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Full text of "Braun P 701 Manual"

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HiFi-Stereo-Plattenspieler 


P 701 


Gebrauchsanweisung 


BRAUN 








Auspacken und Aufstellen 


Der Braun Plattenspieler P 701 wird gegen 
Transportscháden durch zwei Hartschaum- 
schalen und einen stabilen Versandkarton 
geschützt. Zum Schutz vor Staub ist das 
Gerát in Folie eingeschlagen. 


In der oberen Hartschaumschale befinden 
Sich die transparente Abdeckhaube, das 
Tonarm-Gegengewicht, eine Zentrierscheibe 
für Schallplatten mit großer Auflegeöffnung 
und eine Klarsichttasche, in der sich alle 
wichtigen Unterlagen befinden und der Sie 
u.a. auch diese Bedienungsanleitung ent- 
nommen haben. In der unteren Schale ist 
der Plattenteller untergebracht 


Ferner beigefügt sind eine einschraubbare 
Stütze für Schallplattenreinigungseinrich- 
tungen sowie ein einsteckbarer Kegelstift 
zur Ausrichtung der Diamant-Abtastnadel. 


Falls Sie beim Auspacken wider Erwarten 
einen Transportschaden an Ihrem Gerät 
feststellen sollten, benachrichtigen Sie bitte 
sofort Ihren Fachhändler. 


Der HiFi-Plattenspieler P 701 wird in der 
Nähe des Verstärkers aufgestellt. 





Bedienungselemente, 
Anzeigen und Anschlüsse 


1 Druckschalter «power» (Netzschalter) 

2 Tonhóhensteller (bei nicht quarzge- 
steuertem Antrieb) 

3 Tastschalter «quartz» mit Leuchtdiode — 
schaltet die Quarzsteuerung des Antriebs 
aus und ein (nach Betátigung des Netz- 
schalters ist die Quarzsteuerung grund- 
sátzlich eingeschaltet). Die Leuchtdiode 
leuchtet jedoch erst auf, wenn der An- 
trieb die quarzkontrollierte Solldrehzahl 
erreicht hat. 

4 Tastschalter «45 start» mit Leuchtdiode - 
schaltet den Antrieb mit 45 U/min ein 

5 Tastschalter «33 start» mit Leuchtdiode — 
schaltet den Antrieb mit 33's U/min ein 

6 Tastschalter «stop» mit Leuchtdiode - 
schaltet Antrieb ab und veranlaBt Tonarm 
zur Rückkehr in seine Ruhelage 

7 Tastschalter «v» (Tonarmlift) senkt den 
Tonarm auf die Platte ab 


Die folgenden Tasten (8) bis (11) sind Steuer- 
tasten für die Schwenkbewegungen des Ton- 
arms. Beim erstmaligen Drücken wie auch 
bei kurzem Antippen wird zuerst der Tonarm 
angehoben (Tonarmlift). Sodann werden die 
angegebenen Bewegungen so lange aus- 
geführt, wie die betreffende Taste gedrückt 
bleibt. 


8 Tastschalter «««» — 
schnelle Schwenkbewegung nach links 
(zur Plattenmitte) 

9 Tastschalter <> — 
langsame Schwenkbewegung nach links 
(zur Plattenmitte) 

10 Tastschalter «>» — 
langsame Schwenkbewegung nach rechts 
(zum Plattenrand) 

11 Tastschalter «pk» — 
schnelle Schwenkbewegung nach rechts 
(zum Plattenrand) 

12 Kontroll-Leuchtdiode der Steuertasten 
(8) bis (11) - signalisiert, daß der Tonarmlift 
den Tonarm angehoben hat 

13 Einstellscheibe Skating-Kompensation 
(im Werk bereits für normale Abspiel- 
bedingungen des Tonabnehmersystems 
MC 1-E eingestellt) 

14 Stütze für Tonarm in Ruhelage - mit Ver- 
riegelung 

15 Tonabnehmersystem mit Klappvisier 

16 Tonarm-Hubstift mit Einstellrándel für 
Hubhóhe (im Werk auf Tonabnehmer- 
system MC 1-E bereits eingestellt) 

17 Rändelrolle zum Einstellen der Auflage- 
kraft mit zugehöriger Skala von O bis 2. 
Auflagekraft im Werk bereits auf einen 
Wert von 175 Pond (das sind in den heute 
gültigen Einheiten 17,2 Milli-Newton) ein- 
gestellt 

18 Tonarm-Gegengewicht (im Werk auf 
Tonabnehmersystem MC 1-E eingestellt) 

19 Plattenteller 

20 Abgeschirmte Tonleitung mit Cinch-Stek- 
kern und Erdungskabel mit Klemmschuh 

21 Netzkabel 

22 Bohrung (M3) zum Einschrauben der 
beigegebenen Stütze für Plattenreini- 
gungseinrichtungen 

23 Deckelscharniere (beidseitig) 

24 Ablagemulde für Zubehór 


Wichtige Vorbemerkungen 


Der Braun Plattenspieler P 701 ist mit einer 


komfortablen Tonarmsteuerung ausgestattet, 


die ein «rillengenaues» Anfahren ermóglicht. 
Es ist deshalb überflüssig, den Tonarm im 
Betrieb anzufassen oder gar manuell zu pla- 
zieren. Bitte beachten Sie dieses «Hánde 
weg vom Tonarm» auch im Interesse Ihrer 
Schallplatten und des Abtastdiamanten. 


Der Plattenspieler ist wahlweise auch ohne 
Tonabnehmersystem lieferbar. In diesem 
Fall muß der Tonarmkopf erst montiert und 
justiert werden. Hinweise zum Vorgehen 
finden sich am Ende dieser Bedienungs- 
anleitung im Abschnitt «Montage des 
Tonabnehmers». Im Falle des Komplett- 
bezugs sind alle notwendigen Einstellungen 
bereits durchgeführt. 


Kurzanleitung 


Transportsicherung 

Lósen Sie zuerst die Transportsicherung 

Das sind die zwei Messingschrauben mit 
den groBgeschlitzten Kópfen in der Platten- 
tellerwanne. Entfernen Sie auch den Schaum- 
stoffstreifen zwischen Chassis und Sockel. 
Hierbei und beim anschlieBenden «Betriebs- 
bereit machen» sollten Sie keinesfalls irgend 
etwas verstellen. 


