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Full text of "Filmwoche 1951 37"

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Ausgabe A 6. Jah gang Baden-Baden, 15. September 1951 


„Sündige Grenze“ 
am Drei-Länder-Eck 


Liebeneiner verfilmte 
„Der Weibsteufel” 


Star-Invasion in Düsseldorf 


Film für Volksbildung 
bedeutungsvoll 


Japan entführt den Löwen 
von San Marco 


„Hoffmanns Erzählungen“ 
bestätigen ihren Ruf 


Filme im Spiegel der Kritik 











Luis Trenker inszeniert „Zwei Menschen“ 
für London-Film 

Im Rahmen der Minerva-Film, München 
wird Luis Trenker den Roman von Richard 
Voss „wei Menschen“ für das Verleih- 


programm 1951/52 der Deutschen London-Film‘ 


inszenieren. Der Roman, der bisher in weit 
über einer Million Exemplaren allein in 
Deutschland verkauft wurde, wurde bereits als 
Stummfilm wie als Tonfilm gedreht, jedesmal 
war die Verfilmung ein Welterfolg des deut- 
schen Films. 


Carol Reed im September in Deutschland 

zwar hoch nicht persönlich, aber die erste 
Kopie seines neuen Films „Der Verdammte 
derInseln“. 

Nach erfolgreicher Synchronisation wird Carol 
Reed zum Start der deutschen Fassung im Spät- 
herbst die wichtigsten deutschen Schlüssel- 
plätze besuchen. Mit ihm Trevor Howard — 
vielleicht auh Kerima. ; 


Prisma verleiht „Fürst von Pappenheim“ 


Die Central-Europa-Film-GmbH 
und die Prisma Filmverleih GmbH weisen 
darauf hin, daß die Verfilmungsrechte der Max 
Hirsch-Operette „Fürst von Pappen- 
heim“ sich im uneingeschränkten Besitz der 
Central-Europa befinden, die entgegen anders- 
lautenden Meldungen einen Verleihvertrag mit 
der Prisma abgeschlossen hat. 

Der Film, dessen Drehbeginn auf Anfang 
Oktober 1951 festgesetzt wurde, soll Ende Ja- 
nuar 1952 uraufgeführt werden. 


. Kristina Söderbaum verletzt 


Bei der Aufnahme eines Fahrrad-Zusammen- 
stoßes wurden Kristina Söderbaum und ihr 
Double Sonja Kosta am ersten Aufnahmetag 
so stark verletzt, daß sie nicht mehr weiter- 
spielen konnten. Kristina Söderbaum zog sich 
Verletzungen und Blutergüsse an den Beinen zu. 
Sonja Kosta mußte an der rechten Schläfe ge- 
näht werden. 

Durch diesen Vorfall sah sich Zeyn-Film ge- 
zwungen, ihre Aufnahmen für den neuen Har- 
lan-Film „Hanna Amon“ in Niederaschau 
im Chiemgau schon nach zwei Tagen vorerst 
einzustellen. Wg- 


Pier Angeli im Autobahn-Film 


Der bereits angekündigte Autobahn-Film der 
MGM wird voraussichtlich Ende des Jahres in 
Deutschland gedreht werden‘ Die Hauptrolle 
übernahm die aus dem MGM-Film „Teresa“ be- 
kannte Schauspielerin Pier Angeli. 


„Die Martinsklause” bei Außenaufnahmen 
Am 1. September begann die Ostermayr- 

Produktion am Königsee mit den Außenaufnah- 

men zu dem neuen Ganghofer-Film „Die 





Die Deutsche Columbia-Convention 1951 

wurde von General Manager Louis Goldstein (Mitte) 
präsidiert. Verleihchef für Europa, Mr. Nicholas P. Pery 
(links), gab das Verleihprogramm 1951/52 bekannt; Ver- 
‘ leihchef Dr. Kalbus (rechts) sprach über die Verleihsitwa- 
tion. In Einzelbesprechungen, an denen auch die Filial- und 
Pressestellenleiter und die Vertreter der Filialen Hamburg, 
Frankfurt, Münchenen und Düsseldorf, ein Mitarbeiter von 
Astoria Berlin sowie der Leiter der Synchronabteilung Dr. 
Asagaroff teilnahmen, wurden wichtige Organisations-, 

Werbe- und Presse- und Wirtschaftsfragen behandelt. 
Foto; Columbia 


470 


Martinsklause". Unter der Regie von Ri- 
chard Häussler spielen Gisela Fackeldey, 
Heinz Engelmann, Willy Roesner, Inge Cor- 
nelius, Paul Richter, Sepp Nigg, Michael Kiurina, 
Walter Janssen, Viktor Afritsch, Rolf Pinegaer, 
Elise Aulinger u. a. 


Der Film erscheint bei Kopp-Film, Mün- 


chen, und Unitas, Düsseldorf, im Verleih. 


Gloriafilm sucht Kinderdarsteller 


Die kürzlich ‚gegründete Spielfilmabteilung 
der „Gloriafilm AG”, die Anfang Novem- 
ber mit ihrem ersten Spiefilm ins Atelier gehen 
wird, sucht zur Zeit über eine Zeitungsanzeige 
(ähnlich wie ‚seinerzeit die „Carlton“ für das 
„Doppelte Lottchen“) einen „14—16jährigen 
Jungen mit sympathischen Durchschnittsgesicht” 
als Kinderdarsteller für ihr erstes Projekt. Der 
Produzent Dr.. Oskar Düky konnte für die Re- 
gie des Films Max Ophüls gewinnen. Für die 
Hauptrollen wurden Käthe Gold, Gustav 
Knuth und Paul Hubschmid unter Ver- 
trag genommen. m. 


Neuer Film bei Constantin: „Hallo Dienstimann” 


Nach der Ankündigung des Mitte September 
in Jugoslawien unter der Regie von Eugen 
York mit den Aufnahmen beginnenden Films 
„Dalmatinische Liebesgeschichte“, mit Liane 
Croon, Walter Richter, Siegfried Breuer, Paul 
Dahlke und anderen, wird Constantin einen 
weiteren deutschsprachigen Film und zwar ein 
Lustspiel „Hallo Dienstmann“ mit Hans 
Moser und Paul Hörbiger in den Haupt- 
rollen übernehmen. Die Musik schrieb der be- 
kannte Mariandl-Komponist Hans Lang. 


MPAA im Internationalen Produzentenverband 


Bei dem Kongreß der internationalen Ver- 
einigung der Filmproduzentenverbände in Ve- 
nedig erklärtte McCarthy, der Delegierte 
der Motion Pictures Association of Amerika 
(MPAA), den Beitritt dieses amerikanischen 
Produzentenverbandes zum Internationalen Ver- 
band, dem bisher nur einige wenige nicht-euro- 
päische Länder angehören. McCarthy sprach die 
Hoffnung aus, daß auch die anderen Produzen- 
ten Amerikas bald der Förderation beitreten. 


Leo Leux in Berlin gestorben 


Der Tonfilm- und Schlagerkomponist Leo 
Leux ist in der Nacht zum Sonnabend, den 
8. September, in Berlin im Alter von 58 Jahren 
unerwartet einem Herzschlag erlegen. Der Kom- 
ponist ist durch eine große Zahl von Tonfilm- 
schlagern bekannt geworden. Er schrieb die 
Musik zu „Es leuchten. die Sterne“, „Truxa“ 
und „Manege“. Sein letztes Lied „Es gibt ja 
doch nur ein Berlin“ wurde am Sonnabend im 
Olympia-Stadion zum erstenmal von Erna Haff- 
ner gesungen. 

Seine letzte Arbeit war die Musik zu dem 
Film „Torreani“, der gegenwärtig von der 
Froelich-Film hergestellt wird. 


Otto Scheuer verstorben 

Rechtsanwalt und Notar Otto Scheuer, 
der frühere Syndikus des Verbandes Berliner 
Filmtheater, ist dieser Tage in Berlin verstorben 


Star-Invasion 


1 





? Dr. Ludwig Klitzsch, 

bekannt als Pionier des deutschen Films und als Mittler 
zur Wirtschaft und Kunst, begeht im September in alter 
Rüstigkeit seinen 70. Geburtstag. 


Eddy F. Seefeld 

feiert am 26. September sein 40jähriges Schau- 
spielerjubiläum. Seefeld, geborener Magdebur- 
ger, spielte seine ersten Bühnenrollen neben 
Werner Krauss, Fritz Odemar und Fritz Staudte, 
ging später zur Oper und wurde nach Amerika 
verpflichtet. Dort spielte er bis 1914 auch im 
Film zahlreiche Rollen u.a. unter David W. 
Griffith. Auch in Deutschland wurde er bald 
durch zahlreiche Filmgrotesken bekannt, nach 


dem ersten Kriege produzierte er selbst Film-- 


grotesken. - 1930 wurde er Vorstandsmitglied 
der Dacho und 1. Vorsitzender des Kleindar- 
steller-Verbandes. Die Nazis engten seine Tä- 
tigkeit dann beträchtlich ein. Im zweiten Welt- 
krieg verlor er den gesamten Besitz, jedoch 
nicht den Glauben an eın „Come-back". (rd) 





.... daß die aus zahlreichen amerikanischen Filmen be- 
kannte Schauspielerin Maria Montez, die wir jetzt 
auch in „Schatten über Neapel“ sahen, in ihrer Pariser Woh- 
nung im Alter von 32 Jahren gestorben ist. Sie wurde in 
einem sehr heißen Bad ohnmächtig und ertrank. 


... daß Oscar Wildes bekannte Komödie „Ernstsein 


ist alles von Produzent Teddy Baird und Regisseur 
Anthony Asquith für die Verfilmung in den Rank-Studios 
in Pinewood vorbereitet wird. s 

... daß RKO vom Revanche-Boxkampi Robinson- 
Turpin am 12. 9. in New York mit 15 Kameras einen 


Filmbericht drehte, der bereits wenige Stunden nach dem 


Ereignis auf dem Luitwege in alle Welt verschickt wurde. 

-..daß die Neue Deutsche Wochenschau 
ab September 1951 in zwangloser Folge, etwa monatlich, 
eine kleine Hauszeitschrift herausbringt, die auch dem 
Filmtheaterbesitzer einen Einblick in die Arbeitspraxis 
dieser Wochenschau gewähren soll. 

...daß Friedel Schuster, Käthe Braun, O, E 
Hasse und Hanna Rucker mit Scribes „Ein. Glas 
Wasser“ in Barlogs Berliner Schloßpark-Theater erfolg- 
reich sind. Regie Helmut Käutner. 

...daß Lilian Harvey anläßlich der Festwochen ab 
14, September auch in Berlin gastiert. 


-.. daß der aus dem Filmlustspiel der Jungen Film- 


Union Rolf Meyer „Taxi-Kitty“ bekannte deutsche Musical- 
Ciown Nuk zur Zeit mit großem Erfolg im Variete-Pro- 
gramm des Düsseldorfer „Apollo-Theaters” gastiert. 


in Düsseldorf 


Marika Rökk beginnt „Czardasfürstin“ — Olga Tschechowa plant Film mit Asta Nielsen 


. Zum Saison-Auftakt 1951/52 wurde Düssel- 
dorf von einer. Filmstar-Invasion heimgesucht. 

Am 4. September wurde Carl Froelichs Film 
(Fortuna) „Stips“ im Alhambra-Theater urauf- 
geführt. Heli Finkenzeller, Eva-Ingeborg Scholz, 
Ruth Nimbach, Renate Barken, Violetta Rensing 


und — Bruno Fritz, sozusagen als „Hahn im 
Korbe“, konnten sich über Blumen und Beifall 
freuen. — Zwei Tage später hatte das Apollo- 


Theater einen großen Tag: die Uraufführung 
‚Sensation in San Remo“ (Herzog). 
Marika Rökk (nebst Töchterchen, das Wäsche- 
rin werden will!) mit ihrem Gatten Georg Ja- 
coby (nebst Sohn, der seinem Vater bereits 
assistiert!) und Peter Pasetti waren herbei- 
geeilt und wurden begeistert gefeiert. Gleich- 
zeitig wurde der Dokumentarfilm der Jungen 
Film-Union Rolf Meyer „Düsseldorf — 


Magnet des Westens“ im Beiprogramm, 


gestartet. Zwei Mitwirkende waren auch hierzu 


persönlich erschienen: Paul Henckels und Peer 
Schmidt. . 

Marika Rökk steht übrigens ab 12. September schon 
wieder vor der Kamera: in Emmerich Kalmans bekannter 
Operette „Die Czardasfürstin“ mit Johannes -Heesters als 
Pariner. Die Außenaufnahmen dieses nächsten Farbiilms 
der Rökk werden in Sizilien und Rom gedreht. USA, Frank- 
reich, die Schweiz und Italien bemühen sich bereits um die 
dortigen Aufführungsrechte der „Czardasfürstin“. Nach die- 
sem Film plant Marika Bühnengastspiele in Athen, Ägypten 
und Persien. ; 

Am nächsten Tage war erneut Ablösung ein- 
getroffen: Olga Tschechowa und Harald Holberg 
zur Uraufführung „GeheimniseinerEhe“ 
(Unitas) im Metropol- und Atrium-Theater 
gleichzeitig, übrigens Olgas -160. Film! Sie hat 
sogar ein Doppeljubiläum, denn sie ist in diesen 
Tagen gerade dreißig.Jahre beim Film. Venus- 
Produzentin Tschechowa' verrät auch ihren näch- 
sten Plan: „Das unheilige Haus“ mit Asta 
Nielsen und Carl Raddatz in den Haupt- 
rollen, K.O.G, 


» 


2 2708 


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Bl EN ER ar > 


Ausgabe 37/5i 


FILMWIRISCHAFT 





Thema Filmbewertung 


Konkrete Fragen an Länderfinanzminister 


Prädikatisierung - Steuerermäßigung - Staatsfonds 


Der in unserer Ausgabe Nr. 34 erschienene 
Artikel „Filmbewertungsstelle — Mangel an 
praktischem Nutzen“ hat sowohl bei der kri- 
tisch angesprochenen Institution in Wiesbaden- 
Biebrich als auch in Kreisen der Filmwirtschaft 
die von uns erwartete starke Resonanz gefun- 
den. Tatsächlich werden im Zusammenhang mit 
der begonnenen Arbeit der bundeseinheitlichen 
Prädikatisierung eine Reihe von Fragen ak- 
tuell, die schon deshalb kurzfristig gelöst wer- 
den müssen, weil sie weit über den Rahmen 
der eigentlichen Bewertungstätigkeit von Spiel- 
und Kulturfilmen hinausgehen. Darüber. sind 
sich alle Beteiligten (an der Filmbewertungs- 
stelle) und Betroffenen (in Produktion, Verleih 
und Theaterbesitz) erfreulicherweise vollkom- 
men einig. R 

Vordringlich stehen dabei folgende Punkte 
zur Debatte: 


1. Liegt es im Interesse der Filmindustrie, daß 
die Prädikatisierungsinstitution ohne Be- 
wertungsgrundsätze arbeitet? Falls - nicht: 
Wie sollten die Grundsätze aussehen, um 
den Produzenten ein Bild von den Prädi- 
katisierungsprinzipien vermitteln zu kön- 
nen? 

