, ECH 81, EF 93, 
EF 93, EABC 80, EL 41, EM 85, Selen- 
gleichrichter 


7 AM-Kreise, davon 2 abstimmbar 

9 FM-Kreise, davon 2 abstimmbar 
Wellenbereiche: UK, K,M, L 
Zwischenfrequenz: 468 kHz/10,7 MHz 
Klangregelung: getrennte Höhen- und 


Tiefenregler 


Lautsprecher: Perm. - dyn. 25,2 X 17,2 cm, 
stat. Hochtonsystem 


Eingebaute drehbare Ferritantenne 


6 Drucktasten 
Leistungsaufnahme etwa 40 Watt 
Gehäuse: 57,3 X 37 X 24 cm 

Preis: 299.50 DM 





Heft 6 der Ingenieur - Ausgabe heranziehen. 

Der AM-Zf-Teil ist zweistufig ausgebildet, 
er enthält sechs Kreise, wodurch man äußerst 
günstige Trennschärfeverhältnisse erzielt. 
Wegen der großen Verstärkung konnte auf 
eine Ferritantennen-Vorröhre verzichtet wer- 
den. Die zweite Röhre EF 93 wird übrigens 
nicht mitgeregelt, weil sie beim Empfang 
starker Signale im heruntergeregelten Zu- 
stand zu leicht übersteuert würde. 


Ni-Teil 


Besonders auffallend ist die Schaltung 
der automatischen feldstärkeabhängigen N£- 
Bandbreitenregelung. Bei schwach einfallen- 
den Sendern, bei denen Rauschen, Überlage- 
rungspfeifen oder atmosphärische Entladun- 
gen stören können, wird durch eine elek- 
tronisch gesteuerte Tonblende die Höhen- 
wiedergabe beschnitten. Hierzu dienen der 
Kondensator C und der Triodenteil der Ab- 
stimmanzeigeröhre EM 85 (Bild 4. Starke 
Sender verursachen eine hohe Schwund- 
regelspannung ALR; sie steuern die Röhre 
zu und erhöhen damit ihren Innenwiderstand 
so weit, daß der Tonblendenkondensator C 
gewissermaßen „in der Luft hängt“ Bei 
schwachen Sendern fließt dagegen viel An- 
odenstrom im Magischen Auge, sein Innen- 
widerstand geht stark zurück. Demzufolge 


‚liegt C über Ri der EM 85 an Masse und wirkt 


wie eine Tonblende. 


EABC 80 


EL41 


ALR 





Bild 4. 
Schaltung 
der automatischen Nf-Bandbreitenregelung 


ALR 


2A8B Hen 12 / FUNKSCHAU 1954 






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Eine weitere schaltungstechnische Feinheit 
bildet die Höhenanhebung bei UKW-Empfang 
mit Zimmerlautstärke. Sie ist in die gehör- 
richtige Lautstärkeregelung einbegriffen und 
macht sich dadurch bemerkbar, daß bei lei- 
ser Einstellung nicht nur genügend Bässe, 
sondern auch glasklare Höhen vorhanden 
sind. Bekanntlich hat man bei UKW genü- 
gend Höhen in Reserve, wenn man das De- 
akzentuierungsglied unterdimensioniert. Diese 
überzähligen Höhen sollen aber nur bei ge- 
ringen Lautstärken wirksam sein. Wie das 
elegant gemacht wird, zeigt Bild 6. Der hin- 
ter dem Längswiderstand R 2 liegende Quer- 
kondensator C 2 liegt nicht wie üblich an 
Masse, sondern am Zapfpunkt des Lautstärke- 
reglers. Deshalb gelangen bei zurückgedreh- 
tem Regler mehr Höhen an das Gitter der 
nachfolgenden Röhre als bei lauter Einstel- 
lung. R1/C1 besorgen die übliche Unter- 
drückung der Mittellagen in Stellung „Leise“. 