Vorbereiten 

Plattenteller sanft auflegen! Diesen dazu 
etwas kanten, in Richtung der hinteren lin- 
ken Chassisecke mit dem Rand in die Plat- 
tentellerwanne legen und langsam in die 
Waagrechte einschwenken (vergl. Abschnitt 
«Betriebsbereit machen»). 


Das Gegengewicht am Tonarm muß nur auf- 
gesteckt werden, alle sonstigen Einstellun- 
gen (Auflage- und Antiskating-Kraft) wurden 
bereits im Werk vorgenommen (falls mit 
Tonabnehmer bestückt) 


NetzanschluB 
220 V Wechselspannung, 50/60 Hz. 


NF-Tonleitung 

Geschirmte Leitung mit zwei Cinch-Steckern 
und separater Erdleitung für den Verstárker- 
anschluB. 


Plattenteller-Drehzahl 
33 vs und 45 Umdrehungen pro Minute 


Tonabnehmersystem 
Braun MC 1-E - dynamisches «moving coil»- 
System mit elliptischer Abtastnadel 


Antriebssystem 

Direktantrieb, quarzgesteuert (PLL-Schal- 
tung); Quarzsteuerung abschaltbar. 
Achtung: Antrieb funktioniert nur bei auf- 
gelegtem Plattenteller. 


Tonhôhenänderung (Drehzahleinstellung) 
Bei nicht quarzgesteuertem Antrieb ist eine 
Drehzahlveránderung um + 3% móglich. Bei 
Quarzsteuerung (PLL-Schaltung) ist die 
Plattentellerdrehzahl fest vorgegeben 


Positionierautomatik 

Positioniert entsprechend der gewáhlten 
Drehzahl den Tonarm auf den Anfang von 
30 cm- oder 17 cm-Platten (33/5 U/min = 
30 cm, 45 U/min — 17 cm, Tipptasten «33» 
und «45» gleichzeitig gedrückt — 45 U/min 
und 30 cm Durchmesser) 


Bedienungselemente: 

Tastschalter 

Mit Ausnahme des Netzschalters sind alle 
anderen Schalter sog. Tipptasten, d.h., zum 
Einschalten der angegebenen Funktion ge- 
nügt ein Antippen der betreffenden Taste. 
Ausnahme: Die halbautomatische Steuerung 
der horizontalen Tonarmbewegung erfolgt 
nur so lange, wie die entsprechende Taste 
gedrückt ist. 


Tastschalter «45 start» 

Schaltet den Antrieb mit 45 U/min ein 
Bewirkt im Automatikbetrieb gleichzeitig ein 
Absenken des Tonarms in die Einlaufrille von 
Schallplatten mit 17 cm Durchmesser. 


Tastschalter «33 start» 

Schaltet den Antrieb mit 335 U/min ein 
Bewirkt im Automatikbetrieb gleichzeitig ein 
Absenken des Tonarms in die Einlaufrille von 
Schallplatten mit 30 cm Durchmesser. 


Tastschalter «quartz» 

Schaltet Quarzsteuerung des Antriebs ein 
oder aus. Die zugehórige LED leuchtet je- 
doch erst auf, wenn im Betrieb der Platten- 
teller seine quarzgesteuerte Solldrehzahl 
erreicht hat. 


Tastschalter «44», «<>, «b», «bb» 
Ermóglichen halbautomatisches Anfahren 
einer beliebigen Plattenposition. Ein Drücken 
einer dieser Tasten bewirkt zuerst ein Abhe- 
ben des Tonarms von der Platte - falls er 
aufgesetzt war. Sodann erfolgt eine Drehbe- 
wegung des Tonarms in Pfeilrichtung, jedoch 
nur solange die Taste weiterhin gedrückt 
bleibt. Ein Pfeil bedeutet kleine, ein Dop- 
pelpfeil gróBere Geschwindigkeit der Bewe- 
gung. Abgesenkt wird der Tonarm schlieB- 
lich mit der Tipptaste «Y». 


Betriebsarten 

Automatisches Abspielen - Starten des 
Abspielvorgangs durch Drücken der Tipp- 
taste «33 start» und/oder «45 start» (nur bei 
handelsüblichen Platten). 
Halbautomatisches Abspielen (unter Benut- 
zung der Positioniertasten und des Tonarm- 
lifts) 


Zum Schluß 

Lesen Sie die Bedienungsanleitung ganz 
und in Ruhe durch - auch wenn Ihre Anlage 
schon «spielt». Vielleicht entdecken Sie 
noch den einen oder anderen Hinweis. 


Betriebsbereit machen 


Achtung: Wurde der Plattenspieler P 701 mit 
Tonabnehmersystem geliefert, so sind auBer 
dem Lósen der Transportsicherungen keine 
weiteren Veránderungen erforderlich. Alle 
Justagen (z. B. Auflagegewicht des Tonarms 
einstellen) wurden bereits im Werk vor- 
genommen 


Transportsicherungen lósen 

Die Transportsicherungsschrauben befinden 
sich in zwei dreieckigen Vertiefungen der 
Plattentellerwanne. Sie sind an ihren groB- 





geschlitzten Messingkópfen erkennbar. Sie 
werden mit einem Schraubendreher (oder 
einer Münze) entgegen dem Uhrzeigersinn 
bis zum Anschlag losgedreht, verbleiben 
aber im gelósten Zustand im Chassis. Nun 
ist noch der Schaumstoffstreifen zwischen 
Chassis und Gerátesockel zu entfernen, so 
daB das Chassis frei federn kann 


Ebenfalls mit einer Transportsicherung ver- 
sehen ist der Tonarm-Hubstift (16). Diese wie 
folgt entfernen: Entriegeln der Tonarmstütze 
(14), Tonarm anheben, Plastikkappe am Ton- 
arm-Hubstift nach unten abziehen. Tonarm 
wieder auf seine Stütze auflegen und verrie 
geln 


Plattenteller einsetzen 
Dieser wird wie folgt eingesetzt (siehe Bild) 





Der Plattenteller wird leicht schrág gehalten 
Der Tellerrand wird in Richtung der linken 
hinteren Chassisecke in die Plattenteller- 
wanne gesenkt und der Plattenteller über 
der Tellerwanne zentriert. Sodann wird der in 
der Wanne festgehaltene Tellerrand langsam 
entlastet, bis der Plattenteller waagrecht 
aufliegt 


Wichtig: Soll aus irgendwelchen Gründen 
der Plattenteller wieder abgenommen wer- 
den, so ist in umgekehrter Reihenfolge vor- 
zugehen: in der Nähe der linken hinteren 


Chassisecke auf den Plattentellerrand drük- 
ken, so daB sich die gegenüberliegende Tel- 


lerseite hebt. Dort den Plattenteller anfas- 
sen und herausheben 


Achtung: Der Antrieb funktioniert nur mit 
aufgelegtem Plattenteller! 