Selbstverständlich können verschiedene Mei- 
nungen über Notwendigkeit und Nutzen von 
Richtlinien auch in tolerantester Form bestehen, 
an die sich gegebenenfalls die Urteilspraxis 
der Bewertungsstelle zu halten hätte. Der ne- 
gativ wirkende Zwang des Schemas könnte als 
Gegenargument angeführt werden. Immerhin 
bleibt zu bedenken, daß jede Beurteilung, die 
dem völlig freien Ermessen eines Gremiums 
anheimgestellt wird, unmittelbar mit der Per- 
sönlichkeitsfrage der im Gremium ver- 
tretenen Prüfer verbunden ist. Es muß, da die 
Bewertungsstelle mit ständig wechselnden Be- 
amten besetzt ist, bei denen nur die ausschlag- 
gebende Stimme des Vorsitzenden konstant 
und permanent wirkt, erwogen werden, ob sich 
dadurch nicht doch die Prädikatisierungsauffas- 
sungen zu oft verändern können. Daß Beamte 
nicht unbedingt integrierende Film-Kompeten- 
zen sein müssen, daß mit dem auch im Bereich 
des Möglichen liegenden Wechsel des Vorsitzen- 
den ein spürbarer Wandel in der Bewertung 
eintreten würde, und daß das Fehlen von be- 
ruflich versierten Filmvertretern im Arbeits- 
ausschuß fragwürdig erscheinen muß, kann bei 
der Erörterung _ von Bewertungsgrundsätzen 
nicht unerwähnt bleiben. 

Ferner spielt hier ein psychologisches Mo- 
ment eine Rolle: Durch. die Kenntnis von ge- 
wissen Richtlinien könnten außer denen, die 
„sowieso wissen was Qualität ist“, möglicher- 
weise auch zahlreiche andere Produzenten zur 
Nachdenklichkeit über ihr Produktionspro- 
gramm angeregt werden. Damit wäre der Qua- 
litätssteigerung auf breiter Basis zweifel- 
los ein beachtlicher Dienst erwiesen. 


2.Die steuerlichen Auswirkungen der bun- 
deseinheitlich erteilten Prädikate sind nach 
den derzeitigen Ländergesetzgebungen zum 
Teil überhaupt nicht, zu einem anderen 
Teil völlig unterschiedlich und unbefriedi- 
gend vorhanden oder laufen in Verbindung 


mit einem sogenannten Staatsfonds Ge-- 


fahr, mehr oder weniger illusorisch zu wer- 

. den, Hier müßte die öffentliche Hand, die 
durch die ‘Länder-Finanzminister an den 
Vorbereitungsarbeiten zur Bewertungsstelle 
teilgenommen hat, über folgende Fragen 
schnell und gründlich Aufklärung erteilen: 

a) Wann ist damit zu rechnen, daß in allen 
Ländern der Bundesrepublik nicht nur Steuer- 
ermäßigungen allgemein, sondern vielmehr auch 
dem Zweck der bundeseinheitlichen Prädikati- 
sierung entsprechende und nutzbringende Er- 


leichterungen für wertvolle Produktionen ein- 
treten, dieinjedem Land undinden 
Städten und Gemeinden verbind- 
lichen Charakterhaben? 

b) Wieweit sind oder werden von den Län- 
dern. Sachkenner der Filmindustrie benannt, die 


die fachliche Haltlosigkeit eines Staatsfonds’ 


objektiv untersuchen? 

c) Wieweit wurden oder werden die Steuer- 
gesetzgebungen der Länder von der unumgäng- 
lich notwendigen Voraussetzung getragen, daß 
jede Vergnügungssteuer-Ermäßigung auf Grund 
bundeseinheitlicher Prädikate Mittel und An- 
laß zur umfassenden Niveau- 
Hebung in der gesamten Filmher- 
stellung sein soll und deshalbin 
sinngemäßer Höhe gewährt wer- 
denmuß? 

Es herrscht in der gesamten Filmindustrie 
volles Einverständnis darüber, daß die Stellung- 
nahme der öffentlichen Hand zu den o. a. Fra- 
gen dringend benötigt wird, um erkennen zu 
können, ob die an. sich begründete Konstituie- 
rung einer einheitlichen Prädikatisierungs- 
Institution ihrer Zielsetzung «in der Praxis ent- 
spricht. Und es ist klar, daß dabei weder ga- 
rantierte Sicherheiten für steuerliche Auswir- 
kungen bis in die letzte Gemeinde, 
noch die Beseitigung des anonymen und des- 
halb ungerechtfertigten -Staatsfonds oder 
die Forderung nach einem- staatlichen 
Beitrag zur Niveau-Steigerung 
ausgelassen werden können. 


Dem letzten Punkt kommt u. a. deshalb be- 
sondere Bedeutung zu, weil bisher noch von 
keinem parlamentarischen Vertreter oder staat- 
lich autorisierten Ressortchef eines Ministe- 
riums versäumt wurde, in scharfer Bestimmtheit 
nach der besseren Qualität des deutschen Films 
zu rufen. Die Behandlung der Vergnügungs- 
steuergesetzgebung ist eine hervorragende 
Gelegenheit, diesem oft mit sehr viel Theorie 
vorgetragenen Verlangen einen spürbaren 
praktischen Beitrag folgen zu lassen. / 

Hierdurch würde unbestritten der stärkere 
Einsatz kulturell wertvoller Filme in den 
Theatern und die bevorzugte Herstellung und 
Auswertung solcher Erzeugnisse bei Produktion 
und Verleih ganz einfach deshalb erreicht wer- 


Zerschlagung der Struktur 


Frau Oberregierungsrätin Dr. Schmük- 
ker, Filmreierentin im Kultusministerium 
der Landesregierung von Nordrhein-West- 
falen in Düsseldorf, nahm in einem länge- 
ren Vortrag im Rahmen der Arbeitstagung 
„Film und Erwachsenenbildung“ zu den ak- 
tuellen Problemen der deutschen Filmwirt- 

- schaft Stellung. 


Nachdem die Referentin den gegenwärtigen 
Aufbau der deutschen Filmwirtschaft umrissen 
und die Bedeutung des Filmes als Industrie her- 
vorgehoben hatte, wandte sie sich aktuellen 
Film-Fragen zu. 

Hinter einer oft mißverstandenen Fassade 
verberge die deutsche Filmwirtschait in Wirk- 
lichkeit nur ihre verzweifelte Notlage. Die 
Hauptursache dieser bedauerlichen Tatsache sei 
die Zerschlagung ihrer Struktur, 
nämlich der international erprobten und be- 
währten vertikalen Gliederung mit Hilfe des 
Dekartellisierungsgesetzes. Der deutschen Film- 
wirtschaft sei von den Militärregierungen eine 
offensichtliche Fehlkonstruktion aufgezwungen 
worden. 

Dadurch seien unsere Produzenten z.B. prak- 
tisch außerstande, Staffel-Planungen durchzufüh- 
ren. Dem Bedarf des Bundesgebietes an Filmen 


den, weil dann die positiven Kräfte in der Film- 
wirtschaft (und es sind mehr als-in Amtszim- 
mern angenommen wird) die Überzeugung ge- 
winnen würden, daß der Staat nicht nur pflicht- 
gemäß über Filmkultur redet, sondern auch be- 
reit ist, tatsächlich etwas für ihre Wiederher- 
stellung und Verbreitung zu tun. Übrigens 
gleichfalls pflichtgemäß; denn es gibt ja wohl 
keinen demokratischen Staat, der sich der kul- 
turellen Niveau-Förderung, gleich auf welchem 
Gebiet, durch Bereitstellung von finanziell dis- 
kutablen Mitteln entziehen kann. 
* 


Mit den vorstehenden Ausführungen ist ver- 
sucht worden, das Schwergewicht wesentlicher 
Probleme zu skizzieren, die im Zusammenhang 
mit der Arbeit der Filmbewertungsstelle und 
ihrer Zielsetzung direkt oder indirekt ausgelöst 
wurden oder verstärkt in Erscheinung treten. 
Schon jetzt kann gesagt werden, daß damit 
für Theaterbesitz, Verleih, Produktion, dem 
Bund und vor allem den Ländern gegenüber 
existenzwichtige Anliegen der gesamten Film- 
industrie angesprochen und unter Umgehung 
langwieriger parlamentarisch-bürokratischer In- 
stanzenwege geklärt werden müssen. Das kultu- 
relle und wirtschaftliche Gewicht der Themen 
verträgt weder Halbheiten noch Zeitaufschub. 

Zur fachlichen Durchdringung der zur Diskus- 
sion stehenden Filmbewertungs-, . Prädikatisie- 
rungs-, Vergnügungssteuer- und Staatsfonds- 
Fragen werden wir in einer Artikelreihe nam- 
hafte Vertreter der Filmwirtschaft zu Wort 
kommen lassen. 

Wir beabsichtigen dabei nicht, die Filmbewer- 
tungsstelle in Wiesbaden-Biebrich als Einrich- 
tung in Zweifel zu ziehen. Es geht vielmehr 
darum, nachzuweisen, daß ein Gremium dieser 
Art nur dann seinen Sinn erfüllen kann, wenn 
der kulturell betonte Zweck der Filmprädikati- 
sierung auch in der Praxis konsequent erfüllt 
wird. 


Paragraphen, die diesen Vorgang formal- und 
steuerrechtlich begleiten, haben nur Anspruch 
auf Anerkennung, sofern sie verantwortungs- 
bewußt, selbstlos und sachdienlich abge- 
faßt wurden. 


An der Überprüfung der diesbezüglichen Tat- 
bestände muß die deutsche Filmwirtschaft in 
ihrer Gesamtheit interessiert sein, um erfahren 
zu können, wieweit zwischen den Wünschen der 
bundeseinheitlich bestellten Herren in Wies- 
Baden-Biebrich, den filmfachlichken Notwendig- 
keiten und der Wirklichkeit in Ländern und 
Gemeinden Übereinstimmung herrscht. 

Darauf kommt es letzten Endes an. 


- Hauptursache der Krise 


im Jahr (etwa 250) hätte bereits in der letzten 
Saison ein Angebot von 600 Filmen gegen- 
übergestanden. Auch in dieser Beziehung ver- 
hindere die alliierte Gesetzgebung gesunde 
Marktregulierungen. Ein Quota-Gesetz sei noch 
der einzige realisierbare Ausweg. 

Filme seien keine normalen Wirtschaftsgüter, 
weil sie keinen fixen Verkaufswert hätten. Des- 
halb sei das international-übliche Blockbuchen 
auch nicht mit Koppel-Verkäufen in anderen 
Wirtschaftszweigen ohne weiteres zu verglei- 
chen. Im Prinzip müsse seine Notwendigkeit 
anerkannt werden, was jedoch keine Entschuldi- 
gung für gewisse mißbräuchliche Auswüchse 
darstellen könne. 


Erfreulicherweise gab die Referentin zu, daß: 
die gegenwärtige Höhe der Vergnügungs- 
steuer revisionsbedürftig sei: die Länder und 
Kommunen könnten sich nur sehr schwer von 
der durch die Militärregierung seinerzeit ange- 
ordneten Sondersteuer-Höhe trennen. 

Die Bundesausfallbürgschaften, die 
nunmehr kurz vor dem Abschluß ständen, hät- 
ten nicht den Erfolg gezeitigt,- den man von 
ihnen erwartet hätte, so daß diese Arbeitspraxis 
endgültig der Vergangenheit angehören dürfte. 
K.0.CG. 


470 a 


F.lmwirtschaft 37/51 


Verleiherverband zum Berliner Spio-Vorschlag. 


Vom Verleiherverband geht uns folgende Stel- 
lungnahme zu unserer Veröffentlichung „Berliner 
Spio macht Bonn neuen Vorschlag” zu: 

Die Fachpresse veröffentlichte einen an das Bundeswirt- 
schaftsministerium in Bonn eingereichten Vorschlag der 
„Spio Berlin“ zur Stützung der deutschen Filmproduktion, 
der in Form und Inhalt von hier aus nicht unwidersprochen 
bleiben kann. 