Bild 7. Ansicht der Ferritantenne 


Mechanische Einzelheiten 


Die drehbare Ferritantenne (Bild 7) ist 
nicht an dem übersichtlich gegliederten 
Chassis, sondern an der Lautsprecher-Schall- 
wand angebracht. Bei ihr fällt die einfache 
und zweckmäßige Konstruktion auf. Der 
Ferritstab A (Bild 8) ist an einem Bügel B 
befestigt, dessen Achse X sich in den Lagern 
L des Blechwinkels W dreht. Dieser Winkel 
sitzt dicht neben dem Lautsprecher hinter der 
Gehäuse-Vorderwand. Das mit X starr ver- 
bundene Zahnrad Z kämmt in ein zweites, 





Bild 8. Aufbau der drehbaren Ferritantenne 


das wie ein Rändelrad durch einen Schlitz an 
der Vorderseite nach außen ragt und die 
Peilung ermöglicht. Mit der Schaltnocke N 


Links: Bild 5. Die Kup- 
plungsautomatik der 
kombinierten AM/FM 
Abstimmung. Bei ge- 
drückter UKW-Tuste 
wird nur der zu die- 
sem Bereich gehörige 
Abstimmsatz betä- 
tigt. Der zuvor ein- 
gestellte AM-Sender 
wird sofort wieder 
hörbar, wenn man die 
zugehörige Bereichs- 
taste niederdrückt 





Rechts: Bild 6. Gehörrichtige Höhenanhebung 


wird in der einen Anschlagstellung der Fe- 
dersatz F betätigt und damit von Ferrit- auf 
Außenantenne umgeschaltet. 


Empiangsergebnisse 


Die durch die zusätzliche Nf-Stufe bedingte 
hohe Empfindlichkeit verleitet natürlich da- 
zu, das Gerät ohne Außenantenne zu betrei- 
ben. Da das leider auch die meisten Rund- 
funkhörer tun, haben wir die Empfangsver- 
suche unter den gleichen Voraussetzungen 
durchgeführt. Der Empfänger arbeitete meh- 
rere Wochen lang mitten im Zentrum von 
München im zweiten Stock eines Geschäfts- 
hauses. Am meisten überraschte dabei der 
UKW-Fernempfang mit dem Gehäusedipol. 
UKW-Salzburg war während des ganzen Ta- 
ges fast rauschfrei und absolut zuverlässig 
aufzunehmen. Auf Mittelwelle kamen bereits 
mittags Berlin II, Stuttgart und Beromünster 
mit 3 m Zimmerantenne gut herein. Abends 
und am späten Nachmittag wurde auf Ferrit- 
antenne umgeschaltet, mit der sich manche 
Trennschwierigkeiten so gut beheben ließen, 
daß auch einige weitere Fernsender genuß- 
reich und mit beliebiger Lautstärke abgehört 
werden konnten. Fritz Kühne 


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turbuch-Verlag GmbH, Berlin W 30, Ko- 
penhagen, Basel. 


Der zweite Jahrgang dieses Nachschlage- 
werkes bringt wieder die Jahresberichte der 
deutschen Rundfunkanstalten. Weitere Auf- 
sätze befassen sich mit den Leistungen und 
Problemen der Rundfunk- und Fernsehwirt- 
schaft. Die Ausführungen werden ergänzt 
durch Anschriften der Sendeorganisationen, 
der Presse und der Herstellerfirmen. 


Im internationalen Teil sind aus 149 Län- 
dern alle wichtigen Daten des Rundfunk- 
wesens, wie Anschriften leitender Personen, 
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Dieser Katalog enthält eine reichhaltige 
Aufstellung des deutschsprachigen Fach- 
schrifttums für die Technik und die grund- 
legenden Wissenschaften, unterteilt in zwölf 
Gruppen. Innerhalb jeder Gruppe sind die 
Bücher alphabetisch nach Verfassern und an- 
schließend die Zeitschriften in der Reihen- 
folge ihrer Titel aufgeführt. Der Funktech- 
niker findet auf den Seiten 208 bis 249 die 
Fachbücher für Elektro-, Funk- und Fern- 
meldetechnik, darunter auch die vielen Ver- 
öffentlichungen des Franzis - Verlages. Er 
wird aber auch gerne die anderen Gebiete 
durchblättern, um einen Blick in die Vielfalt 
des heutigen Fachschrifttums zu gewinnen. 

Li 


Vorschläge für die WERKSTATTPRAXIS 


Kontrasterhöhung beim Oszillografenbild 





Bei Tageslicht und in hellen Räumen ist das normale Bild eines 
Elektronenstrahl-Oszillografen recht schwer zu erkennen. Man muß 
den Helligkeitsregler sehr weit aufdrehen, dadurch leiden aber Fein- 
heit und Schärfe des Oszillogramms. 