Gegengewicht montieren 

Tonarm auf Stütze (14) verriegeln! 

Das Tonarm-Gegengewicht (18) wird, mit 
den beiden Rändelschrauben nach vorne 
oben zeigend, auf das flache Tonarmende 
aufgesetzt und angedrückt (siehe Bild). Die 





Einstellung des Gegengewichts erfolgte für 
das Tonabnehmersystem MC 1-E bereits im 
Werk 


Abdeckhaube anbringen 
Die Abdeckhaube wird mit ihren beiden hin 
teren Befestigungsnuten auf die senkrecht 


stehenden Laschen der Scharniere (23) auf- 


geschoben. Die Haube ist dabei waagrecht 
zu halten 





Wichtig: Im Falle eines erneuten Transports 
(z. B. Umzug) ist der Plattenspieler wieder 
transportgerecht zu demontieren, und es 
sind die Transportsicherungen anzubringen 
Insbesondere müssen Gegengewicht (18) 
und Plattenteller (19) entfernt werden 
Garantieansprüche bestehen nur bei sach- 
gerechter Handhabung und Verpackung 
(deshalb am besten Versandkarton und 
Hartschaumschalen aufbewahren) 


Einstellen von Auflage- und 
Antiskating-Kraft 

Wurde der Plattenspieler P 701 mit dem 
serienmäBigen Tonabnehmersystem MC 1-E 
bezogen, so wurden alle erforderlichen Ein- 
stellungen bereits im Werk vorgenommen 
(Auflagekraft 17,2 mN bzw. 1,75 Pond). Eine 
Einstellung von Auflage- und Antiskating- 
Kraft erübrigt sich daher normalerweise. 
Eine Neueinstellung ist jedoch bei der Wahl 
anderer Werte, bei NaBabtastung (siehe Ab- 
schnitt «Wartung und Justage»), nach Aus- 
tausch des Nadeltrágers oder bei Montage 
eines anderen Tonabnehmersystems erfor- 
derlich - oder wenn versehentlich etwas 
verstellt wurde. Hinweise zum Einstellen fin- 
den Sie im Abschnitt «Wartung und Justage» 
am Schluß dieser Bedienungsanleitung 


AnschlieBen 


NetzanschluB 

Der Plattenspieler P 701 wird an eine Steck- 
dose mit 220 V, 50/60 Hz angeschlossen 
Eine Umstellung auf andere Netzspannungen 
erfordert einen Eingriff in das Gerát und 
sollte nur vom Elektrofachhándler oder Rund- 
funktechniker vorgenommen werden 


Verstärkeranschluß 

Der Braun Plattenspieler P 701 wird serien 
mäßig mit einem dynamischen «moving 
coil»-Tonabnehmersystem geliefert. Er kann 
somit nur mit entsprechenden Verstärkern 
betrieben werden. In Design und Technik ist 
er auf die Braun Verstärker AC 701 (Steuer- 
verstärker) und AP 701 (Leistungsverstärker) 
abgestimmt 


Verstärker ohne «moving coil»-Eingang kön- 
nen jedoch über einen geeigneten Transfor- 
mator oder Vorverstärker angeschlossen 
werden. Ein derartiger Transformator ıst vom 
Braun Kundendienst lieferbar. 


Die Cinch-Stecker der NF-Tonleitung (20) 
werden in die entsprechenden Eingangs- 
buchsen (meist «phono» bezeichnet) des 
Verstárkers gesteckt. Der Kabelschuh des 
Erdkabels ist unbedingt unter der Erdungs- 
schraube am Verstärker festzuklemmen 
(Vermeiden von Brumm). Beachten Sie bitte 
daB die Kanále nicht vertauscht werden 
schwarz — linker Kanal, rot — rechter Kanal 


Inbetriebnahme 


Der Plattenspieler wird durch Drücken des 
Netzschalters (1) eingeschaltet. Als Ein- 
schaltkontrolle leuchtet die Leuchtdiode 
(LED) bei der «stop»-Taste (6) auf. Beim Ein 
schalten wird grundsátzlich die Quarzsteue- 
rung des Antriebs programmiert - auch wenn 
die LED bei Tipptaste (3) noch nicht leuch- 
tet. Nach Auflegen einer Schallplatte, Frei- 
gabe der Verriegelung an der Tonarmstütze 
(14) und Hochklappen des Schutzvisiers am 
Tonabnehmersystem (15) wird durch Drücken 
des Tastschalters «33 start» (5), «45 start» 
(4) oder gleichzeitiges Drücken der Tasten 
(4) und (5) der automatische Abspielvor- 


gang gestartet. Die getroffene Wahl wird 
durch die zugehórigen LED's bei den Tast- 
schaltern signalisiert. Der Abspielvorgang 
wird beendet, wenn der Tonarm die Auslauf- 
rille erreicht hat oder die Taste «stop» (6) 
gedrückt wird. In beiden Fállen hebt der 
Tonarm von der Platte ab und kehrt in seine 
Ausgangsposition zurück. 


Mit dem Drücken der Tipptasten «33 start» 
und «45 start» wird nicht nur der Antrieb mit 
einer bestimmten Drehzahl eingeschaltet, 
sondern auch eine definierte Position für das 
Absenken des Tonarms gewáhlt. Folgende 
Zuordnungen bestehen: 


Plattendurch- 
Tastschalter Drehzahl messer 
«33 start» 33/5 U/min 30 cm 
«45 start» 45 U/min 17 cm 
«33 start» und 
«45 start» 45 U/min 30 cm 


(In diesem Fall leuchtet nur die LED bei «45».) 