Der weiter bestehende Zusammenscluß von vier Film- 
fachverbänden in Berlin kann nach dem Austritt der Ar- 
beitsgemeinschait Berlin des Verbandes der Filmverleiher 
keinen Anspruch darauf erheben, tatsächlich die Spitzen- 
vertretung der gesamten Berliner Filmwirtschait zu sein. 
Das Auftreten als Spio gegenüber der Oifentlichkeit und 
den Behörden muß deshalb irreführen. Bekanntlich bleibt 
die Verleihersparte dem Zusammenschluß der Fachverbände 
in Berlin fern, weil die ständi ge Wahrnehmung der 
Spio-Geschäftsführung durch den Geschäftsführer des Ber- 
liner Theaterverbandes nicht tragbar ist. s 


Der erwähnte Vorschlag zur Stützung der 
deutschen Filmproduktion sieht u. a. folgende 
Maßnahmen vor: 

1. Eine Synchronabgabe für ausländische Filme, z 

2. Abführung eines Anteiles aus dem Vergnügungssteuer- 
aufkommen an die deutsche Produktion, 

3. Senkung der FSK-Prüfgebühren und Abführung der 
rag des Gebühreneinganges an die deutsche Produk- 
Eine Besteuerung eingeführter ausländischer 

Filme durh eine Synchronabgabe ist 

nach den Bestimmungen des GATT-Abkommens 

nicht möglich. Auf diese Weise können also fi- 
nanzielle Mittel einer Filmkreditbank nicht zu- 
geführt werden. 

Die Forderung an den Bund, aus dem Ver- 
gnügungssteueraufkommen der Län- 
der anteilige Beträge der deutschen Produktion 
zukommen zu lassen, ist bereits mehrfach er- 


hoben worden und wird auch weiterhin vertre- 
ten. Das Echo seitens der staatlichen Finanzträ- 
ger läßt allerdings eine positive Einstellung 
hierzu nicht, zumindest nicht so schnell erwar- 
ten, daß die deutsche Produktion in der gegen- 
wärtigen kritischen Notlage rechtzeitig Hilfe 
erfährt. Der im Vorschlag angeführte Vergleich 
mit den Staatstheatern und öffentlichen Kultur- 
betrieben, welche aus,den Steuergeldern sub- 
ventioniert werden, wird kaum Gehör finden, 
denn es sind jastaatseigene Betriebe, die 
vom Staat, den Ländern und den Städten als 
den Unternehmern erhalten werden, während 
die deutschen Filmproduktionen als privat- 
wirtschaftliche Betriebe nicht die gleiche 
oder ähnliche Würdigung finden. : 

Die Spio Berlin nimmt im dritten Punkt ihres 
Vorschlages gegen die Höhe und Verwendung 
der Gebühren der Freiwilligen 
Selbstkontrolle Stellung. Daß sie eine 
Änderung beim Bundeswirtschaftsministerium 
beantragt, muß zumindest insofern eigenartig 
erscheinen, als damit ein staatlicher Eingriff in 
die Geschäftsführung einer Selbstverwaltungs- 
institution verlangt wird. Schließlich haben, die 
in der bundesdeutschen Spio zusammengeschlos- 
senen Verbände selbst die Gebühren und den 
hiervon finanzierten Etat festgelegt und sind 
damit einzig und allein zuständig für die Höhe 
und Verwendung der Mittel, welche sie zur Un- 
terhaltung der Selbstverwaltungs-Institution, 
der Spio und der FSK aufbringen. . 


Ameriknäscher Verleih füritahienischeFiimess SA 


Gleichgeartete Pläne für Frankreich — Hat deutscher US-Export ähnliche Möglichkeiten? 


Wie wir von zuständiger Stelle erfah- 
ren, besteht der Plan, in den USA eine 
amerikanische Verleihorganisation für ita- 
lienische Filme (IFE) zu gründen. Der 
Aufbau soll von Hollywood mit einer 
Summe von 3 Millionen Dollar finanziert 
werden, die in den nächsten drei Jahren 
für den Verleih und die Förderung italie- 
nischer Filme in den USA verwendet wer- 
den soll. Das Vorhaben der italienischen 
Filmexport-Organisation entstand aus dem 
am 1. Juli in Kraft getretenen italienisch- 
amerikanischen Filmabkommen. Danach 
ist von den amerikanischen Verleihern 
eine Summe in Höhe von 122 Prozent 
ihrer Einnahmen in Italien an italienische 
Produzenten für den Aufbau einer Verleih- 
organisation in Amerika vorzustrecken. 


Die IFE hofft, eine „United Artists of Italien 
Producers” aufbauen zu können, eine Organisa- 
tion, die jeden italienischen Film, soweit ge- 
wünscht, in den USA als zuständige Stelle 
vertritt. y 

Eine einheitliche Pressestelle soll den Ver- 
leihchef des Unternehmens unterstützen. Dabei 
wird an Amerikaner gedacht, die naturgemäß 
eine entsprechende Marktkenntnis der USA mit- 
bringen. 

Die Pläne sind vorerst noch nicht realisiert. 
Es wird erwartet, daß sie im Oktober konkre- 
tere Formen annehmen werden, wenn Dr. Gua- 
lino, General-Manager der IFE nach den USA 
zurückkehrt, um die Organisation zu erstellen. 

Dr. Gualino, der auch der Chef der Lux, einer 
der größten italienischen Produktions-, Verleih- 
und Exportfirmen ist, reiste vor wenigen. Wo- 
chen von New York nach Rom zurück, nachdem 
er einen Überblick über die zukünftige Form 
und das verfügbare Personal der IFE gewonnen 
hatte. Gualino verhandelt jetzt mit anderen 
italienischen Produzenten. Endgültige Beschlüsse 


werden erwartet. 

In Italien neigt man vorerst dazu, das Unternehmen in 
kleinerem Rahmen zu starten, um die Ergebnisse abwarten 
zu können. : 

Für die italienischen Produzenten besteht keinerlei Ver- 
pflichtung, ihre Filme in den USA durch die IFE vertrei- 
ben zu lassen. Es steht ihnen frei, ihre Filme jeder be- 
stehenden Verleihfirma anzubieten. IFE hofit trotzdem sie 
zu gewinnen, indem sie ein ausgedehntes System eines 
zentral kontrollierten Austausches bietet, das dem jetzt 
allgemein gültigen dezentralisierten Verleihsystem gegen- 
über ökonomischer arbeiten kann. 

Nach der amerikanischen Fachzeitschrift „Variety“ sind 
die Möglichkeiten für eine ähnliche französische Einrich- 
tung in den USA vorhanden. Das neue franco-amerikanische 
Abkommen steht vor dem Abschluß. Danach könnte eine 
gleichgeartete Vereinbarung über die Verwendung eines 
Teils der amerikanischen Einnahmen in Frankreich für den 
Ausbau einer Verleih- und Werbe-Organisation in den 
USA zustandekommen. Als Ausgleich würde der unbe- 
grenzte amerikanische Import nach Frankreich festgelegt 
werden. 

* 


Obgleich die Pläne für die hier genannte Or- 


ganisation einstweilen noch nicht verwirklicht 
sind, sollte ihre Eignung auch für deutsche Ex- 


470b 


port-Absichten untersucht werden, um feststel- 
len zu können, wieweit damit eine deutsche 
Export-Grundlage nach den USA unter aus- 
sichtsreichen annehmbaren Bedin- 
gungen vorhanden sind. 


. 





„Der Verlorene“ mit dem Prädikat „wertvoll“ 


Die Filmbewertungsstelle Wiesbaden verlieh 
als erstem -deutschen Spielfilm dem Peter 
Lorre-Film „Der Verlorene“ (National) 
das Prädikat „wertvoll“. In\der gleichen Sit- 
zungsperiode wurden 12 Kulturfilme prädikati- 
siert, darunter der Burg-Film „Himmlische 
Aussichten“ mit „besonders wertvoll”. 

Zur Prädikatisierung des Lorre-Films gab die 
Filmberatungsstelle nach Mitteilung des Na- 


tional-Filmverleihs folgende Begründung: 

„Die Handlung, die auf einer wahren Begebenheit be- 
ruht, ist mit einer so ungewöhnlichen Eindringlichkeit ge- 
staltet, die schauspielerische Leistung von Peter Lorre und 
den eingesetzten anderen Kräften, die Regie und die 
Kamera sind von einer filmischen Ausdrückskrafit, wie sie 
kein deutscher Film der letzten Jahre, wie sie kaum ein 
ausländischer Film der Nachkriegszeit gezeigt haben. Neben 
dieser ganz besonderen künstlerischen Leistung steht aber 
auch die Tendenz des Films, die in so überaus notwendiger 
und eindringlicher Weise zeigt, bis zu welcher Vernichtung 
des Individuums ein diktatorisch gelenktes Staatswesen 
führen kann. 








Steuer- und Finanzfcagen 


Aktuelles Filmeecht 


„Reigen“-Streit vorerst beigelegt 


Einstweilige Verfügung gegen Union abgelehnt 


Am 7. 9. fand im Münchner Justiz- 
palast die Verhandlung in der Klage- 
sache Sacha Gordine gegen Union-Film 
statt. (S. Fiwo Nr. 36/51). Nach einstün- 
diger Verhandlung lehnte die Kam- 
mer VII des Landgerichtes München 
unter dem Vorsitz des Ländgerichtsrats 
Dr. Eberhard Eggel den Erlaß einer 
einstweiligen Verfügung in der „Rei- 
gen“-Affäre gegen die Union-Film ab. 


Von Union-Film waren Herr und Frau Dr. Kraemer 

und ihr Rechtsbeistand Dr. Ziegelhöfer anwesend. 
Die Gordine-Produktion war vertreten durch Herrn Vöon- 
das und Herrn Dr. Ghenefif. 
-Dr. Ziegelhöfer rollte noch einmal den Sachverhalt auf 
und erklärte, daß am 14. 7. 50 weitere Vereinbarungen 
zwischen Union und Gordine getroffen worden seien, die 
besagten, daß die Gesamteinnahmen des „Reigens” solange 
zu Gunsten von Union-Verleih beim Bankhaus Bethmann 
in Frankfurt verbleiben sollen, bis die Gesamtsumme der 
Minimumsgarantie sowie die sonstigen Ausgaben (Synchro- 
nisation, Werbung usw.) eingespielt seien. Diese Verein- 
barung habe sich auch bis heute nicht geändert, überhaupt 
sei ein Anspruch auf Bezahlung an Sacha Gordine durch 
den einwandfrei nachgewiesenen Vertragsbruch nicht gege- 
ben. Das gelieferte Material für die Filme „Ded&ee 
d’Anvers”“, „Marie du Port“ und „La Tra- 
que“ sei mehr als dürftig. Das bisherige Ausfuhrverbot 
für „Dedee d’Anvers“ sei durch die Aufhebung des Be- 
satzungsstatutes nun in Wegfall gekommen und es bestehe 
kein Grund, den Film zurückzuhalten. Gegen den Pariser 
Produktionschef Nicola Vondas und den Inhaber des Con- 
sortialverleihs Richard von Schenk, den beiden Haupt- 
zeugen der Sacha Gordine, hat Dr. Ziegelhöfer (Union- 
Anwalt) bei der Staatsanwaltschaft Strafantrag wegen Ab- 
gabe falscher eidesstattlicher Erklärungen gestellt. Es la- 
gen dem Gericht eidesstattl.. Erklärungen von N. Vondas 
und Herrn v. Schenk vor, wonach jene behaupteten, die 
Franzosen seien allen Verpflichtungen 100prozentig nach- 
gekommen. 


Nach kurzer Unterbrechung, in der sich das 
Gericht zur Beratung zurückzog, verkündete 
Dr. Eggel den richterlichen Beschluß: „Der 
Antrag auf einstweilige Verfügung wird Kosten- 
pflichtig für die Antragstellerin Sacha Gordine 
abgelehnt, da die Voraussetzungen (Gefähr- 
dung des Anspruches oder Entstehung wesent- 








licher Nachteile für die Antragstellerin) ‚nicht 


gegeben sind.“ Begründung: „Die Union 
erscheine durch die Gewährung einer Staats- 
bürgschaft wie durch die Einsetzung eines drit- 
ten Geschäftsführers als Vertrauensmann des 
Finanzministeriums hinreichend solide.“ 


Damit besteht für die Union-Film weiterhin der Rechts- 
anspruch auf die Filme „Dedee d’Anvers“, „La Marie du 
Port“ und „La Traque“. Eine endgültige Klärung der 
Rechtsansprüche erfordert jedoch einen Hauptprozeß. 

Im Anschluß an:das Urteil erklärte Dr. Hofmann, Anwait 
der Sacha Gordine, daß ja schließlich nur über die einst- 
weilige Verfügung, nicht aber über die Gültigkeit und 
Vollstreckung der fraglichen Forderung entschieden wor- 
den sei. Sacha Gordine werde nunmehr den ordent- 
lichen Rechtsweg einschlagen und vor einem Schiedsgericht 
Klage gegen die Union erheben. 