Abhilfe schafft hier (bei grün leuchtenden Bildschirmen) das Vor- 
setzen einer grünen Glasscheibe. Die Lichtspur hebt sich dann auch 
bei heller Raumbeleuchtung kräftig vom nunmehr dunklen Hinter- 
grund ab. Das Bild wird schärfer, die Helligkeit kann zurückgedreht 
werden und die Betrachtung ist weit angenehmer. 

Zweckmäßig verwendet man rechteckige grüne Glasscheiben in 
einenı rechteckigen Schieberahmen. Die Scheibe kann dann leicht 
gegen eine andere mit Millimetereinteilung ausgewechselt werden, 
wie sie oft bei Messungen gebraucht wird. — Industrie-Oszillografen 
besitzen vielfach Vorrichtungen, um Foto-Apparate vor dem Bild- 
schirm zu befestigen. Auch diese Halterungen sind für den angege- 
benen Zweck zu verwenden. 

Wer den Versuch einmal durchführt, wird von der Wirkung der 
grünen Scheibe überzeugt sein, W. Baumhof, DL 9 Q@R 

Von der Firma Elektro-Spezial GmbH erhielten wir fol- 
gende Begründung für diese Erscheinung: 

Die Erhöhung des Kontrastes durch Vorsetzen von absorbierenden 
Lichtfiltern ist bei Fernsehgeräten mit Direktsichtröhren sehr oft zu 
finden. Wir haben dieses Verfahren auch bereits bei einer Reihe von 
Oszillografen, so z. B. bei den Typen GM 5653, GM 3156/01 und GM 5659 
sowie dem Einblicktubus FE 116, seit 1951 angewandt. Die Kontrasterhö- 
hung entsteht im wesentlichen dadurch, daß das von außen auf den 
Leuchtschirm fallende Licht die Vorsatzscheibe zweimal durchsetzen 
muß, während das Licht des leuchtenden Punktes der Oszillografen- 
röhre die Scheibe nur einmal durchsetzt. Die Leuchtdichteherab- 
setzung des Leuchtpunktes ist in der Regel belanglos, da man dessen 
Leeuchtdichte elektrisch mühelos dem Absorptionsverlust entsprechend 
erhöhen kann. 

Ein Beispiel wird dies verdeutlichen. Nehmen wir an, der Leucht- 
fleck hat eine Leuchtäichte von 400 asb (Leuchtdichteeinheit Apostilb). 
Das Allgemeinlicht im Raum fällt auf den Leuchtschirm und wird 
zurückgestrahlt. Dadurch mögen die dunkelsten Stellen des Leucht- 
schirmes eine Leuchtdichte von 100 asb erhalten. Das Leuchtdichte- 
verhältnis zwischen dunkelster und hellster Stelle beträgt dann 
100 : 500 = 1 : 5. Setzen wir durch ein 50% absorbierendes Vorsatz- 
filter den Einfluß der Raumbeleuchtung auf 25 asb herab, so sinkt 
bei festgehaltener Leuchtdichte des hellen Punktes die zugehörige 
Empfindung auf den halben Wert ab. Sie entspricht also einer schein- 
baren Leuchtdichte von 200 asb zuzüglich 25 asb infolge der Allge- 
meinbeleuchtung. Das Verhältnis zwischen dunkelster und hellster 
Stelle hat somit in diesem Fall den Wert 25 : 225 = 1:9. Der Kontrast 
ist also bereits verdoppelt. 

Hat man die Möglichkeit, die Leuchtdichte der Oszillografenröhre 
entsprechend der Absorption um einen Faktor 2 zu steigern, so er- 
scheint dem Auge durch das Filter hindurch die helle Fläche des 
Oszillogramms wiederum mit 400 asb zuzüglich 25 asb infolge der All- 
gemeinbeleuchtung, und das Leuchtdichteverhältnis wird 25 : 425 = 
3: 11. 