Zum Abspielen anderer (als der in der 
Tabelle genannten) Schallplatten sowie zum 
Anfahren bestimmter Musikpassagen wird 
die halbautomatische Tonarmsteuerung be- 
nutzt. Mehr darüber im nächsten Abschnitt. 


Hinweise zum Betrieb 


Halbautomatische Tonarmsteuerung 
Neben dem automatischen Abspielen gibt 
es die Möglichkeit, Plattentellerantrieb und 
Tonarmbewegung unabhängig voneinander 
zu steuern. Um Ihre wertvollen Platten zu 
schonen, wird diese Steuerung jedoch nur 
indirekt manuell, d.h. über Steuerungs- 
tasten, vorgenommen. Dazu dienen die Tast- 
schalter (8) bis (11) «4», ««», «>», «>>», und 
der Tonarmlift «Y» (7) 


Achtung: Tonarm zum Positionieren nie 
anfassen! 


Ein Antippen eines der Tastschalter (8) bis 
(11) bewirkt ein Abheben des Tonarms von 
der Platte bzw. von der Ruhestütze (14) - 
der Tonarmlift ist nun hoch, zur Kontrolle 
leuchtet LED (12) auf. Wird eine der Tippta- 
sten (8) bis (11) weiterhin gedrückt (oder war 
der Tonarmlift schon hoch), so bewegt sich 
der Tonarm in die vom Pfeil gezeigte Rich- 
tung - und zwar so lange, wie die Taste 
gedrückt bleibt. Die Taste mit dem Doppel- 
pfeil verursacht eine schnelle, die Taste mit 
nur einem Pfeil eine langsame Bewegung 
des Tonarms. Damit läßt sich dieser sehr 
genau an jede beliebige Stelle bringen. Tast- 
schalter (4) oder (5) schaltet den Plattentel- 
lerantrieb ein; Tastschalter (7) senkt den 
Tonarm ab, dabei erlischt LED (12) 


Tastschalter «stop» (6) beendet den Abspiel- 
vorgang. Der Antrieb wird abgeschaltet, der 
Tonarm in seine Ruhelage zurückgeführt. 
War der Antrieb noch nicht eingeschaltet, 
hat die «stop»-Taste die gleiche Funktion 
wie die Lifttaste <Y> (7). 


Bedienungsvarianten 

Im wesentlichen bestehen drei unterschied- 

liche Möglichkeiten, den Plattenspieler nun 

zu steuern. Wichtig sind in diesem Zusam- 

menhang noch zwei Hinweise: 

€ Leuchtdiode (12) bei den Steuerungsta- 
sten ist an, wenn der Tonarmlift hoch ist 

€ Um Einlaufgeráusche zu unterdrücken, 
ist der Plattenspieler mit einer verzóger- 
ten Tondurchschaltung ausgestattet 
Diese wird vom Tonarmlift gesteuert, d.h., 
etwa eine Plattenumdrehung nach 
Absenken des Lifts wird der Ton durch- 
geschaltet. 


Und nun die drei Varianten: 

a) Zuerst Einschalten des Antriebs über 
Tipptaste (4) bzw. (5) (oder beide) und 
unmittelbar anschlieBend Antippen einer 
der Steuerungstasten (8) bis (11). Hier- 
durch wird bewirkt, daB der vom Auto- 
matikbetrieb bekannte Ablauf erhalten 
bleibt — allerdings bleibt jetzt der Tonarm 
über der selbsttátig angefahrenen Posi- 
tion stehen, da der Lift eingeschaltet ist 
(infolge Antippens einer der Steuerungs- 
tasten). Abgesenkt wird der Tonarm 
durch Betätigen der Lifttaste «V» (7) 


b) Wird zuerst der Tonarmlift (durch Antip- 
pen einer der Tasten (8) bis (11)) und 
dann der Antrieb eingeschaltet, so bleibt 
der Tonarm über der Auflagestütze (14) 
stehen, der Plattenteller dreht sich. Um 
nun eine beliebige Stelle auf der Platte 
abzuspielen, bedient man sich der 
Tonarmsteuerung (Tasten (8) bis (11)) 
und des Lifts (7) 


c) In dieser Variante wird der Tonarm mit 
den Steuerungstasten auf eine beliebige 
Stelle der Platte abgesenkt. Wird jetzt 
der Antrieb eingeschaltet, so ist - wegen 
des abgesenkten Lifts — die Tondurch- 
schaltung von Anfang an gegeben. 
(Allerdings ist auch das Hochlaufen jetzt 
Teil der Darbietung.) 


Feineinstellung der Tonhóhe 

Der Tonhóhensteller ist wirkungslos, 
solange der Antrieb quarzgesteuert ist. Die- 
ser Zustand ist bei rotierendem Plattenteller 
am Aufleuchten der LED bei Tastschalter 
«quartz» (3) erkennbar. Wird die Quarz- 
steuerung über Schalter «quartz» abge- 
schaltet, läBt sich mittels Tonhóhensteller 
(2) die Plattenteller-Drehzahl in gewissen 
Grenzen verándern. Die Regelmóglichkeit 
von + 3% entspricht einer Tonhöhenände- 
rung um plus/minus einen viertel Ton. 


Antistatik-Hilfen 

Bewegung verursacht Reibung, Reibung 
kann zu statischer Elektrizitát führen, sta- 
tische Aufladung zieht Staub an - Staub 
und statische Elektrizitát auf der Schall- 
platte aber sind die Quelle háBlicher Knack- 
und Stórgeráusche. Die Stórursachen sind 
daher unbedingt von Platte und Abtastnadel 
fernzuhalten. Am besten für diese Aufgabe 
geeignet sind mitlaufende Plattenreinigungs- 
einrichtungen, die den Staub aus der Rille 
«kehren» und die Ladungselektrizität ablei- 
ten. Ob dieser «Kehraus» naf oder trocken 
erfolgt, ist letztlich eine Geschmacksfrage. 