Wie die Union-Pressestelle mitteilt, sind die beiden 
Filme „Dedee d’Anvers“ und „La Marie du Port“ bereits 
an zahlreiche westdeutsche und Berliner Theater vermietet 
worden. Weigl 








Wirtschaitsprüfer und Steuerberater Richard O tt: N 
Das Finanzamt wird nichts verlieren 
Fachlicher Kommentar zu einheitlichen Abschreibungssätzen für Spielfilme 


Die Oberfinanzdirektion Hamburg hat vor 
einiger Zeit eine Verfügung für die einheit- 
liche Abschreibung von Filmen 
erlassen, die deswegen nicht unwidersprochen 
bleiben kann, weil sie der Eigenart der Film- 
wirtschaft nicht gerecht wird und bei ihrer An- 
wendung zu angreifbarer Bilanzierung führt. 
Sowohl handelsrechtlich wie auch steuerrecht- 
lich. Die Oberfinanzdirektion will damit, wie 
sie. selbst sagt, den veränderten Verhältnissen 
in der Filmindustrie Rechnung tragen, aber sie 
geht von Voraussetzungen aus, die nicht, vor- 
handen sind. Im wesentlichen sagt die Ver- 
fügung folgendes: : 

1.Bemessungsgrundlage für die Höhe ein- 
heitlicher Abschreibungen sind für die ersten 15 Monate 


nach der Uraufführung 90 Prozent der tatsächlichen Ein- 
spielergebnisse, 

2. Die unter 1 bezeichneten Abschreibungssätze 
werden nach meinen Erfahrungen die Höhe der bisher nach 
dem. Cautio-Abschreibungasschlüssel zulässigen Abschrei- 
bungssätze in der Regel nicht erreichen. Der Cautio-Ab- 
schreibungsschlüssel sieht für die ersten 6 Monate nach der 
Uraufführung folgende Abschreibungssätze vor: 

1. Monat 5 vH, 2., 3., 4. Monat je 20 vH = 60 vH, 
5. Monat 10 vH, 6. Monat 5 vH, zusammen 80 vH. 


Um eine Verlängerung der bisherigen Abschreibungszeit- 
räume auch für Ausnahmefälle sicherzustellen, halte ich eine 
Begrenzung der Höhe der unter 1 bezeichneten Abschreibun- 
gen für zweckmäßig. Die nach Ziffer 1 zulässigen Abschrei- 
bungen dürfen deshalb in den ersten 6 Monaten nach der 
Uraufführung die einzelnen vorstehend bezeichneten Ab- 
schreibungsquoten des Cautio-Abschreibungsschlüssels nich! 
übersteigen. : 

3. Grundsätzlich soll auch in dem vorliegenden Fall an 
dem Recht der Einzelbewertung festgehalten wer- 
den. Mit Rücksicht darauf aber, daß die unter 1 und 2 zu- 
gelassenen Abschreibungssätze bei Anwendung der Einzel- 
bewertung zu recht unterschiedlichen Ergebnissen führen 
können (Versager-Filme werden in der Regel hoch, Erfolgs- 
Filme mit einem zu niedrigen Wert zu Buch stehen), sollen 
außerordentliche Abschreibungen (u. a. Abschreibung auf 
den niedrigeren Teilwert) auf den einzelnen Filmen steuer- 
lich nur insoweit zugelassen werden, als die Summe der 
Teilwerte aller zu bewertenden Filme den nach Vornahme 
der Abschreibungen zu 1 und 2 verbleibenden Gesamtbuch- 
wert unterschreitet. 

4. Der nach Ablauf der ersten 15 Monate nach der Uraui- 
führung für den einzelnen Film verbleibende Restwert 
soll auf die voraussichtlich dann noch bestehende Resi- 
nutzungsdauer verteilt werden. Diese Restnutzungsdauer 
soll in der Regel 2 Jahre nicht übersteigen. 


5. Es besteht Übereinstimmung darüber, daß die unter I 
bis 4 getroffene Regelung einen zeitlichbegrenz- 


(Fortsetzung nebenstehend) 








Verbänd: 





Widerstand gegen Verleihbedingungen in Berlin 


Hauptpunkt der kurzfristig einberufenen Ber- 
liner Theaterbesitzer-Versammlung waren jene 
in Nr. 36 der Fiwo bereits erwähnten 

neuen Verleihbedingungen, 
die seitens der Theaterbesitzer als äußerst hart 
und nunmehr geradezu unerfüllbar angespro- 
chen wurden. 

Nach der Begrüßung durch den Vorsitzenden, 
Herrn Janowski, der des verstorbenen 
langjährigen Syndikus des Verbandes, Otto 
Scheuer, ehrend gedachte, erklärte der Ge- 
schäftsführer, Oswald Cammann, daß die 
Verleihersparte auf der ganzen Linie „zum An- 
griff übergegangen“ sei. Die neuen Forderungen 
— erhöhte Leihmieten, Vorauszahlungen und 
wie im Laufe der Debatte auch bekannt wurde: 
Senkung der Prolongationsklausel von 60 auf 
40 vH unter möglicher Nichtanerkennung der 
Erwerbslosen- und Rentnerkarten im Verhältnis 
2:1 — seien ein dringendes Signal für die 
ge nn a ee er Bee SENT IT 2 a De a 


- Cammann legt Spio-Geschäftsführung nieder 


In einem Schreiben an den derzeitigen Vor- 
sitzenden der Berlin-Spio, Herrn Hassel- 
bach, hat der bisherige Geschäftsführer, Os- 
wald Cammann, mitgeteilt, daß er gewillt 
sei, die Geschäftsführung der Spio abzugeben. 
Cammann begründet seinen Entschluß mit der 
Tatsache, daß die großen Sorgen der Theater- 
besitzersparte seinen ganzen Einsatz für diesen 
Verband forderten und hat gleichzeitig Vor- 
schläge für eine anderweitige Besetzung seines 
bisherigen Spio-Postens unterbreitet. (rd) 
ee ee Te ee Sn nn nn ie Zn an Zn u3 0 02 
Theatersparte, - zusammenzustehen. Der Erhö- 
hung der Leihmieten würden unweigerlich er- 
höhte Eintrittspreise folgen müssen. Direktor 
Jakob vom Marmorhaus erklärte, daß verschie- 
dene amerikanische Verleiher durch indirekte 
Forderungen ihre Leihmietensätze praktisch auf 
48 vH heraufschrauben. Solange die Frage des 
Reklamezuschusses nicht im günstigen Sinne 
gelöst sei, werde die Herbststaffel dieser Ver- 
leiher von den Berliner Uraufführungshäusern 


nicht gestartet werden. 

Im Verlaufe der: umfangreichen Debatte kam die Ver- 
sammlung zu dem Beschluß, das Vorgehen der Urauffüh- 
rungstheater zu unterstützen und Filme, die nicht unter 
den bisherigen Bedingungen gestartet werden, auch im 
Massenstart abzulehnen. Die Berliner Uraufführungshäuser, 
so wurde argumentiert, seien auch bei. Berliner Erstauf- 


führungen zu einem Reklamezuschuß berechtigt, da eine 


Ausstrahlung westdeutscher Premieren auf Berlin nicht vor- 
handen sei. Die Mitgliederversammlung beschloß darüber 
hinaus, alle erhöhten Leihmietensätze und andere Forde- 
rungen wie Vorauszahlungen abzulehnen und Filme, die 
solchen Forderungen unterliegen, nicht zu spielen. Als 
verbindliche Richtlinie wurden folgende Leihmietensätze 
betrachtet: Reprisen (darunter auch „Bengali“, „Königin 
Christine“, „Der blaue Engel“ etc.) 35 vH, Schwarz-Weiß- 
Filme 40 vH, Farbfilme 43 vH. 

Die anderen Punkte der Tagesordnung wurden verhält- 
nismäßig schnell erledigt. Zur Quota-Fraqe gab Cam- 
mann bekannt, daß ein vollständig neuer Entwurf -eine 
vollständig neue Debatte entiachen werde und erwähnte 
die unseren Lesern gleichfalls aus Nr. 36 der Fiwo bekannt 
gewordenen Berliner Spio-Vorschläge in Bonn. Der Ver- 
band mißbilligte weiter die Ansicht des Verleiherverban- 
des, daß ein Zulassungsverfahren für Film- 
theater überflüssig sei. Die Einmischung des Verleiher- 
verbandes in Angelegenheiten der Theaterbesitzer sei un- 
erwünscht. In der Frage der Sozialkarten wurden 
abermals besondere und einheitliche Lichtbildausweise ge- 
fordert. In Sachen Gema wurde strikte Einhaltung der 
bisherigen Verträge durch die Verbandsmitglieder ge- 
fordert. 


Interessant war der Hinweis eines Uraufführungstheaters, 
das die Fox-Wochenschau nicht abgerechnet hat, weil diese 
während der Berliner Fernsehwochen über die Fernseh- 
sender gelaufen sei. Weiter wurde erwähnt, daß zu dem 
bevorstehenden Boxkampf zwischen Gardner und ten Hoff 
von den Wochenschauen keine Aufnahmen gemacht werden 
dürften, da das Exclusivrecht hier bei einem anderen Ver. 
leih liege, der seine Reportage über den Kampi um die 
Europameisterschaft gesondert zu 3 Prozent vermieten 
wolle. 

Der amerikanische Filmoffizier hat dem Theaterbesitzer- 
verband schriftlich seinen Dank für ihren verständnisvollen 
Einsatz: während der östlichen Weltjugendiestspiele aus- 
gesprochen. H.R. 


Vergnügungssteuer - Verleihmethoden 


Iniormations- und Vorstandssitzung 


in Hannover 

Auf einer Vorstands- und Informationsausschußsitzung 
des Landesverbandes Niedersachsen, die am 5. September 
unter dem Vorsitz von Herr Georg H. Will in Hannover 
stattfand, erläuterte Geschäftsführer Nord, Dr. Rose, zu- 
nächst die ” 

Vergnügungssteuersituation 

und teilte mit, daß die Geschäftsführung bemüht sei, durch 
Einzelverhandlungen mit den Regierungspräsidenten und 
den Gemeinden die überhöhten Steuersätze zw mildern. 

Nach einem Referat überden Bundesmanteltarif 
und das neue Kündigungsschutzgesetz .bil- 
ligte die Versammlung einstimmig eine Ergänzung zum 
Tarifvertrag, die mit Wirkung vom 24. August einen 
Teuerungszuschlag von 3,50 DM pro Woche vorsieht und 
der —,35 DM pro Tag ausmacht, wenn die Arbeifszeit von 
36 Stunden nicht erreicht wird. Filmtheater, die 1950 unter 
einem Jahresbruttoumsatz von 100 000 DM liegen und Film- 
theater bis zu einem Bruttoumsatz ‘von 130 000 DM, die 
jedoch auf Grund örtlicher Sonderregelungen eine höhere 
Vergnügungssteuer als den gesetzlichen Steuersatz nach 
$9 des; niedersächsischen Vergnügungssteuergesetzes ent- 
richten, 
ausgenommen, 

Einen sehr breiten Raum nahm die Debatte über die 
neuesten 

Forderungen der Gema 

ein, in der Herr Will sein Verlangen wiederholte, daß die 
Gemafrage ncch einmal grundsätzlich aufgerollt werden 
müsse. Die alte Reichsgerichtsentscheidung, auf die sich die 
Gema immer wieder berufe, sei in einer völlig anderen 


sind von der Zahlung des Teuerungszuschlages 


Filmwirtschaft 37/51 


Situation gefällt worden. Vor allem könne aber die Gema 
nicht einseitig einen neuen Tarif festsetzen, 

Auch über das Thema 

Verleihmethoden 
wurde lebhaft diskutiert und die Forderung einzelner Ver- 
leiher nach Garantiezahlungen besonders scharf beur.eilt, 
weil sie im Augenblick einfach nicht tragbar sei. 

Herr Will wandte sich noch einmal gegen die bekannten 
Vorwürfe der Verleiher und betonte unter dem Beifall 
aller Kollegen, daß niemand vereinzelte Falschabrechner 
decken wird. : 

In der anschließenden Debatte über die künftige Film- 
wirtschaft wurde bei den meisten Kollegen der Wunsch 
nach einer allgemeinen Säuberung und einer gewissen 
Lenkung (Filmwirtschaftskammer!) innerhalb der Filmwirt- 
schaft laut. i 


Herr Will machte die Kollegen dann darauf aufmerksam, 
daß neben der neugegründeten Genossenschaft 
deutscher Filmtheater auh das Neue 
Deutsche Lichtspielsyndikat seine Tätig- _ 
keit: wieder aufgenommen habe und empfahl, einer oder 
beiden Organisationen beizutreten. E.B 


Vorstandswechsel in der AG Schmalfilm 


Der bisherige Vorsitzende der Arbeitsgemein- 
schaft Schmalfilm, Herr Ottomar Neumann 
hat sein Amt infolge beruflicher Überlastung 
niedergelegt. Der Vorstand wurde neu konsti- 
tuiert und setzt sich nunmehr aus den Herren 
Gerhard Lasson (Vorsitzender), Otto Schrö- 
der (stellv. Vors.), Dr. Hans A. Plaumann 
(Schriftführer und Pressereferent) und. Frau 
Edith Pahl (Kassenführung) zusammen. Als 
Beiräte aus den Gebieten Verleih, Technik und 
Wirtschaft gehören dem Vorstand ferner an: 
Dr.-Ing. Atorf (Midas-Verleih), Bankdirektor 
a.D. Max Löbbe und Ing. Rudolph (Uni- 
versum-Film AG). Die Geschäftsstelle befindet 
sich jetzt in Berlin-Charlottenburg 9, Preußen- 
allee 30, Tel. 92 47 55. (rd) 


Neuer Aufsichtsratsvorsitzender bei Schmaliilm- 
Genossenschait 


Die Genossenschaft . Deutscher Schmalfilm- 


Theater eGmbH, Sitz Hamburg, gibt bekannt, 
daß der bisherige Vorsitzende des Aufsichts- 
rates, Herr Ottomar Neuman, seinen Posten 
niedergelegt hat. Bis auf weiteres ist Herr Ger- 
hard Lasson, Berlin, an seine Stelle getreten. 
(rd) 





In Westdeutschland 


August mit Silberstreifen 


Trotz der letzten 'Kirmeß-' und Schützenfeste, 
trotz der sehr wechselfreudigen Witterung, trotz 
Ferien- und Urlaubshochkonjunktur wurde 
dieser August, geschäftlich betrachtet, für den 
Durchschnitt der Filmtheater zu. einem leicht 
ansteigenden Auftakt der neuen Spielsaison 
1951/52. Der „Silberstreifen am Horizont“ lachte 
immerhin, wenn auch schüchtern, in die Kassen 
der Filmtheater. Warum? Jeder Fachmann weiß 
eine andere Erklärung. : 

Insgesamt jedenfalls brachte der Monat nur 
eine leicht-angenehme Überraschung anstelle 
einer mit Sicherheit erwarteten schweren Ent- 
täuschung wobei der berühmte schwere Stein 
den meisten Theaterbesitzern vom Herzen fiel. 
Nicht allzu tief, — dafür sorgte die Steuer. 