Bedenkt man, daß das aufhellende Raumlicht nur zum geringsten 
Teil senkrecht durch die Absorptionsplatte fällt, vielmehr in der Regel 
schräg hindurchtritt, so wird die Kontrasterhöhung gegenüber dem 
Zahlenbeispiel noch verstärkt. Oder umgekehrt: man erzielt die an- 
gegebenen Kontraststeigerungen bei einer schwächer absorbierenden 
Platte. Bei grünleuchtender Oszillografenröhre kann man dem Raum- 
licht alle nicht in dem Leuchtschirmlicht enthaltenen Farben gänzlich 
entziehen und damit den Kontrast noch weiter steigern. So kommt 
man für diesen speziellen Zweck zu der Anwendung von grünen 
Farbgläsern. Dr. Jensen 


Schadhafte Netzsicherungen in Reiseempfängern 


Häufig kommen in den Frühjahrsmonaten Kofferempfänger zur 
Reparatur, deren Sicherung beim Einschalten des Netzes durchbrennt. 
Die Ursache dieser Erscheinung liegt in dem zu hohen Reststrom der 

" Elektrolytkondensatoren, deren Dielektrikum durch die lange Winter- 
Ruhepause abgebaut ist. Schaltet man in solchen Fällen die Netz- 
spannung nicht plötzlich ein, sondern läßt sie mit Hilfe eines Regel- 
transformators oder eines Schiebewiderstandes langsam ansteigen, 
so formieren sich die Elektrolytkondensatoren in kurzer Zeit wieder 
und das Gerät kann ohne Gefahr für die Sicherung in Betrieb genom- 
men werden. Werner R. Bohnenberger 


Richten von Drähten 


Mit der hier geschilderten Methode kann man Drähte normaler 
Stärke und Länge schnell und sauber richten. 

Man nehme den zu richtenden Draht und spanne das eine Ende in 
einen Schraubstock und das andere in eine Handbohrmaschine. Nun 
drehe man unter leichtem Anziehen der Handbohrmaschine den Draht 
einige Male um seine Längsachse, er wird dadurch sauber ausgerichtet. 
Auf diese Art lassen sich Drähte aller Metallarten richten. Bei Kupfer- 
drähten hat man sogar noch den Vorteil, daß man sie dadurch härten 
kann, weil Kupfer durch Biegen, Schlagen usw. hart wird. Man mache 
zu diesem Zweck noch ein paar Umdrehungen mehr. Wenn die Drähte 
jedoch geschmeidig bleiben sollen, verfahre man wie zuerst ange- 
geben. Karl-Heinz Koch 





FUNKSCHAU 1954 / Heft12 249 


NS = SEN 







7 


N 





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77 


A 


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/ 
Ph 


Heimgeräte mit 19 cm/sec., 
9,5 cmIsec. und kleineren 
Bandgeschwindigkeiten 


$ Außerordentlich reißfest 










>» Sehr schmiegsam 
> Spiegelglatte Oberfläche 


> Weitestgehende Schonung 
der Magnetköpfe 


> Wesentlich verbesserte 
Höhenempfindlichkeit 


> Besonders gleichmäßige 
Wiedergabe 


> Große Lautstärke 


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250 Her 12 / FUNKSCHAU 1954 


© 


BER 1 





BP IORADIO- ENTSTORMITTEL 
für Normal- und UKW- 


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Elektronenschalter für Dauerversuche 


Der in der FUNKSCHAU 1954, Heft 3, Seite 54, beschriebene „Elek- 
ironenschalter für Dauerversuche“ wurde nachgebaut. Anstelle der 
vorgesehenen Röhre ECC 40 wurde jedoch die Röhre EDD 11 benutzt. 
Damit ergaben sich bei Verwendung eines Postrelais auf Anhieb gute 
Ergebnisse. Da das verwendete Relais genügend kräftige Kontakte 
hatte (von denen außerdem mehrere parallel geschaltet wurden), 
konnte das in Ihrer Veröffentlichung vorgeschlagene zweite (Arbeits- 
Relais) eingespart werden. 

Dadurch ergibt sich eine weitere Vereinfachung und Verbilligung im 
Aufbau. Willy Meyer-Stüve 


. Abgleichen freitragend gewickelter KW- 


und UKW-Spulen 


In Empfängern mit KW- und UKW-Bereichen werden oft freitragend 
gewickelte Spulen ohne Hf-Eisenkern verwendet. Das Abgleichen der 
Spuleninduktivitäten durch den Hersteller erfolgt, indem die Spulen- 
windungen mehr oder weniger zusammengedrückt bzw. auseinander- 
gezogen und — wenn nötig — durch ein isolierendes Klebemittel 
(Cohesan usw.) fixiert werden. Trotzdem kommt es vor, daß dieser 
Abgleich verloren geht, z. B. durch Eingriffe in die Verdrahtung, 
welche die Zuleitungsinduktivitäten ändern. 