Beide Reinigungsverfahren haben ihre Vor- 
und Nachteile. Viel wichtiger als die Diskus- 
sion darüber ist die richtige Anwendung: 


€ Trockene Mitlaufreiniger müssen unbe- 
dingt einwandfrei geerdet werden - 
sonst verkehrt sich die Wirkung in ihr 
Gegenteil. Dazu ist das Ende der Erdlei- 
tung des Reinigers am besten zusammen 
mit dem Kabelschuh der NF-Tonleitung 
am Erdungspunkt des Verstärkers festzu- 
klemmen. 


€ Nasse Mitlaufreiniger brauchen eine ein- 
wandfreie Flüssigkeit, die ohne Rück- 
stände verdunstet. Verwenden Sie des- 
halb die im Handel erháltlichen Reini- 
gungsflüssigkeiten stets im Originalzu- 
stand und unverdünnt. Und es gilt der 
Satz: «Einmal naß - immer naß» (wegen 
des nach dem Verdunsten evtl. in den 
Rillen abgelagerten Staubs). 


Fragen Sie deshalb Ihren Fachhándler nach 
einem guten Mitlaufreiniger. Die Verwen- 
dung lohnt sich hórbar. 


Schutzeinrichtungen 


Netzsicherung 

Die Netzsicherung (Schmelzsicherung) 
befindet sich im Gerát. Das Auswechseln 
solite deshalb nur vom Fachmann vor- 
genommen werden. 


Blockierschutz 

Wird der Tonarm in seinen automatischen 
Schwenkbewegungen behindert, so tritt ein 
elektronischer Blockierschutz in Funktion 
Bei Behinderungen der Einschwenkbewe- 
gung wird der Tonarm in seine Ruhelage 
zurückgeführt, der Motor abgeschaltet. Wird 
die Ausschwenkbewegung behindert, so 
wird der Tonarm an dieser Stelle abgesenkt 


Weitere Schutzfunktionen 

Die logische Verknüpfung sámtlicher Bedie- 
nungsfunktionen bewirkt eine hohe Sicher- 
heit gegen Fehlbedienungen. So senkt sich 
der Tonarm bei Automatikbetrieb nur im 
Bereich des genormten Einlaufrillenfeldes 
ab. Bei Variante a) der halbautomatischen 
Betriebsart (Einschalten des Antriebs mit 
unmittelbar anschlieBendem Tonarmlift) läBt 
sich der Tonarm nur innerhalb der jeweiligen 
Plattenfláche absenken. Ein Absenkversuch 
auBerhalb dieser Bereiche (etwa über dem 
Chassis) führt den Tonarm in seine Ruhe- 
stellung zurück 


Ein weiterer Schutz ist durch die begrenzte 
Absenktiefe des Tonarmlifts gegeben. Bei 
Lieferung des Plattenspielers mit dem 
Tonabnehmersystem MC 1-E ist dieses so 
justiert, daB die Abtastnadel weder das 
Chassis noch den Boden des leeren Platten- 
tellers berühren kann. Die Gummistützen 
auf dem Plattenteller sind so angeordnet, 
daß sie außerhalb der Einlaufrillen von 

17 cm- und 30 cm-Schallplatten liegen. 


Eine Besonderheit der Schutz-Logik ist im 
Automatikbetrieb zu beachten: Wird der 


Antrieb von 33'^ auf 45 U/min umgeschaltet 
und der Tonarm befindet sich auBerhalb des 
Bereichs einer 17er Platte, so wird der 
Tonarm abgehoben und im Einlaufrillenfeld 
einer 17 cm-Platte wieder abgesenkt 


Knackunterdrückung 

Die elektrische Skating-Kompensation und 
die Tondurchschaltung zum Verstärker 
erfolgen erst dann, wenn der Abtaststift auf 
der Platte aufgesetzt hat (Verzógerung ca. 

1 Umdrehung). 


Pflege 


Zur Reinigung des Plattenspielers empfeh- 
len wir die Verwendung eines Staubpinsels. 
Die Abdeckhaube kann auch feucht abge- 
wischt werden. Bei allen Reinigungsarbei- 
ten sollte der Tonarm auf der Stütze (14) 
aufliegen und verriegelt, das Visier herabge- 
klappt sein. 


Beim Abspielen álterer Platten kann es vor- 
kommen - besonders, wenn Sie keinen mit- 
laufenden Plattenreiniger benutzen -, daß 
Sich an der Abtastnadel Schmutzpartikel 
absetzen. Dieser Schmutz beeinträchtigt die 
Wiedergabequalitát und muß deshalb ent- 
fernt werden. Dies erfolgt am besten mit 
einem feinen Pinsel, der in hartnäckigen Fäl- 
len auch mit etwas Reinigungsflüssigkeit 
befeuchtet sein kann. Beim Tonabnehmer- 
system Braun MC 1-E darf die Nadel nur 
von hinten nach vorne (vorne — Frontseite 
des Tonkopfes mit Rándelschraube) über- 
Strichen werden - keinesfalls entgegenge- 
setzt oder gar quer! Zum Reinigen der 
Abtastnadel nehmen Sie den Tonkopf am 
besten ab. Wie's gemacht wird, steht gleich 
im náchsten Abschnitt 


Zur Plattenpflege sollten Sie nur Mittel ver- 
wenden, die antistatisch wirken und die 
keine Rückstände auf der Platte hinterlas- 
sen. Reinigungsmittel sowie auch Pinsel für 
die Nadelsáuberung erhalten Sie im Zube- 
hórhandel 


Wartung und Justage 


Abnehmen des Tonkopfs 

Der gesamte Tonkopf mit dem Tonabneh- 
mersystem (15) läBt sich sehr einfach 
abnehmen (siehe Bild). Zuerst jedoch 
Schutzvisier herabklappen! 





Rándelschraube nach links drehen und lok- 
kern - aber nicht ganz herausdrehen. 
Sodann Tonkopf nach vorn bis zum 
Anschlag ziehen und nach unten heraus- 
nehmen. Beim letzten Handgriff empfiehlt es 
Sich, den Tonarm anzuheben, so daf nach 
unten mehr Platz ist 


Auswechseln der Abtastnadel 

Auch eine Abtastnadel aus Diamant, wie sie 
hier verwendet wird, nutzt sich im Laufe der 
Zeit ab. Der Diamant wird angeschliffen und 
kantig. Dies führt auf die Dauer zur Beschá- 
digung und vorzeitigen Abnutzung der 
Schallplatten. Je nach Zustand des Platten- 
materials kann man eine Betriebsdauer der 
Abtastnadel von 500 bis 1000 Stunden 
erwarten 


Zuerst den Tonkopf abnehmen. Der Nadel- 
tráger wird einfach nach unten (siehe Bild) 





E 


abgezogen. Sinngemäß wird der neue 
Nadeltráger einfach wieder aufgesteckt. Er 
ist im Fachhandel oder bei den Braun Ser- 
vicestellen erháltlich. 