Im einzelnen zeigten sich in Düsseldorf fol- 
gende Ergebnisse im Filmgeschäft des Augusts 
der Ur- und Erstaufführungstheater: 


Noch schwächer als in den Vormonaten war die neue 
deutsche Produktion vertreten. Theo Lingens „Hilfe 





Das Finanzamt wird nichts verlieren 

ten Ausnahmefall darstellt. Die Regelung gilt von 
dem Zeitpunkt der Währungsreform ab vorläufig bis zum 
31. Dezember 1951. 


Typisierung ist falsch 54 

Wie auf allen Gebieten der Wirtschaft, sucht 
die Finanzbehörde auch hier nach einer Typi- 
sierung, weil sie zwar an Hand eines Abschrei- 
bungsschlüssels die Bewertung nachprüfen 
kann, weil sie aber schwerlich die fachlichen 
Verhältnisse, die bei der Bewertung berücksich- 
. tigt werden müssen, zu beurteilen vermag. 
Diese Flucht in die Typisierung führt indessen 
zu Ergebnissen, die besonders in kleinen Betrie- 
ben der Filmwirtschaft falsch sind. An dieser 
Stelle sollen nicht die einzelnen Sätze unter- 
sucht, sondern es soll nur das Grundsätzliche 
behandelt werden, weil sich daraus der Beweis 
für die Unrichtigkeit einer Typisierung ergibt. 

Zu der Zeit, als der Ufa-Schlüssel (später 
Cautio-Schlüssel) angewandt wurde, 
ging die Auswertung der Filme in ziemlich 
gleicthmäßiger, man kann sagen methodischer 
Weise vor sich. Die Gleichmäßigkeit bezog sich 


bei den deutschen Filmen, die von den Verleih- 
betrieben Ufa, Tobis, Terra, Bavaria (später 
DFV) herausgebracht wurden, sowohl auf den 
zeitlichen Einsatz der Ur-, Erst- und Nachauf- 
führungen wie auch auf die Zahl der herge- 
stellten Kopien und auf den Auslandsvertrieb. 
Das wurde methodisch gesteuert, obwohl auch 
damals schon das Ergebnis, abhängig vom Ein- 
zelerfolg, darüber hinaus nicht mehr gesteuert 
werden konnte.. Nun waren aber zu jener Zeit 
alle anderen Voraussetzungen auch der Aus- 
wertung geschäftlich schwächerer Filme günstig, 
denn schon vor der Verstaatlichung stützte sich 
der Ufa-Verleih auf eine Anzahl führender 
Theater im ganzen Reich und damit war der 
Absatz in gewissen Grenzen stets garantiert. 


Selbst wenn aber der eine oder der andere Ufa-Film nicht 
den erwarteten Erfolg hatte, so wurde das ausgeglichen 
durch solche Filme, deren Erfolg den Durchschnitt über- 
stiegen. Somit konnte man bei der Ufa ohne Bedenken eine 
schlüsselmäßige Abschreibung und damit eine schematische 
Bewertung vornehmen, zumal die große Zahl der Filme 

“immer den erwähnten Ausgleich herbeiführte. 


(Fortsetzung in der nächsten Ausgabe) 


— ich bin unsichtbar!“ (Deutsche London) stand 
mit elf Spieltagen im Burgtheater an der Spitze. Recht gut 
schnitt auch der „Engelim Abendkleid“ (Allianz, 
Residenz, 7 Tage) ab, knapp gefolgt vom „Aufiruhrim 
Paradies“ (Bejöhr, Lichtburg, 7 Tage). Zu guten Hofi- 
nungen berechtigen allerdings auh „Die Frauen des 
Herrn S.“ (National, Burgtheater) mit der dritten Spiel- 
woche in den September pendelnd und der Start des neuen 
Revue- und Musikfilmes der Allianz „Die versclei- 
erte Maja“ im Residenz-Theater ab 31. August. 


Erheblich erfolgreicher waren die so oft und nicht 
selten unverdient geschmähten deutschen UÜberläufer und 
Reprisen. Vorneweg „Schneider Wibbel“ (Schon- 
ger) 28 Tage im Alhambra-Theater mit "über 48.000 Be- 
suchern — d.h. fast 60 vH Kapazitätsausnutzung im Hoch- 
sommer. Und weiter: „Die Frau meiner Träume 
(Dietz, Apollo, 14 Tage — nur nachmittags), „sieben 
JahrePech“ (Lloyd, Lichtburg, 7 Tage), „Napoleon 
istan allem schuld“ (Astor, Burgtheater, 7 Tage), 
„Königswalzer“ („Wie ein Wunder kam die Liebe“) 
(Lloyd, Europa-Palast, 7 Tage) und „Die Nacht in 
Venedig“ (Prisma, Metropol, 3 Tage), die beiden letz- 
ten abiallend. 


Das Apollo-Theater sah angesichts der” geschlossenen 
Städtischen Bühnen seine ‚besten Aussichten in erfolg- 
reichen Operetten-Gastspielen. Angesichts dieser Tatsache 
waren die Nachmittags-Filmprogramme dieses Hauses 
„Keine Ferien für den lieben Gott“ (Awus, 
7 Tage) und „Toselli-Serenade“ (Deutsche Lon- 
don, 5 Tage) durchaus erfreulich zu nennen. 


An der Spitze der „guten Geschäfte“ wäre zunächst 
„Achtung, Kairo — Opiumschmuggler!* 
(Warner Bros., Europa-Palast und Lichtburg, je 7 Tage) 
und mit geringem Abstand aber auh „Hölle am wei- 
ßenTurm“ (RKO, Residenz, 7 Tage) und „Vendetta“ 
(„Blutrache“) (Awus, Europa-Palast, 7 Tage) sowie das 
nun deutsch nachsynchronisierte Lustspiel „Adoptier- 
tes Glück“ (Centiox, Europa-Palast, 7 Tage) zu nennen. 
Wider Erwarten erfolgreich lief schließlich noch „Rote 
Signale“ (Deutsche Commerz, Lichtburg, 7 Tage). 


Gleichmäßig gut war der Besuch der speziellen Wild- 
West- und Kriminalfilmhäuser. Asta-Nielsen mit „Die 
scharlachroten Reiter“ fParamountl, „Panik 
am roten Fluß” (Columbia) und „Zelle R 17“ (Uni- 
versal), je eine Woche, „Die Kamera“ mit „Späte 
Sühne“ (Columbia), 10 Tage, und „Aufstand im 
Zuchthaus“ (Diez) und „Die Bestie von 
Shanghai“ (Constantin), je eine Spielwoche — und 
Karlplatz-Theater mit „Zzweikam pfamRedRiver* 
(Europa — 7 Tage)- und „Der geheimnisvolle 
Rächer“ (Döring) sowie „Geheimnisvolle 
Spuren“ (Wotan) je drei Tage. 


Angesichts ungewöhnlich starker September-Programme 
wird sich in den kommenden Wochen ein sehr interessanter 
Konkurrenzkampfi abspielen, dessen Auftakt sich bereits 
deutlich abzeichnet und bei dem die neueste deutsche 
Produktion eine Hauptrolle spielen wird. K.0.G. 


470 c 





F.Imwirtschaft 37/51 


In Berlin 5 
„Dr. Holl“: August-Schlager 


Drei Filme waren es, die im August der Masse 
der Berliner Filmtheater das Leben erträglich 
machten: Dr. Holl” (National), „Vier im 
Jeep“ (EMKA) und „Keine Ferien für 
den lieben Gott“ (Awus). Es gab Häuser, 
die jeden dieser Filme eine Woche spielten und 
dadurch mancher Programmsorge ihrer abschluß- 
mäßig weniger glücklichen Kollegen enthoben 


wurden. Während die Ergebnisse der beiden . 


letztgenannten Filme nicht ganz einheitlich wa- 
ren— sie gingen in den westlichen Bezirken 
wesentlich besser als etwas im Norden, lagen 
aber auch hier über dem sommerlichen Durch- 
schnitt — brachte „Dr. Holl“ einheitlich gute 
Ergebnisse. Es erwies sich wieder einmal, daß 
eine lange Premierenlaufzeit — „Dr. Holl“ lief 
immerhin zwei Monate in der Filmbühne Wien 
— einem Film nichts anhaben kann, obwohl 
seitens der ungeduldigen Nachspieler immer 
wieder dahingehende Befürchtungen geäußert 
werden. Ein recht ernstes Problem ist dagegen 
der in Berlin immer mehr um sich greifende 
Brauch, Erfolgsfilme anschließend an die Pre- 
miere in „verlängerter Uraufführung“ an Thea- 
ter zu geben, die für die in ihren Bezirken 
liegenden Erstaufführungstheater eine ernst- 
hafte Konkurrenz darstellen. 

Die Hoffnungen der Berliner Theater, daß sich 
der unerwartete Großerfolg des Gloria-Films 
„Zorros Geisterreiter“ mit dem eben-. 
falls-zweiteiligen „Dschungelgangstern" wieder- 
‚holen möge, erfüllte sich nicht. 

Den einzigen wirklichen Uraufführungserfolg 
des Monats erzielte das Delphi mit „Die 
Frauen des Herrn S“ (National). Anson- 
sten spielte man sich mit Durchschnittsfilmen 
über die letzten Wochen der Saison hinweg. 
Der Streit -mit den amerikanischen Verleihern 
hinsichtlich aer Reklamezuschüsse wirkte sich 
bereits aus; ohne diese Differenzen wäre wohl 
schon der eine oder andere Spitzenfilm gestar- 


tet worden. 

Einen sehr starken Erfolg erzielte das Cinema Paris mit 
einer Woche des französischen Films. Hier liefen „Unter 
den Dächern von Paris“, „Schuld und Sühne“, „Monsieur 
Vincent“, „Unter falschem Verdacht“, La:belle et la böte“, 
„Unter dem Himmel von Paris“ und „Der Reigen“ mit teil- 
weise verblüffenden Ergebnissen. Die Woche wird im Sep- 
tember mit weiteren französischen Spitzenfilmen wiederholt. 

Für die Nachspieltheater erwies es sicH-in vielen Fällen 
als vorteilhait, ‚bewährte Reprisen statt der zur Verfügung 
stehenden „Saison-Nachlese“ an neuen Filmen zu spielen. 
Spitzenfilme wie „Das doppelte Lottchen“ (Na- 
tional), „Nachtwache“ (Schorct), „Der dritte 
Mann“ (Deutsche London) oder „Die Dritte von 
rechts“ (Allianz) scheinen in Berlin einfach nicht tot- 
zukriegen zu sein. Sie überraschten die Theaterbesitzer 
auch im August trotz heißer Wittz{ung mit ausgezeichneten 
Kassen. Als recht zugkräftig erwies sich die Wiederaui- 
führung des Froelih-Film „Familie Buchholz“ 
(Super) mit Henny Porten. Rias-Sendungen haben hier 
qute Propagandaarbeit geleistet. 

Am letzten Augusttage landeten Warner Brothers mit 
ihrem „Panther“ einen Großerfolg auf der Basis des 
Massenstarts. Es war wieder einmal sehr interessant fest- 
zustellen, daß das Publikum ohne wesentliche Vorpropa- 
garda von der erten Vorstellung an über einen Erfolg ent- 
scheiden kann. Cormo 


Die neue Wochenschau 
„Fox Tönende Wochenschau“ Nr. 34/71 


Frieden mit Japan: 49 Nationen unterzeichnen den Frie- 
densvertrag — Weltspiegel: Grönland-Expedition durch die 
Eiswüste — England: Riesenfeuer in einem Dllager — 
Neapel: Die Feuerwehr .ist auf der Hut — Mülheim am 
Rhein: Einweihung der neuen Hängebrücke — Berlin: 
Internationale Automobilausstellung — Venedig: Masken- 
bali der Millionäre — München: Die neue deutsche Herbst- 
mode — New Jersey: Auftakt zur Eislaufsaison — Sport: 
Gondel-Rennen auf dem Canale Grande — Baran—Falk 
wieder deutscher Meister Länge: 300 m 


„Neue Deutsche Wochenschau“ Nr. 85/51 


Festwochen in Berlin: Enthüllung der Ebert-Büste am 
Schöneberger Rathaus — Internationaler Auto-Salon am 
Funktunm — Feierliche Eröffnung (des Schiller-Theaters — 
Kurz, belichtet: Frieden für Japan, 49 Nationen beim Ver- 
tragsabschluß in San Franzisko — Hüter der Verfassung: 
Konstituierende Sitzung des Bundesverfassungsgerichtshofs 
— Schweigemarsch in Bonn: Heimkehrer-Treffen mahnt die 
Weltöffentlihkeit — Zum anderen Ufer: Einweihung der 
größten deutschen Hängebrücke bei Köln-Mülheim — Am 
Canale Grande: Historische Gondel-Regatta in Venedig — 
Brand in Avenmouth: 60000 000 Liter Ol und Benzin in 
Flammen — Kathrinhens Abenteuer (1) „Heimlich still und 
leise auf häusliche Entdeckungsreise“ — Sport der Woche: 
Großer Preis von Bari: Internationale Spitzenklasse in 
scharfem Rennen — München 1860/SPVG Fürth, spannende 
Begegnung der bayerischen Altmeister — Sonderdienst: 
2 Jahre Bundesrepublik: Ein Rückblick anläßlich des natio- 
nalen Gedenktages. Länge: 300 m 


„Welt im Film“ Nr. 328 


49 Nationen schließen Frieden mit Japan: Feierlicher Ab- 
schluß der Konferenz von San Franzisko — Aktuelles in 
Kürze: Neuester Bildbericht von der Korea-Front — Heim- 
kehrer-Schweigemarsch durch Bonn — Schnappschüsse aus 
dem Märchenland: Sultanskrönung auf Borneo — Berliner 
Festwochen: Feierliche Eröffnung, Auftakt der großen 
Veranstaltungen — Internationaler Autosalon: 7 Nationen 
zeigen neue Höchstleistung — Sport: Hans Stuck siegt im 
großen Grenzland-Rennen — Schlußtraining von Robinson 
und Turpin — Ria Baran—Paul Falk gewinnen deutsche 
Rollschuhmeisterschaft — Um den großen Preis von Europa: 
Berufstanzturnier in Baden-Baden. 