Um die verstimmten Spulen zu ermitteln, versieht man zunächst 
ein Isolierrohr von Bleistiftstärke am einen Ende mit einem Hf-Eisen- 
Schraubkern und am anderen Ende mit einem Stück Rundmessing 
gleicher Größe (in Abgleichbestecken ist ein solcher Hilfsstab meist 
vorhanden). 

Auf den Empfängereingang wird dann die erforderliche modulierte 
Abgleichfrequenz eines Prüfgenerators gegeben. Am Empfängeraus- 
gang liegt wie üblich ein Ausgangsmesser., Nähert man den Schraub- 
kern des Hilfsstabes einer Spule, so wird deren Induktivität erhöht; 
bringt man dagegen den Messingkern in das Spulenfeld, so verur- 
sacht er ein Absinken der Induktivität. An der Bewegung des Instru- 
mentenzeigers läßt sich leicht erkennen, welche Spule nachgestimmt 
werden muß. Geringere Induktivität erreicht man durch Auseinander- 
biegen der Spulenwindungen, erhöhte Induktivität durch Zusammen- 
drücken. Meist genügt es, wenn die Lage einer Windung verändert 
wird. Ein etwaiges Fixiermittel ist vorher zu entfernen. Nach dem 
Abgleich ist die geänderte Spulenwindung wieder mit einem isolieren- 
den Klebemittel festzulegen. 

Sinngemäß wird verfahren, wenn freitragend gewickelte Spulen in 
einem selbstgebauten Empfänger abgeglichen werden sollen. Man be- 
ginnt hier mit dem Abgleich der Oszillatorspule (Meßsender auf die 
niedrigste Grenzfrequenz des in Frage kommenden Frequenzbereichs 
einstellen). ’ -ner. 





UBERALLIN DER WELT sind 











PLATTENSPIELER 
PLATTENWECHSLER 






Vorführung und Lieferung nur durch den Fachhandel 
Farbprospekt F43 und Auskünfte direkt vomWerk 


DUAL: GEBRÜDER STEIDINGER - ST. GEORGEN - SCHWARZW. 


Metallzierleisten als Fehlerquelle 


Bei der Überprüfung eines UKW-Empfängers wurden beim Emp- 
fang des Ortssenders, Kanal 7, Verzerrungen bei Sprach- und Musik- 
wiedergabe festgestellt, die aber erst bei größerer Nf-Aussteuerung 
auftraten. Anfangs wurde angenommen, daß es sich um N{I-Verzer- 
rungen handelte. Bei AM-Empfang des Ortssenders trat jedoch kein 
Fehler auf. Der ausgezeichnete Empfang anderer UKW-Sender ergab 
dann, daß der Fehler nur im Hf-Teil liegen konnte. Es wurde Hf- 
Mikrofonie vermutet. Nach Anwendung aller hierfür in Frage kom- 
menden Kniffe, Festlegen der Drosseln, Kondensatoren usw., war der 
Effekt noch immer nicht verschwunden. Eine eingehende Unter- 
suchung des UKW-Bauteils und das Auswechseln der Oszillatorröhre 
brachten ebenfalls keine Besserung, 

Mit einem zweiten Empfänger wurde nun die Oszillatorfrequenz des 
fehlerhaften Gerätes abgehört. Dabei ergab sich, daß die sonst un- 
modulierte Oszillatorfrequenz durch den Ortssender moduliert war, 
wenn man eine große Lautstärke einstellte, so daß der Ortssender 
auch im Abhörgerät zu hören war. Das ließ einwandfrei auf Hf-Mikro- 
fonie schließen. Der UKW-Teil wurde ausgewechselt. Keine Änderung. 
Daraufhin wurde das gesamte Chassis in ein anderes Gehäuse einge- 
baut. Der Empfang war einwandfrei. 