Nach Austausch des Nadeltrágers ist die 
Auflagekraft zu überprüfen und gegebenen- 
falls neu einzustellen. 


Einstellen der Auflagekraft 

Schalten Sie zuerst das Gerát mit dem Netz- 
schalter ab und klappen Sie das Schutzvi- 
sier am Tonabnehmersystem nach unten 
Mit der Rändelrolle (17) stellen Sie die Auf- 
lagekraft auf O. Nehmen Sie nun den Tonarm 
von der Stütze (14) und schwenken Sie ihn 
so weit nach links, daß er neben der Stütze 
frei pendeln kann. Der Tonarm muf waag- 
recht schweben. Tut er das nicht, so ist mit 
den beiden Rándelschrauben am Gegen- 
gewicht (18) der horizontale Schwebezu- 
stand einzustellen. Rändelschrauben nach 
rechts drehen senkt den Tonarm, nach links 
hebt ihn. 


Wenn der Tonarm ins Gleichgewicht 
gebracht ist, kónnen Sie nun mit der Rán- 
delrolle (17) die Auflagekraft einstellen. Bei 
dem serienmäßig eingebauten Tonabneh- 
mersystem empfiehlt sich ein Wert von ca 
17 mN (entsprechend 1,75 p). Mit dieser Auf- 
lagekraft werden selbst extreme Modulatio- 
nen noch einwandfrei abgetastet. (Bei Ver- 
wendung anderer Tonabnehmersysteme ist 
der Wert der Auflagekraft den Hersteller- 
unterlagen zu entnehmen.) 

Wichtig: Die Skating-Kompensation ist von 
der Auflagekraft abhängig und daher auch 
einzustellen 





Einstellen der Skating-Kompensation 

Die physikalisch unabdingbare Skating-Kraft 
hat das Bestreben, den Tonarm zur Platten- 
mitte hinzuziehen. Ohne Ausgleich dieser 
Kraft würde dies zu einer verstárkten Bean- 
spruchung der inneren Rillenflanke führen — 
mit allen Konsequenzen für Wiedergabe- 
treue und Abnutzung von Platte und Abtast- 
nadel. Die Skating-Kraft wird deshalb durch 
eine gegengerichtete Kraft kompensiert. 
Eingestellt wird die Kompensation mit der 
Scheibe (13) 





Da die Skating-Kraft von den Reibungsver- 
háltnissen (Nadel/Platte) und von der 
Tonarmgeometrie abhángig ist, sind ver- 
schiedene Bedingungen zu beachten: 


a) Für biradial (elliptisch) geschliffene 
Abtastnadeln gilt die äuBere Skala der 
Einstellscheibe mit dem Ellipsensymbol. 
Der Plattenspieler P 701 ist serienmáBig 
mit einer elliptischen Nadel ausgestattet, 
so daB normalerweise diese Skala gilt. 


b 


Für sphárisch (konisch) geschliffene 
Abtastnadeln gilt die innere Skala mit 
dem Kreissymbol 


Einzustellen ist bei trockener Abtastung 
jener Zahlenwert, der der Auflagekraft 
entspricht. Bei NaBabtastung (mitlaufende 
Reinigungseinrichtung mit Flüssigkeit) sind 
jedoch kleinere Zahlenwerte einzustellen 


bei elliptischer Nadel ca. 20% weniger, 
bei konischer Nadel ca. 30% weniger. 


Einstellen des Tonarm-Hubstiftes 

Der Tonarm-Hubstift (16) braucht normaler- 
weise nicht eingestellt zu werden, aus- 
genommen - ein anderes Tonabnehmersy- 
stem wird montiert (siehe dazu náchsten 
Abschnitt «Montage des Tonabnehmers»). 


Ist der Plattenspieler mit dem System 

MC 1-E ausgestattet und der Hubstift ver- 
sehentlich verstellt worden, so ist mit der 
Rándelschraube am Hubstift (16) die Höhe 
so einzustellen, daB der Tonarm ohne 
Berührung auf die Stütze (14) einschwenken 
kann. Ein Abstand «Vorderkante Stütze zu 
Unterseite Tonarm» von ca. 0,5 mm sollte 
jedoch nicht überschritten werden 





Montage des Tonabnehmers 


Hinweis: Dieser Abschnitt ist nur von Inter- 
esse, wenn Sie den Plattenspieler ohne 
Tonabnehmersystem gekauft haben - oder 
später ein anderes einbauen wollen 


Klappen Sie das Visier (so vorhanden) zum 
Schutz des Diamanten herab! 


Befestigen Sie zuerst das Tonabnehmersy- 
stem auf dem Systemträger. Die elektri- 
schen Anschlüsse werden über Steckver- 
binder hergestellt. Ziehen Sie die Schrauben 
nur sehr locker an und richten Sie das 
System in der axialen Richtung des Trägers 
aus (nach «Augenmaß», das ist genauer als 
man denkt). Montieren Sie den Tonkopf auf 
den Tonarm. Führen Sie dazu die Befesti- 
gungsnase von unten in die Aussparung im 
Tonarmrohr und schieben Sie anschlieBend 
den Tonkopf nach hinten in das Tonarmrohr. 
Fixieren Sie die Anordnung durch Anziehen 
der Rándelschraube. 