470d 





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Ein Blick genügt... . 





‚Die unter der Rubrik „Ein Blick genügt...“ laufend erscheinende Aufstellung gibt die 


Resonanz von Premierenfilmen bei Publikum 


und Presse in verschiedenen Großstädten 


Deutschlands wieder. Die Angaben schließen keineswegs aus, daß die Filme bei Nach- 
spielern und anderen Plätzen eine abweichende Beurteilung und Anziehungskraft finden. 


Ur- und Erstaufführungstheater und ihre Laufzeiten 


Titel Theater 


München 


Bandito Schiller-Theater 
Fahrraddiebe Luitpold-Theater 
Die Farm der Besessenen Gabriel 
Hilfe — ich bin unsichtbar Marmorhaus 
Schloß-Theater 
Hochstapler an Bord Merkur 
Der Kongreß tanzt Marmorhaus 
Lebensgeiährlich FT am Bahnhof 
Mutter sein dagegen sehr Kammer 
Der Richter von Colorado Rathaus 
Die scharlachroten Reiter Schloß-Theater 
Tarzan und das Leopardenweib Merkur 
Regina 
Oli 
Träumende Augen Schauburg 


Wiener Walzer FT am Lenbachplatz 


Düsseldorf 


Gehaßt; gejagd, gefürchtet Alhambra 
Hoffmanns Erzählungen Apollo 
In geheimer Mission Karlplatz 
Liebesnächte in Sevilla Europa 
Stern vom Broadway Metropol 


Asta Nielsen 


Zorros Geisterreiter 


Platzzahl Laufzeit Allgemeines Kritik in 


Tage Presseurteil der IFW 

317. :=..28 lobend 35/51 
1192 11 begeistert 36/51 
330 7 mäßig 23/51 
700 7 Nachaufi.. 28/51 
1009 7 Nachauff.. 28/51 
901 7 mäßig 15/51 
700 6 Nachauff. 31/51 
417 11 ironisch — 
639 21 anerkennend 34/51 
689 R durchschnittlich — 
1000 3 Nachauff. 35/51 
901 z uuirascnanittlich _—— 
478 7 durchschnittlich — 
650 7 durchschnittlich —— 
975 8 durchschnittlich 6/51 
650 13 ironisch 26/51 
1000 $ gut 31/51 
2811 19 lobend 26/51 
600 7 zufrieden 29/51 
1760 7 anerkennend E 37/51 
800 7 Nachauff. unbeachtet 50/50 
732 11 ironisch 30/51 





Zeiß-Ikon-Bildtonmaschine Presden 137 


Der im ehemaligen Stammhaus in Dresden verbliebene 
Teil der Zeiß Ikon AG., die „Mechanik Zeiß Ikon VEB 
Dresden“ hat eine Bild-Tonmashine „Dresden D 1“ 
entwickelt und auf den Markt gebracht, die für den Ein- 
satz in mittleren und kleinen Theatern bestimmt ist. 

Wie untenstehende Abbildung zeigt, erinnert das Äußere 
der Maschine an englische Vorbilder (Gaumont-Kalee 21, 
Kamm-Vanguard) und stellt für deutsche Verhältnisse 
einen völlig neuen Typus einer Kinomascine dar. Bei 
ihrer Konstruktion wurden die Erfahrungen der früheren 
Entwicklungsarbeiten und die Kinopraxis von Zeiß Ikon 
verwertet. Das hervorstechendste Merkmal dieser Neu- 





Bildtonmaschine Dresden Di ° 
der Mechanik Zeiß-Ikon VEB Dresden 


schöpfung des ostzonalen Kinomaschinenbaues ist die kon- 
struktive Einheit von Projektor, Filmtrommeln, Fuß und 
Bogenlampe und die vollkommene Kapselung 
des Filmweges zur Geräuschdämpfung während des 
Betriebes und zum Schutz des Getriebes. Im Projektor- 
werk sind Bild- und Tonteil so vereinigt, daß ein gün- 
stiger Filmlauf und eine einfache Handhabung beim Film- 
einlegen erreicht wird. Das Lichttongerät mit 
rotierender Tonbahn, Schwungmasse und PDämpfungs- 
ausgleich mit zwei gefederten Rollen und Dämpfungs-' 
kolben ist als besonderer Konstruktionsteil auswechselbar. 
Durch Verwendung einer langen Brennweite in: der Ton- 
optik wird leichte Reinigung der Tonbahn ermöglicht. Zur 
Uberwachung des Filmlaufes ist im Projektionsgehäuse ein 
großes Giasfenster vorgesehen (s. Bild). 

Das Malteserkreuzgetriebe ist auswechselbar; die Blende > 
kann während des Laufes zugirei eingestellt werden. Zum 
bequemen Einlegen des Films ist Objektivträger mit Film- 


tür parallel verschiebbar eingerichtet; die Objektiv- 
beiestigung erfolgt durch Spannzangen. Zur Projektion 
werden, vergütete Objektive und Beleuchtungsoptiken mit 
einem Offnungsverhältnis 1:1,9 verwendet. Als Verschluß- 
Organ wird eine Trommelblende mit durch Fliehkraft betä- 
tigten Feuerschutzklappen benutzt, während eine von jrü- 
heren Zeiß-Maschinen her bekannte „Projektor-Einrichtung“ 
im Gefahrenfall automatisch Motor und Tonlampe abschaltet, 
Als weitere Sicherheitsmaßnahme besitzen die Filmtrom- 
meln Rollen-Feuerschutzkanäle; außerdem 
kann auf Wunsch Luft- oder Wasserkühlung eingebauf 
werden. 

Die Spielbogenlampe bildet ebenfalls eine kon- 
struktive Einheit mit der Maschine (s. Bild), wodurch die 
Justierung erleichtert wird. Das Lampenhaus dient in 
diesem Fall lediglich als Schutzgehäuse für die Bogenlampe. 
Die Antriebsvorrichtung für die Kohlenverstellung ist zur 
bequemen Handhabung durch den Vorführer vorn seitlich 
angebracht. Durch diese Maßnahme ist auch eine Ver- 
schmutzung des Getriebes durch Kohle- oder Kupierteilchen 
ausgeschlossen. Die Bogenlampe ist für Beck- und Rein- 
kohlebetrieb eingerichtet und mit einem asphärischen 
Spiegel von 300 mm Durchmesser und einem Waben- 


'kondensor für gleichmäßige Ausleuchtung ausgerüstet 


(s. a. Fiwo Nr. 12/51). 
wird 50 A angegeben. 

Die ZündungderBogenlampe erfolgt auto- 
matisch über eine Druckknopitaste, wobei gleichzeitig 
der autcematishe Kohiennachschub mit ge- 
trennter Regelung der positiven und negativen 
Kohle ausgelöst wird. Neben dieser automatischen Rege- 
lung ist außerdem Handregelung beider Kohlen und die 
gemeinsame Verstellung der Kohlen zur schnellen Ein- 
stellung des Kraterabstandes vom Spiegel möglich. Die 
negative Kohle kann in der Höhe und nach der Seite ver- 
stellt werden; zur Beobachtung des Kraters ist ein Krater- 
reflektor vorgesehen. 

Die gesamte elektrische Einrichtung der 
Maschine ist im rückwärtigen Teil der unteren Feuerschutz- 
trommel übersichtlich und leicht zugänglich untergebracht. 
Sie umfaßt den Antriebs-Synchronomotor 220/380 V für 
das Werk und die Aufwickelfriktion, den Kohlennachschub- 
motor, den Anlasser mit Protektorschaltung, den Luit- 
zwangsschalter und den automatischen Schalter zur 
Steuerung des Kohlennachschubs. 

Die Bedienungs- und Kontrollelemente 
der Maschine sind gemeinsam auf einer Bedienungsplatte 
unter dem Blendengehäuse (s. Bild) angeordnet, so daß 
schnelle und sichere Handhabung und bequeme Bedienung 
der Maschine vom Stand des Vorführers aus ermöglicht wird. 
Die Schwenkung der Maschine in die Projektionsachse er- 
folgt wie bei der FH 66 um die auf Schienen laufende un- 
tere Feuerschutztrommel, so daß die Maschine als Ganzes 
gedreht wird und die Filmvorführung von der oberen zur 
unteren Trommel keine - Veränderung erfährt. In einer 
Sonderausführung mit angeflaschtem Motor kann der 
Projektorkopf auch einzeln zur Modernisierung älterer 
Maschinen geliefert werden. Z. 


Als max. Belastung der Lampe 


Die Fa. Eugen Bauer GmbH in Stuttgart 
verwendet jetzt eine neue Spalt-Optik für ihre Tongeräte, 
bei der mit Hilfe von zwei kleinen -Hebeln sowohl Länge 
des Lichtspaltes als auch seine Lage in seitlicher Richtung 
verändert werden kann. Die Spaltschärfe wird durch die 
Verschiebung nicht beeinflußt. Eine Skala zwischen den 
Hebeln dient zur Markierung der Hebelstellung für die 
Spaltbegrenzung. Z; 


Lehrgang für Filmvorführer in Bayern 

Der nächste Lehrgang für Filmvorführer und 
Lichtspieltheaterbesitzer des Verbandes Bayeri- 
scher Filmtheater beginnt Anfang Oktober 1951. 
Anmeldungen und Rückfragen sind zu richten 
an den Verband Bayerischer Filmtheater Mün- 
chen 15, Goethestr, 28/II. 











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 „Sündige Grenze“ am westlichen Drei-Länder-Eck 


Am westlichen Drei-Länder-Eck zwischen 
Vaals (Holland), Moresnet und Altenberg (Bel- 
gien) und Aachen (Deutschland), dem Eldorado 
kleiner und.großer Schmuggler zu allen Zeiten, 
drehte R. A. Stemmle Ende August/Anfang 
September die Außenaufnahmen seines neuen 
CCC-Filmes im Prisma-Verleih „Sündige 
Grenze“. Aber nicht nur der Platz ist doku- 
mentarisch echt gewählt, auch die „Rabbatzer" 
— halbwüchsige Schmuggel-Jungen und -Mäd- 
chen — sind, abgesehen von vier Berliner Kin- 
dern in größeren Rollen, nicht minder lebens- 
wahr und -echt. Bisweilen korrigieren sie 
Stemmle bei seinen Regieanweisungen: „Nee, 
das haben wir aber immer so gemacht!” 

‚Hundert dieser Rabbatzer haben zur Zeit mit 
ihrer „Filmarbeit“ eine — ehrliche, leider aber 
wohl nur vorübergehende Beschäftigung gefun- 
den. Während der Aufnahmen geht der Schmug- 
gel der nicht-filmenden Rabbatzer natürlich 
weiter. Zur Zeit beobachten die Grenzer eine 
neue Rabbatzbande mit 160 Mann (!). Sechzig 
davon wurden kürzlich .eingekesselt, 28 ver- 
haftet und zehn Zentner Kaffee beschlagnähmt. 

Auc die Grenzer sind in diesem Film echt, 
so daß der Film für einige Tage hier aparter- 
weise Freund und Feind in engste und wie es 
scheint, sogar einigermaßen harmonische Tuch- 
fühlung bringt. 


Inge Egger und Dieter Borsche sind die 
Hauptdarsteller. Die als „Eva“ befrackte Inge 
ist nicht wiederzuerkennen in ihrer Rolle als 
Schmuggel-Marianne. Borsche genießt an den 
arbeitsfreien Tagen (die sich durch böswilli- 
gen Regen vermehren) die prickelnde Grenz- 
Atmosphäre mit seiner ganzen Familie. G. Cor- 
bet, neben R. A. Stemmle, Arthur Brauner 
und M. Moyland am Drehbuch beteiligt, macht 
sich als Regieassistentin nützlich, wobei ihre 
Anweisungen täuschende Ähnlichkeiten mit de- 
nen einer Kindergärtnerin oder Jugendleiterin 
haben. Kunststück! Bei hundert Kindern, die 
noch niemals mit Filmarbeiten zu tun hatten. 
Unermüdlich an der Kamera — Igor Ober- 
berg, nicht minder Arthur Grimm als Stand- 
fotograf und Hans Fiebig als Produktions- 
leiter sowie Werner Maaß.am Tonsteuer. 

* 


Nach Düsseldorf zurückgekehrt, unmittelbar vor Redak- 
tionsschluß, erhalten wir soeben die Meldung eines Un- 
glücksfalles bei den weiteren Dreharbeiten: Kurz vor Ab- 
schluß der letzten Außenaufnahmen wurden sämtliche Auf- 
nahmegeräte durch einen zurücksetzenden D-Zuq völlig 
zerstört. Das Unglück ereignete sich auf der deutschen 
Seite des Gemmenicher Tunnels, in dem Szenen mit der 
obengenannten Rabbatz-Kolonne gedreht wurden. Glück- 
licherweise wurde trotzdem keine Person verletzt. Der ent- 
standene Sachschaden wird jedoch auf mindestens 50 000DM 
geschätzt. Da kurz zuvor ein neuer Filmstreifen in die Ka- 
mera eingelegt worden war, blieben die bereits gedrehten 
Aufnahmen verschont. — Glück im Unglück. K.O0.G. 


u; . 2 . . < 
Liebeneiner. verfilmte. „Der Weibsteufel 
Super-Film übernahm den Verleih für Deutschland 
Die ersten Meldungen über Wolfgang Lie-g Fanatismus die großen Möglichkeiten dieser 


beneiners Absicht, Karl Schönherrs Drama 
„Der Weibsteufel" auf die Leinwand zu 
bringen, liegen schon drei Jahre zurück. Jetzt 
überrascht uns der Regisseur sozusagen mit dem- 
fertigen Film, der bereits Ende dieses Monats 
vom Super-Filmverleih uraufgeführt wird. Die 
Wiener Styria-Produktion gab Liebeneiner in 
diesem Sommer die Möglichkeit, seinen Plan zu 


realisieren. Er tat es in aller Stille in dem Ate- » 


lier und den Bergen von Thiersee in Tirol, und 
er tat es mit dem Eifer und der Konzentration, 
mit der ein Künstler ein Lieblingsprojekt anzu- 
packen pflegt. 