Ein anderes Chassis, das vor dem Einbau als gut befunden wurde, 
zeigte im Gehäuse des ursprünglich verzerrenden Geräts den gleichen 
Fehler. Nun stand fest, daß der Fehler mit dem Gehäuse zusammen- 
hing. Es konnte sich nur noch.um die metallischen Zierleisten han- 
deln. Eine gründliche Untersuchung ergab dann auch, daß die zu 
einem Rechteck zusammengesetzten Zierleisten an einer Stelle einen 
feinen Spalt aufwiesen, der bei größerer Lautstärke vibrierte und 
dabei den an sich vorgesehenen Kontakt der Zierleisten unterbrach. 
Dadurch entstand ein offener Schwingkreis, der in diesem Falle ge- 
rade auf A/2 abgestimmt war und vom Oszillator angestoßen wurde. 
Durch Rückwirkungen entstand dann dieser unerwünschte Effekt. 
Der Spalt wurde nun durch einen Metallkeil kurzgeschlossen und der 
Fehler war behoben. Willi Frost 


GESCHAÄFTLICHE MITTEILUNGEN 





Vollmer-Magnettonmaschinen 


Seit Überwindung hemmender Herstellerrechte erfreuen sich die 
Studio-Magnettonmaschinen der Firma Eberhard Vollmer, Esslingen/ 
Württ., bei vielen Sendern des In- und Auslandes größter Beliebtheit. 
Die verschiedentlich geäußerte Meinung, es handle sich bei den 
Vollmer-Studiomaschinen um Erzeugnisse mit befristeter Lizenzbau- 
weise, sind nach dem heutigen Rechtsstand als irrig zurückzuweisen. 
Die Meßwerte an diesen Laufwerken, sowohl bezüglich der Dynamik 
(63 db) als auch der Tonhöhenschwankungen (+ 0,8 %/u), beweisen, 
daß es sich hier um Erzeugnisse der Spitzenklasse auf dem Gebiet 
magnetischer Tonaufzeichnung handelt. Durch die Entwicklung des 
polumschaltbaren Motors ist es möglich, von 38,1 auf 76,2 cm/sec um- 
zuschalten, sowie durch Verkleinerung des Tonrollendurchmessers auf 
derselben Maschine 19,05 cm zu fahren. 

Die außerdem gefertigten Mittelklassenmaschinen der Typenreihe 118 
oder MTG 9-54 dringen ebenfalls in immer mehr mittlere Studio- 
betriebe ein. Rundfunksender verwenden diese Maschinen für beson- 
dere Zwecke; Hersteller von Werbefilmen, Reportagewagen, wissen- 
schaftliche Forschungsstätten und Theater, Filmtheater, sowie an- 
spruchsvolle Tonkünstlerverbände empfehlen die MTG 9 durch den 
täglichen Gebrauch. 

Für kleinere Zwecke ist bei der Firma Vollmer ein dreimotoriges 
Laufwerk in Vorbereitung. Dieses Einbauchassis ist für die Band- 
geschwindigkeiten 19,05; 9,5 sowie 4,75 für Diktatzwecke eingerichtet. 
Jede Geschwindigkeit ist in sich nach oben und unten variabel, Dieses 
„Maxiphon“ ist in sehr großen Stückzahlen für den Export geplant. 
Technische Unterlagen stehen in Kürze zur Verfügung. 

Um verschiedentlich bestehende Unklarheiten offiziell zu beseitigen, 
teilt die Herstellerfirma. mit, daß jegliche Äußerungen über Lizenzbau- 
rechte oder baldiges Einstellen der Fertigung einer Vollmer-Maschinen- 
type nach $55 des Patentrechtes strafrechtlich verfolgt werden können. 


verständliche Abhandlung über 
die Vorzüge der Fernsenempfän- 


Werks-Veröffentlichungen 


Die besprochenen Schriften bit- 
ten wir ausschließlich bei 
den angegebenen Firmen anzufor- 
dern; sie werden an Interessenten 
bei Bezugnahme auf die FUNK- 
SCHAU kostenlos abgegeben. 


Der blaue Punkt, Heft 4, Neben 
interessanten technischen Einzel- 
heiten über Blaupunkt-Autosuper 
enthält dieses Heft eıne Reihe 
belehrender und unterhaltender 
Aufsätze von hohem geistigem 
Niveau, so Kurzbiographien über 
Einstein und Edison, etwas über 
den großzügigen Plan der Welt- 
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