Justage der Nadelposition 

Der Abstand Drehpunkt (des Tonarms) zu 
Abtastnadel ist ein kritischer Wert und muß 
deshalb genau eingestellt werden. Dazu 
dient der zum Lieferumfang gehórende 
Kegelstift. Er wird in das Loch in der Platten- 
tellerwanne eingesteckt, das sich ziemlich 
am Rand rechts von der zylindrischen Ver- 
tiefung befindet. Der Tonkopf wird dann 
über den Kegelstift geführt (z.B. mit Hilfe der 
Tonarmsteuerung). Das Tonabnehmer- 
system ist nun so in den Langlóchern zu 
verschieben, daB Abtastnadel und Kegel- 
spitze übereinander stehen (wobei die 
axiale Ausrichtung des Systems erhalten 
bleiben muB). Jetzt kónnen die Befesti- 
gungsschrauben festgezogen werden 


Einstellung des Tonarm-Hubstiftes 
In den meisten Fállen dürfte die im Werk 
durchgeführte Voreinstellung des Tonarm- 


Hubstifts auch für andere Tonabnehmersy- 
steme passen. Kontrollieren Sie dazu den 
Abstand der Diamantnadel von der Chassis- 
platte bei abgesenktem Tonarm. Er sollte 
rund 3 mm betragen. Abweichungen wer- 
den über die Rändelschraube (16) ausgegli- 
chen. 


Die richtige Einstellung der Hubhöhe ist 
wichtig, da davon einmal die einwandfreie 
Abtastung der Schallplatten, zum anderen 
im Falle einer Fehlbedienung die (noch) 
nicht-Berührung von Abtastnadel und 
Chassis oder Plattenteller abhängt 


Weitere Einstellungen 

Die notwendigen Einstellungen von Auflage- 
kraft und Skating-Kompensation sind im 
vorhergehenden Abschnitt «Wartung und 
Justage» beschrieben 


Anderungen vorbehalten. 


Technische Daten 


Tonabnehmersystem 


Wandlerprinzip 


Abtaststift 


Auflagekraft 


Statische Compliance 
Effektive Nadelmasse 
Vertikaler Spurwinkel 
Impedanz 
Ubertragungsbereich 
Effektive Tonarmlange 
Kröpfungswinkel 
Überhang 


Tangentialer 
Spurfehlwinkel 


Braun MC 1-E 


moving coil 
(dynamisch) 


Diamant, elliptisch 


14...20 MN 
(entspr. ca. 1,4...2 p) 


20 um/mN 
0,22 Milligramm 
22> 

10 Ohm 
15...50000 Hz 
226 mm 

23° 


15,75 mm 


0,16°/cm Radius 


Max. tang 
Spurfehlwinkel 2.39 
Effektive Tonarmmasse 
(einschl. TA-System) 
horizontal 16,6 g 
vertikal 15,59 


Drehzahlen 


Drehzahlabweichung 
(Quarz ein) 


Tonhohenabstimmung 


(Quarz aus) 


33' und 45/min 


< 0,005% 


V2 Ton (+ 3%) 


Gleichlaufschwankungen X 0,06% 


Rumpelfremdspannungs- 


abstand 


Rumpelgerausch- 
spannungsabstand 


Anschlüsse 


Netz 


Verstárker 


= 50 dB 


z 70 dB 


220 V—, 50/60 Hz 
(Umschaltmóglichkeit 
auf Netzspannungen 
von 110/120/130/ 
230/240 V~) 


Tonleitung mit Cinch- 
Steckern und getrenn- 
ter Erdungsleitung. 
Kapazitát der Signal- 
leitungen gegen 
Masse ca. 150 pF 


Braun HiFi-Service-Organisation 


Servicezentrale: 


6000 Frankfurt/Main 19 
Braun AG, 
Zentralkundendienst, 
Rüsselsheimer StraBe, 
Postfach 190 265, 

= 0611/7582-1 

Telex 416952 


Vertragswerkstätten: 


1000 Berlin 31 

HiFi-Service Günter Körner, 
Bruchsaler StraBe 4, 

= 030/8534041 


4800 Bielefeld 1 
K.-H. Pflock, 
Heeper StraBe 121a, 
w 0521/323216 


3300 Braunschweig 
Fernsehservice Beyer, 
Frankfurter StraBe 39, 
= 0531/891013 


2800 Bremen 

John GmbH, 
Hohentors-Heerstraße 40-42, 
® 0421/504445 


4600 Dortmund 15 


Gehado Elektronik Service GmbH, 


A.d. Heiken/Ecke Freigrafenweg, 
® 0231/37611 


4000 Düsseldorf 
Herbert Dahm, 
Bendemannstraße 9, 
® 0211/364036 


4300 Essen 

Gerstner & Marquardt OHG, 
Münchener Straße 48, 

® 0201/2397 45-46 


7505 Ettlingen 6 

HiFi Service Shop Günter Kôrner, 
Oosstraße 1, 

® 07243/91082 


7800 Freiburg 
HiFi-Service-Franke, 
Sautierstraße 46, 

™ 0761/508804 


2000 Hamburg 76 

HiFi Service Center, 
Heinrich-Hertz-StraBe 127, 
e 040/2209514 


3000 Hannover 
W. Meier-Wittern, 
Volgersweg 6, 
® 0511/14770 


7100 Heilbronn 
Günter Buwe, 
Sontheimer StraBe 76, 
® 07131/570167 


3500 Kassel 

Franz Jordan, Inh. Jürgen Jordan, 
Reuterstraße 9, 

=: 0561/16342, 18942 


5400 Koblenz 
Rhein Radio, 
Viktoriastraße 8-12, 
™ 0261/14041 


5000 Köln 21 
Dabelstein & Lubos, 
Siegburger Straße 51, 
® 0221/814437 


2400 Liibeck 1 
Kurt Meyer, 
Friedhofsallee 1b, 
= 0451/4937 33 


6800 Mannheim 

N. Schaaf, 
Rheinhäuser Straße 54, 
** 0621/403254 


8000 München 

Audio HiFi-Service GmbH, 
Sadelerstraße 41, 

= 089/154949 


4400 Munster/Westf. 
Helmut Reetz, 
Burchardstraße 22, 

a 0251/393347 


8500 Nürnberg 
Rudolf Hemmersbach, 
Frauentorgraben 11, 
= 0911/209223 


7980 Ravensburg 
Franz Denzel, 
Leinerweg 3, 

® 0751/31281 


6600 Saarbrücken 
Armin Wolf, 
Diedenhofer Straße 5, 
7 0681/55101, 56610 


7000 Stuttgart 1 

Ried GmbH, 
Schlosserstraße 20-21, 
= 0711/600379 


— 


¿E 


"CR zw. 