„Der Weibsteufel“” ist ein Drama zwischen 
drei Menschen. Im Mittelpunkt die Titelgestalt, 
flankiert von zwei Männern, von denen der 
eine ihre frauliche Würde, der andere ihr lie- 
bendes Herz mißachtet. Unter diesen Erniedri- 
gungen entartet das anfangs lebensfrohe Wesen 
der Frau zu einer Grausamkeit, die die Männer 
zittern macht und jede menschliche Regung zer- 
tritt. Diese Wandlung aus der Sensibilität der 
weiblichen Seele heraus zu entwickeln und so 
die Tragödie, die sie heraufbeschwört, psycho- 
logisch zu verankern, war das vordringliche 
Ziel der Inszenierung Liebeneiners, der den 
Stoff über das übliche Dreiecksspiel hinaus- 
heben wollte. Für die Titelrolle hat er Hilde 
Krahl eingesetzt, die mit komödiantischem 


* Aufgabe durchdrang. Zwei Wiener Schauspieler 


stehen sich in der Rivalität um diese Frau ge- 
genüber: Bruno Hübner und Kurt Heintel. 

Die Dreharbeiten hatten in Thiersee ein denk- 
bar günstiges Klima, denn der Rahmen ent- 
spricht dem Schauplatz des Dramas, das an 
einer stillen Berggrenze abrollt. Die Schauspie- 
ler von Tiroler und Vorarlberger Bauernbüh- 
nen, die alle Nebenrollen bestreiten, waren 
ganz in ihrem Element, und die einheimischen 
Komparsen brauchten gar nicht erst für den 
Film zurechtgemacht werden. In dieser stillen 
und urwüchsigen Atmosphäre konnte sich ganz 
die naturhafte Wuct der Darstellung ent- 
falten, die (dem Geschehen die großen Span- 
nungsmomente gibt. 





„Berlin kommt wieder” 

ist der Titel eines Kurzfilms, den der Berliner 
Senat in Auftrag gegeben hat. Der Film behan- 
delt das Berliner Notstands-Programm und 
zeigt die zahlreichen Schauplätze des Wieder- 
aufbaus. Nach eigenem Drehbuch führt H. F. 
Köllner Regie. Hergestellt wird der Film 


vom Verband der Filmschaffenden, der dadurch 
wieder einige seiner arbeitslosen Filmschaffen- 
den vorübergehend in Lohn und Brot brachte. 
Zur Eröffnung. der Berliner Industrie-Ausstel- 
lung am 5. Oktober soll der Film anlaufen. 





TR Zwei Männer um den „Weibsteufel“ 
- Der schwächliche Mann, der der Jugend seiner Frau nicht gewachsen ist, verrät aus Habgicr ihre Ehe; der Grenzer, 
der ihre Leidenschaft entfacht, verrät aus Feigheit ihre Liebe. Die Rache der Verletzten ist rasende Vernichtung. 


Bruno Hübner, Kurt Heintel und Hilde Krahlin 


Weibsteufel“ von Karl Schönherr. 


472 


Wolfgang Liebeneiners Verfilmung des 
Uraufführung durch Super-Film Ende September. 


Dramas „Der 


x Fotos: Styria/Super-Film 





Marianne (Inge Egger) zwischen zwei Feuern 
Sie gehört der Rabbatz-Kolonne ebenso an wie ihr Bruder 


Heinz. Die Führung dieser Kolonne hat Jan Krapp, dem 
in dem Studenten Hans Fischer (Dieter Borsche) eih un- 
angenehmer Widersacher erwächst, weil dessen menschliches 
Interesse für das verführte Mädchen erweckt worden ist. 

Foto: CCC/Prisma/Grimm 


Film für Volksbildung bedeutungsvoll 


Auf der Arbeitstagung „Film und Erwachsenen- 
bildung“ in der Bildungsstätte Fredeburg vom 
3. bis 8. September 1951, veranstaltet vom Referat 
Volksbildung im Kultusministerium der Landes- 
regierung Nordrhein-Westfalen in Düsseldorf in 
Verbindung mit dem Institut für Publizistik an der 
Universität Münster i. W. und dem Landesverband 
der Volkshochschulen von Nordrhein-Westfalen, an 
der Dozenten der Volkshochschulen, Sekretäre des 
deutschen Gewerkschaitsbundes, Leiter von Filmclubs, 
Filmjournalisten und Studenten — vorwiegend aus 
Nordrhein-Westfalen, einige aber auch au: Süd- 
und Norddeutschland, aus Frankreich und aus der 
Schweiz teilnahmen, setzte sich ‘die erfreuliche Er- 
kenntnis durch, daß der Film heute im Rahmen 
der Volksbildung eine bedeutende Rolle spielt, de- 
ren Ignorierung rückständig wäre. 

DieEntwicklungsgeschichtedesFilmes 
behandelte Dr. Theodor Fürstenau in einem Referat, 
das durch einige ausgesuchte Filme ebenso interessant wie 
wirkungsvoll veranschaulicht wurde. 

Mit zahlreichen und geschickt zusammengestellten Licht- 
bildern schilderte der Hamburger Landesbildstellenleiter 
Dr. Fritz Kempe die Arbeitsmethoden der 
modernen Filmproduktion. Die Filmreferentin 
im. Kultusministerium der Landesregierung Nordrhein- 
Westfalen in Düsseldorf, Frau Oberregierungsrälin Dr. 
Marie-Therese Schmücker, widmete sich dem Aufbau 
und den Problemen der deutschen Filmwirtschaft (ausführ- 
liche Wiedergabe an anderer Stelle dieser Ausgabe). 

In einem weiteren Lichtbildervortrag demenstrierte Chef- 
redakteur H. C. Opfermann das Zustandekommen 
„Kunst durch Technik“ und versuchte mit Rei- 
spielen diesen Vorgang zu analysieren. Nach seiner Auf- 
fassung enthielte zudem die Filmgestaltung noch zahlreiche 
unbekannte Möglichkeiten, die es zu erschließen aälte. 

Der Ordinarius des Zeitungswissenschaftlichen Instituts 
an der Universität Münster i. W., Prof. Dr. Walter Ha- 
gemann, behandelte Wesen, Erscheinunas- 
formen und Wirkungen des Filmes in mehreren 
Referaten. In seinem letzten Vortraq vertrat er die Auf- 
fassung, daß auch der Film — wie jedes andere Kunstwerk 
— nur dann vollgültige künstlerische Aussage erreichen 
könne, wenn er einen Schöpfer habe. 3 

Mit dem ihm eigenen Temperament ging Dr. Johannes 
Eckardt der gegenwärtigen Krise des deut- 
schen Kultur- und Dokumentarfilmes zu- 
leibe. Die Hauptschuld läge bei den alliierten Film-Eingrif- 
fen. die der besonderen Stellung dieser Filmaattung in 
Deutschland keinerlei wesentliche Bedeutung beigemessen 
hätten. Es sei aber kein Märchen. daß das deutsche Film- 
publikum den guten deutschen Kultur- und Dokumentar- 
film als Beiprogramm wünsche. Sein Ruf richte sich haupt- 
sächl’ch an den Bund und die Länder. Gerade rer Kultur- 
und Dokumentarfilm hätte in Deutschland von dieser Seite 
immer einer starken, aber im volkspädaaoaischen Sinn» 
auch erfolgreichen und deshalb sinnvollen Hilfe bedurit. Die 
Minderbewertuna des Filmes durch die Kommuren sei eine 
bedauerliche Rückständigkeit, mit der nun endlich aufge- 
räumt werden müsse. 

Dr. Konrad Maria Kruca, Ehrenvorsitzender des Lan- 
desverbandes der Volkshochschulen Nordrhein-Westfalen. 
umriß Mittel und Wege, den Film wirkunasvoll 
indie Volksbildungsarbeit einzuberiehen und 
stellte schließlich einige. von wenig Sach- und Fachkennt- 
ris gqetrübte künstlerische Forderungen an dir Filmpro- 
duktion. 

Bedauerlicherweise hatte man zum Thema -Film und 
Presse“ den Chefredakteur der westfälischen SPD-7.eiturn 
„Westfälische Rundschau“, Walter Poller, bemüht, der 
das „filmische und pressemäßige Primitiv-Bewußtsein (ge- 
meint war wohl das Unterbewußtsein!) der Massen“ mit 
Reaktionsbeispielen in der Zigaretten- und Automohil- 
reklame zu erschließen sich erkühnte, um schließlich sich 
in Breiter und Längen über den „notwendigen“ Komvromiß 
zwischen Kritik und Insertion zu ergehen. Die Diskussion 
berichtiate den Kollegen entsprechend deutlich. 

Friedrih Karl Graf Perponcher. Hauptgeschäfts- 
führer der Deutschen Filmclubs, berichtete aus seinem 
Arbeitsbereich. Danach qewinrt zice Filmclub-Be - 
wegunca ständig an Boden. Sie zählt im Bundesgebiet 
bereits jetzt über 35 000 Mitglieder. 

Einige weitere Filmvorführungen u.a. „Francis — Ein 
Esel, Herr General!“, „Das Himmelsspiel“, „Begegnung“, 
„Kaspars Reise um die Welt“, „Der Taucher“, französische 
Produktionen ither Matisse und van Gogh rundeten die 
Arbeitswoche ab. . gt 

















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‚Japan entführt den „.Löwen von San Marco“ 


Die Preise der Biennale — „Der Verlorene“ lief im Wettbewerb 


Von unserem nach Venedig entsandten Sonderberichterstatter Bruno Dinkelspühler 


Der japanische Film „Rhaso-Mon“ wurde 
als bester Film der Biennale 1951 in Vene- 
dig mit dem Löwen von San Marco ausgezeich- 
net. Der Film unter der Reaie Akira Kurozawas 
schildert die Geschichte eines Mordes, der durch 
die Aussagen verschiedener Personen aufge- 
klärt werden soll, und beweist, daß die Wahr- 
heit immer individuell ist. 

Einen Sonderpreis erhielten die Ver- 
einigten Staaten für „Endstation Sehn- 
sucht“, den Elia Kazan nach Tennessee Wil- 
liams' Bühnenstück gedreht hat. Mit einem 
Zweiten Preis von Venedig wurden 
Frankreich für den. Robert-Bresson-Film „Das 
Tagebuch eines Landpifarrers", 
Amerika für den Billy-Wilder-Film "„Repor- 
ter des Satans“, und Indien für den Film 
„Der Strom“ (The River) ausgezeichnet, den 
der französische Regisseur Jean Renoir drehte. 

Den Preis des besten Schauspielers ge- 
wann der Franzose Jean Gabin für seine Dar- 





Jean Gabin spielt einen Blinden 
in dem Film „Die Nacht ist mein Reich“ ‚(Le Nuit est mon 
Royaume), und erhielt für diese Rolle den Biennale-Preis 
als bester Schauspieler. Simone Valere ist eine Leidens- 
gefährtin, deren Liebe den Mann aus der Verzweiflung 
zu einem neuen Leben führt. Foto: L. PC/Discira 


stellung in dem Film „Die Nacht ist mein Reich”. 
Vivian Leigh erhielt den Preis als beste 
Schauspielerin für ihre Rolle in „End- 
station Sehnsucht“. Den Preis für das beste 
Drehbuch erhielt E. B. Clark, England, 
für „Einmal Millionär sein“ (Lavender HillMob), 
für die beste Fotografie L. H. Burel, 
Frankreich („Das Tagebuch eines Landpfarrers"), 
für die beste Ausstattung Peter Pen- 
drey, England („Mord im Dom“), und für die 
beste Filmmusik Hugo Friedhoier, 
USA („Reporter des Satans“). 


2 


Die XII. Filmbiennale brachte in ihrer letzten Woche 
nz allem dem an der Spitze stehenden europäischen Film- 
and ; 

Frankreich drei große Erfolge 
Der Regissieur Jean Delannoy, der im vergangenen 
Jahr für „Gott braucht Menschen“ den ersten Preis der In- 
ternationalen Katholischen Filminstitution davongetragen 


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474 








hatte, erschien in diesem Jahre mit einem völlig anders 
gearteten Sujet „Le Gargon sauvage“. Der Film 
spielt im berüchtigten Hafenviertel von Marseille. Der 
„wilde Junge“ des Titels ist eifersüchtig auf die Liebhaber 
seiner leichtlebigen Mutter. Nur die französische natura- 
listische Schule ist in der Lage, solche Themen mit der 
Delikatesse zu behandeln, die die Darstellung von Schick- 
salen gestrandeter Existenzen überhaupt erst ermöglicht. 
Wie immer bei Delannoy steht das Bild im Vordergrund. 
Großen Publikums- und Presseerfolg hatte auh „La Nuit 
est mon Royaume*. In diesem Film, den Georges 
Lacombe inszeniert hat, spielt Jean Gabin eine der 
besten Rollen seines Lebens, einen durch einen Unfall er- 
blindeten Lokomotivführer. Endlich hat man in einem stark 
dokumentarisch unterbauten Film, der im „Reiche der 
Nacht” spielt, in dem die Blinden zu Hause sind, davon 
abgesehen, die ausgefahrenen Gleise der Spekulation auf 
die Tränendrüsen zu befahren. Diese Wirklichkeits- 
nähe war in der französischen Auswahl gepaart mit der 
Phantasie des farbigen „Blaubart“. Der Film von 
Christian-Jaque hat die bekannte Legende köst- 
lich aufgelockert und bringt sie in einem Stil, der an 
„Heinrich VIII.“ erinnert. Bestechend komisch wirkt der 
Kontrast zwischen dem düsteren Titelhelden (in der fran- 
zösischen Version Pierre Brasseur) und. dem kindlichen 
Charme seiner siebenten Frau, die Cecile Aubry ganz aus 
dem Naturell ihrer Persönlichkeit gibt. 