Q 








SE 


BRAUN 


Technische Information Typ/Type: HiFi Stereo 
Stromlaufplan Plattenspieler P 701 
Service Manual HiFi Stereo 

Circuit Diagram Turntable P 701 
Information Technique HiFi Stereo 


Schéma Platine-tourne-disque P 701 


AnschluBcode 
Connection Code 
Code de connexion 


S 801 
Netzschalter 
ON/OFF switch 


= 








> Netzschnur 


à Netzteil -Leiterplatte 
O power supply circuit boord 











Spannungswähler 


voltage selector 








[auf die Anschlüsse gesehen | 





(looking at the connections | 





Widerstande 
resistors 


=== 34 


NED? 


Metallschichtwiderstund 


metaltılm resistor 
TK 2 100» 108 1° 





Systemanschlun 
cartrıdge connector 





SS rechts Mossel gn) 
ram ground 





2-052-032/1X-80 

P 701 

d/en/fr 

Printed in West Germany 
Anderungen vorbehalten 


integrierte Schaltungen 
integrated circuits 


Ap 001 
tn 9302 
E 
€ 


"Beschriftung 





a 1 marking 
8 1 

MSM 5815 

~Beschritt 

3 36 marking 

sona 18422 


2 at 
€ iM sss 





VTN Beschriftung 
5 8 marking 


Transistoren 
transistors 








"Beschriftung 


Beschriftung 


marking 
| 2043123 
i J | 2 045 8541 
tt 
ECB 


Laut die Anschlusse gesenen 
llogking at the connections 











Pes 043 
G 
SN 
I 2 N 5777 
| 
III 
8 C E 
1 : " 
LA NOK IFETI 
Les 





7 Beschriftung 
marking 








Spannungsregler 
voltage regulator 


23 
Ausgang (zoo) Engang LM 78 
output M, 2 input 





Masse 
ground 


Dioden 
diodes 
ne E 


Katece — cathode 





ring! [coloured ring) 





Kotode ci 








TE is 





Anode anode 





Steckverbindungen 
pluggable connections 


> linker Kanal 


E 









rechter Kanal 


D zs right channe: 


Tonarm 


tonearm 








SW Antiskating-Drenstelier 














Schalter fur Antriebsspule 
drive coil switch 











sw LH 














un 


A 1002 
a 7 Tachospule 
tachometercoil 





Loot 











otorspule 
drive col 











f Tostenleiterpiatte 
gn push button crcu board 
— = g 


























s a 
E er 











Tastenleiterpiatte 
push button circuit board 











Tonhohensteller 
pitch control 























Lichtsenranke 
optical sensor 


Motor 
motor 











Abtaster 




















pickup coil 


Steuerieiterplatte 
control circuit board 
































39 7000615 

EZ is 

rj 

615 9875 28 
H^ = T T T T + 

%S I %S I I AR 
vi "vuv 0 == OL X047 u u KE 
61799 "P 81292  ZEZIY "-t925 Kach = uaz9 9 + 80299 DI 

















72790 





4 OÙ 
717298 













ZOE 


MI 




















ayas 


















































































































































































































































































































































































































































































198 
62294 ; 
7 y e 
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9 $ 7 Et piooq 
SL8S WSW u »5 | unana- uojinqusnd 
1029 3I M azz 10 enoıdsana]- uaysoy 
[13 E E a e a en 8029/9 
Avo 
1 uocis S 
mi H 
AOLZ mt 1007 £029 Y 
SEZIH EEZ9 Y 9770299 4 OL 
sno/ uia 
7:290 ES I a í Suen 
H D 12] 
4955 28 oz Lier 
Tiz9 1 vo ZV. É nn 
DEE (S018, WI) Ag, 1007 
902991 7/7029 2! 
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T t 
T + t t I i 
| linker Kanal 
C5441 = RNAS , lett channel 
IC 5409/4 R5440 6330 — T5429 
4001 300k Le BC 558 b H 
ig 
R Shhh š R5465 C5449 
100 k 100k Ain 
C5465 st 100 sw C 
{ + A Zu T 
[R5464 
R 5456. 15M 
R5466 n 
100 k l PRO 
R5443 [ ]Rs446 Dä 
680 33M + + St 1005, 
c5438 
in [Rs | 
33M 105447| 
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10540 /c T ' rechter Kanai 
200 5450 R5474 i pene 
7 150k 10 | rt 
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7 2.043122 4 | strooe_et y 
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7, Ano (mw mc 
HU Si + T5426 T5428 Lente 
T "ru An f 2043123 SC sët (543 Ster ge ] 
= | =. 120 k Ste ge —, | i 
— d — 
"Rl PE Riss " $001 : L 002 | 
rt k 
R5635 E Offset R5463 St bi L001 
334 ^m C 5433 adn 05430 | |R5453 T5424 22 
a ow T ZPU56 | | 1,5 k lac 558b i $t30027__sw : N 
a R5469 St 5002 sw 5 i 
+ + R5462 EM m ; | 
E. x csas= 28 + SI5001 == 
470 ER 
K. J RA ST2005! Tonorm - Antrieb 
I stado tone arm drive 
— + + 
ma] $ H 
DA 
2k tiskat 
tidu a à E ^ -Antiskating 
Antiskating 1a 
calibrate ol 
D 5433 T 
2PD 12 R3475 18438 Poza 
25. KM Hi 001 
A vn st30037._ge 
Lift 
st3004 
g 
R5452 + 
a 100  D5431 tai rt 
a 
ae 
2 — Ë 
= 
= TA-System 
d r - - - - - - PU -cartridge 
ES T T z| t| 
er" | AN 
Ja s301 c5309  R5306[] E d 
15k 334 47 S 
R 5305 aa 
' 
` $801 Netz 
power 
R5302 R5303 R5304 | 
330 1k 1 
803276 c 5302 ' 
Za E C 802 
R5325  R532 = 
¿ 100k 10M 4700, 
i 
R5317 
Motor -Leiterplatte " N 
15304 Netzteil - Leiterplatte i 


commutation circuit board 








Geschwindigkeits - Sensor 


velocity sensor 




















T 5304 
2043123 





























power supply circuit boord 























“ho 


Sponnungswühler gezeichnet in Stellung 220 V 


Voltage selektor shown in position 220 V 


Änderungen vorbehalten ! 
Subject to modification without notice!