Zwei amerikanische Filme 


lieferten ihrerseits einen Beitrag zu der Brutalität und der 
Korruption einer Epoche, die im „Reporter des, Satans“ 
schon ihre erschöpfendste Spiegelung gefunden halte: 
„14 Stunden“ ist eine Geschichte voller Hochspannung, 
die sich auf engstem Raume abspielt. Auf dem Fenstersims 
der 15. Etage eines Hotel-Wolkenkratzers hält ein poten- 
tieller Selbstmörder ein ganzes Stadtviertel im Atem. 
Presse, Radio und Television bemächtigen sich der Ein- 
tagssensation. Wird er herunterspringen oder nicht? Der 
Film wurde mit zwei Schlüssen aufgeführt; logisch ist das 
„unhappy-End“, während eine aufgepropite Kompromiß- 
lösung lächerlich wirkt. Die Regie von Hathaway verdient 
volles Lob. In „Born yesterday“ fällt vor allem die 
Leistung der Schauspielerin Judy Holliday auf. Geist- 
voll ist der Dialog; der Regisseur George Cukor kann 
jedoch seine und des Stoffs Herkunft vom Theater nicht 
verleugnen. 

Den Schluß der amerikanischen Lido-Expedition bildete 
am Sonntagabend „Endstation Sehnsucht“, der 
Film von Elia Kazan nach dem. Bühnenstück von Wil- 


aue Jacken 


mit Nils Poppe s 


Se 2 


D: Kanone hebf sich in dle Höh, 
Hntrose Kelle wird's dabei schminohhg 
Vor Inufer kaher See 


VEIT-FILM-GMBH. 





Union-Verleih an das Fernschreibnetz 


angeschlossen 

Ab sofort ist die Zentrale München unter der Nummer 
063/582 und die Filiale Düsseldorf unter Nummer 082/2514 
an das Fernschreibnetz angeschlossen. Ebenfalls wurde die 
Filiale. Frankfurt angeschlossen. Die Nummer wird dem- 
nächst bekanntgegeben. 


Union titelt um 

Der Condor-Film „Die Tat des Anderen“, der im Februar 
in einigen südwestdeutschen Orten angelaufen und dann 
von der Produktion wieder zurückgezogen worden war, er- 
scheint nun bei Union-Film unter dem neuen Titel „Der 
Unheimliche“. Dasselbe gilt für der Bejöhr-Film 
„Der Fall 7A 9“, der nun unter dem Titel „Falsch- 
münzeram Werk“ bei Union erscheint. 


Der österreichische Film „Stadtpark“, der ursprünglich ° 


als „Konflikt um Peter“ angekündigt worden war, erhielt 
nun den endgültigen Titel „Kleiner Peter, große 
Sorgen“. Mit diesem Titel erscheint er in Kürze bei 
Union-Film. = 


Uraufführung „Was das Herz befiehlt“ 


Die Uraufführung des Elton-Films im Constantin-Verleih 
„Was das Herz befiehlt“ fard im Universum, 
Stuttgart, am 14. September 191 in Anwesenheit der 
Hauptdarsteller statt. Im Verleih-Bezirk München kommt 
der Film in 19 maßgebenden Städten zum Einsatz. 


Super-Film gibt bekannt, 

daß Helmut Büttner, bisher Münchner Filialleiter, mit 
sofortiger Wirkung aus den Diensten* der Firma ausge- 
schieden ist. 


lorene"” 

















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Lebendig begraben 
liegt ein Altentumsforscher (rechts Richard Benedict) in einer 
Höhle aus indianischer Vorzeit. Der „Reporter des 
Satans“ (links Kirk Douglas) verzögert die Rettung, um 
aus dem Unglück journalistisches Kapital zu schlagen. Das 
ist die Story von Billy Wilders kaltblütigem Film „Ace-in 
the Hole“, ‘der in ‘Venedig zwei Preise gewann. Unter 
obigem Titel im deutschen Paramount-Programm 1951/52. 


; Foto: Paramount 
liams. Der erfolgreiche Regisseur hat diese Geschichte einer 
pathologischen Frau als ein rasantes psychologisches Drama 
auf die Leinwand gebracht. Die schauspielerische Leistung 
von Vivian Leigh fand bei der Uraufführung am Lido 
volle Anerkennung. 

Die beiden spanischen Filme „Nebel und Sonne“ sowie 
„Die schwarze Krone“ weisen gegenüber früheren Erzeug- 
nissen der iberischen Halbinsel vor allem technische Fort- 
schritte- auf, während der italienische Film „Schatten über 
dem Canale Grande“ sämtliche „bewährten“ Ingredienzen 
des Melodramas zu einem’ dickflüssigen Brei verarbeitete, 
der sich nicht mit dem Dokumentarstil von Glanco Pelle- 
grini verträgt. Einen besonderen Publikumseriolg hatte ein 
englisches Drama „White Corridors” (Weiße Gänge), eine 
gut erfundene Story im echten Milieu eines britischen Spi- 
tals mit Ärzten und Krankenschwestern als Hauptdar- 
stellern. 

Der erfreulichste Nachmittag der Biennale und 
zugleich der am stärksten besuchte war der des 
„Doppelten Lottchens“. 

Dieser bezaubernde deutsche Film brachte 
endlich ein wenig Liebenswürdigkeit auf die 
sonst leichenübersäte Leinwand des Palazzo del 
Cinema. Als das Publikum nach der Vorfüh- 
rung die beiden kleinen Hauptdarstellerinnen, 
die Zwillinge Isa und Jutta Günther, bemerkte, 
wurde der an sich schon starke Beifall geradezu 
stürmisch, Das „Doppelte Lottchen“ Konnte sich 
kaum den Weg ins Freie bahnen, während Pro- 
duktionsleiter Günther Stapenhorst sofort Aus- 
landsverkäufe tätigte. 

Der Kampf um den Lorre-Film „Der Ver- 
endete schließlich doch mit einem 
großen moralischen Erfolg der deutschen Initia- 
tive. Die wiederholten Vorsprachen von Dr. 
Schwarz und dem in letzter Minute am Lido 
eingetroffenen Peter Lorre bei der Festspiel- 
leitung bewirkten, daß der Film am Sonntag 
im Wettbewerb lief. Die neuen Aushänge für 
die Vorführung konnten erst im letzten Augen- 
blick angeschlagen werden, dann aber setzte 
ein wahres Rennen des Publikums «nach dem 
Festspielhaus ein. Von der schauspielerischen 
Leistung Peter 'Lorres zeigte sich das Publikum 
begeistert. Als Lorre im Saal bemerkt wurde, 
begrüßten ihn die Festspielgäste stürmisch. 





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Berlin, Tel. 91.47 97 
Frankfurt/M., Tel. 34 460 
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„Hoffmanns Erzählungen“, bestätisen ihren Ruf 
gen g 


Die Zweifler sind ins Unrecht gesetzt worden, 
die Aufführungen der Originalfassung von Po- 
well und Preßburgers kühner Opernverfilmung 
„Hoffmanns Erzählungen“ in Düsseldorf, Köln, 
Frankfurt, Mannheim, Stuttgart, Heidelberg, 


Baden-Baden und Hamburg in diesen Tagen 
haben eingeschlagen! Nicht nur in den Städten, 





Michael Powell und Ludmilla Tcherina 


trugen durch ihren Besuch in mehreren deutschen Städten 
dazu bei, daß „Hoffmanns Erzählungen“ audh 
bei uns einen großartigen und hoffnungsvollen Start hatten. 

x Roto: Dt. London-Film/Graf 


in denen der Regisseur Michael Powell und sein 
Star Ludmilla Tcherina den Film aus der 
Taufe gehoben haben, auch die anderen Plätze, 
die ohne diesen glanzvollen Rahmen den Film 
eingesetzt haben, verzeichnen ungewöhnliche 
Zuspruch. Dr. Künzig von den Alster-Lichtspie- 
len in Mannheim faßt die Eindrücke aller Erst- 
spieler vielleicht am besten zusammen, wena 
er feststellte: „Das Publikum ist überwältigt und 
straft durch rückhaltlose Begeisterung über- 
empfindliche Musikkritiker Lügen.“ Es ist er- 
freulich, daß die Theaterbesitzer, die voller Ver- 
trauen diesen mutigen und ausgefallenen Farb- 
film, der endlich einmal wieder neue Wege zu 


gehen versucht und der Schablone die Fehde 
ansagt, in Deutschland starteten, nun klingenden 
Lohn fanden. Sie haben damit diesem Film das 
Eis gebrochen bei all den Kollegen, die ein 
Spielen der Originalfassung als ein Experiment 
und den Film als zu schwere Kost für das Pub- 
likum angesehen haben. Das Publikum ist eben 


doch besser als sein Ruf! 

Werner Huerield von der Scala in Köln telegraiierte, 
um nur ein Beispiel herauszugreiien, an Michael Powell 
nach London: „Film erfaßt alle Besucherschichten vom 
schaulustigen Kleinbürger bis zum anspruchsvollen Ge- 
nießer. Bis jetzt jeder Tag dickes Sonntagsgeschäft. Ab 
Mittag ausverkauft. Prolongieren und sehen lange Spiel- 
zeit voraus. Zweifel wegen Originalfassung völlig un- 
begründet.“ 

Bisher liegen Prolongationsmeldungen aus Köln, Frank- 
furt, Stuttgart, Mannheim, Heidelberg, Hamburg vor. In- 
zwischen setzten weiter ein: Nürnberg, Berlin, Kassel, 
Bonn, Koblenz und Bielefeld, 


MGM startete in die neue Saison 


Die MGM startete das neue Verleihprogramm mit den 
beiden Erfolgsfilmen „Königin Christine““ und „Tarzans 
Rache“, Sie erzielten in allen Städten großartige Ergeb- 
nisse. Die Telegramme häufen sich bei der MGM-Zentrale: 


Apollo-Theater, Heidelberg: „Tarzans Rache“ ersten vier 
Tage 18 Vorstellungen — Besucherkapazität 94%», 

Capitol Bottrop: „Tarzans Rache” großer Publikumseriolg. 
Sämtliche Vorstellungen 100prozentig ausverkauft. 

Schauburg-Lichtspiele in München-Gladbach: „Tarzans 
Rache” ganz großer Erfolg. Bestes Sommergeschäft. Erste 
drei Tage 7000 Besucher. 

Burgtheater Aachen: Gratulieren zum neuen Siegeszug 
der „Königin Christine“. Von den ersten neun Vorstellun- 
gen acht ausverkauft, 





Interessenten-Vorführungen 


Fortuna-Film 
Frankfurt, Luxor, 9.30 Uhr - 
Dienstag, den 18. September 1951 
Düsseldorf, Alhambra, 10 Uhr 
Dienstag, den 18. September 1951 
Hamburg, Urania, 9.30 Uhr 
Donnerstag, den 20. September 1951 
„Riff-Piraten“ 


Deutschland-Film 

Frankfurt, Turmpalast, 9 Uhr 

Dienstag, den 18. September 1951 
Düsseldorf, Europa-Palast, 10.30 Uhr 

Mittwoch, den 19. September 1951 
Stuttgart, EM-Theater, 9 Uhr 

Mittwoch, . den 19. September 1951 
München, Kammer-Lichtspiele, 8.30° Uhr 

Donnerstag, den 20. September 1951 

„Die Abtrünnige* und 

„Wenn eine-Wienerin Walzer tanzt“ 


Wir erfüllen die traurige Pflicht, den Tod unseres geliebten Mannes und 
Vaters anzuzeigen, der im Alter von 63 Jahren am 31. August 1951 durch 
einen Herzschlag aus seiner Arbeit gerissen wurde 


OTTO SCHEUER 


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DIE FILMWOCHE Neue Verlagsgesellshaft mbH., Baden-Baden / Berlin, B.-Baden, Rheinstraße 13, Telephon 611 33. Herausgeber: Heinrih Heining, 
Chefredakteur: Hans Wiese; Berliner Redaktion: Heinz Reinhard, Berlin-Wilmersdorf, Hildegardstı. 4, Tel. 87 1807, Bonner Redaktion: Adolf E. v. Keller, 
Moselweg 5, Tel. 12 34 88, Düsseldorfer Redaktion: Karl Otto Gebert, Morsestr. 7/III; Frankfurter Redaktion: Oswalt Kolle, Untermainkai 30, Tel. über 9 01 61} 


Hamburger Redaktion: 
Wielandstraße 4; Technische Redaktion: Dipl.-Ing. P 


Hellmut Stolp, Binderstraße 24/I, Tel. 444945; Redaktion Hannover: 


W. A, Weigl, Blumenstraße 7, Tel. 21085; Stuttgarter Redaktion: W. H. Zeller, Im Kappelfeld 11, 
a Zschoche, Berdhing/Oberpfalz Nr. 146. — Bezugspreis: Ausgabe A (Spezial-Ausgabe für die Fac- 


Ernst Bohlius, Dahnstraße 9, Tel. 60 624; Münchener Redaktion: 


Wiesbadener Redaktion: Arthur Stubbenhagen, 


welt) monatlich 2,50 DM und 9 Dpf. Zustellgebühr; Ausgabe B 1,60 DM und 9 Dpf. Zustellgebühr; in Belgien 3,6 bfrs; England: Abonnementsvertreter Gerd Treuhaft, 4, 
Sunderland Terrace, Bayswater, London W. 2. — Alleinauslieferung für Osterreich: Buchversandhaus Hartleben, Innsbruck, Fallmerayerstraße 5, und Wien I, Habsburger- 


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— Anzeigentarif 


(auch auszugsweise) nur mit Genehmigung der Redaktion. 


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Nr. 8 vom 1. Juli 1951. Für Anzeigen verantw ortlich: Joseph Franz Huber. — Druk F. W. Wesel, Baden-Baden-Oos. — INacharuck